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Zwang zur Tagesmutter?

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Mutterfür4

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#1
Ich habe eine Frage für eine Freundin. Die ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern im Alter von 8 und 12 Jahren.

Das Arbeitsamt möchte nun, das sie eine 6-Wochen-Trainingsmassnahme macht und in dieser Zeit eine Tagesmutter in Anspruch nimmt.
Die Freundin möchte aber ihre Kinder nicht fremdbetreuen lassen, sondern wenn sie aus der Schule kommen (3. und 5. Klasse) zu Hause sein. Um Arbeit am Vormittag hat sie sich bemüht, aber bisher nichts gefunden.

Bei Kindern unter 3 Jahren ist die Lage klar, bei älteren Kindern finde ich nichts.
Kann sie zur Fremdbetreuung gezwungen werden?

Eine Eingliederungsvereinbahrung besteht noch nicht, wird ihr zugeschickt, ich habe ihr zunächst dringend davon abgeraten, die so zu unterschreiben....

Als Tagesmutter für die Kinder würde ich sicherlich einspringen, aber die Lösung ist das dauerhaft nicht..
 

Zwergenmama

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#2
Klares NEIN!!

Die Arge darf niemanden zwingen, Kinder gegen den eigenen Willen fremd betreuen zu lassen!! Mach' Dich da nicht zum "Komplizen", in dem Du einspringst. Denn das wäre dann der Freifahrtsschein für die ARGE.
Deine Freundin steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Da die Kinder nur am Vormittag in der Schule betreut werden, kann sie eben auch nur am Vormittag arbeiten. Basta.

Nur, weil die ARGE auf wilde Ideen kommt, muß niemand seine Kinder weg geben. Ich würde mich in diesem Fall beim Jugendamt melden und um Hilfe bitten. Das Sorgerecht steht Deiner Freundin und nicht der ARGE zu. Also kann und darf die ARGE derartige Entscheidungen gegen den Willen der Mutter nicht durchsetzen wollen.

Die Betreuung minderjähriger oder behinderter Kinder fällt unter die Leistungen für die Eingliederung in das Erwerbsleben
( § 16 Abs. 2 Nr. 1 SGBII ). und zum Grundsatz des Förderns zählt:
" Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zur Eingleiderung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Einstiegsgeld. -- Einkommensanrechnung) Die gesamten Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik stehen hierfür zur Verfügung. Neben den bisher im SGB III vorhandenen Leistungen können weitere dem individuellen Bedarf angepasste Leistungen erbracht werden. Arbeitssuchende und Fallmanager/in schließen eine Eingliederungsvereinbarung über die Leistungen ab, die beide Seiten zu erbringen haben." Einstiegsgeld. -- Einkommensanrechnung) Die gesamten Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik stehen hierfür zur Verfügung. Neben den bisher im SGB III vorhandenen Leistungen können weitere dem individuellen Bedarf angepasste Leistungen erbracht werden. Arbeitssuchende und Fallmanager/in schließen eine Eingliederungsvereinbarung über die Leistungen ab, die beide Seiten zu erbringen haben." ." ( § 2 Abs 2 Nr. 1 SGB X ).
Wenn ein Sachbearbeiter es zu Deiner Pflicht machen würde, eine Kinderbetreuung zu organisieren, damit Du arbeiten gehen kannst, und eine entsprechende Eingliederungsvereinbarung vorlegt, wäre dies rechtswiedrig und damit nichtig.
( § 58 Abs. 2 Nr. 1 SGBX )
 

Mutterfür4

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#3
Lieben Dank für deine Antwort.
Ich kannte die Rechtslage nicht.

Ich hätte halt geholfen, bevor sie ihre Kinder zu einer wildfremden Person hätte geben müssen, zum Komplizen der Arge wollte ich mich ganz sicher nicht machen, nichts liegt mir ferner!
 
E

ExitUser

Gast
#4
... Die Arge darf niemanden zwingen, Kinder gegen den eigenen Willen fremd betreuen zu lassen!!...

Wenn ein Sachbearbeiter es zu Deiner Pflicht machen würde, eine Kinderbetreuung zu organisieren, damit Du arbeiten gehen kannst...
Was ist mit den Mitwirkungspflichten? Die Kinder sind zudem 8 bzw. 12 Jahre jung und demzufolge keine Kleinkinder mehr. Selbst ein krankes Kind muss m. W. bereits ab dem 12. Lebensjahr allein (o. Krankschreibung der Mutter/Vater) zu hause bleiben.
 

Zwergenmama

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#5
Sie kommt Ihrer Mitwirkungspflicht nach, indem sie dem Arbeitsmarkt in den Vormittagsstunden zur Verfügung steht.

Deine Frage ist zu pauschal, denn es kommt nicht nur auf das Alter der Kinder, sondern auf die Gesamtsituation an. Die Argen machen es sich da gerne einfach.
 
E

ExitUser

Gast
#6
Hierzu habe ich auch eine Frage:

Die Arge darf niemanden zwingen, Kinder gegen den eigenen Willen fremd betreuen zu lassen!! Mach' Dich da nicht zum "Komplizen", in dem Du einspringst. Denn das wäre dann der Freifahrtsschein für die ARGE.
Deine Freundin steht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Da die Kinder nur am Vormittag in der Schule betreut werden, kann sie eben auch nur am Vormittag arbeiten. Basta.
Bei mir ist es so, dass ich einen Hortplatz habe für meinen Kurzen. Den habe ich letztes Jahr ganz problemlos bekommen. Vor und nach den Ferien hat mein Kurzer mehrmals gesagt, dass er nicht mehr in den Hort gehen mag. Damit der Platz erhalten bleibt besteht die Pflicht den Hort an 3 Tagen in der Woche zu besuchen. So haben wir es denn auch eingerichtet.
Das ganze auch unter dem Gesichtspunkt, dass, wenn ich denn mal einen Arbeitsplatz bekommen sollte, ich auch wenigstens 6h arbeiten könnte. Mehr wäre auch trotz der Betreuung nicht drin.
Wenn ich nun den Kurzen raus nehmen würde könnte die Arge nix machen?
Weil bei Unterrichtsende um 11.30 Uhr und Unterrichtsbeginn um 8.00 Uhr, wann will man da arbeiten? Solche angepassten Arbeitszeiten gibt es doch gar nicht.
Ich bin nämlich nach wie vor am Überlegen, ob ich ihn vom Hort abmelde. Einfach, weil ich zu Hause bin und die Zeit mit ihm nutzen könnte.
 

LeChuck

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#7
Wenn ich nun den Kurzen raus nehmen würde könnte die Arge nix machen?
Nichts machen erstmal vielleicht. Allerdings wirst Du Dich dann vermutlich gleich wieder um einen neuen Hort-/KiTa-Platz bemühen müssen.

Aus §10 SGBII ergibt sich ja, dass generell jede Arbeit (auch Vollzeit) zumutbar ist, wenn die Betreuung des Kindes (über 3 Jahren) sichergestellt ist:

§10 Abs. 1 Nr.3 und Abs. 3 SGBII
(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
[...]
3. Die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
[...]
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend.

Im Umkehrschluß ergibt sich daraus meines Erachtens schon irgendwo, dass - soweit eine Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht und kein wichtiger Grund der Nutzung entgegen steht - diese auch genutzt werden müsste, um die eigene Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Um die Frage der Threaderstellerin aus meiner Sicht noch zu beantworten:
Meines Erachtens kann das Arbeitsamt schon in gewisser Hinsicht einfordern, dass das Kind für die Dauer der Trainingsmaßnahme in eine Fremdbetreuung gegeben wird, es sei denn es sprechen nachweislich wichtige Gründe dagegen (z.B. Kind lehnt Fremdbetreuung generell ab etc.).
 
E

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Gast
#8
Um die Frage der Threaderstellerin aus meiner Sicht noch zu beantworten:
Meines Erachtens kann das Arbeitsamt schon in gewisser Hinsicht einfordern, dass das Kind für die Dauer der Trainingsmaßnahme in eine Fremdbetreuung gegeben wird, es sei denn es sprechen nachweislich wichtige Gründe dagegen (z.B. Kind lehnt Fremdbetreuung generell ab etc.).
Was wären denn wichtige Gründe in diesem Sinne?
Fremdbetreuung bedeutet ja auch, dass man als Eltern nicht genau weiss, was während der Fremdbetreuung so alles geschieht.

Während der Dauer einer Maßnahme... schon mal dran gedacht, dass so ein Kind vielleicht eine Eingewöhnungszeit braucht, welche umgangen werden muss, weil die Maßnahme 3 Tage später beginnen könnte? Was das in einem Kind macht, daran mag ich gar nicht denken.
 

LeChuck

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#9
Was wären denn wichtige Gründe in diesem Sinne?
Fremdbetreuung bedeutet ja auch, dass man als Eltern nicht genau weiss, was während der Fremdbetreuung so alles geschieht.
Ich hab auch nur versucht, die Rechtslage zu deuten und diese nicht zu bewerten.

Allerdings werden auch berufstätige Eltern, die auf die Inanspruchnahme einer Fremdbetreuung angewiesen sind, nicht genau wissen, was dort passiert. Das sind deswegen ja keine schlechten Eltern, weil sie ihr Kind fremdbetreuen lassen.
Wenn das Kind z.B. bei befreundeten Kinder spielen geht, weiß man ja auch nicht genau, was da passiert. Trotzdem würde man das deswegen ja nicht verbieten.

"Nicht zu wissen, was dort passiert" wäre m.E. sicherlich kein wichtiger Grund, eine Fremdbetreuung generell abzulehnen.
 

oni71

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#10
Was mich interessiert , bezahlt die Arge die Tagesmutter????????


Ich hatte vor einiger Zeit auch so eine Diskussion mit meiner SB.

meine Kinder sind 8,12 und 16 .

Sie war der meinung ich sollte in eine Maßnahme bzw Bewerbungen vorlegen.

hab ich gesagt prima gibt es aber mehrer Probleme.

-Die Maßnahme könnte nur von 8:30 bzw 9:15 (je nach Anfangszeit und Anfahrzeit meines Jüngsten) bis 12 bzw 13 Uhr (je nach Ende und Anfahrzeit)

- In meinem Beruf gibt es kaum Jobs um die Uhrzeiten, da man in Wechselschicht arbeitet.

Wohin mit meinen Kindern??????
Zahlen Sie die Tagesmutter?????


Sie holte dann kurz dazu aus das ja Kinder in dem Alter schon alleine morgens aus dem Haus gehen können und gibt doch sicher auch ne Oma ...

Hab das dann sofort unterbrochen und gesagt mein 8 jähriger kann das nicht !!! Und während ichMittag oder Nachtschicht habe würde ich sie auch nicht nen Ganzen nachmittag bis Abends oder nachts allein lassen .

Und ja es gibt ne Oma ... aber das ist ja Omas >sache ob Sie das macht und meine ob ich das möchte....

Also was ist zahlen Sie eine Tagesmutter die auch an allen Schichten dann da ist???


Damit war das Thema dann in 5 Minuten vom Tisch :icon_neutral:
 

wuseline

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#11
Was ist mit den Mitwirkungspflichten? Die Kinder sind zudem 8 bzw. 12 Jahre jung und demzufolge keine Kleinkinder mehr. Selbst ein krankes Kind muss m. W. bereits ab dem 12. Lebensjahr allein (o. Krankschreibung der Mutter/Vater) zu hause bleiben.

Hallo,

das kann so nicht stimmen. weil ansonsten würde man nicht für Kinder bis zum 15.ten Lebensjahr Betreuungskosten bekommen.

Und ich hatte auch mal so ne Diskussion mit meinem Sachbearbeitervertretung, weil dieser meinte mein Sohn wär ja schon 10 und ich könnte dann ja Vollzeit gehen. Hab dem gesagt kein Problem, wenn die Betreuung dann nicht geregelt ist er wär ja da dann könnte ich mein Kind dann ja nach der Schule hier hin schicken. Damit war das Thema Vollzeit dann vom Tisch:icon_smile:

Gruss wusline

Gruss wuseline
 
E

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Gast
#12
Hallo,

das kann so nicht stimmen. weil ansonsten würde man nicht für Kinder bis zum 15.ten Lebensjahr Betreuungskosten bekommen.

Und ich hatte auch mal so ne Diskussion mit meinem Sachbearbeitervertretung, weil dieser meinte mein Sohn wär ja schon 10 und ich könnte dann ja Vollzeit gehen. Hab dem gesagt kein Problem, wenn die Betreuung dann nicht geregelt ist er wär ja da dann könnte ich mein Kind dann ja nach der Schule hier hin schicken. Damit war das Thema Vollzeit dann vom Tisch:icon_smile:

Gruss wusline

Gruss wuseline
Es war eine Überlegung von mir, die sich darauf stützte:

Kinder krank? Bedingungen für den Anspruch auf Freistellung und Krankengeld

Nach § 45 SGB V hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf unbezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber und auf Krankengeld von der Krankenkasse, wenn:

  • das Kind jünger als 12 Jahre ist
  • keine andere im Haushalt lebende Person das Kind betreuen kann
  • eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit vorliegt und
  • kein Anspruch auf bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber besteht.
Außerdem müssen sowohl der betreuende Elternteil als auch das Kind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein.
kind-krank-eltern-krankmeldung
 
E

ExitUser

Gast
#13
Okay, dann werde ich etwas konkreter.

Ich hab auch nur versucht, die Rechtslage zu deuten und diese nicht zu bewerten.

Allerdings werden auch berufstätige Eltern, die auf die Inanspruchnahme einer Fremdbetreuung angewiesen sind, nicht genau wissen, was dort passiert. Das sind deswegen ja keine schlechten Eltern, weil sie ihr Kind fremdbetreuen lassen.
Wenn das Kind z.B. bei befreundeten Kinder spielen geht, weiß man ja auch nicht genau, was da passiert. Trotzdem würde man das deswegen ja nicht verbieten.

"Nicht zu wissen, was dort passiert" wäre m.E. sicherlich kein wichtiger Grund, eine Fremdbetreuung generell abzulehnen.
Mein Sohn wurde vor den Ferien tätlich angegriffen, und das nicht zu knapp. Es konnte geklärt werden, die Unsicherheit bei ihm indes bleibt. Könnte sich irgendwann zur Angst entwickeln, was nicht sein muss. Meine Überlegung ist, sollte das noch mal vorkommen, dann muss ich davon ausgehen, dass im Hort nicht die Sicherheit und körperliche Unversehrtheit meines Sohnes gesichert und garantiert ist. Da werd ich doch nicht in aller Seelenruhe zusehen bis sich eine Angst entwickelt, sondern ihn raus nehmen. Einen Schrieb, dass der Hortbesuch nicht gut tut wird man erst vom Arzt bekommen, wenn das Kind schon einen an der Klatsche hat, aber dann ist es zu spät.

Ich habe schon mal einen Job aufgegeben, weil so was passiert ist. Bin ich jetzt eine schlechte Mutter? Nein. Darum geht es auch nicht. Die Eltern, welche ihre Kinder fremd betreuen lassen, sind keine schlechten Eltern. Ich sehe es im Moment nur so, ich bin eh zu Hause, was sich wahrscheinlich so schnell nicht ändern wird, da kann ich dann für meinen Sohn da sein, statt ihn täglich bis 16 Uhr in fremde Hände zu geben.

Noch erfahre ich, was passiert, weil man miteinander redet, auch vom Kind erfahre ich das. Das kann sich aber sehr schnell ändern, wenn ein Kind verängstigt ist, weil es bedroht wird.
 

Zwergenmama

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#14
Kinder brauchen Eingewöhnungszeit. Nicht alle Kinder über 3 Jahren sind in der Lage, Fremdbetreuung, in welcher Form auch immer, zu verkraften. Gründe gibt es hier viele- die AE's unter uns wissen, was ich meine.

Arbeiten gerne, aber nicht auch Kosten des Kindes.

Die Betreuungskosten werden nur zu einem bestimmten Höchstsatz übernommen. Mittagessen kostet bei TM in der Regel 2,50 €- und das bei einem Tagessatz von 2,20 € für ALG II-Kinder. Also gar nicht machbar. Das Gleiche gilt für die KiTa.

Mein Kind wurde verprügelt- ich habe ihn auch deshalb aus der KiTa genommen. Wenn die ARGE auf Ideen kommt- ab zum Kinderpsych und zum Jugendamt. Die heizen denen dann erst einmal kräftig ein:icon_twisted:.

Niemand kann eine Mutter zwingen, daß eigene Kind gegen den Willen von irgend jemandem betreuen zu lassen. Das Sorgerecht liegt bei den Eltern.

Wenn die Schulzeit beginnt, stehe ich dem Arbeitsmarkt in der Unterrichtszeit zur Verfügung. Schluss aus.

Es ist ja nun nicht so, daß wir alleinerziehendenMütter uns langweilen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Kinderlose habe Feierabend, wir haben 24 Stunden- Schichten an 7 Tagen die Woche und 365 Tage im Jahr. Und ich habe kein Kind bekommen, um es beim Frühstück und dann erst wieder zum Schlafen zu sehen.
 

oni71

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#15
Es ist ja nun nicht so, daß wir alleinerziehendenMütter uns langweilen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Kinderlose habe Feierabend, wir haben 24 Stunden- Schichten an 7 Tagen die Woche und 365 Tage im Jahr. Und ich habe kein Kind bekommen, um es beim Frühstück und dann erst wieder zum Schlafen zu sehen.

Genau das ist der für mich springende Punkt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:icon_daumen:
 

Mutterfür4

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#16
also zu den zahlreichen Fragen.
Die Eingliederungsvereinbarung liegt nun vor. Darin steht nichts davon, das die Kosten für die Kinderbetreuung getragen werden.

Meine Freundin weiß noch nicht einmal, wann die Massnahme überhaupt stattfinden wird, keine Zeiten, keine Daten, keine Dauer, gar nichts, aber sie soll pauschal unterschreiben mit den üblichen Sanktionsandrohungen.

Es handelt sich um diese Ganzil - Massnahme. Ist hier im Forum schon davon berichtet worden.

Da sie sich um eine Tagesmutter bis 30.9. gekümmert haben soll gehen wir mal von einem Massnahmenbeginn ab 1.10. aus. Ab 5.10. sind aber 2 Wochen Herbstferien. Da brauch sie dann schon keine Halbtagsbetreuung mehr, sondern muss die Kinder ganztags weggeben und auch einen ganzen Tag bezahlen.

Ich sehe das auch so wie Zwergenmama. Ich finde, wer mag, der soll meinetwegen ganztags als Mutter arbeiten gehen, wer aber 2 Kinder hat oder mehr und allein ist und seine Kinder liebt und gut versorgt, warum soll der gezwungen werden, die Kinder fremdbetreuen zu lassen um eine Massnahme zu machen, die einzig dazu dient, aus der Statistik zu verschwinden?

Sie sucht Arbeit. Und die sucht sie wirklich. Erst heute hat sie wieder ein Vorstellungsgespräch gehabt. Aber sie möchte eben zu den Zeiten arbeiten, wenn die Kinder in der Schule untergebracht sind und nicht den ganzen Tag.
Es ist schwer genug für alleinerziehende Mütter. Man sollte es ihnen nicht noch schwerer machen.
 

Zwergenmama

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#17
Alleinerziehende bieten aber leider auch einen "tollen" Angriffspunkt. Denn wenn kein Geld kommt, dann leiden eben auch die Kinder.
Wenn noch nicht einmal schriftlich mit Rechtsbelehrung angezeigt wurde wann die Massnahme beginnt, kann Deine Freundin eh' nichts organisieren.

Was für ein Schwachsinn!!

Keine EGV unterschreiben (kann nicht mehr sanktioniert werden), NICHT alleine zum nächsten Termin gehen!!!!, KEINE Aussagen gegenüber des SB tätigen!!!, um schriftliche Aufforderung der ARGE mit Rechtsbelehrung bitten (denn nur dann wäre die Aufforderung angreifbar) und ansonsten, ab sofort alles nur noch in schriftlicher Form klären. Ruhe bewaren! Da muß sie durch und da kommt sie auch durch.

Außerdem sind Massnahmen für Alleinerziehende in den Schulferien generell als unzumutbar anzusehen. Es sei denn, es bestand auch schon im Vorwege eine durchgehende Kinderbetreuung in den Ferien. Ansonsten müssen alle Massnahmen in den Schulzeiten durchgeführt werden.

Lasst euch da keinen Blödsinn erzählen!!
 

Mutterfür4

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#18
Alleinerziehende bieten aber leider auch einen "tollen" Angriffspunkt. Denn wenn kein Geld kommt, dann leiden eben auch die Kinder.
Wenn noch nicht einmal schriftlich mit Rechtsbelehrung angezeigt wurde wann die Massnahme beginnt, kann Deine Freundin eh' nichts organisieren.

Was für ein Schwachsinn!!

Keine EGV unterschreiben (kann nicht mehr sanktioniert werden), NICHT alleine zum nächsten Termin gehen!!!!, KEINE Aussagen gegenüber des SB tätigen!!!, um schriftliche Aufforderung der ARGE mit Rechtsbelehrung bitten (denn nur dann wäre die Aufforderung angreifbar) und ansonsten, ab sofort alles nur noch in schriftlicher Form klären. Ruhe bewaren! Da muß sie durch und da kommt sie auch durch.

Außerdem sind Massnahmen für Alleinerziehende in den Schulferien generell als unzumutbar anzusehen. Es sei denn, es bestand auch schon im Vorwege eine durchgehende Kinderbetreuung in den Ferien. Ansonsten müssen alle Massnahmen in den Schulzeiten durchgeführt werden.

Lasst euch da keinen Blödsinn erzählen!!
Dankeschön!

Darf ich da evtl. mit weiteren Fragen auf Dich zurückkommen Zwergenmama, wenn Sie weiterhin Schwierigkeiten hat? Ihre SB ist ne ganz schwierige....
Ich habe heute mit ihr einen Termin im Familienbüro, wir hoffen auf das Jugendamt im Nacken, das die in der Arge endlich solche Versuche sein lassen.

Und zu allen weiteren Terminen gehe ich auf alle Fälle mit und nehme meine Lütte auch mit, damit die mal sieht, wie es ist, ein Kind zu haben und das man die nicht - wie einen Hund- vorm Gebäude anbinden kann.....:icon_dampf:
 

Zwergenmama

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#19
Mein Zwerg kommt generell mit. Ich habe nun einmal niemanden, der das Kind entsprechend betreuen kann.
Ob ich Euch helfen kann.. so weit ICH mich auskenne, gerne. Aber erwartet von mit bitte keine Wunder. Schick doch mal PN, kann Dich da evtl. weiter leiten:icon_smile:
 

Nick3110

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#20
Sprich ... ich darf generell es ablehnen sowas in Anspruch nehmen zu müssen? Ich habe auch diesen Fall... 3 kinder 3,10 und 13. Bin ausgewählt als potenzielle Kandidatin zur Bürgerarbeit. Vorschlag der Bearbeiterin: Tagesmutter die dann alleine bei mir zuhause mit den Kindern ist (was ich voll ablehne ich will keine fremden Menschen in meinem Haus) und/oder eine Tagesmutter die die Kinder abholt und wiederbringt das will ich schon gleich gar nicht. Als ich das meiner großen tochter erzählte die ging gleich auf Rebellion und meine kleinste ist ein Mamakind. Ausserdem will ich das meine Kinder zuhause aufwachsen und nicht nur " zu Besuch " heimkommen. Sie droht mir mit sanktionen weil ich , so sagt sie: verpflichtet sei kinderbetreuung in anspruch zu nehmen ich muss sie mir auch nicht selber suchen " stimmt das? was kann ich tun - unser staat hat doch ne meise oder? (Sorry aber ich bin echt ausser rand und band und fassungslos)
 

april

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#21
Bezahlen kannst du eine Tagesmutter jedenfalls nicht. Generell ist es so, dass du wirklich Kinderbetreuung in Anspruch nehmen musst, natürlich mit entsprechender Eingewöhnung und du könntest das niemals selbst zahlen. Erkundige dich mal beim Jugendamt-wirtschaftliche Hilfe. Das muss entweder das JA zahlen oder die Arge und Tagesmütter sind verdammt teuer. Eigentlich aber die Arge, denn die Maßnahme kommt von ihr.
Geht das 3-jährige Kind nicht in den Kindergarten und wenn ja, richtet sich deine Verfügbarkeit nur nach den Zeiten der Kita, NICHT DARÜBER HINAUS und auch das zahlt das JA oder die Arge.
 
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