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Zwangsumzug für befristete Stelle?

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Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,

hoffe, jemand kann mir hier etwas dazu sagen:

Gestern hatte ich ein Stellenangebot von der Arge im Briefkasten für eine befristete Stelle (18 Monate). Kann man mich zum Umzug zwingen?

Die zweite Frage ist wegen der Kosten für das Vorstellungsgespräch. Habe einen Antrag auf Reisekosten-Erstattung erhalten. Steht mir dafür ein Vorschuss zu?

Vielen Dank erstmal
LG
Luna
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Oder übernimmt die Arge dann die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung wg. Befristung der Stelle?

Die zweite Frage ist wegen der Kosten für das Vorstellungsgespräch. Habe einen Antrag auf Reisekosten-Erstattung erhalten. Da mich die Fahrkarte (Hin- und Rückfahrt) insgesamt etwa 140 Euro kostet, steht mir dafür ein Vorschuss zu?
Wenn du diese Stelle bekommst, kann die BA eine doppelte Haushaltsführung sowie die monatlichen Fahrkosten übernehmen. --- > siehe Eingliederungshilfen. Die Fahrtkosten für das Vorstellungsgespräch, sind bei deinem "Sklavenhändler" zu beantragen und in voller Höhe zu erstatten. Wichtig ist die schriftliche eindeutige Zusicherung. Sollten die Kosten nicht übernommen werden, kann diese Stelle abgelehnt werden ---> Unzumutbarkeit. Bei Kürzung (Strafe) ist sofort der Gerichtsweg einzuschlagen.

:hmm:
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#3
Hallo Janchen,

erstmal herzlichen Dank für Deine Antwort.

Das mit der Übernahme der Kosten, meinst Du damit, dass ich die Stelle wegen Unzumutbarkeit ablehnen kann, wenn meine Arge die doppelte Haushaltsführung nicht bezahlen will?

Vielen Dank nochmal.
LG
Luna
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#4
Das wäre nun egal, ob ihr nun umzieht oder die Fahrtkosten bzw. doppelte Haushaltsführung erstattet bekommt. Die Kosten bleiben zum Schluss bei er ARGE. Außerdem ist dies Arbeitsangebot nach § 121 SGB III zu überprüfen, denn durch die Befristung ist zwar nicht die Unzumutbarkeit, jedoch mit dem Tag des Ablaufes und außerhalb des Tagespendelbereiches dies begründet. Eingliederungshilfen - z.b. doppelte Haushaltsführung - gibt es jedoch nur 6 Monate und bei speziellen Fälllen 3 Monate oben drauf, welches aber bei 18 Monate wiederum vom Verdienst abhängt ect.

Wäre schön, wenn du etwas detailierter es schildern könntest, denn dieses Thema ist sehr umfangreich und richtet sich an vielen Faktoren - wie Kinder, Gegend, Bindungen bis hin zum Beruf bzw. der auszuübenden Tätigkeit.
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#5
Hallo Janchen,

vielen Dank erst mal bis hierher.

Ich weiß nicht so recht, wie meinst Du, soll ich das noch weiter konkretisieren?

Bei der mir angebotenen Stelle handelt es sich um eine Vollzeittätigkeit, wie gesagt, auf 18 Monate befristet.

Brauchst Du noch mehr Angaben? Sonst nochmal fragen.

Vielen Dank nochmal
LG
Luna
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#7
Super, danke Janchen. Hatte auch noch mal gegoogelt und noch folgenden § im SGB gefunden:

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/03/index.php?norm_ID=0305400

Sozialgesetzbuch Drittes Buch Arbeitsförderung
In der Fassung des Gesetzes zur Intensivierung der Bekämpfung der Schwarzarbeit und damit zusammenhängender Steuerhinterziehung vom 23. Juli 2004 (BGBl. I S. 1842)

§ 54 Mobilitätshilfen bei Aufnahme einer Beschäftigung

(1) Als Übergangsbeihilfe kann ein zinsloses Darlehen in Höhe von bis zu 1 000 Euro erbracht werden. Dieses ist zwei Monate nach der Auszahlung und grundsätzlich in zehn gleich hohen Raten zurückzuzahlen.

(2) Als Ausrüstungsbeihilfe können Kosten bis zur Höhe von 260 Euro übernommen werden.

(3) Als Reisekostenbeihilfe können die berücksichtigungsfähigen Fahrkosten bis zu einem Betrag von 300 Euro übernommen werden. § 46 Abs. 2 Satz 2 und 3 ist entsprechend anzuwenden.

(4) Als Fahrkostenbeihilfe können für die ersten sechs Monate der Beschäftigung die berücksichtigungsfähigen Fahrkosten übernommen werden.

(5) Als monatliche Trennungskostenbeihilfe können für die ersten sechs Monate der Beschäftigung die Kosten bis zu einem Betrag von 260 Euro übernommen werden.

(6) Als Umzugskostenbeihilfe können die Kosten für das Befördern des Umzugsguts im Sinne des § 6 Abs. 3 Satz 1 des Bundesumzugskostengesetzes von der bisherigen zur neuen Wohnung übernommen werden, wenn der Umzug innerhalb von zwei Jahren nach Aufnahme der Beschäftigung stattfindet und der Umzug durch die Aufnahme einer Beschäftigung bedingt ist, die außerhalb des nach § 121 Abs. 4 zumutbaren Tagespendelbereichs liegt.
Umzugskosten können sogar bis zu 4.500 Euro übernommen werden.

LG
Luna
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#8
Da ihr im ALG II Bezug seit, tritt bei euch auch der § 22 SGB II in Kraft, wonach ein Umzug auch durch Arbeitsaufnahme notwendig macht und - da Anweisung - somit alle Kosten zu übernehmen sind. Wie gesagt immer beantragen vorab und bei Abweisung kann das eine oder andere nicht mehr vollzogen werden, da die finanzielle Absicherung verloren gehen würde.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#10
... na dann brauche ich mir keine Gedanken mehr zu machen, wenn Sie in besten Händen ist. Danke für den Link.
 

hellucifer

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#12
Meines Wissens ist es jemandem nicht zumutbar, einen Wohnortwechsel für die Arbeitsaufnahme machen zu müssen, wenn man verheiratet ist. Dann müßte man schon beiden Ehepartnern eine Stelle im selben Ort anbieten. Wahrscheinlich kannst Du ablehnen, ohne eine Sperre zu bekommen. Die Ehe ist geschützt. Das steht so im Grundgesetz für die BRD. Der Schutz von Ehe und Familie - das ist ein Grundrecht!

Zugegebenermaßen weiß ich nicht genau, ob das auch gilt, wenn beide Ehepartner arbeitslos sind. Hängt vielleicht etwas von der Frage ab, ob sich durch den Wohnortwechsel die Chancen des anderen Partners auf dem Arbeitsmarkt verbessern oder verschlechtern. Der Verlust des sozialen Umfelds und des bekannten Arbeitsmarkts allerdings sind nicht gerade förderlich, und ich glaube, in Hamburg ist der Arbeitsmarkt chancenreicher als in Berlin!
 
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