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Zwang, eine billigere Wohnung zu suchen

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Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Ich beziehe seit zwei Jahren Hartz4 und bisher war es beim Antrag kein Problem daß meine Wohnung 411 Euro kostet. Heute bekam ich ein Schreiben daß meine Wohnungzuviel kostet und ich eine entsprechend billigere Wohnung suchen muß. Ich soll alle drei Montate mindestens 10 Beweise meiner Bemühungen vorlegen.

Was passiert, wenn ich dies nicht tue, also keine neue Wohnung suche und die verlangtren Belege vorweise? Ich möchte hier nicht ausziehen. Hinzu kommt daß ich demnächst in eine Psychiatrische Klinik gehe wegen meiner Depressionen, also für mindestens 2 Montate krank geschrieben werde. Ich wäre auch gar nicht in der Lage, eine Wohnung zu suchen aufgrund meiner Krankheit.

Können die mich wirklich zwingen, hier auszuziehen? Und wenn ich mich weigere, bekomme ich dann gar kein Geld mehr oder wird das Geld gekürzt?
 
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#2
Ich beziehe seit zwei Jahren Hartz4 und bisher war es beim Antrag kein Problem daß meine Wohnung 411 Euro kostet. Heute bekam ich ein Schreiben daß meine Wohnhung nur 315 Euro kosten darf und ich eine entsprechend billigere Wohnung suchen muß. Ich soll alle drei Montate mindestens 10 Beweise meiner Bemühungen vorlegen.

Was passiert, wenn ich dies nicht tue, also keine neue Wohnung suche und die verlangtren Belege vorweise? Ich möchte hier nicht ausziehen. Hinzu kommt daß ich demnächst in eine Psychiatrische Klinik gehe wegen meiner Depressionen, also für mindestens 2 Montate krank geschrieben werde. Ich wäre auch gar nicht in der Lage, eine Wohnung zu suchen aufgrund meiner Krankheit.

Können die mich wirklich zwingen, hier auszuziehen? Und wenn ich mich weigere, bekomme ich dann gar kein Geld mehr oder wird das Geld gekürzt?
Hallo andrea,

ich rate Dir, von Deinem behandelnden Arzt (Psychater) ein Attesz geben zu lassen, daß ein Umzug aus gesundheitlichen Gründen nicht machbar ist. Hinzu kommt das gewohnte soziale Umfeld, was bei psychischen Erkrankungen sehr wichtig ist. Das Attest legst Du dann der ARGE vor.
 

Sönke H.

Elo-User/in

Mitglied seit
21 Okt 2005
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#3
Ich beziehe seit zwei Jahren Hartz4 und bisher war es beim Antrag kein Problem daß meine Wohnung 411 Euro kostet. Heute bekam ich ein Schreiben daß meine Wohnungzuviel kostet und ich eine entsprechend billigere Wohnung suchen muß. Ich soll alle drei Montate mindestens 10 Beweise meiner Bemühungen vorlegen.
411 € ist schon recht hoch... 315 WARM schön niedrig...
also zunächstmal kommt es sehr drauf an in welchem Bundesland und Landkreis Du lebst...
Teilweise wurden die Mietobergrenzen gerade heraufgesetzt...
...und ob tatsächlich bei DIR Wohnraum für 315 € zu haben ist ?

Was passiert, wenn ich dies nicht tue, also keine neue Wohnung suche und die verlangtren Belege vorweise? Ich möchte hier nicht ausziehen. Hinzu kommt daß ich demnächst in eine Psychiatrische Klinik gehe wegen meiner Depressionen, also für mindestens 2 Monate krank geschrieben werde. Ich wäre auch gar nicht in der Lage, eine Wohnung zu suchen aufgrund meiner Krankheit.
Krankheiten gelten nur wenn sie AMTSÄRZTLICH belegt sind - ein Amtsarzt entscheidet zu meist jedoch FÜR seinen Arbeitgeber...
Das Du befristet nicht suchen kannst - das solltest Du in jedem Falle mal geltend machen...
Wer in der Klinik ist kann kaum zu ner Besichtigung.

Können die mich wirklich zwingen, hier auszuziehen? Und wenn ich mich weigere, bekomme ich dann gar kein Geld mehr oder wird das Geld gekürzt?
Sie können Dich nicht zwingen - aber sie können deine Miete auf 315 € reduzieren und die Differenz musst Du dann vom Regelsatz bestreiten
das hälst Du aber kaum durch.

Manchmal - so wie bei mir - gehen die Mietkriterien auf wenigen Metern weit auseinander..
so wollen sie mich zwingen hier auszuziehen - also SENKUNG KdU
nur wenige Meter von hier ist die Stadtgrenze...und dort beginnt der Kreis der Nachbargemeinde :) dort sind angemessene Mieten um 80 € höher als die die ich hier zahle.
Ich habe mal nachgefragt ob ich DAHIN ziehen soll - also etwa 400 meter weiter...
für 80 € mehr miete - und absolut innerhalb der angemessenen Unterkunftskosten...
und ob das nun eine SENKUNG der KdU sei.
vllt liegt die Grenze bei DIR ja ähnlich ? denk immer dran DIE sind verrückt :)
 

Arania

Elo-User/in

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#5
Zählt, wenn man die Angebote die zutreffen von jedem Tag ausschneidet und nachweisen kann das es sie entweder nicht gibt oder das man sich dort gemeldet hat, aber ich würde es erstmal mit Hinweis auf den Gesundheitszustand verweigern
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#6
Die ARGE ist verpflichtet darüber zu informieren welcher Art die Nachweise von Eigenbemühungen sein müssen. Tut sie das nicht, dann muß sie akzeptieren was sie kriegt.

Ansonsten empfehle ich die Lektüre des angehängten PDF Files. Dort finden sich viele Tipps zur Situation.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
411 € ist schon recht hoch... 315 WARM schön niedrig...
also zunächstmal kommt es sehr drauf an in welchem Bundesland und Landkreis Du lebst...
Teilweise wurden die Mietobergrenzen gerade heraufgesetzt...
...und ob tatsächlich bei DIR Wohnraum für 315 € zu haben ist ?

Dazu kommt, daß die durch einen Umzug zu erzielende Ersparnis der KdU gerechnet auf zwei Jahre höher sein muß, als alle Kosten eines Umzugs zusammmen. D.h. Kosten der Wohnungssuche, des Umzugs, der Auszugs- und Einzugsrenovierung usw. Das ist nur selten der Fall.

Krankheiten gelten nur wenn sie AMTSÄRZTLICH belegt sind - ein Amtsarzt entscheidet zu meist jedoch FÜR seinen Arbeitgeber...

Da muß ich widersprechen. Gerade bei psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen kann eine Begutachtung nicht aussagekräftig sein, da hier sehr starke Schwankungen von Tag zu Tag vorliegen können. Hier muß der Amtsarzt auf die Gutachten der behandelnden Ärzte eingehen und sie zur Grundlage seiner Entscheidung machen. Des weiteren wird bei Widerspruch ein Gerichtsgutachter bestellt, der ebenfalls die Akten der behandelnden Ärzte prüft und danach entscheidet. Ein Momentangutachten eines Amtsarztes hätte keine Relevanz.

Das Du befristet nicht suchen kannst - das solltest Du in jedem Falle mal geltend machen...
Wer in der Klinik ist kann kaum zu ner Besichtigung.

Während Krankheit ist eine Wohnungssuche nicht bzw. nur sehr bedingt zumutbar. In der Regel sollte man sich, wenn der Fall gegeben ist vom behandelnden Arzt krankschreiben lassen und ein Attest betreffend Wohnungssuche beilegen.

Sie können Dich nicht zwingen - aber sie können deine Miete auf 315 € reduzieren und die Differenz musst Du dann vom Regelsatz bestreiten
das hälst Du aber kaum durch.

Wenn die Kürzung erfolgt und Du krank bist, sofort Eilantrag auf einstweilige Anordnung und Rechtsschutz beim zuständigen Sozialgericht stellen. Bis zur Klärung im Hauptverfahren wird der ARGE dann aufgegeben die vollen Kosten weiterzutragen.

Manchmal - so wie bei mir - gehen die Mietkriterien auf wenigen Metern weit auseinander..
so wollen sie mich zwingen hier auszuziehen - also SENKUNG KdU
nur wenige Meter von hier ist die Stadtgrenze...und dort beginnt der Kreis der Nachbargemeinde :) dort sind angemessene Mieten um 80 € höher als die die ich hier zahle.
Ich habe mal nachgefragt ob ich DAHIN ziehen soll - also etwa 400 meter weiter...
für 80 € mehr miete - und absolut innerhalb der angemessenen Unterkunftskosten...
und ob das nun eine SENKUNG der KdU sei.
vllt liegt die Grenze bei DIR ja ähnlich ? denk immer dran DIE sind verrückt :)
Alles weitere im PDF...einen Beitrag höher.
 
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