Zusammenzug mit Freund / noch kein Jahr zusammen / Bedarfsgemeinschaft bei JC wie widerlegen? ?

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Sternrabauke

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Hallo liebe Forumgemeinde :)

Ich schreibe euch hier, in der Hoffnung, Hilfe bezüglich des Themas Bedarfsgemeinschaft zu bekommen.

Ich und mein Freund sind seit November 2018 zusammen. Jedoch sind wir erst zum 01.03. diesen Jahres zusammengezogen. Er macht momentan eine Fahrlehrerausbildung, kriegt diesbezüglich Bafög (welches er aber zurückzahlen muss) und ich beziehe, zumindest im Moment, noch Hartz IV aufgrund meines Besuches einer Fachoberschule. (Bafög wurde mir damals abgelehnt und die Fachoberschule geht jetzt auch nurnoch bis Ende Mai, ab da bin ich hoffentlich wieder berufstätig)
Natürlich haben wir uns vorher darüber informiert und dachten eigentlich "Ja, super ist doch dann garkein Problem mit dem 1 Jahr Probe usw". Aber nun möchte das Jobcenter von mir natürlich eine schriftliche Stellungnahme bezüglich einer "möglichen" Bedarfsgemeinschaft und Einstehensgemeinschaft und mit dazu am Besten alles mögliche von meinem Freund, seien es Kontoauszüge aller betreffenden Konten (also auch von mir?) , Lohnbescheide uvm. Ist wohl doch nicht so einfach das alles, nachdem was ich jetzt schon so gelesen habe darüber... Doch das Wichtigste ist ja eigentlich, dass wir nicht füreinander einstehen wollen und uns weder finanziell unterstützen, noch wir eine gemeinsame Kontoführung haben, jeder hat sein Konto und keine Möglichkeit, auf das jeweils andere Konto zugreifen zu können.
Wie widerlegen wir nun am Besten die vermutete Bedarfsgemeinschaft? Wie kann man das am Besten schreiben bzw. formulieren? Er war vorher nie vom Amt "abhängig" und möchte das in Zukunft auch nicht sein / werden. Miet- und Stromkosten werden natürlich 50/50 geteilt.

Ich hoffe das reicht erstmal an Informationen, ansonsten einfach Fragen und ich versuche noch was dazu zu schreiben. Ich bedanke mich schon mal im Voraus für kommende Antworten. :)

MfG
Sternrabauke
 

apfelkuchen

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Unterlagen verweigern, konsequent von Mitbewohner sprechen. Du hast keinen Zugriff auf seine Unterlagen, kannst sie daher nicht beibringen, da er sie nicht rausrückt.
 

axellino

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Aber nun möchte das Jobcenter von mir natürlich eine schriftliche Stellungnahme bezüglich einer "möglichen" Bedarfsgemeinschaft und Einstehensgemeinschaft und mit dazu am Besten alles mögliche von meinem Freund, seien es Kontoauszüge aller betreffenden Konten (also auch von mir?) , Lohnbescheide uvm.

Das ganze gibts doch sicher auch schriftlich, dann Bitte mal anonymisiert hier einstellen.

Wie widerlegen wir nun am Besten die vermutete Bedarfsgemeinschaft?

Nach § 7 Abs.3+3a SGB II tritt die sog. Vermutung des Vorliegens einer gem. BG, erst nach einen Jahr des Zusammenlebens ein, aber versucht wird das natürlich gern auch mal früher und da hier laut deinen Darlegungen nicht aus einen Topf gewirtschaftet wird und auch kein Wille des füreinander einstehen zwischen euch besteht, wird und sollte hier der Versuch von Seiten des Leistungsträgers absolut ins Leere laufen. Darum lass mal was schriftliches blicken, damit wir sehen könnten, obs überhaupt das Papier wert ist, was da drauf gekritzelt wurde;)
 

Sternrabauke

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Unterlagen verweigern, konsequent von Mitbewohner sprechen. Du hast keinen Zugriff auf seine Unterlagen, kannst sie daher nicht beibringen, da er sie nicht rausrückt.

Ok, ich werde es mir so merken...wird wahrscheinlich mitunter das Beste sein :) Danke!

Das ganze gibts doch sicher auch schriftlich, dann Bitte mal anonymisiert hier einstellen.



Nach § 7 Abs.3+3a SGB II tritt die sog. Vermutung des Vorliegens einer gem. BG, erst nach einen Jahr des Zusammenlebens ein, aber versucht wird das natürlich gern auch mal früher und da hier laut deinen Darlegungen nicht aus einen Topf gewirtschaftet wird und auch kein Wille des füreinander einstehen zwischen euch besteht, wird und sollte hier der Versuch von Seiten des Leistungsträgers absolut ins Leere laufen. Darum lass mal was schriftliches blicken, damit wir sehen könnten, obs überhaupt das Papier wert ist, was da drauf gekritzelt wurde;)

Ich habe die Anfrage des JC mal angehangen (hoffe sie ist so ok?)...Man fühlt sich nur leicht unter Druck gesetzt bei den ganzen Forderungen die dauernd kommen :confused:

Aber trotzdem danke schonmal für eure Antworten =) Ich hoffe das Bild hilft hier weiter..

MfG
Sternrabauke
 

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apfelkuchen

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Zu dem Schreiben:

1. Es liegt keinen Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft vor. Du bildest eine BG aus einer Person - dir selbst. Es besteht keinerlei Willen oder Bereitschaft, füreinander einzustehen. Das kannst du so schreiben. Herr X ist dein Mitbewohner.

2. Da keine BG mit Herrn X besteht, sind seine Einkünfte nicht relevant (und du hast auch keinen Zugriff darauf).

3. Leg deine Kontoauszüge vor. Und nur deine, da ja Herr X nicht zur BG gehört.

4. Deine Lohnabrechnungen kannst du auch vorlegen.

Wie sieht denn eure Wohnsituation aus?
 

Sternrabauke

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Zu dem Schreiben:

1. Es liegt keinen Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft vor. Du bildest eine BG aus einer Person - dir selbst. Es besteht keinerlei Willen oder Bereitschaft, füreinander einzustehen. Das kannst du so schreiben. Herr X ist dein Mitbewohner.

2. Da keine BG mit Herrn X besteht, sind seine Einkünfte nicht relevant (und du hast auch keinen Zugriff darauf).

3. Leg deine Kontoauszüge vor. Und nur deine, da ja Herr X nicht zur BG gehört.

4. Deine Lohnabrechnungen kannst du auch vorlegen.

Wie sieht denn eure Wohnsituation aus?


Ich weiß zwar leider nicht genau, was mit "unserer Wohnsituation" gemeint ist, aber ich versuche es mal irgendwie zu beantworten. :)

Wir beide laufen auf einen Mietvertrag... wohnen ja schließlich zusammen. Hm, wir teilen uns natürlich ein Schlafzimmer, was in WG's aber auch vorkommen kann, wenn man keine Angst vor körperlicher Nähe hat denke ich mal und ja... Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich genau dazu schreiben soll, aber hatte schon gelesen, dass es so Aussagen wie "zusammen leben" und "zusammen wohnen" gibt... wo liegt darin denn der Unterschied und war das vielleicht gemeint? 😅
 

apfelkuchen

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Ich hatte das so gemeint, dass, wenn eure Raumaufteilung eine WG hergibt, das ganze überhaupt kein Problem wird, weil ihr dann ziemlich einfach plausibel machen könnt, dass es sich um eine WG handelt. Wenn ihr die typische Pärchenaufteilung habt, ist es allerdings schwerer, das bei JC durchzubekommen nach einem Jahr. Euch sollte nur klar sein, dass wenn ihr jetzt sowas wie "Probejahr" macht, in dem Fall dass einer von euch mal wieder ALG2 bekommt, der andere voll angerechnet wird.

Dass ihr beide im Mietvertrag steht, ist kein Problem, denn gerade bei Zwei-Personen-WGs ist doch völlig klar, dass der Vermieter sich möglichst gut absichern möchte und so haben ja auch die WG-Bewohner Sicherheit, dass nicht einer den anderen plötzlich rausschmeißen kann.
 

gila

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Zunächst einmal: es GIBT KEIN "PROBEJAHR" für Beziehungen, was man einem Jobcenter gegenüber rechtfertigen müsste!
Soweit kommt es noch! :mad:

Es gibt nur die schräge Rechtslage, dass das JC bei bestimmten Voraussetzungen (gemeinsame Kinder, Zusammenleben mehr als 1 Jahr ... ) davon ausgehen ... "vermuten" ... darf, dass eine "BG" - Bedarfsgemeinschaft bzw. "Einstehensgemeinschaft" besteht.

Heißt: OHNE dass es eine rechtliche Grundlage dafür gäbe, wie z.B. im Unterhaltsrecht bei verheirateten Menschen, wird davon ausgegangen, dass ein "Paar" / Lebensgemeinschaft etc. gegenseitig "einsteht" für einander. Sprich: gibt nur 1 Miete, gibt weniger ALG II - man muss mit noch weniger auskommen, als wenn man Single wäre - ohne dass man jedoch eine "Unterhaltsverpflichtung" hätte, die man einklagen könnte, wenn der Partner nicht "einstehen" will - man ist ja nicht verheiratet!

Heißt aber - besonders bei ganz jungen Leuten - auch: hat einer ein Gehalt, muss er für den anderen mit aufkommen, wenn man eine "BG" (oder eben eine Beziehung, Partnerschaft) angibt.
Heißt auch: man kommt dann auch zu nix! Wenn die Beziehung in die Binsen geht - was dann?

WO gibt's denn sowas? Wenn ich jeden Hansel, der mal ein paar "Lebensabschnitte" mit mir geteilt hätte, finanziell durchgeschleppt hätte im Leben - wo wäre ich dann?

Genau das ist auch von Euch zu überlegen: Ihr seid wohl auch noch junge Leutchen - sich da jetzt schon in solche Verpflichtungen begeben würde ich ablehnen. KEIN EINSTEHEN für den anderen - wenn keine eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe besteht.

Also fein säuberlich alles TRENNEN: Einer hat den Mietvertrag - einer einen Untermietvertrag - ihr seid eine WG und teilt Euch eine Bude. Mehr Infos gibt es nicht!
Jeder ist für sich - keine Haushaltsgemeinschaft, keine Einstehensgemeinschaft - keine Partnerschaft - kein JC, was auch noch an der Bettkante stehen muss!
 

apfelkuchen

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Also fein säuberlich alles TRENNEN: Einer hat den Mietvertrag - einer einen Untermietvertrag

Das muss nun wirklich nicht sein - wenn durch entsprechende Geldzuflüsse nachgewiesen werden kann, dass die MIete geteilt wird (jeder überweist seinen Teil an den Vermieter oder einer überweist seinen Anteil dem anderen und der an den Vermieter) dann reicht das wirklich aus. Bei zwei Mietern wird es oft schwer, sonst eine Wohnung zu bekommen. Ich kenne sehr viele WGs, in denen es tatsächlich so ist und es auch ohne Probleme vom JC akzeptiert wird.

Ansonsten hats du natürlich recht, was dieses "Probejahr" angeht - ich bin nur von einem anderen Forum wohl schon zu sehr beeinflusst, weil dort alle immer sofort buckeln und selbst die Elos den anderen sagen "tja, dann musste zahlen" und wenn ich dagegen anschreibe, kommen Vorwürfe von wegen Sozialbetrug ... :cautious:
 

gila

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Wo es keine Unterhaltspflicht gibt - und über allem auch noch der WILLE zum Einstehen vorhanden sein muss - gibts auch keinen "Sozialbetrug".
Der findet "umgekehrt" statt, indem man Leute füreinander verpflichtet, die das (noch) nicht wollen - oder auch in so einem Fall eigentlich vom Finanziellen her gar nicht wirklich KÖNNEN.

Wenn der Vermieter auf einen Vertrag mit BEIDEN besteht - ist das was anderes.
Wenn aber - wie hier - nur EINER einen Antrag beim JC stellen muss - kann dennoch ein Untermietvertrag mit einer Pauschale vereinbart werden - denn der Hauptvertrag geht das JC nichts an. Ebensowenig - wie hier schon oft ausgeführt - eine "Untermieterlaubnis".

Als eine meiner Töchter vor einiger Zeit in München-Land eine Wohnung bezog, wollte das JC sie ebenso "zwangsverbandeln" - und das "einfach so" - weil der SB über irgendwelche Quellen (evtl. Facebook!?) mal eben den damaligen Freund als "Partner" mit in die Wohnung fantasieren wollte.
Der junge Mann müsse für sie "einstehen". Er wohnte nicht mal dort!
Ein ungeheuer freches Telefonat mit mir endete dann mit der Behauptung, es MÜSSE ein Hausbesuch stattfinden - das sei so in M-Land "obligatorisch".
Mein Brief an den Bundesdatenschutz führte dazu, dass Stadt und Landkreis darüber "belehrt" wurden, dass "obligatorische" Hausbesuche NICHT gestattet sind.
Die Beziehung ging schnell in die Brüche - wie eben viele Beziehungen in jungen Jahren nicht halten!
Warum sollte man also füreinander "einstehen" - wenn der eine wie der andere kaum genug zum Kauen hat und dann auch kein Geld mehr ansparen kann, um ggf. ein BaFöG zurück zu zahlen?


ich bin nur von einem anderen Forum wohl schon zu sehr beeinflusst, weil dort alle immer sofort buckeln und selbst die Elos den anderen sagen "tja, dann musste zahlen" und wenn ich dagegen anschreibe, kommen Vorwürfe von wegen Sozialbetrug ... :cautious:

Ich habe vor ein paar Jahren, als ich in München ein Seminar von Harald Thomé besuchte, "life" miterlebt, wie nicht einmal Soz.-Päds und Betreuer, gesetzl. Betreuer und sonstige "Fachleute" aus Beratungsstellen mit dem Thema "Einstehensgemeinschaft" umgehen konnten und im Prinzip NICHTS über die Thematik wussten. Da wurden dann betreute junge psych. kranke Pärchen als "BG" verwurstet - WO gibts denn sowas? Einstehen füreinander, wenn man nicht mal für sich selbst eine "standing" hat im Leben?
Ich bin da vehement dagegen diese Zwangsverpflichterei durch eine gesetzliche Hintertür!
Zumal vor dem Gesichtspunkt einer rechtswidrigen Berechnung der Regelsätze!
 

apfelkuchen

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Danke für deine Informationen, @gila . Du hast natürlich völlig recht und ich sehe es wie du - der "Sozialbetrug" ist allenfalls die Zwangs-Verheiratung.

Und stimmt, du hast natürlich recht - da keine Pflicht zur Vorlage des Hauptmietvertrages besteht, kann man das natürlich auch so regeln. Ich wollte nur drauf hinweisen, dass beide als Hauptmieter auch kein Problem sind. Wäre sonst halt auch ärgerlich, falls irgendwann der zweite Hauptmieter auch ALG2 beantragt - dann könnte es zu unnötigem Stress kommen, weil die Angaben ja so nicht stimmen.
 

gila

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Wichtig ist einfach, dass nicht beide noch gemeinsam beim JC auflaufen ... jeder für sich nach Bedarf. Ich glaube aber, der Freund hat keinen Bedarf...
 

gila

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XXXXX

Es GIBT kein PROBEJAHR im SGB II für "Beziehungen"!

Das ist schlicht aus einem - falschen und irreführenden - und immer weiter getragenen Sprachgebrauch entstanden (AUCH von Infoseiten über Hartz IV und Selbsthilfen für Elos!!)
und gilt "allenfalls" für ein Paar, was als PAAR zum JC geht und ERSTMALS zusammen zieht
und auch ANGIBT, dass sie eine "frische" Beziehung haben und zusammenziehen. (selber schuld ...)
Reine "Bauernfängerei" - wie man aus dem Fall hier auch sieht!

DANN wird von DEM ausgegangen, was im GESETZ steht:
  • ein Partner bzw. eine Partnerin in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft. Voraussetzung ist, dass die Partner im gemeinsamen Haushalt (Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft) leben und zwischen den Partnern ein wechselseitiger Wille besteht, dass sie füreinander Verantwortung tragen und einstehen.
  • In bestimmten Konstellationen wird dieser Wille vermutet, z.B. wenn Partner bereits länger als ein Jahr zusammen leben oder gemeinsame Kinder haben;
BMAS - Bedarfsgemeinschaft & Haushaltsgemeinschaft

Maßgeblich ist der § 7 SGB II - und hier wird man das Wort"Probe" ganz sicher NICHT finden!

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba015897.pdf


Es "darf" also bei Partnern nach 1 Jahr VERMUTET werden, dass sie Tisch und Bett und ihr Geld miteinander teilen - wenn dem NICHT so ist, muss man diese Vermutung entkräften. Und genau DA hakt es dann: wenn dem nämlich NICHT so sein sollte, wird es schwierig, denn kaum ein JC glaubt einem das dann und fleißige Sachbearbeiter können dann so richtig ungemütlich werden mit Unterstellungen, Einstellung von Leistungen, Forderungen von Nachweisen, Ankündigung von Hausbesuchen etc. - und das alles OHNE dass man verheiratet ist und BEWUSST Unterhaltspflichten eingehen WOLLTE und auch meist OHNE dass der Passus des WECHSELSEITIGEN WILLENS lt. Gesetz überhaupt Beachtung findet!

Denn WAS macht man, wenn z.B. der eine Partner sagt: Jou: Beziehung ist ja noch ok - ins Heiabettchen gehen auch - aber den WILLEN zum EINSTEHEN für Dich habe ich NICHT!?


Denksportaufgabe fürs Jobcenter ... endet spätestens dann vor Gericht.
 

Sternrabauke

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Huhu,

erstmal dankeschön für eure Antworten. :) Da die letzten Tage sehr stressig waren, bin ich nicht dazu gekommen, euch zu antworten, weshalb ich das jetzt nachholen werde.

Ich hatte das so gemeint, dass, wenn eure Raumaufteilung eine WG hergibt, das ganze überhaupt kein Problem wird, weil ihr dann ziemlich einfach plausibel machen könnt, dass es sich um eine WG handelt. Wenn ihr die typische Pärchenaufteilung habt, ist es allerdings schwerer, das bei JC durchzubekommen nach einem Jahr. Euch sollte nur klar sein, dass wenn ihr jetzt sowas wie "Probejahr" macht, in dem Fall dass einer von euch mal wieder ALG2 bekommt, der andere voll angerechnet wird.

Dass ihr beide im Mietvertrag steht, ist kein Problem, denn gerade bei Zwei-Personen-WGs ist doch völlig klar, dass der Vermieter sich möglichst gut absichern möchte und so haben ja auch die WG-Bewohner Sicherheit, dass nicht einer den anderen plötzlich rausschmeißen kann.

Hm, nun ja, eine typische WG-Aufteilung gibt unsere Wohnung zumindest Platzmäßig nicht her, auch wenn es 2,5 Zimmer sind...Da bleibt einem ja nicht Anderes übrig, als sich ein Schlafzimmer bzw. ein Bett zu teilen. Und wir sind ja auch noch kein Jahr zusammen, auch wenn ich jetzt eines Besseren belehrt bin und es dieses "Probejahr" garnicht gibt eigentlich. Deswegen ist das an sich ja nicht schlimm. Ich wäre ja wirklich nurnoch zumindest die nächsten 1-2 Monate von denen abhängig, deswegen belastet mich das momentan sehr, dass sie wegen den paar Monaten am Ende möglicherweise noch ein Fass aufmachen können und ich deswegen garnichtmehr zur Ruhe komme...(dummerweise ist das Geld knapper, als es eigentlich sollte, da ich für die alte Wohnung ausversehen eine Miete zuviel bezahlt hatte und diese noch nicht zurück habe, was zwar jetzt ein anderes Thema ist, aber im Zusammenspiel mit dem JC echt belastend ist...am Ende wollen die noch was zurück :/ )

Jedoch bin ich, nach dem ganzen Kämpfen die letzten Wochen total überfordert und bin mir halt wirklich nicht sicher, wie ich das den Leuten beim JC schriftlich vortragen soll...ich meine, weiter oben habe ich ja schon Tipps von dir (apfelkuchen) bekommen für so eine Stellungnahme, aber anscheinend reicht da ja schon ein falsches Wort und es gibt am Ende Krieg mit dem Amt, den ich ja eigentlich vermeiden möchte. :/ Gibt es nicht zufällig Vorlagen für so eine Stellungnahme? Falls nicht, muss ich mich morgen einfach mal kurz hinsetzen und das Schreiben fertig machen und hier gegebenenfalls noch mal zur Überprüfung hochladen.

Und nach all dem, was ich hier bis jetzt schon gelesen habe, bin ich wirklich verunsichert...Richtiger Mist ist das, dass mir ein Fremder, wäre es jetzt wirklich eine WG mit einem "Fremden", unterhaltspflichtig sein soll. Das ist wahrlich Behördenwillkür.

Aber können die das denn wirklich so handhaben? Ich meine, wenn das JC nichts von meinem Partner bekommt, seien es Kontoauszüge oder sonstiges...können diese mir dann einfach die Leistungen verwehren? Das wäre katastrophal😥

MfG
Sternrabauke
 

Sternrabauke

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Bei 2,5 Zimmern geht warum kein Zimmer für dich?


Nunja, bei 43qm geht leider wirklich nicht so viel und jetzt, wo die Wohnung schon eingerichtet ist (schreibe hier gerade aus diesem "halben" Zimmer heraus über meinen PC) und das andere, "ganze Zimmer" ist im Grunde das Wohn-/Esszimmer mit Küche, wo er theoretisch dann immer durch müsste und ich es so nicht für mich beziehen kann, außer ich schlafe natürlich auf der Couch. Das 2te ganze Zimmer ist halt das Schlafzimmer.
 

apfelkuchen

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Dann ist doch im halben zimmer platz für ne Schlafcouch plus regal mit kleidung und somit dein zimmer. Gibt genug WGs, die auch gemeinschaftsräume haben.
 

gila

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Mal ehrlich: WEN interessiert das denn in der Realität? Man legt weder eine Zeichnung der Wohnung vor, noch lädt man das JC zu einer Besichtigung und Beurteilung ein.
Wenn nun nach den vielen und detaillierten Ausführungen hier immer noch "Unsicherheit" herrscht und daraus keine Entscheidungen und Strategien gefertigt werden können, weiß ich allerdings auch nicht mehr, was noch helfen sollte ...
:icon_kinn:
 

Sternrabauke

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Dann ist doch im halben zimmer platz für ne Schlafcouch plus regal mit kleidung und somit dein zimmer. Gibt genug WGs, die auch gemeinschaftsräume haben.

Für diese erneute Möbelumstellung haben wir leider zuviele Möbel und zu wenig Platz 😅

Mal ehrlich: WEN interessiert das denn in der Realität? Man legt weder eine Zeichnung der Wohnung vor, noch lädt man das JC zu einer Besichtigung und Beurteilung ein.
Wenn nun nach den vielen und detaillierten Ausführungen hier immer noch "Unsicherheit" herrscht und daraus keine Entscheidungen und Strategien gefertigt werden können, weiß ich allerdings auch nicht mehr, was noch helfen sollte ...
:icon_kinn:

Naja, im Grunde läuft es ja nur darauf hinaus, einfach ein Schreiben anzufertigen, dies dem Amt vorzulegen und entweder sie gehen drauf ein oder nicht... wenn nicht, heißt es halt Pech gehabt. Oder? :/
 

apfelkuchen

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Nichts. Aber Ämter können sowas fordern und manche tun es auch. Das war nur als hinweis gedacht. Ich dachte, es ist klar aus dem Kontext, wie das gemeint ist, dachte nicht, dass das so missverständlich war, @gila.
 

gila

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Also ich kenne keine Rechtsgrundlage nachdem Ämter allgemein so was fordern könnten. Und hier geht es ja um das künftige Jobcenter und in dem Zusammenhang gibt es das schon gar nicht.
Dort redet man eher zu wenig als zuviel
 

Sternrabauke

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Huhu :)

Ich habe nun über das Wochenende ein Schreiben bzw. eine Stellungnahme verfasst, bin jedoch noch nicht dazu gekommen es hier hochzuladen. Morgen hat das JC länger auf, weshalb ich das Schreiben gerne morgen direkt abgeben wollen würde. Deswegen würde ich das super nett finden, wenn ihr vielleicht mal drüberlesen könntet und mir eine Rückmeldung geben würdet, was ich noch daran verbessern könnte. :) Es war zwar gefühlt wirklich ein Krampf, diese Stellungnahme zu verfassen, mache sowas ja auch nicht täglich, bin aber nun eigentlich ganz guter Dinge. Es muss ja irgendwie weitergehen und nur der Versuch macht Klug. :)

Nur eine Frage hätte ich noch. Sollte ich in dem Schreiben noch erwähnen, dass zwischen mir und "meinem Mitbewohner" ein (mündlicher, noch nicht schriftlicher) Darlehensvertrag besteht, aufgrunddessen, dass ich wegen der, an meinen alten Vermieter, zuviel gezahlten Miete die Mietkosten für den März nicht aufbringen konnte und mein Mitbewohner deshalb Einspringen musste? Ich denke mal es wäre besser, da ja auch die Kontoauszüge mit beiliegen würden und es spätestens da auffallen würde oder?
Ich danke euch bis hierher nochmal für eure Hilfe und hoffe das Schreiben ist so erstmal ok. :)

MfG
Sternrabauke
 

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