zuverdienst bei alg I + aufstockendem alg II?

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luischens_mama

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hallo ihr lieben,

ich beziehe nun seit dem ende meiner abm wieder "alg I mit aufstockendem alg II".

bedingt durch die tatsache, dass ich allein erziehende mutter eines kleinkindes bin, bin ich für die rückkehr in meinen alten job (einzelhandel) zu unflexibel bei der arbeitszeit.
deshalb würd ich gern in einer anderen branche (z.b. büro) unser budget etwas aufpolstern.

nun meine frage:
wenn ich so einen "400€- job" finde, wieviel wird mir dann von meinem alg I (knapp 800€) bzw. II (ca. 170€) abgezogen.
habe ich bei beiden leistungen freibeträge?

schon vorab lieben dank für eure antworten!
 

biddy

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(9) Arbeitslosengeld ist auf den Bedarf anzurechnen. Bezieht der Hilfebedürftige neben dem Arbeitslosengeld noch Einkommen aus Erwerbstätigkeit, das nach § 141 SGB III als Nebeneinkommen das Arbeitslosengeld mindert, ist sowohl das geminderte Arbeitslosengeld als auch das um die Absetzbeträge nach § 11 Abs. 2 bereinigte Nebeneinkommen auf den Bedarf anzurechnen.
Quelle

Für Dich mit beispielsweise 400 € Minijobverdienst würde das bedeuten:

Dein Alg I : 800 €
Die 400 € werden Dir auf das Alg I abzüglich eines Freibetrags nach § 141 SGB III angerechnet:
400 € - 165 € Freibetrag = 235 €

800 € - anrechenbare 235 € = 565 € Alg-I-Anspruch

Da Dein Alg-I-Anspruch sich verringert hat, erhöht sich Dein Alg-II-Aufstockungsbetrag.

Nun wird das Erwerbseinkommen auf Deinen Alg-II-Bedarf angerechnet:
400 € Minijob - 100 € Grundfreibetrag = 300 €
20 % dieser verbleibenden 300 € = 60 €

Gesamtfreibetrag also 100 + 60 = 160 €

Verbleiben von den 400 € Minijobverdienst 240 €, die auf Alg II angerechnet werden.

Von Deinem Alg-II-Gesamtbedarf werden nun das Alg I (565 €) und die 240 € anrechenbares Erwerbseinkommen abgezogen, übrig bleibt das Alg II, welches Dir zusteht.
So gesehen hast Du also vom Freibetrag beim Alg I rein gar nichts, also die 165 € nicht zusätzlich, sondern "am Ende" nur die 160 € nach dem SGB II frei.


Nachtrag:
Wichtig: Du musst unter 15 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit bleiben, sonst verlierst Du Deinen Anspruch auf Arbeitslosengeld ("fehlende Arbeitslosigkeit")
 
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