zuständigkeit bei schwierigkeiten

uranus

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hi,
für Leute, die in Bürgerarbeit sind, ist offenbar die Zuständigkeit, wenn es Probleme an der "Einsatzstelle" gibt, nicht eindeutig.
Es gab einen Fall von Mobbing bzw. Bossing und plötzlich gehen alle Türen zu. Nach Ansprache verschiedener Verwaltungsbeteiligter an der Bürgerarbeit kam folgendes heraus:
Angeblich sei die/der Sachbearbeite/rin des JC. zuständig für die Beurteilung, ob eine aus diesem Mobbing resultierende Kündigung des /der Bürgerarbeiters/rin vor Vertragsablauf Sanktionen zur Folge hat oder nicht.
Auf das Mobbing wird gar nicht eingegangen.
Anmerkung: Jeder Praktikumsvertrag enthält zumindest formal Angaben über Ansprechpartner/in und damit auch Zuständigkeit - in der Bürgerarbeit ist dies wohl nicht so?
Weiß da wer Rat? Hat einschläg. Erfahrungen?
 

MisterKnister

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Wie schaut es denn bei dir innerbetrieblich aus?

Vorgesetzte
Sifa
Personalrat
Betriebsrat
 

uranus

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es gibt dort eben dies nicht (was bitte ist SIFA?)
zudem sind Mobber, Chef und Vorstand (eines gemeinnützigen, kleinen Vereins) eben nahezu identisch. Ansprechpartner gibt´s nicht.

Personaldecke besteht aus dem Chef und ausschließlich Förderstellen und 1 Stundenkraft.
Die zuständigen Stellen (kommunale Arbeitsförderung oder sogenanntes Projektbüro des Jobcenters verweisen aufeinander bzw. auf die SB im Jobcenter).
Es werden Vermutungen über Sanktionen ausgesprochen, wenn ja, wieviel % aber über das Mobbing oder die Kündigungsmodalitäten (es gibt Vertrag mit normaler Kündigungsfrist von 3 Mon.)wird nicht geredet.

Wird möglicherweise schlechterdings beim Gericht landen.
 

MisterKnister

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Die SIFA ist die zuständige Stelle in Fragen der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes. Unter anderem auch bei mobbing.

In kleineren Betrieben ist allerdings die Regel, das der Chef diesen Posten inne hat.

Nichts desto trotz, ist die für dich zuständige Sifa, die des JC. Da du nur ausgeliehen bzw verliehene Arbeitskraft bist. Sofern ich dich richtig verstanden habe. (Es wäre eine Möglichkeit um deinen zuständigen SB zu umgehen.)

3 Monate Kündigungsfrist wären mir neu. Der Normalfall ist 1 Monat.
 

uranus

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das Pikante ist, dass eine Beschwerde bei der Sifa-Kraft eingegangen ist, diese Fachkraft ist zugleich auch Mitglied im Verein, brachte die ganze Angelegenheit vor bei der Hauptversammlung und wird jetzt selbst angefeindet. Daraufhin erfolgte der Gang zu den verschiedenen Stellen, wie o.a.
Das entsprechende Porotokoll ist bis heute nicht unterschrieben und somit auch nicht nochmal an die Mitglieder ergangen.
Die Beschwerde wurde mit der Bitte um Anymität vorgebracht. Bei einem so kleinen Laden fiel aber die Wahl auf die/den Urheber nicht sehr schwer.
Seitdem geht´s richtig ab, und das (dauernde) Mobbing setzte erst ein und aus Stänkerei wurde ne konkrete Anmache, es würde nicht gut gearbeitet usw. usf.

Deshalb auch die Suche nach Zuständigkeit; die normale SB weiß bislang nix, es wurde auch von keiner Seite ne Kündigung ausgesprochen;lag natürlich auch an der Krankmeldung.
Bei der Projektleitung des JC wurde um Vertraulichkeit gebeten, bis möglicherweise ein Gespräch oder Aktivitäten seitens des Chefs (nach Ende der Krankmeldung) etwas neues brächten.

mit dem 1 Monat kann sein, weil ja befristet, i.d.F. ist aber 3-mon. Kündigungsfrist vorgesehen, da ja Vertragsfreiheit in gewissem Umfang besteht.
 

MisterKnister

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Die Sifa untersteht nur der Unternehmensleitung. Von daher kein Grund für diese sich von irgend einer Seite anfeinden zu lassen. Was dir allerdings im Moment nicht viel weiterhelfen dürfte :).

Wenn ich dich richtig verstanden habe, weiß deine zuständige SB noch nichts von dem Ganzen? Von daher würde ich diese dann als erstes darauf mal ansprechen, möglicherweise kann sie dir auch die zuständige Stelle nennen.

Meines Wissens nach ist das JC für dich der Arbeitgeber und meines Wissens nach, ist das verleihende Unternehmen für seine Angestellten primär verantwortlich.

Als Alternativen fielen mir noch der Hausarzt ein oder die für eure Stadt zuständige Bürgerbeauftragte.


Ich würde erst einmal das Gespräch mit meiner SB suchen und entsprechende Beweise für Mobbing bei ihr gleich mit vorlegen.

Da das JC eine Behörde ist, kann ich das für mich ebenso zum Vorteil nehmen und das ganze gleich als Antrag stellen.

Worauf du deinen Antrag dann beziehen möchtest, musst du für dich entscheiden. Ob auf Mobbing allgemein oder gleich mit der Bitte um Auflösung des Vertrages. Wie gesagt, am besten alles fundiert beweisen und sei es nur in dem entsprechende Vorfälle aufgezählt werden.
Sie wird dann entsprechend reagieren, müssen.

Was ich für mich vorsorglich tun kann ist, mich erst nicht in die Opferrolle zu begeben, mich mobben lasse. Solche Menschen suchen sich eher Opfer. Und wenn du für dich aus dieser Rolle heraustrittst, bietest du demjenigen schon einmal weit weniger Angriffsfläche. Von daher kommt es auch mit, auf deine innere Einstellung an ;-).
 

uranus

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danke Mister K. für die Antworten.
Die sogenannte Unternehmensleitung besteht aus einer Person, andere Ebenen sind nicht vorhanden, der Vorstand ist personalidentisch, bzw. mit Sympathisanten besetzt.
All das wurde ja schon probiert, auch beim Jobcenter, i.d.F. "Projetkbüro".
Absicht war es, da der Mobber genau diese wünscht, ja eben nicht die vorzeitige Auflösung des Vertrages, um damit verbundene Nachteile für das Opfer abzuwenden.
Der Chef selbst wird es schwer haben, eine Kündigung zu begründen und dies auch noch in einem sowieso befristeten Förder-Arbeitsverhältnis.
Es ging auch nicht um die Arbeit als solche, sondern um die Bedingungen am Arbeitsplatz.
Es geht nicht nur um eine Sperre durchs JC, gegen diese wäre auch anzugehen, sondern auch um den Verlust (vorzeitig) von Einkünften, begründet aus der Willkür.
Bürgerbeauftragte wurde auch schon konsultiert, die Intervention steht jedoch noch aus und ist abhängig von den Ergebnissen nach den kommenden Arbeitstagen.
Opfer wird man möglicherweise auch und gerade wegen einer nicht immer angepassten Haltung, eben nicht mit Maulkorb herumläuft, sondern eigene Standpunkte zu vertreten versucht aus der Arbeit heraus.
 

uranus

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danke Mister K. für die Antworten.
Die sogenannte Unternehmensleitung besteht aus einer Person, andere Ebenen sind nicht vorhanden, der Vorstand ist personalidentisch, bzw. mit Sympathisanten besetzt.
All das wurde ja schon probiert, auch beim Jobcenter, i.d.F. "Projetkbüro".
Absicht war es, da der Mobber genau diese wünscht, ja eben nicht die vorzeitige Auflösung des Vertrages, um damit verbundene Nachteile für das Opfer abzuwenden.
Der Chef selbst wird es schwer haben, eine Kündigung zu begründen und dies auch noch in einem sowieso befristeten Förder-Arbeitsverhältnis.
Es ging auch nicht um die Arbeit als solche, sondern um die Bedingungen am Arbeitsplatz.
Es geht nicht nur um eine Sperre durchs JC, gegen diese wäre auch anzugehen, sondern auch um den Verlust (vorzeitig) von Einkünften, begründet aus der Willkür.
Bürgerbeauftragte wurde auch schon konsultiert, die Intervention steht jedoch noch aus und ist abhängig von den Ergebnissen nach den kommenden Arbeitstagen.
Opfer wird man möglicherweise auch und gerade wegen einer nicht immer angepassten Haltung, eben nicht mit Maulkorb herumläuft, sondern eigene Standpunkte zu vertreten versucht aus der Arbeit heraus.
 
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