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Zwang Telefonnummer anzugeben?

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Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo, habe da mal wieder Fragen. Bin ich verpflichtet, der ARGE bzw. der beauftragten Jobbörse "Echo" meine Telefon- und/oder Handynummer anzugeben? Es steht überall, dass die Angabe freiwillig ist. Reicht keine Mail-Adresse? Oder müsste nichtmal diese sein?
Hatte meinen Sohn (19) zum ersten Termin mitgenommen, als moralische Unterstützung. Nachdem ich meine Telefonnummern nicht nennen wollte, meinte der gute Mann, ich sollte mich mal nicht zu weit aus dem Fenster legen. Ich war der Meinung, dass ich selbst bestimmen kann, wer mich telefonisch erreichen kann. Daraufhin wurde mein Sohn des Raumes verwiesen.
Beim letzten Termin wurde ich wieder danach gefragt. Er drohte mir, mich an die ARGE zurück zu geben!??
Dann hat der Herr auch noch Probleme damit, dass ich meinen jüngsten Sohn (8) zum nächsten Termin (15 Uhr) mitbringen muss. Er hätte das nicht so gern!?? Was soll das? Ist das alles so üblich?
Für Tip´s und/oder Erklärungen danke ich im Voraus.
Gruß aus Köln
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Du allein entscheidest ob und wer deine Nummer bekommt. Und daran kann auch dieser "Herr" nichts ändern.
Ebensowenig bist du verpflichtet deine E-Mailadresse anzugeben. Beides kannst du jederzeit ohne Angaben von Gründen löschen lassen.
Ich vermute dein Sohn sollte dir Beistand ( §13 SGB X) sein. Diesen kannst du jederzeit zu jeder Einladung mit RFB mitnehmen. Wird der Beistand zurückgewiesen, ist es ein wichiger Grund das Gespräch abzubrechen.
Der "Herr" möchte dich einschüchtern, damit du ihm die nötigen Informationen gibst. Ich würde unverzüglich meinem SB schriftlich (Kopie abstempeln lassen!) mitteilen, was man von mir unter Androhungen verlangt. Gleichzeitig würde ich mich ans Kundenreaktionsmanagement wenden, damit der "Herr" mal einen Einlauf bekommt.
Und ob dieser "Herr" es gern hat, wenn du deinen kleinen Sohn mitnimmst, ist völlig unerheblich. Du nimmst dein Kind mit, schließlich kannst du es ja nicht unbeaufsichtigt irgendwo lassen.

LG :icon_smile:
 

goweidlich

Elo-User/in

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#3
Hallo

Natürlich ist das nicht so, Du brauchst die Telefonnummer nicht weiter geben und kannst diese weiter geben, an wem Du willst. :icon_party:

Deine Begleitperson (Sohn) darf nicht des Raumes verwiesen werden, dies ist rechtswidrig und verstößt gegen § 13 Abs. 4 SGB X.

Eine Rechtsgrundlage, das dass 8 jährige Kind nicht mitzubringen ist, entbehrt jeder Grundlage!

Bitte nie allein da hin gehen, immer eine Begleitperson, wie oben beschrieben, mitnehmen! :icon_smile:
Sollte diese Person das Gespräch nicht teilhaben dürfen, den Termin mit der Begründung der Rechtswidrigkeit beenden.

gruß
goweidlich
 

blinky

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#5
Welche Daten die ARGEn erheben dürfen steht im § 51b SGB II

SGB 2 - Einzelnorm

Da mal den Absatz 2 anschauen. Da steht nichts von Telefonnummer und Email.

Blinky
 

Nustel

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#7
Hallo, habe da mal wieder Fragen. Bin ich verpflichtet, der ARGE bzw. der beauftragten Jobbörse "Echo" meine Telefon- und/oder Handynummer anzugeben? Es steht überall, dass die Angabe freiwillig ist. Reicht keine Mail-Adresse? Oder müsste nichtmal diese sein?
Hatte meinen Sohn (19) zum ersten Termin mitgenommen, als moralische Unterstützung. Nachdem ich meine Telefonnummern nicht nennen wollte, meinte der gute Mann, ich sollte mich mal nicht zu weit aus dem Fenster legen. Ich war der Meinung, dass ich selbst bestimmen kann, wer mich telefonisch erreichen kann. Daraufhin wurde mein Sohn des Raumes verwiesen.
Beim letzten Termin wurde ich wieder danach gefragt. Er drohte mir, mich an die ARGE zurück zu geben!??
Dann hat der Herr auch noch Probleme damit, dass ich meinen jüngsten Sohn (8) zum nächsten Termin (15 Uhr) mitbringen muss. Er hätte das nicht so gern!?? Was soll das? Ist das alles so üblich?
Für Tip´s und/oder Erklärungen danke ich im Voraus.
Gruß aus Köln
Gruß aus Köln.
Laß Dich nicht jeck machen.
Nach diesem Mist, bzw. handynummer wurde ich auch gefragt. Nach meinem klarem Nein hat DER Pap das akzeptiert. Wirklich wahr, als dann mein Handy zufällig klingelte,sah ich ein dummes Gesicht vom Pap.
Danach wußte Kollege wo es lang geht.
Also, Handy ist Privatsphäre, over and out.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#8
Lieben Dank für die Antworten. Allerdings ist der "Herr" von der ARGE auch der Meinung, dass ich eine Telefonnummer anzugeben habe! Hatte ihm bereits von der "Meinungsverschiedenheit" mit der Jobbörse berichtet. "Wie soll man Sie denn schnell erreichen, wenn wir einen Job für Sie haben?" Klar, Jobangebote in Vollzeit hat man.
Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich in ca. 4-6 Wochen als Tagesmutter "arbeite"? Würde dann meine Enkelin während der Berufstätigkeit meiner Tochter betreuen. Oder gibt es für Betreuung unter Verwandten keine Pauschalen? Das wären dann allerdings mehr als 3 Stunden täglich.
Hoffe, ich bin mit der Frage noch in der richtigen Rubrik.
LG, holpet
 

blinky

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#9
Dann sag ihn nach § 51b SGB II bist Du nicht verpflichtet deine Telefonnummer anzugeben.

Blinky
 

Mario Nette

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#10
Es gibt den Postweg, auf dem kann man dich erreichen. Du bist ja eh zur tägliche Postkastenleerung verpflichtet.

Mario Nette
 

blinky

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#11
Genau nach § 7 SGB II in Verbindung mit der Erreichbarkeitsanordnung bist Du verpflichtet Postalisch erreichbar zu sein. Darüberhinaus besteht keine Pflicht nach § 51b SGB II seine Telefonnummer anzugeben.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#12
Achja, wollte noch erwähnen, dass ich wegen fehlender Mitwirkung (Nicht-Angabe der Telefonnummer) von der JB an die ARGE Chorweiler zurück gegeben wurde. Ist schon was her.
Nun darf ich zur JB Chorweiler. Und da läuft das mit den Aktivierungstagen. Zu denen hab ich bis heute nichts im Forum (Suchfunktion) gefunden. Sind diese Aktivierungstage nun "üblich" ?
Bekomme da nix schriftliches von der JB.
Schönen Sonntag, holpet
 

jimmy

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#13
Hatte meinen Sohn (19) zum ersten Termin mitgenommen, als moralische Unterstützung. Nachdem ich meine Telefonnummern nicht nennen wollte, meinte der gute Mann, ich sollte mich mal nicht zu weit aus dem Fenster legen. Ich war der Meinung, dass ich selbst bestimmen kann, wer mich telefonisch erreichen kann. Daraufhin wurde mein Sohn des Raumes verwiesen.
Unterstützung nutzt dir leider nichts, wenn Sie vor der Tür steht. NIE WIEDER rausschicken lassen! NIE WIEDER!

Beim letzten Termin wurde ich wieder danach gefragt. Er drohte mir, mich an die ARGE zurück zu geben!??
Dann hat der Herr auch noch Probleme damit, dass ich meinen jüngsten Sohn (8) zum nächsten Termin (15 Uhr) mitbringen muss. Er hätte das nicht so gern!??
Könnte es vielleicht sein, dass er aus persönlichem Interesse so sehr darauf besteht? Wäre ja nicht das Erste mal, dass Frau dann anonyme SMS´en erhält, und so - auf welcher Basis auch immer - abgefragt wird.

Du hast deine Nummer hoffentlich nicht rausgegeben - oder!?
 

blinky

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#14
Letzte Woche kam es zur Gesetzesänderung im SGB II. Unter anderem auch folgendes:

Der §51b wurde geändert. In Zukunft kann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Bundesrat festlegen, welche Daten erhoben werden dürfen. In den § 75 SGB II ist geregelt, das der § 51b SGB II alte Fassung solange Anwendung findet, bis das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in einvernehmen mit dem Bundesrat festgelegt hat, welche Daten zukünftig erhoben werden dürfen.

Blinky
 
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