Zusammenzug zweier Alleinerziehender (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Solene

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Oktober 2010
Beiträge
71
Bewertungen
4
Frau, alleinerziehend mit 3 Kindern, 2 davon pflegebedürftig und Mann, alleinerziehend mit 1 Kind wollen auf Dauer zusammenziehn wegs Beziehung, also nicht WG, sondern schon als Familie.

Frau und Mann sind beide im Alg2-Bezug, sie ist aus der Vermittlung raus wegs nicht vorhandener Kinderbetreuung und eben auch der pflegebedürftigen Kinder, ist selbst gesundheitl. eingeschränkt, er ist momentan ebenfalls aus der Vermittlung raus wegs nur 4 stündiger Kinderbetreuung am tag und ist ebenfalls gesundheitlich eingeschränkt, evtl. besteht Erwerbsunfähigkeit (ist noch nicht überprüft). Beide Alleinerziehenden wohnen mit den jeweiligen Kids in je ihrer eigenen Wohnung. Verlobung steht demnächst an und dann soll auch zusammengezogen werden (also nicht sofort, aber wohl bis zum Herbst).

Wie läuft das dann alles? Ist das dann eine einzige BG? Daß die Alleinerziehendenmehrbedarfe wegfallen ist klar, aber wie ist das mit den Regelsätzen, Umzugskosten, Mietkaution und Vermittelbarkeit (beider Alleinerziehender) ?
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.160
Hallo Solene,

Wie läuft das dann alles? Ist das dann eine einzige BG? Daß die Alleinerziehendenmehrbedarfe wegfallen ist klar, aber wie ist das mit den Regelsätzen, Umzugskosten, Mietkaution und Vermittelbarkeit (beider Alleinerziehender) ?
traut sich wohl keiner zu antworten, dass die Überlegung als "Familie" zusammen zu ziehen, keine besonders gute Idee ist unter diesen Umständen...:icon_kinn:

Ich schreibe nur mal wie ich das so aus rein logischen Erwägungen sehe, Alleinerziehend sind sie dann sowieso nicht mehr, das hast du schon richtig erkannt.

Sie wollen ja wie du schreibst auch offiziell als "Familie" in Erscheinung treten, dann wird man sie auch als Familie im SGB II in EINE gemeinsame BG packen, mit allen Konsequenzen.
Denn niemand wird annehmen, dass man sich NICHT auch gemeinsam um die vorhandenen Kinder kümmert, auch wenn es nicht die "leiblichen" sind.

Regelsatz pro Erwachsenem = 90 % = 337 €, die Sätze für die Kinder ändern sich nicht, sind ja altersabhängig die Gleichen wie vorher auch.

Aktuell zählen BEIDE als erwerbsfähig (nehme ich an), falls die Frau offizielle Pflegeperson ist (Pflegestufe für die beiden Kinder ???) ist ihr zwar eine Arbeits-Aufnahme (wahrscheinlich) nicht zumutbar, das gilt dann aber NICHT automatisch auch für den Partner. :icon_evil:

Die Erwerbsfähigkeit wäre eventuell über einen entsprechenden EM-Renten-Antrag abzuklären, bis dahin ist er als Erwerbsfähig anzusehen und kommt in die Vermittlung, denn EINE Betreuungs-Person für ALLE Kinder (auch die des Partners mit dem man zusammen in einem Haushalt wohnt) wird vom Amt als ausreichende Kinder-Betreuung angesehen.

Zu den Umzugskosten /Kaution usw. kann ich nicht viel sagen, vermute aber, dass es sich da um "Privatvergnügen handelt", da der Umzug ja nicht zwingend notwendig ist /wäre (sie haben ja aktuell offenbar alle ein Dach über dem Kopf)...:icon_kinn:

Darüber sollte man jedenfalls rechtzeitig mit dem dann FÜR ALLE zuständigen JC mal intensiv reden und die notwendigen Anträge unbedingt rechtzeitig schriftlich stellen.

Sind wie schon geschrieben NUR so meine Gedanken dazu, käme für mich aktuell so nicht in Frage, gibt auf jeden Fall jede Menge Stress mit dem Amt und deutlich weniger Geld für die gesamte Familie.

MfG Doppeloma
 
Oben Unten