Zwang zum Taschengeld

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med789

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Ich habe im Moment viele offene Fragen.
Mein Familienhelfer verlangt nun von mir, dass ich meinem Sohn von seinem Regelsatz Taschengeld geben soll, Regelsatz 281€.
Wie viel könnt ihr geben? Wie viel muß ich ihm geben?

Ich heize zur Zeit mit Strom - wird vom Amt übernommen - , und ich habe mir einen Kamin angeschafft zur Verringerung der Strom-Heizkosten und heize mit Kohlen und Holz. Warum wird diese zweite Befeuerung durchs Amt nicht übernommen?

Ich mußte mir wieder einmal Beratungshilfescheine holen. Hat der dazu Ausstellende am Gericht wirklich die Befugnis, im Vorfeld mich zu verurteilen (denken sie wirklich, sie kriegen was, das ist doch Blödsinn), mit mir über die Sache zu diskutieren? Genau dazu brauche ich ja anwaltliche Hilfe -aber nicht laufend diese Kommentare.
Empfangen wurde ich schon mit der Frage - sie kommen doch wohl nicht schon wieder wegen ihrem Sohn? Leider mußte ich eben wegen schulischer Sachen vergangenes Jahr mir für ihn auch einen Schein holen.
 

hergau

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Ist der Posten "Taschengeld" denn im Regelsatz vorgesehen ?

Da sind doch eher Dinge aufgeführt wie Essen, Kleidung etc.
Und Du bist verpflichtet, ihm diese Dinge zu besorgen.
 

ela1953

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Hat dein "so schlauer" Familienpfleger dir nicht gesagt, zu wieviel du verpflichtet bist nach irgendwelchen schlauen Richtlinien?


Du bist nämlich nicht verpflichtet Taschengeld zu zahlen. Dafür ist auch im Regelsatz überhaupt nichts vorgesehen. Es sei denn due nimmst den Betrag für Möbel, Haushaltsgeräte , Instandhaltungskosten in Höhe von 20.62 Euro. Aber dann fehlt dir wieder was für für Bekleidung und Schuhe die nur in Höhe von 28,62 veranschlagt sind.
Auch wenn der Jugendliche auf Medikamente in Höhe von 10.54 verzichten könnte fehlt dir immer noch an Nahrungsmitteln und Getränken. Denn ich bekomme keinen ü16 mit 106,42 Euro im Monat satt.

Außerdem wird zu unterschiedlichen Taschengeldhöhen geraten Siehe auch hier
Taschengeld

z.B.


Alter
von
bis
16
26,50 €
30,50 €
17
35,00 €
40,00 €
18
45,00 €
50,00 €


[QUOTE

Taschengeld
Taschengeld für Kinder und Jugendliche ist ein häufig diskutiertes und umstrittenes Thema in vielen Familien. Als Eltern haben Sie keine rechtliche Verpflichtung, Taschengeld zu bezahlen. Für die Entwicklung des Kindes allerdings ist frei verfügbares, eigenes Geld sehr wichtig. Wir möchten Ihnen einige Anregungen und Orientierungshilfen zum Umgang mit diesem schwierigen Thema geben. Wobei letztendlich die wirtschaftliche Situation der jeweiligen Familien immer berücksichtigt werden muss.][/QUOTE]


Für die Entwicklung des Kindes soll eine Taschengeldzahlung aber wichtig sein.

Vielleicht sollten jetzt alle Eltern diesen Bedarf als unabwendbaren regelmäßigen Sonderbedarf bei den Argen beantragen.
 
E

ExitUser

Gast
Du bist nämlich nicht verpflichtet Taschengeld zu zahlen. Dafür ist auch im Regelsatz überhaupt nichts vorgesehen. Es sei denn due nimmst den Betrag für Möbel, Haushaltsgeräte , Instandhaltungskosten in Höhe von 20.62 Euro. Aber dann fehlt dir wieder was für für Bekleidung und Schuhe die nur in Höhe von 28,62 veranschlagt sind.
Auch wenn der Jugendliche auf Medikamente in Höhe von 10.54 verzichten könnte fehlt dir immer noch an Nahrungsmitteln und Getränken. Denn ich bekomme keinen ü16 mit 106,42 Euro im Monat satt.
Sorry, aber rechnet ihr wirklich monatlich so herum? Ich meine, dröselt ihr die einzelnen Posten auf, die im RS verborgen sind?
Ich nämlich nicht, und ich zahle meinen vier noch im Haushalt lebenden Kiddies Taschengeld.

LG :icon_smile:
 

ela1953

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Sorry, aber rechnet ihr wirklich monatlich so herum? Ich meine, dröselt ihr die einzelnen Posten auf, die im RS verborgen sind?
Ich nämlich nicht, und ich zahle meinen vier noch im Haushalt lebenden Kiddies Taschengeld.

LG :icon_smile:

Nein, habe ich nie gemacht. Habe gerade wegen einer anderen Sachen diese Aufteilung hier neben dem PC liegen.

Und da hier wegen anderer Sachen (Strom, Zusatzbeitrag) immer alles aufgedröselt wird hab ich da mal nachgeschaut.

Meine Kinder bekamen auch immer Taschengeld. Allerdings nicht in der Höhe, wie sie in diversen Zeitschriften empfohlen werden.

Allerdings habe ich Süßigkeiten und andere Dinge gekauft , so dass sie sich im Endeffekt besser standen.

Auch haben alle drei mit 12 oder 13 damit begonnen, Fernsehzeitungen und Illustrierte zu verteilen. Damit haben sie sich 20 - 40 Mark im Monat dazu verdient. Der Jüngste macht das immer noch neben seiner Ausbildung und erhält dafür ca 30-40 Euro.

Als meine Mittlere mit 18 meinte, sie müsse nicht mehr zur Schule gehen und könne sich zu Hause ein schönes Leben machen, bekam sie aber überhaupt nichts mehr von mir (Illustrierte verteilte sie auch nicht mehr)

Da hatte sie ihre Nullbockphase. Sie meinte zwar, ich könne ja nachts noch einen Bezirk mehr Tageszeitungen verteilen aber damit brachte sie mich erst auf die Idee.

Es gab auch einen neuen Bezirk für Zeitungen - aber den musste sie verteilen.
Und von dem Geld konnte sie dann leben.
 

scullers

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Meine Jüngste - 7 Jahre - bekommt nen´ Euro pro Woche und sonst nach erbrachter Leistung Geld . Wir müssen aber mal dringend Verwandschaft und Freunde ausbremsen - ihr wird da einfach zuviel zugesteckt - denn irgendwann wird sie auch ohne unsere Begleitung/Kontrolle Geld ausgeben können !
 

med789

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Natürlich bin ich noch da, aber ich habe eben nebenbei auch noch drei Jobs, deshalb kann ich nicht ununterbrochen am PC sein.
SORRY!

Mein Sohn ist 16 Jahre alt. Ärgerlich für mich ist, dass er SEINEN Nebenjob geschmissen hat, und aufgrund dessen hat diese Firma mir gleich mit fristlos gekündigt. Naja, hat nichts mit dem Taschengeld zu tun, aber ...
Mein Familienhelfer findet meinen Vorschlag, 10€ die Woche, für erheblich zu wenig, Handyrechnung ist aus dem Ruder geraten, das Amt zahlt im Moment so schlecht (Klagen laufen), dass ich nur an das Amt (!) zur Zeit 100€ pro Monat abstottern muß. Durch schlechte Zahlungsmoral des Amtes Kontopfändung, Schaden über 200€.
Eigentlich wirtschafte ich von mir und meinen beiden Kindern alles in einen Topf, komme über die Runden. Doch, ganz ehrlich, das Taschengeld wird mir einfach zu viel! Gern würde ich beiden etwas geben (Familienhelfer meint, mit 13 Jahren nicht unbedingt, aber mein Sohn mit 16 Jahren unbedingt), die Schulden meinerseits soll ich nicht bei meinen Kindern anrechnen. Doch schon der Posten Stromnachzahlung (mit Warmwasser für ein Jahr lang) steht im Monat mit 115€ zu buche - Klagen laufen, aber ich muß eben warten.
Das Amt sagte mir mit Nachdruck, mein Feuerholz, Briketts werden nicht übernommen, aber den Heizstrom soll ich reduzieren (liegt schrftl. vor)!
Im Moment fühle ich mich einfach allein gelassen. Jede Seite will Geld - der Unterricht, eine Unt.std. kostete wegen Aufwand 5,50€ für jeden Schüler, wird immer teurer. Lehrbücher bekommen meine Kinder von der Schule nicht mehr gestellt (ausgeliehen), Lehrer machen sich im Unterricht über Hartz IV lustig (Wenn ihr weiter so langsam arbeitet, können wir ja gleich zum Amt gehen und Hartz IV beantragen. etc.) Meine 13jährige will schon deshalb nicht mehr in die Schule. Familienhelfer will für beide Seiten positiv erscheinen, aber das geht halt nicht.
Tja, Taschengeld, wie viel habt ihr übrig? Was darf ich ihm davon abziehen? Handyrechnung (die wir - ich - abgeschlossen haben mit der Vereinbarung Nebenjob machen), sein Friseurbesuch pro Monat 25€? es macht mir einfach Angst, das Geld "so zu verschleudern" - sorry.
 

med789

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Ach ja, Zigaretten in diesem Alter sind normal, also muß ich die pro Woche meinem Sohn auch zugestehen.
Lieber Familienhelfer, wir kennen beide das Jugendschutzgesetz, auch wenn sie das Blödsinn finden, weil jeder Jugendliche raucht, warum soll ich diesen "Luxus" auch noch finanzieren?
 

scullers

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Na , mit 16 hab ich mir mein Taschengeld nach der Schule und an den WE schon selber verdient und sparsam gewirtschaftet - für ne´ Fassbrause und Frikadelle in der Clubgastronomie die alten Säcke ne´Stunde im Achter gesteuert !
 

hartz5

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Da der "Familienhelfer" Dir keine gesetzliche Grundlage genannt haben wird, nachder Du verpflichtet bist, Taschengeld zu zahlen musst Du dem nicht nachkommen.

Wenn so jemand tatsächlich meint, Du mußt Deinem 16jährigen Sohn Zigaretten zugestehen, würde ich mich an seinen Vorgesetzten wenden. Der sollte ein offenes Ohr für sowas haben.

Ansonsten nimmt sicher der Kinderschutzbund oder eine Suchtberatung gerne einen Hinweis entgegen, dass der Vertreter einer Behörde etwas ungesetzliches von Dir verlangt.

Inzwischen scheint ja immer öfter nur noch die Keule zu funktionieren.
 
H

holly8

Gast
Im Moment fühle ich mich einfach allein gelassen. Jede Seite will Geld - der Unterricht, eine Unt.std. kostete wegen Aufwand 5,50€ für jeden Schüler, wird immer teurer. Lehrbücher bekommen meine Kinder von der Schule nicht mehr gestellt (ausgeliehen), Lehrer machen sich im Unterricht über Hartz IV lustig (Wenn ihr weiter so langsam arbeitet, können wir ja gleich zum Amt gehen und Hartz IV beantragen. etc.) Meine 13jährige will schon deshalb nicht mehr in die Schule. Familienhelfer will für beide Seiten positiv erscheinen, aber das geht halt nicht.

Ich verstehe dich sehr gut, dafür den Familienhelfer gar nicht. Ist ja auch nicht sein Geld und seine Not. Mich kotzt so etwas an. Er kann das von dir nicht verlangen, wenn das nicht einmal im Regelsatz enthalten ist. Du wirst das sicher machen, wenn es wieder geht. Aber im Moment gehts eben nicht und damit muss er leben, zumal du keine Pflicht dazu hast.
 
E

ExitUser

Gast
Ich weiss zar nicht wie alt dein Sohn ist, aber du bist nicht dazu verpflichtet ihm Taschengeld zu geben.

Es gibt dafür soweit ich weiss keine Gesetze oder Richtlinien.

Ich habe mal was von einer Tabelle gehört wo Eltern empfohlen wird welches Taschengeld in welchem Alter angemessen sei.


Meine Kinder bekommen Taschengeld.

Die große (8Jahre) bekommt pro Woche einen Euro
der mittlere (5 Jahre) bekommt 50 Cent
und die kleine mit ihren zwei Jahren bekommt "Hosentaschengeld" also das Kleingeld was ich vom Einkaufen zurück bekommen habe ( 5 Centstücke usw.)


Wenn es mal einen Monat sehr knapp ist mit Geld, weil zB. die Waschmaschine streikt oder die Stromabrechnung kam, dann gibts halt mal kein Taschengeld. Wer will mich denn deswegen bestrafen?
Die Kinder haben doch alles was sie brauchen (Essen,Kleidung.....Spielsachen....usw.)
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich bin ich noch da, aber ich habe eben nebenbei auch noch drei Jobs, deshalb kann ich nicht ununterbrochen am PC sein.
SORRY!

Mein Sohn ist 16 Jahre alt. Ärgerlich für mich ist, dass er SEINEN Nebenjob geschmissen hat, und aufgrund dessen hat diese Firma mir gleich mit fristlos gekündigt. Naja, hat nichts mit dem Taschengeld zu tun, aber ...
Mein Familienhelfer findet meinen Vorschlag, 10€ die Woche, für erheblich zu wenig, Handyrechnung ist aus dem Ruder geraten, das Amt zahlt im Moment so schlecht (Klagen laufen), dass ich nur an das Amt (!) zur Zeit 100€ pro Monat abstottern muß. Durch schlechte Zahlungsmoral des Amtes Kontopfändung, Schaden über 200€.
Eigentlich wirtschafte ich von mir und meinen beiden Kindern alles in einen Topf, komme über die Runden. Doch, ganz ehrlich, das Taschengeld wird mir einfach zu viel! Gern würde ich beiden etwas geben (Familienhelfer meint, mit 13 Jahren nicht unbedingt, aber mein Sohn mit 16 Jahren unbedingt), die Schulden meinerseits soll ich nicht bei meinen Kindern anrechnen. Doch schon der Posten Stromnachzahlung (mit Warmwasser für ein Jahr lang) steht im Monat mit 115€ zu buche - Klagen laufen, aber ich muß eben warten.
Das Amt sagte mir mit Nachdruck, mein Feuerholz, Briketts werden nicht übernommen, aber den Heizstrom soll ich reduzieren (liegt schrftl. vor)!
Im Moment fühle ich mich einfach allein gelassen. Jede Seite will Geld - der Unterricht, eine Unt.std. kostete wegen Aufwand 5,50€ für jeden Schüler, wird immer teurer. Lehrbücher bekommen meine Kinder von der Schule nicht mehr gestellt (ausgeliehen), Lehrer machen sich im Unterricht über Hartz IV lustig (Wenn ihr weiter so langsam arbeitet, können wir ja gleich zum Amt gehen und Hartz IV beantragen. etc.) Meine 13jährige will schon deshalb nicht mehr in die Schule. Familienhelfer will für beide Seiten positiv erscheinen, aber das geht halt nicht.
Tja, Taschengeld, wie viel habt ihr übrig? Was darf ich ihm davon abziehen? Handyrechnung (die wir - ich - abgeschlossen haben mit der Vereinbarung Nebenjob machen), sein Friseurbesuch pro Monat 25€? es macht mir einfach Angst, das Geld "so zu verschleudern" - sorry.
Ich weiß wie dir zu Mute ist, ich kenne das selber, wenn einem finanziell alles über den Kopf zu wachsen scheint. Ich würde zunächst einmal den Handyvertrag kündigen, da dein Sprößling ja seinen Nebenjob geschmissen hat. Wenn er mit dem Handy rumalbern will, soll er sich ´ne Prepaidkarte kaufen. Hat er kein Geld dafür, dann macht er einen Nebenjob oder guckt in die Röhre.
Wenn du ihm allerdings Taschengeld in Höhe von 10,-/Woche zahlst, weil dein Portemonai nicht mehr hergibt, und der Familienhelfer meint, der Junge braucht mehr Geld und Zigaretten (was für eine hirnrissige Idee von einem "Fachmann!), dann soll er sie sponsern. Und wenn der Bengel einmal monatlich zum Friseur will, dann muss er entweder vom Taschengeld was zusteuern, oder jobben. Anderenfalls die Haare selbst scheren oder lang wachsen lassen.
Meine Tochter ist 17 und bekommt derzeit 40,- im Monat. Die 15jährige kriegt 30,-. Der 20jährige erhält 130,- von mir, muss sich allerdings Kleidung, Sozialkarte, Friseur und Schulbedarf selbst bezahlen. (Vom Büchergeld sind meine Kids in Hamburg befreit).
Wenn du aus welchen Gründen auch immer, kein höheres Taschengeld zahlen kannst, oder überhaupt keines, dann ist das so. Darüber braucht man nicht zu debattieren. Ich habe mit meinen Kindern darüber gesprochen, und da ich meine Rente und das Alg sehr traditionell noch als Bargeld mit mir rumschleppe, habe ich ihnen vorgezeigt, wieviel Gesamteinkommen wir haben. Und dann Geldschein für Geldschein vom Stapel genommen, um aufzuzeigen, welche Rechnungen damit beglichen werden müssen. Dann welche Rücklagen monatlich wichtig sind. Dann das Taschengeld, und am Ende den kümmerlichen Rest gezeigt, von dem wir alle leben müssen. Das haben alle verstanden, und Taschengelddebatten gibt es seitdem nicht mehr. Die Kinder wissen, wie knapp das Geld ist, und wie ich jeden Monat herumjongliere, damit immer alles da ist. Und ich schätze, genau das machen hier auch alle anderen Eltern. Niemand von uns kann sich finanziell zur Decke strecken, wenn er gleichzeitig monitär mit dem Rücken zu Wand steht. Ich würde mal zum Jugendamt gehen, und fragen, ob es da nicht einen bodenständigeren Familienhelfer für dich gibt, statt dieser Flachzange.
Mit den paar Groschen sorgen wir jeden Monat für gefüllte Mägen, bedeckte Körper und Schulbildung. Und das allein, ist bereits eine reife Leistung.
Lehrer machen sich im Unterricht über Hartz IV lustig (Wenn ihr weiter so langsam arbeitet, können wir ja gleich zum Amt gehen und Hartz IV beantragen. etc.)
:icon_kotz:Kenne ich. In der ehemaligen Förderschule meiner Tochter, haben die "Sonderpädagogen!" über Hartz auf RTL-BLÖD-Niveau den Jugendlichen erzählt, "dass jeder Arbeit findet, wenn er nur will. Und dass alle Hartzer faul wären. Die haben bloß keinen Bock, und saufen den ganzen Tag vor der Glotze." Meine Tochter war empört, und erwiderte, dass das nicht stimme. Ihre Eltern würden nicht trinken, und ich hätte nicht mal einen Fernseher. Das wurde unwirsch mit einer Handbewegung abgetan.
Ich habe mich beschwert. Sinnlos. Absolut sinnlos. Das wurde so nie gesagt, hätte nie einer gemeint, außerdem wolle man nur motivieren. :icon_kotz: Am liebsten hätte ich den beiden "Sonderpädagoginnen" in RTL-BLÖD-Manier eine runtergehauen. Einfach nur, weil sie mir so dreist ins Gesicht logen, und nicht mal das Rückrat hatten, zu ihren menschenverachtenden Äußerungen zu stehen.

LG :icon_smile:
 

med789

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Ja, danke an alle Schreiber, besonderen Dank Hamburgeryn.
Werde mich nochmals ausführlich mit meinen Kids hinsetzen und alles vorrechnen, denn die sind ja auch nicht zu blöd, das zu verstehen.

Nochmals vielen Dank, es war hilfreich und hat auch wieder etwas motiviert!
 

med789

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Tja, durch das Thema Taschengeld ist meine Familie nun endgültig am Boden!
Meine Kinder verstehen die finanzielle Lage.
Familienhelfer und Jugendamt haben nun die Familienhilfe gestrichen. Ich wollte das auch, denn die Meinungen sind zu unterschiedlich. In einem Abschlußgespräch wurden schulische Dinge als Kleinigkeit, Kleinkram bezeichnet und ich solle das doch lassen (meine Tochter hat sich mit der dort tätigen Sozialpädagogin gemeinsam mit dem Lehrer auseinandergesetzt, der vor der ganzen Klasse Hartz IVler als faul und dumm bezeichnete).Therapeut sagte dazu: Courage, JA sagte dazu:Blödsinn, sagt kein Lehrer (der sich aber für seine Äußerungen entschuldigte!)Die Arbeit mit einem Anwalt wollten sie mir verbieten, ach , es ist so viel, mein Sohn darf als 16jähriger machen was er will, ich soll ihm nicht helfen, die Konsequenzen, bis hin zum Knast, muß er eben selber tragen. Ich dachte bisher immer, eine Mutter soll ihren Kindern helfen, gerade dort nicht zu landen. Doch jetzt hat das JA erreicht was es wollte. Mein Sohn bummelt die Schule, kommt nur noch sporadisch nach Hause, Gespräche finden nicht mehr statt, er muß sich ja als 16jähriger nicht mehr bei mir an- und abmelden.
Er ist auf dem besten Wege dahin, ein Straßenkind zu werden.
Danke JA und vor allem JUgendhelfer! Ich bin psychisch am Boden, mein Sohn ein Vagabund und meine Tochter vermißt die Mutterliebe - aber ich soll ja niemanden helfen!
Wie ein Sprichwort so schön sagt: Geld verdirbt den Charakter - auch den meines Familienhelfers?
Die besten Ideen meines Familienhelfers: betreutes Wohnen, da bekommt er jede Woche ausreichend Taschengeld.
Arzt schreibt ihn so psychisch krank, dass er eine geförderte Lehrstelle als Rehabilitant bekommt, da kriegt er erst ne Menge Geld!
Nachträglich schöne Ostern
 

TMN4

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Da würde ich mich beim Jugendamt aber bis nach oben durch beschweren. Zum Chef des Chefs gehen.

Was nun deine Kinder anbelangt - was gibts denn für Probleme mit der Tochter?
Und wegen dem Sohn - gibt es eventuell Anlaufstellen bei Caritas, Streetworker, Freiwillige Feuerwehr (die sich ja auch sozial engagieren) die mit dem Sohn mal reden können? Als Unbeteiligter und mal gucken können, was der Sohn überhaupt will?
 
G

gast_

Gast
Meine Kinder haben immer ihr Taschengeld bekommen, auch wenn eigentlich nichts dafür übrig war.

Lieber verzichte ich auf etwas für mich, als daß meine kinder nicht haben, was sie brauchen!

Ich meine auch, daß Kinder Taschengeld brauchen.

Allerdings muß man sehen, wieviel möglich ist.

Je nach Alter des Kindes kann man ja auch für Kleidung oder Friseur gedachtes Geld geben und die kinder entscheiden selbst, was sie kaufen. Meine Jüngere zum Beispiel hat Kleidung billig gekauft (billiger als ich es getan hätte, sie hatte so ihre Läden, wo ich nie hingegangen wär) - und hatte so was für sich übrig.

Die andere ließ sich ihre Haare bei Bekannten schneiden...und sparte sich so was.
 

med789

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Eigentlicher Grund für die Familienhilfe war, dass meine Tochter wegen enormer Schulangst nicht in die Schule ging, suizidgefährdet. Das löste sich durch Klinik und Wegzug des Übeltäters (auf Geheiß der Polizei).
Hinzu kam während der Zeit des Familienhelfers eine sexuelle Nötigung, die meine Tochter wieder zurück warf, aber sie hat einen starken eigenen Willen - und genau das passt aber keinem vom Jugendamt, denn sie widersetzt sich ja auch, auch schon, weil sie das in der Klinik gut gelernt hat. Was der Arzt bei ihr für Courage ansieht, wird vom Jugendhelfer verpönt, aufsässig etc.
Möbelkauf, neues Einrichten der Kinderzimmer, Sachenkauf, nicht die Allerbesten, aber die Wünsche der Kinder berücksichtigend, Probleme mit ALG II Zahlung (im Moment wird mir die EHZ abgezogen, obwohl noch gar nicht ausgezahlt, jetzt wurde sie ausgezahlt, wurde - wie jedes jahr überwiesen - aber das Geld vom Amt bekomme ich nicht zurück.Auch Warmwasserzahlungen in Höhe von über 600€ brachen mir das Genick, nicht gezahlte Wasserabschläge etc. Falschberechnungen vom Einkommen - der Anwalt hat zwar Klagen eingereicht, sagt aber, das dauert.
Ich habe wirklich Null€ übrig, gerade mal die Unkosten für die Klassenfahrten (Ausland) habe ich mit ach und Krach gegeben.
Im Moment kein Taschengeld möglich. Warum sehe nur ich das so, warum, irgendwas mache ich falsch.
 
G

gast_

Gast
Im Moment kein Taschengeld möglich. Warum sehe nur ich das so, warum, irgendwas mache ich falsch.

Nein, du machst nichts falsch! :) Und zwar deshalb nicht, weil du dir Gedanken machst und auch mit den Kindern darüber sprichst!

Nur du kannst entscheiden, was dir möglich ist. Ich kenne deine finanzielle Situation ja nicht...wenn du noch um Gelder klagst ist klar, daß du vorübergehend kein Taschengeld zahlen kannst.

Das wußte ich nicht.

Gibts denn keine Möglichkeit, daß deine Kinder sich irgendwie was verdienen? Nachbarschaftshilfe z.B.?

Meine Tochter z.B. hat früher mal für ne ältere Nachbarin ab und zu gebügelt...oder eingekauft. Oder mal mit dem Hund raus...

da gabs hier und da mal ne keine Anerkennung...da könntest du sie unterstützen...
 

med789

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Leider hat mein Sohn seinen Nebenjob ohne Begründung von einer Sekunde auf die andere geschmissen. Dadurch bin ich natürlich auch aus diesem Betrieb geflogen, kann meinem Sohn nur gratulieren - er hat eben keine Lust mehr.
 

Erolena

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... Ich habe wirklich Null€ übrig, gerade mal die Unkosten für die Klassenfahrten (Ausland) habe ich mit ach und Krach gegeben.
Im Moment kein Taschengeld möglich. Warum sehe nur ich das so, warum, irgendwas mache ich falsch.
Geht es eine mehrtägige Klassenfahrt im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen?

Dafür sind Leistungen im SGB II vorgesehen. Aber es wäre die Frage, ob nach deiner (Voraus-)Zahlung noch eine Chance besteht, dass die Kosten übernommen werden. Das weiß ich nicht.

Müssen die Kosten zwingend extra beantragt werden?
Wenn ja: Wenn der ALG2-Bezieher den Antrag erst nach der Bezahlung einreicht, schließt das eine Übernahme der Kosten völlig aus?
Es soll dazu unterschiedliche Verfahrensweisen bei den Leistungsabteilungen geben, las ich woanders.

§ 23 Abweichende Erbringung von Leistungen (SGB II
(3) Leistungen für
1. Erstausstattungen für die Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten,
2. Erstausstattungen für Bekleidung und Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie
3. mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen

sind nicht von der Regelleistung umfasst. Sie werden gesondert erbracht. Die Leistungen nach Satz 1 werden auch erbracht, wenn Hilfebedürftige keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung benötigen, den Bedarf nach Satz 1 jedoch aus eigenen Kräften und Mitteln nicht voll decken können. In diesem Falle kann das Einkommen berücksichtigt werden, das Hilfebedürftige innerhalb eines Zeitraumes von bis zu sechs Monaten nach Ablauf des Monats erwerben, in dem über die Leistung entschieden worden ist. ...
 

bin jetzt auch da

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Geht es eine mehrtägige Klassenfahrt im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen?

Dafür sind Leistungen im SGB II vorgesehen. Aber es wäre die Frage, ob nach deiner (Voraus-)Zahlung noch eine Chance besteht, dass die Kosten übernommen werden. Das weiß ich nicht.

Müssen die Kosten zwingend extra beantragt werden?
Wenn ja: Wenn der ALG2-Bezieher den Antrag erst nach der Bezahlung einreicht, schließt das eine Übernahme der Kosten völlig aus?
Es soll dazu unterschiedliche Verfahrensweisen bei den Leistungsabteilungen geben, las ich woanders.

:icon_smile: Das Bundessozialgericht hat die Rechte von Hartz-IV-Empfängern mit schulpflichtigen Kindern gestärkt.
In zwei Urteilen erleichterten Deutschlands oberste Sozialrichter am Dienstag die Kostenübernahme für Klassenfahrten.

So stellten die Kasseler Richter klar, dass die Bezahlung von Schulausflügen nicht eigens beim Jobcenter beantragt werden müsse.
Der Anspruch entstehe bereits mit der Bewilligung von Arbeitslosengeld II. Deshalb könne er grundsätzlich auch im Nachhinein geltend gemacht werden. Ein Antrag vor der Fahrt sei nicht nötig (Az.: B 14 AS 6/09 R).

In Ausnahmefällen auch für eintägige Ausflüge

Außerdem entschieden die Kasseler Richter, dass in Ausnahmefällen auch eintägige Schulausflüge bezahlt werden müssen.
Eigentlich werden nach dem Gesetz nur die Kosten für Fahrten mit mindestens einer Übernachtung übernommen.
Wenn Tagesausflüge aber die Voraussetzung für die Teilnahme an einer mehrtägigen Reise bildeten,
seien auch sie vom Jobcenter zu finanzieren, urteilte der Senat (B 14 AS 1/09 R).
Quelle
 
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