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Zuweisung vor Ende 6monatiger Aktivierungsphase

Finja80

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#1
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe mich ein bißchen durchs Forum gelesen und gesehen, dass einem hier bei Problemen und Fragen geholfen werden kann.

Ich habe nämlich ein großes Problem in Sachen Zuweisung zur Bürgerarbeit. Im Dezember 2010 habe ich aus Unwissenheit (Hatte damals noch kein Internet, um mich genauer zu informieren.) eine EGV zwecks Bürgerarbeit unterschrieben. Ich sollte dann im Dezember auch gleich an einer Aktivierungsphase teilnehmen, habe aber zeitgleich einen 400 € Job angenommen, so dass mich meine SB noch vor Antritt der Maßnahme dort abgemeldet hat. Hätte sich zeitlich überschnitten und sie meinte, der 400 € Job ginge vor.

Im Oktober 2011 habe ich dann eine neue EGV abgeschlossen und bin nun seit 31.10.2011 in einer Aktivierungsmaßnahme, die sich zeitlich mit dem Job vereinbaren läßt.

Nun ist mir gestern eine Zuweisung zu einer Bürgerarbeitstelle zugestellt worden, zu deren Vorstellungsgespräch ich am Freitag (10.02.) erscheinen soll. Soweit ich jetzt dank Internet informiert bin, muß dem aber eine 6monatige Aktivierungsphase vorausgehen, bevor man überhaupt in Bürgerarbeit vermittelt werden kann. Das wurde hier ja ganz klar nicht eingehalten. Zudem fehlt auch jegliche Stellenbeschreibung. Habe allerdings mal bi Google nachgesehen und dabei kam Folgendes raus:

Was wir tun
fairKauf ...

... beschäftigt und qualifiziert Arbeitslose, um Waren bei den Spendern abzuholen, im Kaufhaus zu präsentieren und bei Bedarf den Kunden nach Hause zu liefern.

... stellt brauchbare, gespendete Waren für den Verkauf bereit und führt sie so einer weiteren Nutzung zu. Schadhafte Waren werden vorher aufgearbeitet.

... stellt tarifgebundene, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bereit, um andere Mitarbeiter/-innen dafür qualifizieren zu können, später woanders zu verkaufen, zu lagern und transportieren oder zu verwalten.

... betreibt für den Geschäftsbetrieb ein Kaufhaus mitten in der Stadt zur Präsentation und zum Verkauf des Angebots an gebrauchter Ware und zur Ausbildung des Personals.


Mit anderen Worten werden dort also Verkäuferinnen, Lagerarbeiter und Spediteure eingesetzt. Klingt nicht gerade nach ZUSÄTZLICHER Arbeit, oder?

Was ich noch anmerken kann ist, dass meine Chefin, bei der ich den 400 € Job habe, mich zum Juni oder Juli auf Teilzeit einstellen will, da dann eine Kollegin dort aufhören wird.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einen Rat geben könntet, wie ich mich nun bezüglich dieses Termins zum Vorstellungsgespräch Bürgerarbeit verhalten soll. Es dürfte doch im Grunde gar nicht rechtens sein, dass man mich schon innerhalb der 6monatigen Aktivierungsphase zu sowas hinschickt. Bisschen merkwürdig finde ich auch, dass da ein Mitarbeiter des Jobcenters anwesend sein soll. Wohl zum Druck aufbauen...

Liebe Grüße, Finja

Ich hänge die "Einladung" und die aktuelle EGV mal mit an.
 

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dellir

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#2
..hmm, schon wieder soll ein JC-Mitarbeiter beim Vorstellungsgespräch dabei sein. Das Thema hatten wir hier und ich dachte es sei ein Einzelfall. Ist das jetzt DIE neue Masche? :confused:
 

Finja80

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#3
Gerade das macht mich ja so stutzig. Und ich habe die Vermutung, dass er dabei sein soll, um diese Bürgerarbeit vor Ablauf der 6 Monatsfrist durchzusetzen.:icon_kinn:
 

Seepferdchen

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#4
Hallo Finja, wie jung bist du gerade im Ü25 Bereich werden solche Vorstellungstermin
unternommen!

Und noch eine Frage, du schreibst deine Chefin beabsichtigt dich in Teilzeit einzustellen,
besteht die Möglichkeit im vorab die Absicht in Schriftform zu bekommen?

In diesem Vorstellungsgespräch rede auch von deiner jetzigen Tätigkeit!

Das heisst du sprichst hauptsächlich von deinem Job und der Option der Übernahme
und dem guten Arbeitsklima und der Möglichkeit der Weiterentwicklung auf beruflicher
Ebene!

Stell auch die Frage welche Möglichkeiten man dir bietet im Gespräch, lass dich nicht einschüchtern!

Keine Unterschrift vor Ort, du hast das Recht alles mitzunehmen und zu prüfen, egal was man sagt!

Was steht in deinem Arbeitsvertrag zwecks Kündigungsfristen?

Zum Thema Bürgerarbeit gibt es viele Beiträge im Forum!

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

dellir

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#5
um diese Bürgerarbeit vor Ablauf der 6 Monatsfrist durchzusetzen.:icon_kinn:
Ich glaube er will schlicht "Bürgerarbeit" durchsetzen, egal vor Ablauf der 6 Monatsfrist oder danach. Die 6-monatige Aktivierungsphase darfst du aber auch nicht als Naturgesetz betrachten -die können dich vermitteln wie und wann sie wollen..:cool:
 
E

ExitUser

Gast
#6
stell einfach die frage nach der gesetzlichen entlohnung für die bürgerarbeit. laut gewerkschaften ist dies noch nicht geschehen.
noch streiten gewerkschaften und gesetzgeber über die höhe des lohnes. sag ihnen das du dir alle möglichkeiten für eine klage offen hältst.

[FONT=&quot][/FONT]
 

arbeitslos in holland

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#7
wenn grundsätzlich interesse am job besteht(gg. vernünftige bezahlung)-> offiziell dort bewerben :icon_party:

kommt eine ablehnung(und die kommt so sicher, wie das amen in der kirche), ist die bürgerarbeit ausgehebelt. :icon_daumen:

sanktion unmöglich :biggrin:
 

gelibeh

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#8
Bisschen merkwürdig finde ich auch, dass da ein Mitarbeiter des Jobcenters anwesend sein soll.
Da muss ein Mitarbeiter des JC anwesend sein, denn es ist eine Einladung nach dem §309. Bei einer solchen Einladung kannst Du auch eine Begleitung nach §13 SGBX mitnehmen. Ich würde auch versuchen von der Cheffin eine Bestätigung zu bekommen, dass die Dich demnächst in Teilzeit und damit sozialversicherungspflichtig einstellt. Außerdem bist Du verpflichtet die Kündigungsfristen einzuhalten. Dann musst Du bei dem Vorstellungsgespräch nichts sofort unterschreiben, denn das gehört nicht zu den Mitwirkungspflichten. Du hast das Recht alles zur Prüfung mitzunehmen. Einiges mehr haben die Anderen ja schon geschrieben.
 

Finja80

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#9
Hallo Finja, wie jung bist du gerade im Ü25 Bereich werden solche Vorstellungstermin
unternommen!
Ich bin 29 Jahre alt.



Und noch eine Frage, du schreibst deine Chefin beabsichtigt dich in Teilzeit einzustellen,
besteht die Möglichkeit im vorab die Absicht in Schriftform zu bekommen?
Muß ich sie fragen. Wäre sicher gut, da man dann wenigstens etwas zum vorzeigen hätte.

In diesem Vorstellungsgespräch rede auch von deiner jetzigen Tätigkeit!

Das heisst du sprichst hauptsächlich von deinem Job und der Option der Übernahme
und dem guten Arbeitsklima und der Möglichkeit der Weiterentwicklung auf beruflicher
Ebene!
Werde ich auf jeden Fall beherzigen. Muß ich halt wohl nur aufpassen, dass ich nicht zu ablehnend auf diese Bürgerarbeitsstelle reagiere.

Stell auch die Frage welche Möglichkeiten man dir bietet im Gespräch, lass dich nicht einschüchtern!

Keine Unterschrift vor Ort, du hast das Recht alles mitzunehmen und zu prüfen, egal was man sagt!
Also, unterschreiben werde ich auf gar keinen Fall etwas. Zumindest das habe ich aus dem großen Fehler, die EGV zu untrschreiben, gelernt.:icon_daumen:

Was steht in deinem Arbeitsvertrag zwecks Kündigungsfristen?
Eine Frist von einem Monat zum Monatsende.

Ich glaube er will schlicht "Bürgerarbeit" durchsetzen, egal vor Ablauf der 6 Monatsfrist oder danach. Die 6-monatige Aktivierungsphase darfst du aber auch nicht als Naturgesetz betrachten -die können dich vermitteln wie und wann sie wollen..:cool:
Nur würde genau damit ja wieder gegen die Bestimmungen verstoßen, die im Leitfaden des Bundesverwaltungsamts stehen.

"5.2
Zur Teilnahme berechtigt sind erwerbsfähige Hilfebedürftige, die arbeitslos im Sinne des § 16 SGB III sind und Leistungen nach § 7 SGB II beziehen
und
die eine mindestens 6-monatige Aktivierungsphase des Modellprojekts „Bürgerarbeit“ durchlaufen haben.
Sofern sich die Bürgerarbeit nahtlos an eine Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung anschließt, kann auf die formale Arbeitslosmeldung von einem Tag verzichtet werden."

stell einfach die frage nach der gesetzlichen entlohnung für die bürgerarbeit. laut gewerkschaften ist dies noch nicht geschehen.
noch streiten gewerkschaften und gesetzgeber über die höhe des lohnes. sag ihnen das du dir alle möglichkeiten für eine klage offen hältst.
Schon notiert. Werde ich auf jeden Fall machen.:icon_smile:

Da muss ein Mitarbeiter des JC anwesend sein, denn es ist eine Einladung nach dem §309. Bei einer solchen Einladung kannst Du auch eine Begleitung nach §13 SGBX mitnehmen. Ich würde auch versuchen von der Cheffin eine Bestätigung zu bekommen, dass die Dich demnächst in Teilzeit und damit sozialversicherungspflichtig einstellt. Außerdem bist Du verpflichtet die Kündigungsfristen einzuhalten. Dann musst Du bei dem Vorstellungsgespräch nichts sofort unterschreiben, denn das gehört nicht zu den Mitwirkungspflichten. Du hast das Recht alles zur Prüfung mitzunehmen. Einiges mehr haben die Anderen ja schon geschrieben.
Ah, danke Dir für die Info. Wie gesagt, es hatte mich die Anwesenheit des Mitarbeiters extrem gewundert. Bin mal gespannt, ob sie mir den etwaigen Vertrag auch mitgeben werden. Wie ich hier las, sträuben die sich ja gern dagegen. Kann mir dann ja auch nur Recht sein.
 

Finja80

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#10
wenn grundsätzlich interesse am job besteht(gg. vernünftige bezahlung)-> offiziell dort bewerben :icon_party:

kommt eine ablehnung(und die kommt so sicher, wie das amen in der kirche), ist die bürgerarbeit ausgehebelt. :icon_daumen:

sanktion unmöglich :biggrin:
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. :icon_kinn: Ich soll mich ja nicht schriftlich bewerben, sondern habe direkt den Vorstellungstermin für Freitag bekommen.


Was mich noch interessieren würde ist, was Ihr von der Zusätzlichkeit haltet. Für mich sind das ganz reguläre Stellen als Verkäuferin oder auch Lagerarbeiter. Oder sehe ich das falsch?
 

kaiserqualle

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#11
Hallo gelibeh,

Da muss ein Mitarbeiter des JC anwesend sein, denn es ist eine Einladung nach dem §309. Bei einer solchen Einladung kannst Du auch eine Begleitung nach §13 SGBX mitnehmen.
Das ist soweit richtig, soweit es die Meldung dort betrifft.
Wenn du aber in der "Einladung" zu Anfang nochmal liest, steht dort:

"Ein Vertreter des JC wird am Gespräch teilnehmen"

Damit wird ein psychologischer Druck aufgebaut die angebotene Stelle zu Sklavenlohn anzunehmen. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass er wegen Fehlverhaltens eventuell sanktioniert werden kann (-nach Meinung des SB - Zeuge SB)

Dann musst Du bei dem Vorstellungsgespräch nichts sofort unterschreiben, denn das gehört nicht zu den Mitwirkungspflichten. Du hast das Recht alles zur Prüfung mitzunehmen. Einiges mehr haben die Anderen ja schon geschrieben.
Dies ist auch soweit korrekt, wobei ich fürchte, dass unter dem obigen Druck blind unterschrieben wird, einfach aus Panik heraus.


@Finja80
durchhalten, freundlich bestimmtes und höfliches Auftreten wird
dir bei deiner geschickten Ablehnung helfen.:biggrin:

gruss
kaiserqualle
 

Finja80

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#12
Hallo gelibeh,



Das ist soweit richtig, soweit es die Meldung dort betrifft.
Wenn du aber in der "Einladung" zu Anfang nochmal liest, steht dort:

"Ein Vertreter des JC wird am Gespräch teilnehmen"

Damit wird ein psychologischer Druck aufgebaut die angebotene Stelle zu Sklavenlohn anzunehmen. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass er wegen Fehlverhaltens eventuell sanktioniert werden kann (-nach Meinung des SB - Zeuge SB)



Dies ist auch soweit korrekt, wobei ich fürchte, dass unter dem obigen Druck blind unterschrieben wird, einfach aus Panik heraus.


@Finja80
durchhalten, freundlich bestimmtes und höfliches Auftreten wird
dir bei deiner geschickten Ablehnung helfen.:biggrin:

gruss
kaiserqualle
Hallo Kaiserqualle,

was Du schreibst, ist genau meine Meinung. Die Anwesenheit des SB soll Angst verbreiten und zu einer schnellen Unterschrift bewegen. Zudem wird mit Sicherheit auf jedes Wort geachtet, das man zur angebotenen Stelle von sich gibt.

Nur, wenn man von zwei Seiten zu ein Unterschrift gedrängt werden soll, erfüllt das ja den Tatbestand der Nötigung.

Also werde ich zwar freundlich bleiben, aber mit Bestimmtheit die Unterschrift verweigern. :icon_daumen:
 
E

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#13
Nein, die Unterschrift nicht verweigern, sondern das Unterschreibzeugs zur Prüfung mitnehmen.

Am besten du nimmst einen Beistand mit, der stichpunktartig Protokoll schreibt. Ausweisen muss sich dieser nicht.
 

Finja80

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#14
Ich glaube er will schlicht "Bürgerarbeit" durchsetzen, egal vor Ablauf der 6 Monatsfrist oder danach. Die 6-monatige Aktivierungsphase darfst du aber auch nicht als Naturgesetz betrachten -die können dich vermitteln wie und wann sie wollen..:cool:
Also, ich habe nun das halbe Internet durchwühlt und finde jede Menge Belege, dass die Aktivierungsphase mindestens 6 Monate zu dauern hat.

Ich stelle entsprechende Links mal ein. Vielleicht sind sie ja auch anderen Usern hier mal nützlich.

Kann die Aktivierungsphase über den Zeitraum von sechs Monaten hinaus verlängert
werden?
Für die Aktivierungsphase ist ein Mindestzeitraum von sechs Monaten vorgegeben. Ziel der
Aktivierungsphase ist die Integration der Teilnehmer in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Zur
Erreichung dieses Ziels kann die Grundsicherungsstelle die Aktivierungsphase ohne Weiteres
für einzelne Teilnehmer oder Teilnehmergruppen verlängern. Damit kann sowohl dem
konkreten Einzelfall aber auch der aktuellen Arbeitsmarktlage und saisonalen Schwankungen
Rechnung getragen werden.

Quelle: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downl.../buergerarbeit-faq.pdf?__blob=publicationFile

Aktivierungsphase (Dauer)

Für die Aktivierungsphase ist ein Mindestzeitraum von sechs Monaten vorgegeben. Die Grundsicherungsstelle können die Aktivierungsphase ohne Weiteres für einzelne Teilnehmer oder Teilnehmergruppen verlängern (siehe Frage " Kann die Aktivierungsphase über den Zeitraum von sechs Monaten hinaus verlängert werden?", Seite 3 in Fragen und Antworten zur Durchführung von Modellprojekten „Bürgerarbeit“ des BMAS, Stand: 13.12.2011).


Quelle: favorit: Stichwortverzeichnis A-Z




Dass das so nach Lust und Laune vom SB gekippt werden kann, kann ich nicht glauben. Glauben kann ich aber auf jeden Fall, dass die es versuchen und hoffen, dass man blöd ist oder alles mit sich machen läßt.
 

Purzelina

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#15
Wenn der Gesetzestext vorschreibt, dass der Bürgerarbeit mindestens 6 Monate Aktivierungsphase vorausgehen, dann kann davon nicht abgewichen werden.
 

Finja80

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#16
Wenn der Gesetzestext vorschreibt, dass der Bürgerarbeit mindestens 6 Monate Aktivierungsphase vorausgehen, dann kann davon nicht abgewichen werden.
Danke Dir, Purzelina. So sehe ich es eben auch. Zumal man ja sonst jeden schon im ersten Monat der Aktivierungsphase in Bürgerarbeit stecken könnte.

Demnach wäre dann im Grunde doch nicht einmal die "Einladung" zum Vorstellungsgespräch zwecks Bürgerarbeit rechtens, oder?
 

Purzelina

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#17
Demnach wäre dann im Grunde doch nicht einmal die "Einladung" zum Vorstellungsgespräch zwecks Bürgerarbeit rechtens, oder?
Das würde ich nicht in den Fokus stellen. Hingehen zum Vorstellungsgespräch und gezielt nach der Mindestdauer der Aktivierungsphase fragen, nicht einwickeln lassen, nichts unterschreiben, dann sollte das Gespräch zu deinen Gunsten ausfallen.

Deine Erfahrung wäre sicher auch für andere von Bürgerarbeit Bedrohte wichtig.
 

Finja80

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#18
Das würde ich nicht in den Fokus stellen. Hingehen zum Vorstellungsgespräch und gezielt nach der Mindestdauer der Aktivierungsphase fragen, nicht einwickeln lassen, nichts unterschreiben, dann sollte das Gespräch zu deinen Gunsten ausfallen.

Deine Erfahrung wäre sicher auch für andere von Bürgerarbeit Bedrohte wichtig.
Hast Recht. Denn wenn ich jetzt vorab auf den Gesetzestext bestehe, verschieße ich unnötig Pulver. Vor allem würde ich in dem Fall mit Sicherheit in 2 Wochen den nächsten Termin im Briefkasten haben und noch Anlaß für Sanktionen geben.

So hätte ich aber die Chance, dass man mit gezielten Fragen durch die Brust ins Auge schießen könnte.

Also unterschrieben wird nichts.:icon_evil: Ich nehme allen Papierkram mit und lade es dann auch hier hoch. Berichten werde ich selbstverständlich auch, denn schließlich steht Ihr mir ja hier auch alle mit Rat und Tat zur Seite.:icon_klatsch: Finde es immer schade, wenn ich hier Threads finde, in denen so viele Ratschläge und auch Musterschreiben zur Verfügung gestellt werden und der Betroffene dann aber leider nicht mal berichtet, wie die Sache ausgegangen ist. Schließlich profitieren wir ja alle von Erfahrungen.
 

kaiserqualle

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#19
Hallo Finja80,

So hätte ich aber die Chance, dass man mit gezielten Fragen durch die Brust ins Auge schießen könnte.

Also unterschrieben wird nichts.:icon_evil: Ich nehme allen Papierkram mit und lade es dann auch hier hoch. Berichten werde ich selbstverständlich auch, denn schließlich steht Ihr mir ja hier auch alle mit Rat und Tat zur Seite.:icon_klatsch:
Gut so.



Finde es immer schade, wenn ich hier Threads finde, in denen so viele Ratschläge und auch Musterschreiben zur Verfügung gestellt werden und der Betroffene dann aber leider nicht mal berichtet, wie die Sache ausgegangen ist. Schließlich profitieren wir ja alle von Erfahrungen.
Ist auch meine Meinung. Manchmal schaut das aber nur so aus, weil
sich die Behörden (SG, LSG, JC) bis zu 3 Monate Zeit lassen können bei der Bearbeitung der Anträge. Es werden aber auch neue Threads eröffnet, weil meistens das halbe Jahr EGV / EGV per VA vorüber geht und damit die Entscheidung SG zu spät kommt und ein neuer Thread erforderlich wird.

Ich muss aber nochmal auf post #13 von Bethany zurückkommen
Nein, die Unterschrift nicht verweigern niemals, sondern das Unterschreibzeugs zur Prüfung mitnehmen hinsichtlich tariflicher Entlohnung, welcher Tarifvertag wäre gültig, ist eine Gewerkschaft zuständig, wie hilft mir die Massnahme / BüA gemessen an meiner bisherigen Ausbildung weiter... du siehst:
Fragen über Fragen, die man im Gespräch stellen kann...

Bethany meint:
Am besten du nimmst einen Beistand mit, der stichpunktartig Protokoll schreibt. Ausweisen muss sich dieser nicht.
Ich denke nicht, dass dies bei einem Bewerbungsgespräch geht.

Die Aktivierungsphase muss nicht bedeuten, dass du rund um die Uhr in einer Massnahme bist.

Die Aktivierungsphase kann auch darin bestehen, dass:

- du dich einmal wöchentlich bei deinem SB meldest.
- oder bei einem Massnahmeträger 2 x 2 h in der Woche im Internet nach Stellen suchst,
oder Bewerbungen schreibst
oder Bewerbungstraining (Wie verhalte ich mich in einem Gespräch) machst.
dabei kann dann langsam die Stundenanzahl in der Woche steigen
und das eben in der Regel über 6 Monate mindestens.
Kurz vor Ende der Aktivierungsphase will dann der SB wissen ob dir dies geholfen hat und falls nicht kann man nochmal nachlegen (natürlich auch per EGV)

Es kann aber dann sein, dass du unmittelbar nach der Aktivierungsphase mit einer neuen EGV in eine Massnahme zugewiesen wirst. Bürgerarbeit ist meines Wissens nicht zuweisungsmöglich, aber durch die Anwesenheit des SB`s beim Gespräch soll eine "Freiwillige" Unterschrift erschwindelt werden,
mit der Folge:
a. Bürgerarbeitsstelle findet einen neuen Niedriglohnsklaven
b. SB kann einen HE aus der Stastik nehmen, obwohl JC noch weiter zahlt.

Das ist nicht i.O. so.:icon_evil:

gruss
kaiserqualle
 

Finja80

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#20
Ich muss aber nochmal auf post #13 von Bethany zurückkommen
Nein, die Unterschrift nicht verweigern niemals, sondern das Unterschreibzeugs zur Prüfung mitnehmen hinsichtlich tariflicher Entlohnung, welcher Tarifvertag wäre gültig, ist eine Gewerkschaft zuständig, wie hilft mir die Massnahme / BüA gemessen an meiner bisherigen Ausbildung weiter... du siehst:
Fragen über Fragen, die man im Gespräch stellen kann...
Hatte mich ein bisschen falsch ausgedrückt. Ich werde den Papierkram auf jeden Fall zur Prüfung mitnehmen. Mal sehen, ob sie mir das leichtfertig aushändigen oder ob wieder kommt, dass das ja so nicht üblich wäre. Aber wie auch immer - ich bestehe auf Prüfung und unterschreibe nichts.

Werde mir morgen mal einen Fragebogen machen, den ich mitnehmen werde.

Ich denke nicht, dass dies bei einem Bewerbungsgespräch geht.
Ich auch nicht. Aber zur Not wartet eh draußen jemand auf mich.:icon_smile:

Die Aktivierungsphase muss nicht bedeuten, dass du rund um die Uhr in einer Massnahme bist.

Die Aktivierungsphase kann auch darin bestehen, dass:

- du dich einmal wöchentlich bei deinem SB meldest.
- oder bei einem Massnahmeträger 2 x 2 h in der Woche im Internet nach Stellen suchst,
oder Bewerbungen schreibst
oder Bewerbungstraining (Wie verhalte ich mich in einem Gespräch) machst.
dabei kann dann langsam die Stundenanzahl in der Woche steigen
und das eben in der Regel über 6 Monate mindestens.
Bei mir ist es so, dass ich einmal im Monat zum Coach muß und in der restlichen Zeit Bewerbungen schreiben muß, die ich dort vorlege.

Kurz vor Ende der Aktivierungsphase will dann der SB wissen ob dir dies geholfen hat und falls nicht kann man nochmal nachlegen (natürlich auch per EGV)
Ja, und genau dieses Nachlegen der Aktivierungsphase, wie sie bei mir festgelegt ist, würde mir sehr helfen, um die Zeit bis Ende Juni zu schinden, um dann meine Teilzeitstelle antreten zu können.

Es kann aber dann sein, dass du unmittelbar nach der Aktivierungsphase mit einer neuen EGV in eine Massnahme zugewiesen wirst.
Eine EGV, die ich dann aber aushandeln und nicht sofort bzw gar nicht unterschreiben würde.

Bürgerarbeit ist meines Wissens nicht zuweisungsmöglich, aber durch die Anwesenheit des SB`s beim Gespräch soll eine "Freiwillige" Unterschrift erschwindelt werden,
mit der Folge:
a. Bürgerarbeitsstelle findet einen neuen Niedriglohnsklaven
b. SB kann einen HE aus der Stastik nehmen, obwohl JC noch weiter zahlt.

Das ist nicht i.O. so.:icon_evil:
Also das gleiche Spiel wie bei den EGVs, die ja angeblich unterschrieben werden MÜSSEN.

Vor allem muß man sich die Dreistigkeit vorstellen, dass die Bürgerarbeitsstelle ohne Rücksicht auf den Gesetzestext (6 Monate Aktivierung) untergejubelt werden soll. Das stinkt doch ganz gewaltig zum Himmel. Und das erklärt für mich auch die Anwesenheit des SB. Wird genau so sein, wie Du schreibst.
 

Finja80

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#21
Update!

Ich war heute zu meinem monatlichen Termin der Aktivierungsphase und habe mich auf dem Nachhauseweg mit einer anderen Teilnehmerin unterhalten.

Auch sie hat jetzt schon nach sage und schreibe 2,5 Monaten Aktivierung eine "Einladung" zu einem Vorstellungsgespräch bezüglich Zwangs...äh...Bürgerarbeit bekommen.:eek:

Im Gegensatz zu mir hat sie das bei ihrem "Coach" erwähnt und dieser meint: "Mensch, das ist doch eine tolle Sache. Je früher Sie damit anfangen, desto besser ist es. Die Stellen sind ja auch SOOOOOOOOOOO begrenzt. Auf 2000 Anwärter fallen nur 600 Stellen."

Sie hat übrigens auch gefragt, ob man denn nicht die gesetzlich vorgeschriebene Aktivierung von 6 Monaten einhalten muß und warum ein SB dabei wäre. Das mit den 6 Monaten wußte er angeblich nicht zu beantworten und der SB wäre ja nur dabei, um das Erscheinen des "Eingeladenen" festzustellen.

Nee, ist klar!:icon_evil:

Ganz klar sollen die Teilnehmer gar nicht erst in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden, sondern über Umwege überredet und zu freiwilligen Unterschriften gebracht werden.

Ich überlege gerade, ob ich mich nicht kurz vor knapp doch noch offiziell dort bewerben soll. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mich damit nicht ins Aus schießen könnte.
 

kaiserqualle

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#22
Update!
....und habe mich auf dem Nachhauseweg mit einer anderen Teilnehmerin unterhalten.
Auch sie hat jetzt schon nach sage und schreibe 2,5 Monaten Aktivierung eine "Einladung" zu einem Vorstellungsgespräch bezüglich Zwangs...äh...Bürgerarbeit bekommen.:eek:
.......... Die Stellen sind ja auch SOOOOOOOOOOO begrenzt. Auf 2000 Anwärter fallen nur 600 Stellen."
Ja nee is klar :
Auf 5 Mio. Erwerbslose kommen 6 Mio. BüA-Stellen, damit ist dann die Wettberwerbsverzerrung wieder begradigt.

Hiermit machen es sich einige Arbeitgeber zu Lasten der Allgemeinheit (Steuerzahler) und Mitbewerber einfach und wälzen die unternehmerischen Kosten ab. Das muss dringend geändert werden. Sonst gibt es nur noch BüA-Stellen für alle Erwerbstätigen.

Sie hat übrigens auch gefragt, ob man denn nicht die gesetzlich vorgeschriebene Aktivierung von 6 Monaten einhalten muß und warum ein SB dabei wäre. Das mit den 6 Monaten wußte er angeblich nicht zu beantworten und der SB wäre ja nur dabei, um das Erscheinen des "Eingeladenen" festzustellen.
Wie bei dir oben schon einvernehmlich festgestellt "Freiwilligkeit der Unterschrift"

Ich überlege gerade, ob ich mich nicht kurz vor knapp doch noch offiziell dort bewerben soll. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich mich damit nicht ins Aus schießen könnte.
Den Rat von Vader annehmen und eine 08/15 Bewerbung schreiben (zählt schliesslich auch für deine Statistik für JC) und auf Absage hoffen, weil die keine regulären Arbeitskosten haben wollen. Ich würde in der Bewerbung auch eine ungefähre verhandelbare Gehaltsvorstellung von ... bis ... Brutto monatl. angeben
Aber bitte vorher im Netz suchen nach Tariflohn /Altersklasse für die Tätigkeit.
Wenn die die reguläre Bewerbung ablehnen, dich aber als BÜA nehmen wollen, hast du später gute Karten die Rechtmässigkeit u. Zusätzlichkeit überprüfen zu lassen. (Krankenkasse ist dazu verflichtet.) ausserden eine tarifl. Entlohnung nachzufordern. Aber das ist Zukunftsmusik. Erstmal abwarten, was da rauskommt.

Wichtig:
Fragen beim Vorstellungsgespräch:
- um was für eine Stelle handelt es sich denn eigentlich ? Stellenbeschreibung geben lassen.

Hier wurden schon Maler, Bauarbeiter, etc. als Kinderbetreung per BüA verplichtet. Das geht so nicht.:icon_evil:
Nicht dass ich etwas gegen diese Berufe habe, und diese Personen sehr liebevoll mit Ihren eigenen Kindern umgehen können, aber zur Kinderbetreunung den ganzen Tag über muss man entsprechende Qualifikationen verfügen und nachweisen. Du verstehst was ich meine?

gruss
kaiserqualle
 

Finja80

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#23
Ja nee is klar :
Auf 5 Mio. Erwerbslose kommen 6 Mio. BüA-Stellen, damit ist dann die Wettberwerbsverzerrung wieder begradigt.

Hiermit machen es sich einige Arbeitgeber zu Lasten der Allgemeinheit (Steuerzahler) und Mitbewerber einfach und wälzen die unternehmerischen Kosten ab. Das muss dringend geändert werden. Sonst gibt es nur noch BüA-Stellen für alle Erwerbstätigen.
Wie Recht Du damit hast. Deswegen bin ich auch so dafür, dass man sich dagegen wehrt. Da werden mit Steuergeldern Stellen für den Reichsarbeits..äh...zur Bürgerarbeit geschaffen und Millionen reingepumpt und nebenbei kriegt man an nur einem Tag zu hören, dass sowohl bei Pelikan als auch bei Opel Stellen ohne Ende gestrichen werden. Das Geld hätte man wunderbar zur Erhaltung und zum Ausbau regulärer Arbeitsplätze verwenden können.



Wie bei dir oben schon einvernehmlich festgestellt "Freiwilligkeit der Unterschrift"
Na logo! Übrigens habe ich mir den Laden heute mal angesehn, wo man arbeiten soll. Mein Gott, was für ein Saustall.:eek: Völlig versiffte Kühlschränke, Herde ect. Dass die sowas überhaupt zum Verkauf anbieten möchten, spottet jeglicher Moral. Da sieht mein 37 Jahre alter Gefrierschrank wie neu gegen aus.:icon_eek:


Den Rat von Vader annehmen und eine 08/15 Bewerbung schreiben (zählt schliesslich auch für deine Statistik für JC) und auf Absage hoffen, weil die keine regulären Arbeitskosten haben wollen. Ich würde in der Bewerbung auch eine ungefähre verhandelbare Gehaltsvorstellung von ... bis ... Brutto monatl. angeben
Aber bitte vorher im Netz suchen nach Tariflohn /Altersklasse für die Tätigkeit.
Wenn die die reguläre Bewerbung ablehnen, dich aber als BÜA nehmen wollen, hast du später gute Karten die Rechtmässigkeit u. Zusätzlichkeit überprüfen zu lassen. (Krankenkasse ist dazu verflichtet.) ausserden eine tarifl. Entlohnung nachzufordern. Aber das ist Zukunftsmusik. Erstmal abwarten, was da rauskommt.
Bewerbung ist fertig. Hänge sie mal als Anhang an. Ich habe mich mal auf alle Tätigkeiten bezogen, die dort anfallen könnten.

Wichtig:
Fragen beim Vorstellungsgespräch:
- um was für eine Stelle handelt es sich denn eigentlich ? Stellenbeschreibung geben lassen.

Hier wurden schon Maler, Bauarbeiter, etc. als Kinderbetreung per BüA verplichtet. Das geht so nicht.:icon_evil:
Nicht dass ich etwas gegen diese Berufe habe, und diese Personen sehr liebevoll mit Ihren eigenen Kindern umgehen können, aber zur Kinderbetreunung den ganzen Tag über muss man entsprechende Qualifikationen verfügen und nachweisen. Du verstehst was ich meine?

gruss
kaiserqualle
Werde ich auf jeden Fall als erstes tun. Schließlich weiß ich ja bis jetzt nur, was ich im Internet herausgefunden habe.

Ja, verstehe ich, denn ich war schon selbst in der Situation, dass ich mich im Zuge eines EEJ in einem Kindergarten um zwölf 3-4jährige Kinder kümmern sollte. Da ich weder Kinder habe noch die nötige Qualifikation, habe ich dem SB damals verklickert, dass ich sowas unverantwortlich finde und auch nicht bereit bin, diese Verantwortung zu tragen. Kam ohne Probleme aus der Sache raus und das Thema EEJ war erledigt.
 

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kaiserqualle

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#24
Hallo Finja80,

Ja, die Bewerbung ist soweit i.O., aber liegt der Gehaltsbereich nicht mittlerweile bei 1300 bis 1400,- Netto gem. Tarif also Brutto ca. 1800,- bis 2100,- bei 3-5 Jahren Erfahrung mit Hauptschulabschluss und Alter 30- 34 J. ergibt Jahresbruttogehalt 20000,- bis 24000,-
Gehalt Verkäuferin (Einzelhandel) immer für Vollzeitstelle angeben.


Du hast nämlich den Gehaltsbereich des BüA angegeben.

gruss
kaiserqualle
 
E

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#25
Wie Recht Du damit hast. Deswegen bin ich auch so dafür, dass man sich dagegen wehrt. Da werden mit Steuergeldern Stellen für den Reichsarbeits..äh...zur Bürgerarbeit geschaffen und Millionen reingepumpt und nebenbei kriegt man an nur einem Tag zu hören, dass sowohl bei Pelikan als auch bei Opel Stellen ohne Ende gestrichen werden. Das Geld hätte man wunderbar zur Erhaltung und zum Ausbau regulärer Arbeitsplätze verwenden können.





Na logo! Übrigens habe ich mir den Laden heute mal angesehn, wo man arbeiten soll. Mein Gott, was für ein Saustall.:eek: Völlig versiffte Kühlschränke, Herde ect. Dass die sowas überhaupt zum Verkauf anbieten möchten, spottet jeglicher Moral. Da sieht mein 37 Jahre alter Gefrierschrank wie neu gegen aus.:icon_eek:




Bewerbung ist fertig. Hänge sie mal als Anhang an. Ich habe mich mal auf alle Tätigkeiten bezogen, die dort anfallen könnten.



Werde ich auf jeden Fall als erstes tun. Schließlich weiß ich ja bis jetzt nur, was ich im Internet herausgefunden habe.

Ja, verstehe ich, denn ich war schon selbst in der Situation, dass ich mich im Zuge eines Ein-Euro-Job in einem Kindergarten um zwölf 3-4jährige Kinder kümmern sollte. Da ich weder Kinder habe noch die nötige Qualifikation, habe ich dem SB damals verklickert, dass ich sowas unverantwortlich finde und auch nicht bereit bin, diese Verantwortung zu tragen. Kam ohne Probleme aus der Sache raus und das Thema Ein-Euro-Job war erledigt.
mahl ehrlich, hast du es so nötig für so wenig geld arbeiten gehen zu wollen/müssen ?
 

Finja80

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#26
@kaiserqualle: Gut, dass Du den Fehler noch gesehen hast.:eek: Da habe ich tatsächlich den Lohn für die BA eingetragen. :eek:

Gegoogelt hatte ich 1600,- - 1900,-. Habe aber nun den Betrag von Dir übernommen. Dankeschön!:wink:

Hier also die fehlerfreie Version.


Bewerbung als Verkäuferin/Verkaufshilfe


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner mehrjährigen Tätigkeit im Einzelhandel verfüge ich heute über umfassende Kenntnisse im Verkaufs- und Lagerbereich. Zu meinen Tätigkeiten als Verkaufskraft gehört sowohl das Einlagern von Waren als auch das Präsentieren und Verkaufen des Sortiments. Ich bewerbe mich nun bei Ihnen als Verkäuferin/Verkaufshilfe, um mich auch weiterhin diesem vielseitigen Tätigkeitsfeld zu widmen und mich in diesem fortzubilden.

Derzeit bin ich als Verkaufskraft in einer Boutique angestellt. Der Aufgabenbereich erstreckt sich hier über Verkaufen, Kassieren und Regalauffüllen.

Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 1800,- und 2100,- brutto im Monat.

Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen



@Red Bull: Nee, um Gottes Willen!:eek: Um ehrlich zu sein: DA möchte ich nicht mal für 1 Million arbeiten müssen.
 

kaiserqualle

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#27
Hallo Finja80,

ich hätte da noch 1-2 kleine Änderungen in rot

Hier also die fehlerfreie Version.


Bewerbung als Verkäuferin


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meiner mehrjährigen Tätigkeit im Einzelhandel verfüge ich heute über umfassende Kenntnisse im Verkaufs- und Lagerbereich.

Zu meinen Tätigkeiten als Verkaufskraft gehört sowohl das Einlagern von Waren als auch das Präsentieren und Verkaufen des Sortiments. Gelegentlich habe ich auch bei der Preisgestaltung mitgewirkt.

Ich möchte mich nun bei Fairkauf als Verkäuferin
bewerben, um auch weiterhin auf diesem vielseitigen Tätigkeitsfeld meine Erfahrungen einzubringen und zu erweitern.

Derzeit bin ich als Verkäuferin in einer Mode-Boutique angestellt.

Der Aufgabenbereich erstreckt sich hier über die branchenüblichen Tätigkeiten wie das Verkaufen, Kassieren und Regal auffüllen und Warenentgegennahme mit Warenkontrolle und Warenauspreisung.
Als Kassierein obliegt mir das ordnungsgemässe Führen der Kasse
und schlussendlich die (wöchentl. tägl. monatl. )Warenbestandskontrolle.


Meine Gehaltsvorstellungen sind verhandelbar und bewegen sich zwischen 1800,- und 2100,- brutto im Monat.

Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.


Mit freundlichen Grüßen

passt das noch auf 1 Seite?

gruss
kaiserqualle
 

Finja80

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#28
Hallo Kaiserqualle,

jo, paßt alles noch drauf. Habe den Text nun so 1:1 übernommen. Klingt auch besser und professioneller. Danke Dir für die Mühe und Hilfe.:icon_smile:
 

Purzelina

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#29
Meine Gehaltsvorstellungen sind verhandelbar und bewegen sich zwischen 1800,- und 2100,- brutto im Monat.
Für eine Anstellung in einem Sozialkaufhaus ist diese Gehaltsvorstellung meiner Meinung nach ein wenig über dem üblichen Rahmen.
 

Finja80

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#30
Für eine Anstellung in einem Sozialkaufhaus ist diese Gehaltsvorstellung meiner Meinung nach ein wenig über dem üblichen Rahmen.
Der Meinung werden die mit Sicherheit sein, aber wir haben ja "verhandelbar" geschrieben und beziehen uns auf eine Vollzeitstelle mit 40 Stunden in der Woche. Laut Online-Rechner erhält man somit bei einem Lohn von 1.800 brutto 1.229,07 € netto. Stundenlohn = 11,25 brutto. Rechnen wir das nun in eine Teilzeitstelle von 30 Stunden um, so sind wir bei 1.350 brutto. Das wären laut Online-Rechner 996,28 netto. Das finde ich nicht zuviel. Das muß man sogar schon verdienen, um auskommen zu können. Ich habe jetzt z.B. schon an die 470 € reine Kosten für Miete, Telekom, Strom, Versicherung und Kabel-TV. Und das sind alles die geringsten Beiträge.

Sozialkaufhaus hin oder her. Ich habe gelesen, dass die innerhalb eines Jahres über 1,6 Millonen Euro allein mit ihren Verkäufen erwirtschaftet haben. Die zahlen höchstens geringe Mieten für ihre Gebäude, Waren lassen die sich schenken und 90% der Angestellten werden vom Staat finanziert. Ich frage mich auch, was sozial daran ist, den Leuten, die eh nichts haben, für gespendete Waren noch Geld abzuknöpfen. Zumal ich gestern gesehen habe, was das für Zeug ist. Ich bin nicht pingelig, aber da hätte Dir echt das Essen aus dem Gesicht fallen können.:icon_eek:

Ich weiß jedenfalls seit gestern, dass ich denen nie etwas geben würde, wenn ich mal etwas Neues anschaffen würde und das alte Gerät oder Möbelstück noch in Ordnung ist. Das würde ich dann dem Bedürftigen lieber direkt schenken oder es zur Müllkippe bringen.

Nebenbei gesagt... Vor meiner jetzigen Stelle habe ich in einem Schreibwarenladen auf 400,-- gearbeitet. Eine Kollegin arbeitete Teilzeit und hat als ungelernte Verkäuferin dafür 1.000 € netto bekommen. Unser Chef wußte auch oft nicht, wo er das Geld noch hernehmen sollte, aber wir wurden anständig bezahlt.:icon_smile:
 

Finja80

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#32
So, meine Chefin hat mir heute eine schriftliche Bestätigung gegeben, dass sie mich zum 01. Juni auf Teilzeit einstellen möchte und kann.:icon_daumen:

Das nehme ich morgen mal mit. Zudem habe ich mir noch einen Fragebogen erstellt. Das heißt, eigentlich habe ich Vaders Fragebogen an meine Situation angepaßt.

Hänge ich als Datei an. Falls noch jemand etwas dazu einfällt, bin ich für jede Kritik und Hilfe dankbar.:icon_smile:
 

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Purzelina

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#33
zu Punkt 5, die Versicherungsfreiheit betrifft nur die Arbeitslosenversicherung
 

Finja80

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#34
Ach ja, hatten wir ja vorab geklärt. Danke Dir!:icon_smile:
 

teddybear

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#35
Mit anderen Worten werden dort also Verkäuferinnen, Lagerarbeiter und Spediteure eingesetzt. Klingt nicht gerade nach ZUSÄTZLICHER Arbeit, oder?
Richtig erkannt!

da ----

fairkauf sagte :
... stellt brauchbare, gespendete Waren für den Verkauf bereit und führt sie so einer weiteren Nutzung zu. Schadhafte Waren werden vorher aufgearbeitet.
Dies stellt eine gewerbsmäßige Handlung dar! Es wird versucht kostenloses gewinnbringend zu verkaufen. Auch die Bürgerarbeit genauso, - wie auch der 1,- € Job (MAE- Maßnahme), darf gemäß §16d SGB II nur zusätzlich sein. Zusätzliche "Arbeiten" können aber schon von der Logik her nicht zugleich auch noch finanziell profitabel sein! Sobald die Absicht des finanziellen Profits schon augenscheinlich hinter einer §16d SGB II Tätigkeit steckt, werden die Bedingungen des Normgebers nicht mehr erfüllt und der "Sklave" hat gegenüber dem Jobcenter Anspruch auf einen Tariflohn der für eine gleichwertige Tätigkeit gilt.

Bundessozialgericht, Urteil vom 13.04.2011 - B 14 AS 98/10 R

Siehe auch hier ...

Prüfung & Abwehr §16d - Bürgerarbeit oder 1,- € Job
 

Finja80

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#36
@teddybear: Siehste! Danke, dass Du meine Meinung bestätigt hast.:icon_smile:

Ich werde nachher berichten, was ich so erlebt habe und was die Damen und Herren so zu meinen Fragen zu sagen hatten.
 

Finja80

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#37
So, da bin ich wieder!

Wir waren insgesamt 7 geladene Leute und kamen alle aus meiner Stadt, die 30 Kilometer von Hannover entfernt liegt. Zuerst sollten wir eine Datenverarbeitungserklärung unterschreiben. Ein Mann und ich haben gesagt, dass wir das erst zur Prüfung mitnehmen möchten und waren somit gleich die "Lieblinge" der Dame, die uns diese Erklärungen ausgehändigt hat.:biggrin: Darüber hat sich einer der Geladenen noch aufgeregt. Wir wären Querulanten.:icon_neutral: Selbstverständlich habe ich auch die Fragen aus Vaderns Fragbogen gestellt. Als Antworten kam nur Gestotter und durch die Überrumpelung die Wahrheit teilweise ans Licht.

Dann wurde uns knapp und unheimlich "ausmalend" etwas über die Tätigkeiten erzählt. Selbstverständlich alles Aufgaben von Verkäufern, Lagerarbeitern und Spediteuren. Ach, und das wir dadurch lernen würden, wieder vor 12 Uhr aufzustehen und so weiter. Das stieß gerade bei den Älteren auf Empörung und Wut.

Anschließend wurden wir alle zu Einzelgesprächen zitiert. Das diente dazu, damit heute und vor Ort sofort FREIWILLIG Verträge unterschrieben werden. Da vor mir der dran war, der sich über uns Querulanten aufgeregt hat, nutzte ich die Zeit, um mal nachzufragen, was denn den anderen so über das Thema Reichs...äh...Bürgerarbeit bekannt wäre und hatte Zeit, ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten. Keiner in der Runde wußte, dass keine Arbeitslosenversicherung bezahlt wird, dass Verträge über 3 Jahre rechtswidrig sind, dass sie niemals übernommen werden, dass Gewerkschaften die Löhne verurteilen, dass man auf Tarif klagen kann ect. Nun, jetzt wissen sie es!

Dann wurde ich zum Einzelgespräch zitiert. In dem Raum waren insgesamt 4 von dem Schuppen und ein Mitarbeiter des Jobcenters anwesend. Ich habe mir den Quark freundlich angehört. Man legte mir nahe, doch meine geringfügige Beschäftigung aufzugeben und am besten schon morgen dort anzufangen. Sie würden ja angeblich auch nach Tarif bezahlen. Auf jeden Fall hätte man 900,-- sicher, Klar, BRUTTO!:tongue: "Ja, überlegen Sie sich das doch bitte und Sie können sich ja Anfang der Woche mal melden." Einen Dreck werde ich tun!

Als ich gehen konnte, habe ich so getan, als hätte ich etwas in dem Raum vergessen, in dem ich mit den anderen Geladenen saß und ihnen kurz erzählt, was war und was wieder aus dem Reich der Märchen ist. Die waren alle sowas von bedient. Ich sage Euch, von denen hat da heute keiner unterschrieben.:icon_daumen: Höchstens der, der uns Querulanten nannte. Das wird wieder die Sorte sein, die wirklich alles unterschreibt und sich nachher ausheult...

Übrigens haben wir auch festgestellt, dass unsere Kommune nicht einen Pfennig für Bürgerarbeit ausgeben wird.

Auf jeden Fall habe ich heute schöne Saat gesät, die aufgegangen ist. Und das habe ich zum größten Teil Euch hier im Forum zu verdanken.:icon_hug:
 

kaiserqualle

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#38
Hallo Finja80,

So, da bin ich wieder!
Auf jeden Fall habe ich heute schöne Saat gesät, die aufgegangen ist. Und das habe ich zum größten Teil Euch hier im Forum zu verdanken.:icon_hug:

Siehste, hast du doch mit Wissen gekontert.

Aber ob du gleich die grosse Aufklärerin bist....:icon_smile:. Ich denke
und befürchte dass da noch einige mehr unterschrieben haben .... leider.

Wissen ist Macht und weisst du nichts macht nichts.


Ich bin jetzt mal auf die Reaktion deines SB gespannt.
Ausserdem auf die Antwort von Fairkauf auf deine Bewerbung, wenn die hoffentlich provozierte Absage von Fairkauf bei dir eintrifft.

Die kannst du dann eventuell bitte hier als pdf einstellen (anonymisiert)

Je nachdem wie die Ablehnung begründet ist, hast du Munition gegen deinen SB zur Hand. (- von wegen Zusätzlichkeit und nicht wettbewerbswiedrig.)


gruss
kaiserqualle
 

Finja80

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#39
Hallo Finja80,




Siehste, hast du doch mit Wissen gekontert.

Aber ob du gleich die grosse Aufklärerin bist....:icon_smile:. Ich denke
und befürchte dass da noch einige mehr unterschrieben haben .... leider.

Wissen ist Macht und weisst du nichts macht nichts.
Nö, große Aufklärerin nicht, aber die waren eben alle nicht über die Hintergründe der Bürgerarbeit informiert. Die erfährt man ja hauptsächlich nur im Internet. Für eine Vertragsunterzeichnung kamen die alle zu schnell hinter mir aus dem Schuppen. Wir waren maximal 5 Minuten zur Einzelbesprechung. Habe noch nen Moment im Auto gewartet. (Nicht, dass ich neugierig wäre...) Nur der da den Aufstand gemacht hat, kam eine ganze Zeit nach allen anderen raus und war eben auch am längsten beim Einzelgespräch. Während ich da im Zimmer war, hat diese Tante irgendwelche Papiere beackert und soweit ich es beurteilen kann, sahen die schon sehr nach einem Vertrag aus. Die sagte auch am Anfang, dass die, die dort arbeiten möchten, noch bleiben sollen, bis die "Unwilligen" gegangen sind.

Vor allem wollten die eh alle nur hier in unserer Stadt arbeiten, da die Anreise wirklich extrem umständlich ist. Das war sicher schon vorher ein großer Kritikpunkt.

Trotzdem, es ist echt erschreckend, wie wenig gerade so einige Leute über 50 überhaupt informiert sind und wie sehr sie vertrauen. Die eine Dame ist übrigens bei meiner alten SB eingeteilt. Kann mir lebhaft vorstellen, wie die die überzeugt hat.



Ich bin jetzt mal auf die Reaktion deines SB gespannt.
Ausserdem auf die Antwort von Fairkauf auf deine Bewerbung, wenn die hoffentlich provozierte Absage von Fairkauf bei dir eintrifft.

Die kannst du dann eventuell bitte hier als pdf einstellen (anonymisiert)

Je nachdem wie die Ablehnung begründet ist, hast du Munition gegen deinen SB zur Hand. (- von wegen Zusätzlichkeit und nicht wettbewerbswiedrig.)
Bin auch sehr gespannt, was nun noch kommt. Vor allem darauf, ob Unfairkauf überhaupt antworten wird. Der ganze Laden wird auf Bürgerarbeit und Ein-Euro-Job aufgebaut sein. An regulären Arbeitnehmern haben die m.E. kein Interesse. Wohl deswegen wird da auch so ein Deckmäntelchen von wegen Ausbildung und Tariflohn drüber gedeckt.

Über eine Ablehnung würde ich mich natürlich sehr freuen, um die Reaktion der SB zu sehen.

Werde ich auf jeden Fall dann hier einstellen, falls ich irgendwas bekomme.:icon_smile:
 

arbeitslos in holland

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#40
leider wird hier wieder mal über die zusätzlichkeit diskutiert. das kann heftig ins auge gehen. man sollte mal in den sgb gucken, was dort als zusätzliche arbeit gilt.

sinngemäß:

".........arbeiten die nicht, nicht in dem umfang oder später stattfinden sind zusätzlich....."

übersetzt: jede arbeit kann nicht, nicht in dem umfang oder später stattfinden

viel wichtiger ist die verdrängung regulärer vollzeitstellen. da interessert es übrigens auch nicht, ob der laden gewinn macht, oder nicht(ist ja keine behörde, die keinen gewinn machen darf)

die kunst ist jetzt nachzuweisen, dass beabsichtigt ist, das reguläre kräfte entlassen bzw. nicht eingestellt werden. und da bietet es sich an, seine bewerbung dort in den briefkasten abzufeuern.

besonders lustig ist es dann, wenn man mit seiner ablehnung bei der büa auftaucht und die knallchargen mit ihren tollen angebot vor die wand laufen. :biggrin:

bei @vader hat diese strategie voll gesessen :icon_twisted:
 

kaiserqualle

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#41
Hallo arbeitslos in holland,

besonders lustig ist es dann, wenn man mit seiner ablehnung bei der büa auftaucht und die knallchargen mit ihren tollen angebot vor die wand laufen. :biggrin:

bei @vader hat diese strategie voll gesessen :icon_twisted:

Will Finja80 auch so probieren. Ich finde dass sollte hier so zur Standardmethode werden.


@Finja 80
abwarten u. :icon_pause: trinken

gruss
kaiserqualle
 

orduspor

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#42
Hallo finja,

war auch bei fairkauf zum "Vorstellungsgespräch".
War wirlich absolut nichts.
Die situation war ähnlich, erst alle in nen kleinen Raum gepresst, bei uns waren es so 12 - 14 Leute, weiss nicht mehr genau.
Die "Dame" bestimmt dieselbe (kommt mir alles sehr bekannt vor) sagte uns erstmal wie toll Fairkauf ist, so sozial blah (alles BA, 1-E Job, Leute die Arbeitsstunden vom Gericht machen müssen und zum Schluss natürlich noch Ehrenamtliche, noch besser kostet gar nichts)
Du Hast recht, der ganze Laden ist wirklich darauf aufgebaut, und tolle Sachen haben die auch nicht. Ausbeutung pur.
Dazu noch freche Kommentare der besagten Dame wie unwillig man doch wär, wenn man da nicht gleich anfängt, so ne tolle Chance:icon_kotz:.
Mitarbeiter vom JC war auch beim einzelgespräch, war mir aber echt egal, dazu bei uns zwei Leute von Fairkauf.
Fand das ganze Procedere schon recht heftig, hab ich bei anderen Trägern anders erlebt.
Also am besten Ablage P.
Das ist es wirklich nicht.
Grüsse
ordu
 

Finja80

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#43
So, nachdem mein Computer etwas gestreikt hatte, möchte ich mich auch mal wieder hier melden.

Also, ich habe bis heute nichts mehr von Fairkauf gehört und übrigens auch keine Antwort auf meine reguläre Bewerbung erhalten. Das überrascht uns jetzt eh nicht, oder?!:biggrin:

Ich schließe mich Kaiserqualle an und würde auch sagen, dass man sich standardmäßig ganz regulär nach dem System von Vadder auf Bürgerarbeitsstellen bewerben sollte.

@orduspor: Das klingt alles sehr nach dem, was ich auch dort erlebt habe. Diese "Dame" wird mit Sicherheit auch dieselbe gewesen sein. Man hätte ja so tolle Chancen und sollte doch schön an die Perspektiven denken, die Fairkauf bietet...
Die einzige Perspektive ist, dass man sich nirgends mit dem Laden im Lebenslauf mehr bewerben kann.

By the way... vor ein paar Tagen habe ich einen der Teilnehmer vom Fairkauf-Vorstellungsgespräch getroffen. Es hat tatsächlich nur dieser Töffel dort einen Arbeitsvertrag unterschrieben, der uns da als Querulanten bezeichnet hat.:eek:
 
E

ExitUser

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#44
Also ich schätze, der TE erfüllt die Voraussetzungen für Bürgerarbeit gar nicht.
Ich hab mal Tante Wiki befragt.
Bürgerarbeit

"Zunächst soll versucht werden, arbeitslose erwerbsfähige Hilfeempfänger in einer sechsmonatigen Aktivierungsphase durch eine Potenzialanalyse, durch Beratung und Qualifizierung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln."
Das ist doch durch den Minijob gar nicht passiert, wenn ich das richtig verstanden habe?

"Scheitern die Integrationsbemühungen, sollen ausgesuchte Teilnehmer einen „Bürgerarbeitsplatz“ erhalten."
Das trifft nicht zu, denn ab Juni oder so hat der TE ja eine sv-pfl. Beschäftigung und das auch schwarz auf weiß.

"Diese Tätigkeit muss gemeinnützig sein und darf keine regulären Jobs verdrängen. "
Damit tu ich mich auch schwer.
Wer verkauft denn die gespendeten Sachen, wer lagert und sortiert sie, wenn es keine AGH-ler oder Bürgerarbeiter gibt?
Dann müsste man vermutlich doch echte Arbeitskräfte einstellen und diese auch anständig entlohnen...
 

kaiserqualle

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#45
Hallo Finja80,

So, nachdem mein Computer etwas gestreikt hatte, möchte ich mich auch mal wieder hier melden.
Nee, glaub ich nicht --> Userfehler :icon_psst:

Also, ich habe bis heute nichts mehr von Fairkauf gehört und übrigens auch keine Antwort auf meine reguläre Bewerbung erhalten. Das überrascht uns jetzt eh nicht, oder?!:biggrin:

Abwarten, die haben mindestens zwischen 4 u. 6 Wochen Zeit zu antworten.


Ich schließe mich Kaiserqualle an und würde auch sagen, dass man sich standardmäßig ganz regulär nach dem System von Vadder auf Bürgerarbeitsstellen bewerben sollte.
Danke für die Blumen:icon_redface:
 

kaiserqualle

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#46
Hallo Finja80,


Hier wäre mal ein Urteil zur Sittenwidrigkeit des Lohnes:
könnte auch bei Ablehnung von Bürgerarbeit nützlich sein, bzw. als Argumentationshilfe dienen bei/ vor SG.

Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 39/2011

Sozialgericht Berlin Beschluss vom 19.09.2011, - S 55 AS 24521/11 ER -

Berliner Jobcenter dürfen Hartz IV-Empfänger nicht in rechtswidrige Arbeitsverhältnisse vermitteln und schon gar nicht mittels Sanktionen erzwingen.

Reduzierung bewilligter Grundsicherungsleistungen als Sanktion nach § 31 SGB 2 - zumutbare Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante - Sittenwidrigkeit der Vergütung - Mindestverdienstgrenze 2011

1. Eine Vermittlung in wegen sittenwidriger Vergütung rechtswidrige Arbeitsverhältnisse darf von der an das Gesetz gebundenen Sozialverwaltung auch im Grundsicherungsbereich nicht vorgenommen und nicht mittels Sanktionen erzwungen werden. (Anschluss an SG Berlin, Urteil vom 27.02.2006, Az. S 77 AL 742/05 und Beschluss vom 01.09.2010, S 55 AS 24521/10 ER) Eine sittenwidrige Beschäftigung ist unzumutbar im Sinne von § 10 Abs 1 Nr 5 SGB II und darf ohne weitere wichtige Gründe abgelehnt werden, selbst wenn der Hilfebedarf dadurch reduziert würde.

2. Ein auffälliges Missverhältnis, das die Sittenwidrigkeit im Sinne des § 138 Abs 1 BGB begründet, weil es gegen die in den grundgesetzlichen sowie in Art 4 Nr 1 der Europäischen Sozialcharta (EuSC) als einfachem Bundesrecht zum Ausdruck kommenden Wertentscheidungen verstößt, ist anzunehmen, wenn das angebotene Arbeitsentgelt bei Vollzeitarbeit mit durchschnittlicher Arbeitsleistung unter dem Grundsicherungsniveau für eine volljährige alleinstehende Person ohne Unterhaltsverpflichtungen, bei grundsicherungsrechtlich angemessener durchschnittlicher Unterkunft und bei uneingeschränkter Erwerbsfähigkeit liegt.

3. Für das Jahr 2011 ist für Berlin bei einer Vollzeitbeschäftigung eine monatliche Bruttovergütung von weniger als 1058 EUR (netto: 815 EUR) sittenwidrig. (Stundenlohn bei einer 38,5-Stunden-Woche: 6,34 EUR)

http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/...ds=&sensitive=


Unter Zugrundelegung der im zitierten Urteil des SG Berlin aufgestellten Maßstäbe und unter Fortschreibung der dort angewandten Werte ist für Berlin im Jahr 2011 bei Vollzeitbeschäftigung eine Vergütung, die den Nettobetrag von 815,27 EUR/1058,00 EUR brutto unterschreitet, sittenwidrig wegen eines unangemessen niedrigen Lohnes. Der Wert von 815,27 EUR errechnet sich wie folgt: er berücksichtigt den derzeit gültigen grundsicherungsrechtlichen Regelbedarf von 364,00 EUR, durchschnittlich als angemessen geltende Kosten der Unterkunft und Heizung KdU (bei 45 m2 und 4,92 EUR/m2 Kaltmiete + 2,40 EUR/m2 Neben- und Heizungskosten) von 329,40 EUR (nach der AV Wohnen sind 378 EUR zulässig), sowie die mit der Erwerbstätigkeit anfallenden notwendigen Aufwendungen: für eine Monatskarte von 57,92 EUR (BVG Abo für Berlin-AB) abzgl des Anteils für Fahrkosten im Regelsatz nach § 5 RBEG 22,78 EUR, Aufwendungen für notwendige Versicherungen 30,00 EUR, für die Riesterrente 41,40 EUR und Werbungskosten pauschal (§ 6 I Nr 3a ALG II VO) 15,33 EUR. Ein Nettoeinkommen von 815,27 EUR setzt für einen alleinstehenden Hilfebedürftigen einen Bruttolohn von 1058 EUR voraus (Stundenlohn bei einer 38,5-Stunden-Woche: 6,34 EUR). Wegen der weiteren rechtlichen Gründe verweist die Kammer auf das zitierte Urteil des SG Berlin. Eine sittenwidrige Beschäftigung ist unzumutbar im Sinne von § 10 Abs 1 Nr 5 SGB II und darf ohne weitere wichtige Gründe abgelehnt werden, selbst wenn der Hilfebedarf dadurch reduziert würde. Wollte man den Wert des jüngsten Existenzminimumsberichts für das gesamte Bundesgebiet für grundsicherungsrechtlich relevante Miet- und Heizungskosten ansetzen (284 EUR), läge die Nettogrenze bei 769,87 EUR und die Bruttoentgeltgrenze bei 989 EUR.

Im Falle der Antragstellerin erreicht die Vergütung trotz der angebotenen Vollzeitbeschäftigung bei keiner Betrachtung die erforderliche Mindestvergütung. Die Antragstellerin ist auch nicht darauf zu verweisen, sich einen angemessenen Lohn gerichtlich zu erstreiten. Vielmehr hat die Antragsgegnerin bei ihren Stellenangeboten die Rechtmäßigkeit der Angebote von Amts wegen vorher zu prüfen. Eine monatliche Differenz von 158 EUR lässt sich auch nicht damit rechtfertigen, dass die Arbeitsgelegenheit unter Teilhabeaspekten einer besonderen Förderung unterliegt und deshalb die allgemeinen arbeitsrechtlichen Vorgaben nicht zu erfüllen bräuchte. Insofern wären andere Förderinstrumente zu wählen. Es ist auch nicht erkennbar, dass es um eine lediglich anfänglich geringere Vergütung gehe, die nach Einarbeitung dann auf eine rechtlich akzeptables Maß erhöht werden würde und deshalb die während der Einarbeitungszeit zu erwartende geringere Arbeitsleistung einen entsprechenden Abschlag rechtfertigen würde. Die Stelle war auf wenige Monate befristet und sollte keine Entgelterhöhung vorsehen. Es war nach entsprechender Schulung keine reduzierte Leistungserwartung für das Entgelt maßgeblich. Ein tariflicher Mindestlohn war für die angebotene Arbeitsgelegenheit, soweit ersichtlich, nicht einschlägig.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 193 SGG und berücksichtigt den Erfolg der Rechtsverfolgung.

Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 173 Abs 3 Nr 1 SGG).
 

Pixelschieberin

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#47
Nein, die Unterschrift nicht verweigern, sondern das Unterschreibzeugs zur Prüfung mitnehmen.
Das lese ich hier immer wieder. Ok, das ist Schritt 1.
Das aufschiebende Mitnehmen des Vertrags schließt die Verweigerung der Unterschrift im Anschluß jedoch nicht aus wenn man beim Einpacken der Papiere erneut zur Vertragsunterzeichnung eingeladen wird (mir so geschehen).
Mittlerweile ist der Vertrag ausgiebig geprüft und die Fallstricke wurden hoffentlich gefunden.
Deine geflissentliche Mitwirkung vorausgesetzt, schlägst du am anberaumten Termin auf.
Du willst deine Entmündigung aber auch dann partout nicht unterschreiben.
Bei dem Termin mußt du ja nun doch die Unterschrift verweigern.
Folge: Sanktion wegen maßnahmevereitelndem Verhalten.
Die wurde bei mir vom SG gekippt, der Vertrag war wohl doch zu unterirdisch.
Am besten du nimmst einen Beistand mit, der stichpunktartig Protokoll schreibt. Ausweisen muss sich dieser nicht.
Gute Idee!
Hallo Finja80,
Ich denke nicht, dass dies bei einem Bewerbungsgespräch geht.
kaiserqualle
Dieses mutmaßende "Denken" empfinde ich bei der Sachlage als vorauseilenden Gehorsam - zu Lasten des zu rekrutierenden HE.
Wenn man lt Vorankündigung mehr als einem "Beurteiler" der Gegenseite ausgesetzt wird, wo man sich nicht sicher sein darf, daß die Wahrheit über das noch so höfliche Verhalten des HE protokolliert werden wird, befindet man sich unvermittelt in Beweisnotstand wenn man KEINEN Beistand dabei hat.
Bei einer ähnlichen Veranstaltung hatte ich verlangt, daß meine Begleitung mit in den Besprechungsraum durfte.
Die reagierten völlig panisch: "So ginge das aber nicht!"
Auf meine Behauptung, der Beistand sei bei Maßnahme-Vorstellungsgesprächen erlaubt, wollten die das Gesetz genannt haben, das mir den Beistand zugestehe. (Oopps, hatte ich nicht parat)
Nach meiner Gegenfrage, welches Gesetz bestimme, mich völlig allein in komplizierte Vertragsverhandlungen begeben zu müssen, wurde mir mein Beistand (nach aufgeregten Telefonaten mit der Geschäftsführung) zähneknirschend zugestanden.
Lassen wir uns doch nichts vormachen, es handelt sich hier nicht um ein normales oder gar faires Bewerbungsgespräch.
Die Darstellungen klingen immer wieder wie Butterfahrten, wo man allein irgendwo in der Pampa hocken soll, um dumm-gequatscht zu werden.
 

kaiserqualle

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#48
Hallo Pixelschieberin,

Das lese ich hier immer wieder. Ok, das ist Schritt 1.
Das aufschiebende Mitnehmen des Vertrags schließt die Verweigerung der Unterschrift im Anschluß jedoch nicht aus wenn man beim Einpacken der Papiere erneut zur Vertragsunterzeichnung eingeladen wird (mir so geschehen).

Na hoffentlich hattest du dich über den "Verein" per Internet informiert und eine Frageliste wie in einem vorigem post im Thread erstellt wurde. Da kann man auch die passenden Paragraphen auf die Rückseite drucken.

Mittlerweile ist der Vertrag ausgiebig geprüft und die Fallstricke wurden hoffentlich gefunden.
Deine geflissentliche Mitwirkung vorausgesetzt, schlägst du am anberaumten Termin auf.
Du willst deine Entmündigung aber auch dann partout nicht unterschreiben.
Bei dem Termin mußt du ja nun doch die Unterschrift verweigern.
Folge: Sanktion wegen maßnahmevereitelndem Verhalten.
Die wurde bei mir vom SG gekippt, der Vertrag war wohl doch zu unterirdisch.

Gute Idee! Glückwunsch für den Erfolg. Kannst du das bitte einstellen (anonymisiert) in "Erfolgreiche Gegenwehr" gegen Massnahme xxxx

Dieses mutmaßende "Denken" empfinde ich bei der Sachlage als vorauseilenden Gehorsam - zu Lasten des zu rekrutierenden HE.
Wenn man lt Vorankündigung mehr als einem "Beurteiler" der Gegenseite ausgesetzt wird, wo man sich nicht sicher sein darf, daß die Wahrheit über das noch so höfliche Verhalten des HE protokolliert werden wird, befindet man sich unvermittelt in Beweisnotstand wenn man KEINEN Beistand dabei hat.

Da hast du recht, aber für ein Bewerbungsgespräch greift das SGB
i. Sinne eines "Beistandes nach § 13, SGB X
" nicht. Allenfalls kann ein "Zeuge" durch den Befragenden erlaubt werden, muss aber nicht. PS: Ein Beistand ist rechtlich nicht mit einem Zeugen gleichzusetzen, da ein Beistand auch für einen Handeln kann, aber auch Zeugenfunktion erfüllt. Weitere Anmerkungen unten.

Bei einer ähnlichen Veranstaltung hatte ich verlangt, daß meine Begleitung mit in den Besprechungsraum durfte.
Die reagierten völlig panisch: "So ginge das aber nicht!"
Auf meine Behauptung, der Beistand sei bei Maßnahme-Vorstellungsgesprächen erlaubt, wollten die das Gesetz genannt haben, das mir den Beistand zugestehe. (Oopps, hatte ich nicht parat)
Nach meiner Gegenfrage, welches Gesetz bestimme, mich völlig allein in komplizierte Vertragsverhandlungen begeben zu müssen, wurde mir mein Beistand (nach aufgeregten Telefonaten mit der Geschäftsführung) zähneknirschend zugestanden.
Lassen wir uns doch nichts vormachen, es handelt sich hier nicht um ein normales oder gar faires Bewerbungsgespräch.

@ alle Rechtkundigen Forenuser
Man müsste rechtlich mal prüfen, ob es möglich ist, - da es ja bei Bewerbungsgespräche m.M.n eine Vorverhandlung zu Vertragsgesprächen handelt - einen Verhandlungsbevollmächtigten zu ermächtigen, diesen beizuwohnen und auch am Gespäch teilzunehmen.

Die Darstellungen klingen immer wieder wie Butterfahrten, wo man allein irgendwo in der Pampa hocken soll, um dumm-gequatscht zu werden.

Da gebe ich dir recht. Es handelt sich m.M.n. um Unterschriftenerschleichung.


Hier habe ich mal einen Auszug zum §13 SGB X


§ 13 SGB X
Bevollmächtigte und Beistände


(1) Ein Beteiligter kann sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Die Vollmacht ermächtigt zu allen das Verwaltungsverfahren betreffenden Verfahrenshandlungen, sofern sich aus ihrem Inhalt nicht etwas anderes ergibt. Der Bevollmächtigte hat auf Verlangen seine Vollmacht schriftlich nachzuweisen. Ein Widerruf der Vollmacht wird der Behörde gegenüber erst wirksam, wenn er ihr zugeht.
(2) Die Vollmacht wird weder durch den Tod des Vollmachtgebers noch durch eine Veränderung in seiner Handlungsfähigkeit oder seiner gesetzlichen Vertretung aufgehoben; der Bevollmächtigte hat jedoch, wenn er für den Rechtsnachfolger im Verwaltungsverfahren auftritt, dessen Vollmacht auf Verlangen schriftlich beizubringen.
(3) Ist für das Verfahren ein Bevollmächtigter bestellt, muss sich die Behörde an ihn wenden. Sie kann sich an den Beteiligten selbst wenden, soweit er zur Mitwirkung verpflichtet ist. Wendet sich die Behörde an den Beteiligten, muss der Bevollmächtigte verständigt werden. Vorschriften über die Zustellung an Bevollmächtigte bleiben unberührt.
(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.


(5) Bevollmächtigte und Beistände sind zurückzuweisen, wenn sie geschäftsmäßig fremde Rechtsangelegenheiten besorgen, ohne dazu befugt zu sein. Befugt im Sinne des Satzes 1 sind auch die in § 73 Abs. 6 Satz 3 des Sozialgerichtsgesetzes bezeichneten Personen, sofern sie kraft Satzung oder Vollmacht zur Vertretung im Verwaltungsverfahren ermächtigt sind.
 

Pixelschieberin

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#49
Hallo Pixelschieberin,
Glückwunsch für den Erfolg. Kannst du das bitte einstellen (anonymisiert) in "Erfolgreiche Gegenwehr" gegen Massnahme xxxx
Ist unter der Rubrik Gegenwehr zu finden.
Die lange Version: Siehe meinen Panikthread als ich noch völlig gutgläubig war.
Beim Querlesen konnte ich feststellen, wie sich durch die Hilfestellungen dieses Forums (m)eine Sinneswandlung vollzogen hat.
Ohne Ghansafan, Paolo Pinkel, Kiwi und Scarred Surface wäre ich wahrscheinlich zu deren Trommelschlag in die Sackgasse gerudert.
Nachdem alles in Sack und Tüten war, hatte ich noch den unterirdischen Vertrag anonymisiert eingestellt, damit Neue sich schon mal wappnen können.
Download hier:
http://www.elo-forum.org/einglieder...n-zugewiesenem-massnahme-ende.html#post948141
 

Finja80

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#50
Hallo Finja80,



Nee, glaub ich nicht --> Userfehler :icon_psst:
Ich weiß, das Problem sitzt immer VOR dem Bildschirm.:biggrin:




Abwarten, die haben mindestens zwischen 4 u. 6 Wochen Zeit zu antworten.
Bis heute nichts mehr gekommen.




Danke für die Blumen:icon_redface:
Gern geschehen!:icon_knutsch:

Habe übrigens schon das nächste Stellenangebot bekommen. http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/89715-buergerarbeit-zweite.html#post1092926
 
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