Zusammenziehen - nein, oder doch ... ?! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Venomous X

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Guten Morgen,

kurz meine aktuelle Situation:

  • ledig
  • kinderlos
  • ALG 2
  • in Umschulung (bis 2015)
  • Wohnsituation: WG-Zimmer
  • Leistungen: berücksichtigte KDU: 237,83 Euro plus Regelsatz von 382,00 Euro
  • zzgl. Fahrtkostenübernahme/Umschulung
Fahrtzeit zu meinem Umschulungsort: knappe 2 Stunden (einfache Fahrt), Verspätungen nicht eingerechnet.

Meine Freundin arbeitet (Altenpflege, momentan auf 30 Stunden, bei rund 1.300 Euro brutto - ohne Zuschläge; steigt in den nächsten Monaten sicher),
wohnt näher an meinem Umschulungsort (ca. 40 Minuten, einfache Fahrt); daher überlegen wir, ob es sich - trotz aller Widrigkeiten - unterm Strich nicht lohnt,
wenn ich bei ihr mit einziehe ...

In die Thematik habe ich mich mittlerweile eingelesen, und im Grunde erscheint es mir nicht empfehlenswert - allerdings würde sie es gern haben, wenn wir zusammen wohnten.


Meine Fragen:


  • Empfehlungen Eurerseits, wie am besten verfahren?
  • Was würde ggf. von ihrem Einkommen angerechnet? - Berechnungsbeispiele habe ich keine gefunden, nur allgemeingültige Aussagen!?
  • Eine Untervermietung/WG dürfte ja nicht machbar sein, da nur eine 2-Zimmerwohnung (Wohnzimmer/Wohnbereich und Schlafzimmer plus Küche) vorhanden ist?!

Zwar habe ich schon versucht ihr zu erklären, dass es wohl ausnahmslos Nachteile mit sich bringen würde, aber sie glaubt es nicht so wirklich (kennt die ALG-2-Problematik nicht aus eigener Erfahrung).

Besten Dank vorab, ich bin mir sicher, der eine oder andere hilfreiche Tipp wird - auch hierzu - kommen.


Gruß und einen schönen Dienstag!
 

Old Way

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Hallo Venomous X,

gut, du bist also schon etwas informiert. In Kürze zu heiraten habt ihr offensichtlich nicht vor (?).

Zusammenwohnen und mit dem JC klarkommen? Hm, das Risiko hieß früher einmal eheähnliche Gemeinschaft, die wird da nämlich sehr gerne "vermutet".

Heute heißt das Konstrukt Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft kurz VE. Jetzt könnten die zwei Freunde sagen: hurrah, wir sind Partner und es gibt ein Zusammenleben und wir wollen endlich die VE.

Oder man wehrt die gemeinsame Bedarfsgemeinschaft erfolgreich ab. Wie?

Am besten 100 km auseinander wohnen und sich nie sehen - nein das war jetzt ein schlechter Scherz.

Im Ernst: am besten jeder einen eigenen Mietvertrag. Aber das geht meistens nicht. Dann wenigstens: überhaupt eindeutige Mietzahlungen - jeder getrennt. Deine Mietzahlungen sollten per Kontoauszug nachweisbar sein (diese Auszüge nicht aus der Hand geben ... manches schwärzen ... Infos dazu hier vielfach im Forum).

Achja, daran denken: der Vermieter muss zustimmen, ob ein Untermietverhältnis gestattet wird.

Getrennt wirtschaften! Das bedeutet vor allem: Keine gemeinsamen Konten oder Versicherungen; mehr an "Kriterien" siehe unten ("Ich stelle fest").

Nicht über den anderen sprechen. Warum solltest du den Namen eines Dritten einer Behörde auch nur erwähnen? Wer gut vorbauen will, lässt den Strom getrennt abrechnen (hat vor einzug einen Zähler einbauen lassen) und gibt Daten wie Gesamt-Quadratmeterzahl oder Gesamtstromkosten nie heraus - das geht allerdings nicht immer.

Sehr bewährt gegen Datenkraken: Pauschale Nebenkosten für Strom UND Heizung verbrauchunabhängig (Ortsangemessenheit unbedingt beachten, siehe Liste bei Thomé). Denn einerseits kann der Vermieter ja prinzipiell nehmen was er will. Und andererseits hat das Nachfragen ein Ende, gibt der Vermieter nichts heraus an den Gesamtabrechnungen.

Also bleibt manchmal eigentlich nur, so zu leben wie in einer "Wohngemeinschaft". Ausdrücklich "WG" nennen würde ich die Sache allerdings aus verschiedenen Gründen nicht.

Noch einmal und anders gesagt: über deine Freundschaften nicht mit dem JC sprechen. Warum solltest du ...

Die vier wichtigsten Tipp wirst du längst kennen:

1.
den Hausbesuch nie hereinlassen (es sei denn einer von euch beantragt Erstausstattung, dann ist Hausbesuch wohl nicht ablehnbar; das wiederum wäre von Nachteil, dass man evtl. auf Beantragung einer Erstausstattung verzichtet).

2.
Die bei "Hausbesuchsverweigerung" üblichen Drohschreiben ignorieren:

Jobcenter will ins Haus! Nun schon der dritte Drohbrief | Syndikalismus's Blog

3.
Fragebogen bloß nie ausfüllen

https://www.elo-forum.org/bedarfs-haushaltsgem-familie/112129-immer-gleiche-jc-hausbesuch-wegen-ve.html

4.
Formular Anlage VE nicht ausfüllen, auf unterstellte Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft so reagieren
Ich stelle fest:

mit niemandem versorge ich ein Kind oder einen Angehörigen in einem gemeinsamen Haushalt.

Für niemanden fühle ich mich heute so sehr verantwortlich, dass ich zunächst den gemeinsamen Lebensunterhalt sicherstelle bevor ich mein persönliches Einkommen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse verwende und ich beabsichtige nicht, daran in Zukunft etwas zu ändern.

Weder hat in den letzten Jahren bestanden noch existiert heute zwischen mir und einem anderen:

• ein gemeinsames Konto oder
• eine gemeinsame Lebensversicherung oder sonstige Versicherung oder
• eine Vollmacht, auf (m)ein Konto zuzugreifen oder eine
• wechselseitige Berücksichtigung in einer Versicherung

noch beabsichtige ich, daran in Zukunft etwas zu ändern.

In den letzten Jahren hat ein tatsächlich verwirklichtes oder auch nur gewünschtes finanzielles oder materielles gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens zwischen mir und einem anderen Menschen nicht vorgelegen. Heute liegt ein tätig verwirklichtes oder auch nur gewünschtes finanzielles oder materielles gegenseitiges Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens zwischen mir und einem anderen nicht vor und ich beabsichtige nicht, daran in Zukunft etwas zu ändern.

Ein Zusammenleben von mir und einem anderen in einer Partnerschaft gibt es heute nicht, hat es in den letzten Jahren nicht gegeben ist auch für die Zukunft nicht geplant.

Mich betreffend gibt es heute kein Leben in einem gemeinsamen Haushalt, es hat dieses in den letzten Jahren nicht gegeben ein solches ist auch künftig nicht vorgesehen.
Mehr fällt mir nicht ein ...

... da kommen sicherlich gleich noch viele gute Ideen.

Oder plant ihr, gemeinsam zu wirtschaften und die evtl. vermutete (und berechnete) Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (VE) konsequenterweise dann einfach zu akzeptieren?
 

jimmy

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Zwar habe ich schon versucht ihr zu erklären, dass es wohl ausnahmslos Nachteile mit sich bringen würde, aber sie glaubt es nicht so wirklich (kennt die ALG-2-Problematik nicht aus eigener Erfahrung).
Wenn Sie es nicht glaubt, du es aber besser weist, bist du in der Pflicht Sie vor einem möglichen Schaden zu bewahren.

Zusammenziehen - nein, oder doch ... ?!
Nein.
 

Venomous X

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@Old Way
Naja, WG dürfte ja alleine schon daran scheitern, dass die Wohnung nur zwei Zimmer hat; insofern dürfte ein abgetrennter Wohnbereich problematisch sein.

Mir geht es nicht darum, unwahre Tatsache passend hinzubiegen - wenn man zusammenzieht, warum nicht dazu stehen - SOFERN nicht einem Teil große Nachteile entstehen.

@jimmy
Ja, das stimmt; ich dachte nur, hier gibt es eine Möglichkeit, sich passend zu verhalten - aber dann läuft es wohl darauf hinaus, dass ich mir eine kleine Wohnung in ihrer Nähe suche, das JC diese bezahlen darf, quasi für umsonst, da man sowieso die meiste Zeit zusammen verbringt ... und nur der postalischen Erreichbarkeit wegen ... welch eine Logik, oder?!

Ansonsten wäre ja die einzige Alternative: größere Wohnung, dann WG (eigene Wohnbereiche)?!
 

jimmy

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@Old Way
Naja, WG dürfte ja alleine schon daran scheitern, dass die Wohnung nur zwei Zimmer hat; insofern dürfte ein abgetrennter Wohnbereich problematisch sein.

Mir geht es nicht darum, unwahre Tatsache passend hinzubiegen - wenn man zusammenzieht, warum nicht dazu stehen - SOFERN nicht einem Teil große Nachteile entstehen.

@jimmy
Ja, das stimmt; ich dachte nur, hier gibt es eine Möglichkeit, sich passend zu verhalten - aber dann läuft es wohl darauf hinaus, dass ich mir eine kleine Wohnung in ihrer Nähe suche, das JC diese bezahlen darf, quasi für umsonst, da man sowieso die meiste Zeit zusammen verbringt ... und nur der postalischen Erreichbarkeit wegen ... welch eine Logik, oder?!

Ansonsten wäre ja die einzige Alternative: größere Wohnung, dann WG (eigene Wohnbereiche)?!
Richtig. Die absurden Regelungen wollen genau das.
 
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ExitUser

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Üblicherweise wird ein Jahr "Probezeit" gewährt, bevor das Amt von einer Bedarfsgemeinschaft ausgeht.

Tricksereien wie Wohngemeinschaft etc., können immer herauskommen. Wird dem Amt bekannt, dass ihr ein Paar seid, dann geltet ihr auf jeden Fall als BG, egal ob ihr getrennte Zimmer habt oder nicht ...
 

Sprotte

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Wird dem Amt bekannt, dass ihr ein Paar seid, dann geltet ihr auf jeden Fall als BG, egal ob ihr getrennte Zimmer habt oder nicht ...
....und das bedeutet,das deine Freundin für dich bezahlen darf.Je nach Gehalt (minus Freibetrag) kann es dazu kommen,das du gar nichts mehr bekommst und sie auch die Krankenkassenbeiträge für dich bezahlen kann.
Von ihr werden nicht nur sämtliche Unterlagen zur Einsicht gefordert,sondern auch verlangt,das sie sich einen besser bezahlten Job suchen muss.....einschliesslich Termine beim JC ect.

ALG II Rechner <--- rechnet zusammen aus,was euch zustehen könnte.

Lest zusammen im SGB II und SGB X ......und such hier nach den vielen Erfahrungen von Usern,die das schon hinter sich haben,zeig ihr das.Vielleicht glaubt sie dir dann.

Zusammenziehen ? Probleme dürften vorprogrammiert sein....man sollte vorher wissen auf was man sich da einlässt.... :icon_wink:
 

Purzelina

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aber dann läuft es wohl darauf hinaus, dass ich mir eine kleine Wohnung in ihrer Nähe suche, das JC diese bezahlen darf, quasi für umsonst, da man sowieso die meiste Zeit zusammen verbringt ... und nur der postalischen Erreichbarkeit wegen ... welch eine Logik, oder?!
Das muß aber nicht sofort sein, ein Jahr kann man erst mal auf Probe mit vollem Regelsatz und Nichtberücksichtigung des Einkommens des Mitbewohners gemeinsam in einer Wohnung zusammenleben.
 

Old Way

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Das muß aber nicht sofort sein
Das kann aber auch sofort sein.
Das muß aber nicht sofort sein, ein Jahr kann man erst mal auf Probe mit vollem Regelsatz und Nichtberücksichtigung des Einkommens des Mitbewohners gemeinsam in einer Wohnung zusammenleben.
Die Sache mit dem ersten Jahr ist zur nachhaltig erfolgreichen Abwehr einer VE unbrauchbar. Die entscheidenden Worte, auch im Gesetz nachzlesen, sind Partner und Zusammenleben.

Und das ist die Sache: zusammen wohnen ist nicht Zusammenleben.

Kein Zusammenleben - keine VE.
Kein "Partner" - keine VE.


Kein Zusammenleben UND keine "Partnerschaft" - ganz bestimmt keine VE.

Das berühmte "erste Jahr des Zusammenlebens" ist was ganz Feines - nämlich dann, wenn man richtig scharf darauf ist, sich nach Ablauf der zwölf Monate vom Jobcenter als Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (VE) sprich als gemeinsame Bedarfsgemeinschaft (BG) einstufen zu lassen.
Zusammenleben setzt - anders als bloßes Zusammenwohnen -, eine gemeinsame Haushaltsführung voraus, also ein gemeinsames Wirtschaften "aus einem Topf".
sozialrechtsexperte: § 7 Abs. 3a Nr. 1 SGB II setzt voraus, dass Partner länger als ein Jahr (in einem Haushalt) zusammenleben
 

Purzelina

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Man kann aber das eine Jahr gezielt "mitnehmen" und sich dann was neues (Unterkunft) suchen.
 

Old Way

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Man kann aber auch das eine Jahr gezielt "mitnehmen" und sich dann was neues (Unterkunft) suchen.
Genau, wenn man gar nicht erst versuchen will, die aufgedrängte gemeinsame BG erfolgreich abzuwehren.
 

50GdB23

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Trotz meiner gravierenden Fehler damals, dass Maul nicht zu halten, würde ich trotzdem, auch wenn ich nichts von "Freundin" erwähnen würde, NICHT zusammen ziehen.

Ihr könnt weiter Partner sein, aber bitte in getrennten Wohnungen. Früher oder Später wird das nur zu Problemen führen.

Früher oder später wird es auch in der Beziehung hapern. Obwohl ich und meine Freundin gesagt haben wir lassen uns von dem Pack nicht unterkriegen gibt es trotzdem immer wieder Probleme.

Und wenn deine Freundin nicht weis was auf sie zu kommt, kannst du sie ja unterrichten. Infomaterial gibt es genügend im Internet.
 

Old Way

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Wird dem Amt bekannt, dass ihr ein Paar seid, dann geltet ihr auf jeden Fall als BG, egal ob ihr getrennte Zimmer habt oder nicht ...
en Jordi, stimmt schon: das JC versucht das halt immer wieder. Hauptsächlichstes Kriterium ist aber das gemeinsame Wirtschaften sowie das geplante füreinander Einstehen in den Not- und Wechselfällen des Lebens. Für das von dir erwähnte Wort "Paar" müsste es allerdings eine Rechtsgrundlage geben ... gibt es nicht.

Was soll denn ein "Paar" sein bitte, Händchenhalten auf der Straße nun verboten wie in Teheran? Unsinn, auch das "sich paaren" ist in der BRD sozialrechtlich schlicht unerheblich. Anders gesagt: Wer hier mit wem kuschelt, geht ein Jobcenter nichts an.
egal ob ihr getrennte Zimmer habt oder nicht ...
KORREKT! Die "Architektur" der Wohnung = der Schnitt der Zimmer ist dabei nahezu unerheblich. Es geht beim Haushaltsbegriff des SGB vor allem um das gemeinsame Wirtschaften, das wiederum bedeutet vor allem: gemeinsame Konten und Versicherungen usw.
 

Old Way

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Naja, WG dürfte ja alleine schon daran scheitern, dass die Wohnung nur zwei Zimmer hat; insofern dürfte ein abgetrennter Wohnbereich problematisch sein.
Reinster Unsinn. Solche WG's gibt's Hunderte.

Ist auch gar nicht notwendig, damit du alleine deine eigene 1-Personen-BG durchsetzen kannst. Dein funktionierender (und monatlich bedienter) Mietvertrag ist da schon entscheidender.

Ich rate ohnehin davon ab, zur Abwehr einer VE auf die Strategie WG zu setzen und denke an ein angemietetes Zimmer. Nur diese Quadratmeterzahl gibst du dem JC bekannt! Andere Daten wandern auch nicht ans JC heraus. Deshalb empfehle ich verbrauchsunabhängige NK-Pauschale von Strom UND Heizung. Diesen Mietvertrag genehmigen lassen vom JC und aus die Maus.

Achja, den Außendienst vor der Tür versauern lassen ... dann gibt's auch kein empörtes Geschimpfe zum Thema "abgetrennter Wohnbereich".

Wer sich gut versteht, lässt halt die Zimmertüre auf in einer "WG" ... bzw. ... unter guten Nachbarn. Und wer sich noch besser versteht, teilt miteinander die Bettdecke. Aber pssst, dem JC-Chef so bloß nicht sagen ...
 

Purzelina

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Old Way, nur mal ganz kurz am Rande, nimmst du bei jeder Neuschöpfung ein neues Passwort oder bleibst du immer bei einem?
 

Old Way

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Purzelina scheint meiner oben beschriebenen Strategie zuzustimmen, hat aber sicherlich auch noch einen heißen Tipp, wie Venomous X die JC-seits vermutetete gemeinsame BG erfolgreich widerlegen kann.
 

Venomous X

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Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Meinungen, Ratschläge und Tipps. In der Tat, gar nicht so einfach, sich einen Überblick zu verschaffen.

Den besagten ALG-2-Rechner habe ich mir mal bemüht und folgendes Ergebnis wurde ausgeworfen:

ALG2_I.jpg

Frage, worauf bezieht sich der ausgeworfene Betrag - Anspruch für BEIDE oder für eine Person, also Ergebnis durch 2?

Sofern das der Anspruch letztendlich für mich sein sollte, würde das unterm Strich ja eine Verbesserung von rund 15,00 Euro monatlich darstellen?!
 

EMRK

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"2-Personen-Haushalt, keine Kinder"

Der ausgewiesene Betrag ist für euch beide; sind also 317,50€ pro Kopf.:icon_idea:
 

Venomous X

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Oki, danke, damit wäre meine Frage beantwortet; etwas verwirrend, da unten ja die Anrechnung erfolgte.

Vielleicht ist meine bessere Hälfte ja mit nackten Zahlen zu beeindrucken ...

:danke:
 

Sprotte

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Oki, danke, damit wäre meine Frage beantwortet.....
Noch nicht ganz......

Du musst noch die Angemessenheit der Miete prüfen --> Klick
guck in der Liste nach ob die Stadt dabei ist.Denn KDU wird nur eine begrenzte Zeit in voller Höhe gezahlt,heisst es könnte sogar noch eine Umzugsaufforderung auf euch zu kommen,wenn die Wohnung zu teuer ist.........oder zubuttern.
 

Venomous X

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Hab schon nachgesehen, danke - die Kaltmiete liegt etwas drüber, aber auch kein Wunder, wenn der Quadratmeterpreis seit 2006 hier FÄLLT *ggg*.

Andererseits, stimmt ja, es wird ja alles günstiger ... hatte ich vergessen.

Ohne Worte ...

:icon_razz:
 

jimmy

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Das berühmte "erste Jahr des Zusammenlebens" ist was ganz Feines - nämlich dann, wenn man richtig scharf darauf ist, sich nach Ablauf der zwölf Monate vom Jobcenter als Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft (VE) sprich als gemeinsame Bedarfsgemeinschaft (BG) einstufen zu lassen.
Deine Mühe ist vergebens. Und da sich noch nie (ausser 50gdb23) einer der zusammenziehenden unter ein und dem selben Nicknamen zurück gemeldet hat, um zu berichten, ist deine Mühe erst Recht vergebens. Mögliche Konstellationen brauche ich euch sicher nicht bennen.
 

Old Way

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#23
Danke jimmy, das ist eine wichtige Strategie: ein Forum sollte Erfahrungen bündeln - und dafür braucht man Rückfluss an nachvollziehbar und uns gegenüber glaubhaft "belegter" Info, sei diese hier nun mit einem anonymisierten JC-Bescheid oder einem SG-Urteil bewiesen oder mit einem genauen Erfahrungsbericht.

Erfolgreiche Fälle von Abwehr einer vermuteten VE kennt man auf Elo-Forum ja durchaus. Mitforistin Kittie erlebte dieses:
Wir sind ind Stadt A gezogen. Dort hat das JC nach ewigem HickHack akzeptiert, das wir eine WG sind.
https://www.elo-forum.org/bedarfs-haushaltsgem-familie/112129-immer-gleiche-jc-hausbesuch-wegen-ve.html
Und irgendwann hörte das JC einfach auf. Er bekam seither regulär sein Geld, auch der Mietanteil wurde überwiesen.
https://www.elo-forum.org/bedarfs-haushaltsgem-familie/bedarfsgemeinschaft-111701/index2.html

Die grundsätzlich bereits sehr umfangreiche Rubrik Erfolgreiche Gegenwehr könnte in Sachen VE sicherlich weitere Erfahrungsberichte gebrauchen - einerlei ob Erfolg oder Misserfolg.

Noch einmal zurück zu diesem Thread:

Dem Venomous X empfehle ich das Zusammenziehen keineswegs pauschal. Insbesondere gefällt mir nicht, dass er uns gegenüber schon in Posting #1 mit Finanzdaten der Freundin (deren Monatsverdienst) kalkuliert oder diese auch nur nennt bzw. kennt.

An diese Info hat eigentlich gar nicht heranzukommen, wer wirklich autonom wirtschaftet. Mal anders gesagt: das gemeinsame Planen zu finanziellen Belangen dürfte - zu Recht! - als Indiz für gemeinsames Wirtschaften gewertet werden.

Getrennt zu wirtschaften hieße, Venomous X regelt seine Finanzströme ganz allein.

Meine bereits in #2 gestellte - keineswegs rhetorisch gemeinte - Anfrage nach einem eventuellen Heiratswunsch ließ der Threadersteller bislang unkommentiert:
In Kürze zu heiraten habt ihr offensichtlich nicht vor (?).
 

Venomous X

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So, eine Frage hätte ich da noch:


  1. Ein befreundetes Pärchen meiner Freundin hat ein Haus und würde mir ein Zimmer vermieten
    - sofern meine KDU dort günstiger ausfallen als aktuell (und das würden sie), muss das Jobcenter
    dem zustimmen oder genügt es, eine Änderungsmitteilung mit den entsprechenden Unterlagen zu übersenden (Mietvertrag usw.)?!
  2. Zuständigkeit: bisheriges Jobcenter oder am neuen Wohnort?
  3. Fahrtkosten zu meinem Umschulungsträger blieben gleich, insofern ergäben sich kein Nachteil für das Jobcenter.
  4. Weiterer Vorteil für mich: statt eineinhalb Stunden einfache Fahrt, nur 45 Minuten!
Das müsste jedoch recht kurzfristig geschehen, wenn möglich vor dem 15. - und wenn das alles bürokratisch abgesegnet werden muss ...

:icon_kratz:
 
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