💹 Zwangsarbeit fĂŒr Hartz 4 EmpfĂ€nger, EinfĂŒhrung §§ 16i und 16e SGB II (Teilhabechancengesetz) (6 Betrachter)

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G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Richtig, aber der Aufstockbetrag durch das JC wÀre dann viel höher als die jetzigen 500 Euro.
Wie meinst DU das??

Durch einen teuren Umzug hat er klipp und klar mir und dem JC gesagt, er kann sich jetzt kein Personal leisten, brÀuchte aber trotzdem jemanden. Das ist ehrlich und anstÀndig. Mehr dazu, dass so ein Chef auch einen anstÀndigen Charakter hat, in ein paar Tagen in meinem Erfahrungsbericht.
Betriebswirtschaftlich kurios ist die Aussage ich brauch Personal und kann es mir nicht leisten. Ich will darauf auch nicht weiter eingehen, nur ist es so, das Mitarbeiter ihr Gehalt durch Arbeitsleistung erwirtschaften, wenn sie denn eingearbeitet sind.
Und natĂŒrlich wird dein Chef dir wohlgesonnen sein, er bekommt erstmal Arbeitsleistung zum Nulltarif. Der wird sich hĂŒten Dampf zu machen.

Und es ist auch nicht von der Hand zuweisen, fĂŒr Ältere (50+) kann es die letzte Chance sein in Arbeit zukommen und etwas mehr auf der Tasche zuhaben als den H4 Satz.
 

Einfachicke

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er kann sich jetzt kein Personal leisten, brÀuchte aber trotzdem jemanden
Und diesen Satz lassen wir uns jetzt mal schön durch den Kopf gehen.

Jeder auch nur mit dem Hauch von Vernunft begabte Mensch weiß, dass man/frau/divers auf Dinge, die er/ sie/ es sich nicht leisten kann, verzichten muss.
Dann kann man eben keinen Betrieb / GeschĂ€ft grĂŒnden.
 

hansklein

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Und diesen Satz lassen wir uns jetzt mal schön durch den Kopf gehen.

Jeder auch nur mit dem Hauch von Vernunft begabte Mensch weiß, dass man/frau/divers auf Dinge, die er/ sie/ es sich nicht leisten kann, verzichten muss.
Dann kann man eben keinen Betrieb / GeschĂ€ft grĂŒnden.
Mein Chef hat sich nicht aus einem Pool bedient. Durch einen teuren Umzug hat er klipp und klar mir und dem JC gesagt, er kann sich jetzt kein Personal leisten, brÀuchte aber trotzdem jemanden. Das ist ehrlich und anstÀndig. Mehr dazu, dass so ein Chef auch einen anstÀndigen Charakter hat, in ein paar Tagen in meinem Erfahrungsbericht.
Ich mag nicht hinterherfragen, wieso ein Chef sich einen teuren Umzug leisten muß, sich aber kein Personal leisten kann. Ich weiß ja nicht, was er sonst noch so hat und geht mich auch nichts an.

Klar ist mir aber, das man definitiv nach meiner Meinung durch den 16i/e sich gut Gesund stoßen und bereichern kann, als Cheffe. Wenn er so nett ist, wie sagst, wird er dich sicherlich sobald er kann, zu einem vernĂŒnftigen Gehalt fest einstellen und an seinem Unternehmenserfolg so teilhaben lassen ;-)
Bin mal gespannt auf deinen Erfahrungsbericht und auf den Folge in 2-3 Jahren. Sofern das JC dich solange da arbeiten lÀsst.
 

MaunziMaunz

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Klar ist mir aber, das man definitiv nach meiner Meinung durch den 16i/e sich gut Gesund stoßen und bereichern kann, als Cheffe. Wenn er so nett ist, wie sagst, wird er dich sicherlich sobald er kann, zu einem vernĂŒnftigen Gehalt fest einstellen und an seinem Unternehmenserfolg so teilhaben lassen ;-)
Bin mal gespannt auf deinen Erfahrungsbericht und auf den Folge in 2-3 Jahren. Sofern das JC dich solange da arbeiten lÀsst.
Moderation:
Zitat korrigiert. Bitte auf richtiges zitieren achten.

Den 1. schon gelesen? Nach ErgĂ€nzung in ein paar Tagen werde ich mir ĂŒberlegen, ob ich mir ĂŒberhaupt noch die MĂŒhe mache, meine 16i-Erfahrungen zu posten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Neuer Job, schlechter bezahlt, sagen wir mal 600 netto, Aufstocken dann 750 Euro ./. Darlehen = 700 Euro
Du hast eines vergessen und zwar das dein Gehalt und die Lohnnebenkosten (ca. 1250 €) aus dem Steuersack bezahlt werden und eine Aufstockung durchs JC noch erfolgt. Kurz ĂŒberschlagen sind das 1700 € die direkt und indirekt vom JC fĂŒr den Arbeitsplatz aufgebracht werden.
Mathematisch vom Geldaufwand ist der 16i teuerer als der Bezug von H4 -regulĂ€res aufstocken ist vom Aufwand Geld JC auch gĂŒnstiger, da Arbeitgeber das Gehalt zahlt.

Den 1. schon gelesen? Nach ErgĂ€nzung in ein paar Tagen werde ich mir ĂŒberlegen, ob ich mir ĂŒberhaupt noch die MĂŒhe mache, meine 16i-Erfahrungen zu posten.
Warum?
Das hier Gegenwind in Bezug 16i besteht, ist nicht unbekannt. Hier werden ja auch Aspekte geschrieben, die einen 16i nicht unbedingt erforderlich machen.
Steh einfach dazu, das Du damit klar kommst.
 

Einfachicke

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ob ich mir ĂŒberhaupt noch die MĂŒhe mache, meine 16i-Erfahrungen zu posten.
Niemand hier hat etwas dagegen, dass Du Deine Erfahrungen postest. FĂŒr Dich sind das positive Erfahrungen. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Du hast mehr Geld, fĂŒhlst Dich unabhĂ€ngiger. Alles soweit okay.

Aber fĂŒr meine Begriffe ziehst Du die falschen Schlussfolgerungen.
Egal wie nett oder freundlich Dein (derzeitiger) Chef dich behandelt. Er lĂ€sst sich Deine Arbeitskraft vom Steuerzahler bezahlen, weil er es sich nicht leisten kann (aus was fĂŒr GrĂŒnden auch immer) Dich aus seinem erwirtschafteten Betriebsvermögen angemessen zu bezahlen.

Der gleiche Steuerzahler, der zur Zeit Dein Gehalt bezahlt lobt Deinen AG ob seiner guten Tat einem "bedĂŒrftigen Minderleister eine Chance zu geben". So sieht die BLÖD-Zeitungsgebildete Gesellschaft nĂ€mlich die (mehr oder weniger freiwilligen) Teilnehmer am 16i-Zwangsarbeitsparagraphen.

Aber so ist es eben nicht. Du leistest doch gute vollwertige Arbeit nehme ich an?
Warum also sollte es Dir nicht zustehen gut und vollwertig entlohnt zu werden?

Ich finde das ein himmelschreiendes Unrecht. Genauso wie alle anderen "Maßnahmen", "Ein-Euro-Jobs" und sonstiges pampern von gierigen, asozialen ... (bitte hier ein Wort eurer Wahl einsetzen).

Du arbeitest fĂŒr jemanden, also soll der Dich gefĂ€lligst anstĂ€ndig aus eigener Tasche bezahlen. Er profitiert von Deiner Arbeitskraft und lĂ€sst sich das von der Gesellschaft, von uns allen bezahlen. Denn wir alle sind der so oft und gerne beschworene Steuerzahler. Jedesmal wenn wir einkaufen, zahlen wir Steuern. Und wir können das nicht umgehen, wie etwa ein bekannter WĂŒrstchenfabrikant aus Bayern oder eine militante VorkĂ€mpferin fĂŒr Frauenrechte.

Hier mal ein kleines Beispiel, dass es auch anders gehen kann:

In dem kurzem Zeitfenster, als ich mal eine vernĂŒnftige, engagierte SB hatte, habe ich eine von mir gewĂŒnschte Weiterbildung bekommen. Da war ich 17 Jahre erwerbslos gewesen. Im letzten Monat der Weiterbildung bekamen wir (wenn es gewĂŒnscht wurde) Bewerbungscoaching. Gleich die 3. Bewerbung und das daraus folgende VorstellungsgesprĂ€ch war erfolgreich und ich stieg bei einer kleinen branchenspezifischen Zeitarbeitsfirma ein. Erst auf 450,-Euro-Basis, nach einem dreiviertel Jahr Teilzeit (80 Stunden im Monat), womit ich dann auch die einzige Forderung aus meiner EGV erfĂŒllt hatte (eine sozialversicherungspflichtige TĂ€tigkeit aufzunehmen).
Seit Dezember bin ich festangestellt bei unserem Hauptkunden ĂŒbernommen worden.

Ich gebe zu, ich hatte eine Menge GlĂŒck. Vieles ist passiert, ohne dass ich Einfluss darauf nehmen konnte.

Aber seit meine Kinder aus dem Haus sind (das war so 2015) habe ich mich vom Jobcenter nicht mehr erpressen lassen. Ich habe jedes "Angebot" fĂŒr Maßnahmen oder Bewerbungscoaching abgeschmettert. Weil ich mir selbst in meinen schlimmsten depressiven Phasen immer bewusst war, dass ich niemandem meine Daseinsberechtigung als Mensch beweisen muss, indem ich irgendwelche "Maßnahmen" absolviere. Ich habe hier schon mehrfach meine Meinung zum Thema Arbeit geĂ€ußert:

Ich arbeite, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Je weniger diese Arbeit mir Spaß macht, desto mehr muss man mir bezahlen. Ich habe eine extrem niedrige Schwelle, an der es fĂŒr mich heißt, soviel kann man mir gar nicht bezahlen, dass ich das tue.

Es macht mich wĂŒtend und traurig, dass durch dieses unmenschliche System "H4" massenweise Menschen soweit gebracht wurden, alles zu tun, egal wie schlecht es bezahlt wird, egal wie sehr sie von "der Gesellschaft" dafĂŒr verachtet werden, "Hauptsache Arbeit, Hauptsache sich nĂŒtzlich machen, Hauptsache nicht arbeitslos".

Arbeit ist alles, was gemacht werden muss, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Und ich finde je dringender so eine Arbeit erledigt werden muss, desto höher sollte sie entlohnt werden.
Wenn ich etwas tue, weil es mir Spaß macht, dann nenne ich das Hobby.
Wenn ich etwas tue, weil ich es fĂŒr notwendig erachte, dann nenne ich das Ehrenamt.
Wenn jemand möchte, dass ich meine kostbare Zeit, die ich viel lieber mit Lesen, Kochen, im Erwerbslosenforum schreiben, mit meinem Enkel spielen oder sonstwie verbringen wĂŒrde, opfere, um Dinge zu tun, die notwendig sind, dann muss er mich dafĂŒr bezahlen.

Ich wĂŒrde mich mit HĂ€nden und FĂŒĂŸen dagegen wehren, zwangsbecoacht zu werden. Zu jemandem, der einem im Alltag begleiten soll, muss man eine enorm vertrauensvolle Beziehung aufbauen. Wenn mich jemand einem Coach zuweisen wĂŒrde, wĂ€re schon die Zuweisung an sich fĂŒr mich ein Grund, diesen als Gegner zu betrachten.

Menschen sind Gewohnheitstiere. Im Positiven, wie im Negativen. Ich bin zutiefst misstrauisch, was die Motivation Deines AG angeht. Wieso sollte er nach 5 Jahren, in denen er Deinen Lohn zum grĂ¶ĂŸten Teil nicht selber zahlen musste, Dich dann ĂŒbernehmen und dann alles selber zahlen? NatĂŒrlich wirst Du Dein Bestes geben. Du wirst fleißig sein. Wirst vielleicht auch mal Überstunden machen. Wirst vielleicht lieber den Mund halten, wenn Du Dich eigentlich beschweren solltest. Alles in der Hoffnung, dass Du durch Deinen Fleiß und Deine LoyalitĂ€t ĂŒbernommen wirst nach 5 Jahren. Wenn es so kommen sollte, und das wĂŒrde mich wirklich fĂŒr Dich freuen, dann wĂ€rst Du allerdings eine der verschwindend geringen Ausnahmen, so meine BefĂŒrchtung.
Wenn es nicht so kommen sollte, und Dein AG nach 5 Jahren (wenn die Förderung zu Ende ist) feststellt, dass Du aus ..... GrĂŒnden doch nicht geeignet bist, dann fĂ€llst Du direkt wieder in HIV. Denn in den 5 Jahren wurde nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt.

Ich wĂŒnsche Dir wirklich alles Gute. Ich hoffe, dass fĂŒr Dich alles gut laufen wird. Aber ich befĂŒrchte, dass es nicht so sein wird.

Im ĂŒbrigen waren meine ersten zynischen und sarkastischen Kommentare nicht gegen Dich gerichtet. Sondern gegen Deinen AG, der dieses perfide Machtinstrument fĂŒr sich nutzt, um aus Deiner Arbeitskraft den maximalen Profit fĂŒr sich zu ziehen.

lg Einfachicke
 

hansklein

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@Einfachicke

Wobei ich das so sehe, das die Schuld hauptsÀchlich nicht bei den AG liegt, sie nutzen lediglich, was Ihnen geboten wird, so wie die meisten hier, die Möglichkeiten nutzen, die Ihnen geboten werden (Aufstockung, Förderung Kfz..), wobei die Förderung des Arbeitslosen weitaus schwÀcher ausfÀllt, wie die des AG.
 
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Surfing

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Interessant was die letzten 3 Monate gepostet wurde. Versuch einer Zusammenfassung: Die Förderung nach § 16i/e ist nur möglich, wenn der Teilnehmer sich mit einem AG auf einen beiderseits freiwillig unterschriebenen Arbeitsvertrag einig geworden sind. Das JC kann zwar eine Maßnahme vorschalten, braucht aber auch ein ArbeitsverhĂ€ltnis. Sonst wird es nix. Nachteile: Keine Arbeitslosenversicherung - Teilnehmer werden weiter als arbeitssuchend gefĂŒhrt - die begleitende Betreuung ist verpflichtend, also eine Art Zwang. Keine Zustimmung zur Betreuung, keine Förderung möglich.

Nach dem lesen der neuen Weisung: Die Vorschaltmaßnahme darf nicht mehr per Gutschein vermittelt werden, und die Zuweisung muss ohne RFB erfolgen. Die begleitende Betreuung darf nicht beim geförderten AG direkt stattfinden; Die Förderung nach 16i/e soll als Angebot in eine EGV aufgenommen werden.
 

AnhÀnge

lupi245

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In der Weisung steht auch unter Punkt 1.2.2. das Einmalzahlungen (Urlaubs und Weihnachsgeld) ; selbst bei tarifgebundenen AG nicht
ĂŒbernommen werden.Das motiviert den ELO "natĂŒrlich" ungemein ,wenn die Kollegen Einmalzahlungen bekommen ,und der ELO nicht. Das Gesetz ist fĂŒr meisten ELOs einfach nur MĂŒll , und nur fĂŒr die AG von Vorteil ,wie die meisten der Vorredner hier schon schrieben.
 

Babbel1

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In der Weisung steht auch unter Punkt 1.2.2. das Einmalzahlungen (Urlaubs und Weihnachsgeld) ; selbst bei tarifgebundenen AG nicht ĂŒbernommen werden.Das motiviert den ELO "natĂŒrlich" ungemein ,wenn die Kollegen Einmalzahlungen bekommen ,und der ELO nicht.
Da interpretierst du etwas hinein, was da nicht steht.
Ist der AG laut Tarif zu bestimmten Einmalzahlungen verpflichtet, muss er die auch zahlen. Er kriegt sie nur nicht vom JC erstattet.
 

Wintermute101

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Entweder im Tarif- oder im Arbeitsvertrag.
Da die ArbeitsvertrÀge, die nach 16i geschlossen werden, in der Regel ganz
normale ArbeitsvertrĂ€ge sind ohne das darin etwas ĂŒbe die Förderung steht,
kann es gut sein das dort dann eben auch, sollte es bei den Kollegen auch so sein,
da dann auch was ĂŒber Weihnachtsgeld drin steht (sprich das man es bekommt und wenn ja wieviel).
 

lupi245

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Es sind eben keine normalen ArbeitsvertrÀge , da z.B. die AV fehlt. Das der Ag auch freiwillig Einmalzahlungen leisten kann ,ist auch nicht mein Punkt. Mich interessiert nur die gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung von Einmalzahlungen aus eigener Tasche.Dieses Gesetz wirst Du mir ja sicher nennen.
 

Wintermute101

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Das fehlen der Zahlung der AV macht den Arbeitsvertrag nicht zu einem "nicht normalen" Arbeitsvertrag.
Am ende ist nur wichtig was IM Vertrag steht.
Ist dieser genauso geschrieben (bzw Identisch) mit den ArbeitsvertrÀgen von Kollegen und enthÀlt keine Klausel oder Abschnitt zur Förderung (und btw, im
Arbeitsvertrag steht auch nichts dazu das keine AV gezahlt wird, das steht woanders), dann gelten auch alle Dinge, die in diesem Arbeitsvertrag stehen.

Und liegt dem Arbeitsvertrag ein Tarifvertrag zugrunde, dann gelten auch alle Regeln , die da drin stehen.
Egal ob es nun Urlaub oder soetwas wie Weihnachtsgeld ist.


Woher ich das weiss?
Weil ich nach 16i in einem Tarif vertrag arbeite.

Und die gesetzliche Verpflichtung ist dieselbe wie bei jedem anderen abgeschlossenen Vertrag auch.
Da gibts keine "Sonderregelungen".
Was drin steht muss auch eingehalten werden.
 

lupi245

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FĂŒr mich sind ArbeitsvertrĂ€ge ohne AV und mit Coach keine normalen ArbeitsvertrĂ€ge .Ich habe deshalb auch beim JC einen solchen konkreten Job im Sicherheitsgewerbe abgelehnt.
In der Weisung von Beitrag 584 steht das in tarifgebundenen Firmen ,dieser auch anzuwenden ist.Die Klausel hatte ich nicht auf dem Schirm ,da es fĂŒr die meisten ELOs vermutlich sowieso keine Einmalzahlungen (kein Tarifvertrag u.s.w,) gibt.Das bedeutet ,das der AG die Einmalzahlungen im Gegensatz zum Lohn, bei entsprechenden TarifvertrĂ€gen aus eigener Tasche zahlen muß.
Meine Frage an Dich ,bekommst Du auch Einmalzahlungen ?
 

Wintermute101

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Ja, bekomme ich.
Und ebenso mehr als den "mindesturlaub".
Alles so, wie auch im Tarifvertrag geregelt ist.
 

JobcenterAffe

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Jedenfalls fĂŒhrt diese ArbeitsverhĂ€ltnisse nach §16i zu einer nicht zu unterschĂ€tzenden Wettbewerbsverzerrung innerhalb der jeweiligen Branche. Der Unternehmer, der so gewieft ist, und einen 16i-ler beschĂ€ftigt, bekommt ja wĂ€hrend der gesamten Laufzeit des ArbeitsverhĂ€ltnisses lockere 100.000 € (*) an staatlichen Subventionen rĂŒbergeschoben, und kann damit Konkurrenzfirmen, die diese Regelung nicht nutzen können oder wollen durch Dumpingpreise aus dem Markt drĂ€ngen. - Oder wahlweise fette Extra-Profite auf Kosten der Allgemeinheit erzielen.

(*) = ÜberschlagsmĂ€ĂŸig: Mindeslohn 9,35 € x 40 Std. x 4 Wo. = 1.500 € + AG-Anteil an den Lohnnebenkosten (18 %): 270 € = 1.770 €/Monat.
1.770 x 12 Monate = 21.420 € pro Jahr.
21.420 x 4,4 J (100 % +100 % +90 % + 80 % + 70 % = 440 % = 4,4 volle Jahre Lohnzuschuß) = 93.456 € Gesamtlohnkostenzuschuss. - Und das ist noch niedrig gerechnet, da die unterste Grenze!

Auch kein Wunder, daß man da sogar vom ĂŒbelsten Ausbeuter gut und höflich behandelt wird, eben weil der 16i-ler durch seine Arbeitskraft die Taschen solch eines Unternehmers prall fĂŒllt. Und das ist ja nur der Extra-Profit, in dem noch nicht einmal der normale Unternehmergewinn, den er von seinen "normalen" Arbeitern so noch rausquetscht, und den ein 16i-ler noch zusĂ€tzlich erwirtschaftet, eingerechnet.
 
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Wintermute101

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Wie gut das es in meiner "Branche" keinen Wettbewerb gibt, sondern man einfach nur was gutes fĂŒr Menschen mit EinschrĂ€nkung macht.
Und dabei verdien ich weit ĂŒber dem Mindestlohn.

FĂŒr mich ist der 16i ein echter Gewinn, weil ich so zu 99% das Jobcenter vom Hals hab UND endlich genug Geld hab (ohne das das Jobcenter draufschaut, da ich keinen
Bezug mehr habe)um mir schöne Dinge leisten zu können.

Liegt aber natĂŒrlich auch daran, das ich mir meinen Arbeitgeber selbst gesucht hab und dann die LĂŒcken im System 16i fĂŒr mich genuzt habe.

Ebenso muss man sagen, das so, wie es bei mir lÀuft, auch kein Einzelfall ist.
Wenn ich mir so die letzten 20 Seiten anschaue seh ich 3 Leute die ĂŒber den 16i angestellt sind (Pariah, MaunziMaunz und mich) und 2 von diesen 3en
(Pariah und ich) werden nachTvöd bezahlt.

Was aber eben auch daran liegt das wir keine bescheuerten Jobs von Jobcenter oder MaßnahmentrĂ€ger uns haben aufdrĂŒcken lassen sondern
wir uns die Arbeitgeber selbst gesucht haben.

Übrigends @ MaunziMaunz wĂ€re ich durchaus interessiert an weiteren Erfahrungsberichten von dir. ;)
 

Mutter Beimer

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FĂŒr mich ist der 16i ein echter Gewinn, weil ich so zu 99% das Jobcenter vom Hals hab UND endlich genug Geld hab (ohne das das Jobcenter draufschaut, da ich keinen
Bezug mehr habe)um mir schöne Dinge leisten zu können.
Du vergisst da aber eine Kleinigkeit, nÀmlich dass Dich das Jobcenter von heute auf morgen dort wegholen kann.
Und diese Unsicherheit wĂ€re mir noch unangenehmer, als wenn ich bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten wĂŒrde.
 

JobcenterAffe

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Was aber eben auch daran liegt das wir keine bescheuerten Jobs von Jobcenter oder MaßnahmentrĂ€ger uns haben aufdrĂŒcken lassen sondern
wir uns die Arbeitgeber selbst gesucht haben.
Schön fĂŒr euch. Trotzdem wird das aber nicht die Mehrheit sein. Denn wieviele Langzeit-ELO's (und nur fĂŒr die gibt's ja das Programm ĂŒberhaupt) haben denn nach Jahren der DemĂŒtigung und EinschĂŒchterung seitens des JC's noch so viel Selbstbewusstsein, ihre Interessen offensiv zu vertreten?

Wie gut das es in meiner "Branche" keinen Wettbewerb gibt, sondern man einfach nur was gutes fĂŒr Menschen mit EinschrĂ€nkung macht.
Und dabei verdien ich weit ĂŒber dem Mindestlohn.
Und genau solch eine vielleicht gesellschaftlich sinnvolle Arbeit ist diesem Staat - abgesehen von dieser Ausnahmeperiode jetzt - eben nichts wert.
Einmal davon abgesehen, daß die Armen, die du betreust, ja auch nur ein zwangslĂ€ufiges Produkt dieses kapitalistischen Produktionsssystems sind. Sie sind eben ĂŒberflĂŒssig, da vom Kapital als nicht ausbeutungswĂŒrdig (aufgrund von Krankheit, LeistungsschwĂ€che, Behinderung, Alter, etc.) aussortiert.
 
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Wintermute101

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Du vergisst da aber eine Kleinigkeit, nÀmlich dass Dich das Jobcenter von heute auf morgen dort wegholen kann.
Un diese Unsicherheit wĂ€re mir noch unangenehmer, als wenn ich bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten wĂŒrde.
Was natĂŒrlich aber niemals passieren wird.
DENN: wenns so einfach wÀre mich in einen Job zu stecken, dann wÀre ich nicht 8 Jahre lang (bzw nach Ende meines Studiums, habe
noch nie vor dem 16i Job gearbeitet), dann wÀre das in den 8 Jahren passiert.

Ja, es gibt eine Abberufungsklausel. Das diese aber wirklich umgesetzt wird, ist zu 100% unwahrscheinlich.
Vorallem weil niemand mehr im Jobcenter fĂŒr mich zustĂ€ndig ist.

Eine ehemalige Kommilitonin von mir arbeitet in einem anderen Bundesland in einem Jobcenter, die hat mir ganz klar
gesagt, das alle, die durch 16i in einen Job gekommen sind nichtmehr vorkommen im System.
Da wird sich ausschliesslich um die noch vorhandenen Arbeitsuchenden bzw. Aufstocker gekĂŒmmert.
Alle 16iler sind raus, um die kĂŒmmert man sich in 5 Jahren, wenn sich danach nix neues bietet.

Ist auch ganz logisch da die Arbeitsvermittler beim Jobcenter eh schon viel zuviele Leute "betreuen" mĂŒssen.
Bei uns kommen gerade auf jeden Arbeitsvermittler 300 FĂ€lle.

Und der Coach der mich im 16i "coachen" soll, hat momentan 56 Leute, weswegen er froh ist immer
schnell bei mir wieder rauszukommen weils bei mir lÀuft(deswegen bin ich ja auch schon seit Monat 2 meiner Arbeitsaufnahme nur noch monatlich
im "coaching" nichtmehr wöchentlich).
FĂŒr die suche nach willigen Arbeitgebern hat da keiner Zeit noch Lust (noch den Arbeitsauftrag).



Sicherlich kann man nun seitenweise Kapitalismuskritik betreiben, mir ist es aber lieber, sowohl mein Leben, als auch das der Menschen die wir
beraten und dabei unterstĂŒtzen selbstbestimmt zu leben(ohne die ganze Behindertenindustrie noch fetter zu machen), zu verbessern.
Und das klappt mit dem 16i bei mir gut.
 

Onkel Tom

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Von der Abberufungsklausel wird vermutlich erst dann Gebrauch gemacht, wenn das
ArbeitverhÀltnis nicht so funzt, wie erwartet.. Haben dazu ja noch nichts zu lesen
bekommen, wenn es bei 16e/i knirscht.. Kommt wohl noch, wenn Leiharbeit und Co mit
den Vorteilen durch 16e/i befĂŒttert werden.. :unsure:
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
wenn Leiharbeit und Co mit
den Vorteilen durch 16e/i befĂŒttert werden..
Dort wird aber 16i/ nicht funzen und zwar deshalb, der Entleiher erwartet nÀmlich Arbeitsleistung, die der Entliehene nicht bringen kann, der laut Gesetz und aufgrund seiner langen Erwerbslosigkeit als Arbeitsmarktfern betitelt und in der Arbeitsleistung eingeschrÀnkt ist.
Ein Entleiher wird keine RĂŒcksicht auf den Entliehenen nehmen, der unter 16i bei der Zeitarbeit angestellt ist.

16e ist fĂŒr die Zeitarbeit störend, denn es mĂŒssen Coachings und weitere Regelungen durch Gesetz eingehalten werden. Der Entleiher wird da nicht mitspielen.

Und falls eine ZA doch im Zustand -Gier frist Hirn - 16e/i in seinen Pool aufnimmt, kann ELO gelassen Störer spielen und die gesetzlichen
Inhalte fordern und man wird sehen, wie lange ZA da Bock drauf hat.
 
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