Zuverdienst 450€ -Job zu ALG1

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ALGBeantragerMuc89

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Hallo liebe Forumsbeteiligte,

ich habe eine Frage. Ich bekomme in Hamburg aktuell im 3. Monat ALG1 und möchte jetzt zusätzlich noch etwas verdienen.
Ich habe an einen 450€-Job gedacht, habe aber gelesen man darf nur 165€ dazu verdienen und der Rest wird zu 100% angerechnet ist das korrekt?

Wie ist hier die aktuelle Lage, darf man wirklich nur 165€ dazu verdienen oder unter bestimmten Umständen auch 450€ ?
Habe dazu noch gelesen wenn man vorher mind. 12 Monate bereits in einem 450€ Job Verhältnis war, bekommt man das gleiche Geld ohne Abzüge (muss der jetzige in der gleichen Branche sein?) oder ist das alles quatsch?

Zu meinem Hintergrund ich habe davor 14 Jahre im Lebensmitteleinzelhandel als Abteilungsleiter gearbeitet und war nebenbei als 450€ Kraft noch im PC-Dienst tätig.
Oder gibt es Modelle mit denen ich auf 450€ angestellt sein kann, und der Differenzbetrag von 165€ zu 450€ wird mir gesondert irgendwie ohne oder mit wenigen Abzügen ausbezahlt?


Danke schonmal für eine Antwort.

MfG
 

Nena

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Ich habe an einen 450€-Job gedacht, habe aber gelesen man darf nur 165€ dazu verdienen und der Rest wird zu 100% angerechnet ist das korrekt?
Jein. Du darfst so viel verdienen, wie Du magst. So lange Du weniger als 15 Wochenstunden arbeitest, bleibt Dein ALG1-Anspruch bestehen. Ja, alles, was 165 Euro monatlich übersteigt, wird voll angerechnet.

Wie ist hier die aktuelle Lage
Bei mir haben die Gehaltsabrechnungen meiner Minijobs der letzten 12 Monate ausgereicht, der Durchschnitt daraus war dann meine "Grenze", quasi meine persönlichen 165 Euro. Das hat nichts mit der Branche zu tun, kann bis zu 450 Euro gehen.

Oder gibt es Modelle mit denen ich auf 450€ angestellt sein kann, und der Differenzbetrag von 165€ zu 450€ wird mir gesondert irgendwie ohne oder mit wenigen Abzügen ausbezahlt?
Nicht dass ich wüsste.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Wenn Du (wenigstens) 18 Monate vor Deiner Arbeitslosigkeit einen Nebenjob hattest, kannst du das in den letzten 12 Monaten erzielte Durchschnittseinkommen des Nebenjobs weiterhin anrechnungsfrei zum ALG1 dazuverdienen.
Allerdings bei einer Arbeitszeit von < 15 Stunden die Woche. Du beantragst dafür eine "Günstigerregelung" beim AfA.
Halte die Kopien der Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate dazu bereit.
Für die monatliche Abrechnung während des Bezugs von ALg1 muss Dein AG ein Formular ausfüllen,
welches Dir das AfA zur Verfügung stellt.
Bin in der vergleichbaren Lage, es ist bürokratisch, aber klappt.
 

ALGBeantragerMuc89

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super danke für eure Hilfe.
Nur nochmal kurz für's Verständnis.

  1. Kündigung des 450€ Nebenjobs zum 30.11.2018
  2. Seit dem 1.12.18 bin ich arbeitslos gemeldet ohne einen 450€ Nebenjob
  3. Der Betrag für meinen jetzigen Individuellen anrechnungsfreie Satz errechnet sich aus dem Durchschnittslohn im Zeitraum von 01.06.2017 bis 30.11.2018
  4. Der Verdienst lag in jedem Monat bei exakt 450€

-> darf ich jetzt auch 450€ dazu verdienen?
->Gehen von den 450€ noch irgendwelche Sozialversicherungen, Soli oder ähnliches ab oder ist das dann mein Netto-Lohn?

Danke nochmal für eure Antwort
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Es geht darum das Du den Nebenjob während des Bezugs von ALG1 weiter hast.
Dann kannst Du unter den o.g. Bedingungen anrechnungsfrei dazuverdienen.

Wenn Du während des Bezugs von ALG1 keinen Nebenjob mehr hast und/ oder ausübst verstehe ich die
Frage nach der Anrechnung des Hinzuverdienst nicht. Es ist doch nichts da was angerechnet werden könnte.
 

ALGBeantragerMuc89

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genau ich möchte jetzt zum 1.3.19 einen neuen Nebenjob auf 450€ Basis annehmen und da ging es mir darum wie viel ich dazu verdienen darf. Weil der 165€ abzugsfreie Betrag ist ja lächerlich da stellt einen ja keiner an wenn der Mindestlohn ja schon 9,20€ sind.
 

Maximus Decimus

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Es zwingst dich doch keiner wenn du trotzdem mehr verdienst. Ausserdem wird dir alles drüber nicht abgezogen, sondern du verringerst dadurch deine Hilfsbedürftigkeit.
 

ALGBeantragerMuc89

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Hallo,

ich bins nochmal. Es geht nochmal um den Zuverdienst auf 450€-Basis bei ALG 1 Bezug.
Ich bin in ein anderes Bundesland gezogen und habe den vorherigen Job als auch meinen 450€ Job aufgegeben und beziehe hier aktuell ALG1, möchte mir aber noch etwas dazu verdienen.

Die Vermittlerin hat mir jetzt die Information gegeben, das ich bei meinem derzeitigen ALG1 Bezug nur 165€ zusätzlich verdienen darf, ohne das mir etwas angerechnet wird.
Alles was ich on Top zu den 165€ verdiene wird mir von meinem ALG1 abgezogen.
Im Internet habe ich allerdings gelesen, dass man bis zu 450€ abzugsfrei dazu verdienen darf, wenn man in den letzten 18 Monaten mindestens 12 Monate in einer 450€ Anstellung beschäftigt war (Durchschnittslohn der letzten 12 Monate als abzugsfreie Maximalgrenze).
Damit habe ich die Vermittlerin und den Leistungssachbearbeiter konfrontiert, und diese meinten die Regelung gilt nur wenn ich beim gleichen Arbeitgeber wieder die 450€ Anstellung annehmen, und nicht bei einem neuen AG der mich auf 450€ anstellt.

Ist das korrekt das dies an den alten Arbeitgeber gebunden ist, oder gilt die Durchschnittslohnberechnung als Maximalgrenze auch für neue AG.

Danke für eure Hilfe
 

Nena

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Ja (aus eigener Erfahrung nach Umzug).

Bei mir war es so. Nein, ich kann Dir nicht belegen, dass es so sein muss.
(Arbeitest Du nur wegen des Geldes? Ich habe gearbeitet, um Leute kennen zu lernen in der neuen Stadt, Kontakte zu knüpfen. Ja, war effektiv ein Stundenlohn von 4 Euro. Ich hätte aber in dieser Zeit nichts Sinnvolleres tun können...)
 

Gaddezwerg

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Damit habe ich die Vermittlerin und den Leistungssachbearbeiter konfrontiert, und diese meinten die Regelung gilt nur wenn ich beim gleichen Arbeitgeber wieder die 450€ Anstellung annehmen, und nicht bei einem neuen AG der mich auf 450€ anstellt.

Dann sollen Sie dir mal darlegen, wo im §155 SGB III oder den Fachlichen Weisungen dazu, die Rede vom selben Job ist.
Hier ist nämlich nur die Rede von einer Erwerbstätigkeit, nicht der Gleichen.
(2) Hat die oder der Arbeitslose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des Anspruchs neben einem Versicherungspflichtverhältnis eine Erwerbstätigkeit (§ 138 Absatz 3) mindestens zwölf Monate lang ausgeübt, so bleibt das Einkommen bis zu dem Betrag anrechnungsfrei, der in den letzten zwölf Monaten vor der Entstehung des Anspruchs aus einer Erwerbstätigkeit (§ 138 Absatz 3) durchschnittlich auf den Monat entfällt, mindestens jedoch ein Betrag in Höhe des Freibetrags, der sich nach Absatz 1 ergeben würde.

Zudem wird sogar in den Weisungen erwähnt, dass auch mehrere hintereinander ausgeübte Jobs zählen
(2) Die Gesamtdauer von 12 Monaten Beschäftigung kann auch durch mehrere hintereinander ausgeübte Erwerbstätigkeiten erfüllt werden. Zeiträume, in denen parallel zur Hauptbeschäftigung oder anderen Versicherungspflichtzeiten mehrere Nebentätigkeiten gleichzeitig ausgeübt werden, zählen nur einmal. Werden Entgeltersatzleistungen (z. B. Krankengeld, Verletztengeld) gewährt, liegt keine „ausgeübte" (Neben-) Erwerbstätigkeit vor.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Wird doch im § 155 SGB III gut erklärt:

"(2) Hat die oder der Arbeitslose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung des Anspruchs neben einem Versicherungspflichtverhältnis eine Erwerbstätigkeit (§ 138 Absatz 3) mindestens zwölf Monate lang ausgeübt, so bleibt das Einkommen bis zu dem Betrag anrechnungsfrei, der in den letzten zwölf Monaten vor der Entstehung des Anspruchs aus einer Erwerbstätigkeit (§ 138 Absatz 3) durchschnittlich auf den Monat entfällt, mindestens jedoch ein Betrag in Höhe des Freibetrags, der sich nach Absatz 1 ergeben würde."

War bei mir eine Formsache.
Beantrage unter Beilage der entsprechenden Nachweise die "Günstigerregelung" schriftlich. Bei Ablehnung musst Du dann klagen...
 

ALGBeantragerMuc89

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Hallo Liebe ELO-Forum-Gemeinschaft,

ich bin vom Termin der Leistungs-Sachbearbeiterin zurück und wollte Feedback geben.
Also es heißt Priviligiertes Nebeneinkommen anstatt der Günstigerregelung @Ottokar nur falls nochmal jemand fragen sollte ;-)

Desweiteren hat die Sachbearbeiterin nach Rücksprache mit 2 weiteren Kollegen doch feststellen müssen, dass es nicht der gleiche Arbeitgeber sein muss in den letzten 12 Monaten (sie haben das SGB und die Verfahrensanweisungen alle extra nochmal durchgeschaut).
Es ist tatsächlich ausschlaggebend das derjenige der einen Nebenjob auf 450€-Basis annehmen möchte, in den vorherigen 18 Monaten, mindestens 12 Monate eine Anstellung in einem 450€-Job gehabt haben muss, um den Durchschnittslohn dieser Monate als Freibetragsgrenze zu erhalten. Dabei erhält man zum Durchschnittslohn zusätzlich noch die 165€ on Top (wusste ich auch nicht aber steht im Berechnungsbeispiel das mit die Sachbearbeiterin ausgehändigt hat)

Beste Grüße und Danke für eure Hilfe und Unterstützung
 
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