Zusicherung der Kostenübernahme für neue Wohnung erhalten. Ist es normal das diese eine Gültigkeit von weniger als 2 Monaten hat? Der Umzug bis dahin ist unrealistisch!

Franz Pfaff

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 September 2010
Beiträge
262
Bewertungen
110
Hallo Euch allen!
Ich möchte Euch nochmal um Hilfe bitten.

Die Situation in Stichpunkten (es gibt auch nach einen alten Thread von mir dazu):
- die Wohnungsbaugesellschaft möchte das nur noch von mir bewohnte Haus abreissen. Um mich herum wurden schon alle Häuser abgerissen und die ganze Situation hat echt was von Asterix:)

-nach mehrjährigem Widerstand (mit unterirdischen Ersatzwohnungsangeboten) kam dann die zu erwartende Klage und im Zuge der Güteverhandlung wurde mir nun eine Wohnung angeboten, die ich tatsächlich nehmen würde

- ich habe letztlich die Zusicherung der Kostenübernahme beim JC beantragt und nun auch bekommen (und das obwohl die Größe mit 60qm eigentlich für eine Person zu hoch ist, aber die Miethöhe wurde seitens der Wohnungsbaugesellschaft auf die genehmigungsfähige Höhe abgesenkt)

- die erteilte Zusicherung soll allerdings nur gültig sein wenn die Wohnung bis Anfang November bezogen wird

Ist das normal das eine solche Zusicherung eine Gültigkeit von weniger als 2 Monaten hat?
Oder hat da eventuell meine geliebte Wohnungsbaugesellschaft die Finger im Spiel um meinen Auszug zu beschleunigen (man hat mir mehrfach, auch schriftlich angeboten mir beim Umgang mit den Behörden zu "helfen"....man scheint einen direkten und guten Draht zueinander zu haben!)

Jedenfalls ist ein Umzug innerhalb dieser kurzen Zeit für mich als völlig utopisch anzusehen, da jetzt erstmal die Verhandlungen zwischen meinem Anwalt/mir und der Wohnungsgesellschaft über den auszuarbeitenden Mietvertrag beginnen können (z.B. Schutz vor künftigen Mieterhöhungen die die vom JC zu bewilligende Höhe überschreiten, Übernahme der Heizkosten für die 10qm die das JC nicht übernimmt und weiteres mehr) und ferner müssen auch noch Renovierungs- und Sanierungsarbeiten seitens der Wohnungsgesellschaft in der neuen Wohnung erfolgen.
Hinzu kommt noch das ich innerhalb des nächsten halben Jahres noch eine Reha machen muss (wann ich diese genau beginnen kann hängt von meinem Gesundheitszustand ab) und bis dahin auch dauerhaft AU bin.
Ein Umzug halte ich eher im späteren Frühjahr des nächsten Jahres für durchführbar...

Wie würdet ihr mit der Situation verfahren?
Möchte erstmal (weil sich dies bewährt hat) eure Meinungen hören/lesen, bevor ich meinen Anwalt mit den Neuigkeiten konfrontiere...

LG Franz

Wenn's interessiert:
Vorgeschichte gibt's hier:

 

Franz Pfaff

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 September 2010
Beiträge
262
Bewertungen
110
Hallo Helga40!

Super das ausgerechnet Du mir antwortest!

Na klar werden die Umzugskosten von der Vermieterin getragen!!! Das ist schon gekärt! Warum soll die Allgemeinheit dafür aufkommen, wenn Die das große Geld machen wollen!

Da meine jetzige Miete noch wesentlich günstiger ist, denke ich doch die Zusicherung zu benötigen! Hinzu kommt ja noch das halt die angemessen qm um 10 mit der neuen Wohnung überschritten werden.

Es geht mir (wie geschrieben) darum das das JC mir wiedereinmal völlig unnötig Stress macht mit der Befristung dieser Zusicherung!
Zumal das ja wiedereinmal völlig sinnfrei ist: je später der Umzug erfolgt je weniger Miete muss das JC/die Allgemeinheit bezahlen!
Was soll also diese Befristung?
Wer aber könnt mir da besser weiterhelfen als Du?

Grüß dich Franz

PS: Danke das Du hier im Forum aktiv bist. Auch wenn man natürlich nicht immer alles toll findet was Du so schreibst, trotzdem alle Achtung!!!
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
8.933
Bewertungen
9.467
Da meine jetzige Miete noch wesentlich günstiger ist, denke ich doch die Zusicherung zu benötigen!

Nein. Wenn sie angemessen ist und du einen wichtigen Grund hast für den Umzug (und den hast du ja definitiv), bedarf es keiner Zustimmung:

Die gesetzliche Regelung ist da eigentlich eindeutig:
.Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt.

Dein Umzug ist aber erforderlich und daher gilt diese Vorschrift nicht. Die Zusicherung nach § 22 Absatz 4 SGB II bei Umzug innerhalb des Vergleichsraums ist eigentlich vollkommen unnötig.
 

Franz Pfaff

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 September 2010
Beiträge
262
Bewertungen
110
Danke für die fundierte Antwort!!!!

Das erleichtert das weitere Vorgehen ungemein!

Hoffe nur das mein JC dieser Argumentation auch folgen wird, ohne wiedereinmal auf Steuerzahlerskosten juristisch überzeugt werden zu müssen.
 
Oben Unten