Zuweisung zu 1,50 €-Arbeitsgelegenheit plus Termin bei Arbeitsvermittlerin während dieser Maßnahme erhalten (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

Linsencurry

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Hallo liebe Mitglieder dieses Forums.

Nun hat es auch mich erwischt mit einer Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung (1,50 €-Job) für Januar und Februar.

Dazu kam auch noch eine Einladung zu einem Gespräch bei meinem SB, genau in Zeitraum und Arbeitszeit der Maßnahme, die ich ja sowieso nicht machen will. Beides als förmliche Zustellung.

Habe hier schon etwas im Forum gelesen, brauche aber genaue Tipps und Ratschläge, am liebsten kompakt zusammengefasst, wie ich mich am besten verhalte.

Danke schon im Voraus.
 

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Pixelschieberin

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Die Angabe der Arbeitstage ist ziemlich "weit gefaßt".
7-Tage-Woche?
Btw., DERARTIGEM Zeitvertreib kann ich auch ohne weisungsbefugte Gouvernanten nachgehen, indem ich mich ehrenamtlich oder in frei zugänglichen Biotopen betätige.

Da die meisten der aufgeführten Arbeiten keine 2 Jahre liegen bleiben könnten, ist die vom Gesetzgeber geforderte Zusätzlichkeit wohl kaum gegeben und zu hinterfragen.

@ Linsencurry:
Bist du kreativ-konfliktfähig oder harmoniesüchtig?
Falls du es erträgst, daß dich Sozialmafia-Tanten nicht lieb haben, könnte ich mir folgende Szenerie - ins Unreine gedacht - vorstellen:
Beim Vorstellungsgespräch bei grünem Tee und Walgesängen könnte - geschickterweise erst NACH Offenbarung und stichpunktweiser Protokollierung der GENAUEN Arbeitsplatzbeschreibung - interessiert nachgefragt werden, was der Ansprechpartner, also derjenige, der dich für lau für seine Zwecke zu rekrutieren gedenkt und sich noch nicht mal dafür schämt,
was DER denn meine - bei welchem Gericht die von dir ins Auge gefaßte Klage auf Wertersatz einzureichen sei.
Beim Sozial- oder Arbeitsgericht?

Hä?
Worauf von dir geklagt werden will?
Na, heißt das nicht Wertersatzklage?
Das Wort wird nur deshalb so oft im Munde geführt, damit es sackt.
Sie werden nicht abstreiten, daß [hier eine der geforderten Tätigkeiten eintragen] oder [hier eine weitere eintragen] keinen Aufschub um zwei Jahre dulden oder liegen bleiben kann, sofern sich grad keiner findet, dies oder das zu erledigen.
Die Natur wartet nicht.
Genieße das Gesicht, dem ab jetzt abzulesen ist, wie es im Oberstübchen rattert.


Diensteifrig-beflissenen Ton anschlag:
Schaun Sie mal, ich bin doch vom Gesetzgeber aufgefordert, diese unwürdige Hilfebedürftigkeit auf Deibel komm raus zu verringern!
Finden Sie nicht auch, daß 1,50€/h vom Mindestlohn obszön weit entfernt sind?
Mit so 'ner Wertersatzklage kann ich mir locker das ortsübliche Salär für diese ganzen Helfertätigkeiten erstreiten.
Das Anliegen von Gesetzgeber und Allgemeinheit ließe sich mit richtigem Geld für richtige Arbeit viel besser realisieren.
Das entlastet die Allgemeinheit nämlich gleich um Teile des Regelsatzes - wenn nicht sogar um den ganzen.
Ja ist das nicht toll, daß es diese Möglichkeit gibt?

***
Wir wissen natürlich, daß eine derartige Klage beim Arbeitsgericht einzureichen ist - aber mir fällt grad kein diplomatischerer Gesprächsaufhänger beim JC-Amigo ein, als völlig arglos um solche Informationen zu ersuchen.

Ziel der Übung:
Nutznießer deiner Misere sollten von sich aus auf die Idee kommen, daß sie dich nicht um sich haben mögen;
schon gar nicht wenn sie nicht abschätzen können, wie tiefgreifend das Ungemach sein wird, das von dir im Blondie-Bambi-Tonfall heraufbeschworen wurde.
Dir darf kein schlechtes, maßnahmewidriges, nicht mitwirkendes Benehmen nachgesagt werden können.
Du bist immer beflissen und willst un-be-dingt deinen Verpflichtungen nachkommen.
Das Gesetz ist nu mal so...

Text vergleichbaren Inhalts spult der HE, der sich nicht verheizen lassen will, vorsorglich beim SB ab, der ihm die tolle Für-Lau-Arbeiten-Maßnahme aufs Auge drücken will, die keinen in Arbeit bringen wird.
Der SB meines Vertrauens wird der Fairness halber aufgeklärt, daß ich jedwede weisungsgebundene Tätigkeit auf ihre Zusätzlichkeit ableuchten werde und mir bei Unterlaufen des Gesetzgeberwillens diese schicke Wertersatzklage vorbehalte.
Warum auch immer, fiel bisher DAS Ansinnen im Laufe des Dates unter den Tisch.

Argumentationshilfe für deren einstudierte Manipulationssprüche:
Anzeigen, in denen erfahrene Vogelhäuschenbauer, Samensammler oder Tierumsetzer für ein Gehalt gesucht werden, von dem das Leben selbst bestritten werden kann, habe ich noch nienicht gesehen.
Sie?

Viel Erfolg und halte das Forum auf dem Laufenden.
 

0zymandias

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Da die Schreiben vom 14. datieren: Hast Du Dich mit dem MT in Verbindung gesetzt?

Wenn nein, würde ich noch ein Schreiben an ihn absetzen, in dem ich mich nur mit ihm in Verbindung setze.
Selbstverständlich nur mit der Postadresse als Kontaktdatum.

Beim MT keine Daten herausrücken außer dem Namen und der Postanschrift, und nichts unterschreiben, da Du Dich in einem
schwebenden Gerichtsverfahren befinden könntest und Dir erst über die Folgen einer Unterschrift fachlichen Rat einholen musst.

Die Zuweisung ist zeitlich und inhaltlich unbestimmt, ein Ermessensgebrauch oder Integrationskonzept ist nicht erkennbar.
Es ist auch nicht erkennbar, wie das Erkennen der biologischen Vielfalt irgendwen in Arbeit bringen soll.
(Als Junggeselle erkenne ich ein kaleidoskopisches Spektrum biologischer Vielfalt beim täglichen Öffnen der Kühlschranktür, aber es hat mich bisher noch nicht in Arbeit gebracht.
Nur ins Würgen, was immerhin ganz gut zur Zuweisung passt. :biggrin:)

Das Sozialisieren mit Tieren könnte eventuell tatsächlich zumutbar sein, der Rest wie Füttern und Hasenklo reinigen ist es nicht. Aus Link:
Wie die "Bild" berichtet hat das Arbeitsamt den Tierschutzverein Barsinghausen wegen falsch eingesetzter Ein-Euro-Jobber zur Kasse gebeten. Der Verein musste knapp 335 Euro der Förderung zurückzahlen. Der Grund: Die 1-Euro-Jobber durften laut den Vorgaben des Jobcenters Hannover nur die soziale Betreuung der Tiere übernehmen. Dazu zählen auch das Spielen mit den Katzen und das Ausführen der Tiere.
Amt sieht keinen Spielraum

Das Reinigen der Katzentoilette und das Füttern der Tiere gehört nicht zu den erlaubten Tätigkeiten. Ein Sprecher des Jobcenters verteidigte die Entscheidung: "Wir sind angehalten, streng auf die Einhaltung der Fördervoraussetzungen zu achten. Leider haben wir keine Möglichkeit, großzügig zu sein", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Dem MT kann man auch noch erzählen, dass man Kinder mit ihrem Gezappel und Gekreische widerlich findet, aber selbstverständlich im Auftrag des Staates seine verdammte Pflicht tun wird.
(Keine Bange, das muss nicht stimmen, sollte aber den Appetit des MTs etwas dämpfen. :biggrin:)
Kinderbetreuung ist sowieso nichts für jeden Ein-Euro-Jobber:
Kinder- und Seniorenbetreuung nicht für jedermann zulässig in 1-€-Job
Der Senat hat erhebliche Zweifel daran, dass der Antragsteller aufgrund seiner Vorbildung und seinen sich in seinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten gezeigten Interessen und Neigungen in der Lage ist, solche Betreuungstätigkeiten in einem Kooperationsbetrieb eigenständig auszuüben.

Der Antragsgegner geht offenbar davon aus, dass für die konkreten Tätigkeiten keinerlei Vorbildung oder sonstige Voraussetzungen erforderlich sind, so dass jede Person unabhängig von ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit oder Erfahrung in diesem Bereich (eigenständig) eingesetzt werden kann. Dieser Auffassung schließt sich der Senat nicht an. Neben den hohen fachlichen Voraussetzungen, wie sie sich zum Beispiel im Studiengang Soziale Arbeit oder in der Ausbildung zum Erzieher/in widerspiegeln, sind auch erhebliche persönliche Voraussetzungen, wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Toleranz, erforderlich, um in dem gesellschaftspolitisch so wichtigen und vielfältigen Bereich tätig sein zu können. Bei der Betreuung von Senioren und behinderten Menschen spielen geistige, psychische und/oder körperliche Beeinträchtigungen eine Rolle. Der Betreuer muss die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen erkennen, sie begleiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern.

Im Bereich Kinderbetreuung ist die ganzheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend. Dazu zählen sprachliche, geistige und motorische Fähigkeiten, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit. Die Betreuer müssen den Alltag alters- und situationsgerecht mit geleiteten Abschnitten und freiem Spiel, Einzel- und Gruppenaktivitäten gestalten und den Kindern ermöglichen, vielfältige Lernerfahrungen zu machen, sich individuell zu entfalten und gleichzeitig in der Gruppe zurechtzufinden.
LSG Rheinland-Pfalz, L 3 AS 99/15 B ER, 28.04.2015
https://www.elo-forum.org/erfolgreiche-gegenwehr/147910-lsg-ordnet-aufschiebende-wirkung-meines-widerspruchs-gegen-einv-va-15-01-2015-a.html#post1886894
Es werden durch die Arbeit Sachwerte erzeugt, wobei der Nutznießer der Früchte der Arbeit ungenannt bleibt.
Wenn der Schulverein oder die Schule Nisthilfen oder Beeteinfassungen braucht, sollen die sich so etwas wettbewerbsneutral kaufen.

Das Aufstellen von Tischen und Stühlen dürfte nicht zusätzlich sein, weil diese Tätigkeit kaum zwei Jahre oder mehr aufschiebbar sein kann.
Gleiches dürfte für die "Begleitung" von Kindern und Besuchern, welche Tätigkeiten auch immer hierbei verrichtet werden, ebenfalls gelten.
Ansonsten können die Besucher schon mal anfangen zu warten.
 

Sonne11

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Hallo!
Mal so eingeworfen von mir: nur weil erwähnt wird, dass ein Führungszeugnis benötigt wird, bedeutet es nicht, dass man jetzt aktiv werden muss. :wink: Es muss schon ein Aufforderungsschreiben eintreffen, dass unter welchen §§ auch immer auferlegt, Dir eins zu besorgen.

Ich schließe mich an und würde beim Termin ganz bestimmte Fragen stellen wollen: ob dieses "Stamm Personal" denn entlohnt wird, dem ich helfen soll? Wer ist befähigt mir Aufgaben zuzuweisen und welche Funktion hat diese Person? Wird diese Person normal entlohnt?

Das mit dem Widerspruch und ggf. Angehen gegen Zuweisung beim Gericht ebenfalls erwähnen.

Ich könnte mir denken, dass der Gesprächspartner über die Fragen oder das Vorgehen nicht happy sein wird und die Stimmung dann in "dann lasse ich Dich sanktionieren" umschlägt. Deshalb ist es sehr wichtig beim Termin so gut wie alles aufzuschreiben, was ausgesagt wird. Denn bei freundlich könnte es bei solchen einseitigen Nutznießern nicht bleiben (Erfahrung)

Braucht man Impfungen? Wegen der Tiere und Kindern? :biggrin::icon_hihi: Gibt es Schulungen Einweisungen bezüglich Umgang mit Tieren? :wink:

Du müsstest jetzt überlegen, ob diese Tätigkeiten etwas mit Deinen beruflichen Erfahrungen zu tun haben. Wenn nein, dann rein damit in den Antrag "aufschiebende Wirkung des WS" bei Gericht. Ich würde ebenfalls einfügen, dass erst eine Zuweisung ohne Gespräch erfolgt, dann erst Einladung. So ist das in den Weisungen nicht vorgesehen. Du sollst einfach nur Füllmaterial sein.

Wenn ein Termin zum AGH Träger eintrifft, Fahrkosten beantragen!
 

martinpluto

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hallo, das Verhalten von dir bleibt immer gleich: Bei einem termin wird man (so wars auch bei mir) alle möglichen Unterschriften von dir verlangen (hinweise zum Datenschutz, angebliches "Begrüßungsschreiben" oder ähnliches. Du unterschreibst gar nichts (es ist dein gutes Recht eine Überprüfungszeit zu verlangen; 10tage würde ich jeden fall fordern) und nimmst alles mit nach Hause. Du gibst auch kein telefon an. Wegen der nicht geleisteten unterschriften (sofort) bekam ich damals ein hausverbot. Dann schreibst du zuhause einen widerspruch wo du auf den verlauf eingehst (die papiere welche du bekommst prüfst du vorher wieder hier) und nachfrägst auf welcher rechtsgrundlage die geforderten unterschriften stehen. Anfangen kannst du jetzt schon mit dem widerspruch, die begründung ist hierbei die unklare strategie zur eingliederung, dir ist nicht klar was sich konkret damit für dich beruflich verbessert.
 

Pixelschieberin

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Ergänzend zu vorherigen Analysen:

- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich?!
Das gilt selbstverfreilich für Angestellte, die mit bestimmten Personengruppen arbeiten wollen - aber was gilt hinsichtlich der Preisgabe von Sozialdaten Zwangszugeführter, die aus der Tätigkeit kein Arbeitsverhältnis ableiten können sollen?
:idea:
Egal, was drin steht oder nicht - Stichwort: Recht auf informationelle Selbstbestimmung - wollte ich DAS mir völlig unbekannten, zudem fremdbestimmt aufoktroyierten Dritten zwecks Einsichtnahme zur Verfügung stellen?
Was aber auch ein Pech, wenn die Vorbedingungen ohne dieses Dokument nicht einzuhalten sind.
Btw, zur Kostenfrage war komischerweise nichts erwähnt.
Obszöne 1,50 € sollen lt. GG zwar die Aufwandsentschädigung sein - wofür genau welcher Aufwand zu betreiben sei, obliegt dabei wem?

Kann bitte ein Auskenner etwas dazu beitragen - dahingehend ob dem Träger-Amigo dieses Sozialdatum überhaupt zusteht?
Ich finde im Web grad nur, was Angestellte beizubringen haben.

Überlegenswert:
Wenn bei MT-Trägern schon kein Lebenslauf des HE abzugeben ist (Leipziger Urteil), weshalb sollte der HE eine noch tiefere Beleuchtungen seiner bisherigen Laufbahn zulassen müssen?

Aus meiner Lesezeichen-Sammlung:
- hartaber4 - Urteilssammlung, was den Träger alles einen feuchten angeht - Datenschutz
- 0zymandias - Lebenslauf - Maßnahmeträger bekommt nur Kontaktdaten - Urteil Leipzig

- Holz "vorbereiten" hört sich nach gefahrengeneigter Arbeit an, die ich ohne schnitthemmende Schutzbekleidung und Ausbilder mit IHK-Abschluß o. Ä. nicht ausführen wollte.

- Kochen?
Von mir aus.
Als gutgelaunter Supervisor, der Kenntnisse vermittelt, die früher daheim an Schulkinder herangetragen wurden - jedoch nicht als unterbezahlte Schnippelmagd, die voluminöse Goulaschkanonen zu füllen hat.
Zudem ausschließlich mit geschäftsfähigen Erwachsenen, die mir zuvor schriftlich versichern, mich nicht haftbar zu machen, sollten sie sich ungeschickt anstellen und sich deshalb Schaden zufügen.

Ich traue mich schon nicht, andrer Leuts Kinder in meinen Kochroutinen zu unterweisen weil ich Sorge habe, die verletzen sich ausgerechnet unter meiner Aufsicht - mit irreversiblen Folgen.
Was sich schon bei einem einzigen Fremd-Kind zum Fiasko auswachsen kann, dann womöglich noch 'n Sack voller Flöhe in die Spur bringen?
Och nöööö.
Sollen die sich Künste und Gefahren täglichen Lebens von den eigenen Leuten beipulen lassen.
Oder gegen entsprechendes Entgelt - einem, das Aufgaben und Gefahren anerkennend Rechnung trägt.

**** *** ** *
Aus dem Nähkästchen:
Während meines letzen Zuweisungsdebakels hatte ich mich hoch motiviert bei der Träger-GF für deren, auf der HP wortreich angepriesenen, Kamera-, Video- und Filmschnitt-Truppe beworben.
Vorstoß, anstelle der JC-Zuweisung, wo ich deren Vertrag nicht unterzeichnen wollte.
Angepriesen war: Jugendliche mit Migrationshintergrund, sinnvolle Freizeitbeschäftigung/en und so...
Ich hätte mir vorstellen können, denen ein paar Kniffe zu zeigen.
Mit mir an Bord könnten doch gleich mehr Jugendliche bespaßt werden.
Bin schließlich Ausbilder mit IHK- UND staatlich anerkannten Pappen.
Als fest angestellte Kraft sei ich wesentlich motivierter, Verträge abzuschließen, die meine Rechte beschneiden, als als Zwangsarbeiter mit obszön winziger Feigenblatt-Entlohnung.

Die Vermeidungs-Antwort der GF hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt:
Das ginge leiiiider nicht.
Dazu braucht's eine Son-der-pädagogen-Ausbildung.
Alles klaro.
Die haben sicher Grundlagen der physikalischen Optik und Filmschnitt im Gepäck.
16-jährige Gruppenleiter kirchlicher Frohschargruppe hingegen...

* ** *** ****
- Bei Bau und Inbetriebnahme von Sitzelementen, gefertigt unter Anleitung und Aufsicht von Lehrern, die nie den Dunstkreis der grauen Theorie verlassen haben - außer es handelt sich um Berufsschullehrer oder solche, die durch zweiten Bildungsweg oder Elternhaus eine handwerkliche Vorbildung im Gepäck haben - wäre noch eine Berufshaftpflicht- und/oder Personenhaftpflichtversicherung abzuschließen.
Ist das gewährleistet?
Wer zahlt das?

***
Wie bei der Hinterfragung von Bürgerarbeit, die ohne jedwedes Schamgefühl als Anti-Decke-fällt-dem-unbespaßten-Elo-auf-den-Kopf-Geschenk abgefeiert wird, könnte auch eine ganz offizielle Bewerbung als "Schulassistentin" an solche Mitesser abgesetzt werden, die unter fadenscheinigen Sozial-Deckmäntelchen diversen Neigungen frönen.
Sollte daraufhin eine blumenreich-verschwiemelte Absage kommen, wäre sogar zu belegen, daß diese Tätigkeit sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt.
Die Gehaltsvorstellung orientiere sich - genaue Eckdaten sollen sie sich bitte selbst erkunden - an Mindestlohn oder ortsüblichen Tarifen.

Kommt keine Absage, kann beim Geplänkel angeführt werden, daß ich mich bereits offiziell um diese offensichtlich offene und zu besetzende Stelle beworben hätte, ich zaudere, weil ich keine Arbeitsplätze vernichten wolle, die der Allgemeinheit Sozialvericherungsbeiträge ...
... ich deshalb nichts aber auch gar nichts unterschreiben werde, was nach Vereinbarung oder Vertrag riecht.

Das sind nur Beispiele, wo entlang sich die Argumentationsketten schlängeln könnten, um Zwangsarbeit-für-lau zu bitteren Pillen der Weisungsbefugten zu machen.

Für die eigene Entscheidungsfindung - sollte es unerwartet zum VG in richtige Arbeit kommen:
Hört sich "Schulassistentin" nicht genau so wichtig an wie "Facility-Manager"?
Beides keine IHK-oder staatlich anerkannte Ausbildungsberufe.
Einen Schutz für diese Berufsbezeichnung konnte ich nicht finden.
Das Salär sollte - gemessen an den breit gefächerten, nahezu eierlegende Wollmilchsau-Erwartungen - bei beiden Assistenz-Jobs gleich hoch sein.

Die selben Überlegungen lägen meiner Wertersatzklage zugrunde.

[...]Ich könnte mir denken, dass der Gesprächspartner über die Fragen oder das Vorgehen nicht happy sein wird und die Stimmung dann in "dann lasse ich Dich sanktionieren" umschlägt. [...]
Bei Klangschalen-Hintergrundmusik erwarte ich eher diese passive Gouvernanten-Aggressivität, die dem Zwangszugeführten ein schlechtes Gewissen bereiten soll.
Schließlich wollen sie doch nur sein Bestes.
Und HELFEN.
Indem sie die HE ausnutzen und übervorteilen?
 

Linsencurry

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Guten Morgen und danke erst mal für die umfangreiche Antwort. Ich habe leider derzeit nicht immer Internet und antworte daher erst jetzt. Harmoniesüchtig bin ich ganz sicher nicht, daher werde ich mir deine Ideen gut durch den Kopf gehen lassen und schauen, was umsetzbar ist.

Beide Schreiben hatte ich erst nachmittags am 20.12. im Briefkasten und habe am 21.12. beim MT angerufen, aber niemanden erreicht. Nun werde ich es erst am 27.12. wieder probieren können mit Anrufen.

Aber gut, Vorbereitungszeit für mich. 😀
 
E

ExitUser 55598

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@Linsencurry Bitte nicht anrufen. Sondern Brief nachweislich hinschicken oder evtl. Faxen mit Sendungsbericht falls Faxnummer bekannt ist. Elos telefonieren grundsätzlich nicht mit MATs..;)

Auf der Vorladung zum Meldetermin sieht es so aus, als hättest du denen deine E-mail Adresse mal gegeben, diese solltest du auch zeitnah löschen lassen. Du musst für das Jobcenter sowieso nur per Post erreichbar sein.
 

Pixelschieberin

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Nun werde ich es erst am 27.12. wieder probieren können mit Anrufen
Ergänzend zu Vorrednern:
Denke ab Erhalt dieser Zuweisungen stets daran, daß jedwede Kommunikation mit deinen Antagonisten vor Gericht landen kann und deshalb stets so gefaßt sein sollte, daß das kein Problem für DICH darstellen wird.

(D)einen pflichtschuldig getätigten Anruf - zwecks Kontaktaufnahme ? - kannst du im Streitfall nicht nachweisen.

Stimmt schon - Kontaktaufnahme nach 0zys Art
Hiermit nehme ich, wie vom JC angewiesen, Kontakt mit Ihnen auf.
MfG
Du-mich-auch
klingt für jemanden, der aus der freien Wirtschaft vorausschauendes Denken gewohnt ist, grotesk,
ist aber eine der dem HE zur Verfügung stehenden Werkzeuge, Disziplin auf der gegnerischen Seite Einzug halten zu lassen.
Die vermitteln, mir, ich sei doof?
Dann kann ich noch viel dööfer.

Worterbsen zählen und logisch darauf reagieren, ist das, was jeder Jurist nachvollziehen kann.
Deine Interpretationen?
Eher nicht.
0zymandias meinte:
Nicht, was vom Empfänger vermutet werden soll gilt, sondern exakt das Wort, das vom Amt geschrieben wurde.
 

Linsencurry

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Guten Morgen und Danke, mein "Fahrplan" für die nächsten Tage steht. Ich werde heute erst mal sehen, dass ich per Fax Kontakt mit dem MT aufnehme und mir aufgrund des schnell ausbleichenden Faxpapiers Kopien und Fotos davon machen.

Oder wegen Poststempel und Nachweisbarkeit besser per Einschreiben Kontakt mit MT aufnehmen?
Danach informiere ich über die Kontaktaufnahme meine SB und gehe davon aus, am 2.1. um 8 Uhr beim MT auf der Matte zu stehen.

Die Idee mit der Bewerbung als Schulassistentin finde ich genial und will das auch umsetzen. Bin nur noch unsicher, ob ich dann mit Lebenslauf und Adresse genauso umgehen soll wie in anderen Bewerbungen oder besser die Telefonnummer weglassen, da bestimmte Daten ja MTs nichts angehen?

Dass ich beim MT nichts unterschreiben werde ist klar, aber will mich dann, wenn ich das mit der Kontaktaufnahme hinter mir habe, auf den Termin vorbereiten.
 
E

ExitUser 55598

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bei der Bewerbung weder Telefonummer und E-mail angeben, dazu bist du sowieso nicht verpflichtet.

Wegen Fax kann ich dir Simple Fax empfehlen, man bekommt da einen qualifizierten Sendungsbericht per E-mail sowie in dem Account. Pro Seite kostet es 7 cent also deutlich billiger als ein Einschreiben
 

Linsencurry

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Ah, super. Danke. Das schaue ich mir an. Kenne mich mit Fax sonst auch gar nicht aus. Nur mit E-Mail und Post halt.

Mein Problem: um Kosten zu sparen, bewerbe ich mich im Normalfall immer per E-Mail. Also doch drucken diesmal dann. Sehr nervig für mich, aber gut für meine Ruhe vorm MT.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Ja, drucken ist wirklich das beste in dem Fall. Ich bewerbe mich auch auf Vermittlungsvorschläge nur per Post, denn per Mail via VV habe ich schon ziemlich schräge Sachen von dem potenziellen Arbeitgeber erlebt.
 

Pixelschieberin

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Aus meinem Pfeilköcher:
Die Nachweisbarkeit des Eingangs meiner Schreiben stelle ich mit der Methode "doppelt gemoppelt" auf niedrigem Kostenniveau sicher.
Die als zu häufig empfundene Erwähnung der Vorgehensweise geht einer Mit-Forentin zwar voll auf den Docht - aber - da ich nicht davon ausgehen kann, daß Noobs sie sogleich finden werden, werde ich mir trotzdem weiterhin erlauben, diese Verlinkung zur Verfügung zu stellen.
Mein JC hat sich unlängst darauf verlegt, nur die jeweils erste Seite eines Fax' erhalten zu haben.
Das ist die Seite, die das Sendeprotokoll "abbildet"
Die fünf anderen seien unleserlich/nicht komplett übermittelt worden.

Also - gehen mehrseitige Dokumente bei mir neuerdings peu a peu raus. :biggrin:
 
E

ExitUser 55598

Gast
Aus meinem Pfeilköcher:
Mein JC hat sich unlängst darauf verlegt, nur die jeweils erste Seite eines Fax' erhalten zu haben.
Das ist die Seite, die das Sendeprotokoll "abbildet"
Die fünf anderen seien unleserlich/nicht komplett übermittelt worden.


Also - gehen mehrseitige Dokumente bei mir neuerdings peu a peu raus. :biggrin:
Guter Tipp. Auf die Idee ist mein JC noch nicht gekommen, aber schon dreist von denen. Oder es liegt an deren Faxgerät..;)
Ich glaube, ich mache das zukünftig auch so, bei mehreren Dokumenten alle einzeln als Fax verschicken. Die Kosten bleiben eh gleich.
 

Linsencurry

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Ok, sollte die Bewerbung dann auch per Fax raus oder normal per Post? Mache gleich erst mal die Kontaktaufnahme zum MT per Fax, so dass mir die SB keinen Ärger macht.
 

Linsencurry

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Ok, die Bewerbung geht per Post raus. Danke euch schon mal für eure Hilfe. Ich werde morgen früh um 8 Uhr beim MT sein, auch wenn ich keine Rückmeldung vom MT bezüglich des Maßnahmestarts habe. Generell unterschreibe ich nichts, werde aber viel mitschreiben.
Ich werde danach berichten.
 
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