Zuweisung einer Maßnahme ohne Absprache

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Oll

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Ich habe eine Zuweisung in eine Maßnahme, von einer mir unbekannten Bearbeiterin für den 17.09. erhalten. Ich habe im August mit meiner Arbeitsvermittlerin ein EVG abgeschlossen, ohne diese Maßnahme. Auch hat meine Arbeitsvermittlerin mit keinen Wort einer Zuweisung in eine Maßnahme erwähnt.

Aus einigen Sachen werde ich nicht schlau und kann diese auch nicht nachvollziehen.

z.B .
Was ist eine Nettoverweildauer?
der Teilnahmezeitraum
Es sind keine Teilnahme- / Pausenregelung aufgeführt.
Maßnahmeinhalte: sind für mich der Witz (Bin schon56 Jahre)
2 unentgeltliche Praktika
Fahrkosten sind weder aufgeführt noch geregelt

Wie kann man dagegen vorgehen, da ich diese Zuweisung erst gestern erhalten habe, also sehr kurzfristig.

Das erste was ich gemacht habe, die EVG zu kündigen, da ich nicht einsehe, nach einem 8 h-Tag und 5 mal die Woche, noch Bewerbungen zu schreiben.
 

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Gollum1964

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AW: Zuweisung einer Maßnahme ohne Absprache

Hallo Oll,

ja diese Maßnahme ist für einen gestandenen Menschen ein Witz. Aber besseres haben die Jobcenter ihren Kunden selten zu bieten.

Nettoverweildauer=falls du krank wirst, musst du diese Zeiten beim MT "nachsitzen"

Insgesamt ist diese Maßnahme zu unbestimmt:

zeitlich, wie du bemerkt hast
Kosten, insbesondere Fahrkosten, wie du bemerkt hast
inhaltlich: Es muss begründet werden, weshalb dich diese Maßnahme hilft, wieder in Arbeit zu kommen. Einfach ohne Sinn und Verstand irgendwo hinweisen ist nicht. Es geht ja letztlich um die Steuergelder "der hart arbeitenden Bevölkerung".

Außerdem bist du nicht verpflichtet, allen Jobvorschläge vom MT Folge zu leisten, es sei denn, du unterschreibst Unterlagen beim Maßnahmenträger, wovon ich abrate.

Ob du zu kostenlosen Praktika gezwungen werden kannst, wage ich auch zu bezweifeln, es sei denn, man erklärt sich durch die Unterschrift freiwillig dazu bereit.

Ich glaube, andere Forenmitglieder finden noch sehr viel mehr.
 

Oll

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Hallo Oll,

Nettoverweildauer=falls du krank wirst, musst du diese Zeiten beim MT "nachsitzen"
ach so viele Dank, habe dies nicht gewußt

Insgesamt ist diese Maßnahme zu unbestimmt:

inhaltlich: Es muss begründet werden, weshalb dich diese Maßnahme hilft, wieder in Arbeit zu kommen. Einfach ohne Sinn und Verstand irgendwo hinweisen ist nicht. Es geht ja letztlich um die Steuergelder "der hart arbeitenden Bevölkerung".

Wie gesagt meine Arbeitsvermittlerin, hat darüber kein Andeutung verloren, soweit ich Sie kenne hätte Sie mir etwas gesagt, wenn Sie es gewußt hätte. Denn sonst kamen Jobvorschläge und auch Maßnahmen von Ihr

Außerdem bist du nicht verpflichtet, allen Jobvorschläge vom MT Folge zu leisten, es sei denn, du unterschreibst Unterlagen beim Maßnahmenträger, wovon ich abrate.

Ich überlege mir sowieso, ob ich an dieser Bespaßung teilnehme, dann nehme ich lieber ne Sanktion in Kauf, habe dies schon mal vor 3 Jahren und 2 Jahren durchgezogen.
 

Gollum1964

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Hallo Oll,

wieso möchtest du eine Sanktion kassieren. Du nimmst den Meldetermin wahr und unterschreibst nix, sondern möchtest die Unterlagen mindestens 14 Tagen zur Prüfung mitnehmen. Meistens bieten diese Unterlagen weitere Gründe für die Unzumutbarkeit der Teilnahme. Ablehnen würde ich die Maßnahme nicht direkt. Normalerweise bist du ohne Unterschrift sehr schnell aus der Maßnahme raus, da diese Voraussetzung dafür ist, dass der MT für dich kassiert. Gleichzeitig Widerspruch gegen die Maßnahme mit den oben aufgeführten Mängeln. Außerdem untersagst du Jobcenter und dem MT die Weitergabe von Daten, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen.

Falls du von vornherein nicht zur Maßnahme gehst, sind dir 30 % Sanktion sicher. Wahrscheinlich schiebt dir das Jobcenter schnell weitere Maßnahmen hinterher, so das es bei dieser einen Sanktion nicht bleibt.
 

Oll

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Hallo Oll,

wieso möchtest du eine Sanktion kassieren. Du nimmst den Meldetermin wahr und unterschreibst nix, sondern möchtest die Unterlagen mindestens 14 Tagen zur Prüfung mitnehmen. Meistens bieten diese Unterlagen weitere Gründe für die Unzumutbarkeit der Teilnahme. Ablehnen würde ich die Maßnahme nicht direkt. Normalerweise bist du ohne Unterschrift sehr schnell aus der Maßnahme raus, da diese Voraussetzung dafür ist, dass der MT für dich kassiert. Gleichzeitig Widerspruch gegen die Maßnahme mit den oben aufgeführten Mängeln. Außerdem untersagst du Jobcenter und dem MT die Weitergabe von Daten, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen.

Falls du von vornherein nicht zur Maßnahme gehst, sind dir 30 % Sanktion sicher. Wahrscheinlich schiebt dir das Jobcenter schnell weitere Maßnahmen hinterher, so das es bei dieser einen Sanktion nicht bleibt.

Weil wie gesagt, habe ich das schon zweimal durch. Vor 3 und 2 Jahren. Bin zu Maßnahme hingegangen, nichts unterschrieben und war schnell aus der Maßnahme raus. Schnell waren die 30 % Sanktionen da und sogar vor Gericht gegangen. Leider nichts erreicht. Denn meiner Optionskommune ist sehr immun gegen Widersprüche und auch das Sozialgericht steht auf Du und Du mit dem Anwalt des Jobcenters. Daher möchte ich mir den Stress sparen.
 

Couchhartzer

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Wie kann man dagegen vorgehen
Mit einem sofortigen Widerspruch, denn 1. ist das alles zu oberflächlich und unbestimmt beschrieben, 2. wurde nicht einmal ansatzweise begründet warum genau diese Maßnahme für dich nötig sein soll, 3. wird auch nicht im geringsten benannt wie dich diese Maßnahme in den ersten Arbeitsmarkt bringen soll, 4. wird das komplette Profiling dem Maßnahmeträger überlassen, obwohl es Pflicht des JC ist genau das vorher gemacht zu habe, 5. sollen die Einteilungen der Maßnahmezeiten dem Maßnahmeträger überlassen werden, was komplett unzulässig ist, usw...
 

hier

Elo-User*in
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Mit einem sofortigen Widerspruch, denn 1. ist das alles zu oberflächlich und unbestimmt beschrieben, 2. wurde nicht einmal ansatzweise begründet warum genau diese Maßnahme für dich nötig sein soll, 3. wird auch nicht im geringsten benannt wie dich diese Maßnahme in den ersten Arbeitsmarkt bringen soll, 4. wird das komplette Profiling dem Maßnahmeträger überlassen, obwohl es Pflicht des JC ist genau das vorher gemacht zu habe, 5. sollen die Einteilungen der Maßnahmezeiten dem Maßnahmeträger überlassen werden, was komplett unzulässig ist, usw...


An wen würde sich der Widerspruch richten? An den SB oder an die Widerspruchstelle?

Bei den Zuweisungen fehlt immer die Rechtsbehelfsbelehrung ist ein wiederspruch dann überhaupt gültig?
 
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