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Zwangsbewerbung nach §31 SGB II

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Nicht offen für weitere Antworten.

RedSnowBlueRain

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#1
Hallo,

also vorweg, ich schreibe mehr als genug Bewerbungen, von daher muss man mich nicht dazu zwingen welche zu schreiben.

Doch neuerdings bekomme ich Zwangsbewerbungen bei denen mir eine 3-Tagefrist gelassen wird.

Zitat:".......Dies bedeutet, dass der Stellenanbieter innerhalb von 3 Tagen nach Zugang dieses Schreibens Ihre Bewerbung vorliegen hat.........

Also für mich heisst das, in 3 Tagen muss die Bewerbung da sein, sonst werde ich sanktioniert.

Nun meine Frage......., ist die Frist von 3 Tagen überhaupt rechtmässig haltbar, darf der Sachbearbeiter das ?

Danke
 

Martin Behrsing

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#2
Es kommt ja immer auf die Form der Bewerbung an. Bei einer telfonischen kontaktaufnahme ist dies zumutbar. Schriftliche Bewerbungen macht man ja grundsätzlich nur nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme, damit man weiß, worum es sich bei der Stelle handelt und wer genau gesucht wird.
Allerdings würde mich so ein Schreiben mal interessieren, wie dies mit § 31 SGB II begründet wird. Wahrscheinlich kann man dagegen sofort etwas unternehmen, da dieser falsch ausgelegt wurde.
 

RedSnowBlueRain

Elo-User/in

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#3
Es handelte sich dabei um eine schriftliche Bewerbungen die ich zu machen hatte.
Glücklicherweise ging diese auch per Email, aber dieses Glück hat man ja nicht immer.

Also, ist bisher erst einmal vorgekommen das ich dieses Schreiben mit der 3 Tagefrist bekommen habe. Sonst lagen die Fristen immer bei mehreren Wochen.

Und ja, hängt eine Rechtsfolgenbelehrung nach §31 SGB II mit dran, die ich als Bestätigung, dass ich mich beworben habe, unterschrieben zurückschicken muss.
 

burki

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#6
Hi RedSnowBlueRain,

um mal diese und auch Deine anderen Fragen etwas einzugehen:
Bei mir waren diese Zwangsbewerbungen immer nur mit einem Rückmeldedatum (lag etwa 3-4 Wochen nach dem Eingangsdatum) "bestückt".
Ansonsten heisst es ja, dass man sich "umgehend" zu bewerben hat, wobei ich als juristisch recht unbefleckter Bürger davon ausgehe, dass es immer eine realistische Frist geben muss. Die drei Tage riechen IMHO ganz stark nach Schikane.
Ich bekam übrigens von der ARGE schon einige Termine gesetzt, die (da in der Vergangenheit, d.h. vor dem Eintreffen des Schreibens bei mir) nicht einhaltbar waren und sollte dann auch noch deswegen sanktioniert werden.
chriftliche Bewerbungen macht man ja grundsätzlich nur nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme, damit man weiß, worum es sich bei der Stelle handelt und wer genau gesucht wird.
Das sehe ich bei den Zwangsbewerbungen (habe von diesen auch über 50 Stück "gesammelt") keineswegs so.
Ohne schriftlichen "Beweis" könnte es durchaus wieder zu Sanktionen kommen (AG: "Der RedSnowBlueRain soll hier angerufen haben? Nee, niemals..."), so dass ich eh primäre den e-mail-Weg benutzt habe.
Zudem meiden viele AGs die Angabe ihrer Telefonnummer im "Angebot".

Ansonsten: Bei Deinen Fragen und Vorraussetzungen, kommt mir das Ganze wie ein Spiegelbild meiner (zum Glück nicht mehr vorhandenen) Hartz-IV-Probleme vor.
Auch mir (bin Physiker) wurde jegliche von mir aufgeworfene Fortbildung ("Sie können doch eh schon alles") abgeschlagen und es wurde mit allen Mitteln versucht mich als Hilfarbeiter (dafür gabs dann ein Praktikum als Hilfpacker) unterzubringen.
Zum Glück konnte ich dann durch Finden eines richtigen Jobs dem Theater ein Ende machen.

Was ich anraten würde: Lass Dir Dein Profiling schriftlich vorlegen,
Schon dieser Schritt bringt viele SBs in Bedrängnis, da sie dafür gerade bei hochqualifizierten "Kunden" in keinster Weise qualifiziert sind.
Wenn Du "hart bleibst" hast Du damit zumindest die Chance Zeit zu schinden, damit Du zumindest temporär einen halbwegs brauchbaren Job als Sprungbrett finden tust.

Ich kenne eine Vielzahl von Akademikern, die sich aus verschiedenen Gründen (häufig aus der Selbstständigkeit) urplötzlich bei Hartz IV wiederfanden und dort IMHO besondern schikaniert wurden.
Anscheinend sind viele ARGEn der Meinung, dass diese "Kunden" besonders faul sind und ihnen es somit "zeigen" muss, wo es langgeht.

Der Weg raus aus der Billigstlohnfalle fern ab der eigentlichen Qualifikation ist IMHO nur mit viel Glück machbar, so dass ich nur anraten kann, mit allen Mitteln gegen die "Disqualifizierung" seitens der ARGE anzukämpfen.
Wünsche Dir dabei viel Glück
burki
 
E

ExitUser

Gast
#7
Hi RedSnowBlueRain,

um mal diese und auch Deine anderen Fragen etwas einzugehen:
Bei mir waren diese Zwangsbewerbungen immer nur mit einem Rückmeldedatum (lag etwa 3-4 Wochen nach dem Eingangsdatum) "bestückt".
Ansonsten heisst es ja, dass man sich "umgehend" zu bewerben hat, wobei ich als juristisch recht unbefleckter Bürger davon ausgehe, dass es immer eine realistische Frist geben muss. Die drei Tage riechen IMHO ganz stark nach Schikane.
Ich bekam übrigens von der ARGE schon einige Termine gesetzt, die (da in der Vergangenheit, d.h. vor dem Eintreffen des Schreibens bei mir) nicht einhaltbar waren und sollte dann auch noch deswegen sanktioniert werden.

Das sehe ich bei den Zwangsbewerbungen (habe von diesen auch über 50 Stück "gesammelt") keineswegs so.
Ohne schriftlichen "Beweis" könnte es durchaus wieder zu Sanktionen kommen (AG: "Der RedSnowBlueRain soll hier angerufen haben? Nee, niemals..."), so dass ich eh primäre den e-mail-Weg benutzt habe.
Zudem meiden viele AGs die Angabe ihrer Telefonnummer im "Angebot".

Ansonsten: Bei Deinen Fragen und Vorraussetzungen, kommt mir das Ganze wie ein Spiegelbild meiner (zum Glück nicht mehr vorhandenen) Hartz-IV-Probleme vor.
Auch mir (bin Physiker) wurde jegliche von mir aufgeworfene Fortbildung ("Sie können doch eh schon alles") abgeschlagen und es wurde mit allen Mitteln versucht mich als Hilfarbeiter (dafür gabs dann ein Praktikum als Hilfpacker) unterzubringen.
Zum Glück konnte ich dann durch Finden eines richtigen Jobs dem Theater ein Ende machen.

Was ich anraten würde: Lass Dir Dein Profiling schriftlich vorlegen,
Schon dieser Schritt bringt viele SBs in Bedrängnis, da sie dafür gerade bei hochqualifizierten "Kunden" in keinster Weise qualifiziert sind.
Wenn Du "hart bleibst" hast Du damit zumindest die Chance Zeit zu schinden, damit Du zumindest temporär einen halbwegs brauchbaren Job als Sprungbrett finden tust.

Ich kenne eine Vielzahl von Akademikern, die sich aus verschiedenen Gründen (häufig aus der Selbstständigkeit) urplötzlich bei Hartz IV wiederfanden und dort IMHO besondern schikaniert wurden.
Anscheinend sind viele ARGEn der Meinung, dass diese "Kunden" besonders faul sind und ihnen es somit "zeigen" muss, wo es langgeht.

Der Weg raus aus der Billigstlohnfalle fern ab der eigentlichen Qualifikation ist IMHO nur mit viel Glück machbar, so dass ich nur anraten kann, mit allen Mitteln gegen die "Disqualifizierung" seitens der ARGE anzukämpfen.
Wünsche Dir dabei viel Glück
burki

Burki, hast du das als Physiker nicht schon mal als Bundeskanzler versucht? Da hast du echt eine Chance!
 

wusel

Elo-User/in

Mitglied seit
14 Mrz 2006
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286
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#9
das mit den 4 tagen ist mir neu
eigentlich sollte nach zugang des schreibens UMGEHEND die bewerbung erfolgen

umgehend ist allen bekannt
nur was heist das nun genau ?

sind das etwa die 3 tage wo man zeit hat :)
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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