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Zwangstherapie bei Alkoholismus?

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Clint

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#1
Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
 

listche

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#2
Kurz und bündig. Die dürfen das. Aus meinem Bekanntenkreis wurde auch jemand gezwungen. Man hat ihm schon die Leistung bis zum Antritt der Kur gekürzt. Und wenn die Kur abgebrochen wird, dann gibt es auch eine Sperre, und dann bis auf weiteres eine Kürzung, bis zum Antritt einer neuen Kur.

Gruß Listche
 

claridge

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#3
re.

Ich persöhnlich halte solch ein Vorgehen für pervers.
Clint hat es schon richtig angemerkt: Eine Therapie bringt nur dann etwas wenn der Abhängige dazu bereit ist! Alles andere ist herausgeschmissenes Geld.
Ich war 15 Jahre in der Alkoholkrankentherapie tätig. In der Zeit habe ich es nicht erlebt das auch nur ein Alkoholkranker therapiert wurde wenn er unter Druck in die Therapie kam.
Es stellt sich mir auch die Frage wie ernst ich einen Sachbearbeiter nehmen kann der schon von seiner Ausbildung her keine Ahnung dieser Krankheit hat.
 

Clint

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#4
OK. Ihr habt mir jetzt gesagt das dat darf. Wo bleibt da die "Menschenwürde"?
die "Selbstbestimmung"?? Nach meiner Meinung hält Rainer nich mehr lange.
Scheidung, selbstbestimmte Kinder, ohne Rainer, das Einzige nur noch ein kleiner, schwarzer Hund ( is wirklich, kein Märchen) warum sollte er eigendlich weiter machen, wenn er eh in 2 Jahren den Arsch auf dem Bauch hat , und in spätestens fünf Jahren, nur unter Drogen nicht schreiend, die Grätsche macht?? Für ihn ist es doch besser er bleibt im Tran hört seine Musik aus
den 60- 80zigern und kriegt sein hepatisches Koma bevor die Metastasen anfangen sich bemerkbar zu machen.

PS.
Falls mein SB auf die Idee kommt mit 90 kg wär ich besser dran, werde ich ihn
"auslösen" ( was das heißt googeln oder einen Metzger fragen)
Die bezahlen mir mein Essen, das ist aber keine Gnade, sondern ein Stillhalteabkommen! Damals in Oldowey habe ich mit den Reichen ausgemacht
ich überfalle sie nicht, lasse ihre Kinder in Ruhe usw. dafür müssen Sie mir, wenn ich nicht kann, soviel geben, daß ich menschen würdig leben kann.
Anscheinend ist dieser Gesellschaftsvertrag trotz Grundgesetzt und Sozialbindung des Eigentums in Vergessenheit geraten.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
Ja, die dürfen das... aber man kann trotzdem versuchen das zu verhindern. Viele Kliniken nehmen gar nicht erst auf, wenn man denen zu verstehen gibt, daß ein Entug nicht helfen kann, weil man nciht dahinter steht.

Und mit ärztlichen Attesten kann man auch viel verhindern.

Übrigens: nicht der SB entscheidet das, sondern der med, Dienst. Auch den kann man versuchen zu überzeugen: schließlich sitzen da auch Ärzte... und manche handeln sogar noch nach ihrem Verstand. Zumindest hier in LB.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Angeloo

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#6
Hallo!

Ich bin seit 13 Jahren "trocken", aber aus freiem Willen! Über das Thema Zwangseinweisung hatte ich mich mal mit meinem Neurologen unterhalten, der selber mal Leiter einer Suchtklinik war. Heute geht eine "Zwangseinweisung" nur mit Richterlichem Beschluss. Sicher wird irgend ein unterbelichteter Mitarbeiter der ARGE gedroht haben, Sanktionen zu verhängen, aber damit kommt er nicht durch. Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch. Wenn der eigene Wille fehlt, hilft keine Drohung der Welt. Wenn man auch sieht, wie hoch die Rückfallquote ist wird deutlich, wie schwierig das ist. Da kann die ARGE auch einem Blinden drohen, ihm die Leistungen zu kürzen, wenn er nicht einen Job als Auslieferungsfahrer antritt! Wie gesagt die ARGE kann Druck machen, aber helfen tut es nichts und sie kann den Leistungsbezug auch nicht vom Erfolg der Kur abhängig machen, denn es geht hier um eine Krankheit und nicht um die Unwilligkeit des Betroffenen.


Angeloo
 

Bruno1st

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#7
Ja, die dürfen das... aber man kann trotzdem versuchen das zu verhindern. Viele Kliniken nehmen gar nicht erst auf, wenn man denen zu verstehen gibt, daß ein Entug nicht helfen kann, weil man nciht dahinter steht.
auch wenn er sogar dahinterstehen würde, was bringt ein Entzug, wenn man hinterher wieder in die gleiche Situation zurück muß ?
Für mich wäre es sinnvoll, freiwillige Therapie, neues Umfeld und natürlich Arbeit von der man auch leben kann.

Satire : Vielleicht wetten die SBs ja auch darauf, wie lange jemand trocken bleibt oder ob er die Therapie abbricht.

Ich warte auch darauf, bis ein SB/FM sagt "rasieren Sie sich und sie kriegen einen Job".

Anmerkung für solche SB/FM : man kann abnehmen, eine Therapie machen, usw. aber liebe FM/SB, Dummheit vergeht leider nicht.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Hallo!

Ich bin seit 13 Jahren "trocken", aber aus freiem Willen! Über das Thema Zwangseinweisung hatte ich mich mal mit meinem Neurologen unterhalten, der selber mal Leiter einer Suchtklinik war. Heute geht eine "Zwangseinweisung" nur mit Richterlichem Beschluss. Sicher wird irgend ein unterbelichteter Mitarbeiter der ARGE gedroht haben, Sanktionen zu verhängen, aber damit kommt er nicht durch. Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch. Wenn der eigene Wille fehlt, hilft keine Drohung der Welt. Wenn man auch sieht, wie hoch die Rückfallquote ist wird deutlich, wie schwierig das ist. Da kann die ARGE auch einem Blinden drohen, ihm die Leistungen zu kürzen, wenn er nicht einen Job als Auslieferungsfahrer antritt! Wie gesagt die ARGE kann Druck machen, aber helfen tut es nichts und sie kann den Leistungsbezug auch nicht vom Erfolg der Kur abhängig machen, denn es geht hier um eine Krankheit und nicht um die Unwilligkeit des Betroffenen.


Angeloo
Es geht hier um 2 verschiedene Ansichten: einmal hat man alles zu tun, um wieder arbeitsfähig zu sein: also auch eine Entziehungskur. Darauf beruft sich die ARGE - und kürzt, wenn man nicht mitspielt.

Zum anderen die Sicht der Mediziner, die Alkoholismus als eine Krankheit betrachten, die man nur in den Griff bekommen kann, wenn man ganz unten angekommen ist und selbst raus will aus dem Kreislauf.

Auch aus der Sicht machen Kürzungen vielleicht Sinn... man ist schneller ganz unten.

Fakt ist aber, daß man niemanden gegen seine innere Überzeugung therapieren kann. Auch das wissen die Ärzte...

und da hat man einen Ansatzpunkt, sich zu wehren. Aber damit wird ein Alkoholiker wohl auch überfordert sein...

Und richtig ist auch, daß man sein Leben ändern muß... die Probleme, die man durch Hartz IV hat, sind aber anschließend die gleichen...da ist wirklich die Frage, ob eine Therapie etws bewirken kann...

wer nicht wagt, der nicht gewinnt... aber da muß man Hoffnung haben, und wenn jemand die nicht mehr hat (und durch andere Krankheiten sowieso sehr eingeschränkt) ... da hilft ne Therapie sicher nicht.

Man sieht, die Kranken sind bei Hartz IV die, die man am leichtesten aus dem bezug drängen oder sanktionieren kann.
 

Martin Behrsing

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#9
Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
 
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#10
Denn man muss eins Bedenken, er sanktioniert eine Krankheit und damit kommt er vor Gericht nicht durch.
ich kann mir das auch nicht vorstellen, daß man "zwangstherapiert" werden kann...
In den meisten Suchtkliniken fliegt man ohnehin raus wenn man rückfällig wird. Und in dem Fall können sie wohl kaum die Leistungen kürzen, nur weil man einen krankheitstypischen Rückfall hatte...

Ich glaube bei keinem Sozialgericht kämen die durch mit so etwas perfidem!

Ich hab auch eine Nachbarin, die spiegeltrinkerin ist, und die schon mehrfach versucht hat zu entziehen aber immer wieder rückfällig geworden ist. Sie hat es nun aufgegeben, hat eine halbtagsstelle (Gebäudereinigung) den sie mit ihrer Krankheit machen kann und will keinen Entzug mehr machen.

Ich finde jeder hat ein Recht sich so zu entscheiden. Steht einem ja auch laut Grundgesetz zu!
 
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#11
Kurz und bündig. Die dürfen das. Aus meinem Bekanntenkreis wurde auch jemand gezwungen. Man hat ihm schon die Leistung bis zum Antritt der Kur gekürzt. Und wenn die Kur abgebrochen wird, dann gibt es auch eine Sperre, und dann bis auf weiteres eine Kürzung, bis zum Antritt einer neuen Kur.

Gruß Listche
In einer Entzugsklinik fliegt man raus wenn man dort rückfällig wird! Nicht man selbst bricht die ab sondern man wird gegangen. Und da der Rückfall bei Süchtigen mit zur Krankheit dazugehört würde ich mal ganz frech vors Sozialgericht ziehen wenn die versuchen deswegen zu kürzen...

Aber mit jemandem der auf Alk ist und deshalb nix peilt kann man es ja machen.. Scheissladen! Ich bin wirklich nicht für Alkoholismus, aber DAS sollte sich niemand gefallen lassen!
 

Bruno1st

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#12
In einer Entzugsklinik fliegt man raus wenn man dort rückfällig wird! Nicht man selbst bricht die ab sondern man wird gegangen. Und da der Rückfall bei Süchtigen mit zur Krankheit dazugehört würde ich mal ganz frech vors Sozialgericht ziehen wenn die versuchen deswegen zu kürzen...
das Problem mit dem Sozialgericht ist dann aber, daß die lange brauchen.

das Rückfälle dazugehören ist normal - ich kenne es zwar nicht aus dem suchtbereich aber aus dem sportbereich - dort galt es auch immer, weitermachen und nochmal versuchen.
Die intelligenzbestien in unseren Verwaltungen glauben leider daran, daß man nur eine maßnahme beginnen muß und diese dann automatisch mit erfolg abschließt.
 

Kaleika

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#13
Zwangstherapie bei Alkoholismus

Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
Ich habe eine Bekannte erlebt, die nach mehreren Entzügen, Trennung von Mann und Tochter,einer Nierenentnahme, mit dem Konzept der AA und zusätzlicher Therapie inzwischen stabiler und trocken geworden ist. Die halbherzigen Forderungen ihres co-abhängigen Mannes, endlich mit der Trinkerei aufzuhören, verstärkte nur ihre Heimlichkeit. Der Saufdruck war einfach stärker! "Es" klappte erst von dem Moment an, von dem sie sich zum Aufhören entschieden hatte.
Andererseits habe ich den 25jährigen Sohn einer Freundin vor Augen, der kifft und säuft und dabei dann die Kontrolle über sich verliert und in rasender Wut Dinge kaputt schlägt, niemals Personen angreift. Das Schlimme ist, dass er sich am Ende an nichts erinnern kann und das macht nicht nur ihm Angst. Ansonsten gehört er eher zu den sanften Männern. Er wird jetzt - nach zigster Entziehung, diversen Therapieversuchen - sich das zweite Mal für mehrere Monate in eine Klinik begeben.
Alkoholismus ist eine Krankheit, die für etwas Ersatz schaffen soll, das dem Betroffenen im Leben fehlt und er glaubt, dies nur mit Alkohol kompensieren zu können. Den meisten ist dies gar nicht bewusst, kommt meist erst während einer Therapie zur Sprache.
Wie könnte Zwang zur Therapie da Abhilfe schaffen?
Unmöglich!
Ich denke, dass eine Therapie hier nur helfen kann, wenn der Betroffene sich helfen lassen will und er das zu Kompensierende, das, was ihm im Alltag fehlt benennen und ANDERS auszuleben vermag. Erst dann kann die Rückfallquote einigermaßen vermindert werden. Aber es wird eine Lebensaufgabe bleiben!
 
E

ExitUser

Gast
#14
Ich will einfach auch mal anmerken, dass in der Drogentherapie die konzepte mit Zwang (Therapie statt Knast) seit Jahren wirklich ganz gut laufen. Ich spreche da auch aus Erfahrung, weil ich selber ein paar Jahre als Suchttherapeut gearbeitet habe. Allerdings war für viele der Knast die harmlosere Variante, wie eine Entwöhnungsbehandlung.
Im übrigen gibt es gerade zu diesem Thema wirklich viele gute Forschungsergebnisse, so dass es einfach nicht stimmt, dass eine von außen angelegte Motivation zum Scheitern verurteilt ist.
Marin, jeder macht andere Erfahrungen...und ich habe selbst erlebt, daß eine Therapie, die die Betreffenden nicht aus sich selbst heraus machen wollte, nichts gebracht hat.

Ich z.B. mache nur das, wovon ich selbst überzeugt bin: ich würde ich nie zu was zwingen lassen!

Und ich frage mich: wenn es so einfach wär... warum wird dann nicht jeder Alkoholiker gezwungen eine Therapie zu machen?

Meines Wissens ist es doch eher so, daß Süchtige x Therpieversuche starten, bevor sie es - vielleicht - schaffen.

Ich habe es selbst erlebt, daß ich jemanden dazu gebracht habe, in Therapie zu gehen... und der war noch fest überzeugt, daß er es nicht nötig hat.

Er hats ne Weile gemacht...und dann gabs einen schweren Autounfall...unter Alkohol.

Erst das hat ihm die Augen geöffnet!

Und ich kannte einen Alkoholiker, der sich zu Tode gesoffen hat...was hat man nicht alles versucht, ihm die Augen zu öffnen... selbst im Pflegeheim hat er weiter gesoffen bis zum Tode...wie oft war er zum Entzug und in Therapie...

es mag ja in Einzelfällen funktionieren... und man sollte es auch versuchen, aber Kranke für ihre Krankheit durch Leistungseintzug zu bestrafen: das ist und bleibt falsch!
 

Angeloo

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#15
Hallo!

Bei mir war das damals auch anders, ich wollte es selber und hatte auch die nötige eigene Motivation. Ich stand mitten im Berufsleben, hatte gut verdient, mein Chef spielte auch mit und freute sich, dass ich das mache. Aber wo gibt es denn das heute noch? Aber ich weiß eins ganz genau, ohne jeden Sinn für mich selber, ohne Zukunftsaussichten, sondern statt dessen mit Hartz IV ins soziale Aus gedrängt und von unfähigen, unmotivierten und arroganten ARGE- Mittarbeitern schikaniert, hätte ich auf keinen Fall die Kraft und den Willen zu diesem Schritt. Und man mus kein Prophet sein um die Warscheinlichkeit eines Abbruchs oder Rückfalls vorher zu sagen. Denn was bleibt dir denn dann noch, wenn du den Tag nüchtern und in aller trostlosen Klarheit siehst, diese Meinung kenne ich von einigen Betroffenen und ich verstehe sie!


Angeloo
 

Arania

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#16
Marin, jeder macht andere Erfahrungen...und ich habe selbst erlebt, daß eine Therapie, die die Betreffenden nicht aus sich selbst heraus machen wollte, nichts gebracht hat.

Ich z.B. mache nur das, wovon ich selbst überzeugt bin: ich würde ich nie zu was zwingen lassen!

Und ich frage mich: wenn es so einfach wär... warum wird dann nicht jeder Alkoholiker gezwungen eine Therapie zu machen?

Meines Wissens ist es doch eher so, daß Süchtige x Therpieversuche starten, bevor sie es - vielleicht - schaffen.

Ich habe es selbst erlebt, daß ich jemanden dazu gebracht habe, in Therapie zu gehen... und der war noch fest überzeugt, daß er es nicht nötig hat.

Er hats ne Weile gemacht...und dann gabs einen schweren Autounfall...unter Alkohol.

Erst das hat ihm die Augen geöffnet!

Und ich kannte einen Alkoholiker, der sich zu Tode gesoffen hat...was hat man nicht alles versucht, ihm die Augen zu öffnen... selbst im Pflegeheim hat er weiter gesoffen bis zum Tode...wie oft war er zum Entzug und in Therapie...

es mag ja in Einzelfällen funktionieren... und man sollte es auch versuchen, aber Kranke für ihre Krankheit durch Leistungseintzug zu bestrafen: das ist und bleibt falsch!

Die Fälle die absolut nicht therapierbar sind, die kennt doch fast jeder aus der näheren Umgebung und Suchttherapeuten sind sich da doch auch total uneins, welches der richtige Weg ist, DEN Weg gibt es nämlich nicht, gibt nur verschiedene Versuche.

Und der eigene Wille, das ist der beste Weg
 

Bruno1st

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#17
Die Fälle die absolut nicht therapierbar sind, die kennt doch fast jeder aus der näheren Umgebung und Suchttherapeuten sind sich da doch auch total uneins, welches der richtige Weg ist, DEN Weg gibt es nämlich nicht, gibt nur verschiedene Versuche.

Und der eigene Wille, das ist der beste Weg
du schreibst es - leider glauben die FM/SB und die sogenannten Experten nur mit dem Wort "Therapie" um sich werfen zu müssen und schon funktioniert es auch.
Meine Empfehlung : rückfragen !!! welche Therapie meinen Sie eigentlich - diese oder jene ? - damit hat man die erste Pauschalhürde überwunden und der Gegenüber kommt ins schwimmen.

Und zum Weg habe ich gestern abend "zufällig" einen Spruch gelesen:
Solange Ihr den Berg nicht zu besteigen vermöget, werdet Ihr den Weg nicht finden" Wei Guan
Man muß als Angehöriger, Helfer, Therapeut und auch Bürokrat bereit sein, verschiedene Wege anzubieten und die Geduld aufzubringen, daß der Betroffene irgendwann, irgendwo und irgendwie SEINEN Weg findet. Doch dazu muß man auch in die Irre gehen können.
 

Xaninchen

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#18
Ich frag jetzt nicht für mich, obwohl ich auch nich reinspuck, sondern für einen Bekannten der kein Internet hat.
Dieser hat mit seinen 55 Lenzen schon 2 Darmkrebs OP´s hinter sich und noch eine kaputte Leber. Vor ein paar Tagen erzählte er mir, sein Sachbearbeiter wollte ihn in den Entzug schicken dann klappte es auch mit der Arbeit??!
Dürfen die das? Was ist wenn er von der Flasche nicht loskommt?
Sperre?
Meiner Meinung nach hat Entzug nur Sinn wenn man selber will, hab da meine Erfahrungen. Ausserdem finde ich: Man darf sich auf die Art umbringen, die man am angenehmsten findet, so lange sie nicht andere gefährdet, und da er nicht Auto fährt und im Suff in keinster Weise aggressiv wird, soll er doch.
Und wenn das greift, muß ich dann abspecken nur weil son SB auf sowat kommt?
Wollte der SB ihn auch wirklich zur Therapie schicken?Oder ist er ggf "NUR" seiner Verpflichtung aus dem SGB II nachgekommen, und hat seinem Kllienten eine Suchtberatung angeboten? Und ja, der SB ist bei Sucht- und bei psychischer Erkranung dazu angehalten dem Klienten das RECHT auf eine profesionelle Beratung anzubieten. Und ja, wenn der Klient sein Recht nicht in Anspruch nimmt, KÖNNTE es zu Sanktionen kommen. Denn es ist nunmal auchso, dass der Klient (oder auch arbeits"fähige" ALG II- Bezieher)alles in seiner Macht stehende zu tun hat, um seine volle Leistungs- und Arbeitskraft wieder herzustellen.
Weiterhin sagst du, dass sich jeder auf die Art umbringen darf, die man am angenehmsten findent, solange er/ sie damit keinen anderen in gefahr bringt.
Ich setzt da mal "ganz provokant" ein drauf. Ja bitte, soll er/ sie doch... wenn er/ sie es auch bezahlen kann!

Und was Martin geschrieben hat stimmt. Ja, es gibt gaaanz viele Beispiele dafür, wo "erwungende" Therapie nicht zum Erfolg geführt hat. Und es gibt genausoviele Beispiele dafür, wo es doch geklappt hat.
Ausserdem gibt es inzwischen so viele verschiedene, individuelle Suchttherapien, so das eigendlich für jeden was dabei ist. Ich persönlich finde die lösungsorientierte Kurzzeittherapie auch in der Alkoholsucht am efektivsten und Klientenfreundlichsten!
 

Xaninchen

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#19
Und zum Weg habe ich gestern abend "zufällig" einen Spruch gelesen:
Solange Ihr den Berg nicht zu besteigen vermöget, werdet Ihr den Weg nicht finden" Wei Guan
Man muß als Angehöriger, Helfer, Therapeut und auch Bürokrat bereit sein, verschiedene Wege anzubieten und die Geduld aufzubringen, daß der Betroffene irgendwann, irgendwo und irgendwie SEINEN Weg findet. Doch dazu muß man auch in die Irre gehen können.

Ich find den noch viel besser:

„ Es ist das Prinzip, nutzbar zumachen, was bei den Klienten schon vorhanden ist:
Ressourcen, Fertigkeiten, Wissen, Überzeugungen, Motivationen, Verhalten,
Symptome, soziale Netzwerke, Umstände und persönliche Intuitionen, um Sie an Ihre gewünschten Ziele zu führen.“

Berg/Miller Kurzzeittherapie bei Alkoholproblemen. Ein lösungsorientierter Ansatz
 

Arania

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#20
10 Therapeuten, 10 Meinungen, es muss eben mit dem Betreffenden das richtige versucht werden, gibt keinen Königsweg
 

gelibeh

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#21
Ich habe selbst bei mir die Erfahrung gemacht, dass ich erst unter Druck eine Therapie gemacht habe.
War damals "Entweder Trocken werden oder der Job ist weg." Es ist eben häufig so, dass der Leidensdruck sehr hoch sein muss, um sich zu einer Therapie zu entschließen.
Ich hab auch einige Rückfälle hinter mir, bin jetzt trocken. HartzIV ist für mich kein Grund wieder anzufangen.
 

TommyHedger

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#22
Zustimmung auch dazu, daß Suchtkrankheiten eben Krankheiten sind und auch Rückfälle & Co. zum Krankheitsbild gehören (können). Dennoch sieht es so aus, daß dem Suchtkranken nicht jede Verantwortung abgenommen wird - und meiner Meinung nach wird das zu Recht so praktiziert. Daß die nämlich durchgehend(!) gar nichts mehr merken, gehört für mich ins Reich der Märchen. Ebenso die Behauptung, daß Suchtkranke nicht wissen, was mit ihnen los ist. Das wissen sie in aller Regel ganz genau.

Zustimmung auch dazu, daß jeder - sofern er dazu noch fähig ist - selbst entscheiden sollte, wie er weitermacht, und daß eine Therapie sehr wahrscheinlich nichts bringt, wenn der Betroffene gar nicht therapiert werden will. Nur sollten ihm dann meiner Meinung nach sämtliche Leistungen gestrichen werden. Genau da liegt für mich nämlich die Grenze zwischen Krankheit und dem Rest von Eigenverantwortung.
 
E

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#23
Ich habe selbst bei mir die Erfahrung gemacht, dass ich erst unter Druck eine Therapie gemacht habe.
War damals "Entweder Trocken werden oder der Job ist weg." Es ist eben häufig so, dass der Leidensdruck sehr hoch sein muss, um sich zu einer Therapie zu entschließen.
Ich hab auch einige Rückfälle hinter mir, bin jetzt trocken. HartzIV ist für mich kein Grund wieder anzufangen.
Aber Arbeitslose haben keinen Job den sie verlieren können...dafür jede Menge Probleme...

ich finds aber klasse, daß du aufhören konntest.

Andere schreckt nicht mal, daß sie kurz vor der Rente den Job verlieren... und damit auch die Betriebsrente.
 

gelibeh

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#24
Daß die nämlich durchgehend(!) gar nichts mehr merken, gehört für mich ins Reich der Märchen. Ebenso die Behauptung, daß Suchtkranke nicht wissen, was mit ihnen los ist. Das wissen sie in aller Regel ganz genau.
Azd mich hat das so zugetroffen, ich wusste ganz genau, dass was nicht mit meinem Alkoholkonsum stimmt, aber ohne den Druck hätte ich die Kurve nicht bekommen.

@Ludwigsburg
Klar können ALGII-Empfänger keinen Job verlieren, aber das war auch nur als Beispiel gedacht, dass Druck nicht immer schädlich ist. Man hat ja die Alternative, weitersaufen, dann eben mit gekürzten Bezügen oder zumindestens versuchen eine Therapie anzugehen.
Ich bin auch eher die Verfechterin der Kürzung der Bezüge, aber mit einem qualifizierten Hilfsangebot.

gerade zum Thema Alkoholismus habe ich eine umfangreiche Webseite, wer mag kann sich da ja mal umschauen. www.frau-und-alkohol.de
 
E

ExitUser

Gast
#25
@Ludwigsburg


Ich bin auch eher die Verfechterin der Kürzung der Bezüge, aber mit einem qualifizierten Hilfsangebot.

gerade zum Thema Alkoholismus habe ich eine umfangreiche Webseite, wer mag kann sich da ja mal umschauen. www.frau-und-alkohol.de
Deine Website werd ich mir mal anschauen...
aber wie soll das gehen: Sanktion, wenn nicht thrapiebereit. Dann Therapieversuch, Abbruch... und wann steht der Süchtige ohne jede Hilfe da?

Wer trägt die Schuld, wenn der Alkoholiker im Winter erfriert, weil man ihm seine Wohnung wegsanktioniert hat?

Wenn der Druck aus der Familie nichts bewirkt hat, warum sollte die ARGE mehr erreichen können?

Wenn die ARGE mit Druck was erreichen will, dann hilft wohl nur Zwangseinweisung für längere Zeit in eine Geschlossene nur für Alkoholiker, (wo man wirklich nicht an Alkohol dran kommt - aber das wär ja Freiheitsberaubung) aber die Wohnung müßte erhalten bleiben!
 

Bruno1st

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#26
Deine Website werd ich mir mal anschauen...
aber wie soll das gehen: Sanktion, wenn nicht thrapiebereit. Dann Therapieversuch, Abbruch... und wann steht der Süchtige ohne jede Hilfe da?

Wer trägt die Schuld, wenn der Alkoholiker im Winter erfriert, weil man ihm seine Wohnung wegsanktioniert hat?

Wenn der Druck aus der Familie nichts bewirkt hat, warum sollte die ARGE mehr erreichen können?

Wenn die ARGE mit Druck was erreichen will, dann hilft wohl nur Zwangseinweisung für längere Zeit in eine Geschlossene nur für Alkoholiker, (wo man wirklich nicht an Alkohol dran kommt - aber das wär ja Freiheitsberaubung) aber die Wohnung müßte erhalten bleiben!
Darf ich dir einen anderen Ansatz empfehlen ? Ziel der ARGE ist es nicht, Arbeit zu vermitteln, oder einen Kranken gesund zu bekommen - die einzige Zielsetzung die ich bisher feststellen konnte, ist die Arbeitslosenzahlen zu senken, auf Teufel komm raus.

Ist ein ALGIIer auf Therapie, dann ist er "krank" und nicht mehr "arbeitslos" und schon sinkt die Arbeitslosenzahl wieder. Bricht er die Therapie ab oder bekommt 100% Kürzung (hört sich sogar noch nach Spende an), dann gilt er nicht mehr als arbeitslos - auch wenn er arbeitslos ist.
 
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#27
Darf ich dir einen anderen Ansatz empfehlen ? Ziel der ARGE ist es nicht, Arbeit zu vermitteln, oder einen Kranken gesund zu bekommen - die einzige Zielsetzung die ich bisher feststellen konnte, ist die Arbeitslosenzahlen zu senken, auf Teufel komm raus.

Ist ein ALGIIer auf Therapie, dann ist er "krank" und nicht mehr "arbeitslos" und schon sinkt die Arbeitslosenzahl wieder. Bricht er die Therapie ab oder bekommt 100% Kürzung (hört sich sogar noch nach Spende an), dann gilt er nicht mehr als arbeitslos - auch wenn er arbeitslos ist.
Das ist mir absolut klar...aber Martin hatte geschrieben daß man mit Druck durchaus etwas erreichen kann, und deshalb die Diskussion ob das so ist oder nicht.
 

Kaleika

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#28
Ich finde es ganz furchtbar, wenn bei Krankheit - ja Alkoholismus ist auch eine Krankheit - mit Druck und Zwang reagiert wird!
Was erdreisten sich mache, dass sie DEN RICHTIGEN WEG wüssten!
Ich muss daran denken, wie ich vor 12 Jahren mit einem schweren Bandscheibenvorfall über Wochen im Krankenhaus lag und alle Ärzte versuchten, mich von einer Operation zu überzeugen. Ich habe aus Angst vor einer OP und Kenntnis von ärztlichen Arbeitsbedingungen, schwierigen Heilungsverläufen NICHT nachgegeben und bin heute noch froh darüber. Denn ich bin mit Alexandertechnik sehr viel weiter gekommen, sensibler bis beschwerdelos geworden. Ich kenne so einige Menschen, denen es nach einer solchen OP hinterher schlechter ging als vorher.
O.K. Klar ist das ein anderes Thema, aber ich spreche es an wegen dem Zwang, dass andere einen zwingen könnte, dürfte, zu wissen was ich zu tun hätte...
 
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#29
Ich finde es ganz furchtbar, wenn bei Krankheit - ja Alkoholismus ist auch eine Krankheit - mit Druck und Zwang reagiert wird!
Was erdreisten sich mache, dass sie DEN RICHTIGEN WEG wüssten!
Ich muss daran denken, wie ich vor 12 Jahren mit einem schweren Bandscheibenvorfall über Wochen im Krankenhaus lag und alle Ärzte versuchten, mich von einer Operation zu überzeugen. Ich habe aus Angst vor einer OP und Kenntnis von ärztlichen Arbeitsbedingungen, schwierigen Heilungsverläufen NICHT nachgegeben und bin heute noch froh darüber. Denn ich bin mit Alexandertechnik sehr viel weiter gekommen, sensibler bis beschwerdelos geworden. Ich kenne so einige Menschen, denen es nach einer solchen OP hinterher schlechter ging als vorher.
O.K. Klar ist das ein anderes Thema, aber ich spreche es an wegen dem Zwang, dass andere einen zwingen könnte, dürfte, zu wissen was ich zu tun hätte...
Kaleika, das it kein anderes Thema, denn ob Drogensucht oder Bandscheibenvorfall, es wird erwartet, daß man alles tut, um seine Arbeitsfähigkeit wieder her zu stellen. Dazu kann durchaus auch eine Bandscheiben OP gehören...
vor so ein Problem kann jeder Arbeitslose gestellt werden, der erkrankt ist und zum med. Dienst muß...
die werden wohl ihre Vorstellungen haben, was für eine Behandlung angebracht ist - und das kann schnell etwas anderes sein als man selbst vorhat.

Und schon kommt die Sanktionsandrohung...
 

Kaleika

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#30
Also ich finde, dass ich meine Arbeitsfähigkeit selber duch meine OP-Verweigerung und die Alexandertechnik ganz wunderbar wieder hergestellt habe!!!!
Vielleicht wäre es mir nach einer erzwungenen OP schlechter als zuvor gegangen. (Eine meiner Schwestern ist Chirurgin...)
Was mich aber immer noch so stört ist die Tatsache, einfach gezwungen werden zu können.. -obwohl ich es doch am besten weiß, was ich brauche!
Aber, wenn bei "Verweigerung" der Behandlung Kürzungen erfolgen, dann wid es schwer, den eigenen Weg durchzuhalten!
Furchtbar ist dabei die Entmündigung, dass andere mir als Erwachsene allen Ernstes vorschreiben dürfen, wie ich mich zu behandeln lassen hätte.
Tsssss - neeee, nix da. Ich bin keine Juristin, weiß aber, dass es ein Gesetz gibt, das besagt, dass ich nicht zu einer Behandlung gezwungen werden kann, wenn sie mir schaden kann oder so , also, dass nicht nachgewiesen ist, dass meine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt werden könnte.
Kaleika
 

Arania

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#31
Zu einer OP kann niemand gezwungen werden, dabei geht es immer um einen Eingriff der ein tödliches Risiko hat, da würde jeder Zwang vor Gericht abgeschmettert werden
 

Bruno1st

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#32
Kaleika, das it kein anderes Thema, denn ob Drogensucht oder Bandscheibenvorfall, es wird erwartet, daß man alles tut, um seine Arbeitsfähigkeit wieder her zu stellen. Dazu kann durchaus auch eine Bandscheiben OP gehören...
vor so ein Problem kann jeder Arbeitslose gestellt werden, der erkrankt ist und zum med. Dienst muß...
die werden wohl ihre Vorstellungen haben, was für eine Behandlung angebracht ist - und das kann schnell etwas anderes sein als man selbst vorhat.

Und schon kommt die Sanktionsandrohung...
aber nicht immer - manchmal wollen die von erkennbaren Krankheiten gar nichts wissen - bei mir gab es nun zwar eine Eingliederungsvereinbarung (arbeitslos seit 01.04. 2005), aber ich habe dann daraufhin so geantwortet :

Vermisst habe ich neben der umfassenden Information auch die Klärung der Einsetzbarkeit. Denn die bestehenden Gesundheitsprobleme sind bis heute nicht untersucht worden, obwohl zwei sofort erkennbar sind. Oder möchte sich die Arge ein Türchen für den angebotenen, sofortigen Einsatz bei der Bachreinigung offen halten ?
http://www.bruno-schillinger.de/hartz4/egv01.htm (ganz unten)


 

Xaninchen

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#33
Sorry, aber ihr verkennt da etwas, meiner Meinung nach.
Natürlich kann niemand gezwungen werden.
Wenn ich ein Alkoholproblem habe, und mein AG mich deswegen kündigt, dann kann ich weiter trinken, so lange und so viel ich will. Ich muß halt "nur" mit der Konsequenz leben, dass ich nun keinen Job mehr habe.
Ich kann jedes Gesprächs- und Therapieangebot, egal woher es kommt, ablehnen. Ich "MUß" halt nur mit der Konsequenz leben. Und ja, ich seh es so, der Klient entscheidet, was für ihn das beste ist. Er kennt die Konsequenzen und kann diese abwegen. ER /SIE gibt das Ziel vor, nicht ich. Aber, er/ sie muß auch die Konsequenzen aus dem Handeln tragen.
Er / sie weiß, dass wenn er/ sie nicht dazu beiträgt, dass die Arbeitskraft wieder hergestellt wird (und so würde es hier definitiv zu Bewerten sein), dieses mit Sanktionen belegt wird. in dem Fall warscheinlich Kürzung der Leistungen.
Und ja, ich seh schon die bösen Blicke, die ich nun ernte, aber...
ich KENN Alkoholismus seit meiner frühesten Kindheit und ja, ich habe mich auch professionell mit dem Thema auseinander gesetzt. Ja, ich weiß, dass es eine KRANKHEIT ist, und dennoch bleib ich dabei, dass der/ die Erkrankte sich fast immer der Konsequenzen bewust ist. Wenn auch nicht immer in genau dem Moment, aber dannach auf jeden Fall! (nächsten Morgen, usw!)
 
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#34
Also ich finde, dass ich meine Arbeitsfähigkeit selber duch meine OP-Verweigerung und die Alexandertechnik ganz wunderbar wieder hergestellt habe!!!!
Vielleicht wäre es mir nach einer erzwungenen OP schlechter als zuvor gegangen. (Eine meiner Schwestern ist Chirurgin...)
Was mich aber immer noch so stört ist die Tatsache, einfach gezwungen werden zu können.. -obwohl ich es doch am besten weiß, was ich brauche!
Aber, wenn bei "Verweigerung" der Behandlung Kürzungen erfolgen, dann wid es schwer, den eigenen Weg durchzuhalten!
Furchtbar ist dabei die Entmündigung, dass andere mir als Erwachsene allen Ernstes vorschreiben dürfen, wie ich mich zu behandeln lassen hätte.
Tsssss - neeee, nix da. Ich bin keine Juristin, weiß aber, dass es ein Gesetz gibt, das besagt, dass ich nicht zu einer Behandlung gezwungen werden kann, wenn sie mir schaden kann oder so , also, dass nicht nachgewiesen ist, dass meine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigt werden könnte.
Kaleika
Ich kenne eine Frau die durch Morbus Bechterev schwer Behindert ist, das eigentlich schon seit langem operiert gehört. Sie bekommt keine Rente wegen ihrer schweren Behinderung, weil davon ausgegangen wird daß sich ihr Zustand bessern würde wenn sie operiert wird.
Sie erhält weiter Sozialhilfe und ihr wurde keine Kürzung angedroht wenn sie diese Operation nicht durchführen lässt.
 
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#35
Aber wenn es so einfach wäre jemanden zwangsweise zu therapieren, was würde das bedeuten?

Daß jeder durch psychische Krankheit (wie ich) eingeschränkte ist zur Einnahmen von Psychopharmaka oder Klinikaufenthalten zwangsverpflichtet werden kann?

Daß jeder Bandscheiben, Hüftgelenks etc orthopädische Patient zu Operationen gezwungen werden kann?

Und so weiter? Und wenn ich die Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, gegen die Empfehlung der Ärzte abbreche?

Kürzung der Leistungen?
 

Rounddancer

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#36
Nun, ich kenn das mit der Zwangstherapie ja vom Fall meiner damaligen amerikanischen Verlobten. Sie mußte, um vom Staat Essenmarken und Wohnung zu bekommen, einen Sucht-Test machen. Der Test ergab: Sie muß in Alkoholtherapie, das war zweimal/Woche Therapie, und dazu die aktive Teilnahme an einer Alkoholiker-Selbsthilfegruppe. Und die nur, weil sie im Test auf Fragen geantwortet hatte, daß ihr Vater Alkoholiker war (sie selbst war kein Alkoholiker).

Heinz
 
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#37
Ich kenne eine Frau die durch Morbus Bechterev schwer Behindert ist, das eigentlich schon seit langem operiert gehört. Sie bekommt keine Rente wegen ihrer schweren Behinderung, weil davon ausgegangen wird daß sich ihr Zustand bessern würde wenn sie operiert wird.
Sie erhält weiter Sozialhilfe und ihr wurde keine Kürzung angedroht wenn sie diese Operation nicht durchführen lässt.

das markierte, ist das wirklich deine Meinung?

Ich denke, ob man "operert gehört" kann man nur selbst entscheiden, 2 Ärzte, 3 Meinungen...(ist nicht auf meinem Mist gewachsen, hat mir vor kurzem erst ein Kiefernchirurg gesagt, dem ich gesagt hab, daß ich bei 2 Ärzten mit unterschiedlicher Meinung war...und unsicher)
 
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#38
Aber wenn es so einfach wäre jemanden zwangsweise zu therapieren, was würde das bedeuten?

Daß jeder durch psychische Krankheit (wie ich) eingeschränkte ist zur Einnahmen von Psychopharmaka oder Klinikaufenthalten zwangsverpflichtet werden kann?

Daß jeder Bandscheiben, Hüftgelenks etc orthopädische Patient zu Operationen gezwungen werden kann?

Und so weiter? Und wenn ich die Behandlung, aus welchen Gründen auch immer, gegen die Empfehlung der Ärzte abbreche?

Kürzung der Leistungen?
Du wirst immer die Antwort bekommen: zwingen kann dich niemand...

aber was sind Sanktionen sonst?

Ohne Geld - was bleibt einem groß übrig, als den Aufforderungen nach zu kommen?
 

gelibeh

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#39
Xaninchen. Das was Du geschrieben hast trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt.

Ich glaube, Suchtkranke und körperlich Kranke zu vergleichen geht nicht. Einem körperlich Kranken würde ich immer unterstützen, damit es ihm besser geht.

Ein Suchtkranker bekäme von mir einen Tritt in den Hintern. Bin gerade in der Situation, dass ein guter Freund einen Rückfall hat und natürlich mit seinem Geld nicht klar kommt. Habe einen Minijob und bin deshalb über den 345. Nun versucht er micht anzupumpen. Was meint Ihr, wie hart das ist nein zu sagen. Aber nur so kann ich ihm helfen.
 

Revolver

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#40
Ich denke das geht. Es gibt doch so ein gesetz, wenn mann eine gefahr für sich selbst ist ODER andere, kann mann zwangs therapiert werden.

Da er ja einen Sozial arbeiter oder ähnliches hat, kann der so etwas glaube ich, beim gesundheitsamt beantragen, ohne den süchtigen zu fragen.

Aber mal im ernst, wenn er ein freund ist, freu dich wenn er trocken wieder kommt , und hilf ihm lieber, trocken zu bleiben, anstatt von der selbstbestimmung des lebens und des todes zu reden.

erlich, der mann hat es scheinbar sehr schwierig gehabt, mit 2x krebs und einer kaputten leber plus einer sucht.

Ich würde bei meinen freunden versuchen zu stärken und zu motivieren weiter trocken zu bleiben und mehr auf die gesundheit zu achten.

Ich weiß wie schwioerig so etwas sein kann, weil den süchtigen ja immer wieder ein guter grund einfällt, alkohol oder hero zu nehmen.

Vielen fehlt einfach ein gesundes umfeld. wenn so ein alki oder junkie nach seinen entzug wieder in die alten trink oder drogen kreise kommt.

Ich habe und hatte mehrer süchtige in meiner family, alkohol, und polytoxi komane.

einige sind gestorben an ihrem alkohol, und glaube mir es das es kein schöner anblick ist, einen menschen sterben zu sehen, desen leber nicht mehr geht.

Vor kurzen ist er jemand aus meiner family an herz und atem stillstand wegen OPIUM gestorben. 2 wochen vorher war sie beim onkel dok und hat nen komplett check durch führen lassen. Der Artz sagte sie sei gesund.
Trozdem tot.

Ich wäre mal nicht so feige und eifersüchtig und würde deinen kumpel mal viel glück und erfolg wünschen und dich freuen, wenn er trocken daraus kommt.

gruß

Revolver
 

Clint

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#41
Es ging mir eigendlich um "wehret den Anfängen", Ich habe auch ein "Alkoholproblem" aber wenn ich einen Job habe oder funktionieren muß
d.h. meine Frau ist im Krankenhaus und Heinrich muß zur Schule, Mittagessen usw. bin ich schlagartig nüchtern und bleibe es auch. Ich habe einige Qualifikationen die sämmtliche 10 Finger erfordern, nun leide ich aber an einem
Sulkus Ulnaris Syndrom d.h. der kleine und Ringfinger sind vertäubt. Kann man ganz einfach durch ne OP beheben und dann könnte ich wieder perfekt Querflöte spielen, Zehnfinger Tastatur betätigen usw. die OP kann aber auch
daneben gehn und was dann? 4 Steife Finger? Und irgend son SB hat das Recht mir zu sagen was ich zu tun hab? Der Job diese A....lochs ist mir eine Arbeit zu besorgen, von der ich leben kann. Mit 51 ? na dann viel Spaß und das weiß der selber. Also gibt er sein Möglichstes mich aus der Statistik raus zu bringen oder wenigstens an mir zu sparen, bringt wieder mal ein paar Bonuspunkte auf der Karriereleiter. Zum Thema Arbeitsfähigkeit: durch einen aus einem Gelegeheitsjob, leider nicht dokumentiert, entstandenen Arbeitsunfall habe ich durch Narbenzug auf dem linken Auge einen Astigmatismus der nur noch 4% ohne und 9% mit Brille zu lässt. Eine OP könnte die beheben.
Kosten 2400 wird von der Barmer nicht getragen. Als Einäugiger darf man nicht LKW fahren! Ich habe Klasse II! Mein Exchef würd mich glatt wieder nehmen wenn ich den Auflieger nicht einmal die Woche wegen nicht vorhandenen 3D-Sehens gegen die Wand drücken würde. Antwort des SB
man muß sich seinen Lebensunterhalt nicht mit LKW-Fahren verdienen.
Mich stört an dieser ganzen Scheiße nur die zynische Abzocke die da gefahren wird.

Gruß

Clint
 

Rounddancer

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#42
Clint,
nun, wenn die Reparatur Deines Sehvermögens so reel machbar ist, wie wäre es, und Deine Kasse die Deckung wirklich ablehnt (und nicht nur der einzig befragte Augenarzt das so gesagt hat, weil er erhofft, das Dir als I.G.E.L teurer andrehen zu können), wie wäre es, wenn Du dann -und gerade im Hinblick darauf, daß Dich Dein Chef nach der OP wieder nähme, gezielt die Öffentlichkeit suchtest?
Mittelfristig, um in der Weihnachtszeit, wenn die Redaktionen der Zeitungen Schicksale vorstellen, um für sie Spenden zu sammeln.

Kurzfristig, um vielleicht davor schon Hilfe zu bekommen, damit Du möglichst bald wieder sinnvolle Arbeit bekommen kannst.
Kurzfristig wäre z.B., wenn Du Dich mit Deiner Situation an die "Fliege-Stiftung" wendetest, http://www.stiftung-fliege.de/, die hilft Menschen in Notlagen.
Falls die nicht anspringen sollte, dann bleibt immer noch z.B. "BILD kämpft für Sie!", bei der BILD-Redaktion,- auch die konnte schon vielen Menschen helfen.

Und natürlich, weil es ja eigentlich eine Sauerei ist, daß Dir die OP durch die Kasse verweigert wird, die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, die im Gesundheitsministerium sitzt. Denn gerade dieses Ministerium behauptet ja immer, jedermann bekäme trotz "Gesundheitsreform" die notwendige Therapie.

Aber: Parallel dazu würde ich an Deiner Stelle Dein Alkoholproblem angehen,- freiwillig. Das bringt Dir persönlichen Auftrieb beim Selbstwertgefühl,- entlastet die Menschen in Deinem Umfeld (die da stets Gefahr laufen, in co-depency zu fallen, also ko-abhängig zu werden, es möglicherweise schon sind) ,- und stärkt Deine Position als Hilfe- und Arbeitsuchender.

Kämpfe, schreib Dich nicht ab,- egal, was Dein FM oder SB sagt und wie er es sagt,- auch nicht mit 51.

Der Herr sei mit Dir!

Heinz
 
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#43
Eine OP könnte die beheben.
Kosten 2400 wird von der Barmer nicht getragen. Als Einäugiger darf man nicht LKW fahren! Ich habe Klasse II! Mein Exchef würd mich glatt wieder nehmen wenn ich den Auflieger nicht einmal die Woche wegen nicht vorhandenen 3D-Sehens gegen die Wand drücken würde. Antwort des SB
man muß sich seinen Lebensunterhalt nicht mit LKW-Fahren verdienen.
Mich stört an dieser ganzen Scheiße nur die zynische Abzocke die da gefahren wird.

Gruß

Clint
Du, ich war letzte Woche auf der AOK, hab 2 Anträge gestellt, einen auf Kostenübernahme einer Op, die laut Chirurg und AOK nicht mehr übernommen wird, selbst wenn sie medizinisch notwendig ist... und das bei einem Kind!

Und ich hab die Kostenübernahme für eine Impfung meiner Tochter beantragt, die man mit 500 € vorfinanzieren soll... nicht machbar für einen ALG II Empfänger... und direkte Abrechnung mit der Kasse nicht möglich, heß es auch bei der Kasse!

Inzwishen habe ich hier eine Kostenübernahmeerklärung für die OP liegen, und die Impfung kann zwar nicht direkt abgerechnet werden, aber ich muß nur für wenige Tage das Geld für jeweils eine Spritze auslegen... wird am selben Tag wieder an mich zurüpcküberwiesen, wo ich den beleg bringe.

Geht doch!!!

Man darf sich nichts gefallen lassen, wenn die merken, daß man kämpft, gibts oft doch Möglichkeiten...

und in deinem Fall würd ich um die Augen OP kämpfen... allerdings brauchst dafür sicher eine chriftliche Bestätigung des Arbeitgebers, daß er dich einstellt, wenn du die in einer bestimmten Zeit machen läßt
 

RobertKS

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#44
Hallo zusammen,

also ich kann hier der Meinung von Martin nur zustimmen, da ich die Problematik bei Suchterkrankungen ebenso kenne wie er, denn ich hab in den 80er Jahren - in einem s.g. freiwilligen sozialen Jahr - als Streetworker gearbeitet, mit Schwerpunkt Obdachlosigkeit und Sucht, und weiß, das man manchmal Druck erzeugen muss, um die Betroffenen dazu zu bewegen etwas gegen ihr Sucht, gegen Ihr Problem zu tun.In Fällen wo eine akute Gesundheitsgefährdung besteht, muss es manchmal auch eine Zwangseinweisung sein.Ob es was nutzt weiß man voher nie, aber es gibt immer wieder Fälle, wos den Druck braucht, ehe die Leute begreifen was Sache ist, leider.
Der eigene Wille der Betroffenen spielt bei der Therapierung natürlich eine große Rolle, aber es bedarf häufig sehr viel Überzeugungsarbeit, und manchmal muss man auch soweit gehen, den Leuten vor Augen zu führen, wo sie enden werden, wenn sie nicht bereit sind was zu ändern, und unbeeindruckt ihren Trott weiterleben.

Gruß Robert ;)
 

Clint

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#45
Der eigene Wille der Betroffenen spielt bei der Therapierung natürlich eine große Rolle, aber es bedarf häufig sehr viel Überzeugungsarbeit, und manchmal muss man auch soweit gehen, den Leuten vor Augen zu führen, wo sie enden werden, wenn sie nicht bereit sind was zu ändern, und unbeeindruckt ihren Trott weiterleben.

Is ja alles schön und gut. Saufe auf Grund von Depressionen. Was hilft mir ne
Therapie wenn ich nachher immer noch keinen Job habe, mein Motorrad in der Garage meines Schwiegervaters steht und man sie in 2 Tagen zusammen schrauben könnte aber das Geld für den Unterhalt fehlt?
Naja meine Frau ist mittlerweile meine Schwester und davon hab ich schon 2 echte. Aber wie sagte Dame Edna: I´ve some needs. Aber mit Liese hat man wenigstens wen zum reden also bleibt man da...... jaja alles was für nen Psycho, hab ich auch schon probiert, anbei auch nen paar Semester stukadiert, obwohl ich eigendlich Quacksalber bin, will meinen cand. med 2 Scheine vor Fertig und wie meine Leber aussieht weiß ich selber. Hab mir mein Studium in der Pathologie finanziert und wie man im Koma Hepatikum verreckt weiß ich auch. Aber ich bin zu feige aus dem Fenster zu springen und nach 6 Pullen Bier ist mir meine Armut und der Barmherzigkeits Fick 1 mal im Jahr scheißegal und ich bin froh eine Frau zu haben mit der man über Kant oder Hegel diskutieren kann ohne erklären zu müssen, daß Kannt nicht die Form einer Ecke ist. Und morgen Früh hat man Kopfschmerzen und Kant und Libido ist scheiß egal, und man hatte mal wieder einen Tag Auszeit aus der persöhnlichen Hölle.
Und was hat die Nüchternheit zu bieten? Ich kenn da son Lied von Torfrock
Rollos Taufe: "Man is dat toll zu leiden" Aber irgendwie bin ich kein Masochist.
Und da ich nicht die Möglichkeiten habe das Leben so zu ändern, daß es mir gefällt bleibt nur die Auszeit.
 

hartzhasser

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#46
mein Bruder hatte auch ein Alkoholproblem und wurde darauf hin von der Arge aufgefordert eine Entziehungskur zu machen da ansonsten die leistungen eingestellt würden.


lg hartzhasser
 
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