Zuwendungen als Kredit oder in Naturalien?

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Ottomane

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Hallo, ich bin mir nicht klar darüber, was hier anspruchsmindernd ist:

angenommen man ist auf die Hilfe eines guten Freundes angewiesen (offene Stromrechnung, Kfz-Versicherung bezahlen, Miete, etc.): was ist besser, Freund überweist von seinem Konto meine Miete direkt an den Vermieter oder Freund gibt mir Geld als Darlehen für diesen Zweck?

Und wie sieht das mit Naturalien aus, ich habe gehört JC zieht vom Regelsatz etwas ab wenn man angibt, sich täglich von der Freundin in deren Haushalt bekochen zu lassen?

Oder die nette Nachbarin bringt jede Woche Lebensmittel im Wert von 30.- mit weil sie aus purer Nächstenliebe Bedürftige unterstützen möchte, wäre das ein anrechenbarer Vermögensvorteil für ALG II-Bezieher?

Wie würde das in den drei Beispielsfällen rechtlich aussehen?
 
P

Pichilemu

Gast
Verpflegung von Personen außerhalb des eigenen Haushalts darf nicht angerechnet werden. Das wissen zwar viele JC nicht und versuchen das trotzdem, ist aber eindeutig in der Alg II-V geregelt. Ob man auswärtig oder zuhause isst spielt da keine Rolle.

Zur Miete: ich gehe mal davon aus dass das nur den Fall betrifft wo die Miete nicht in voller Höhe vom JC übernommen wird? Weil sonst ginge das nicht sich die Miete von jemand anderem bezahlen zu lassen und das Geld vom JC anderweitig zu verwenden.
 

Ottomane

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Miete wird in voller Höhe vom JC übernommen und ist im ALG II enthalten. Es kann aber sein dass gelegentlich der Dispokredit des ALG II-Empfängers keine Abbuchung mehr zulässt, dann müssen gute Freunde helfen. Miete wird (im fiktiven Beispiel) natürlich nur gelegentlich - im Notfall - von einer Freundin bezahlt und direkt überwiesen. Wenn JC dann fragen würde: wie konnten Sie diesen Monat die Miete bezahlen?, (weil im betreffenden Monat vom Konto des ALG-II -Beziehers nichts abgebucht werden konnte) kann diese Hilfeleistung anspruchsmindernd wirken?
 

Ines2003

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Die KdU sind zweckbestimmt, Sie dürfen für nichts anders verwendet werden, tut man es doch und das Jobcenter kommt dahinter, erfolgt in der Regel eine Strafanzeige.
 

Ottomane

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gut zu wissen. Aber nachvollziehen kann ich es nicht. Kann das nicht jedem von uns passieren, dass am Monatsende kein Geld mehr auf dem Konto ist und dann am 01. des Folgemonates die Miete nicht abgebucht werden kann? Gerade bei uns, wo wir doch so ein üppiges Hartz-4-Einkommen haben? Gibt es einen Straftatbestand der das Kontoüberziehen bis zum Limit bestrafen will????:icon_surprised:
 

Ottomane

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oder anders gefragt, ist es nicht jedem ALG II-Bezieher selbst überlassen wofür er sein Geld ausgibt? z.B. wenn er seine monatlichen Einkünfte versäuft und am Monatsende nichts mehr hat und die Miete nicht bezahlen kann - sich dann von einem Freund aus der Patsche helfen läßt - was ist daran strafbar?
 

Wolpertinger 1

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oder anders gefragt, ist es nicht jedem ALG II-Bezieher selbst überlassen wofür er sein Geld ausgibt? z.B. wenn er seine monatlichen Einkünfte versäuft und am Monatsende nichts mehr hat und die Miete nicht bezahlen kann - sich dann von einem Freund aus der Patsche helfen läßt - was ist daran strafbar?

Einen Teil der Leistung hast du als KDU = Miete beantragt,was machst Du damit wenn du damit keine Miete bezahlst???:icon_kinn:
 

Ottomane

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Hi @Wolpertinger, zum Beispiel Frauenschuhe kaufen, ins Bordell gehen, Gurkenmasken kaufen, Maniküre, für Freunde die Zeche bezahlen, teure Autos anmieten .... Es gibt x-beliebige Möglichkeiten sein eigenes Geld ebenso unvernünftig wie legal auszugeben ... und dann am Monatsende ohne Geld dazusitzen ...seit wann ist das denn strafbar? Ich glaube eher dem JC hat es egal zu sein ob mit dem Geld verrnünftig oder unvernünftig umgegangen wird, wenn das Geld weg ist, ist es weg. Und wenn dann Freunde helfen indem sie Lebensmittel oder Miete bezahlen ist dies nach meinem Rechtsempfinden auch legal und darf nicht sanktioniert werden.
(die "Geldrauschbeispiele sind als abstraktes Beispiel genannt und betreffen nicht mich persönlich)
Meine Frage ist: wirkt sich die Hilfe von Freunden anspruchsmindernd aus wenn gelegentlich Miete oder Versicherung von Freunden bezahlt wird?
 

Ottomane

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wie kann man sich dann helfen lassen ohne dass man Probleme mit dem JC bekommt, wenn Hilfswillige sich anbieten bei Ebbe am Monatsende: Darlehen?
 

gehtsnoch

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Ja,

wobei bei längerfristigen Lebensschwierigkeiten und (un)Gesundheit ein Richter Gnade walten lassen könntE(!) und auch womöglich WIRD dass man sich mal hat aushelfen lassen weil man Ausgaben hatte vernünftige und unvernünftige durch Krisen usw....

Besser ist aber der Dreh mit dem Darlehen sofern die Hilfe durch Kontoeingänge nachweisbar ist...,.

Warum? Nehmen wir an der Richter wird Gnade walten lassen (mit hoher Wahrscheinlichkeit da die Angemessenheit hier geprüft werden wird Deiner Ausgaben und Dein Zustand Lebensschwierigkeiten etsc.. und dann wird festgestellt: hier hauen wir keine Strafe drauf dass ist alles erklärbar durch Lebensschwierigkeiten welcher Art auch immer und nicht angemessen hier zu strafen.) ABER: dann wird das AKTENKUNDIG dass Du schon so vorgegangen bist..... dann kommen die Schnüffler im Amt, denn das ist ja dann jedem zugänglich.... das Urteil mit dem Nachweis Deines Verhaltens bleibt für immer beim Amt. Das wäre eine Ehrlichkeit die längerfristig sehr wehtun würde. Ständige Schnüffler ständige Rechtfertigungen wo man sich von wem helfen lässt und ob das notwendig ist. Auch Medikamenten zuschüsse von Privat oder öffentlichen Stellen immer mit Vorgaben von selbsternannten Medizinern oder Medizinrechtlern die dann Wochenfrsiten geben und Dir statt einem Monat Grippe z.B. nur zwei zugestehen etc.... Der Verdacht selbst wenn vom Richter als richtiges handeln evtl. gerechtfertigt bleibt an Dir kleben. Wenn kein Lottogewinn sicher bevorsteht und das Amt bis ans Lebensende mit Dir zu tun haben will kümmere Dich lieber um ein Darlehen (falls es um Dich geht).
 
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