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Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung - ALG 1

Philastan

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Ich grüße euch!

Ich bin neu hier im Forum und habe mir bereits etliche Forenbeiträge zu dem Thema durchgelesen. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, wie ich nun reagieren soll.

Zunächst zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, arbeite normalerweise als Grafiker/Webdesigner und war nach einer Krebs OP seit März 2017 arbeitssuchend. Zwischenzeitlich habe ich für 2 Monate in einer Firma gearbeitet, also hat sich mein Anspruch bis ca. Mai verlängert. Nach Rücksprache mit meinem Sachbearbeiter wurden mir zu Anfangs 8 Bewerbungen pro Monat vorgeschrieben und nach dem letzten Treffen Anfang Januar diese Zahl auf 4 verringert, da es aktuell schlicht und ergreifend keine passenden Stellen, in meiner Heimatstadt, für meinen Beruf gibt.

Nun habe ich, von einer neuen SB, eine Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung §45 Abs. 1 S. 1 SGB III des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - SGB III erhalten (siehe Anhang).

Ich habe nachweißlich top Bewerbungsunterlagen (sowohl in Deutsch, als auch Englisch), die von verschiedenen Personalern gegengelesen wurde und die sowohl inhaltlich, als auch grafisch professionell aufbereitet wurden. Ebenfalls habe ich eine Zusammenstellung meiner Referenzen bzw Arbeitsproben und durchweg super Arbeitszeugnisse.

Jetzt frage ich mich, warum ich eine Maßnahme zur "Unterstützung beim Verfassen von Bewerbungen" usw. erhalte...? Und das 2 Monate lang?!

Wie kann ich dagegen vorgehen bzw. welche Möglichkeiten bleiben mir, um diese Beschäftigungsmaßnahme abzuwenden? Ich fühle mich ehrlich gesagt massiv bevormundet und übergangen.

Über jede Hilfe freue ich mich!

Beste Grüße

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Kerstin_K

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Genau diese Fragen solltest du deiner SB stellen.
 

Dinobot

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Ich grüße euch!

Ich bin neu hier im Forum und habe mir bereits etliche Forenbeiträge zu dem Thema durchgelesen. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, wie ich nun reagieren soll.Zunächst zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, arbeite normalerweise als Grafiker/Webdesigner und war nach einer Krebs OP seit März .2017 arbeitssuchend.

Warst du schon mal auf der Seite des Trägers im Internet? Dann wirst Du Du nämlich auch eine bestürzende Entdeckung gemacht haben, die ich als Frechheit und Geschmacklosigkeit empfinde und mich aber dabei frage -ob das nicht einfach Zufall ist sondern Absicht bzw. dies das Wissen oder die Einschätzung der Sb in zutiefst schockierender Wiese wiederspiegelt. Was ich meine? Der Träger hat eine Kooperation mit einem Hospiz -ich denke, ich musste dich darauf hinweisen. Denn so erschütternd diese Fesstellung der Einschätzung Deiner Sb sein mag -ich würde das als den Aufhänger gegen die Maßnahme ins Feld führen und mich daran orientieren.

Übrigens ist auch der Hinweis auf die LAV vollkommen untypisch formuliert -in Tonfall und Anspruch . Nicht umsonst hat die Sb dieses Blatt auch rein mit dem Logo des Trägers versehen. Eigentlich stimmen die Beschreibungen schon -aber es sind eben nicht die der BA -wie sie sonst üblich sind. Zudem ist der Anbieter vornehmlich ansonsten im Bereich des AGL II tätig -und das sogar vonehmlich für Langzeitarbeitslose. Somit ist für mich daraus zusätzlich zu ersehen -es ist eher als eine "Abschiebung" zuverstehen ,weil man dich wohl für chancenlos hält. Ausgerechnet einem Träger für Langzeitarbeitslose die Kompetenz zuzutrauen -dich ernsthaft noch in den 1. Arbeitsmarkt verorten zu können, die sehe ich hier nicht

Übrigens , was der Flyer nicht verrät ist, dass die LAV eben AUCH beeinhaltet , den Übergang von Alg I ind AGL II zu begleiten bzw. Hilfestellung dazu zu geben , wofür der Träger -nach meiner Meinung -sich dann schon eher verwenden würde.

Ich gebe Dir nachfolgend noch mal einen Eindruck -wie ein Flyer einer Arbeitsagentur für eine LAV ansonsten aussieht. Kannst selbst noch vergleichen -dem mitleiidgen Tonfall findest Du dort nirgends. Siehe Beispiel :

http://www.aaw.de/fileadmin/Seminarinfo/OG/Flyer_LAV_3_2018.pdf

Ich kenne Deinen aktuellen Gesundheitszustand nicht und will da auch nicht weiter insitieren . Aber ich würde dieser Zuweisung mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Allein weegen der Verzahnung zum Hospiz. Du kannst dir vorstellen, was ich damit sagen will. Ich kann mir nicht vorstellen -dass man sich -selbst mit Bedarf nach einer solchen Einrichtung - in dieser Art und Weise. derart heimtückisch oder rein "vorsorglich"per Zwang verorten lassen sollte, nur weil die auch die Maßnahme anbieten. An einen reinen Zufall, dass die Sb ausgerechnet diesen Träger ausgewählt hat, daran glaube ich persönlich nicht.

:sorry: Bitte entschuldige meine Offenheit . Aber über solch eine dir drohende -nach meiner Meinung -unsägliche Verknüpfung und Zumutung , ob nur in den Gedanken der Sb weitergedacht oder nicht, die kann und will ich Dir auch nicht verschweigen . Solch eine Maßnahme -bei diesem Träger mit Hospizanbindung -halte ich für seelisch unzumutbar. SCHON und ALLEIN NUR DESHALB.

Ich wollte übrigens nicht noch die Verbindung zum Hospiz des Trägers verlinken. Du kannst aber die Verbindung selbst finden -wenn Du auf der Homepage des Trägers den Reiter Hilfe und Beratung anklickst -dann findest du mithin den Hinweis und die Unterverlinkung. dazu.
 
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Philastan

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Vielen Dank für eure Antworten!!!

@Dinobot: Ich finde auf der Website (Willkommen) keinen Punkt "Hilfe & Beratung" - und auch keine Anbindung an eine Hospiz.. Könntest du das verlinken? Natürlich ist das Geschmacklos, allerdings glaube ich da fast eher an einen Zufall. Grundsätzlich macht mein SB einen ordentlichen Eindruck.

und FYI: Mir geht es gesundheitlich wieder gut.

Also wären die nächsten Schritte einen Termin bei meinem SB auszumachen und zunächst meine Bedenken, mit den von mir genannten Argumenten vorzubringen. Die Option eines Widerspruchs besteht ja scheinbar nicht. Kann ich sonst noch irgendwas machen? Oder erstmal den Termin abwarten und dann hier berichten?
 

Kerstin_K

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Bis Du einen Termin bekommst, das kann dauern. Ich würde das schriftlich machen.
 

Philastan

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PS: @Dinobot: Wenn ich es richtig verstanden habe, beziehst du dich mit dem Hospiz auf meine Vorerkrankung?
 

Philastan

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@Kerstin_K In welcher Form? Gründe die gegen eine Vermittlung sprechen nennen & meine Bewerbungsunterlagen sowie Arbeitszeugnisse anhängen? Grundsätzlich würde ich das gerne persönlich machen, da ich Angst habe, mein Brief in der Bürokratie 'untergeht' - sprich nicht ernst genommen wird.
 

Kerstin_K

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Ich würde ihr einfach Deitlich machen, dass diese Massnahme schlicht unpasssend ist und sie auffordern, Dir mitzuteilen, wie genau diese Massnahme Dir helfen soll, schneller in Arbeit zu kommen.

Genau das musss sie nämlich eigentlich wissen.

Kannst das ja zweigleisig machen, Brief und parallel um einen Termin bitten, um genau das zu besprechen.
 

Philastan

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Alles klar, ich werde mich, sobald ich mehr Informationen habe, hier melden und berichten. Bis dahin schon mal vielen Dank für deine/eure Zeit und ein schönes Restwochenende!
 

Dinobot

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PS: @Dinobot: Wenn ich es richtig verstanden habe, beziehst du dich mit dem Hospiz auf meine Vorerkrankung?

Hier erstmal die gewünschte Verlinkung, welche zur Unterverlinkung führt.

Hilfe und Beratung

Andere Anhaltspunkte habe ich ja hier nicht, die im Zusammenspiel so treffend einen Sinn ergeben könnten. Was die SB vielelicht noch dazu wissen könnte oder worauf die sich noch ergänzend bezieht , das entzieht sich auch meinem Wissen.

Übrigen;: Wenn du von dort wieder zum Träger wechseln willst, dann musst du mittig im hellgrau unterlegten Feld die Worte Arbeit und Beschäftigung anklicken .

Zumindest bietet das dann eine Steilvorlage, wo alles so begründet sein könnte, aber dir auch die Möglichkeit der Begründung der Ablehnung aus wichtigem Grund bietet. Nämlich den der seelischen Unzumutbarkeit.
 

Dinobot

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Ich würde ihr einfach Deitlich machen, dass diese Massnahme schlicht unpasssend ist und sie auffordern, Dir mitzuteilen, wie genau diese Massnahme Dir helfen soll, schneller in Arbeit zu kommen.Genau das musss sie nämlich eigentlich wissen.
Das muss die AV nicht wissen sondern der Träger, dafür wird er Betroffene -vordergründig zugewiesen. Solche Anfragen bringen gar nichts, wenn man die Maßnahme nicht machen will bzw. auch nicht machen muss. Das ist meine Meinung dazu. Ich selbst wüsste auch nicht, weshalb ich mich nach dieser Hospiz-Zumutungs-Arie noch mit der "AV" noch irgendwie auf nett verständigen sollte , wen nich so besser die Chance auf Nichtteilnahme ohne Sperrung bekäme. Denn wenn man jetzt noch nett bleibt, dann nimmt die AV einem die seelische Betroffenheit nicht mehr ab.

Ich würde ehr dazu tendieren , der SB gleich eine vor den Latz zu knallen sofern die nicht unverzügkich erklärt ,weshalb sie einen Träger mit Hopsizanbindung gewählt , das wäre seelisch unzumutbar.

Die Maßnahme ist ansonsten tatsächlich keine, die vorrangig in Arbeit bringen soll -sondern eher ene, die den Übergang in ALG II ebnen soll. Wenn es anders wäre , dann würde es die LAV nicht auch für marktnahe ALG II Empfänger geben und bei denen ist die auch überwiegend wirkungslos , weil nur mit 10 prozent Eingliederungsvorgabe vom Jobcenter belastet.
 

Kerstin_K

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Das muss die AV nicht wissen sondern der Träger, dafür wird er Betroffene -vordergründig zugewiesen.
Aber die Vermittlungsfachkraft muss doch wohl begründen können, warum sie den LE gerade dieser Massnahme zugewiesen hat.
 

Dinobot

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Aber die Vermittlungsfachkraft muss doch wohl begründen können, warum sie den LE gerade dieser Massnahme zugewiesen hat.
Die Antwort darauf muss-was die LAV als solches betrifft - nicht unbedingt erhellend ausfallen. "Weil der platz gerade frei war, weil sie eine andere Maßnahme nicht zur Verfügung hat, etc. Was die Verzahnung zum Hospiz anbetrifft, da allerdings kann ihm die Antwort egal sein, weil die seelische Unzumutbarkeit -dadurch - nicht entkräftet werden könnte. Und die ansosnten naheliegende -wahrscheinlich mithin wahre Begründung wird die AV ihm nicht liefern, weil das kontraproduktiv wäre -denn die AV glaubt selbst nicht mehr an die Eingliederung und hat demanch dann aber die Aufgabe den Weg in ALG II zu begleiten, wa ssie hier dem Träger überlässt.

Die AV weiß genau -mit einer solchen Begründung wäre eine Zuweisung allein nicht gerechtfertigt bzw. könnte der AV auf die Füsse fallen -denn dazu sind die Maßnahmen zu teuer.

Meine Meinung und aktuelle Einschätzung.
 

Kerstin_K

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"Weil der platz gerade frei war, weil sie eine andere Maßnahme nicht zur Verfügung hat, etc.
Eine solche Begründung muss man sich ja wohl nicht bieten lassem.

Was die Hospizsache betrifft, bin ich aber ganz deiner Meinung.
 

erwerbsuchend

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Philastan

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Ehrlich gesagt, erschließt sich mir auch nicht genau, warum das seelisch nicht zumutbar ist. Was mich aufregt sind eher folgende Zeilen:
...der Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose und behinderte Menschen zur Verfügung stellt ...
 

erwerbsuchend

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Die Frage ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
Ja, diese Frage ist ernst gemeint. Wie würdet ihr also vor dem SG argumentieren, dass diese Maßnahme wegen diesem Punkt unzumutbar sei? Falls es um den Punkt der überstandenen Krebserkrankung von TE gehen sollte, dann hätte TE sicherlich schon selbst etwas dazu gesagt, wenn ihm dieses Thema zu weit gehen oder ihn treffen sollte.
 

Dinobot

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Könntest du bitte erklären, wieso für dich diese Maßnahme seelisch unzumutbar ist? Die Maßnahme wird doch nicht direkt in den Räumen des Hospiz direkt bei deren Patienten durchgeführt.
Ich birnge da mal eine Unzumutbarkeit ins Spiel , die die BA als Voraussetzung für die Vergabe an einen Träger immer obligatorisch fordert. nämlich , dass sich im Umkreis von 500 Metern keine Bordelle befinden dürfen. Der Vergleich hinkt zwar -aber in diesem Fall reicht des der BA eben auch nicht, wenn besondere Räumlichkeiten zu nahe wären .

Wieso soll sich das der Betroffene hier bieten lassen, zumal es sehr gut sein kann, dass AG den Anbieter sehr wohl VORRANGIG mit diesem Träger und dem Hospiz verbinden könnten, weshalb dann gleich Vermutungen zur Arbeitdsaufnahme abträglich sein könnten .

Ganz zu schweigen davon , dass niemand, der erst kürzlich mit einer tödlichen Krankheit zu kämpfen hatte nun gleich -schon wieder in die Nähe oder gedanklich in die Nähe des Todes gebracht werde sollte, was ein Hospiz nun mal verkörpert.

Jeder ist anders und nicht jeder kann damit umgehen . Nicht umsonst will auch nicht jeder in der Nähe eines Friedhofs wohnen oder bei einem Vermieter, der auch noch Bestatter ist oder Kontakte dahin hat. Da würde sich bei mir nur noch Kopfkino abspielen
 
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alteschachtel

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Wie kann ich dagegen vorgehen bzw. welche Möglichkeiten bleiben mir, um diese Beschäftigungsmaßnahme abzuwenden?
Nunja- ich denke da biste einfach reingepottet worden, weil Vermittler da noch ein Plätzchen frei hat! Generell sehe ich, das ein Webdesigner/in dort nicht hingehört, sieht sehr stark nach einem Träger aus, der hoffnungslose Fälle (nicht persönlich nehmen) verhackstückt.
Das Hospiz ist meiner Ansicht ein Nebenschauplatz, der meiner Ansicht nix mit dem genannten Unternehmen direkt zutun hat, welches das Bewerbungstraining durchführt.

Ich wundere mich immer, das ihr Youngsters den Vermittlern nix vor die Nase knallt in Form Weiterbildung. Die hilft z.B. den Bezug von ALG I zuverlängern, sich nebenbei noch Wissen anzueignen und in der Zeit der Weiterbildung kann man sich auch bewerben und Youngsters haben dann eher gute Aussichten, das das angepeilte Unternehmen auf dich wartet d.h. bis die Weiterbildung beendet ist.
Bestenfalls suchste Dir jetzt schnell eine Weiterbildung aus, die kann auch nur 3 Monate dauern und legst deinem VM das als Gegenvorschlag vor!
 
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