Zuweisung in eine (sinnlose?)Maßnahme bekommen, ohne vorherige gültige EGV, EGV kam einfach per Post einen Tag später nach dem Meldetermin

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reticuli

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Hallo zusammen!

(Vorsicht, viel Text... für das wirklich Relevante, die letzten beiden Absätze lesen... das andere dient dem Verständnis.)

Jetzt hat es auch mich erwischt... zum Verständnis, ich hatte einen Meldetermin, wo ich dachte, es geht um den neuen Paragraphen 16e/i, da darüber bei dem zuvorigen Termin darüber gesprochen wurde und ich davon ausging, es sollte diesbezüglich was besprochen werden. Jedoch kam es mal wieder anders (Komme dafür wohl anscheinend doch nicht in Frage, weil ich noch nicht so lange im Leistungsbezug bin, ist mir nur Recht.). Als ich zum x. Mal nach einer für mich passenden Umschulung in einem neuen Berufsbereich (vorher schon mich informiert, welche Berufe mich interessieren), oder einer passenden Stelle fragte, sagte man mir, das wäre mit der Umschulung zu teuer, man müsste erst ein vierwöchiges Praktikum in dem gewünschten Bereich machen und sich für solche bewerben, was ich dementsprechend auch tat, mit angebotenen Adressen vom JC und auch privat rausgesuchten (Wurde nix, weil die Arbeitgeber einfach nicht antworten oder rückmelden, oder es war einfach keine Stelle frei. Ohne dieses Praktikum wollte man mich nicht zur Umschulung zulassen (Frag mich zwar, wieso man nicht einfach dann so eine Umschulung machen kann, auch ohne Praktikum, welches ich gerne gemacht hätte, nur wenn es keinen AG dafür gab?). Auch müsste man erstmal meine Motivation prüfen (hä?). Das mit der Stelle im eigentlichen Beruf, den ich erlernt habe, und gerne machen würde, da wurde gesagt, dass man zu lange raus wäre (was auch stimmt aus verschiedenen privaten Gründen, jedoch eine längere Zeit ohne Leistungsbezug), auch wenn ich gerne wieder in diesen gehen würde. Daher stand auch eine Umschulung im Raum, in Berufsbereichen, die ich vorher ausgeguckt und ausgesucht habe, war diesbezüglich vorher schon bei verschiedenen Stellen des Amtes. Jedenfalls wurde dann gesagt, dass das zu teuer wäre und dass sich das nicht lohnt, weil man eh nach der Umschulung wieder beim Jobcenter steht, man erstmal eine Maßnahme machen soll (keine Ahnung, was das soll, Motivationstraining oder so einen Unfug), zu der ich gleich mehr schreibe. Zusätzlich: Im psychologischen Gutachten steht angeblich, dass ich nur bedingt motivierbar bin... frag mich, wie die darauf kommen, wohl die Worte im Mund verdreht. Bei beiden Terminen war ich leider ohne Beistand, habe hier keinen. Soviel zur Vorgeschichte. Wie auch immer.

Ich also ganz ahnungslos, wie es weiter gehen sollte, zum Termin am Mittwoch gegangen, und dort wurde nur gefragt, wie die Bewerbungen auf Praktika gelaufen sind, dann habe ich eben erwähnt, dass das nichts geworden ist leider, und ich dann fragte wegen einer Umschulung mal wieder, oder Auffrischungskurse zu meinem ursprünglichen Beruf. SB meinte dann, jetzt muss man herausfinden, woran das liegt, und man muss was tun dann. (Vermittlungshemmnis ist wohl LZA, anders kann ich mir das bald gar nicht vorstellen, aber wer weiß, was da vermerkt ist.) Da könnte ja so ein Kurs helfen, also die Maßnahme dann. Es wurde darüber gesprochen, wo sie stattfindet, und von wann bis wann und so weiter. Man würde da ein Praktikum machen, man lernt soziale Kontakte, regelmäßig aufstehen, strukturierter Tagesablauf, Termine wahrzunehmen, man kann sich da ein Berufsfeld aussuchen aus mehreren, wo man Praktikum machen kann. (Als wenn man nicht in der Lage wäre, dann bei einem Arbeitgeber vernünftig aufzuschlagen, wenn man denn einen hätte.) Daher ist mir schleierhaft, was das Ganze nun soll, da es meiner Meinung nach absolut keinen Anhaltspunkt gibt, dass das nicht der Fall ist, Termine immer regelmäßig wahr genommen bis jetzt etc. Klingt eher nach Erwachsenenkindergarten, dass mir das gezielt irgendwie was bringen würde, so richtig ins Blaue rein, nach dem Motto probieren wir mal. Es kommt mir im Nachhinein eher so vor, als ist es ein gezielter Versuch, wie fast immer, jemanden aus der Statistik rauszubefördern, und die Arbeitslosenindustrie anzukurbeln, MT profitiert, und JC zahlt dann dafür, der ELO ist raus aus der Statistik - dafür ist das Geld dann da anstatt eine gezielte Umschulung o.Ä. . Alle gewinnen, nur der ELO nicht. Jedenfalls hat sich das im Gespräch soweit so schön angehört, wie es dann wirklich ist, ist ja bekanntlich gerade beim JC anders, ist ja denke ich hier, mehr als nur bekannt. Ich stehe bisher mit dem JC nicht auf dem Kriegsfuß, aber mittlerweile reicht es mir langsam, immer was anderes, mal dies mal das, wozu das im Endeffekt führen soll, ist mir fraglich.

Mir wurde dieses vom SB quasi aufgezwungen, er hat bisschen den Flyer vorgelesen, SB hat danach einfach den MT angerufen, mir quasi gar keine Wahl gelassen, es einfach gemacht, nach dem Motto, ich ruf da mal an, und gesagt, er hat da jemanden sitzen, und würde den gerne anmelden, aus obigen Gründen. Er hat dann gesagt, ich soll am Donnerstag früh dort erscheinen und ich mich da melden. SB meinte zuerst, die geht sechs Monate, nach dem Telefonat waren es dann plötzlich nur vier Monate. Hatte keinen Flyer mehr da zum mitnehmen, da meinte SB schickt mir den zu. Diese sollte von morgens halb 9 bis halb 1 mittags gehen. Über meinen Kopf hat SB dann quasi gesagt, nächsten Donnerstag fängt die an, während dem Telefonat, welches letzte Woche eben an dem Meldetermin stattfand. Ich meinte, ich bräuchte noch Infos, nach diesem Telefonat, SB hat dann eben die Infos auf einen Notizzettel, eher Schmierzettel, geschrieben, Ort und Zeit, und wann ich da vorsprechen soll, inkl. Telefonnummer. Dann wurde das Gespräch beendet und es wurde gesagt, es gibt Post, Flyer und alles weitere schickt SB mir zu.

Zwei Tage später habe ich Post erhalten, man achte auch auf die Reihenfolge der Post. Am 24. direkt die Zuweisung, SB hat mir den kopierten Flyer dazu zugeschickt den er vorgelesen hatte teils (witzig, was da drauf ist: berufliche Neuorientierung, die ich schon paar Mal ansprach, siehe vorherige Absätze, Erprobungen, Coaching und jetzt kommt es: Fitness und Bewegung, Workshop für gesunde Ernährung, Sport, lebenspraktische Hilfen, das andere ist soweit noch nachvollziehbar einigermaßen. Aber DAS?), und versucht mich angeblich telefonisch zu erreichen direkt nach meinem Meldetermin, einen Tag danach, am 25. Korrektur von der Zuweisung, es stand drin dass die Maßnahme anstatt 20 Stunden, wie mündlich gesagt, max 30 Stunden geht, also jetzt plötzlich bis halb 3, und anbei eine EGV, die zu keinem Zeitpunkt erwähnt oder mit mir besprochen wurde am Meldetermin. Diese wurde mir einfach zugeschickt, welche ich bis dato noch nicht unterschrieben habe, ich solle die zurücksenden etc. (aus den Scans ersichtlich, diese Situation.) Ich frag mich, wie das was damit zu tun hat, wie mich das gezielt in Arbeit bringen soll. Wäre es in meinem Fall sinnvoll diese zu unterschreiben, oder nicht? Ich glaube eher nicht, da mich das dann an die Maßnahme bindet, und man sich dagegen im Gegensatz zu einem VA nicht wehren kann. Habe es also eigentlich nicht vor, es sei denn die Experten hier sagen was anderes.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich möchte natürlich diese Schwachsinnsmaßnahme nicht machen, diese beginnt am 2. Mai, also am Donnerstag. Wie gehe ich genau vor, was tue ich? Inwieweit bin ich dazu gezwungen, diese zu machen? Ich möchte natürlich aus der Geschichte ohne Sanktion herauskommen, am besten so einfach wie möglich. (Anbei als Anlagen habe ich die Zuweisung und die EGV hochgeladen, wenn gewünscht, kann ich auch den Maßnahmeflyer hochladen.) FALLS ich diese Maßnahme machen muss, gibt es in der Maßnahme Möglichkeiten "Urlaub" zu nehmen? es stehen nämlich der ein oder andere wichtige private Termin in der nächsten Zeit evtl. an, diese wären allerdings keine "wichtigen Gründe" für das JC, die ein Fortbleiben rechtfertigen würden, es ist was privates. Bin gespannt, wann SB mich dann wieder einlädt, falls diese nicht stattfindet oder stattfinden muss, ob es direkt danach ist, oder erst zum üblichen Termin, ein halbes Jahr später, oder ob dann die nächste Zuweisung reinflattert oder sonstigen Unsinn.
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Vielen Dank und einen schönen Abend!
 
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E

ExUser 2606

Gast
Ich würde die EGV nicht unterschreiben.

Gegen die Zuweisung Widerspruch einlegen )geht, sztehtschliesslich eine Rechtsbehelfsbelehrung drunter.) und aufschiebede Wirkung beim Sozialgericht beantagen.

Am Donneratg hingehen, aber dort nichts unterschreiben.
 

reticuli

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Danke! Das würde ich gerne für das erste vermeiden, das mit der aW, da ich bisher keine Erfahrung damit habe, und nicht genau weiß, wie das Ganze abläuft, was ich da machen muss. Ansonsten keine Chance, einfach fortzubleiben? Oder zumindest den ersten Tag da aufschlagen, alles einstecken, und nichts unterschreiben und dann hoffen, dass man nicht mehr gewollt ist? Wenn ich dieses machen sollte, muss ich dann den zweiten Tag auch da aufschlagen, auch wenn ich nichts unterschrieben habe? Idealerweise wäre es für mich, da gar nicht erst aufzuschlagen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Das Problem ist, der Widerspruch gegen die Zuweisung entfaltet keime aufschiebende Wirkung.

Wenn Du nicht hingehst, kann an dich sanktionieren. Ob Du am 2. Tag noch hinmussst, muss man sehen, wenn an weiss, was am ersten gelaufen ist.

Einfach wegbleiben kannst Du erst, wenn das SG die aufschiebende Wirkung angeordnet hat und das kann gut mal 2 Wochen dauern.
 

reticuli

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Wie mache ich das denn genau, gibt es einen Faden hierzu und eine genaue Anleitung?

Am ersten Tag wird ja die allgemeine Strategie empfohlen, nix zu unterschreiben.

Und hm, falls ich doch da antanze und mitmache, was ich eigentlich vermeiden will, wie sieht das mit freien Tagen aus? Aus privaten Gründen eben, die das JC nicht akzeptiert, aber für MICH wichtig sind, und durchaus lebensweisend sind.
 
E

ExUser 2606

Gast
Erstmal den Widerspruch und den nachweisbar zum JC schaffen. Der kommt dann als Anlage zum Antrag auf Auschiebende Wirkung dazu.

Wenn du msl die Suchfunktion des Forums benutzt, müsstest du einiges finden, das hatten wir schon öfter. Oder du marschierst morgen früh zum Sozialgericht und lässt den Antrag von einem Rechtspfleger aufnehmen.

Mit den freien Tagen sehe ich schwarz.
 

reticuli

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Vielen Dank schon mal! Vielleicht hat jemand anderes ja auch noch andere Tipps!

Stichwort zur Maßnahme gehen und nichts unterschreiben, wie in anderen parallelen Threads. Ist diese Maßnahme in meinem Fall überhaupt berechtigt, oder ist das einfach nur Statistikverschönerei und sinnlos?
 

Schmerzgrenze

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Das würde ich gerne für das erste vermeiden, das mit der aW, da ich bisher keine Erfahrung damit habe,
und nicht genau weiß, wie das Ganze abläuft, was ich da machen muss.
Ohne Gegenwehr wirst Du aber gelinde ausgedrückt der Maßnahmeindustrie gnadenlos zum Fraß vorgeworfen.
Also eigne Dir das nötige Wissen an und Du wirst so erfolgreich, wie bereits viele andere Betroffene.
Was die Verständigung mit der Behörde angeht: Kommunikation mit Behörden und Sachbearbeitern

Zur Maßnahmezuweisung:

Widerspruch formulieren und schriftlich nachweisbar dem JC zusenden. Muster findest Du hier: 👊 Widersprüche
Zum Ersttermin der Maßnahme mußt Du ungeachtet des Widerspruches zwingend erscheinen.
Ggf. entstehende Fahrtkosten zum Ersttermin sind vorher ebenfalls schriftlich und nachweisbar zu beantragen.
Beim MT nichts unterschreiben und alle zur Unterschrift vorgelegte Dokumente zwecks rechtlicher Prüfung einstecken.
Auch eine Zuweisung verpflichtet nicht dazu, Rechtsverhältnisse mit Dritten einzugehen.
Suggeriere aber stets Interesse, an der Maßnahme teilzunehmen, um Mitwirkung zu zeigen.
Hälst Du dich daran, wird der MT hoffentlich das Interesse verlieren. Weiteres dazu in diesen Beiträgen:

Das Verhalten gegenüber Maßnahmenträgern (MT)
Begründete Abwehr nicht bedarfsgerechter Förderung

Zur EGV:

Lese folgenden Beitrag zum Verständnis: Eingliederungsvereinbarung (EGV) vs. Verwaltungsakt (VA)
und formuliere dementsprechend schriftlich nachweisbar einen Gegenvorschlag.
Den kannst Du vor dem Personalisieren hier einstellen und korrigieren bzw. ergänzen lassen.

Für den Einsatz von Rechtsmittel wurden folgende Informationen vorbereitet:

Der Rechtsweg im Sozialrecht - Grundsätzliches
Der Verfahrensweg und die Anwendung von Rechtsmitteln
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Ich würde nur die EGV nicht unterschreiben. Laut deines SB ist die Zuweisung ein Angebot und an die EGV gebunden.
Für die Teilnahme an den oben genannten Angebot, ist der Abschluss einer neuen Eingliederungsvereinbarung erforderlich.
Vorgehensweise:
EGV niemals unterschreiben - auch sonst irgendwas anderes nicht.
Warten bis ein EGV/VA + neues Angebot/Zuweisung kommt oder ein Sanktionsbescheid und dann dagegen rechtlich vorgehen.
 

reticuli

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Ich würde nur die EGV nicht unterschreiben. Laut deines SB ist die Zuweisung ein Angebot und an die EGV gebunden.

Vorgehensweise:
EGV niemals unterschreiben - auch sonst irgendwas anderes nicht.
Warten bis ein EGV/VA + neues Angebot/Zuweisung kommt oder ein Sanktionsbescheid und dann dagegen rechtlich vorgehen.

Ich habe ja nicht vor, die EGV zu unterschreiben. Die Zuweisung kam ja VOR dem EGV, weiß ja nicht, inwieweit das relevant ist.

Da steht doch Zuweisung und nichts von Angebot?

Wie darf ich das von dir jetzt verstehen? Gar nicht erst erscheinen da am DO oder doch erscheinen und nix unterschreiben und nur auf den VA warten? Oder nix unterschreiben und hingehen und dort da mitmachen und evtl. nix unterschreiben?

Eine Sanktion mag ich nämlich vermeiden.

Und, wenn man da hingehen würde, aber nix unterschreibt am ersten Tag, kann es sein, dass der MT einen dann nicht mehr will? Fragen über Fragen und so viele Varianten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wenn du hingehst ist das eine konkludente Entscheidung das es eine Zuweisung ist.
Dein SB schreibt ja was anderes. Siehe seinen Brief Korrektur und EGV.

Nicht hingehen. Nix machen und abwarten was ala nächstes kommt.
Wenn dein SB fragen sollte - sagste - sie schreiben doch selber das für die Teilnahme die EGV erforderlich ist. Und ich will da ja nicht teilnehmen. Wenn sie das wollen müssen wir das vor Gericht klären.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Wenn du hingehst ist das eine konkludente Entscheidung das es eine Zuweisung ist.
Dein SB schreibt ja was anderes. Siehe seinen Brief Korrektur und EGV.
Die Maßnahmezuweisung ist eindeutig ein gesonderter VA mit RFB sowie RBB
und hat insofern mit der EGV, welche als Vorschlag vorliegt, erst einmal wenig zu tun.
Solange die EGV nicht unterschrieben- oder durch gleichlautenden VA ersetzt wurde,
kann deren Inhalt nicht in´s Feld geführt werden und die Zuweisung ist als unabhängig zu betrachten.
Dementsprechend führt ein Nichtantritt zum Ersttermin unweigerlich zu den angedrohten Rechtsfolgen,
welche bei fehlender Mitwirkung schwer abzuwehren sein dürften.

Für den Gegenvorschlag zur EGV will ich noch anmerken, daß durch die enthaltenen "Kann"-Bestimmungen,
eine Zusicherung der Übernahme von Fahrt- und Bewerbungskosten ausgeschlossen wird.
 

0zymandias

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Übrigens bemisst sich die EGV eine Gültigkeit für die Vergangenheit zu, was mit dem datierten Begleitbrief nachweisbar ist.

Auch werden in ihr keine Eingliederungsleistungen durch das JC bestimmt.
Die meisten Leistungen, z. B. Bewerbungskostenerstattungen, "können" erfolgen.
Die Maßnahme wird angeboten, kann also vom JC an Dich geleistet werden.

Nach § 15 SGB II müssen die Eingliederungsleistungen aber bestimmt werden.
(Ohne Rückgriff auf die Vergangenheit. :biggrin: )

Nachtrag: Immer diese Zielfoto-Entscheidungen über die Sekundenbruchteile ... :wink:
 

reticuli

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Im Moment weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht, irgendwie habe ich das Gefühl, jeder sagt was anderes, was ich machen soll, und es scheint keine klare Linie zu geben. :/ Wie ist die Vorgehensweise am idealsten für den Laien nun, gerne auch simpel ausgedrückt. Vor Gericht klären und solche Sachen mag ich möglichst vermeiden, daher mein Wunsch nach einem einfachen Weg.

Und wie ist die Strategie mit dem hingehen, aber nix unterschreiben, wie es in vielen parallelen Themen ist? Da gab es ja konkrete Antworten.

Brauche ich überhaupt eine EGV in dem Fall? Die bezieht sich ja fast nur auf die Maßnahmezuweisung.

Und wie ist das mit der Gültigkeit für die Vergangenheit gemeint?
 

Sonne11

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Hallo!
Es mag besserwisserisch klingen, aber Du musst die ganze Angelegenheit verstehen und für Deine Handlungen einstehen. Was Du tun sollst, wird Dir hier niemand sagen. Es werden Dir Wege aufgezeigt und wie Du siehst, gibt es sogar verschiedene Meinungen, weil Dinge noch auffallen. Trotzdem liegt keiner falsch.

Ganz einfach erklärt? Okay! :unsure:
Du hast einen Verwaltungsakt bekommen, der eine Zuweisung sein soll. Denn sie hat eine Rechtsbehelfsbelehrung. Nur der Schrieb befiehlt Dir dort aufzutauchen. Für eine Zuweisung ist der "Schrieb" aber mehr als dürftig und so als eigenständige Zuweisung Müll. Es fehlt der komplette Inhalt eines VA.

Deshalb hofft SB, dass Du die EGV unterschreibst, denn die EGV erklärt etwas mehr. Vereinbarungen mit dem MT sollen Bestandteil der EGV werden. Ich Laie meine, so etwas ist hirnrissig und rechtlich nicht vereinbar. Die EGV an sich ist Müll-

-Du musst entscheiden, ob die Änderungen und Unterschiede alte Zuweisung-und neue EGV so groß sind, dass Du die Zuweisung für erledigt ansiehst.

Wenn man Dich sanktionieren will, dann nur aus der RFB der Zuweisung. Ob ein Richter später alles so sieht wie wir, wissen wir nicht. Manche haben sehr komische Ansichten und denken viel zu logisch -sie sehen die Dokumente nicht eigenständig und unbestimmt genug -solche Richter benutzen dann das Wort "hätte" viel zu häufig, weil Elo sich selbst "hätte" alles zusammenreimen können und es nicht so eng sehen "hätte" sollen. Solche linientreue Richter gibt es auch.

Also entweder ist die Zuweisung unbestimmt und eh nur mit der EGV als gültig zu betrachten, oder man folgt der Zuweisung und weiß nur den Ort und die Zeit. Mehr nicht. ;)

Ich würde ausschlafen und den VA als Müll ansehen. Zudem steht ja, dass er nur mit der EGV zu der Maßnahme zwingt. Einen Widerspruch würde ich aber 100% schreiben. Niemand aus dem Forum hat etwas gegen Maßnahmen. Nein, wirklich nicht!!! :ROFLMAO::rolleyes: Aber wenn, dann bitte mit anständigen Infos und mit etwas erkennbarer Mühe, vom "strg+c" und "strg+v" SB. Ich zahle auch keine Strafzettel, Rechnungen, Nebenkosten u.s.w. -wenn diese nicht komplett nachvollziehbar und Vollständig sind. Du etwa?
 
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götzb

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Da wohl keine Videolinks erlaubt sind.
Bei Youtube "Erfahrungen bei der Maßnahme vom Arbeitsamt" eingeben, das wäre dann das erste.

Industrie die sich zu Lasten Arbeitsloser ernährt.
 
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Onkel Tom

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Warum SB nun den Trip fährt Sinnlosmasnahme statt Umschulung vermute
ich auch Ursache dazu im letztem Gutachten vom äD..
Bei "Motivationsstörungen" könnte es schwierig werden, dem SB den Wind
aus dem Segel zu nehmen. Das "zu teuer" verstehe ich hier anbei als vorgeschoben,
um den wahren Grund vorerst zu verbergen..

Neben der Baustelle "Sinnlosmasnahme" abwehren, sollte auch geschaut werden, was
das Gutachten beinhaltet.. Ich glaube, Du brauchst einen Anwalt, um deine A-Akte
soweit wieder auf Vordermann zu bringen, das die "Investition in einer Umschulung"
in den Augen des BA-Leistungsservice wieder interesannt erscheint..
 

reticuli

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Meinungen, top!

Zum Thema:
Gutachten - Dieses habe ich auch schon vermutet... das Kuriose ist nur, dass der Test ergeben hat, dass man mich für eine Umschulung durchaus nehmen könnte lt. SB, so wie es mir mündlich gesagt wurde.

Die Frage, was mit der Taktik ist, hinzugehen, und nichts unterschreiben ist nach wie vor offen, was meint ihr dazu?
 

Schmerzgrenze

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Die Frage, was mit der Taktik ist, hinzugehen, und nichts unterschreiben ist nach wie vor offen, was meint ihr dazu?
Eigentlich wurde Dir schon alles erklärt. Entscheidungen kann Dir keiner abnehmen.

Ersttermin und Unterschriften:
Da die Zuweisung ein VA ist, wirst Du am Ersttermin teilnehmen müssen, wenn Du keine Sanktion kassieren willst.
Dort nichts unterschreiben (auch keine Anmeldeliste oder Abtretung der Fahrtkostenerstattung).
Alle Dir zur Unterschrift vorgelegten Dokumente zur rechtlichen Prüfung einstecken und Teilnahmewillen zeigen.
I.d.R. reagieren die MT darüber verärgert und versuchen, Dich zu Unterschriften zu überreden.

Mitwirkung vs. Offenbarung des MT:
Oft erfolgt später die Offenbarung, daß Du ohne Unterschriften nicht an der Maßnahme teilnehmen kannst.
Das sollte ELO sich möglichst schriftlich vom MT bestätigen lassen. Auch wenn er das nicht macht,
versuche möglichst, auch ohne Unterschriften an der Maßnahme teilzunehmen.
Hindert Dich der MT daran oder wirft Dich hoffentlich raus, ist das eigentliche Ziel erreicht.

Beschwerde beim JC - Ich will, aber der will mich nicht:
Nun mußt Du Dich unverzüglich schriftlich nachweisbar an das JC wenden
und darüber beschweren, daß der MT Dich nicht- bzw. nur teilnehmen lassen will,
wenn Du mit ihm ein privates Rechtsverhältnis eingehst, wozu Du aber nicht verpflichtet bist.
Das ganze Prozedere kann entweder schnell erledigt sein oder sich ein paar Tage hinziehen.
Es erfordert schon ein gewisses Maß an Selbstbewußtsein und einigermaßen sicheres Auftreten.

Zum Widerspruch gegen die Zuweisung:
Innerhalb eines Monates nach Zugang der Zuweisung kannst Du gegen dieselbe Widerspruch einlegen.
Der Widerspruch sollte gut begründet sein, hat aber hinsichtlich der Maßnahme keine aufschiebende Wirkung.
Das bedeutet, trotzt Widerspruch mußt Du den Pflichten des VA nachkommen
und die Behörde kann sich mit der Entscheidung zum Widerspruch bis 3 Monate Zeit lassen.

Zum Antrag auf aufschiebende Wirkung beim SG:
Den könntest Du zeitgleich mit dem Widerspruch beim SG stellen, um die aW wiederherzustellen.
Beim Antrag auf aW kommt es besonders auf eine gute Begründung an. Wird dem Antrag stattgegeben,
ist die Behörde am Zug, schneller über den Widerspruch zu entscheiden und bis zur Entscheidung wäre der VA nicht vollziehbar.
Ist der VA nicht vollziehbar, brauchst Du den darin auferlegten Pflichten nicht nachzukommen.
Bist Du durch den VA besonders beschwert oder finden sich darin Rechtswidrigkeiten,
kann das Gericht ihn für nichtig erklären oder bestimmen, daß der VA aufgehoben wird.
 

Onkel Tom

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Und versuche an eine Fotokopie des Gutachten zu kommen..
Das gesagte vom SB dazu ist wie Schall und Rauch..

Das JC lehnt sowas gerne a la "haben wir bezahlt" ab, doch Du hast
ja das Recht, zu wissen, was über dich geschrieben steht.
 
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