💹 Zwangsarbeit fĂŒr Hartz 4 EmpfĂ€nger, EinfĂŒhrung §§ 16i und 16e SGB II (Teilhabechancengesetz) (24 Betrachter)

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Onkel Tom

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Klaro, mit Druckmitteln a la mittels widerholender JC-Termine mĂŒrbe machen
wollen, geht garnicht und solange keine Unterschriften geleistet werden, die
Unterlagen nur einsacken, zwecks chekken auf böse Fallen, wird sich (noch)
kaum ein SB wagen, aus 16e oder 16i eine Zwangsmasnahme zu machen..

Diese Einladungen zu 16e/i mit Meldeverpflichtung nach § 309 SGB III sollte
man besser doch nachgehen, auch wenn es umstritten ist..
Beistand nach § 13.Abs. 4 SGB X nicht vergessen.. Mit dem Diktat nach §309
sollte mann auf dieses Recht besser nicht verzichten.. (Auch sonst nicht..) ;)
 

Petersen

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Klaro, mit Druckmitteln a la mittels widerholender JC-Termine mĂŒrbe machen
wollen, geht garnicht und solange keine Unterschriften geleistet werden, die
Unterlagen nur einsacken, zwecks chekken auf böse Fallen, wird sich (noch)
kaum ein SB wagen, aus 16e oder 16i eine Zwangsmasnahme zu machen..

Diese Einladungen zu 16e/i mit Meldeverpflichtung nach § 309 SGB III sollte
man besser doch nachgehen, auch wenn es umstritten ist..
Beistand nach § 13.Abs. 4 SGB X nicht vergessen.. Mit dem Diktat nach §309
sollte mann auf dieses Recht besser nicht verzichten.. (Auch sonst nicht..) ;)
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So kommt ihr aus der §16i-Vermittlung wieder raus:

Eigentlich mĂŒĂŸt ihr zum §16i nur NEIN sagen. Das mĂŒĂŸte bei anstĂ€ndigen Jobcenter/Sachbearbeitern schon reichen und ihr kommt zurĂŒck in die normale Vermittlung. Manche Jobcenter/Sachbearbeiter meinen aber sie können dir vorschreiben was du zu machen hast. Meine Sachbearbeiterin blieb da störisch bis ich mit der Dienstaufsichtsbeschwerde winkte.

Ich habe keine Eingliederungsvereinbarung und auch sonst nichts unterschrieben.
In meinem Fall kam eine (sanktionsbelehte) Einladung zu einem Termin bei einer neuen Mitarbeiterin "wollen Teilhabechancengesetz vorstellen".
Diese neue Mitarbeiterin gehört zum §16i-Vermittlungs-Team. Dies steht nicht in dem Brief. Auf dem TĂŒrschild kann man was mit Netzwerke erkennen. In meinem Fall wurde §16i als Pflicht vorgestellt. Was Rechtswiedrig ist. Es folgte Druck und Nötigung. Als die Dame nach einem halben Jahr krank wurde und ich zu einer Vertretung eine TĂŒr nebenan ging sagte man mir: "Freiwillig, sie können entscheiden". Ich wendete mich an die Teamleitung. Beim ersten GesprĂ€ch hieß es man wolle mit meinem SB zuerst mal reden. Ich drohte mit Rechtsanwalt. Zum zweiten GesprĂ€ch kam ich mit vorbereiteter Dienstaufsichtsbeschwerte und Befangenheitsantrag. Mir wurde geantwortet: Das hĂ€tten sie sich alles sparen können, denn wenn sie nach dem Teilhabechancengesetz keine Chance haben wollen, dann Bitteschön. Ihre Akte geht dann sowieso an ihren alten Vermittler zurĂŒck. Man könne auch nicht verstehen, warum ich hier so viel Aufwand mache. Im ĂŒbrigen wĂŒrde mir noch die Chance geboten spĂ€ter wieder in das §16i-Vermittlungs-Team zu kommen, wenn ich mich freiwillig dazu entscheiden wĂŒrde. Alles wĂ€re doch meine Entscheidung.

So einfach ging das. Und wenn die Teamleiter/in sich weigert einen neuen Sachbearbeiter zu benennen wĂŒrde ich folgendes machen:

1. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sachbearbeiter
2. Befangenheitsantrag gegen Sachbearbeiter

zu1. Muster Dienstaufsichtsbeschwerde:
euere Adresse, Anschrift, Ort, Datum
An Bundesagentur fĂŒr Arbeit -Service-Haus - Regensburger Str. 104 90478 NĂŒrnberg
Kundennummer:
Betrifft: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ....., Jobcenter .....
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte hiermit, wie es mir das Petitionsrecht nach Art. 17 GG einrĂ€umt, eine Dienstaufsichtsbeschwerde wegen unsachliche Äußerungen gegenĂŒber mir, Voreingenommenheit bzgl. der persönlichen Rechtsauffassung
BegrĂŒndung: Frau .... respektierte einfach nicht das der Kunde auch ein Entscheidungsrecht / Mitentscheidungsrecht in seinem Fall hat. §16i Freiwillig oder Pflicht ?
Ich möchte Sie bitten, mir eine Stellungnahme zukommen zu lassen, weitere rechtliche Schritte behalte ich mir vor. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen, Unterschrift

zu2. Muster Befangenheitsantrag:
euere Adresse, Anschrift, Ort, Datum
An Leiter des Jobcenter ..........(euer lokales Jobcenter)
Kundennummer:
Betrifft: Befangenheitsantrag gegen .........(eueren Sachbearbeiter)
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte hiermit einen Befangenheitsantrag nach §17 Abs. 1 SGB X stellen.
BegrĂŒndung des Befangenheitsantrag:
1. Voreingenommenheit bzgl. der persönlichen Rechtsauffassung
Frau ..... respektierte einfach nicht das der Kunde auch ein Entscheidungsrecht / Mitentscheidungsrecht in seinem Fall hat. §16i Freiwillig oder Pflicht ? Siehe meine Dienstaufsichtsbeschwerde vom xx.xx.2019
2. unsachliche Äußerungen gegenĂŒber mir
Frau ...... hat mich in der Vergangenheit nicht sachgerecht AufgeklÀrt. §16i Freiwillig oder Pflicht ?
3. eine feindschaftliche Beziehung zu mir
Nach der Konfrontation mit den schweren VorwĂŒrfen am xx.xx.2019 stritt Frau ...... alle VorwĂŒrfe ab. Eine objektive und neutrale Beratung meiner Person dĂŒrfte in Zukunft eher unmöglich sein.Da die Differenzen zwischen Frau ..... und mir unĂŒberwindbar sind, möchte ich um einen Wechsel der Sachbearbeiterin in meinem Fall bitten.
Ich bin ĂŒber das Teilhabechancengesetz informiert. Ich möchte das Teilhabechancengesetz nicht nutzen. Bitte lassen Sie mir auch eine Stellungnahme zukommen. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen ............. Unterschrift

NatĂŒrlich könnt ihr dies auch anders schreiben und euere persönlichen Details mit einfließen lassen. Dies ist nur ein Beispiel. Ihr habt auch nicht das Recht einen neuen Sachbearbeiter zu bekommen. Aber es ist wohl davon auszugehen das der Leiter des Jobcenter oder die Teamleitung einfach sagt komm gib den zurĂŒck in die normale Vermittlung zu einem anderen Sachbearbeiter, dann ist der Ärger fertig. Ihr mĂŒĂŸt die Schreiben auch nicht unbedingt abschicken. In meinem Fall hat es schon gereicht sie der Teamleitung zu zeigen.
Schickt ihr die Dienstaufsichtsbeschwerde ab, dann geht die von NĂŒrnberg runter an den Leiter eueres lokalen Jobcenters, dann zur Teamleitung, dann zum Sachbearbeiter. Alle mĂŒssen Stellung nehmen. Ob ĂŒberhaupt oder welchen Ärger euer Sachbearbeiter bekommt erfahrt ihr nicht. Er wird aber sicher nicht erfreut darĂŒber sein, denn es bleibt in seiner Dienstakte. Macht vor dem Befangenheitsantrag auf jeden Fall eine Dienstaufsichtsbeschwerde, denn dann hat der Befangenheitsantrag eher Erfolg.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 9931

Gast
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Diese neue Mitarbeiterin gehört zum §16i-Vermittlungs-Team. Dies steht nicht in dem Brief. Auf dem TĂŒrschild kann man was mit Netzwerke erkennen. In meinem Fall wurde §16i als Pflicht vorgestellt. Was Rechtswiedrig ist. Es folgte Druck und Nötigung
So habe ich das auch erlebt, als ich vor 12 Tagen bei einem Job-Coach vorgeladen war - natĂŒrlich mit RFB. Hatte in meiner Akte gelesen, dass ich u. A. PC's zusammenbaue. Also kann ich - Ihrer Logik nach - auch Sensor-MessgerĂ€te zusammenbauen. Alle meine EinwĂ€nde, dass das zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind, wurden von ihr vom Tisch gewischt. Sind gut geschult, diese Job-Coaches. Habe mich also breitschlagen lassen (um nach 45 Minuten Mund fusselig reden endlich meine Ruhe zu haben), mir den Betrieb mal anzuschauen. NatĂŒrlich hat man mich nicht genommen, weil ich eben nicht die notwendige Ausbildung habe (immerhin einen Eintrag fĂŒr den Bewerbungsnachweis :biggrin: ).
Hatte das GefĂŒhl, dass der Job-Coach, bei dem ich war, sich nur fĂŒr seine Statistik interessiert. Bin jetzt mal gespannt, wann der nĂ€chste Termin bei der Ollen kommt.
 

franzi

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Interessant, dass das 16i plötzlich freiwillig sein soll. DiesbezĂŒglich hatte ich ja auch mal beim Ministerium angefragt und eine sehr schwammige bzw. in sich widersprĂŒchliche Antwort erhalten.
Ich wĂŒrde auch gerne zu meinem alten SB zurĂŒck. Mit dem hatte ich nie Probleme und wir kamen auch menschlich gut zurecht.
Meinem Ersuchen um Wechsel des Sachbearbeiters wegen des zerrĂŒtteten und nicht wiederherstellbaren VertrauensverhĂ€ltnisses sowie des aggressiven Umgangstons wurde bisher nicht entsprochen.
Derzeit kann ich wegen meiner gesundheitlichen Situation ohnehin nicht in 16i (und auch in sonst nix) vermittelt werden.
Da wĂ€re eine RĂŒckkehr zum alten SB doch sinnvoll.
 

franzi

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So habe ich das auch erlebt, als ich vor 12 Tagen bei einem Job-Coach vorgeladen war - natĂŒrlich mit RFB. Hatte in meiner Akte gelesen, dass ich u. A. PC's zusammenbaue. Also kann ich - Ihrer Logik nach - auch Sensor-MessgerĂ€te zusammenbauen. Alle meine EinwĂ€nde, dass das zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind, wurden von ihr vom Tisch gewischt. Sind gut geschult, diese Job-Coaches. Habe mich also breitschlagen lassen (um nach 45 Minuten Mund fusselig reden endlich meine Ruhe zu haben), mir den Betrieb mal anzuschauen. NatĂŒrlich hat man mich nicht genommen, weil ich eben nicht die notwendige Ausbildung habe (immerhin einen Eintrag fĂŒr den Bewerbungsnachweis :biggrin: ).
Hatte das GefĂŒhl, dass der Job-Coach, bei dem ich war, sich nur fĂŒr seine Statistik interessiert. Bin jetzt mal gespannt, wann der nĂ€chste Termin bei der Ollen kommt.
Das ist die gleiche Story wie bei den Heilpraktikern, die als Heilerziehungspfleger vermittelt werden ...
 

ZermĂŒrbt38

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Interessant, dass das 16i plötzlich freiwillig sein soll.
Wieso interessant. 16i war schon immer freiwillig und wird es bis Ende der Förderperiode (Dezember 2024) auch so bleiben. Wer sich belabern oder was anderes weiß machen lĂ€sst ist selber schuld. UrsprĂŒnglich wurde tatsĂ€chlich mal gedacht 16i zur Pflicht zu machen, dies wurde jedoch zu gunsten der LE geĂ€ndert. Dann wird sich zeigen ob 16i nochmals eingefĂŒhrt wird oder ab 01. Januar 2025 nicht mehr gibt.
 

Einfachicke

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Dann wird sich zeigen ob 16i nochmals eingefĂŒhrt wird oder ab 01. Januar 2025 nicht mehr gibt.
Bis dahin haben die ... (hier ein Wort eurer Wahl einsetzen) sich schon die nÀchste Grausamkeit auf höherem Level einfallen lassen. Frei nach dem Motto: "Schlimmer geht immer!".
 

ZermĂŒrbt38

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Bis dahin haben die ... (hier ein Wort eurer Wahl einsetzen) sich schon die nÀchste Grausamkeit auf höherem Level einfallen lassen. Frei nach dem Motto: "Schlimmer geht immer!".
Bis jetzt jedenfalls scheint sich 16i noch nicht fest etapiert zu haben. Mal sehen was die nĂ€chsten Jahre bringt. Ob es sich ĂŒberhaupt noch lohnt diesen Unsinn zu fördern oder doch lieber das Geld in sinnvolle Ausbildungen, Umschulungen, Weiterbildungen etc zu investieren.
 

Einfachicke

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Ob es sich ĂŒberhaupt noch lohnt diesen Unsinn zu fördern oder doch lieber das Geld in sinnvolle Ausbildungen, Umschulungen, Weiterbildungen etc zu investieren.
Ich hoffe darĂŒber, dass es sich NICHT lohnt diesen Unsinn zu fördern herrscht zumindestens in diesem Forum eine breite Zustimmung. Was gefördert wird und wurde ĂŒber die Jahre mit 1-Euro-Jobs, BĂŒrgerarbeit etc. pp. ist doch nur die Maßnahme- und Sozialmafia.
 

ZermĂŒrbt38

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Das wĂ€re zwar fĂŒr die Betroffenen sinnvoller, aber die Arbeitgeber wollen ja Billig-ArbeitskrĂ€fte. Einen gut ausgebildeten Mitarbeiter mĂŒsste er entsprechend bezahlen.
Umso mehr LE 16 i ablehnen (Freiwilligkeit nur die Infoversanstaltung ist Pflicht), umso unwahrscheinlicher ist es, dass dieses Förderprogramm sich ab 01. Januar 2025 fest etapiert. Dadurch werden die Arbeitgeber wieder gezwungen sein, ihre ArbeitskrÀfte anstÀndig zu entlohnen. Wer das nicht möchte oder kann, sorry aber der muss seine SelbststÀndigkeit aufgeben und normal arbeiten gehen.
 
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Zeitkind

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Interessant, dass das 16i plötzlich freiwillig sein soll.
Die Maßnahme selbst ist eigentlich nicht freiwillig, doch deren Umsetzung setzt einen (freiwilligen) Vertragsabschluß voraus.
Das ist doch hier im Thema lÀngst schon ausdiskutiert worden. AuserwÀhlte SchÀfchen sollten die Bedingungen studieren.

Ich verweise deshalb nochmal auf die Ausarbeitung im Beitrag » BegrĂŒndete Abwehr nicht bedarfsgerechter Förderung
unter der Überschrift "Öffentlich geförderte BeschĂ€ftigung nach § 16i SGB II (Teilhabechanchengesetz)".
3. Eine Maßnahmeteilnahme ist nur durch Abschluß eines Arbeitsvertrages zwischen Teilnehmer und gefördertem Arbeitgeber möglich.
Der Abschluß des Arbeitsvertrages unterliegt der Freiwilligkeit (Abs. 2.2 FW zum § 16i SGB II).
 

Zeitkind

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Dazu fĂ€nde ich eine Gerichtsentscheidung ĂŒberfĂ€llig, denn wie kann eine Desinformationsveranstaltung ĂŒber ein freiwilliges Programm sanktionsbewehrt sein?!
Ich fĂ€nde ĂŒberfĂ€llig, daß sich manch Leser erstmal richtig informiert, bevor er unsinnige Fragen in die Diskussion wirft.
Weder sind es Desinformationsveranstaltungen, noch hat das Programm etwas mit Freiwilligkeit zu tun.
Das Programm legt fĂŒr die Beteiligten ausschließlich Umfang sowie Bedingungen der Maßnahmen fest.
Nur die Teilnahme an der Maßnahme ist alleine deshalb freiwillig, da sie den Abschluß eines Arbeitsvertrages mit dem geförderten Arbeitgeber voraussetzt.
Es liegt am Zugewiesenen, sich mit dem Arbeitgeber zu einigen oder nicht zu einigen. Siehe dazu meinen letzten Beitrag. :icon_wink:
 

SteifenKristja

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Es war eine rhetorische Frage. Und ja, es sind Desinformationsveranstaltungen (siehe das Feedback in mehreren Threads hier im Forum), was ja niemand verwundern sollte, angesichts der Tatsache, dass die Veranstaltungs-MTs befangen sind.
 

Alinka

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Ich habe einen Job ĂŒber §16-i gefunden und soll heute den Arbeitsvertrag und am Freitag die neue EV unterschreiben. Ich will darum kĂ€mpfen, dass wir auch Teil der Arbeitslosenversicherung werden bzw. darin einzahlen. Gleich werde ich noch an das Projekt, das mich einstellen wird, hinschreiben, dass sie folgendes mit in den Vertrag einbauen: "Wir werden Frau S. darin unterstĂŒtzen, eine vollwertige Teilhaber*in des 1. Arbeitsmarktes zu werden." Ich will nĂ€mlich, hoffentlich mit UnterstĂŒtzung von Ver.di dafĂŒr kĂ€mpfen, dass wir auch in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Immerhin wird der gesamte Staatsapparat, damit auch die BA und deren Arbeitsmarktpolitik durch Steuermittel finanziert, die der arbeitenden Bevölkerung (inkl. dem kleinen Mittelstand) abgepresst wird.

Nun zum Coaching: Da ich bereits innerhalb des Telefonates mit dem Coaching-Service (Gesellschaft zur Föderung der Arbeitsaufnahme mbH &Co. KG - GFA- unter www.tertia.de) bemerken musste, dass die Person, die das VorgesprĂ€ch mit mir fĂŒhren soll völlig unqualifiziert ist, habe ich gegen die Zuweisung zur GFA Widerspruch angemeldet. Ich will nun darauf hinwirken, dass ich mir selbst eine Coacher*in suche. Gibt es diesbezĂŒglich Erfahrungen von Euch?
 
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lupi245

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Das Gesetz sieht eindeutig keine AV vor. Ich hatte selbst ein VorstellungsgesprÀch bei einem AG mit JC-Mitarbeiter, und das ist an fehlender AV gescheitert.
 

Referendar

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Ohne ALV bedeutet zuerst mal mehr Netto vom Brutto.
ALG 1 sind 60 % vom letzten Netto-Einkommen.

Wer also nach den 5 Jahre mit diesen 60 % nicht ÜBER seinem Bedarf liegt - welcher ja in diesen Jahren auch noch wachsen wird - landet eh wieder beim Jobcenter.
Insofern nicht unbedingt eine himmelschreiende Benachteiligung.
 

ZermĂŒrbt38

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Wer also nach den 5 Jahre mit diesen 60 % nicht ÜBER seinem Bedarf liegt - welcher ja in diesen Jahren auch noch wachsen wird - landet eh wieder beim Jobcenter.
Ja und wer nach dieser harten Arbeit ĂŒber 5 Jahre und das fast kostenlos nicht ĂŒbernommen wird der auch und das ist hier der Knackpunkt. Kann mir kaum vorstellen, dass ein Arbeitgeber nach 5 Jahren kostenlose Arbeitskraft sagt wir ĂŒbernehmen dich und zahlen voll. Man erwirtschaftet in den 5 Jahren 16i keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1. Es ist nicht so wie bei einem normalen Arbeitnehmer der nach einem Jahr schon Arbeitslosengeld AnsprĂŒche hat. Nein man fĂ€llt direkt wieder als 16i Betroffener in Hartz4.

Kenne ich nĂ€mlich nur zu gut! Ich hatte eine aufgezwungene BaE im Einzelhandel absolviert und sollte danach auch eingestellt werden. Wie es aber dann ans einstellen ging (war ja fĂŒr 3,5 Jahre kostenlose Arbeitskraft) hieß es plötzlich nein. Kostenlos hĂ€tten die mich weiter beschĂ€ftigt. Daher fĂŒhre ich auf das 16i nur Nachteile fĂŒr die Betroffenen hat.
 
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lupi245

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Ohne ALV bedeutet zuerst mal mehr Netto vom Brutto.
ALG 1 sind 60 % vom letzten Netto-Einkommen.

Wer also nach den 5 Jahre mit diesen 60 % nicht ÜBER seinem Bedarf liegt - welcher ja in diesen Jahren auch noch wachsen wird - landet eh wieder beim Jobcenter.
Insofern nicht unbedingt eine himmelschreiende Benachteiligung.
Die Höhe des Lohnes ist ja nur ein Teil bei ALG 2 . Wenn man z.B. einen verdienenden Partner kennen lernt oder erbt , dann ist ALG 1 schon ein großer Vorteil. Das hĂ€ngt immer von den eigenen LebensumstĂ€nden ab ,und 5 Jahre sind ein langer Zeitraum.
Im ĂŒbrigen ist die fehlende AV auch eine WertschĂ€tzung dieser Arbeit . Arbeit 2.Klasse !
 

Zeitkind

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Ich will darum kÀmpfen, dass wir auch Teil der Arbeitslosenversicherung werden bzw. darin einzahlen.
Da hast Du aber die Rechnung ohne den Gesetzgeber gemacht,
denn derselbe hat nach 16i geförderte Arbeitnehmer ausgeschlossen:
§ 27 SGB III - Versicherungsfreie BeschÀftigte
(3) Versicherungsfrei sind Personen in einer
...
5. BeschÀftigung, die nach den §§ 16e und 16i des Zweiten Buches gefördert wird.
§ 28a SGB III - VersicherungspflichtverhÀltnis auf Antrag
(2) Voraussetzung fĂŒr die Versicherungspflicht ist, dass die antragstellende Person
1. ...
2. ...
und weder versicherungspflichtig (§§ 25, 26) noch versicherungsfrei (§§ 27, 28) ist.
Du mĂŒsstest also gegen den Gesetzgeber vorgehen und Dir dafĂŒr einen mutigen Richter suchen. :icon_wink:
Ich will nĂ€mlich, hoffentlich mit UnterstĂŒtzung von Ver.di dafĂŒr kĂ€mpfen, dass wir auch in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.
Gewerkschaften werden Dein Anliegen mit Sicherheit nicht unterstĂŒtzen, die kĂ€mpfen fĂŒr andere Interessen.
Es gibt zwar eine Menge blablabla, aber damit hat der zahnlose Tiger auch schon ausmiaut.
Gleich werde ich noch an das Projekt, das mich einstellen wird, hinschreiben, dass sie folgendes mit in den Vertrag einbauen:
"Wir werden Frau S. darin unterstĂŒtzen, eine vollwertige Teilhaber*in des 1. Arbeitsmarktes zu werden".
Mit einer derart unbestimmten Klausel Ànderst Du nichts am Arbeitsvertrag, machst Dich mit solch einem Schreiben eher lÀcherlich.
Du könntest aber mit dem vollsubventionierten AG verhandeln, ob er fĂŒr Dich eine private Versicherung gegen Arbeitslosigkeit abschließt.
Glaube mir, darĂŒber wird er begeistert sein. :icon_mrgreen:
 

Alinka

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Du mĂŒsstest also gegen den Gesetzgeber vorgehen und Dir dafĂŒr einen mutigen Richter suchen.
ZunĂ€chst einmal mĂŒsste ich dafĂŒr einen guten Rechtsanwalt finden.
Die Verdianer*innen in Berlin sind ĂŒbrigens gar nicht so schlecht
und bieten auch Begleitservice an.
Ggf. werde ich zusÀtzlich der FAU beitreten, d.h. Mitglied werden.
 

Zeitkind

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ZunĂ€chst einmal mĂŒsste ich dafĂŒr einen guten Rechtsanwalt finden.
Offenbar kennst Du nicht einmal die VorzĂŒge Deiner Gewerkschaftsmitgliedschaft.
Oder hat Verdi den DGB Rechtsschutz inzwischen ausgeschlossen?

Ich will das Thema (Teilhabechancengesetz) aber jetzt nicht OT fĂŒhren. :icon_wink:
 

Alinka

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Offenbar kennst Du nicht einmal die VorzĂŒge Deiner Gewerkschaftsmitgliedschaft.
Oder hat Verdi den DGB Rechtsschutz inzwischen ausgeschlossen?
Du operierst mit Unterstellungen. Das ist unseriös. Ich hatte schon einige
Prozesse mit RA's vom DGB-Rechtsschutz, die sehr gut waren.
Ich wollte lediglich kund tun, dass VOR dem RICHTER fĂŒr unsereins die RECHTSANWÄLTIN wichtig ist.
 
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