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Zuweisung Leiharbeit

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Devona

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#1
Hallo zusammen,

ich habe gestern eine nette Zuweisung für einen Job bekommen, der nach telefonischer Rücksprache bei einer Zeitarbeitsfirma ist. Nun habe ich einige Unklarheiten und hoffe, Jemand kann mir weiterhelfen.Rechtsfolgenbelehrung war übrigens dabei.

Da steht also:

Arbeitgeber: DEKRA Arbeit GmbH (die sind sich auch für nix zu schade!!)
Stellenangebot: Bürohilfskraft im Backoffice
Arbeitsplatz/Berufsbezeichnung: Bürohilfskraft
Arbeitsort: Berlin
Arbeitszeit: Vollzeit
Eintrittstermin:sofort
Lohn/Gehalt: nach Tarif (*grins*)
Arbeitgeberkontakt: Dekra Arbeit GmbH

und nun wird es für mich etwas verwirrend:

Stellenbeschreibung:
Für ein Unternehmen suchen wir engagierte Mitarbeiter für den Backofficebereich.

Ihre Aufgaben:
- Kundenafragen per Mail oder Telefon beantworten
- Kundenbetreuung
- NEUKUNDENAQUISE (!!!!!!!)

Das stank mir schon beim ersten Lesen sehr nach Callcenter und nicht nach Backoffice und "Neukundenaquise" ist keine Tätigkeit des backoffice-Bereiches und schonmal gar nicht für eine BÜROHILFSKRAFT.

Ihr Profil:
- Grundkenntnisse EDV
- Grundkenntnisse Rechtschreibung
- Grundkenntnisse in englisch
- Erfahrung in der Büroorganisation

Ich habe dort telefonisch (unter falschem Namen u. mit unterdrückter Rufnummer) mal die Lage sondiert. Es ist tatsächlich Leiharbeit und keine FEST definierte Stelle, die suchen Deppen en masse. Ich wollte den genauen Einsatzort und die Firma wissen: keine Auskunft, außer: Berlin und Brandenburg, Firmen halt verschiedene. Brandenburg steht aber in der Beschreibung von der ARGE gar nicht drin, ich habe weder Auto noch Führerschein (hätte nie gedacht, daß mir das mal was nützt). O-Ton: Wir finden schon IRGENDWAS für Sie, schicken sie mal Ihre Bewerbung her! Ich sagte, ich wünsche Auskünfte zu dieser EINEN, explizit angebotenen Stelle. Gibt`s nicht, ist nicht, die suchen dann was Passendes. Auf meine Frage nach der "Neukundenaquise" wurde auch nicht eingegangen. Ist sowohl outbound als auch inbound MÖGLICH, kann man aber jetzt noch nicht sagen.Ebenso wurde schwammig abgewürgt, als ich fragte, ob die Outboundcalls im Privat- oder Firmenkundenbereich liegen, der Hintergrund war, daß ja cold calls im Privatkundenbereich verboten sind. Der Tariflohn liegt, wenn ich`s richtig recherchiert habe, bei 7,23 Euro.

MUSS ich mich da jetzt bewerben? Darauf, daß die IRGENDWAS für mich finden wollen? Das ist definitiv kein reiner Backofficejob und ich denke zwischen "Bürohilfskraft" und "Callcenteragent" liegen sowieso Welten, verschleiern die das so? Nicht falsch verstehen: ich bewerbe mich natürlich mit meinen rudimentären Rechtschreibkenntnissen, schlecht formatierten Anschreiben/Lebensläufen und meinen selbstverständlich nicht vorhandenen Englischkenntnissen, würde mir die Arbeit aber schenken, wenn hier schon Formfehler in der Zuweisung vorliegen. Kein Bürojob im Backofficebereich beinhaltet m.E. nach Neukundenaquise, das war in allen Firmen, in denen ich gearbeitet habe, völlig andere Abteilungen mit völlig anderen Anforderungsprofilen. Und ich möchte einfach nicht in der Datensammelbank diverser Sklaventreiber verewigt werden.

Danke für Tips!! Devona
 

hergau

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#2
Du wirst Dich nur als Bürohilfskraft bewerben.
Solltest Du eine Einladung zum Gespräch bekommen, dann nur als Bürohilfskraft.
Bitte dann auch um Fahrgeld.

Gib nicht Deine Tel- Nummer und auch nicht e-Mail bekannt.
Gerade Leihfirmen bestehen auf Tel-Nr.
 

Devona

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#3
Hallo Hergau,

Danke für die Tips, mache ich dann so. Schriftliche Bewerbung per Einschreiben, die Arge erwartet von mir Rückmeldung bis zum 13.10., also dürfte der 12.10. als Poststempel für dieses Schreiben ausreichen und sollte ich bis dahin keine Rückmeldung/Ladung vom Sklaventreiber haben, schreibe ich das so dort rein. Ich fomuliere die Bewerbung so, daß keine Zweifel daran bestehen, daß ich keine "Neukundenaquise" machen werde, sondern nur BüroHILFStätigkeiten, was ja auch eine ganze Menge Arbeiten von vornherein ausschließt. Das Blöde ist, daß ich dann aber mit postalischer Adresse doch in deren Datenbank lande, das wollte ich vermeiden. Schaumermal.

Danke und LG, Devona
 

hergau

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#4
Vermutlich wird die Dekra eh schon Deine Daten erhalten von der Arge.
Die geben nämlich auch eine Rückmeldung, ob Du Dich beworben hast.

Nochmal:
Nur auf die Stelle als Bürohilfskraft bewerben.
Fängt der mit Outboundgeschichten an, dann sage ihm, das Du Dich als Bürohilfskraft bewirbst.
Nichts anderes.
 

Devona

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#5
Jepp, mache ich. Gott, ist das alles lächerlich...
 

Kerstin_K

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#6
Unter Umständen steht von Seiten der Dekra ja auch nicht nur eine Stelle hinter der Ausschreibung. Kann doch sein, dass die mehrer Kundeaufträge in dem Bereich haben, die sie zusammengefasst haben.
 

Devona

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#7
Ähm, da fällt mir doch noch was ein. Stichwort:Datenschutz. Kann ich verlangen, daß meine persönlichen Daten nur erhoben werden, um ein Gespräch über diese EINE Stelle zu führen und danach aus dem elektronischen System gelöscht bzw. gar nicht erst aufgenommen werden, was ja gängige Praxis zu sein scheint? Erstmal Daten sammeln, DANN ein Gespräch führen?
 

Devona

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#8
Unter Umständen steht von Seiten der Dekra ja auch nicht nur eine Stelle hinter der Ausschreibung. Kann doch sein, dass die mehrer Kundeaufträge in dem Bereich haben, die sie zusammengefasst haben.
Liebe Kerstin,

das mag ja sein, das sollen sie das auch einzeln benennen. Eine BÜROHILFSKRAFT ist kein CALLCENTERAGENT und das wären ja dann schonmal ZWEI Stellen mit völlig unterschiedlichem Bewerberprofil. Ich muss mich auf EXAKT definierte Stellen bewerben und keinen Stellenpool. Da können die mich ja als Bürohilfskraft auch aufn Gabelstapler schicken...kann ja wohl nicht so schwer sein, 5 Bürohilfskräfte zu definieren und 5 Callcenteragents. Mir sieht das nach "einsammeln und verwursten, egal wie und wen" aus. Und für 7,23 Euro Tariflohn kann ich auch beim besten Willen keine 2 Anforderungsprofile erfüllen, ich bin doch kein Überraschungsei.

LG, Devona
 

Mario Nette

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#9
Ähm, da fällt mir doch noch was ein. Stichwort:Datenschutz. Kann ich verlangen, daß meine persönlichen Daten nur erhoben werden, um ein Gespräch über diese EINE Stelle zu führen und danach aus dem elektronischen System gelöscht bzw. gar nicht erst aufgenommen werden, was ja gängige Praxis zu sein scheint? Erstmal Daten sammeln, DANN ein Gespräch führen?
Soweit ich weiß dürfen Daten ohne Zustimmung überhaupt nicht aufgehoben werden. Daher fragen Headhunter auch immer nach, ob sie die Daten ihrem Bewerberpool hinzufügen und eventuell später noch einmal auf dich zurückkommen dürfen. Muss ja einen Grund haben, warum die das fragen. Sicherlich gibt es aber auch genug schwarze Schafe.

Mario Nette
 

Devona

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#10
Hi Mario Nette,

so war das bei mir auch hängen geblieben...nach Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes in diesem Jahr dürfen die eigentlich gar nix mit meinen Daten ohne daß ich zustimme...streng genommen dürfte die ARGE meine Telefonnummer auch nicht weitergeben, OHNE mich vorher zu fragen. Sollten sie das tun, dann lasse ich bis auf meine Postadresse dort auch alles entfernen. Und bei der Zeitarbeitsfirma fülle ich nichts aus, bevor ich nicht ein verbindliches Gespräch hatte...ich hatte hier irgendwo gelesen, daß die vorher schon große Fragebögen verteilen. Berufliche Skills sind ja okay, aber das scheint nicht alleiniger Bestandteil zu sein.

Danke!! Devona
 

Mario Nette

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#11
Beispielsweise FERCHAU fragt online sehr viel ab und danach offline noch mehr, ehe man dort überhaupt konkreter wird was den Job betrifft.

Mario Nette
 

Devona

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#12
Hi Mario Nette,

da hätten wir also DAS:

Rechte der Betroffenen

Betroffene (natürliche Personen, über die Daten bei öffentlichen oder nicht-öffentlichen Stellen gespeichert sind), haben nach dem Bundesdatenschutzgesetz folgende (gem. § 6 Abs. 1 BDSG) unabdingbare Rechte:

* Auskunft darüber, ob und welche personenbezogenen Daten über sie gespeichert sind
* Auskunft darüber, aus welchen Quellen diese Daten stammen und zu welchem Verwendungszweck sie gespeichert werden
* Berichtigung von falschen personenbezogenen Daten
* Übermittlung persönlicher Daten an Dritte zu untersagen
* Löschung seiner Daten
* Sperrung seiner Datensätze
* Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz

Die beiden erstgenannten Rechte können verweigert werden, falls das allgemeine öffentliche Interesse, das Interesse der jeweiligen nicht-öffentlichen Stelle an der Wahrung des Geschäftsgeheimnisses oder das Interesse Dritter zur Geheimhaltung überwiegt. Dies muss allerdings im Einzelfall geprüft werden. Eine Verweigerung der Auskunft muss mit Angabe der Gründe dokumentiert werden.

Jeder Bürger hat also ein Auskunftsrecht bezüglich der über ihn gespeicherten Daten sowie ein Recht auf Richtigstellung falscher Daten. Für die befragten Stellen ergibt sich eine Auskunftspflicht, von der jedoch Polizei und Geheimdienste ausgenommen sind. Die Auskunft ist von öffentlichen Stellen unentgeltlich zu erteilen (§ 19 Abs. 4 BDSG). Bei der Auskunftserteilung durch private Stellen kann unter Umständen ein Entgelt verlangt werden (§ 34 BDSG), allerdings muss der Betroffene darauf hingewiesen und ggf. eine kostenfreie Alternative angeboten werden. Umstritten war lange Zeit die Praxis der Schufa, ein Selbstauskunftersuchen mit einer negativen Wertung zu belegen; diese Praxis hat die Schufa jedoch aufgegeben [1]. Des weiteren hat jeder das Recht der Nutzung seiner Adressdaten für Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung bei der datenspeichernden Stelle zu widersprechen und eine Sperrung seiner Daten zu verlangen.

Und ganz interessant wäre in Bezug auf Leiharbeitsfirmen auch noch DAS (die haben nämlich mehr als 10 Angestellte, die sich mit Datenerhebung befassen):

Datenverarbeitung der privaten Stellen

Jede private Stelle (z. B. Unternehmen), in der zehn oder mehr Personen ständig mit der Bearbeitung personenbezogener Daten mittels elektronischer Datenverarbeitung beschäftigt sind, benötigt einen Datenschutzbeauftragten (kurz DSB). Desgleichen bei zwanzig oder mehr Mitarbeitern wenn die Daten manuell (z. B. mit Karteikarten) verarbeitet werden, wenn Verarbeitungen eine Vorabkontrolle erfordern oder die Verarbeitung zur Übermittlung (Detektei, Auskunftei) oder anonymer Übermittlung (Meinungsforschung) verarbeitet werden.

Die Pflichten der verantwortlichen (verarbeitenden) Stelle fallen immer der Geschäftsführung zu. Unabhängig von der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten umfassen sie u. a.:

* Gewährung der Betroffenenrechte (Benachrichtigung, Auskunft, Korrektur, Sperrung, Löschung)
* transparente und dokumentierte EDV (Verfahrensverzeichnis),
* Schutz der EDV und der Daten im Sinne der IT-Sicherheit (§ 9 BDSG nebst Anhang)
* Nachvollziehbarkeit von Zugriffen, Änderungen und Weitergaben an Dritte

Quelle: Wikipedia


LG, Devona
 

Holler2008

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#13
Egal ob du eine Zuweisung oder Vermittlungsvorschlag bekommen hast.
Sollte da was von "zeitnaher Bewerbung" stehen finde ich den 12.10. recht riskannt.
Mir wollte man daraus schonmal einen Strick drehen (erfolglos).
Lt. meiner Arge ist zeitnah höchstens 3-5 Tagen nach Erhalt.

Dass du zur Dekra eingeladen wirst ist recht warscheinlich.
Wenn du dann Angaben machen sollst (evtl. Personalbogen) hast du natürlich kein Telefon, kein Internet und ganz wichtig, bist in einer Gewerkschaft!!!!
 

hergau

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#14
Egal ob du eine Zuweisung oder Vermittlungsvorschlag bekommen hast.
Sollte da was von "zeitnaher Bewerbung" stehen finde ich den 12.10. recht riskannt.
Mir wollte man daraus schonmal einen Strick drehen (erfolglos).
Lt. meiner Arge ist zeitnah höchstens 3-5 Tagen nach Erhalt.

Dass du zur Dekra eingeladen wirst ist recht warscheinlich.
Wenn du dann Angaben machen sollst (evtl. Personalbogen) hast du natürlich kein Telefon, kein Internet und ganz wichtig, bist in einer Gewerkschaft!!!!
Freilich hast Du Telephon und Internet.
Du magst nur die Nummer nicht rausgeben.
 

Devona

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#16
Egal ob du eine Zuweisung oder Vermittlungsvorschlag bekommen hast.
Sollte da was von "zeitnaher Bewerbung" stehen finde ich den 12.10. recht riskannt.
Mir wollte man daraus schonmal einen Strick drehen (erfolglos).
Lt. meiner Arge ist zeitnah höchstens 3-5 Tagen nach Erhalt.

Dass du zur Dekra eingeladen wirst ist recht warscheinlich.
Wenn du dann Angaben machen sollst (evtl. Personalbogen) hast du natürlich kein Telefon, kein Internet und ganz wichtig, bist in einer Gewerkschaft!!!!
Jepp, ist schon klar. der 12.10. bezog sich ja auf meine Rückmeldung an die ARGE, die Bewerbung schicke ich als gesetzestreuer Bürger selbstverständlich binnen 3 Tagen raus. Ich bin in sämtlichen Gewerkschaften der Welt :))) und frage auch gleich nach dem Betriebsrat. Ich bin vorbestraft und mir droht ohnehin Lohnpfändung. Ich habe kein Internet und telefoniere immer aus der Telefonzelle. Ich fülle alles aus, was meine beruflichen Skills anbelangt, ansonsten gibt`s nur Name und Postadresse. Nu hammers also alles. LG, Devona
 

opado

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#17
Ich bin in sämtlichen Gewerkschaften der Welt :))) und frage auch gleich nach dem Betriebsrat.
Ich bin vorbestraft und mir droht ohnehin Lohnpfändung.
Ich habe kein Internet und telefoniere immer aus der Telefonzelle.
Ich fülle alles aus, was meine beruflichen Skills anbelangt, ansonsten gibt`s nur Name und Postadresse.

ganz GENAU Devona

so isset richtig

dat wolln die Lesen

da bisse ganz oben mit dabei

beim MOB der nicht zu gebrauchen ist

und hast deine RUHE

Gruß opado
 
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#19
Hallo Devona,

noch mal so als Tip für deine Bewerbung bei der Dekra, lasse dich nicht stressen bezüglich der Rückmeldung bis zum 13.10 an die Arge. Auch wenn du bis zum 13.10 bezüglich deiner Bewerbung von der Dekra nichts gehört hast, dann machst du einfach eine Rückmeldung mit folgendem Wortlaut :

Ich wurde nicht eingestellt weil, ich bis zum heutigen Tage keine Antwort auf meine Bewerbung erhalten habe, Punkt Ende.

Dieser Satz ist vollkommen ausreichend, weil es kann gut sein, bei der vielzahl an Bewerbungen die bei der Dekra eingehen, das Du bis zum 13.10 überhaupt keine Antwort seitens der Dekra erhälst.

Hoffe es hilft Dir ein wenig und lasse dich nicht stressen.

Gruß Schimmy
 

Devona

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#20
Hi Schimmy,

Danke noch für den Tip, genauso habe ich das angedacht. Bewerbung geht heute raus und am 12.10. mache ich Rückmeldung bei der Arge.

Ich hab nicht in Ansätzen vor, mich stressen zu lassen. Ich denke, diesen Zustand hat jeder mal mehr oder weniger stark gehabt, bei mir war es in der Anfangszeit so. Geendet ist es mit Bluthochdruck, der keinerlei organische Ursachen hat, sondern auf psychischen Streß zurückzuführen ist. Mittlerweile bin ich relaxt. Man hat nur 2 Möglichkeiten: man setzt sich dem Druck aus und leidet oder man wehrt sich. Ich bin nur begrenzt leidensfähig und sehe das Ganze bei allen Bedrohlichkeiten (Leistungskürzung etc.) als lächerliche Farce.

Ich habe auch noch ein wenig an meinen Skills geschraubt, als BüroHILFSkraft für 7,23 Euro sind die natürlich mager und ich muss in Vieles erst eingearbeitet werden. Ich bin über 40, also ist meine Auffassungsgabe doch schon recht beschränkt.Ich bin durch fehlenden Führerschein und nicht vorhandenes Auto total unflexibel, was den Einsatzort anbelangt.

Außerdem lasse ich mir beim Gespräch schriftlich bestätigen, daß es keine explizite Kleiderordnung gibt. Das ist ein netter Testballon: sollten sie das machen, schlage ich da mit ein paar hübschen, bedruckten T-Shirts auf, die man so noch nicht gesehen hat und auch garantiert nicht sehen will.

Es ist so ein wenig wie bei der Vampirbekämpfung *gg*...was dem Einen der Knoblauch und das Kruzifix ist, ist dem Anderen halt ein Vokabular wie "Gewerkschaft, Betriebsrat, Datenschutzbeauftragter" etc.

Und nun mache ich mich an`s Schreiben.

LG, Devona
 

Rounddancer

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#21
Doch denke bitte daran, daß heute immer mehr Firmen sich die Leute als Zeitarbeiter reinkommen lassen,- quasi mit problemlosem Rückgaberecht, wie bei den Agenturen für Mail-order-Bräute,-
und sich dann davon die Besten raussuchen, und die dann fest einstellen.
 

ShankyTMW

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#22
Doch denke bitte daran, daß heute immer mehr Firmen sich die Leute als Zeitarbeiter reinkommen lassen,- quasi mit problemlosem Rückgaberecht, wie bei den Agenturen für Mail-order-Bräute,-
und sich dann davon die Besten raussuchen, und die dann fest einstellen.
Ergänzung:
Bis das kleinere Kern-Stammpersonal voll ist. Danach holt man sich die ZAF-MA weiter rein, um sich die besten auszusuchen, um weiterhin Garantieansprche zu haben und sich von den lästigen Arbeitgeberpflichten (bis auf Arbeitssicherheit) zu entledigen weil diese ab hier generell nru noch als ZAF-MA dort arbeiten werden.

Im Grunde hast als ZAF nur eine Chance fest übernommen zu werden wenn die Firma, Firmenhalle etc. neu aufgebaut wird und besetzt werden soll. Ansonsten wärs ja einfach und das Märchen des ZAF Sprungbretts würde immer wahr werden Heinz. :icon_smile:
 

Devona

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#23
@ Rounddancer

Die Zeitarbeitsfirmen sind für mich EIN Instrument den Arbeitsmarkt völlig zu ruinieren, das ist nichts Anderes als moderne Sklaverei, gebilligt von Politik und Gewerkschaften, unterstützt durch Hartz4. Ich habe in meinem letzten Job, wiewohl das nicht mein Ausbildungsberuf ist (ich hab 2 völlig andere Berufsabschlüsse) für 1800 Euro Brutto als schlechtbezahltester Mitarbeiter des Teams sehr flexibel und engagiert gearbeitet: das umfaßte Tätigkeiten aus den Bereichen Bürokauffrau, Kauffrau für Bürokommunikation, Projektmanagement, Netzwerksupport, Kundenbetreuung. Eierlegende Wollmilchsau, völlig okay. Das alles waren qualifizierte Tätigkeiten, die ich qualifiziert ausgeführt habe, mit überdurchschnittlichem Engagement. Mit der Bezahlung konnte ich leben. Ich würde heute auch Abstriche machen. Das tun alle. Aber ich VERKAUFE meine Arbeitskraft für 7,23 Euro auch für den Gegenwert von 7,23 Euro und dabei ist mir völlig egal, ob sie da tröten: das ist Tariflohn. Für mich ist das ein Witz und nicht mehr. Dafür gibt`s von mir, so ich gezwungen werde, Hilfsarbeitertätigkeiten und einen IQ von maximal 90.

Wenn ich als Unternehmen QUALIFIKATION, FLEXIBILITÄT und ENGAGEMENT will, dann SUCHE ich mir das und ich werde es finden, in diesem Land liegt Potential en masse brach. Ich nehme mir die Zeit, meine Bewerber SELBER zu rekrutieren, immerhin geht`s um MEIN Unternehmen und da vertraue ich nicht darauf, daß mir irgendein Sklaventreiber IRGENDWEN auf`s Auge drückt, der will doch selber nur dran verdienen und dem ist wurscht, wie das dann in meinem Unternehmen läuft. Zum Testen von Arbeitskräften gibt es PROBEZEITEN. Da kann ich jeden wieder in die Wüste schicken, der die von mir geforderte Leistung nicht bringt.

Wir lassen uns verschachern, so sieht es aus. Und auf die vage Aussicht hin, daß man übernommen werden KÖNNTE, lass ich mich nicht verschachern. Die Praxis ist ex und hopp. Heute der, morgen der. MATERIAL.

Ich will nicht NICHT ARBEITEN, ich will zu Bedingungen arbeiten, die menschlich sind. Und ich habe überhaupt kein schlechtes Gewissen, zu Hause zu sitzen und NICHT zu arbeiten, wenn andere nicht bereit sind, die zu ihren 40 Stunden zusätzlich ausgeführten Überstunden zu monieren und somit Platz für weitere Stellen zu schaffen. Die Solidargemeinschaft beinhaltet ALLE, nicht nur die, die "nehmen" und keinen Job haben. Es ist nicht genug Arbeit da, also sollten wir TEILEN. Tun wir aber nicht. Wir schuften 50 und mehr Wochenstunden und regen uns über die Deppen auf, die wir armen, überarbeiteten Würstchen mitfinanzieren müssen. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis kaum jemand, der nur 40 Stunden arbeitet, so er denn einen festen Job hat.

Wer kontrolliert, was mit den Geldern der Steuerzahler passiert? Die 351 Euros, die jeder von uns verfressen darf sind doch der geringste Teil. Um die Argen herum ist ein Konglomerat von "Bildungsinstituten" enstanden, die sich mit Steuergeldern gesund stoßen. Wir sind ein Volk von Gabelstaplerscheinbesitzern, hey, ist das nicht prima? So viel Gabelstapler gibt´s in ganz Europa nicht. Ich habe in Massnahmen gesessen ("Gucken sie da heute mal zu, wir haben heute keine Zeit mehr für Sie!"), in denen man Migranten, die kein Wort deutsch konnten und nicht mal wußten, wie man einen PC anschaltet, ein BEWERBUNGSTRAINING mit Word und PowerPoint angedeihen ließ: die haben BAHNHOF verstanden. Das Ganze war völlig SINNFREI...aber der Steuerzahler zahlt, jawoll.

Solange diese Gesellschaft gespalten ist und AUFEINANDER losgelassen wird, statt gemeinsam da anzusetzen, wo es bitter nötig wäre, nämlich in der Politik, passiert hier nix. Da kann nur der Einzelne sehen, wie er mit dem Hintern an die Wand kommt. Genau das tue ich. Traurig aber wahr.

Ich seh kein Problem. Die 7,23 Euro Tariflohn sind die geringste Vergütungsgruppe und mit Hilfsarbeiten definiert. Mache ich. Aber keinen Handschlag mehr. Olle Marx hatte mit gewissen Dingen schon Recht und ich bin weiß Gott kein Verfechter des gescheiterten Sozialismus. "Verkaufe Deine Arbeitskraft so teuer wie möglich." Den PREIS kann ich derzeit nicht bestimmen. Wohl aber den Gegenwert, den ich bereit bin, zu erbringen.

LG, Devona
 

Rounddancer

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#24
Hm, es sind 359 EUR Regelsatz.
Zudem hat jeder von uns die Pflicht, für sein eigenes Auskommen selbst zu sorgen,- Staatsknete nur soweit unbedingt nötig in Anspruch zu nehmen.
 

Devona

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#25
Echt 359 Euro? Boah dann kriege ich ja zu wenig, mein Gott die 8 Euro machen den Kohl ja wohl so richtig fett. Das ist ja gleich mal ne völlig andere Lebensqualität...

Ich SORGE für mein Auskommen, in dem ich alle möglichen Anstrengungen unternehme, um mich zu bewerben und diesen Zustand zu beenden. Das tut hier sicher JEDER, ich hab hier von noch KEINEM gelesen, daß er nicht arbeiten will, ganz im Gegenteil. Das KANN aber keine Früchte tragen, wenn die meisten der angebotenen Stellen über den Sklavenmarkt angeboten werden und Ein-Euro-Job`s die Löhne in den Keller ziehen und reguäre Stellen kaputt machen. Und wenn ANGST und DRUCK die einzigen Hilfsmittel sind, um Menschen in unwürdige Arbeit zu pressen.

Deine Argumentation ist hat für mich ein wenig vom Schafherden-Syndrom. Wir blöken alle ein wenig, aber latschen genau da lang, wo alle lang latschen und genau auf dem Weg, der vorgegeben wird. Schwarze Schafe beißen wir lieber weg. Und an jeder Wegecke steht ein blinkendes Schild, wo drauf steht "Leistungskürzung", was uns das Hirn vernebelt und brav voller Angst weiter trotten läßt.

Warten wir die Wahl ab. Und noch mehr Druck. Irgendwann müssen zwangsläufig die Sicherungen durchbrennen. Hoffentlich dann bei VIELEN.

LG, Devona
 

Devona

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#26
Hm, es sind 359 EUR Regelsatz.<br />
Zudem hat jeder von uns die Pflicht, für sein eigenes Auskommen selbst zu sorgen,- Staatsknete nur soweit unbedingt nötig in Anspruch zu nehmen.
PS. Dieser SGB2 "Pflicht" ist derzeit nur nachzukommen, wenn man auf seine verfassungsmäßig garantierten Rechte verzichtet. Ich habe Pflichten UND Rechte, wenn beides nicht vereinbar ist, dann hat die Politik versagt und nicht ICH.

Aber ich vergaß: wir sind Deutsche, das Wort PFLICHT ist allheilig und über Allem stehend...Amen.
 

FAR2009

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#27
@Rounddancer
Ich hab hier irgendwo mal gelesen, dass Du auch ein ehemaliger Personaler bist, von daher wundert mich deine Seligsprechung dieser Ausbeuter und Menschenhändler etwas. Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass gerade diese Berufsgruppe (Personalabteilung) - ausser in Gross-Konzernen und grossen mittelständischen Firmen - auch schon weitestgehend durch diese Personalmafia unnötig und überflüssig gemacht worden ist? Jede Sekretärin kann heute einen Leih-Zombie bestellen und nach Bedarf wieder zurück geben.
Was meines Erachtens einmal mit zum unternehmerischen Risiko und auch Geschick gehört hat, nämlich sich für gute Mitarbeiter in aller Konsequenz zu entscheiden, wird heute auf dem Buckel der zum Betriebsmittel degradierten und unterbezahlten Leiharbeiter (Human Ressources :icon_kotz:) ausgetragen.
Unternehmer und Leihfirmen stossen sich ungeniert und ungehemmt an den zur Unterbezahlung verdammten Arbeitern gesund, und kassieren wo immer möglich Zuschüsse von ARGEN und Arbeitsagenturen. Das ist wahres Sozial-Schmarotzertum, das perfide daran ist, dass diejenigen, die sich dagegen wehren ausgebeutet zu werden, als Sozial-Schmarotzer bezeichnet und angesehen werden.
 

Devona

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#28
@ Far2009

Danke. Genau so sieht es aus. Und die Sekretärin bekommt den Leihzombie, weil sie alleine das Shreddern der durch die ARGEN initiierten (und vom Steuerzahler bezahlten!) Massenbewerbungen , für die es nie eine Stellenausschreibung gab, nicht mehr schafft.

Mir macht Angst, daß diese Gehirnwäsche derart massiv greift. Man befindet sich bereits inmitten von Orwells Zukunftsvisionen, ich empfehle als Lektüre "1984". Wir sind mittendrin.
 

hergau

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#29
@ Rounddancer

Die Zeitarbeitsfirmen sind für mich EIN Instrument den Arbeitsmarkt völlig zu ruinieren, das ist nichts Anderes als moderne Sklaverei, gebilligt von Politik und Gewerkschaften, unterstützt durch Hartz4. Ich habe in meinem letzten Job, wiewohl das nicht mein Ausbildungsberuf ist (ich hab 2 völlig andere Berufsabschlüsse) für 1800 Euro Brutto als schlechtbezahltester Mitarbeiter des Teams sehr flexibel und engagiert gearbeitet: das umfaßte Tätigkeiten aus den Bereichen Bürokauffrau, Kauffrau für Bürokommunikation, Projektmanagement, Netzwerksupport, Kundenbetreuung. Eierlegende Wollmilchsau, völlig okay. Das alles waren qualifizierte Tätigkeiten, die ich qualifiziert ausgeführt habe, mit überdurchschnittlichem Engagement. Mit der Bezahlung konnte ich leben. Ich würde heute auch Abstriche machen. Das tun alle. Aber ich VERKAUFE meine Arbeitskraft für 7,23 Euro auch für den Gegenwert von 7,23 Euro und dabei ist mir völlig egal, ob sie da tröten: das ist Tariflohn. Für mich ist das ein Witz und nicht mehr. Dafür gibt`s von mir, so ich gezwungen werde, Hilfsarbeitertätigkeiten und einen IQ von maximal 90.

Wenn ich als Unternehmen QUALIFIKATION, FLEXIBILITÄT und ENGAGEMENT will, dann SUCHE ich mir das und ich werde es finden, in diesem Land liegt Potential en masse brach. Ich nehme mir die Zeit, meine Bewerber SELBER zu rekrutieren, immerhin geht`s um MEIN Unternehmen und da vertraue ich nicht darauf, daß mir irgendein Sklaventreiber IRGENDWEN auf`s Auge drückt, der will doch selber nur dran verdienen und dem ist wurscht, wie das dann in meinem Unternehmen läuft. Zum Testen von Arbeitskräften gibt es PROBEZEITEN. Da kann ich jeden wieder in die Wüste schicken, der die von mir geforderte Leistung nicht bringt.

Wir lassen uns verschachern, so sieht es aus. Und auf die vage Aussicht hin, daß man übernommen werden KÖNNTE, lass ich mich nicht verschachern. Die Praxis ist ex und hopp. Heute der, morgen der. MATERIAL.

Ich will nicht NICHT ARBEITEN, ich will zu Bedingungen arbeiten, die menschlich sind. Und ich habe überhaupt kein schlechtes Gewissen, zu Hause zu sitzen und NICHT zu arbeiten, wenn andere nicht bereit sind, die zu ihren 40 Stunden zusätzlich ausgeführten Überstunden zu monieren und somit Platz für weitere Stellen zu schaffen. Die Solidargemeinschaft beinhaltet ALLE, nicht nur die, die "nehmen" und keinen Job haben. Es ist nicht genug Arbeit da, also sollten wir TEILEN. Tun wir aber nicht. Wir schuften 50 und mehr Wochenstunden und regen uns über die Deppen auf, die wir armen, überarbeiteten Würstchen mitfinanzieren müssen. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis kaum jemand, der nur 40 Stunden arbeitet, so er denn einen festen Job hat.

Wer kontrolliert, was mit den Geldern der Steuerzahler passiert? Die 351 Euros, die jeder von uns verfressen darf sind doch der geringste Teil. Um die Argen herum ist ein Konglomerat von "Bildungsinstituten" enstanden, die sich mit Steuergeldern gesund stoßen. Wir sind ein Volk von Gabelstaplerscheinbesitzern, hey, ist das nicht prima? So viel Gabelstapler gibt´s in ganz Europa nicht. Ich habe in Massnahmen gesessen ("Gucken sie da heute mal zu, wir haben heute keine Zeit mehr für Sie!"), in denen man Migranten, die kein Wort deutsch konnten und nicht mal wußten, wie man einen PC anschaltet, ein BEWERBUNGSTRAINING mit Word und PowerPoint angedeihen ließ: die haben BAHNHOF verstanden. Das Ganze war völlig SINNFREI...aber der Steuerzahler zahlt, jawoll.

Solange diese Gesellschaft gespalten ist und AUFEINANDER losgelassen wird, statt gemeinsam da anzusetzen, wo es bitter nötig wäre, nämlich in der Politik, passiert hier nix. Da kann nur der Einzelne sehen, wie er mit dem Hintern an die Wand kommt. Genau das tue ich. Traurig aber wahr.

Ich seh kein Problem. Die 7,23 Euro Tariflohn sind die geringste Vergütungsgruppe und mit Hilfsarbeiten definiert. Mache ich. Aber keinen Handschlag mehr. Olle Marx hatte mit gewissen Dingen schon Recht und ich bin weiß Gott kein Verfechter des gescheiterten Sozialismus. "Verkaufe Deine Arbeitskraft so teuer wie möglich." Den PREIS kann ich derzeit nicht bestimmen. Wohl aber den Gegenwert, den ich bereit bin, zu erbringen.

LG, Devona
Meine vollste Zustimmung.
Bravo:icon_klatsch:
 

Rounddancer

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#30
von daher wundert mich deine Seligsprechung dieser Ausbeuter und Menschenhändler etwas.
Bitte entschuldige, aber ich hab das mit keiner Silbe getan.
Ich hab nur daran erinnert, daß es halt so ist, und daß man sich, wenn man das nicht beachtet, selbst böse Fallen stellen, und ins dauerhafte "Aus" manipulieren kann.
 
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#31
@ Devona, Ich halte 7,23 Euronen für viel zu wenig und das als Bürokraft, es sollten doch schon 10 Euronen sein um wirklich einigermaßen klar zu kommen, also wenn es zum Vorstellungsgespräch kommen sollte bei der Sklavenfirma Dekra, dann weißt Du ja sicherlich wie du dich von deiner Schokoladenseite zeigst :icon_smile: lach... schmeiß mich weg, aber Du wirst schon das richtige machen.

Vielleicht am besten nochmal schlau machen, was eine Bürokraft so verdient auf dem Freien Markt, bevor du zu dem Gespräch gehen solltest, wenn es überhaupt dazu kommt und nicht mit den sogenannten Sklavenlohnverträgen vergleichen.

Halte uns mal auf den laufenden Devona was für ein Ergebnis bei deiner Bewerbung heraus kommt.

Gruß Schimmy
 

ohnec

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#32
Hab nicht alles gelesen. Aber dieser Tariflohn kommt zu 99% von einer ungültigen Gewerkschaft. Lass Dir die Gewerkschaft nennen die diesen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Tarifunfähige Gewerkschaft = kein gültiger Tarifvertrag = kein Dumpinglohn
 

Rounddancer

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#33
Meine Ex bekommt bei ihrem -schlechten- Zeitarbeitsunternehmen derzeit 7,21 EUR/Stunde bei 35 Stunden/Woche,- davor 6,94, und davor 6,34 EUR.
Seit sie die 6,94 EUR bekam, kam sie aus Hartz IV heraus und ist ganz happy, jetzt mit 7,21 EUR erst recht.
 

VerBisUser

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#34
@ Devona, Ich halte 7,23 Euronen für viel zu wenig und das als Bürokraft, es sollten doch schon 10 Euronen sein um wirklich einigermaßen klar zu kommen, also wenn es zum Vorstellungsgespräch kommen sollte bei der Sklavenfirma Dekra, dann weißt Du ja sicherlich wie du dich von deiner Schokoladenseite zeigst :icon_smile: lach... schmeiß mich weg, aber Du wirst schon das richtige machen.

Vielleicht am besten nochmal schlau machen, was eine Bürokraft so verdient auf dem Freien Markt, bevor du zu dem Gespräch gehen solltest, wenn es überhaupt dazu kommt und nicht mit den sogenannten Sklavenlohnverträgen vergleichen.

Halte uns mal auf den laufenden Devona was für ein Ergebnis bei deiner Bewerbung heraus kommt.

Gruß Schimmy

Sollte sein ist Wunschdenken.
Ich sollte auch mal reich sein, bins nie geworden
 

Devona

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#38
Seit sie die 6,94 EUR bekam, kam sie aus Hartz IV heraus und ist ganz happy, jetzt mit 7,21 EUR erst recht.
Jepp, kann ich mir vorstellen. Die schnappt sicher täglich über vor Freude. Und weil es noch mehr so leicht zu bespaßende Arbeitnehmer gibt, sind die Zustände so, wie sie sind. Jeder der bei sowas "happy" ist, sein Hirn ausschaltet und sich freiwillig so ausbeuten läßt, trägt dazu bei, daß sich nichts ändern wird: er verhökert sich zu Dumpingpreisen und macht den Arbeitsmarkt kaputt. Es sind nicht NUR die Arbeitgeber: wer DAS als Arbeitnehmer mitmacht, macht sich mitschuldig an diesem kranken System.

@schimmy

Jepp, ich berichte natürlich. Hab das am Freitag erstmal weggeschickt. Der "Tarif" nennt sich übrigens BZA, was immer das ist. Keine Ahnung, mir auch egal. Ortsüblich für eine Hilfskraft im Büro ( die dann auch nur HILFSarbeiten macht!) wären so zwischen 1300-1500 Euro brutto, aber das ist Wunschdenken, siehe oben. Gibt ja Leute, die "happy" sind, wenn sie das für sehr viel weniger Geld machen "dürfen"...

LG, Devona
 

Rounddancer

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#39
Der BZA-Tarif ist der für Zeitarbeitnehmer beste deutsche Zeitarbeitertarif und wurde wie der mit der IGZ mit dem DGB geschlossen.
 

Devona

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#40
Der BZA-Tarif ist der für Zeitarbeitnehmer beste deutsche Zeitarbeitertarif und wurde wie der mit der IGZ mit dem DGB geschlossen.
Na, da bin ich ja dann richtig priveligiert. Prima. Weiß schon gar nicht mehr, wie ich meiner Freude Ausdruck verleihen soll. Danke.
 

Devona

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#42
Für mich bekommt das geflügelte Wort "Ich lass mich doch nicht zum Heinz machen!" grade eine völlig andere Dimension...sorry, aber DEN konnte ich mir bei deinen Steilvorlagen hier jetzt wirklich nimmer verkneifen *gg*....
 
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#44
Ich sags mal so:Wer für 6 oder 7 € arbeiten geht ist selbst dran schuld.
@ gnom 123, da kann Ich dir nur Recht geben, denn solche Löhne sind Ausbeute hoch drei und die Politik macht dabei noch schön mit.

@Devona, da warte mal ab wann die Dekra sich meldet bezüglich deiner Bewerbung.

Gruß Schimmy
 

Devona

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#45
Kurzer Zwischenstand: Wie erwartet, keine Rückmeldung auf die Bewerbung bei der DEKRA. Wie erwartet, keine Rückmeldung der Arge nach fristgemäßer Mitteilung von mir, daß da keine Rückmeldung erfolgte *fg*.... Na bitte, geht doch.
 
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#46
Hallo Devona,

das hört sich doch gut an, eine Sklavenfirma weniger wo Du dich Bewerben mußt :icon_daumen:. Da wir auch nichts mehr kommen, die werden sich dann wohl anders entschieden haben.

Gruß Schimmy
 

Devona

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#47
Ja, das wird wohl so sein...schon traurig, daß die mich nicht zu mögen scheinen, wo ich mir doch extremst Mühe gegeben habe :icon_twisted:, an diesem Tiefschlag werde ich noch Monate knabbern...:biggrin:
 
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#48
Hallo Devona,

kopf hoch, es wird schon wieder werden, schmeiß mich gleich weg vor lachen, nicht Falsch verstehen :icon_evil:, genieße die Zeit !

Gruß Schimmy
 

Devona

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#49
Ach was, ich versteh nix falsch Schimmy....ein bisschen Spaß müssen wir doch bei all dem Elend noch haben!! :biggrin:
 
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#51
7-8 Euro die Stunde. Und damit geben sich Leute zufrieden. Hauptsache arbeiten.

Das man sehr flexibel sein muss und die Arbeit meist hohe körperliche Belastbarkeit erfordert juckt niemanden.

In Holland kriegt ein leiharbeiter wegen seiner flexiblen einsetzbarkeit noch was drauf. hier in Deutschland dafür weniger:icon_neutral:

Zeitarbeit sollte verbannt werden:icon_dampf:
 
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#52
Ich hatte mal eine Stellenausschreibung gefunden, Vollzeit und in meinem kaufmännischen Bereich.

Als ich dort vorab angerufen habe, hieß es auf einmal nur noch 25 Stunden, am besten als Bilanzbuchhalter und Bezahlung wäre sechs komme irgendwas......

Auf die Bewerbung habe ich dann verzichtet.

Bei einer großen Zeitarbeitsfirma beginnend mit "R" hab ich mich ebenfalls vorgestellt, nach meinen Gehaltswünschen (die ich durch eine fast 25jährige Berufspraxis begründet habe und sicherlich nicht abgehoben waren) habe ich nie wieder was von denen gehört.

Klar möchte ich arbeiten - nur nicht um jeden Preis. Ich, meine Erfahrung und meine Leistung sind schließlich was wert.
 
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#53
Hallo Patrik,

da kann Ich dir nur Recht geben, Leiharbeit ist Ausbeute und es werden Menschen wie du und ich regelrecht Verheizt, die Löhne sind in Holland auch nicht all zu viel höher wie in Deutschland.

Ich selber habe mich auch schon bei zahlreichen Leihbuden Bewerben müßen und es auch Freiwillig getan, da wurden mir Stundenlöhne in Höhe von 6,00 Euro-7,38Euro angeboten, das ist Ausbeute ohne Ende und es geht vom Lohnfaktor noch Tiefer, mann muß sich nur mal den Osten anschauen bezüglich Leiharbeit.

Leiharbeit wird eher mehr als weniger und das Unterstützt unsere Politik auch noch und schaut schön dabei zu ! :icon_neutral:

Gruß Schimmy
 

Nico26

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#54
7-8 Euro die Stunde. Und damit geben sich Leute zufrieden. Hauptsache arbeiten.

Das man sehr flexibel sein muss und die Arbeit meist hohe körperliche Belastbarkeit erfordert juckt niemanden.

In Holland kriegt ein leiharbeiter wegen seiner flexiblen einsetzbarkeit noch was drauf. hier in Deutschland dafür weniger:icon_neutral:

Zeitarbeit sollte verbannt werden:icon_dampf:

Zeitarbeit an sich ist ein tolles Konzept meiner Meinung nach, nur die Rahmenbedingungen sind falsche.. :)
lg
 

KK aus C

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#55
Liebe Devona,

na klar sind 7 Euro nicht die Welt und am Monatsende kommt nur wenig aufs Konto. Klar ist Zeitarbeit Ausbeutung, ist aber eigentlich JEDER JOB, und das Ausmaß der Ausbeutung nimmt in jünster Vergangenheit zu.

Noch vor wenigen Monaten war ganz und gar Deiner Meinung. Eines Tages sagte eine gute Bekannte zu mir: "Wenn Du so denkst, ist dein Leidensdruck noch nicht hoch genug." Mensch hab ich mich damals aufgeregt, was die sich einbildet. Jetzt, 8 Monate später, muss ich ihr Recht geben.

Es ist für das SELBSTWERTGEFÜHL ein riesengrosser Unterschied ob man sein Geld, auch wenn es erbärmlich wenig ist, selbst verdient oder vom Beitrags- oder Steuerzahler alimentiert wird.

Ich bin die letzte, die Duckmäusertum und Unterwürfigkeit gut findet. Ich selbst bin eher eine Querulantin und lass mir lange nicht alles gefallen. Doch mittlerweile wäge ich ab, wo lohnt es sich und wo nicht.

Vielleicht bedenkst Du ja Folgendes: Ein Job (auch ein mieser) gibt vielfältige Anregungen, vermittelt Wissen, Fähigkeiten, Kenntnisse UND KONTAKTE. Es ist um Vieles leichter, aus einem Job heraus einen anderen, vielleicht besseren Job zu finden. Wenn der Job nicht zu Dir passt, rede mit dem Personaler des Beschäftigungsunternehmens, er soll Dich in der Probezeit kündigen, Du schaffst das nicht.
Aber bitte lehne nicht von vornherein grundsätzlich ab.

LG von KK
 

ShankyTMW

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#56
...na klar sind 7 Euro nicht die Welt und am Monatsende kommt nur wenig aufs Konto. Klar ist Zeitarbeit Ausbeutung, ist aber eigentlich JEDER JOB, und das Ausmaß der Ausbeutung nimmt in jünster Vergangenheit zu.
Da muß ich entschieden wiedersprechen. Nein, nicht jeder Job ist Ausbeutung. Aber das das Ausmaß der Ausbeutzung zunimmt, damit hast Du schon recht.

[qoute]Noch vor wenigen Monaten war ganz und gar Deiner Meinung. Eines Tages sagte eine gute Bekannte zu mir: "Wenn Du so denkst, ist dein Leidensdruck noch nicht hoch genug." Mensch hab ich mich damals aufgeregt, was die sich einbildet. Jetzt, 8 Monate später, muss ich ihr Recht geben.[/quote]

Ich befürchte, es ist nicht der Leidensdruck der Devona und viele andere Menschen so über Zeitarbeit denken läßt.

Es ist für das SELBSTWERTGEFÜHL ein riesengrosser Unterschied ob man sein Geld, auch wenn es erbärmlich wenig ist, selbst verdient oder vom Beitrags- oder Steuerzahler alimentiert wird.
Damit Wiedersprichst Du dir nur selbst. Wenn es für dich OK ist dich von einer ZAF ausnutzen zu lassen - gerrn. Aber ich arbeite nciht für ZAFs weil ich heir eher das Gefühl habe das man mein Selbstwertgefühl untergräbt. Ansonsten müßte man mir auch eine höhere Entlohnung zahlen und auch noch so einige andere Kleinigkeiten in ZAFs müßten ganz anders ablaufen.

Ich finds auch nicht toll von einem Minimallohn leben zu müssen um dann trotzdem den Steuerzahlern, ja sogar mir selbst, auf der Tasche zu liegen weil der Lohn nicht reicht und ich deswegen zum Aufstocker werden muß um weiter Hartz4 zu beantragen.

Sich damit noch weiter selbst zu "alimentieren" fördert kein Selbstwertgefühl, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Ich bin die letzte, die Duckmäusertum und Unterwürfigkeit gut findet. Ich selbst bin eher eine Querulantin und lass mir lange nicht alles gefallen. Doch mittlerweile wäge ich ab, wo lohnt es sich und wo nicht.
Also vorbei mit der Quärolantin. den Kampf aufgegeben für gerechtere Entlohnung?

Vielleicht bedenkst Du ja Folgendes: Ein Job (auch ein mieser) gibt vielfältige Anregungen, vermittelt Wissen, Fähigkeiten, Kenntnisse UND KONTAKTE.
Genau Hier irrst du was ZAFs angeht. Sie vermitteln dir weder großartig Wissen oder geben Anregungen oder fördern deine Fähigkeiten. du wirst da schon auf der unteren SChiene gehalten. Udn bei nciht beständigen Jobs, das sind Aufträge dieser Art nunmal, wird es auch mit den Kontakten schwierig. du bist udn bleibst Arbeiter 3ter bis 4ter Klasse. Aus dem Dilemma kommst Du nicht mehjr heraus wenn Du weiter für eien solche Firma arbeitest.

Es ist um Vieles leichter, aus einem Job heraus einen anderen, vielleicht besseren Job zu finden.
Aus einer ZAF ... ??? Na ich weiß nicht, vergisst du nciht auch noch die Übernahme und Ablöseklauseln solltest Du was passendes bei eienr Auftragsfirma finden. das sind eher Totkriterien um nicht eingestellt zu werden.

Wenn der Job nicht zu Dir passt, rede mit dem Personaler des Beschäftigungsunternehmens, er soll Dich in der Probezeit kündigen, Du schaffst das nicht. Aber bitte lehne nicht von vornherein grundsätzlich ab.
Ähm - wir reden über Zeitarbeit. Wenn sie was anderes haben werden sie ihr viel lieber was anderes geben als sie erstmal zu kündigen.
Aber mal davon ab, diejenigen die zu viel schlechtes in ZAFs miterleben durften wie ich auch, lehnen allein aus diesen Gründen diese Art von Arbeit ab. Und das seltsame daran ist, es werden immer mehr Menschen die sich nur äußerst ungern in solchen Sklavenfirmen verheizen lassen wollen.

Ich kanns keinen empfehlen der seine 5 Sinne zusammen hat und werde es auch nie. Und das liegt bei mir sicher nicht am mangeolndem Selbstwertgefühl, sondern daran das ich mcih nciht mehr weiter Rückwärts entwickeln will in einer solchen Firma. Denn Vorwärts gehts in einer ZAF sicher nicht - nicht für diejenigen die verliehen werden.
 

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#57
@ ShankyTMW
Du hast Deine Erfahrungen und darauf basierenden Meinungen und ich meine.

Ich respektiere Deine Haltung absolut, ZA und Menschenwürde sind nicht immer in Einklang zu bringen. Doch ZA ist eine politisch gewollte Beschäftungsform um über das Vehikel Hartz IV Druck und einen riesigen Niedriglohnsektor aufzubauen.

Sich als Einzelner gegen das methodisch aufgebaute System Zwangsarbeit zum Minimaltarif zur Wehr zu setzen, ist schier aussichtslos, vor allem ohne Geld. Allein deswegen sollte man abwägen, ob und wie man dagegen als EINZELPERSON vorgeht.

Ich persönlich war noch nie in einer ZAF beschäftigt, hab aber schon sehr miese Erfahrungen mit "normalen" Firmen gemacht.

LG von KK
 

ShankyTMW

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#58
@ ShankyTMW
Du hast Deine Erfahrungen und darauf basierenden Meinungen und ich meine.

Ich respektiere Deine Haltung absolut, ZA und Menschenwürde sind nicht immer in Einklang zu bringen. Doch ZA ist eine politisch gewollte Beschäftungsform um über das Vehikel Hartz IV Druck und einen riesigen Niedriglohnsektor aufzubauen.
Ich respektiere auch die Erfahrungen und Meinugnen anderer, also daran solls nicht scheitern. Gut, dann weißt Du was ich meine. Das diese Beschäftigungsform seit der Agenda 2010 (nicht nur ab 2005 seit Hartz4) ausdgebaut wurde ist mir bekannt. Allein die damals staatlich subventioniert Zeitarbeit im Deckmäntelchen PSA passt voll in das uns bekannte Bild.

Es kostet einen auch eine menge mehr als nur das weniger an Geld. Dem Psychische Druck, dem man dort ausgesetzt ist, sollte man auch nicht unterschätzen.

Sich als Einzelner gegen das methodisch aufgebaute System Zwangsarbeit zum Minimaltarif zur Wehr zu setzen, ist schier aussichtslos, vor allem ohne Geld. Allein deswegen sollte man abwägen, ob und wie man dagegen als EINZELPERSON vorgeht.
Leicht ist es sicher nicht, aber allein muß man auch nicht mehr dagegen angehn. Die Aktion

Leiharbeit abschaffen | Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

die deutschlandweit angelaufen ist kennst du? Und "Nein" zu einer ZAF Stelle zu sagen ist das nächste was man als Einzelner tun kann. Sobald diese Firmen ncihts mehr an "Menschenmaterial" haben das sie verleihen können folgt Zwangsläufig eien Ausdünnung der ZAFs - und sicher auch ein Umdenken der normalen Firmen.

Und gerade weil es politisch gewollt ist heißt es noch lange nicht das man es akzeptieren muß

Ich persönlich war noch nie in einer ZAF beschäftigt, ...
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber man merkt es an der Art wie Du über ZAF schreibst.

....hab aber schon sehr miese Erfahrungen mit "normalen" Firmen gemacht.
Natürlich, das gibt es auch. Ist nicht so das ich da nicht auch schlechte Erfahrungen gemacht hab. Aber es ist einfacher sich mit einer normalen Arbeitsstelle zu verwerfen als bei einer ZAF. Wenn Du nicht aufpasst landest von einer in der nächsten und der Zirkus geht nur wieder von vorn los weil du mit deinen Erfahrungen als ZAF-MA ncihts anderes angeboten bekommst als Stellen bei einer ZAF. Das kann es nicht sein.
 

DirkH

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#59
Zeitarbeit sollte verbannt werden:icon_dampf:
Stand da mal nicht vor ein paar Monaten in der Zeitung das die EU Zeitarbeit ganz verbieten will? Damit wäre in Deutschland dann auch sense.

Hab aber leider nichts mehr drüber gelesen und auch bei google nichts gefunden auf die schnelle


Meine Erfahrung mit Zeitarbeit:
Hab am 21.09.09 bei meiner ersten Zeitarbeitsfirma angefangen für sagenhafte 7,51 Euro die Stunde als Lagerhelfer (Wobei meine Kollegen die da von anderen Zeitarbeitesfirmen in der Entleiherfirma waren 98 Cent weniger bekommen haben als ich).
Den Job angenommen hab ich nur weil es um Kommisionierung ging (Coole sache für fitte Menschen) und mein Kumpel mir das vermittelt hat. Seit 05.10.09 Bin ich wieder Arbeitslos.

Nun hat mir die Arge ab dem 20.10.09 kein Geld mehr gegeben (da sollte mein Lohn kommen), und nun sitz ich seit einer Woche da und muss mir überall was leihen damit ich meinen Sohn einigermasen Gesund ernähren kann weil die *****-Firma mir mein Geld nicht gibt. Am 21.10.09 habe ich da angerufen und gefragt wo das Geld bleibt, da hieß es das es am selben Tag schon überwiesen wurde. Gestern hieß es jetzt das zwar keine Überweisung von Seitens der Zeitarbeit auf dem Kontoauszug zu finden wäre (und bei mir auch nix ankam), trotzdem bekomme ich kein Geld uns muss warten bis die Bank geprüft hat ob das Geld wirklich nicht an mich überwiesen wurde. Das ich ohne alles daitze mit einem kleinen Kind ist denen sowas von egal. Ich kann ja vor Gericht ziehen wenn es mir zu lange dauert wurde mir von der Zeitarbeit gesagt. Und die Arge sagt ich bekomm nichts weil in meinem Arbeitsvertrag steht das mein Lohn am 20. ausgezahlt wird, und schließlich hätte ich das ja auch Bar bekommen können weshalb die Arge das nicht prüfen könne.
 

Devona

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Liebe KK aus C,

sorry, hab das jetzt erst gelesen.

Zitat:

"na klar sind 7 Euro nicht die Welt und am Monatsende kommt nur wenig aufs Konto. Klar ist Zeitarbeit Ausbeutung, ist aber eigentlich JEDER JOB, und das Ausmaß der Ausbeutung nimmt in jünster Vergangenheit zu."

Ähem...wie bitte SOLL man das verstehen? Weil irgend etwas ganz Mieses KLAR ist, soll man es trotzdem mitmachen? So nach dem Motto: na klar ist Cyankali giftig, lass mal trotzdem einnehmen? Ist sicher total lecker...

"Noch vor wenigen Monaten war ganz und gar Deiner Meinung. Eines Tages sagte eine gute Bekannte zu mir: "Wenn Du so denkst, ist dein Leidensdruck noch nicht hoch genug." Mensch hab ich mich damals aufgeregt, was die sich einbildet. Jetzt, 8 Monate später, muss ich ihr Recht geben."

Ich glaub ganz und gar nicht, daß Du "so wie ich" gedacht hast, sonst würdest Du Deiner Freundin jetzt nicht Recht geben. Der einzige Leidensdruck, den ich habe, ist nicht der, arbeitslos zu sein, sondern der, daß mich eine unsägliche Behörde, unterstützt durch Politik, ZAF`s und "Bildungsinstitute" zum Vollhonk machen will und mich meiner verfassungsmäßig legitimierten Rechte berauben will und zwar auf kriminelle Weise: dagegen wehre ich mich. Gegen diesen "Leidensdruck" tu ich was, weil er mich masslos anpiept. Und das nicht erst seit 8 Monaten.

"Ich bin die letzte, die Duckmäusertum und Unterwürfigkeit gut findet. Ich selbst bin eher eine Querulantin und lass mir lange nicht alles gefallen. Doch mittlerweile wäge ich ab, wo lohnt es sich und wo nicht."

Das eine schließt das andere aus. Entweder ich BIN Querulant ODER ich wäge ab und gehe miese Kompromisse ein. Ich bin übrigens kein Querulant, ich bin ziemlich geradlinig und bleibe beim einmal eingeschlagenen Kurs. Wobei mir relativ egal ist, ob wer anderer das dann doch als "Querulantentum" definiert.

"Vielleicht bedenkst Du ja Folgendes: Ein Job (auch ein mieser) gibt vielfältige Anregungen, vermittelt Wissen, Fähigkeiten, Kenntnisse UND KONTAKTE."

Ein mieser Job gibt vielfältige Anregungen. "Herrschaften, das muss man sich mal auf der Zunge...vorstellen!" (Helge Schneider). Da sag ich nix zu. Nee. Hilfe.
Kontakte? Was für Kontakte? Meinst Du Arbeitskollegen? Das sind "Kontakte", die ich mir nicht selber aussuche, mit denen ich aufgrund eines Arbeitsverhältnisses mehr oder weniger zufällig in Berührung komme und mit denen ich mich selbstverständlich um gutes Auskommen bemühe, ein vernünftiges Arbeitsklima...die sind aber für mein LEBEN nicht wichtig.Ich hab ein soziales Umfeld, auch OHNE daß ich arbeite und mir fällt die Decke ganz sicher nicht auf den Kopf, wenn ich diese Art Kontakte nicht habe. Ich gehe nicht für 7 Euro arbeiten, um KONTAKTE zu haben. Mein Tag hat 24 Stunden und gemessen an dem, was ich tue, dürfte der ruhig mehr haben...ich rege mich selber an, in dem ich u.a.italienisch lerne, mein Englisch auffrische und mich mit dergleichen Dingen mehr befasse, die viel effektiver sind, als wenn ich in irgend einem Kurs herumhänge,der mir letztendlich nichts bringt. Und den Steurzahler sinnloses Geld kostet.

"Es ist für das SELBSTWERTGEFÜHL ein riesengrosser Unterschied ob man sein Geld, auch wenn es erbärmlich wenig ist, selbst verdient oder vom Beitrags- oder Steuerzahler alimentiert wird."

Mich alimentiert niemand, ich lebe in einer Solidargemeinschaft, in der ich jahrelang in eine nette Kasse eingezahlt habe, die den jetzigen Fall absichern soll. Und um es mal auf eine theoretische Ebene zu bringen: kein halbwegs vernünftiger Mensch BRAUCHT ARBEIT, er braucht nur ein EINKOMMEN. Da wir nicht alle in der Klassenlotterie eine monatliche Rente von 3000 Euro gewinnen können, sind wir leider gezwungen, unsere Arbeitskraft zu VERKAUFEN. Würde aber im Falle besagter Rente=sicheres Einkommen keiner machen. Ergo: wir arbeiten, um zu leben und nicht umgekehrt. Leider sieht es die Masse Mensch derzeit anders herum.Ich bin nur ein vollwertiger Mensch, wenn ich arbeite: ergo tu ich das, auch wenn ich dafür so wenig Geld bekomme, daß ich am Tischtuch lutschen muss, um satt zu werden. Ganz großes Kino!!! Momentan arbeiten wir nicht mal, um zu leben, wir arbeiten dank ARGE und ZAF, um zu VEGETIEREN. Und das ist jetzt gut für mein Selbstwertgefühl?? Daß ich den materiellen Gegenwert für meine Arbeit nicht mal in Ansätzen mitbestimmen darf? Daß ich mich als "Humankapital" verhökern lassen muss?

Ich verdiene meine derzeitigen "Alimente", wie Du so schön sagst, damit, daß ich akzeptiere, daß andere in dieser Solidargemeinschaft nicht TEILEN wollen. Es ist nicht mehr genug Arbeit da, die für ALLE einen 40-Stunden-Job garantiert. Wieso das so ist, muss ich nicht erklären, oder? Das heißt: Jeder, der Teil dieser Gemeinschaft ist, müsste theoretisch ein wenig zurück stecken...drei Vierzigstündler könnten, wenn jeder nur 30 Stunden arbeiten würde, schon wieder einen vierten AN, der dann auch 30 Stunden arbeitet, eingliedern. Tun sie nicht: sie arbeiten statt dessen NOCH mehr als die 40 Stunden und das oftmals unentgeltlich, weil sich Cheffe hinstellt, mit dem Finger auf UNS zeigt und sagt: machste KEINE unbezahlten Überstunden, biste auch bald da. Womit wir beim millionenfach bewährten und jahrtausendalten Prinzip: "divide et impera" wären, es klappt immer wieder, die Methoden werden immer ausgefeilter. Wenn Jemand 40 Stunden arbeitet und danach noch unbezahlte Überstunden schrubbt und darüber nicht mal in Ansätzen nachdenkt, dann signalisiert er mir Folgendes: "Ich will gar nicht, daß Du arbeitest! Bleib zu Hause, ich arbeite für Dich mit, sogar unentgeltlich.Damit behalte ich meinen Job und bei Dir isses ja wurscht: hast ja eh schon keinen mehr! ICH bin wichtiger!Und mehr WERT!" Ja bitte doch, wenn`s denn so gewollt ist. Dann soll er die Klappe halten und ackern, aber MIR bitte keine Vorwürfe wegen SEINES Verhaltens machen oder gar behaupten, daß ER mich alimentiert. Ich WILL arbeiten. Und ER ist genauso Teil dieser Gemeinschaft wie ich. So definiere ICH mein Selbstwertgefühl. Ob mein Nachbar nach einer 50 Stunden Woche (wovon er 40 bezahlt kriegt) denkt, daß ich ein arbeitsscheues Subjekt bin, ist mir aber sowas von wurscht. Und ob irgendwer aus der weitläufigen Bekannschaft, wegen seiner Überstunden eine polnische Putzfrau (natürlich schwarz! er kriegt die Überstunden ja nicht bezahlt und da reichts halt nicht für ne reguläre Putze!) beschäftigt, weil er aus Zeitmangel seinen Haushalt nicht mehr geregelt bekommt, ist mir auch egal. Ehrlich. Das Thema "Arbeitslosigkeit" habe ich da mit 2 ganz netten Sätzen abgehandelt...und Ruhe im Karton.

So ich irgendwann wieder einen regulären Job haben sollte, bei dem ich meine Verpflichtungen der Solidargemeinschaft gegenüber berücksichtigen werde, bin ich der ERSTE Steuerzahler, der revoltiert. Weil das Geld, was ich dafür abführen muss, dazu benutzt werden soll, daß andere auch in Lohn und Brot kommen und zwar nicht durch ZAF`s und vor allem nicht durch 1-Euro-Jobs und "Massnahmen" mit denen sich dubiose Arbeitgeber gesund stoßen und Milliarden Steuergelder sinnlos verbraten werden.

Dir weiterhin ein gutes Selbstwertgefühl. Ansonsten schließe ich mich Shanky an.

LG, Devona
 
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