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Zuzug der Kinder problemlos möglich?

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zu-viele-schulden

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#1
Hallo!

Ich bin geschieden, die beiden gemeinsamen Kinder leben beim meiner Ex-Frau. Meine Ex-Frau hat jetzt vollkommen verkorkste andere Arbeitszeiten erhalten, so dass sie die Kinder schlechter betreuen kann. Da ich zur Zeit ALG II bekomme und erst wieder ab Oktober arbeite habe ich deshalb zur Zeit etwas bessere Möglichkeiten. Die beiden Kinder sind jetzt Montag bis Donnerstag und Freitag bis Samstag bei mir, also mehrheitlich bei mir. Wir würden das jetzt beim Einwohnermeldeamt mitteilen und eintragen lassen und ich würde es auch der ARGE sagen. Meckern die dann rum wegen dem Umzug der Kinder? So sinngemäß "Die waren bisher bei ihrer Ex-Frau, dann hat das auch weiterhin so zu funktionieren!" Muss man es begründen oder reicht es dass es so ist? Was gäbe es noch zu beachten? Wie wir das ab Oktober regeln weiß ich noch nicht, weil wir dann beide komische Arbeitszeiten haben werden.
 

Nimrodel

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#3
Ich denke aber, in diesem Fall wird die Arge dich auffordern Kindesunterhalt von der erwerbstätigen Mutter einzufordern und das Kindergeld auf dein Konto zu übertragen, bevor die Arge Sozialgeld für die Kinder zahlt. Hast du daran gedacht?
Der Umzug selbst dürfte nicht das Problem sein.
Ob sich der Aufwand lohnt, wenn du dann selbst in ein paar Monaten unregelmäßige Arbeitszeiten hast?
Dann steht ihr vor demselben Problem. Wie alt sind die Kinder denn?

Gruß
Nimrodel
 

zu-viele-schulden

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#4
Ich denke aber, in diesem Fall wird die Arge dich auffordern Kindesunterhalt von der erwerbstätigen Mutter einzufordern
Das wissen wir, auch dass ich dann das Kindergeld beantragen müsste. Es muss halt durchgerechnet werden.

Wo kann ich denn die Freibeträge finden, ab welchen Einkommen ich Kindesunterhalt einfordern darf?
 

biddy

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#5
Es besteht eine Unterhaltspflicht, Kinder dürfen nicht darauf verzichten, Eheleute schon. Die Einkommensabstufungen sind für die Höhe des Unterhaltes wichtig, nicht dafür, ob Unterhalt eingefordert werden darf oder nicht.


LG, biddy
 

zu-viele-schulden

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#6
Es besteht eine Unterhaltspflicht, Kinder dürfen nicht darauf verzichten, Eheleute schon.
Das ist alles bekannt und stand nicht zur Debatte.

Bleibt die Frage, wenn dennoch nichts für die Kinder gezahlt wird und keiner der Elternteile deswegen klagen will, was sagt dann die ARGE dazu?

Die Einkommensabstufungen sind für die Höhe des Unterhaltes wichtig, ...
Wenn man http://de.wikipedia.org/wiki/Düsseldorfer_Tabelle liest fragt man sich, ob es irgendwo einen Online-Rechner gibt. Bei der Berechnung blickt doch keiner durch!
 

biddy

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#7
Das ist alles bekannt und stand nicht zur Debatte.
Du hattest gefragt, ab welchem Einkommen man Unterhalt einfordern darf, deshalb.


Bleibt die Frage, wenn dennoch nichts für die Kinder gezahlt wird und keiner der Elternteile deswegen klagen will, was sagt dann die ARGE dazu?
Die ArGe wird Dich auffordern, im Namen der Kinder auf Unterhalt zu klagen. Unterhalt geht vor Sozialleistungen. Das meinte ich mit: Unterhaltspflicht und nicht verzichten dürfen.
 

biddy

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#8
Eine Lösung wäre eventuell eine genau hälftige zeitliche Betreuung der Kinder. Dann fällt in den meisten Bundesländern der Unterhalt weg bzw. hebt sich auf, weil beide Elternteile für Natural- und Barunterhalt sorgen.
 

zu-viele-schulden

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#9
Eine Lösung wäre eventuell eine genau hälftige zeitliche Betreuung der Kinder. Dann fällt in den meisten Bundesländern der Unterhalt weg bzw. hebt sich auf, weil beide Elternteile für Natural- und Barunterhalt sorgen.
Genau das wäre ja bei uns der Fall! Wo kann ich dazu was nachlesen (hier übrigens Bayern)?
 

biddy

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#10
Suche mit Google oder Deiner Lieblings-Suchmaschine wahlweise nach
  • Wechselmodell
  • paritätisches Wechselmodell
  • Alg II und Wechselmodell
  • Hartz IV und Wechselmodell
und Du wirst überschüttet.


LG, biddy
 

Arwen

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#11
Genau das wäre ja bei uns der Fall! Wo kann ich dazu was nachlesen (hier übrigens Bayern)?
biddys Vorschlag wäre ok, aber...

... fast nicht durchführbar, da jede Menge Geld fehlt, wenn der andere Elternteil nicht einsichtig ist und sich z.B. außer der Reihe noch an Schulkosten etc. beteiligt. Wenn ihr friedlich auseinander gegangen seid, könnte es klappen.

Wenn es zum Wechselmodell kommt, dann wird die ArGE Dir das dem Kind zustehende Sozialgeld pro Monat um die Hälfte kürzen und Dir den Alleinerziehendenmehrbedarf streichen, ungeachtet der Tatsache, dass das Wechselmodell kostspielig ist, da beide Haushalte laut Familiengericht alles Nötige für die Kinder vorhalten und diese nichts hin- und herschleppen sollen und eventuell Deine Exfrau einen Mehrbedarf aufgrund dessen (in meinem Fall der verdienende, nicht AlgII-beziehende Vater + 200 Euro) erhält (Zuschlag bei Berechnung des Unterhalts in NRW, Köln) - ein AlgII-Empfänger erhält diesen "natürlich" nicht... und ja, das war ein Bandwurmsatz!

Ich befinde mich gerade im Widerspruch.

Wie es in Bayern üblich ist, weiß ich nicht. Vieles habe ich allerdings per Recherche im Internet erfahren können, auch Urteile dazu.

Gruß, Arwen
 

zu-viele-schulden

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#12
Wenn es zum Wechselmodell kommt, dann wird die ArGE ... Dir den Alleinerziehendenmehrbedarf streichen
Zu deutsch: Laut ARGE wohnt bei mir kein Kind, deshalb besteht meine Bedarfsgemeinschaft nur aus mir allein. Erst wenn das Kind/ die Kinder überwiegend "in Vollzeit bei mir wohnen" gibt es auch Geld von der ARGE.

Habe ich das richtig interpretiert?

Und ja, wir sind zwar geschieden, aber uns total einig und es gibt keinerlei Streit.
 

Arwen

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#13
Zu deutsch: Laut ARGE wohnt bei mir kein Kind, deshalb besteht meine Bedarfsgemeinschaft nur aus mir allein. Erst wenn das Kind/ die Kinder überwiegend "in Vollzeit bei mir wohnen" gibt es auch Geld von der ARGE.

Habe ich das richtig interpretiert?

Und ja, wir sind zwar geschieden, aber uns total einig und es gibt keinerlei Streit.
Bei genau hälftiger Betreuung wird der Alleinerziehendenzuschlag gestrichen, man gilt nicht mehr als alleinerziehend, obwohl man in "seiner" Hälfte des Monats die Kinder allein erzieht, keine weitere Person im Haushalt anwesend ist, um einen zu unterstützen (ArGe-Auslegung! ...)

Außerdem wird das Sozialgeld der Kinder in dem Alg2-empfangenden Haushalt um 50 % gekürzt, obwohl man keine hälftige Ersparnis dadurch hat, dass die Kinder nur zur Hälfte anwesend sind (auch das ArGe-Auslegung...).


Gruß, Arwen
 
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