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Zuweisung zu 1,50 €-Arbeitsgelegenheit plus Termin bei Arbeitsvermittlerin während dieser Maßnahme erhalten

Linsencurry

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Hallo liebe Mitglieder dieses Forums.

Nun hat es auch mich erwischt mit einer Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung (1,50 €-Job) für Januar und Februar.

Dazu kam auch noch eine Einladung zu einem Gespräch bei meinem SB, genau in Zeitraum und Arbeitszeit der Maßnahme, die ich ja sowieso nicht machen will. Beides als förmliche Zustellung.

Habe hier schon etwas im Forum gelesen, brauche aber genaue Tipps und Ratschläge, am liebsten kompakt zusammengefasst, wie ich mich am besten verhalte.

Danke schon im Voraus.
 

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Kerstin_K

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Pixelschieberin

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Die Angabe der Arbeitstage ist ziemlich "weit gefaßt".
7-Tage-Woche?
Btw., DERARTIGEM Zeitvertreib kann ich auch ohne weisungsbefugte Gouvernanten nachgehen, indem ich mich ehrenamtlich oder in frei zugänglichen Biotopen betätige.

Da die meisten der aufgeführten Arbeiten keine 2 Jahre liegen bleiben könnten, ist die vom Gesetzgeber geforderte Zusätzlichkeit wohl kaum gegeben und zu hinterfragen.

@ Linsencurry:
Bist du kreativ-konfliktfähig oder harmoniesüchtig?
Falls du es erträgst, daß dich Sozialmafia-Tanten nicht lieb haben, könnte ich mir folgende Szenerie - ins Unreine gedacht - vorstellen:
Beim Vorstellungsgespräch bei grünem Tee und Walgesängen könnte - geschickterweise erst NACH Offenbarung und stichpunktweiser Protokollierung der GENAUEN Arbeitsplatzbeschreibung - interessiert nachgefragt werden, was der Ansprechpartner, also derjenige, der dich für lau für seine Zwecke zu rekrutieren gedenkt und sich noch nicht mal dafür schämt,
was DER denn meine - bei welchem Gericht die von dir ins Auge gefaßte Klage auf Wertersatz einzureichen sei.
Beim Sozial- oder Arbeitsgericht?

Hä?
Worauf von dir geklagt werden will?
Na, heißt das nicht Wertersatzklage?
Das Wort wird nur deshalb so oft im Munde geführt, damit es sackt.
Sie werden nicht abstreiten, daß [hier eine der geforderten Tätigkeiten eintragen] oder [hier eine weitere eintragen] keinen Aufschub um zwei Jahre dulden oder liegen bleiben kann, sofern sich grad keiner findet, dies oder das zu erledigen.
Die Natur wartet nicht.
Genieße das Gesicht, dem ab jetzt abzulesen ist, wie es im Oberstübchen rattert.


Diensteifrig-beflissenen Ton anschlag:
Schaun Sie mal, ich bin doch vom Gesetzgeber aufgefordert, diese unwürdige Hilfebedürftigkeit auf Deibel komm raus zu verringern!
Finden Sie nicht auch, daß 1,50€/h vom Mindestlohn obszön weit entfernt sind?
Mit so 'ner Wertersatzklage kann ich mir locker das ortsübliche Salär für diese ganzen Helfertätigkeiten erstreiten.
Das Anliegen von Gesetzgeber und Allgemeinheit ließe sich mit richtigem Geld für richtige Arbeit viel besser realisieren.
Das entlastet die Allgemeinheit nämlich gleich um Teile des Regelsatzes - wenn nicht sogar um den ganzen.
Ja ist das nicht toll, daß es diese Möglichkeit gibt?

***
Wir wissen natürlich, daß eine derartige Klage beim Arbeitsgericht einzureichen ist - aber mir fällt grad kein diplomatischerer Gesprächsaufhänger beim JC-Amigo ein, als völlig arglos um solche Informationen zu ersuchen.

Ziel der Übung:
Nutznießer deiner Misere sollten von sich aus auf die Idee kommen, daß sie dich nicht um sich haben mögen;
schon gar nicht wenn sie nicht abschätzen können, wie tiefgreifend das Ungemach sein wird, das von dir im Blondie-Bambi-Tonfall heraufbeschworen wurde.
Dir darf kein schlechtes, maßnahmewidriges, nicht mitwirkendes Benehmen nachgesagt werden können.
Du bist immer beflissen und willst un-be-dingt deinen Verpflichtungen nachkommen.
Das Gesetz ist nu mal so...

Text vergleichbaren Inhalts spult der HE, der sich nicht verheizen lassen will, vorsorglich beim SB ab, der ihm die tolle Für-Lau-Arbeiten-Maßnahme aufs Auge drücken will, die keinen in Arbeit bringen wird.
Der SB meines Vertrauens wird der Fairness halber aufgeklärt, daß ich jedwede weisungsgebundene Tätigkeit auf ihre Zusätzlichkeit ableuchten werde und mir bei Unterlaufen des Gesetzgeberwillens diese schicke Wertersatzklage vorbehalte.
Warum auch immer, fiel bisher DAS Ansinnen im Laufe des Dates unter den Tisch.

Argumentationshilfe für deren einstudierte Manipulationssprüche:
Anzeigen, in denen erfahrene Vogelhäuschenbauer, Samensammler oder Tierumsetzer für ein Gehalt gesucht werden, von dem das Leben selbst bestritten werden kann, habe ich noch nienicht gesehen.
Sie?

Viel Erfolg und halte das Forum auf dem Laufenden.
 

0zymandias

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Da die Schreiben vom 14. datieren: Hast Du Dich mit dem MT in Verbindung gesetzt?

Wenn nein, würde ich noch ein Schreiben an ihn absetzen, in dem ich mich nur mit ihm in Verbindung setze.
Selbstverständlich nur mit der Postadresse als Kontaktdatum.

Beim MT keine Daten herausrücken außer dem Namen und der Postanschrift, und nichts unterschreiben, da Du Dich in einem
schwebenden Gerichtsverfahren befinden könntest und Dir erst über die Folgen einer Unterschrift fachlichen Rat einholen musst.

Die Zuweisung ist zeitlich und inhaltlich unbestimmt, ein Ermessensgebrauch oder Integrationskonzept ist nicht erkennbar.
Es ist auch nicht erkennbar, wie das Erkennen der biologischen Vielfalt irgendwen in Arbeit bringen soll.
(Als Junggeselle erkenne ich ein kaleidoskopisches Spektrum biologischer Vielfalt beim täglichen Öffnen der Kühlschranktür, aber es hat mich bisher noch nicht in Arbeit gebracht.
Nur ins Würgen, was immerhin ganz gut zur Zuweisung passt. :biggrin:)

Das Sozialisieren mit Tieren könnte eventuell tatsächlich zumutbar sein, der Rest wie Füttern und Hasenklo reinigen ist es nicht. Aus Link:
Wie die "Bild" berichtet hat das Arbeitsamt den Tierschutzverein Barsinghausen wegen falsch eingesetzter Ein-Euro-Jobber zur Kasse gebeten. Der Verein musste knapp 335 Euro der Förderung zurückzahlen. Der Grund: Die 1-Euro-Jobber durften laut den Vorgaben des Jobcenters Hannover nur die soziale Betreuung der Tiere übernehmen. Dazu zählen auch das Spielen mit den Katzen und das Ausführen der Tiere.
Amt sieht keinen Spielraum

Das Reinigen der Katzentoilette und das Füttern der Tiere gehört nicht zu den erlaubten Tätigkeiten. Ein Sprecher des Jobcenters verteidigte die Entscheidung: "Wir sind angehalten, streng auf die Einhaltung der Fördervoraussetzungen zu achten. Leider haben wir keine Möglichkeit, großzügig zu sein", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Dem MT kann man auch noch erzählen, dass man Kinder mit ihrem Gezappel und Gekreische widerlich findet, aber selbstverständlich im Auftrag des Staates seine verdammte Pflicht tun wird.
(Keine Bange, das muss nicht stimmen, sollte aber den Appetit des MTs etwas dämpfen. :biggrin:)
Kinderbetreuung ist sowieso nichts für jeden Ein-Euro-Jobber:
Kinder- und Seniorenbetreuung nicht für jedermann zulässig in 1-€-Job
Der Senat hat erhebliche Zweifel daran, dass der Antragsteller aufgrund seiner Vorbildung und seinen sich in seinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten gezeigten Interessen und Neigungen in der Lage ist, solche Betreuungstätigkeiten in einem Kooperationsbetrieb eigenständig auszuüben.

Der Antragsgegner geht offenbar davon aus, dass für die konkreten Tätigkeiten keinerlei Vorbildung oder sonstige Voraussetzungen erforderlich sind, so dass jede Person unabhängig von ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit oder Erfahrung in diesem Bereich (eigenständig) eingesetzt werden kann. Dieser Auffassung schließt sich der Senat nicht an. Neben den hohen fachlichen Voraussetzungen, wie sie sich zum Beispiel im Studiengang Soziale Arbeit oder in der Ausbildung zum Erzieher/in widerspiegeln, sind auch erhebliche persönliche Voraussetzungen, wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Toleranz, erforderlich, um in dem gesellschaftspolitisch so wichtigen und vielfältigen Bereich tätig sein zu können. Bei der Betreuung von Senioren und behinderten Menschen spielen geistige, psychische und/oder körperliche Beeinträchtigungen eine Rolle. Der Betreuer muss die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen erkennen, sie begleiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern.

Im Bereich Kinderbetreuung ist die ganzheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend. Dazu zählen sprachliche, geistige und motorische Fähigkeiten, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit. Die Betreuer müssen den Alltag alters- und situationsgerecht mit geleiteten Abschnitten und freiem Spiel, Einzel- und Gruppenaktivitäten gestalten und den Kindern ermöglichen, vielfältige Lernerfahrungen zu machen, sich individuell zu entfalten und gleichzeitig in der Gruppe zurechtzufinden.
LSG Rheinland-Pfalz, L 3 AS 99/15 B ER, 28.04.2015
https://www.elo-forum.org/erfolgreiche-gegenwehr/147910-lsg-ordnet-aufschiebende-wirkung-meines-widerspruchs-gegen-einv-va-15-01-2015-a.html#post1886894
Es werden durch die Arbeit Sachwerte erzeugt, wobei der Nutznießer der Früchte der Arbeit ungenannt bleibt.
Wenn der Schulverein oder die Schule Nisthilfen oder Beeteinfassungen braucht, sollen die sich so etwas wettbewerbsneutral kaufen.

Das Aufstellen von Tischen und Stühlen dürfte nicht zusätzlich sein, weil diese Tätigkeit kaum zwei Jahre oder mehr aufschiebbar sein kann.
Gleiches dürfte für die "Begleitung" von Kindern und Besuchern, welche Tätigkeiten auch immer hierbei verrichtet werden, ebenfalls gelten.
Ansonsten können die Besucher schon mal anfangen zu warten.
 

Sonne11

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Hallo!
Mal so eingeworfen von mir: nur weil erwähnt wird, dass ein Führungszeugnis benötigt wird, bedeutet es nicht, dass man jetzt aktiv werden muss. :wink: Es muss schon ein Aufforderungsschreiben eintreffen, dass unter welchen §§ auch immer auferlegt, Dir eins zu besorgen.

Ich schließe mich an und würde beim Termin ganz bestimmte Fragen stellen wollen: ob dieses "Stamm Personal" denn entlohnt wird, dem ich helfen soll? Wer ist befähigt mir Aufgaben zuzuweisen und welche Funktion hat diese Person? Wird diese Person normal entlohnt?

Das mit dem Widerspruch und ggf. Angehen gegen Zuweisung beim Gericht ebenfalls erwähnen.

Ich könnte mir denken, dass der Gesprächspartner über die Fragen oder das Vorgehen nicht happy sein wird und die Stimmung dann in "dann lasse ich Dich sanktionieren" umschlägt. Deshalb ist es sehr wichtig beim Termin so gut wie alles aufzuschreiben, was ausgesagt wird. Denn bei freundlich könnte es bei solchen einseitigen Nutznießern nicht bleiben (Erfahrung)

Braucht man Impfungen? Wegen der Tiere und Kindern? :biggrin::icon_hihi: Gibt es Schulungen Einweisungen bezüglich Umgang mit Tieren? :wink:

Du müsstest jetzt überlegen, ob diese Tätigkeiten etwas mit Deinen beruflichen Erfahrungen zu tun haben. Wenn nein, dann rein damit in den Antrag "aufschiebende Wirkung des WS" bei Gericht. Ich würde ebenfalls einfügen, dass erst eine Zuweisung ohne Gespräch erfolgt, dann erst Einladung. So ist das in den Weisungen nicht vorgesehen. Du sollst einfach nur Füllmaterial sein.

Wenn ein Termin zum AGH Träger eintrifft, Fahrkosten beantragen!
 

martinpluto

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hallo, das Verhalten von dir bleibt immer gleich: Bei einem termin wird man (so wars auch bei mir) alle möglichen Unterschriften von dir verlangen (hinweise zum Datenschutz, angebliches "Begrüßungsschreiben" oder ähnliches. Du unterschreibst gar nichts (es ist dein gutes Recht eine Überprüfungszeit zu verlangen; 10tage würde ich jeden fall fordern) und nimmst alles mit nach Hause. Du gibst auch kein telefon an. Wegen der nicht geleisteten unterschriften (sofort) bekam ich damals ein hausverbot. Dann schreibst du zuhause einen widerspruch wo du auf den verlauf eingehst (die papiere welche du bekommst prüfst du vorher wieder hier) und nachfrägst auf welcher rechtsgrundlage die geforderten unterschriften stehen. Anfangen kannst du jetzt schon mit dem widerspruch, die begründung ist hierbei die unklare strategie zur eingliederung, dir ist nicht klar was sich konkret damit für dich beruflich verbessert.
 

Pixelschieberin

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Ergänzend zu vorherigen Analysen:

- Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich?!
Das gilt selbstverfreilich für Angestellte, die mit bestimmten Personengruppen arbeiten wollen - aber was gilt hinsichtlich der Preisgabe von Sozialdaten Zwangszugeführter, die aus der Tätigkeit kein Arbeitsverhältnis ableiten können sollen?
:idea:
Egal, was drin steht oder nicht - Stichwort: Recht auf informationelle Selbstbestimmung - wollte ich DAS mir völlig unbekannten, zudem fremdbestimmt aufoktroyierten Dritten zwecks Einsichtnahme zur Verfügung stellen?
Was aber auch ein Pech, wenn die Vorbedingungen ohne dieses Dokument nicht einzuhalten sind.
Btw, zur Kostenfrage war komischerweise nichts erwähnt.
Obszöne 1,50 € sollen lt. GG zwar die Aufwandsentschädigung sein - wofür genau welcher Aufwand zu betreiben sei, obliegt dabei wem?

Kann bitte ein Auskenner etwas dazu beitragen - dahingehend ob dem Träger-Amigo dieses Sozialdatum überhaupt zusteht?
Ich finde im Web grad nur, was Angestellte beizubringen haben.

Überlegenswert:
Wenn bei MT-Trägern schon kein Lebenslauf des HE abzugeben ist (Leipziger Urteil), weshalb sollte der HE eine noch tiefere Beleuchtungen seiner bisherigen Laufbahn zulassen müssen?

Aus meiner Lesezeichen-Sammlung:
- hartaber4 - Urteilssammlung, was den Träger alles einen feuchten angeht - Datenschutz
- 0zymandias - Lebenslauf - Maßnahmeträger bekommt nur Kontaktdaten - Urteil Leipzig

- Holz "vorbereiten" hört sich nach gefahrengeneigter Arbeit an, die ich ohne schnitthemmende Schutzbekleidung und Ausbilder mit IHK-Abschluß o. Ä. nicht ausführen wollte.

- Kochen?
Von mir aus.
Als gutgelaunter Supervisor, der Kenntnisse vermittelt, die früher daheim an Schulkinder herangetragen wurden - jedoch nicht als unterbezahlte Schnippelmagd, die voluminöse Goulaschkanonen zu füllen hat.
Zudem ausschließlich mit geschäftsfähigen Erwachsenen, die mir zuvor schriftlich versichern, mich nicht haftbar zu machen, sollten sie sich ungeschickt anstellen und sich deshalb Schaden zufügen.

Ich traue mich schon nicht, andrer Leuts Kinder in meinen Kochroutinen zu unterweisen weil ich Sorge habe, die verletzen sich ausgerechnet unter meiner Aufsicht - mit irreversiblen Folgen.
Was sich schon bei einem einzigen Fremd-Kind zum Fiasko auswachsen kann, dann womöglich noch 'n Sack voller Flöhe in die Spur bringen?
Och nöööö.
Sollen die sich Künste und Gefahren täglichen Lebens von den eigenen Leuten beipulen lassen.
Oder gegen entsprechendes Entgelt - einem, das Aufgaben und Gefahren anerkennend Rechnung trägt.

**** *** ** *
Aus dem Nähkästchen:
Während meines letzen Zuweisungsdebakels hatte ich mich hoch motiviert bei der Träger-GF für deren, auf der HP wortreich angepriesenen, Kamera-, Video- und Filmschnitt-Truppe beworben.
Vorstoß, anstelle der JC-Zuweisung, wo ich deren Vertrag nicht unterzeichnen wollte.
Angepriesen war: Jugendliche mit Migrationshintergrund, sinnvolle Freizeitbeschäftigung/en und so...
Ich hätte mir vorstellen können, denen ein paar Kniffe zu zeigen.
Mit mir an Bord könnten doch gleich mehr Jugendliche bespaßt werden.
Bin schließlich Ausbilder mit IHK- UND staatlich anerkannten Pappen.
Als fest angestellte Kraft sei ich wesentlich motivierter, Verträge abzuschließen, die meine Rechte beschneiden, als als Zwangsarbeiter mit obszön winziger Feigenblatt-Entlohnung.

Die Vermeidungs-Antwort der GF hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt:
Das ginge leiiiider nicht.
Dazu braucht's eine Son-der-pädagogen-Ausbildung.
Alles klaro.
Die haben sicher Grundlagen der physikalischen Optik und Filmschnitt im Gepäck.
16-jährige Gruppenleiter kirchlicher Frohschargruppe hingegen...

* ** *** ****
- Bei Bau und Inbetriebnahme von Sitzelementen, gefertigt unter Anleitung und Aufsicht von Lehrern, die nie den Dunstkreis der grauen Theorie verlassen haben - außer es handelt sich um Berufsschullehrer oder solche, die durch zweiten Bildungsweg oder Elternhaus eine handwerkliche Vorbildung im Gepäck haben - wäre noch eine Berufshaftpflicht- und/oder Personenhaftpflichtversicherung abzuschließen.
Ist das gewährleistet?
Wer zahlt das?

***
Wie bei der Hinterfragung von Bürgerarbeit, die ohne jedwedes Schamgefühl als Anti-Decke-fällt-dem-unbespaßten-Elo-auf-den-Kopf-Geschenk abgefeiert wird, könnte auch eine ganz offizielle Bewerbung als "Schulassistentin" an solche Mitesser abgesetzt werden, die unter fadenscheinigen Sozial-Deckmäntelchen diversen Neigungen frönen.
Sollte daraufhin eine blumenreich-verschwiemelte Absage kommen, wäre sogar zu belegen, daß diese Tätigkeit sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt.
Die Gehaltsvorstellung orientiere sich - genaue Eckdaten sollen sie sich bitte selbst erkunden - an Mindestlohn oder ortsüblichen Tarifen.

Kommt keine Absage, kann beim Geplänkel angeführt werden, daß ich mich bereits offiziell um diese offensichtlich offene und zu besetzende Stelle beworben hätte, ich zaudere, weil ich keine Arbeitsplätze vernichten wolle, die der Allgemeinheit Sozialvericherungsbeiträge ...
... ich deshalb nichts aber auch gar nichts unterschreiben werde, was nach Vereinbarung oder Vertrag riecht.

Das sind nur Beispiele, wo entlang sich die Argumentationsketten schlängeln könnten, um Zwangsarbeit-für-lau zu bitteren Pillen der Weisungsbefugten zu machen.

Für die eigene Entscheidungsfindung - sollte es unerwartet zum VG in richtige Arbeit kommen:
Hört sich "Schulassistentin" nicht genau so wichtig an wie "Facility-Manager"?
Beides keine IHK-oder staatlich anerkannte Ausbildungsberufe.
Einen Schutz für diese Berufsbezeichnung konnte ich nicht finden.
Das Salär sollte - gemessen an den breit gefächerten, nahezu eierlegende Wollmilchsau-Erwartungen - bei beiden Assistenz-Jobs gleich hoch sein.

Die selben Überlegungen lägen meiner Wertersatzklage zugrunde.

[...]Ich könnte mir denken, dass der Gesprächspartner über die Fragen oder das Vorgehen nicht happy sein wird und die Stimmung dann in "dann lasse ich Dich sanktionieren" umschlägt. [...]
Bei Klangschalen-Hintergrundmusik erwarte ich eher diese passive Gouvernanten-Aggressivität, die dem Zwangszugeführten ein schlechtes Gewissen bereiten soll.
Schließlich wollen sie doch nur sein Bestes.
Und HELFEN.
Indem sie die HE ausnutzen und übervorteilen?
 

Linsencurry

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Guten Morgen und danke erst mal für die umfangreiche Antwort. Ich habe leider derzeit nicht immer Internet und antworte daher erst jetzt. Harmoniesüchtig bin ich ganz sicher nicht, daher werde ich mir deine Ideen gut durch den Kopf gehen lassen und schauen, was umsetzbar ist.

Beide Schreiben hatte ich erst nachmittags am 20.12. im Briefkasten und habe am 21.12. beim MT angerufen, aber niemanden erreicht. Nun werde ich es erst am 27.12. wieder probieren können mit Anrufen.

Aber gut, Vorbereitungszeit für mich. 😀
 
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frau ela1984

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@Linsencurry Bitte nicht anrufen. Sondern Brief nachweislich hinschicken oder evtl. Faxen mit Sendungsbericht falls Faxnummer bekannt ist. Elos telefonieren grundsätzlich nicht mit MATs..;)

Auf der Vorladung zum Meldetermin sieht es so aus, als hättest du denen deine E-mail Adresse mal gegeben, diese solltest du auch zeitnah löschen lassen. Du musst für das Jobcenter sowieso nur per Post erreichbar sein.
 

Pixelschieberin

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Nun werde ich es erst am 27.12. wieder probieren können mit Anrufen
Ergänzend zu Vorrednern:
Denke ab Erhalt dieser Zuweisungen stets daran, daß jedwede Kommunikation mit deinen Antagonisten vor Gericht landen kann und deshalb stets so gefaßt sein sollte, daß das kein Problem für DICH darstellen wird.

(D)einen pflichtschuldig getätigten Anruf - zwecks Kontaktaufnahme ? - kannst du im Streitfall nicht nachweisen.

Stimmt schon - Kontaktaufnahme nach 0zys Art
Hiermit nehme ich, wie vom JC angewiesen, Kontakt mit Ihnen auf.
MfG
Du-mich-auch
klingt für jemanden, der aus der freien Wirtschaft vorausschauendes Denken gewohnt ist, grotesk,
ist aber eine der dem HE zur Verfügung stehenden Werkzeuge, Disziplin auf der gegnerischen Seite Einzug halten zu lassen.
Die vermitteln, mir, ich sei doof?
Dann kann ich noch viel dööfer.

Worterbsen zählen und logisch darauf reagieren, ist das, was jeder Jurist nachvollziehen kann.
Deine Interpretationen?
Eher nicht.
0zymandias schrieb:
Nicht, was vom Empfänger vermutet werden soll gilt, sondern exakt das Wort, das vom Amt geschrieben wurde.
 

Linsencurry

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Guten Morgen und Danke, mein "Fahrplan" für die nächsten Tage steht. Ich werde heute erst mal sehen, dass ich per Fax Kontakt mit dem MT aufnehme und mir aufgrund des schnell ausbleichenden Faxpapiers Kopien und Fotos davon machen.

Oder wegen Poststempel und Nachweisbarkeit besser per Einschreiben Kontakt mit MT aufnehmen?
Danach informiere ich über die Kontaktaufnahme meine SB und gehe davon aus, am 2.1. um 8 Uhr beim MT auf der Matte zu stehen.

Die Idee mit der Bewerbung als Schulassistentin finde ich genial und will das auch umsetzen. Bin nur noch unsicher, ob ich dann mit Lebenslauf und Adresse genauso umgehen soll wie in anderen Bewerbungen oder besser die Telefonnummer weglassen, da bestimmte Daten ja MTs nichts angehen?

Dass ich beim MT nichts unterschreiben werde ist klar, aber will mich dann, wenn ich das mit der Kontaktaufnahme hinter mir habe, auf den Termin vorbereiten.
 

frau ela1984

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bei der Bewerbung weder Telefonummer und E-mail angeben, dazu bist du sowieso nicht verpflichtet.

Wegen Fax kann ich dir Simple Fax empfehlen, man bekommt da einen qualifizierten Sendungsbericht per E-mail sowie in dem Account. Pro Seite kostet es 7 cent also deutlich billiger als ein Einschreiben
 

Linsencurry

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Ah, super. Danke. Das schaue ich mir an. Kenne mich mit Fax sonst auch gar nicht aus. Nur mit E-Mail und Post halt.

Mein Problem: um Kosten zu sparen, bewerbe ich mich im Normalfall immer per E-Mail. Also doch drucken diesmal dann. Sehr nervig für mich, aber gut für meine Ruhe vorm MT.
 

frau ela1984

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Ja, drucken ist wirklich das beste in dem Fall. Ich bewerbe mich auch auf Vermittlungsvorschläge nur per Post, denn per Mail via VV habe ich schon ziemlich schräge Sachen von dem potenziellen Arbeitgeber erlebt.
 

Pixelschieberin

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Aus meinem Pfeilköcher:
Die Nachweisbarkeit des Eingangs meiner Schreiben stelle ich mit der Methode "doppelt gemoppelt" auf niedrigem Kostenniveau sicher.
Die als zu häufig empfundene Erwähnung der Vorgehensweise geht einer Mit-Forentin zwar voll auf den Docht - aber - da ich nicht davon ausgehen kann, daß Noobs sie sogleich finden werden, werde ich mir trotzdem weiterhin erlauben, diese Verlinkung zur Verfügung zu stellen.
Mein JC hat sich unlängst darauf verlegt, nur die jeweils erste Seite eines Fax' erhalten zu haben.
Das ist die Seite, die das Sendeprotokoll "abbildet"
Die fünf anderen seien unleserlich/nicht komplett übermittelt worden.

Also - gehen mehrseitige Dokumente bei mir neuerdings peu a peu raus. :biggrin:
 

frau ela1984

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Aus meinem Pfeilköcher:
Mein JC hat sich unlängst darauf verlegt, nur die jeweils erste Seite eines Fax' erhalten zu haben.
Das ist die Seite, die das Sendeprotokoll "abbildet"
Die fünf anderen seien unleserlich/nicht komplett übermittelt worden.


Also - gehen mehrseitige Dokumente bei mir neuerdings peu a peu raus. :biggrin:
Guter Tipp. Auf die Idee ist mein JC noch nicht gekommen, aber schon dreist von denen. Oder es liegt an deren Faxgerät..;)
Ich glaube, ich mache das zukünftig auch so, bei mehreren Dokumenten alle einzeln als Fax verschicken. Die Kosten bleiben eh gleich.
 

Linsencurry

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Ok, sollte die Bewerbung dann auch per Fax raus oder normal per Post? Mache gleich erst mal die Kontaktaufnahme zum MT per Fax, so dass mir die SB keinen Ärger macht.
 

Linsencurry

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Ok, die Bewerbung geht per Post raus. Danke euch schon mal für eure Hilfe. Ich werde morgen früh um 8 Uhr beim MT sein, auch wenn ich keine Rückmeldung vom MT bezüglich des Maßnahmestarts habe. Generell unterschreibe ich nichts, werde aber viel mitschreiben.
Ich werde danach berichten.
 

Georg1975

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Ja, drucken ist wirklich das beste in dem Fall. Ich bewerbe mich auch auf Vermittlungsvorschläge nur per Post, denn per Mail via VV habe ich schon ziemlich schräge Sachen von dem potenziellen Arbeitgeber erlebt.
Was ist mit "schräge Sachen" gemeint, hast Du da ein konkretes Beispiel parat?

@all: wenn ihr euch schriftlich bewerbt, lasst ihr dem JC dann als Nachweis eine Kopie des Anschreibens zukommen?
 

Kerstin_K

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@all: wenn ihr euch schriftlich bewerbt, lasst ihr dem JC dann als Nachweis eine Kopie des Anschreibens zukommen?
Nein, wir sind hier nicht in der Schule, wo die Hausaufgaben kontrolliert werden. Das führt nur dazu, dass das JC meint, man brauche eine Massnahme, um die Bewerbungen zu verbessern.
 
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Georg1975

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Nein, wir sind hier nicht in der Schule, wo die Hausaufgaben kontrolliert werden. Das führt nur dazu, dass das JC meint, man brauche eine Massnahme, um die Bewerbungen zu verbessern.
In meinem VA steht drin dass ich Eigenbemühungen nachweisen muss, z. B. durch Kopien von Anschreiben an die AG, erhaltene Eingangsbestätigungen oder Absagen. Da die wenigsten AG absagen oder Eingangsbestätigungen verschicken, bleibt mir nicht mehr viel übrig. Oder gibt es Alternativen, die ich übersehen habe?
 

Kerstin_K

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Ich würde es erstmal mit einer simplen Liste versuchen. Ein Anschreiben beweist gar nichts.
 

Pixelschieberin

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[...] z. B. durch Kopien von Anschreiben an die AG, erhaltene Eingangsbestätigungen oder Absagen. [...]
Zuerst sollte sich der HE von der Michel-Attitude frei machen, daß über alles - Hacken zusammenschlagend, Hände an der Hosennaht - kleinklein Bericht zu erstatten sei.
Mündige Bürger hinterfragen die Forderungen, die an sie gestellt werden und prüfen sie auf deren Richtigkeit und Zumutbarkeit.

Letzteres - Eingangsbestätigungen oder Absagen - kann der Bewerber doch gar nicht beeinflussen, deshalb darf auch nicht verlangt werden, was die Beteiligung Dritter - hier der potentielle AG - erforderlich macht.
Das ist rechtswidrig.

Ersteres: Die Bewerbung - gehört zur vertraulichen Kommunikation zwischen potentiellen Vertragspartnern, wovon der eine vielleicht gar nicht will, daß ein Dritter - hier ein JC-SB SEINE Kommunikation mitbekommt.
(Siehe Link vom RA)
Wenn schon die Bewerbungen wie Hausarbeiten vorgezeigt werden, dann womöglich noch Vertragsentwürfe und andere vertrauliche Dokumente?
Die sollen von einem Textbausteine zusammenklöppelnden SB begutachtet und bewertet werden!?
Mit so 'ner unreifen Plappertasche, die alle Türen aufreißt nur weil einer Buh macht, würde ich keine Geschäftsbeziehung eingehen, gar meine Güter anvertrauen wollen.

Aus meiner Linksammlung:
RA für Arbeitsrecht - Bewerbungsunterlagen im Arbeitsrecht
Arbeitsrecht - JC darf keine Arbeitsverträge etc verlangen


!
 
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Georg1975

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Da finde ich meine Email-Bewerbungen doch einfacher.

Ins Textfeld einfach "Sehr geehrte Damen, Diverse und Herren......im Anhang meine Bewerbung für die Stelle als Blablabla, Grußformel usw.", ausdrucken fürs SBlein, und schon kann ich beweisen dass ich mich eigenbemüht habe.
 

Pixelschieberin

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Was soll denn DEIN Ausdruck beweisen?
Der "beweist" genau so viel wie eine Liste (,die ich mir auch selbst ausdrucken kann)
 

Georg1975

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Was soll den DEIN Ausdruck beweisen?
Der "beweist" genau so viel wie eine Liste (die ich mir auch selbst ausdrucken kann)
Nichts, wobei ja im Härtefall die Beweislast hier sowieso nicht bei mir läge. Aber meine Vorgehensweise hat sich seit knapp 10 Jahren bewährt, nicht einmal kam eine Rückfrage (wichtig für mich, ich möchte den Kontakt mit dem JC, falls möglich, auf das notwendige Minimum beschränken, und wecke nur ungern schlafende Hunde) der vielen SB, die in diesen 10 Jahren kamen und gingen.

Nun suche ich nach einer genauso unkomplizierten Vorgehensweise für Briefbewerbungen. Und sollte es die nicht geben, bleibe ich eben bei meinem o. g. System.
 

Pixelschieberin

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Bring nicht die Begriffe durcheinander:
Nichts, wobei ja im Härtefall die Beweislast hier sowieso nicht bei mir läge. [...]
Wo steht denn das?
Soweit mir bekannt, trägt die Beweislast für eine Zustellung an Adressat XY der Absender.
Wenn "im Härtefall" (was ich mit Streitfall bezeichnen würde) verlangt werden sollte, Bewerber soll beweisen, daß...
steht jedwede Email-Kommunikation solange auf tönernen Füßen wie der Adressat (pot. AG) keine Bestätigung rauszurücken braucht.

Selbst wenn sich im Einzelfall eine Vorgehensweise seit X Jahren bewährt hat, läßt sie - wie in deinem Beispiel - keine Ableitung auf generelle Rechtsverbindlichkeit zu.
 

Linsencurry

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Hallo und was für ein Chaos, das meine SB da mit der Zuweisung fabriziert hat:

Pünktlich um 8 Uhr war ich heute am Einsatzort und wurde von zwei Mädels, die bei dem Träger ihr FÖJ machen, aber selbst keine Ahnung von meiner Maßnahme hatten, über den Hof geführt und mir wurden die Tiere und einige Aufgaben dort gezeigt.

Zwei FAV-Kräfte arbeiten da noch und das sogar gerne. Einer äußerste da schon den Verdacht, dass im Büro vom MT Brückentag sein könnte und daher niemand da.

Ich rief immer wieder, auch mit den FAV-Kräften als Zeugen und unterdrückter Nummer beim MT an, jedoch ohne wen zu erreichen.

Im der Zwischenzeit klären mich die FAV-Kräfte darüber auf, dass ich ohne unterschriebenen Vertrag und erweitertes Führungszeugnis da wegen der Kinder und wegen Versicherungsschutz so gar nicht da sein darf. Schon das Ausrutschen z.B. auf Hühnerkacke wäre dann nicht versichert, sollte mir da was passieren.

Eine FAV-Kraft meinte schon, dass das mit der Zuweisung so kurzfristig vor den Feiertagen zu kurzfristig sei und meine SB nur noch schnell für 2018 Gelder an MT raushauen wollte, wobei das zeitlich halt mit der Maßnahme nicht hinhauen kann wegen der Feiertage.
Außerdem würde bei dem MT in Vorstellungsgesprächen auch erst mal persönlich mit mir abgeklärt werden müssen, ob ich da überhaupt reinpasse und ich würde vom MT einen Schrieb fürs erweiterte Führungszeugnis bekommen, das ich beim Bürgeramt beantragen muss und wo es bis zum Erhalt zwei Wochen dauern kann.

Daraufhin machte ich noch Fotos von mir und dem Einsatzort als Beweis, dagewesen zu sein und fuhr dann zum Büro des MT.

Am MT-Büro war alles abgeschlossen. Türen und Tor zu. Also auch da, es war inzwischen 11:30 Uhr, Selfies gemacht, noch ein Foto der Klingel, die nicht mal erreichbar ist, da die Tür am Zaun wie heute abgeschlossen ist.

Da das Jobcenter heute zu hatte, konnte ich nicht mal zu meiner SB und ihr das Geschehene schildern. Kann frühestens morgen um 8 Uhr hin.

Was ratet ihr mir zu meinen weiteren Schritten beim JC und MT?
Die Maßnahme will ich nach wie vor nicht. Danke im Voraus.
 

Georg1975

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Geile Geschichte. :LOL:

Genau so der SB schildern, dieser dabei aber nicht allzu offensichtlich ihre eigene Inkompetenz aufzeigen.
 

Pixelschieberin

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Deine Informanten haben sich als papageienartige Nachplapperer qualifiziert:
Schon das Ausrutschen z.B. auf Hühnerkacke wäre dann nicht versichert, sollte mir da was passieren.
Hach ja, diese allseits beliebte urbane Legende aus dem Träger-Dunstkreis habe ich schon ein paar Tage nicht mehr gelesen.
Die lasse ich stets unkorrigiert im Raum stehen!
Was ein Pech, dann muß ich mich sofort nach Hause in Sicherheit bringen. :biggrin:


Gesetzesgrundlage:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Versicherte Personen: Personen, die aus anderen sozialstaatlichen Gründen Versicherungsschutz genießen
(häusliche Pflegepersonen, Arbeitslose...)
Kaiserqualle - kurze, knackige Ergänzung zur Unfallversicherungsmär der Träger in Gestalt einer fachlichen Weisung der BA

Beachte, beim VG mit potentiellen AG ists wieder anders:
Martin Behrsing - Kein Unfallversicherungsschutz bei einem Vorstellungsgespräch
meine SB nur noch schnell für 2018 Gelder an MT raushauen wollte, wobei das zeitlich halt mit der Maßnahme nicht hinhauen kann wegen der Feiertage.
Wenn kein "Vertrag" mit dir zustande kommt, sind diese Gelder dann auch flöten? ^^
Mit dem Wissen um Verfristung hatte ich - bedingt durch meine ausbedungene Prüfzeit - dem Steuerbürger 6 Monate Transferleistung für sinnlosen Zeitvertreib gespart,
Es traf keinen Armen, der GF ließ mehrere Pferde auf der lokalen Galopprennbahn antreten.
Was ratet ihr mir zu meinen weiteren Schritten beim JC und MT?
Ab jetzt würde ICH nur noch per Schneckenpost kommunizieren. :biggrin:
Wer hingeht, um mündlich zu verhandeln, begibt sich in Beweisnot.

Sende nachweisbar einen Bericht an JC und stelle dumme Fragen.
Die bauen auf vorauseilendem Gehorsam,
Das unterlaufe ich mit fragen, fragen, fragen.

Z.B: dergestalt:
- Warum du zum [Trägername] geschickt wirst, und keiner Bescheid wisse
- Warum dort zum angegebenen Zeitpunkt kein Verantwortlicher vor Ort sei und dir auch keiner sagen konnte, ob und wann dem so sein werde.
Immer mit spitzem Finger rin ins Böse und stochern...
- Warum du - lt. Auskunft Trägermitarbeiter - dort nicht versichert seist sofern keine Sonderbedingungen erfüllt werden?
Davon war bei der letzen Besprechung mit Frau Merkbefreit (SB) keine Rede.
- Wer bezahlt das angeforderte polizeiliche Führungszeugnis?
Ich brauche nämlich keins.
- Auf Grund welcher Gesetzesgrundlage bist du verpflichtet, das einem Dritten (MT) zur Verfügung zu stellen,
wo der noch noch nicht Mal deinen Lebenslauf zu kennen braucht?
Stichwort Leipziger Urteil.
hartaber4 - Urteilssammlung, was den Träger alles einen feuchten angeht - Datenschutz

Meine abschließenden Floskeln des Fragenbombardements sind stets in dem Tenor gehalten:
Bitte beantworten Sie meine Fragen zeitnah, da ich mich bis zur Klärung außerstande sehe, den mir auferlegten Pflichten nachzukommen.
Vorsorglich mache ich darauf aufmerksam, daß ich die wegen Ihrer Desorganisation hinzunehmenden Verzögerungen nicht zu vertreten habe,

Ich hab euch alle gaanz lieb,
Die mit dem Kopf an der Wand schläft
 

Linsencurry

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So, habe der SB per Mail geschildert, was passiert ist und sie auch mit Fragen genervt. Warte jetzt auf eine Antwort von ihr. Soll ich mich heute trotzdem nochmal beim MT melden oder erst mal ihre Antwort abwarten? Sollte sie es mit ner Sanktion probieren, möchte ich rechtlich beste Chancen haben, dagegen vorzugehen.
 

Couchhartzer

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Ab jetzt würde ICH nur noch per Schneckenpost kommunizieren.
Dein gutgemeinter Rat stieß offenbar auf "taube Ohren", wie nachfolgend zu sehen.
So, habe der SB per Mail geschildert
Ich verstehe immer nicht, dass man, wenn man schon helfend die Möglichkeit Zeit zu schinden genannt bekommt, man es dennoch anders und falsch macht und damit den Gegner Zeitgewinne zuschustert.
Und das auch noch in einer Form die nicht hinreichend gerichtsfest ist und damit im ungünstigsten Fall dann auch noch zum Nachteil gedeihen kann.
 

frau ela1984

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Dein gutgemeinter Rat stieß offenbar auf "taube Ohren", wie nachfolgend zu sehen.
Ich verstehe immer nicht, dass man, wenn man schon helfend die Möglichkeit Zeit zu schinden genannt bekommt, man es dennoch anders und falsch macht und damit den Gegner Zeitgewinne zuschustert.
Und das auch noch in einer Form die nicht hinreichend gerichtsfest ist und damit im ungünstigsten Fall dann auch noch zum Nachteil gedeihen kann.
Deswegen bin ich nicht immer so motiviert hier im Forum was beizutragen. Es ist ja nicht nur online auch in der Realität, wissen andere Elos immer wieder alles besser und wundern sich dann, wenn es doch nicht so funktioniert wie gedacht. Und währendessen lacht sich das JC oder MAT ins Fäustchen ....argh....
 

Pixelschieberin

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Ich verstehe immer nicht, dass man, wenn man schon helfend die Möglichkeit Zeit zu schinden genannt bekommt, man es dennoch anders und falsch macht und damit den Gegner Zeitgewinne zuschustert.
Ich kann mir denken, wie es dazu kommt.
M. E. ist das eine typische Herangehensweise derer, die zivilisierte und verbindliche Kommunikation aus anderen Geschäftsbereichen kennen.
Mir ging das auch so.
Ich dachte, alles wird gut, wir sind in einem Rechtsstaat.
Daß Mitarbeiter einer deutschen Behörde deren Sponsoren ohne mit der Wimper zu zucken über die Klinge springen lassen könnten, kam mir bei meinen Erstkontakten gar nicht in den Sinn!
Ich unterschrieb jedes mir über den Tisch geschobene Blatt.
Die Erläuterungen klangen zunächst plausibel.
Das krude Deutsch verstehe falsch wer will.
Wird schon seine Richtigkeit haben wenn eine ausgebildete Fachkraft das so sagt.
Ohne Arg verabsäumte ich - wie viele vor und nach mir auch - mir Duplikate für diese Freifahrscheine aushändigen zu lassen, die skrupellosen SB Tür und Tor öffnen sollten.

Von Maßnahmeindustrie und Sozial-Mafia hatte ich bis dato null Ahnung, hatte ich nach der ersten Stippvisite des Forums diese Seiten kopfschüttelnd und ungläubig geschlossen.
Von solch negativen Berichten wollte ich mich nicht beeinflussen lassen!

Heute weiß ich, dieser ganze AlG-Dunstkreis bildet knallharte Parallelgesellschaften aus, in die es sich erst einzufinden gilt.
Verhaltensmuster abzustreifen, die auf Verbindlichkeit und Fairness beruhen, ist mit einem - teilweise schmerzhaften - Häutungsprozeß zu vergleichen.

Solche Überlegungen im Hinterkopf, könnten frustrierte Ratgeber wieder motivieren, der Kälte des Staats die Stirn zu bieten.

Bilder aus meinem Nähkästchen:
Der erste Seifensieder ist MIR aufgegangen als ich mich bei der verzweifelten Suche nach dem ersten mir zugedachten BASIS-Maßnahmeort - die Adresse war falsch ausgewiesen, ich hatte richtig ANGST, zu spät zu kommen und meine Pflicht/en nicht zu erfüllen - am Ende einer Warteschlange wiederfand, die sich vor einem das Schiebetor belauernden Pförtnerhäuschen aufgebaut hatte. Darin demonstrierte ein Pseudo-Uniformierter sein bißchen Macht , indem er ohne Eile belegte Brötchen verspeiste.
Pause muß sein.
Die Schlange vor mir setzte sich aus ca. 20 JVA-Insassen und deren bewaffneten Bewachern zusammen.
Offenbar waren sie zur Pflege des auf dem weitläufigen Gelände befindlichen Sportstadions und der umzäunten Parkanlage abberufen.
Zugegeben - ich war ziemlich perplex und wollte es für ein Mißverständnis halten, daß eine von meiner SB ausgewählte Peergroup sich dergestalt zusammen setze.
Wo war ich hin geraten?
Wie mich ein dort zu knüpfendes Netzwerk in sozialversicherungspflichtige Arbeit be"fördern" werde, konnte ich mir - von einem Fuß auf den anderen wechselnd - nicht vorstellen.
Btw, mit Businesskostümchen und Pumps kam ich mir ziemlich overdressed vor;
sticht das Outfit inmitten all der blauen Overalls mit riesigem JVA-Soundso-Schild auf den Rücken so unübersehbar heraus wie ein Bakterium, das sich mit Penicillin infiziert hat.

Während ich auf Einlaß aufs Gelände wartete, dämmerte mir, SO also sieht das Ende der Fahnenstange für Erwerbslose mit überschrittenem Jugendwahn-Zenit aus.
Sofern sie Vertrauen in die Institutionen beibehalten und die Regie über deren Lebenszeit einem Transferleistungen beziehenden Sachbearbeiter zugestehen.
Damit ist jetzt Schluß.
War da nicht dieses Forum?
Meinen ersten Anfragen ist die selbe Verunsicherung abzulesen, die jeder Anfänger zu bewältigen hat, der völlig arglos in diese Materie einzusteigen hat.
Knappe Anweisungen oder Fragen von manch altem Hasen kamen mir oft wie von der Seite angezählt vor, fehlte mir die Erfahrung von heute.

UM-Orientieren und Neu-Sortieren im AlG2-Dunstkreis braucht seine Zeit und kostet Lehrgeld.
Es muß auch Mut gefaßt werden, über eigene Schatten - besonders dem der Harmoniesucht - zu springen.

Deshalb finde ich es wichtig, daß diejenigen, die aus der gezogenen Spur scheren, hinterher mitteilen, wie es ihnen ergangen ist.
Ich erinnere mich an eine Autorin mit dem Nickname "Nebelhexe", die mit viel Energie aber ziemlich planlos an ihren Widerstand heran ging.
Vor Ort tüchtig in die Zange genommen, knickte sie halt ein und verzog sich drama-queenig in die Schmollecke als sie endlich realisierte, daß von dort wo sie hin wollte, die meisten Ratgeber schon lange her kamen.
Leider hatte sie bereits im Vorfeld alles falsch gemacht, was es in diesem Minenfeld falsch zu machen gilt.
Die Konsequenz war, daß sie sich halt in die verhaßte Sinnlos-Maßnahme drein schicken mußte - allein um keine Sanktion zu kassieren.
Das war fürwahr ein Lehrstück.
 
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Linsencurry

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Hallo liebes Forum,

sind ja nun schon ein paar Tage vergangen und damit insgesamt drei Termine:


11.01.2019: Termin bei meiner SB

Bei meiner SB wurde lediglich meine berufliche Situation besprochen und sie informierte mich, dass sie mit dem MT telefoniert hatte. Da ich meine EGV nicht unterschreibe, bekam ich diese ein paar Tage später von ihr per Verwaltungsakt, wie auch schon die Zuweisung im gelben Brief. Meine SB meinte noch, dass sie es bei einem anderen MT mit mir probieren würde, wenn der jetzige MT nichts für mich sei.
Noch am selben Tag rief ich beim MT an und vereinbarte einen Termin zum Vorstellungsgespräch für kommenden Dienstag.


15.01.2019: Gespräch beim MT

Pünktlich erschien ich zum Gespräch beim MT, wobei sich die Mitarbeiterin vor Ort doch sehr über den gelben Umschlag, in dem ich die Zuweisung zur Maßnahme erhalten hatte, wunderte. Im Gespräch stellte sich da aber schnell heraus, dass wir in Sachen Tierschutz und speziell bei Themen wie Zucht und Nutzung völlig andere Standpunkte haben, wo von mir verlangt wird, meine Ethik zurückzustellen, angenommen ich entscheide mich für die Maßnahme. Den Wisch für das (bislang noch nicht beantragte) Führungszeugnis gab sie mir und stellte ihn gleich mit einer Gültigkeit bis 29.02.2020 aus, generell in der Annahme, dass ich die Arbeitsgelegenheit ja machen würde und auch noch Verlängerung bekäme. Dann gab sie mir noch die Nummer einer Mitarbeiterin am Einsatzort, die bei der Schule arbeitet, wo die Maßnahme läuft. Von Verträgen und Unterschrift war keine Rede. Ich rief an und vereinbarte dann den Termin.


21.01.2019: Termin an Einsatzstelle beim MT

Den Termin nahm ich dann heute auch pünktlich wahr, kam allerdings in einem doch von beiden Seiten sehr ehrlich geführten Gespräch wieder auf die ethischen Gegensätze, wo Einstellung und Konzept des Maßnahmeträgers mit meinem ethischen Empfinden kolledieren. Ich werde niemandem etwas vermitteln, wo ich nicht dahinter stehe. Ich brachte ruhig und sachlich meine Standpunkte hervor, sprach mich aber immer für die Arbeit mit Tieren aus. Einen unmotivierten Eindruck habe ich sicher nicht hinterlassen, aber einen Ehrlichen.
Was mich sehr verwunderte und wo ich dann auch entsprechend nachfragte, ob man denn dafür nicht eine spezielle Ausbildung brauche war, als die Mitarbeiterin vom MT ansprach, dass ich aufgrund des Schulkonzeptes auch Kinder und Jugendliche dabei haben würde, die Lernbehinderungen und sogar Autismus haben, da es eine integrative Schule sei. Sie verneinte dies und auch dass ich mit Kindern unerfahren bin, stellte für sie kein Problem dar. Finde ich persönlich sehr bedenklich, auch den Kindern gegenüber da Jeden, bei dem das Führungszeugnis einigermaßen ok ist, ranzulassen.

Notfalls soll ich mit meiner SB wegen einer anderen Maßnahme (welche ich natürlich auch nicht will, auch wenn ich zunächst ja was Anderes signalisiere) reden. Also in dem Fall, dass ich ethisch bei Tieren keine Kompromisse eingehen werde.


Nun bin ich nur etwas unsicher, wie ich hier weitermachen soll. Mein Führungszeugnis brav beantragen gehen, die Maßnahme doch machen wollen, aber nichts unterschreiben oder einfach aussitzen und den nächsten gelben Brief abwarten. Oder mich gar bei meiner SB melden und so tun, als ob ich einfach nur zu einem anderen MT will, wo ich dann aber nichts unterschreibe?

Bin grad etwas überfragt, aber danke euch schon jetzt für Strategien und Tipps. Der Link neulich, dass Kinder nichts für Jeden sind, hilft mir hier jedenfalls weiter. Wenn wer eine Rechtsgrundlage kennt, die mir im Falle von nicht mit eigener Ethik zu vereinbarenden Tätigkeiten helfen kann, wäre ich sehr dankbar.
 

Linsencurry

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Also mein ethisches Unbehagen äußert sich dadurch, dass ich Kindern vermitteln soll, dass es ok ist, Tiere zu halten und später auch ihr Fleisch zu verzehren. Als Veganerin für mich nicht vertretbar, sowas zu vermitteln. Ich kann mich dann nicht mehr im Spiegel anschauen.
Meine SB kennt meine Einstellung und würde mir deshalb auch keine Vermittlungsvorschläge für Tierversuchslabore oder Fast Food-Ketten geben.
 

Linsencurry

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Wie soll ich mich in diesem Fall Verhalten und weiter vorgehen? Ich möchte nichts machen, was ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann und möchte dauerhaft Ruhe reinbekommen was Maßnahmen angeht.
Nach einem Minijob suche ich schon länger.
Danke.
 

Linsencurry

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Ich
Warum telefonierst du mit dem MT? machst du das beim JC auch?
Ich telefoniere nicht mit dem JC und in dem Fall war anders die Erreichbarkeit schlechter. Meine Nummer geben ich bei sowas nicht Preis.
Jedoch wäre ich über ne Antwort, die mir wirklich weiterhilft, dankbar.
 

frau ela1984

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@Linsencurry: Jetzt mal ehrlich du hast hier etliche Ratschläge bekommen, dass man mit dem JC und dem Maßnahmeträger nur schriftlich via Post Kontakt aufnimmt. Was machst du? Du telefonierst mit dem Mat und schreibst deiner SB Mails?!

Was soll man denn dann noch groß raten? Du machst doch eh was du willst.

Jedoch wäre ich über ne Antwort, die mir wirklich weiterhilft, dankbar.
Meinst du wir schreiben das mit dem nicht telefonieren oder keine Mails schreiben aus Spass oder um dich zu ärgern? Nur schriftlich erreichbar zu sein, ist einer der Grundsätze die man als Elo verinnerlichen muss.

Du wirst niemals vor einer Maßnahme deine Ruhe haben, solange du im Bezug bist. Jedoch kannst du dafür sorgen, dass dein SB und die MATs weniger Bock auf dich haben bzw. weniger Lust haben, dich in eine Maßnahme zu stecken. Und dazu gehört nunmal kein Telefon + Mail! Und auch dass du nicht springst wie die es gerne hätten.
 

Linsencurry

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Ok, verstehe. Also hätte ich auch da faxen sollen. Gut, dann ziehe ich daraus den Schluss, dass ich warte bis wieder Post kommt. Bock hat man beim MT auf mich mit meiner Einstellung wahrscheinlich nicht. Werde nochmal in Ruhe alles durchgehen, denn ich rechne mit einer anderen Maßnahmezuweisung, spätestens wenn mich die SB wiedersehen will, was ja nur ein paar Wochen dauern kann.

Zur Erreichbarkeit: Als ich den ersten Termin beim MT hatte, bekam ich nur die Telefonnummer der Mitarbeiterin, bei der ich das zweite Gespräch haben sollte. Daher schien mir das als einzige Möglichkeit, sie zu erreichen. Wenn auch so, dass sie meine Nummer nicht bekommt.
 

frau ela1984

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Wenn man dir das nächste mal bei einem MAT nur eine Nummer geben will, bestehst du dadrauf das dir der Termin schriftlich mitgeteilt wird. Alternativ kannst du auch einfach sagen, du besitzt kein Handy oder Telefon ist zur Zeit kaputt. Sie sollen dich per Post anschreiben. Du bist schließlich nicht verpflichtet, mit MATs zu telefonieren.

Du musst auch mal weiter denken, wenn das vor Gericht geht, kannst du den Inhalt deiner Telefonanrufe nicht nachweisen. Die könnten dann auch sagen, die haben mit dir über nur das Wetter gesprochen....

Wenn du alles schriftlich nachweisbar machst, hast du aus Beweisgründen bessere Karten.

Was wurde eigentlich aus der Bewerbung beim Mat?
Und kam die EGV per Verwaltungsakt mittlerweile?
 

Linsencurry

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Hatte mich jetzt doch nicht beim MAT beworben, da ich schon beim Sinnlos-Termin am 02.01. ethische Differenzen bemerkt hatte. Werde mir das aber aufheben und hier andere Tipps anwenden, wenn es weitergeht.

Die EGV als VA kam mittlerweile, selbstverständlich im gelben Brief. Kann die gerne noch hier einstellen. Eine Arbeitsgelegenheit steht auch drin.
 

frau ela1984

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Stell die EGV als VA gerne ein. Wirst du dagegen Widerspruch einlegen?

Die Bewerbung sollte eigentlich dazu dienen, zu beweisen das die Arbeitsgelegenheit nicht "zusätzlich" ist, sondern einen regulären Arbeitsplatz verdrängt.

Davon das du den Job auch annehmen musst, hat niemand gesprochen ;)
 

Linsencurry

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Ok, ich sehe zu, dass ich die EGV als VA eingestellt bekomme.

Das mit der Bewerbung kann ich auch bei den anderen Arbeitsgelegenheiten, die mir meine SB schon mal gezeigt hat, anwenden. Ist einfach zu offensichtlich, dass sie da schon Stellen als Alternative aufgezeigt hat, im Normalfall von ausgebildetem Personal auf dem regulären Arbeitsmarkt zu besetzen wären.

Ob ich gegen die EGV als VA Widerspruch einlege, weiß ich noch nicht. Bislang hab ich das noch nie gemacht und hatte ca. alle sechs Monate mal ne Arbeitsvermittlerin gesehen. Sonst war weitestgehend Ruhe.
Nun ja, seit Oktober war es jetzt alle vier bis acht Wochen ein Termin.
 

Pixelschieberin

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Zur Erreichbarkeit: [...] bekam ich nur die Telefonnummer der Mitarbeiterin, bei der ich das zweite Gespräch haben sollte. Daher schien mir das als einzige Möglichkeit, sie zu erreichen.
Der Fortgeschrittene fragt sich: Seit wann kommt der Knochen zum Hund? :biggrin:

Wie auch immer - mir ist niemand bekannt, der sich zu Beginn der perfiden Spielreihe nicht auf die eine oder andere Leimspur schicken ließ.
Du bist lernwillig und verfügst über eine brauchbare Auffassungsgabe?
Dann wappne dich für die nächsten Runden.

Was mit dir gemacht wurde, gehört zu den dirty Tricks aus der Manipulationskiste, die auf Verblüffungseffekte zielen oder die Arglosigkeit des Gegenübers nutzen.
Mein dringender Rat:
Befasse dich eingehend mit dem Erkennen und Abwehren von Manipulationen.
Grundlagen von NLP zu kennen, vielmehr wie diese Techniken manipulativ eingesetzt werden, kann nicht schaden.
Im Gegenteil - manch Gespräch erinnert mich an Dokus, die u. a. über Scientologen und deren Praktiken aufklären.
Wem einmal der Seifensieder aufgegangen ist, wird solch ausgefeilte Techniken in jeder Talkshow erkennen und - je nach Intention des Sprechers - mehr oder weniger verstimmt auf das "Neusprech" reagieren.

Zum Thema Manipulation findet sich ausreichend Lesestoff im Netz, der populärwissenschaftlich aufgearbeitet ist.
Mir hat das - neben Coachings mit schlagfertigen Antagonisten - sehr geholfen, um in der Arena die blauen Flecken nicht nur zu kassieren.

Du "bekommst" keine anderen Kontaktdaten?
Comeon, ein großes Mädchen findet (s)einen Adressaten auch selbst heraus.
Eine ladefähige Postanschrift hat dir das JC sicher mitgeteilt.
Wenn nicht - geht halt wieder Zeit ins Land, um DAS zu klären.
Mit dem SB meines Vertrauens.
Dem, der mich zuzuweisen gedenkt.

Sofern interne Kommunikationswege beim DIENSTleister holprig sind, kann dir das wo genau vorbei gehen?
Einer der Jobs von HE ist es, NACHWEISBAR den Anforderungen nachgekommen zu sein, die der GG ihnen auferlegt.
Wünsch-Dir-Was-Extrawürste vom DIENSTleister sind nicht inbegriffen.

Mündige Bürger und aufgeklärte "Kunden" sollten sich vor der Konfliktsituation klar machen, WER in der Konstellation der Herr und wers G'scherr ist.
Die - ungeschönte - Erkenntnis beeinflußt das ganze Auftreten.

Vor Auseinandersetzungen mit vorgeblich sozialen Amigos finde ich heraus, ob mir diese Maßnahme tatsächlich helfen wird.
Wie oft ist der (Aus)bildungsstand der Hennen höher, sind sie wesentlich besser qualifiziert als die Eier, die ihnen das Leben in freier Wildbahn erläutern wollen?

Wird mir plausibel dargelegt, DASS und WIE mich diese Maßnahme fördern werde, kooperiere ich selbstverständlich im selben Maße wie ich es aus der Dienstleistung gewohnt bin:
Vorausschauend, mit-denkend, am selben Strang ziehend.

Sobald ich zur Verschiebemasse degradiert werde, ich hingehängt werden soll, allein um dem GF sein schickes Hobby (drei Traber unterhalten) zu sponsern, ohne selber einen halbwegs erkennbaren Nutzen aus dem Deal zu ziehen, modifiziere ich schlagartig vom geschmeidigen Schmierstoff zu knirschendem Sand im Getriebe.
Alternativ kannst du auch einfach sagen, du besitzt kein Handy oder Telefon ist zur Zeit kaputt
Mit halbgaren Ausfluchten zeigt das eingekreiste Zielobjekt an, nicht sonderlich konfliktbereit zu sein.
Das wird von eingespielten Jägerteams sofort als Feigheit und Wankelmut enttarnt.
Da mir diese Konfrontation auch keinen Spaß macht, lege ich mir andere Totschlagargumente zurecht,
Solche, die das Ansinnen des Fordernden mit offenem Visier erden.
Z.B:
Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß Telefonate MICH in Beweisnot bringen.
Deshalb bevorzuge ich die good old school-Methode derer von Thurn und Taxis. :wink:
Den Postweg.
Daraufhin kommt gern eine Textzeile wie:
Na, Sie sind aber mißtrauisch!
Jetzt kann das Gelernte aus der ersten Manipulationsabwehr-Lektion ausprobiert werden:
NICHT auf derartige Provokationen eingehen.

Je nach Laune reagiere ich mit beredtem Schweigen, mit mehrdeutiger Mine und/oder Achselzucken - lenke jedoch nicht ein, erkläre mich nicht, warum und wieso.
Lassen die nicht locker - wovon auszugehen ist - entspinnen sich Szenen wie diese:
Manipulator: Blabli, Blabla... Trari, Trara...
HE: Sagen Sie mal, haben Sie sich meine ladefähige Postanschrift nicht notiert?
Holen Sie sich 'nen Stift, dann diktiere ich Sie ihnen gerne.
Manipulator: Blabli, Blabla... Trari, Trara...
HE: Nach meinem Informationsstand hat Ihnen meine Postanschrift zu genügen.
Manipulator: Bla bli bla bla... Trari trara...
HE: Ihre internen Abläufe haben Sie den vom Gesetzgeber aufgestellten Vorgaben anzupassen und sie - laut gängiger Rechtssprechung - selbst zu organisieren.
Manipulator: Blabli, Blabla... Trari, Trara...
HE: Ab jetzt betrachte ICH den Punkt als ausreichend - und abgeschlossen - debattiert.
Manipulator: Blabli, Blabla... Trari, Trara...
HE: Falls Sie noch mehr dazu äußern wollen, tun Sie das bitte schriftlich.
Vorzugsweise teilen Sie Ihre Wünsche einem Adressaten mit, der die Gesetze in Ihrem Sinn abändern wird.

Bei solchen Worten hebe ich mich, gleichzeitig meinen Kram sortierend, aus dem Stuhl und führe das Gespräch notfalls stehend, zwischen Tür und Angel weiter.
Ziel der Übung:
Nonverbal die Kontrolle über meine Geschicke zurück gewinnen und übernehmen.

Red dich nicht raus wie ein Gefangener, übernimm gleich zu Beginn die KONTROLLE des Gesprächs.
Stelle normale Check-Fragen, die du jedem Waschmaschinenverkäufer stellen würdest.
Frage nach Zielen, Referenzen, Erfolgs-Statistiken, etc.
Immer wieder garniert mit: Nachprüfbar wo?
Kontakte?
Aha.
Und in welche Branchen?
Nachlesbar ist Ihre Behauptung WO?

Du willst keine Steuergelder verschwenden und dich nicht zum Mittäter machen lassen, sollte gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit verstoßen werden?
Dann treibe deinen Dienstleister - etwas anderes sind MT nicht- mit deinen Pflichtenheft-Fragen vor dir her.
Bei mir waren die stets froh, mich und meinen Fragenkatalog von hinten zu sehen.
Außer die paar unterdrückten Mitarbeiter, die sich ins Fäustchen grinsten, sobald der sonst naßforsche und unbotmäßige Chef ins Schleudern geriet und sich auf seinen Platz verwiesen sah.
 
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Linsencurry

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Liebes Forum,

nun hier erst mal der EGV-VA, gegen den ich am 30.01.2019 meinen Widerspruch eingereicht hatte. Dazu erhielt ich nur eine Eingangsbestätigung wie auch zum am selben Tag eingereichten Widerspruch gegen die Maßnahme.
 

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Linsencurry

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Nun ja, ich wusste ja schon, dass meine SB mindestens noch zwei andere Träger hat, zu denen sie mich gerne zuweisen will und so ließ die Zuweisung zu einem der Träger nicht lange auf sich warten. Wie bei der SB schon bald gewohnt, kam sie im gelben Umschlag als Einschreiben am 11.02.2019 bei mir an.

Sofort fiel mir auf, dass meine Qualifikation da zwar passt, aber dadurch wird, wie es in der Tätigkeitsbeschreibung steht, die Arbeitsplatzvernichtung noch deutlicher als bisher, weshalb ich überlege, mich da zu bewerben. Allerdings habe ich inzwischen auf der Website des Trägers gesehen, dass sie ähnliche "Jobs" auf ihrer Website als Stellenanzeige veröffentlicht haben. Allerdings da schon explizit als ehrenamtliche Stelle ausgeschrieben.

Mein Verdacht: Ehrenamtler finden sich anscheinend nicht, stattdessen versuchen sie, ihren Personalmangel mit Maßnahmeteilnehmern zu lösen. Die Zuweisung ist angehängt.

Macht es da überhaupt Sinn mit der Bewerbung? Ansonsten würde ich auf Fahrkosten und Datenschutz (man will auch hier, da ich wohl auch mit Kindern arbeiten soll, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis von mir) setzen. Einen Anwalt habe ich mir inzwischen gesucht für den Fall, dass ich ihn brauche.

Kontakt habe ich mit dem Träger noch nicht aufgenommen, aber das kann ich ja morgen noch per Fax machen.

Danke schon jetzt für jeden Rat.

Moderation:

DSCN5710.JPG (RFB) wurde gelöscht, weil nicht ausreichend anonymisiert. Kundennummer lesbar.
Stelle das Bild in Deinem nächsten Beitrag abonymisiert ein, damit ich es hier wieder anhängen kann.
Zeitkind
 

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Makale

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Was mir sofort auffällt ist die Tatsache, dass in beiden Bescheiden keine den gesetzlichen Bestimmungen (§§ 16d SGB II, 39 SGB I, 35 SGB X) entsprechende (Ermessens-)Begründung geliefert wird, warum die AGH erforderlich ist. Eine AGH kann als Ultima-Ratio-Mittel grundsätzlich erst dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Eingliederung in Arbeit in absehbarer Zeit (6 - 12 Monate) anders nicht erreicht werden kann. Ein Blick in die "Ziele" des EVA genügt jedoch schon und es wird deutlich, dass diese Voraussetzungen offensichtlich nicht vorzuliegen scheinen. In § 16d SGB II ist sogar ein Vorrang von Weiterbildung normiert. Damit erübrigt sich m.E. ein weiteres Eingehen; beide Bescheide sind rechtswidrig.
 

Merse

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Einerseits ist das JC durch die Zuweisung der Meinung, dass dir in absehbarer Zeit keine Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt möglich ist, andererseits werden monatlich vier Bewerbungen von dir verlangt -> Ermessensausfall.
 

0zymandias

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In Ergänzung:

Die EGVA wird schon durch die Regelung, den VA als VA fortschreiben zu wollen, rechtswidrig.
EGVA darf nicht einfach fortgeschrieben werden

Der Bescheid ist nach der gebotenen summarischen Prüfung rechtswidrig.

Er lässt nämlich in Abweichung zu der den Leistungsträger treffenden Verpflichtung (Änderung des § 15 SGB II zum 01.08.2016, vorliegend maßgeblich: § 15 Abs. 3 SGB II) nicht erkennen, dass die getroffenen Festlegungen regelmäßig, spätestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten gemeinsam überprüft und fortgeschrieben werden. Der vorliegende Eingliederungsverwaltungsakt statuiert vielmehr, dass zwar die einseitige (gemäß § 15 Abs. 3 Satz 3 SGB II ersatzweise) Bestimmung durch Verwaltungsakt ggf. angepasst werde, eine Aufhebung gleichwohl aber nur dann in Betracht komme, wenn der Leistungsempfänger Einvernehmen mit einer vertraglichen Vereinbarung signalisiere. Dies entspricht indes nicht dem gesetzlich intendierten Verfahrensablauf und trägt dem Vorrang einer einvernehmlichen Eingliederungsvereinbarung bzw. einer einvernehmlichen zukünftigen Überprüfung nach neuer Rechtslage (was dem Abschluss einer neuen Eingliederungsvereinbarung nach Ablauf der Geltungsdauer nach alter Gesetzesfassung entspricht) als dem maßgeblichen Werkzeug zur Planung und Gestaltung des Eingliederungsprozesses (BT-Drs. 18/8041, S. 37) nicht hinreichend Planung.
SG Speyer, 06.06.2017, S 21 AS 598/17 ER
Volltext: Neue EGV in "Ich" Form. Angeblich stellen bald alle JC um. ALG II
Das Nachbesserungsrecht ist rein einseitig eingeräumt und damit ist keine Ausgewogenheit gegeben.

Die Regelungen bezüglich VVs erlauben bei Fehlverhalten das Sanktionieren nach VV und nach EGVA, mithin also 60 %, die vom Gesetzgeber so nicht vorgesehen sind.

Der Ermessensausfall bezüglich der AGH ist auch erkennbar an der Formulierung bezüglich des Ziels "dass Ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten bzw. wiederhergestellt wird".
Damit fehlt ein Kernelement des Ermessens, was denn nun genau notwendig und genau durch diese Maßnahme erreicht werden soll.

Die handschriftlichen Ergänzungen der Zuweisung sind unbekannten Ursprungs und kaum lesbar, also enfalten sie keine bindende Wirkung und sind nicht Bestandteil des Zuweisungs-VA.
Damit ist die zeitliche Verteilung unbestimmt oder verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz (8:00 - 20:00 Uhr).

Ein Integrationskonzept ist an keiner Stelle erkennbar und es ist auch nicht selbsterklärend, wie denn das Basteln mit Kindern und anderen Naturmaterialien (hähähä) in
Lohn und Arbeit bringen könnte.
Inhaltlich ist die AGH ebenfalls unbestimmt, denn die "Mitwirkung in Agenda-Initiativen" ist seitens der Behörde nicht festgelegt worden und eröffnet so dem MT den
Einsatz nach Bedarf. Hieraus kann nur Zweifel an der Zusätzlichkeit erfolgen, der an der Aufschiebbarkeit der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bis zu zwei Jahren
nur wachsen kann (Urteil zur Kinder- und Seniorenarbeit ist ja schon oben).
 

Linsencurry

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Danke erst mal für die schnellen, hilfreichen Antworten.
Zu meinem Widerspruch auch auf die EGV-VA habe ich bis jetzt noch keine Antwort vom JC erhalten.
Heißt das, ich sollte mich jetzt pflichtbewusst beim MAT melden und meiner SB ebenso pflichtbewusst Rückmeldung geben, aber gleichzeitig wieder einen Widerspruch gegen die Zuweisung einreichen?
 

Regensburg

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Hi :)
dass ein Führungszeugnis verpflichtend abverlangt wird, denn das deutet für mich eher auf einen eigentlich regulären besetzbaren Arbeitsplatz hin.
es wird eine erweitertes Führungszeugnis verlangt => Arbeit mit Kindern / Jugendlichen / Minderjährigen + Sozialbereich. Kosten 13€
 

Linsencurry

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Laut der Zuweisung würde ich das Führungszeugnis kostenlos beantragen können bei Vorlage der Zuweisung und des Hartz4-Bescheides. Trotzdem, ich will diese Arbeitsplatzvernichtung nicht unterstützen.
 

Surfing

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Laut der Zuweisung würde ich das Führungszeugnis kostenlos beantragen können bei Vorlage der Zuweisung und des Hartz4-Bescheides. Trotzdem, ich will diese Arbeitsplatzvernichtung nicht unterstützen.
Das halte ich auch für unwahr. Die JC übernehmen solche Kosten schon lange nicht mehr. Schon zu Arge-Zeiten gab es damit Probleme. Der Ablauf wird eher so sein, dass du erstmal vorstrecken sollst, und die Gebühren-Zettel dann einreichen kannst. Schriftliche Lügen sind nicht strafbar, man kann alles mögliche in Zuweisungen hineinschreiben. Damit will man die Betroffenen nur locken.
 

0zymandias

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Die Beantragung ist kostenfrei. Das könnte gerade noch stimmen, unabhängig von eventuellen Endbeträgen. :biggrin:
(-> Könnte man auch noch in einem Widerspruch verwursten, denn die Kostenübernahme muss verbindlich und vollständig zugesichert werden.)

Und eventuell braucht man es gar nicht, da man nichts unterschreibt und keine Informationen außer der Postadresse heraus gibt ...
Es steht auch nirgendwo, wann man das Dingsbums braucht.
 

Zeitkind

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Das halte ich auch für unwahr. Die JC übernehmen solche Kosten schon lange nicht mehr.
In diesem Fall ist es nicht das JC, sondern das Bürgeramt, wie der Tätigkeitsbeschreibung :icon_neutral: zu entnehmen ist.
Kostenfreie Beantragung unter Vorlage dieses Schreibens und des Leistungsbescheides beim Bürgeramt.
Die paar Kröten sind mit der Erfüllung kommunaler Aufgaben durch den günstigen Ersatz vernachlässigbar.
 

Makale

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Zu meinem Widerspruch auch auf die EGV-VA habe ich bis jetzt noch keine Antwort vom JC erhalten. Heißt das, ich sollte mich jetzt pflichtbewusst beim MAT melden und meiner SB ebenso pflichtbewusst Rückmeldung geben, aber gleichzeitig wieder einen Widerspruch gegen die Zuweisung einreichen?
Wie hast du den Widerspruch gegen den EVA überhaupt begründet? Grundsätzlich sind das hier 2 eigenständige Bescheide, die seperat angefochten werden müssen, es sei denn du hast eingehend die Verpflichtung zur AGH bereits im Widerspruch gegen den EVA angegriffen. Dann ist der Zuweisungsbescheid Gegenstand des bereits laufenden Widerspruchsverfahrens (§ 86 SGG). Der Formhalber solltest du in jedem Fall aber einen weiteren Widerspruch schreiben. Ob du dich den Verpflichtungen beugst ist deine Entscheidung. Aufgrund der zahlreichen Formfehler sowie Widersprüchlichkeiten sehe ich gute Chancen, dass eine eventuelle Sanktion spätestens vom Gericht in 2. Instanz aufgehoben wird (wenn dem nicht das BVerfG mit einem Erdbebenurteil gegen das Hartz 4 System zuvor kommt, z.B. Aussetzung der Sanktionsvorschriften bis zur Neuregelung).
 

Surfing

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Ja das Bürgeramt wird für Führungszeugnisse zuständig sein, als Antragsstelle. Von einer Kostenübernahme ist aber keine Rede. Bei mir wäre es die Einwohnermeldebehörde. Im Übrigen ist die Tätigkeitsbeschreibung ein bunter Strauß von Aufgaben die dort anfallen. "Helfer Veranstaltungsservice" kann auch nicht stimmen. Bei einer echten Stelle würde man dafür eine Ausbildung voraussetzen.
 
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