Zuweisung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung für sechs Monate (1 Betrachter)

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Miggi

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Hallo bin neu und habe Eure Geschichten gelesen.
Bin erschüttert und habe nachfolgendes Problem und hoffe auf Hilfe von Euch.

ich muss ein wenig ausholen. ich bin seit 5 Wochen arbeitslos.
Hatte im Januar einen Termin zum Gespräch zu dem ich pünktlich erschienen bin, die Dame vom Amt aber krank war und niemand meinen Termin abgesagt hat.
Ende Januar hatte man mir einen Vermittlungsvorschlag ins AA Portal gestellt. Als ich mir diesen anschauen wollte, ging ein Fenster auf, was mich darüber in Kenntnis setzte, dass mein Bewerberprofil geändert worden sei.
In meinem Profil befanden sich plötzlich Kenntnisse und Fähigkeiten, die ich nicht habe und auch nicht eingegeben habe, aber Voraussetzungen für den Vermittlungsvorschlag waren. :-O :-O
Darauf hin habe ich die Dame vom Amt angeschrieben, um Stellungnahme und Gesprächstermin gebeten.
Donnerstag erhielt ich per Post eine Einladung zu einem Gespräch für gestern mit einer anderen Dame vom Amt.
Die Dame war eigentlich sehr freundlich, erklärte sie sei nur die Vertretung meiner Dame vom Amt. Eine Stellungnahme bzgl. des Missbrauch meiner Daten bekam ich von ihr allerdings auch nicht. Könne sie sich nicht vorstellen. Sowas gäbe se bei ihnen nicht. Habe ihr erklärt, dass ich jetzt meine Daten kopiert habe, und sollte das noch einmal passieren, meine Daten löschen werde.
Nun kam, aus meiner Sicht, ihre Retoure Kutsche.
Sie erklärte mir, dass ich, da ich dieses Jahr 60 werde, ein Vermittlungshemmnis hätte, wegen dem Alter und an einer Maßnahme teilnehmen solle, um das Hemmnis zu vermindern und fachkundige Trainer mich bei Bewerbungen unterstützen sollten.
Ich erklärte ihr, dass ich (40 Jahre Berufserfahrung) mehrere Jahre in der Personalvermittlung gearbeitet habe und selbst genau weiß ich mich bewerben muss und dies auch ausgiebig bereits schon selbst getan hätte. Außerdem mir diese "Maßnahmen" durch meine damalige Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt noch gut in Erinnerung sind und mir die Teilnehmer damals sehr oft berichteten, dass es unsinnig und in keinem Fall zielführend war.
Zitat: "Sie können die Maßnahme ja jederzeit abbrechen, wenn sie Arbeit gefunden haben". (Sehr witzig)
Sie erklärte, der Träger würde sich sehr gut in der Region auskennen und könne Kontakte zu Arbeitgebern herstellen, da die Erfahrung zeigen würde, dass Arbeitslose ab 50 aufwärts kaum noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten.
Mein Argument, dass da willkürlich Träger von Steuergeldern finanziert würden und ich nur aus der Statistik muss, entgegnete Sie, ich solle doch nicht so negativ eingestellt sein, das wäre auch ein Hemmnis zur Arbeitsvermittlung. Was ich prompt zurück gewiesen haben. FRECHHEIT.
Sie hat sich nicht beirren lassen und mir eine Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung ausgedruckt. Da sie weder die Inhalte noch die Adresse des Trägers kannte, musste sie erst rum telefonieren und mir eine Flyer Kopie ausdrucken.
Da ich noch nebenberuflich selbstständig bin und 14 Stunden die Woche arbeite, erklärte sie mir, auch dass sei kein Problem da in der Maßnahme nur 2 Tage Anwesenheitspflicht seien.
So weit so gut.
Eben hatte ich Zeit mir alles in Ruhe durchzulesen, mir die Homepage des Trägern mal anzuschauen und bin irritiert:
Zum einen geht die Maßnahme 6 Monate !!!
Der Träger nennt sich "Sprache und Bildung GmbH" was sich ja nicht uninteressant anhört.
Im Flyer bin ich allerdings über einen Satz gestolpert:
Da steht: "Wir sind ein privater Weiterbildungsträger und privater Arbeitsvermittler...."
....und werden u.a. vom ESF gefördert.
Meine Bewerbungsunterlagen soll ich in elektronischer Form auf einem Stick mit bringen.

Nun meine Fragen:
Ein "Bewerbungstraining" für 6 Monate? ist das üblich oder liegt das an meinem Alter :-O
Darf die Arbeitsagentur mich an einen privaten Arbeitsvermittler zuweisen?? Der würde doch für die Vermittlung von mir noch zusätzlich Geld bekommen? oder gibt es das nicht mehr diese Prämien?

Habe mir überlegt, die "Vertretungsdame vom Amt" noch mal anzuschreiben und ihr mitzuteilen, dass ich nun doch noch ein paar Fragen an Sie habe und um Antwort bitte.
Macht das Sinn?

Danke im voraus für Eure Hilfe

Natürlich werde ich am Dienstag erst einmal zur Info Veranstaltung gehen und mir die ganze Maßnahme anschauen.
Alles notieren und den Laden ein wenig aufmischen.
Habe mir überlegt, ich könnte mal das AA Portal durchforsten und die Statistik aktualisieren in dem ich ältere Stellengesuche recherchiere ob die überhaupt noch aktuell sind.
 
E

ExitUser

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AW: Zuweisung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruf. Eingliederung für 6 Monate

Huhu Miggi :welcome:

Sie erklärte mir, dass ich, da ich dieses Jahr 60 werde, ein Vermittlungshemmnis hätte, wegen dem Alter und an einer Maßnahme teilnehmen solle, um das Hemmnis zu vermindern
haben die ne Zeitmaschine:icon_hihi:? So eine Maßnahme muss hinreichend begründet und zielführend sein, weil sie Geld kostet. Stell doch mal deine Zuweisung hier anonymisiert rein, um zu sehen, ob die überhaupt rechtmäßig ist.

Wenn du eine EGV hast (unterschrieben oder als ersetzender Verwaltungsakt), dann lade die der Vollständigkeit halber doch auch gleich hoch.

Wegen der Maßnahme kannst du dich mal hier einlesen:

ESF - LZA - das "neue" Monsterprogramm für Langzeitarbeitslose

....und werden u.a. vom ESF gefördert.
Das ist schonmal sehr vorteilhaft, weil diese ESF-geförderten Maßnahmen freiwillig sind:icon_pause:

Soviel erstmal fürs erste von mir, da kommen bestimmt bald noch viele Antworten!
 

Miggi

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AW: Zuweisung einer Maßnahme zur Aktivierung und beruf. Eingliederung für 6 Monate

habe keinen Drucker / Scanner zu hause. Kann ich erst am Montag einscannen.
Also wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hatte doch alles was die gemacht haben System.
Erst ändern die mein Profil in der Hoffnung ich merke es nicht und bin aus ihrer Statistik.
Vergessen hatte ich zu erwähnen, dass ich eine Behinderung habe und einen Antrag auf Gleichstellung gestellt hatte.
Dieser wurde abgelehnt, da ich kein ärztliches Gutachten vorlegen wollte und Zitat: " da sie ja bereits eine Stelle gefunden haben, ohne Gleichstellung ist mein Antrag abzulehnen". Dabei meinte die Sachbearbeiterin die Stelle für die ich ein Stellenvorschlag bekommen hatte. Darauf hatte ich mich noch gar nicht beworben, war aber beim Amt schon als vermittelt registriert. Nun soll ich in eine unsinnige Maßnahme abgeschoben werden. Verstehe das wer will.
 
E

ExitUser

Gast
habe keinen Drucker / Scanner zu hause.
hast du eine Digi-Cam oder ein Handy mit Fotofunktion? Dann kannst du die Bilder auch im Bildformat hier hochladen. Vorher mit einem Grafikprogramm (beispielsweise "paint" bei Windows) anonymisieren

Vergessen hatte ich zu erwähnen, dass ich eine Behinderung habe und einen Antrag auf Gleichstellung gestellt hatte.
Dieser wurde abgelehnt, da ich kein ärztliches Gutachten vorlegen wollte und Zitat: " da sie ja bereits eine Stelle gefunden haben, ohne Gleichstellung ist mein Antrag abzulehnen".
den Ablehnungsbescheid bitte dann auch hochladen und die Datumsangaben bitte überall leserlich lassen, wegen evtl. Fristen.
 

BerndB

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Ich will jetzt nicht für die Maßnahme sprechen. Aber man sollte auch die mögliche Alternative betrachten. Es kann nämlich Betreuung durch das Team Inga bedeuten. Und das kann auch sehr intensiv sein. Die Sachbearbeiter haben im Januar 2018 eine neue "Arbeitshilfe Inga" erhalten. Kann im Rahmen des IFG angefordert werden. Anfordern über diese oder diese Internetseite.
 
E

ExitUser

Gast
ich glaub ja kaum, dass eine "Betreuung" jeglicher Art nach 5 Wochen Erwerbslosigkeit und 40 Jahren Berufsleben im Personalwesen ausreichend von der AfA zu begründen ist. Und das einzige "Hemmnis" mit dem Alter würde ich mir schriftlich von denen geben lassen.
 
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Sonne11

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Hallo Miggi!
Beachte, dass wenn Du Dich im SGB III bewegst, Dein Widerspruch aufschiebende Wirkung hätte. Deshalb starten Maßnahmen im SGB III oft sehr spät nach der Zuweisung, damit man diese nicht verzögern kann. :wink:

Maßnahme "ansehen" geht nicht. Entweder man tritt diese an oder nicht. Maßnahmeunterlagen muss man aber weder ausfüllen noch unterschreiben! Auch keine Zustimmungen oder Verträge mit Trägern. Überdenke auch, Bewerbungsunterlagen in digitaler Form vorzulegen. Dies würde ich nicht raten, da Du nichts kontrollieren/beeinflussen kannst. Echtdaten musst Du auch nicht benutzen, wenn es nur eine "Bewerbungsmaßnahme ist" (musst Du eigentlich bei keiner Maßnahme)

Du musst auch keine Adressen selbstständig suchen, keine Zeiten mit dem Träger vereinbaren und auch keine Tage. Das muss alles aus der korrekten Zuweisung ersichtlich sein. Die Zeiten und Tage dürfen auch nicht mit Deiner Arbeit kollidieren. Muss die AfA alles vor der Zuweisung erfragen und konkretisieren/bestimmen.
 

Miggi

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Hallo Sonne 11,
verstehe ich Dich richtig? Ein evtl. Widerspruch meinerseits ist zeitlich gar nicht zu realisieren, da ich die Maßnahme ja bereits am kommenden Dienstag antreten muss.
Also laut Aussage der SB findet am Dienstag eine Infoveranstaltung des Trägers statt.
Mehr Informationen habe ich nicht. Außer einer schlechten Fotokopie des Flyer des Trägers und der schriftlichen Zuweisung.
Werde am Montag den Träger anrufen und nach der Agenda für die Infoveranstaltung fragen.
 
E

ExitUser

Gast
Werde am Montag den Träger anrufen
das würde ich unterlassen, oder zumindest die Nummer unterdrücken, sonst haben die deine Tel. und gehen dir eventuell mit Telefonterror auf den Keks oder machen andere Sachen mit deiner Telefonnummer.

Wie @Sonne schon geschrieben hat:
Du musst auch keine Adressen selbstständig suchen, keine Zeiten mit dem Träger vereinbaren und auch keine Tage. Das muss alles aus der korrekten Zuweisung ersichtlich sein.
Es kommt auf die Zuweisung an. Da muss alles genau bestimmt sein: Ziel, Inhalte, Zeiten, Dauer, Ort, Begründung warum u.s..w. Solange die nicht vorliegt, können wir nicht einschätzen, ob die rechtlich korrekt ist oder nicht und ob du da überhaupt hinmusst. Dass es zeitlich knapp angelegt ist, ist vermutlich so gewollt, um Druck aufzubauen. Deswegen wäre es hilfreich, wenn du die Zuweisung hier einstellst, du kannst sie ja auch wörtlich abtippen. Und deine EGV bitte ebenfalls, weil die im Zusammenhang wichtig sein kann.
 

Sonne11

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Eine Infoveranstaltung ist kein Antritt für eine Maßnahme. Ein Flyer ist nur unverbindliche Werbung. Was SB sagt ist nicht bindend, denn man könnte es anders verstanden haben oder die Fakten anders. Ohne hier genaue Infos zu bekommen können die User nur allgemeines aussagen.

Klar kannst Du einen Widerspruch bis Dienstag einreichen. Wie gesagt, im SGB III bei ALG I hätte dieser aufschiebende Wirkung und Du müsstest keine Maßnahme antreten bis zur Entscheidung. Man kann ihn sogar am Tag des Antritts einreichen, dann aber immer persönlich mit Nachweis/Bestätigung. Niemanden anrufen, nichts erfragen. Immer nur das schriftlich erhaltene zählt.
 

Miggi

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Anhang anzeigen 98102So ich habe jetzt mal versucht mit meinem Handy Fotos zu machen und versuche sie jetzt hier einzustellen.
Hoffe das ist erlaubt.

Leider habe ich gerade fest gestellt, dass ich am Freitag bei meinem Termin noch ein Formular unterschrieben habe, aber die Ausfertigung für mich ist nicht bei meinen Unterlagen ist.
Hoffe einfach mal die SB hat bei den vielen Vordrucken vergessen mir meine Kopie zu geben und sie mir nicht gezielt unterschlagen.
Das schlimmste daran ist, ich weiß nicht mehr was ich da unterschrieben habe. :-O ich weiß noch nicht einmal ob das Formular was mit der Maßnahme zu tun hatte? nur noch das ich mit irgend was einverstanden sein sollte.
Ich hatte mich so darüber geärgert, dass sie mir unterstellt hat, dass ich in meinem Alter nicht im Stande sei eine vernünftige Bewerbung zu schreiben und da mal ein Fachmann drüber schauen müsse.
 

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E

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Das schlimmste daran ist, ich weiß nicht mehr was ich da unterschrieben habe. :-O ich weiß noch nicht einmal ob das Formular was mit der Maßnahme zu tun hatte? nur noch das ich mit irgend was einverstanden sein sollte.
das ist nicht so gut! Fordere doch schriftlich nachweisbar ein/e Duplikat/Kopie an.

Hast du eigentlich den Link aus meinem Beitrag #2 gelesen? Da hat sich jemand schonmal viel Mühe gegeben mit dem Thema ESF-Maßnahmen:wink: Wie gesagt, diese ESF-geförderten Maßnahmen sind ausdrücklich freiwillig. Nachweisbarer Zwang - so wie hier bei dir mit der Zuweisung - wäre Missbrauch und würde dem ESF voraussichtlich nicht so gut gefallen, wenn es davon erfahren würde *hüstel*

Und wo ist die Einladung zur Info-Veranstaltung für Dienstag oder gabs die nur mündlich? Falls ja, musst du da nicht hin.

Wie @Sonne11 oben schon geschrieben hat, entfaltet ein Widerspruch gegen die Zuweisung zur Maßnahme (Begründung ESF freiwillig) aufschiebende Wirkung und du müsstest dann rein theoretisch auch nicht teilnehmen aber leider wissen wir halt nicht, was du unterschrieben hast, deswegen alle Aussagen ohne Gewähr:icon_pause:

P.S.: hast du die EGV unterschrieben?
 
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Miggi

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Zitat der SB: "gehen Sie doch am Dienstag erst mal zu der Infoveranstaltung und schauen sich das an. Das wird ihnen sicher gefallen und es sind doch auch nur 2 Tage die Woche Anwesenheitspflicht und die Zeiten könne ich selbst bestimmen".
Dann hat sie mir das Zuweisungsformular zur Unterschrift vorgelegt und mir dann das mit ihrer Unterschrift gegeben.
Ein Kollege kam dann ins Zimmer um uns zu sagen, die Veranstaltung würde um 9:00 Uhr beginnen. Die Uhrzeit habe ich dann auf die Zuweisung per Hand drauf geschrieben.
Eine paar Minuten später kam der Kollege noch einmal und hat mir diesen Flyer überreicht, "damit sie wissen um was es geht".

Der Träger bietet auf seiner Homepage viele Maßnahmen an. Die meisten allerdings für Migranten etc.
Ob die Maßnahme die ich besuchen soll, auch ESF gefördert wird, ist nicht ersichtlich. Oder betrifft die ESF Förderung das komplette Maßnahmen Angebot des Trägers?
 
E

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auf deinem Flyer stehts aber drauf und in dem verlinkten Link findest du Listen, guck doch da mal nach:icon_pause:

Zur Not kannst du auch beim ESF anrufen und fragen.
 

Miggi

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beim ESF rufe ich Morgen früh an und frage nach.

Ja die Eingliederungsvereinbarung habe ich leider unterschrieben. Wusste nicht, dass ich die Unterlagen auch mit nach Hause nehmen kann zum prüfen.
Ärgere mich über mich selbst. Hätte vor dem Termin mich erst informieren soll. Die Einladung war zwar sehr kurzfristig, aber "ich möchte mit Ihnen über ihre aktuelle berufliche Situation sprechen" für mich nicht besorgsniserregend und diese SB ist ja auch nicht meine eigentliche SB sondern war nur die Krankheitsvertretung.
 

Miggi

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So, ich habe jetzt mit dem Bürgertelefon des ESF telefoniert.
Ergebnis:

Ob eine ESF geförderte Maßnahme freiwiliig ist, hat sie mir nicht beantwortet.
Die Maßnahmen seien Entscheidung des jeweiligen Sachbearbeiter.
Es müsste geklärt werden ob in meinem speziellen Fall der Träger Förderung von der ESF bekommt.
Die Arbeitsagenturen haben Verträge mit den Trägern und dies sei alles geprüft. Die Länge der Maßnahme fand sie auch merkwürdig, aber dies läge auch im Ermessen der Sachbearbeiterin, die "ja sicherlich einen guten Grund" dafür hat und ihre Arbeit sicher gewissenhaft erledigt.
Sie wünscht mir schnell einen Arbeitsplatz zu finden, dann brauche ich die Maßnahme ja auch nicht weiter zu machen.
Was war denn das? Hätte ich mir sparen können.
 
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Es müsste geklärt werden ob in meinem speziellen Fall der Träger Förderung von der ESF bekommt.
Richtig, dafür hast du da angerufen, genau diese Frage wolltest du beantwortet haben, alles andere ist irrelevant, was die Bürgeramt-Tante da geschwafelt hat.

Es gibt übrigens noch mehr Telefonnummern und es gibt auch "höhere Ebenen" dort beim ESF:icon_pause:

Wobei ich immer noch stark davon ausgehe, dass dein Träger ESF-gefördert wird, wenn es ausdrücklich auf dem Flyer draufsteht.
 

Sonne11

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Das mit dem ESF kann man auch anders lösen, indem man einem Träger, dem JC/AfA, oder gerade zuständigen pAp Datenschutzmitteilungen schickt. Man schreibt, dass man einer Weitergabe, Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten bezüglich Maßnehme an den ESF, für den ESF oder Stellen, die für den ESF tätig sind verbietet. Schreiben so früh wie möglich oder bei Maßnahmestart übergeben und auf die Reaktion warten.

Die Sache ist nämlich die, dass ein JC/AfA oder MT immer Daten an den ESF weiterleiten muss, wenn der ESF etwas fördert. Der ESF nutzt das dann für statistische Zwecke um mehr Geld zu bekommen/verteilen, mit den (angepassten) Ergebnissen in der Öffentlichkeit anzugeben, irgendwelche politischen Bereiche von der Sache zu überzeugen, damit die Geldströme weiter fließen usw. Der ESF bekommt auch das Ergebnis der MN, ob erfolgreich, nach welcher Zeit, wie viele und wahrscheinlich noch vieles mehr.

Die Zustimmung des Teilnehmers (elo) wird dann aus den zu unterschreibenden Unterlagen, die der MT vorlegt zurecht gekonkludiert! Ja, habe ich gerade erfunden. :icon_mrgreen: Heißt, man will mit MT zusammenarbeiten und unterschreibt was beim Träger, dann stimmt man unbewusst dem Rattenschwanz zu, der zu allem, auch der Finanzierung gehört, zu. Bei den JC sieht man das ja etwas anders. So lange man nicht widerspricht, stimmt man zu. Ist wahr und schon sehr oft erlebt! Normal müssen die JC mitteilen, dass Daten an ESF oder andere gehen.

Nachtrag: die Maßnahme startet am 20.02. und ist ganz sicher keine Infoveranstaltung wie behauptet wird. Die SB sagen das nur, damit man keine Fragen stellt. Aber vielleicht informiert der Träger an dem Tag tatsächlich zu Beginn und wird Verträge verteilen und da kann man dem Träger das Schreiben bezüglich ESF vorlegen. Unterschreibe nichts! Und wie gesagt, ein Widerspruch hätte aufschiebende Wirkung.

Die Mitwirkungspflichten aus der Zuweisung sind lächerlich. "......von Ihnen fordert" -ja klar! :icon_mrgreen::icon_hihi::icon_evil:

Die EGV hast Du unterschrieben? Kann das in Deinem Text nicht finden? Hat die Zuweisung eine Rechtsfolgenbelehrung?
 
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Miggi

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Das mit dem ESF kann man auch anders lösen, indem man einem Träger, dem JC/AfA, oder gerade zuständigen pAp Datenschutzmitteilungen schickt. Man schreibt, dass man einer Weitergabe, Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten bezüglich Maßnehme an den ESF, für den ESF oder Stellen, die für den ESF tätig sind verbietet. Schreiben so früh wie möglich oder bei Maßnahmestart übergeben und auf die Reaktion warten.

Die Sache ist nämlich die, dass ein JC/AfA oder MT immer Daten an den ESF weiterleiten muss, wenn der ESF etwas fördert. Der ESF nutzt das dann für statistische Zwecke um mehr Geld zu bekommen/verteilen, mit den (angepassten) Ergebnissen in der Öffentlichkeit anzugeben, irgendwelche politischen Bereiche von der Sache zu überzeugen, damit die Geldströme weiter fließen usw. Der ESF bekommt auch das Ergebnis der MN, ob erfolgreich, nach welcher Zeit, wie viele und wahrscheinlich noch vieles mehr.

Die Zustimmung des Teilnehmers (elo) wird dann aus den zu unterschreibenden Unterlagen, die der MT vorlegt zurecht gekonkludiert! Ja, habe ich gerade erfunden. :icon_mrgreen: Heißt, man will mit MT zusammenarbeiten und unterschreibt was beim Träger, dann stimmt man unbewusst dem Rattenschwanz zu, der zu allem, auch der Finanzierung gehört, zu. Bei den JC sieht man das ja etwas anders. So lange man nicht widerspricht, stimmt man zu. Ist wahr und schon sehr oft erlebt! Normal müssen die JC mitteilen, dass Daten an ESF oder andere gehen.

Nachtrag: die Maßnahme startet am 20.02. und ist ganz sicher keine Infoveranstaltung wie behauptet wird. Die SB sagen das nur, damit man keine Fragen stellt. Aber vielleicht informiert der Träger an dem Tag tatsächlich zu Beginn und wird Verträge verteilen und da kann man dem Träger das Schreiben bezüglich ESF vorlegen. Unterschreibe nichts! Und wie gesagt, ein Widerspruch hätte aufschiebende Wirkung.

Die Mitwirkungspflichten aus der Zuweisung sind lächerlich. "......von Ihnen fordert" -ja klar! :icon_mrgreen::icon_hihi::icon_evil:

Die EGV hast Du unterschrieben? Kann das in Deinem Text nicht finden? Hat die Zuweisung eine Rechtsfolgenbelehrung?
Ja die EGV habe ich unterschrieben. Habe nur die Unterlagen die ich eingestellt habe.
Hatte noch ein Formular unterschrieben was mir nicht ausgeändert wurde. Das habe ich heute Morgen angefordert.

Kann mit so arglistigen Verhalten der SB nicht umgehen. Bin ein ehrlicher Mensch und erwarte das auch von meinen Gegenüber. Die AA ist da mich zu unterstützen, dafür habe ich viele Jahre eingezahlt und jetzt so behandelt zu werden.😔😔 macht mich total fertig.
Leider habe ich immer wieder depressive Phasen und hoffe das geht jetzt nicht wieder los. Schrecklich.
Wid würden denn ein Widerspruch aussehen?
 

Miggi

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so da ich den Widerspruch ja nicht mehr fristgerecht da hin bekomme, habe ich mir etwas anderes überlegt:

Also ich habe ein Schreiben aufgesetzt, dass ich heute noch per Einwurfeinschreiben an die AA schicken werde.
Für Morgen nehme ich das Schreiben wegen der Weigerung Daten an die ESF weiter zu geben auch noch mit.

Was haltet ihr davon?
 

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Sonne11

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Ich sehe die Sache jetzt etwas anders, nachdem Deine Unterlagen eingesehen wurden:

Warum hast Du die EGV unterschrieben? :biggrin: Denn die Zuweisung hat dann aber keine Rechtsfolgenbelehrung (RFB) (wenn Du alles hier gezeigt hast) Die unterschriebene EGV aber schon. :wink: Und da die Zuweisung dann keine RFB hat und keine Rechtsbehelfsbelehrung (RBB), weiß ich nicht ob das Sinn macht mit dem Widerspruch, da Du dann die unterschriebene EGV nicht befolgst?

Nebenbemerkung:
Du kannst Sachen mit "PDF24" (habe ich nie ausprobiert, nur im Forum gesehen) oder mit der E-Post versenden. Mit der E-Post müsste das doch gehen und es ist bekannt. Ein Fax reicht aus um die Frist zu wahren. Du kannst sogar die Begründung dann nachreichen, ein Fax oder E-Post müsste reichen. Oder man muss sich die Mühe machen und dort erscheinen.

Ein Problem ist aber, warum man eine EGV unterschreibt und einer Maßnahme zustimmt und dann gegen die Zuweisung angehen will?

Also:
-Leider EGV unterschieben und dass Zuweisung erhalten wahrscheinlich auch. (die AfA macht das meist so, das hast Du wahrscheinlich unterschrieben)
-Zuweisung hat keine RFB und keine RBB

Ich würde zur Maßnahme gehen, da EGV unterschrieben ist und die Zuweisung keine RFB & RBB hat
-Einsicht/ selektiver Zugriff untersagen an MT und AfA
- ESF Speicherung, Verarbeitung, Weitergabe unterbinden an MT & AfA aushändigen
-Den Träger ganz klar fragen ob ESF oder anderweitig finanziert und ob Daten an Dritte gehen?
-Keine Verträge/Zustimmungen unterschrieben, zur Prüfung mitnehmen und gucken, wie MT reagiert
-Ich würde Träger ganz klar sagen, dass ich nebenberuflich arbeite und nirgends sehen kann, wo die AfA die Zeiten bestimmt hat und dies mir nicht vom Träger vorschreiben lasse und dieser es klären soll und mir schriftlich geben. Es darf ja nicht kollidieren.

Und dann wenn tatsächlich Verträge (Zustimmungen, Hausordnung usw.) unterschrieben werden sollen und der MT Probleme macht, SB dieses Schreiben mit den Fragen schicken und womöglich noch weiteres geklärt haben wollen, wenn man am ersten Tag der Maßnahme war.

Ich kenne mich im SGB III nicht wirklich aus, habe nur zusammengefasst, was ich darüber weiß. Übrigens, wenn der MT tatsächlich so etwas wie eine Infoveranstaltung macht und dann Verträge austeilt, ist es meist ein Anzeichen für freiwillige Sachen! Aber dann ist noch das Problem, da EGV unterschrieben. :sorry:
 

Miggi

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Hallo Sonne 11,

warum ich das unterschrieben habe, weiß ich selbst nicht. Habe den Erklärungen der netten Dame vertraut, die (will ihr nicht zu nahe treten) aber nur unwesentlich jünger war wie ich.
Werde Morgen dahin gehen und schauen was da los ist. Bin ja nun gut vorbereitet. Die Datenschutzerklärung nehme ich mit, auch das Schriftstück mit den noch offenen Fragen an die SB bekommen sie in Kopie von mir. Ist dann auch gleichzeitig als Begründung dafür, dass ich nix bei MT unterschreibe, da ja noch nicht alles geklärt ist.
Nehme auch nur ausgedruckte Zeugnisse, Lebenslauf, ein paar Musteranschreiben, ein paar Absagen anonymisiert mit.

Werde versuchen kurzfristig bei meiner eigentlichen SB einen Termin zu bekommen und mit ihr noch einmal zu sprechen.

Da müssen die Maßnahmen der Träger gefüllt werden und dann werden einfach unsinnnige Zuweisungen erstellt.
Was ist bloss in unseren Land los, wenn man zu einem einfachen Gespräch beim SB einen Anwalt mitnehmen muss.

Berichte dann wie es war.
 

Sonne11

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Nehme auch nur ausgedruckte Zeugnisse, Lebenslauf, ein paar Musteranschreiben, ein paar Absagen anonymisiert mit.
Oh je! Nein, das sind sensible persönliche Dinge und Daten. Lese Dich doch im Forum ein wie man mit Maßnahmeträgern umgeht. Alles was Du freiwillig angibst und was MT von Dir weiß, wird dieser verwenden! Hinterfrage alles! Und zeige Dich nicht willig bei einer Maßnahme, die Du gar nicht willst und wo Du nicht weißt wie genau sie abläuft! :wink: So wie Du von der AfA überrascht bist, wirst Du es von den MT (Trägern) sein, die alles am liebsten dreifach speichern und verbreiten werden. Die AfA/ SB bekommt auch einen Bericht vom MT über Dich.

Keine Zeugnisse, kein LL (mit Echtdaten) keine Unterlegen, keine EGV oder Zuweisung aushändigen, ohne das Dir nach Überlegung klar ist, wofür das gebraucht wird! Für gewöhnlich erfährt der MT auch nicht die Telefonnummer und E-Mail. Ich glaube das ist alles viel zu viel, was Du Dir aneignen müsstest in kurzer Zeit. Aber nachlesen kannst Du hier sehr vieles.

SB wird Dich da nicht herausholen, die ist froh, dass Du so einfach hereingefallen bist!
 

bikemen58

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Hallo zusammen,sorry,ich bin total neu hier und habe ein ähnliches Problem.
Bin seit 1.Januar 18 alg1 Bezieher.Hatte letztes Jahr (komplett 2017)Dispositionsjahr,da ich per Aufhebungsvertrag (Abfindung)zum 31.12.16.nach 40 Jahren bei der gleichen Firma aufgehört zu arbeiten.
Dadurch hatte ich auch keine Sperrzeit und steuerliche Vorteile bei der Abfindung.
Ich bin 58 Jahre alt und habe eigentlich vor aus gesundheitlichen Gründen(Depresionen) nicht mehr zu arbeiten.Die Abfindung dient zur Überbrückung bis zum Renteneintritt mit 63,natürlich mit einigem an Rentenkürzung,da ja auch nach Beendigung Alg1 nichts mehr in die Rentenkasse eingezahlt wird.
Hatte nun 1. Termin bei SB und war schockiert.Ich kam überhaupt nicht zu Wort.Die sagte als erstes,sie bringt jeden zur Arbeit.
Dann die Aussage,ja machen wir halt einen Kurs über 4 Wochen mit 2 Wochen Praktikum im Anschluß.Sie sagte,ich muß damit einverstanden sein.Mir wurde jedoch nicht mal gesagt,um welchen Kurs und welches Praktikum es da geht.
Ich sagte nein,kann ja nichts befürworten,wo ich nicht mal weis was.Sie sagte,das weis sie momentan auch nicht,was frei ist.
Das nächste war,ich soll mich über 6 Wochen krank schreiben lassen,oder Erwerbsminderungsrente beantragen.
Dann sagte sie,machen wir es halt anders und sie gehen ins Integrationsteam,die haben mehr Zeit.
Eine schriftliche Vereinbarung besteht nicht.
Ich hätte auch nichts,gegen z.B einen Computerkurs,oder so.
Die hat sogar gesagt,daß sie mich an eine Zeitarbeitsfirmma vermitteln kann und die Agentur den Differenzbetrag beim Lohn halt draufzahlt.Ich hatte bei meinem Arbeitgeber ein Bruttogehalt von 4400 Euro,also wird es das erste halbe Jahr nicht so leicht sein,daß die für mich eine passende Stelle finden.
Haben nun am Mo.26.2. den ersten Termin bei dem Berater vom Inga-Team und bin mal gespannt,was dem so einfällt.Hoffe,mit dem Herrn kann man wenigstens vernünftig reden.Hauptsache weg von der anderen Dame.Kann es sein,daß man nach 42 Jahren fleißigem einzahlen in die Arbeitslosenversicherung so behandelt wird?
Ich habe direkt Angst vor dem nächsten Gespräch.
Vielleicht könnt ihr mir Tips geben,was ich da am besten sagen soll.
Vielen herzlichen Dank im Voraus für eure Mühe
 

Miggi

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Hallo Sonne 11,
habe die Unterlagen alle geschwärzt und in einer Mappe abgeheftet. Alle Arbeitgeber Namen in den Zeugnissen und im Lebenslauf.
Würde die Mappe nicht aus der Hand geben.
Aber wahrscheinlich hast du Recht. Ich zeige denen gar nix und dann schauen wir weiter.
 
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