Zuweisung in Ein-Euro-Job gescheitert (1 Betrachter)

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D4n13l

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Hallo. Ich hatte bisher eigentlich noch nie Probleme mit dem JobCenter, aber irgendwann ist es wohl immer das erste Mal.

Ich hatte Ende August einen Termin bei meinen Fallmanager. Dort bot er mir an, einen Ein-Euro-Job zu machen und zwar im Bürobereich. Das hatte ich schon einmal gemacht. Ich sagte zu und unterschrieb auch die EGV. Dort stand drin, dass ich Mitte September an einem Beratungsgespräch teilnehmen soll.

Nun war dieser Tag gekommen, aber er lief überhaupt nicht so wie er laufen sollte. Man sagte mir, dass nur noch im Metallbereich was frei wäre und ich das jetzt nehmen müsste, weil ja halt nichts anderes da sei. Ich lehnte dies aber ab und der Sachbearbeiter telefonierte nun mit meinen Fallmanager. Ihm war das aber wohl egal und stimmte dem Sachbearbeiter zu, dass ich diese Arbeit machen sollte. Ich blieb weiterhin bei meiner Meinung, dass ich es ablehnen werde. Er beendete daraufhin das Gespräch mit mir und teilte mir mit, dass ich nun vom JobCenter eine 100%-ige Sanktion bekommen würde.

Eine Zuweisung habe ich nicht unterschrieben. Am Beginn sollten wir nur so ein Formular ausfüllen (Name usw.), wo alles über den Ein-Euro-Job drin stand. Diesen hatte ich zwar unterschrieben, aber ich bestand darauf, dass er vom Sachbearbeiter vernichtet wurde.

Meine Frage wäre daher nun, was mir wirklich droht und welche Tipps ihr vielleicht hättet?

*Daniel*
 

Yukonia

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Kannst du deine EGV mal hochladen?
Hast du sonst noch was Schriftliches in diesem Zusammenhang?
 

D4n13l

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Die EGV habe ich mal angehangen. Sonst habe ich nur noch die Einladung zu der Infoveranstaltung.

Das andere Dokument, was vorher ausgefüllt werden sollte, war eine "Teilnehmervereinbarung zur Wahrnehmung einer Gemeinwohlarbeitsgelegenheit". Als Ziel wurde dort die Durchführung von Gemeinwohlarbeit vereinbart. Den habe ich zwar unterschrieben, aber er wurde vom Sachbearbeiter vernichtet. Er könnte ihn höchstens wieder zusammenkleben oder so.

*Daniel*
 

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Texter50

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Guckste das bitte nochmals durch?
Ich lese da auf der ersten Seite den Namen des JCs und auf der zweiten im obersten Abschnitt auch die Anschrift? :icon_knutsch:
 

D4n13l

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Sorry. Tut mir leid. Ich habe das vorhin zu schnell gemacht und dabei ist die Gründlichkeit verloren gegangen.

*Daniel*
 

Yukonia

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Wann ist der nachfolgende Termin beim JC, zu welchem du in der EGV eingeladen wurdest und in welchem der SB ggf. eine Zuweisung erteilen will?

Wie alt bist du?

Was hättest du in dem Metallbereich denn machen sollen?

Hast du gesundheitliche Einschränkungen?

Was ist dein Berufsfeld?

Wie lange bist du schon arbeitslos?

Ich hatte Ende August einen Termin bei meinen Fallmanager. Dort bot er mir an, einen Ein-Euro-Job zu machen und zwar im Bürobereich. Das hatte ich schon einmal gemacht. Ich sagte zu und unterschrieb auch die EGV. Dort stand drin, dass ich Mitte September an einem Beratungsgespräch teilnehmen soll.
Dort stand auch drin, dass in dem Beratungsgespräch die Festlegung eines Einsatzbereiches erfolgen soll. Und du hast diese schwammige Aussage unterschrieben. Damit hat dich dein SB m.M.n. schön über die Rolle gezogen. Der wusste vermutlich von Anfang an, dass da nichts im Bürobereich ist. Für das nächste mal unbedingt merken: Nie eine EGV sofort unterschreiben, immer zum Prüfen mitnehmen und dann hier melden.

Ich nehme an, über die Vereinbarung - Bürobereich - die dein SB dir zugesagt hat, gibt es nichts Schriftliches. Vermutlich ist diese Absprache nicht beweisbar, es sei denn, es existiert noch ein VERBIS-Eintrag im PC des SB. Hierfür könnte ggf. Akteneinsicht beantragt werden, natürlich zu gegebener Zeit, wenns wichtig sein könnte.

Ich nehme weiter an, dass du nach dem Gespräch bei der Maßnahme von deinem SB noch eine konkrete Zuweisung erhalten hättest. Das ist jetzt vermutlich hinfällig. Könnte aber durchaus sein, dass die noch kommt.

In der EGV steht, falls Unklarheiten oder Probleme bestehen, sollst du Kontakt zum JC aufnehmen.

Und das würde ich jetzt sofort machen und zwar schriftlich. Um einer Sanktionsanhörung zuvor zu kommen.

Du weist deinen SB daraufhin, dass in dem damaligen Termin eine Tätigkeit im Bürobereich vereinbart war, so wie du sie schon ausgeführt hast. Einer Tätigkeit im Metallbereich konntest du nicht zustimmen, weil.....und bitte ich hiermit um ein alternatives Angebot einer AGH.....

Den Entwurf eines solchen Schreibens können wir hier gemeinsam machen....

Falls eine Sanktionsanhörung eintrudeln sollte, bitte wieder hier melden. Hierfür wäre die Beantwortung der obigen Fragen auch wichtig.
 

Strolchenmann

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Wie kann eine Tätigkeit im Metallbereich überhaupt zusätzlich sein, hier muss doch auch gegeben sein das kein regulärer Arbeitsplatz ersetzt wird
 

Yukonia

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Die EGV habe ich mal angehangen. Sonst habe ich nur noch die Einladung zu der Infoveranstaltung.

Das andere Dokument, was vorher ausgefüllt werden sollte, war eine "Teilnehmervereinbarung zur Wahrnehmung einer Gemeinwohlarbeitsgelegenheit". Als Ziel wurde dort die Durchführung von Gemeinwohlarbeit vereinbart. Den habe ich zwar unterschrieben, aber er wurde vom Sachbearbeiter vernichtet. Er könnte ihn höchstens wieder zusammenkleben oder so.

*Daniel*
Lade auch mal bitte die Einladung zum Infotermin hoch und wenn es nicht zuviele Schnipsel sind, klebe bitte die Teilnehmervereinbarung zusammen und lade sie geschwärzt hoch.
 

gelibeh

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Mal ganz grundsätzlich zu einem Ein-Euro-Job: In der EGV steht keine detaillierte beschreibung des Ein-Euro-Jobs drin. Also hat der SB das mit einer Zuweisung nachzuholen. In der Zuweisung hat zu stehen. Tätigkeitsbezeichnung, genaue Tätigkeitsbeschreibung, Name des Maßnahmeträger, Einsatzort, Gesamtdauer des Ein-Euro-Jobs, tägliche Verteilung der Arbeitszeit, die Höhe der Aufwandsentschädigung. Hast Du etwas bekommen, was alle diese Kriterien erfüllt? Auch wen das bei Dir eine Optionskommune zu sein scheint, hat die sich an die Vorgaben des Bundessozialgericht zu halten.

Eine Zuweisung musst Du nicht unterschreiben, also kann das dort keine Zuweisung gewesen sein.
 

Yukonia

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Mal ganz grundsätzlich zu einem Ein-Euro-Job: In der EGV steht keine detaillierte beschreibung des Ein-Euro-Jobs drin. Also hat der SB das mit einer Zuweisung nachzuholen. In der Zuweisung hat zu stehen. Tätigkeitsbezeichnung, genaue Tätigkeitsbeschreibung, Name des Maßnahmeträger, Einsatzort, Gesamtdauer des Ein-Euro-Jobs, tägliche Verteilung der Arbeitszeit, die Höhe der Aufwandsentschädigung. Hast Du etwas bekommen, was alle diese Kriterien erfüllt? Auch wen das bei Dir eine Optionskommune zu sein scheint, hat die sich an die Vorgaben des Bundessozialgericht zu halten.
Genau! Aber die Zuweisung soll erst nach dem Termin bei der AGH in einem gesonderten Termin beim JC ggf. erfolgen (EGV Seite 2 oben). Praktisch nach der Unterschrift unter die AGH-Vereinbarung, die dem TE abgerungen wurde. :icon_neutral:
 

Yukonia

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Eine Zuweisung musst Du nicht unterschreiben, also kann das dort keine Zuweisung gewesen sein.
TE hat die "Teilnehmervereinbarung zur Wahrnehmung einer Gemeinwohlarbeitsgelegenheit" unterschrieben und dann vernichten lassen. Er hat noch die Schnipsel und klebt sie hoffentlich zusammen:biggrin:
 

D4n13l

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Wann ist der Termin beim JC, zu welchem du in der EGV eingeladen wurdest?
Am 22.09. ist der Termin.

Ich bin 31.

Was hättest du in dem Metallbereich denn machen sollen?
Er sprach davon, dass dort Einrichtungsgegenstände für Schulen gefertigt werden sollen.

Hast du gesundheitliche Einschränkungen?
Jedenfalls keine die ich schriftlich belegen kann.

Was ist dein Berufsfeld?
Ursprünglich habe ich Maschinenbautechnik gelernt. Also als abgeschlossene Ausbildung. Danach war eine zeitlang arbeitslos und bekam einen Ein-Euro-Job im Bürobereich zugeteilt. Dadurch konnte ich dann eine Festeinstellung im selben Bereich erreichen. Erst als Vollzeitstelle und später leider nur noch als geringfügige Beschäftigung.

Wie lange bist du schon arbeitslos?
Nicht so lange. Ich hatte bis vor einiger Zeit noch einen 450-Euro-Job, aber mein Fallmanager war dies schon seit langem ein Dorn im Auge. Er sprach immer wieder davon, dass diese Arbeit für ihn ohne Bedeutung sei und die Situation sich dringend ändern müsste.

Ich nehme an, über die Vereinbarung - Bürobereich - die dein SB dir zugesagt hat, gibt es nichts Schriftliches.
Der Sachbearbeiter vom zuständigen Träger hatte nur ein Dokument, wo ein Vermerk war, dass ich dort eingesetzt werden soll. Ich selber habe aber nichts schriftliches.

... und bitte ich hiermit um ein alternatives Angebot einer AGH ...
Laut dem Träger wird auf lange Zeit erst einmal nichts anderes frei sein. Es würde dort eine Warteliste geben, wo man mich dann draufsetzen könnte. Bis dahin müsste ich aber die andere Tätigkeit ausüben.

Lade auch mal bitte die Einladung zum Infotermin hoch ...
Ich habe sie dir angehangen.

TE hat die "Teilnehmervereinbarung zur Wahrnehmung einer Gemeinwohlarbeitsgelegenheit" unterschrieben und dann vernichten lassen. Er hat noch die Schnipsel und klebt sie hoffentlich zusammen
Leider durfte ich das nicht mitnehmen. Mein Exemplar und das für den Träger wurden vernichtet. Er sprach von offiziellen Dokumenten. Die Kopie hätte ich nur erhalten, wenn ich seinen Vorschlag zugestimmt hätte.

*Daniel*
 

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Yukonia

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Bis wann hattest du die Vollzeitstelle?
Bis wann den 450 EUR Job?
Seit wann genau bist du arbeitslos?

Wurdest du schon mal sanktioniert?

Hast du schon mal Leistungen zur Eingliederung durch das JC erhalten?

Schade das mit der Vereinbarung:icon_frown:
 

D4n13l

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Schade das mit der Vereinbarung:icon_frown:
Ich kann mal einen Kollegen von mir fragen, der dort letztes Jahr auch gewesen ist. Er hat den Ein-Euro-Job ja angetreten und dürfte daher wohl auch noch so ein Exemplar haben.

Die Vollzeitstelle lief bis Juli 2013. Danach wurde es in eine geringfügige Beschäftigung umgewandelt. Diese ging bis April 2014. Mein Fallmanager machte mir aber immer wieder klar, dass sich dies dringend ändern müsste und für ihn sei ein 450-Euro-Job ja auch keine wirkliche Arbeit.

Eine Sanktion vom JobCenter bekam ich bisher nie.

Auch Leistung zur Eingliederung habe ich bisher nicht erhalten. Wir sprachen darüber mal, aber er ist der Meinung, dass die Chancen ja bei mir eher gering wären, da ich keine abgeschlossene Ausbildung in dem Bürobereich vorweisen kann. Ich hätte zwar einige Jahre in dem Bereich gearbeitet, aber die Firmen würden sich ja lieber nach Personen mit abgeschlossener Ausbildung in dem Bereich umschauen.

Ich muss mich aber mal kurz korrigieren. Ich bin damals nicht direkt vom Ein-Euro-Job in die Vollzeitstelle gekommen. Es hatte ein paar Monate gedauert. Ich erwähne das nur mal fix, falls das noch wichtig sein könnte.

*Daniel*
 

Yukonia

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Ich kann mal einen Kollegen von mir fragen, der dort letztes Jahr auch gewesen ist. Er hat den Ein-Euro-Job ja angetreten und dürfte daher wohl auch noch so ein Exemplar haben.
Lass mal erst D4n13l, das muss erst mal auch so gehen.

Erst mal, um dich etwas zu beruhigen: Wenn du eine Sanktion bekommen solltest, beträgt die 30 % deines Regelbedarfs und nicht 100 %, wie der Typ von der Maßnahme dir weis machen wollte. Wenn du also monatlich 391 EUR RB bekommst, beträgt die Sanktion 117 EUR. Das allerdings für 3 Monate.

Also erst einmal zu dem Termin am 22.09.14:

Es existiert ja nun kein Vorschlag mehr, der zu diesem Termin mit dem JC abgestimmt werden müßte. Es könnte sein, dass dein SB den Termin in dieser Woche platzen lässt und dir ggf. eine schriftliche Sanktionsanhörung schickt.

Wenn der Termin bestehen bleibt, unbedingt einhalten, da sonst eine Sanktion von 10 % des RB folgen könnte. Die wird dann auf eine eventuelle Sanktion von 30 % rauf summiert.

Du könntest den SB zunächst schriftlich informieren (nachweislich), dass entgegen der mündlich mit ihm getroffenen Vereinbarung keine Tätigkeit im Bürobereich bei der AGH möglich ist. Du hast die EGV nur unter dieser Voraussetzung unterschrieben. Es gibt lange Wartelisten. Aus diesem Grund konnte kein gemeinsamer Vorschlag mit dem Träger der Maßnahme erstellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXXXX

Nachweislich heißt am besten eine Kopie des Anschreibens an deinen SB machen und diese am Empfang bei Abgabe stempeln und unterschreiben lassen. Alternativ Einwurfeinschreiben der Post (ggf. mit Rückschein?). Am besten morgen gleich.

Jetzt ist der Ball beim SB.
 
E

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Wie kann eine Tätigkeit im Metallbereich überhaupt zusätzlich sein, hier muss doch auch gegeben sein das kein regulärer Arbeitsplatz ersetzt wird
Stimmt. Die im Bürobereich sind es in aller Regel auch nicht. In keinem Büro wird irgendwelcher Blödsinn getrieben, den keiner brauchen kann.
 

Yukonia

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Jetzt ist der Ball beim SB.
Also erst mal das Schreiben machen und hinbringen/-schicken.
Dann abwarten, ob der Termin bleibt und/oder ob etwas Schriftliches vom JC kommt.

Wenn der Termin bleibt, hin am 22.09.
Kommt was Schriftliches, hier sofort hochladen.

Wenn du willst, stell deinen Entwurf vom Schreiben hier ein und wir gucken noch mal drüber.
 
E

ExitUser

Gast
Also hat man Dich, wie üblich, mit der Vollsanktion rotzfrech angelogen, wie hier bereits festgestellt wurde. Ob Du schon soviele SAnktionen hattest, daß die sich jetzt auf 100% summieren, darf der Knülch offiziell gar nicht wissen.

Er sprach davon, dass dort Einrichtungsgegenstände für Schulen gefertigt werden sollen.
... die die Schulen am Markt kaufen oder bei regulären Handwerkern anfertigen lassen müßten. Also ganz klar rechtswidrig, wie vermutlich auch die Bürogeschichte. Die Dinger gehörten also zu der Hälfte aller AGH, die per se nie genehmigt werden durften (nach den Feststellungen der internen Revision der BA, die kürzlich veröffentlicht wurden).

Nur muß man das bei dem Rechtsmangel ein bißchen anders aufziehen, als sich glatt zu weigern - zumindest kommt das jetzt so rüber.

Nicht so lange. Ich hatte bis vor einiger Zeit noch einen 450-Euro-Job, aber mein Fallmanager war dies schon seit langem ein Dorn im Auge. Er sprach immer wieder davon, dass diese Arbeit für ihn ohne Bedeutung sei und die Situation sich dringend ändern müsste.
Hat er leider vom Prinzip her Recht, nur seine Schlußfolgerung war, wie immer im JC, natürlich völlig daneben. Du bist tatsächlich verpflichtet, Dir eine besser bezahlte Tätigkeit zu suchen, um Deine Hilfsbedürftigkeit zu beenden. Nur ist die Zielvorstellung dabei eine Vermittlung in einen Job, von dem Du leben kannst.

Außerdem ist jemand, der bereits in Arbeit ist oder erst kürzlich war (auch wenn das Gehalt nicht zum Leben gereicht hat), weitab von der Zielgruppe einer AGH. Die besteht nämlich aus Leuten, die so fern vom Arbeitsmarkt sind, daß sie nicht mal die Spur einer Chance auf einen Minijob haben. Das wäre der entscheidende Punkt, an dem Du eigentlich jede AGH gekippt kriegen müßtest, egal worum es dabei inhaltlich geht.

Laut dem Träger wird auf lange Zeit erst einmal nichts anderes frei sein.
Sack Reis in China: Sofern Dich das Thema nicht persönlich betrifft, geht Dich die AGH-Stellenbesetzung bei diesem Träger genauso wenig etwas an, wie die Urlaubsregelung der Pförtner im Pekinger Justizministerium.

Es würde dort eine Warteliste geben, wo man mich dann draufsetzen könnte. Bis dahin müsste ich aber die andere Tätigkeit ausüben.
Sehen das andere genauso wie ich, mußt Du Dich an der Stelle einfach mal entscheiden, ob Du in Liebe zu Ein-Euro-Jobs erglühst oder ob Du sie generell mit der Begründung ablehnst, daß Du nicht arbeitsmarktfern bist und die Voraussetzungen für eine AGH bei Dir nicht vorliegen.
 

gelibeh

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Wenn der Termin bestehen bleibt, unbedingt einhalten, da sonst eine Sanktion von 10 % des RB folgen könnte. Die wird dann auf eine eventuelle Sanktion von 30 % rauf summiert.
Von wem war die Einladung? Mir fehlen dort nämlich sämtliche Paragrafen. Und war auf der Einladung eine Rechtsfolgenbelehrung dabei?
 

D4n13l

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Von wem war die Einladung? Mir fehlen dort nämlich sämtliche Paragrafen. Und war auf der Einladung eine Rechtsfolgenbelehrung dabei?
Die war vom Fallmanager selber. Ich habe sie nur nicht angehangen. Sie ist aber einwandfrei und auch eine Rechtsfolgenbelehrung ist vorhanden.

... daß Du nicht arbeitsmarktfern bist und die Voraussetzungen für eine AGH bei Dir nicht vorliegen.
Das sieht der gute Mann nur leider anders. Ich wäre im Bürobereich ohne eine vorherige Ausbildung nur schwer vermittelbar. Die Praxis, die ich bereits in der Vollzeitstelle sammeln konnte, zählt für ihn leider irgendwie nicht.

Also erst mal das Schreiben machen und hinbringen/-schicken.
Danke für die Vorlage des Textes. Ich werde sie auf jeden Fall nutzen und gleich morgen abschicken.

Aber wäre eine Sanktion in diesem Fall wirklich gerechtfertigt? Meinen Bedingungen bin ich ja eigentlich nachgekommen. Es wurde gefordert, dass ich an der Infoveranstaltung teilnehme und dann gegebenfalls einer Maßnahme zugewiesen werde. Nur dies ist ja nicht erfolgt. Also müsste ich doch rein theoretisch die Chance haben, dieses meinen Fallmanager zu erklären oder?

*Daniel*
 

D4n13l

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Ich habe mich nun mal an einem Text versucht und zeige ihn natürlich gerne.

... am 15. September 2014 bin ich, wie in der Eingliederungsvereinbarung vom 25. August 2014 vereinbart, meiner Aufgabe nachgekommen an der dort stattfindenden Infoveranstaltung teilzunehmen. Im Trägergespräch wurde mir dann allerdings ein völlig anderes Einsatzgebiet unterbreitet. In unserem Gespräch am 25. August 2014 wurde allerdings mündlich vereinbart, dass ich dort im Bürobereich eingesetzt werden soll und habe daher auch die Eingliederungsvereinbarung ohne jegliches Bedenken unterschrieben. Aus diesem Grund konnte ich mit dem dort zuständigen Sachbearbeiter daher leider keinen gemeinsamen Vorschlag erzielen.

Mit freundlichen Grüßen


Ist das so in Ordnung?

Aber Respekt wie man sich hier um einen kümmert. Das finde ich echt toll. :icon_klatsch:

*Daniel*
 
E

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Die war vom Fallmanager selber. Ich habe sie nur nicht angehangen. Sie ist aber einwandfrei und auch eine Rechtsfolgenbelehrung ist vorhanden.
Nun, das Fehlen der RFB wäre für Dich ja nicht gerade von Nachteil.

Das sieht der gute Mann nur leider anders. Ich wäre im Bürobereich ohne eine vorherige Ausbildung nur schwer vermittelbar. Die Praxis, die ich bereits in der Vollzeitstelle sammeln konnte, zählt für ihn leider irgendwie nicht.
Und bei der Bastelei "im Metallbereich", mit der das JC dem Schulamt die Reparatur- und Investitionskosten aus dem Kreuz halten will, erwirbst Du genau welche Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung?

Schau Dir also mal den Gesetzestext für die AGH an § 16d SGB II Arbeitsgelegenheiten - dejure.org

§ 16d SGB II
(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte können zur Erhaltung oder Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit , die für eine Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, in Arbeitsgelegenheiten zugewiesen werden, ...
Das sind Leute, von denen man voraussetzen darf, daß es ihnen egal ist, ob sie um 08:00 Uhr oder um 15:30 Uhr frühstücken. Wenn Du eine Arbeitsstelle hast oder gerade hattest, dann gehörst Du da nicht dazu.

Die Argumentation des SB ist insofern hochgradig blödsinnig, weil in einer AGH keine fachliche Unterrichtung stattfindet. Wenn er bei Dir diesbezügliche Schwachstellen ausgemacht haben sollte, dann würde er Dir einen Bildungsgutschein ausgestellt haben
Bildungsgutschein - www.arbeitsagentur.de
Das etwas schmalbrüstigere Instrument ist der sogenannte "Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein" (kurz AVGS), welcher nach § 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 SGB III (2. Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen) ausgestellt sein muß. Aufpassen, denn wenn da statt "Nr. 2" etwa "Nr. 1" stünde, dann wären das die üblichen Kindergartenmaßnahmen (1. Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt) für Leute, die früh nicht mehr aus dem Bett finden und auf Arbeit nicht eine halbe Stunde still auf ihrem Stuhl sitzen können - so wie die AGH auch.

Und wir lesen weiter (immer noch § 16d Absatz 1 SGB II):

... wenn die darin verrichteten Arbeiten zusätzlich sind, im öffentlichen Interesse liegen und wettbewerbsneutral sind.
Das heißt also, in einer AGH darf nichts stattfinden, was reguläre Arbeitsplätze kostet. Die Zeiten, da die Kommunen den Landschaftsgärtnern mit ihrer sprichwörtlichen Zahlungsmoral planmäßig finanziell das Genick brachen, um sich deren Gerätschaften aus der Insolvenzmasse polken und dann deren Ex-Angestellte die Parks für lau pflegen zu lassen, wollte der Gesetzgeber damit ein für allemal beenden.

Klappt nur leider nicht, weil die meisten Elos alles mitmachen.

Aber wäre eine Sanktion in diesem Fall wirklich gerechtfertigt?
Offenbar nicht. Aber das ist ja nicht die Frage. Die Sanktionen sollen schließlich niemanden erziehen, sondern einfach nur das Budget im Rahmen halten.

Also müsste ich doch rein theoretisch die Chance haben, dieses meinen Fallmanager zu erklären oder?
Ja, sicher. Vor jeder Sanktion ist eine Anhörung vorgeschrieben. Was Du darin schreibst, soll von manchen SB vor dem Abheften sogar gelesen werden, so hört man. Wenn Du da sicher gehen willst, wirst Du Dich ggf. ans SG wenden müssen.
 
E

ExitUser

Gast
Aber Respekt wie man sich hier um einen kümmert. Das finde ich echt toll. :icon_klatsch:
Jetzt müßtest Du nur noch den Eindruck hinterlassen, das Dir Geschriebene auch gelesen und verstanden zu haben. Uns hier einfach nur mit den "Argumenten" Deines SB abzubügeln, finde ich irgendwie seltsam.
 

Yukonia

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Aber wäre eine Sanktion in diesem Fall wirklich gerechtfertigt? Meinen Bedingungen bin ich ja eigentlich nachgekommen. Es wurde gefordert, dass ich an der Infoveranstaltung teilnehme und dann gegebenfalls einer Maßnahme zugewiesen werde. Nur dies ist ja nicht erfolgt. Also müsste ich doch rein theoretisch die Chance haben, dieses meinen Fallmanager zu erklären oder?

*Daniel*
Also ich habe die EGV und die Einladung des Trägers so verstanden: Du solltest zum Träger, dort wird ein VORSCHLAG für das Einsatzgebiet erarbeitet. Dieser Vorschlag wird dem JC zugesendet und im Termin am 22.09. erfolgt dann die Absprache mit dem JC und ggf. die Zuweisung. Dieses "Gegebenenfalls" findet sich in beiden Schreiben (EGV und Einladung). Der Vorschlag ziert nun den Boden eines Papierkorbes.

Ich habe überlegt, wie du jetzt am besten vorgehen solltest.

  • Jetzt ist erstmal das Schreiben notwendig. Je nachdem, wie die Reaktion ist, muss man dann weitersehen. Du wirst noch Gelegenheit haben, die Sache zu erklären. Nur ist momentan noch nicht raus, in welchem Zusammenhang.

  • Es könnte rein theoretisch sein, dass dein SB eine Sanktionsanhörung schickt. Darauf kannst du dann antworten, musst du aber nicht.

  • Es könnte auch sein, dass er dich erst zum Termin 22.09. wegen dieser Sache anspricht. Das ist nicht gut für dich. Denn Mündliches ist später nicht zu beweisen. Besser wäre dann, dem SB im Gespräch mitzuteilen, dass du dich nur schriftlich dazu äußern möchtest. Ggf. gibt er dir dann die Sanktionsanhörung mit.

  • Es könnte auch sein, dass er dich einfach in die Metall-AGH zuweist. Gegen diese Zuweisung kann man dann Widerspruch einlegen.

  • Es könnte auch sein, dass er mit dir irgendwas anderes aushandelt, um dich zu fördern. Allerdings wäre das schon sehr freundlich gedacht.
Je nachdem, wie die Sache nun weiterläuft, musst du reagieren. Dabei immer drauf achten, dass deine Reaktionen aktenkundig werden, d.h. alles schriftlich.


Die Sanktionsanhörung gibt dir Gelegenheit, dich schriftlich dazu zu äußern. Wenn die aber kommt, kann man fast gewiss sein, dass die Sanktion kommen wird. Gegen den Sanktionsbescheid kannst du in Widerspruch gehen und Anträge bei Gericht einreichen. Hierbei hast du auch die Möglichkeit, den Sachverhalt zu erklären und darüber hinaus auch die Argumente von P123 und den anderen mit einzubringen.
 
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