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Ein_Suchender

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#1
Hallo Ihr,

ich möchte einige Menschen beim Zusammenzug helfen und bitte daher um Hilfe in der folgenden Situation. Zuerst aber die Daten der Situation:

* Er: über 25, derzeitig ALG2 Empfänger, ggf. ab März für 6-8 Monate auf Saisontätigkeit, 3R Whg, 350€ WM
* Sie: unter 25, noch bis Ende Februar in Ausbildung, danach wohl ca. ein Jahr lang ALG1 Empfänger, noch bei den Eltern untergebracht, wünscht Zuzug zum Freund (siehe vorher), Notfalls suche einer neuen Wohnung oder verbleib bei dem Eltern. Eltern haben ALG2 beantragt. Ein Auto und damit verbundenen Kosten ist vorhanden
* Zusammenzug ist in Planung, erste kleinere Gegenstände der Freundin sind bereits in der späteren gemeinschaftlichen Wohnung, die ER zur Zeit allein bewohnt. Sie ist in wöchendlichen Abständen zu Besuch. Um seinem ALG2 Bezug nicht zu gefärden, sind nur wenige Gegenstände bisher von IHR gebracht worden.

Da SIE noch unter 25 ist, ggf. ALG1 beziehen wird, währe ein Zuzug ideal, zumal ER plant, wieder für mind. 6. Monate auf Saisontätigkeit zu gehen. Im Anschluss hieran hat ER Anspruch auf ALG1 für 6 Monate. Da er bereits innerhalb von 2 Jahren, im Anschluss hieran, ein Jahr lang Anwartschaft auf ALG1 erfüllt hat, muss nur die Zeit bis zum Beginn der Saisontätigkeit überbrückt werden.

Da nicht sicher ist, ob ER Anfag April auf Saisontätigkeit geht, und somit ggf. länger ALG2 bezogen werden muss, währe hier eine Lösung für beide wichtig.

Eine Anfrage bei der örtlichen Arge bei IHM, bezüglich de modalitäten, wurde heute erstellt.

Nun meine Frage. Was währe die rechtliche und finanziell bessere Lösung.?
 

optimistin

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#2
Warum wollen sie nach Beendigung der Ausbildung zusammen ziehen?
Das hätten sie mal während der Ausbildung ganz unkompliziert getan, da hätte sie BAB beantragen können.
Das ALG I wird wohl nicht reichen für den Lebensunterhalt und Mietanteil, somit kommt sie in den Strudel von Hartz IV und muss Auszug genehmigen lassen.

Mal richtig erkundigen wielange ALG I nach Ausbildung gezahlt wird. Ich weiß da nur von 6Monaten, aber wie gesagt, kundig machen.
Und woher weiß sie im Vorfeld das sie 1Jahr keine Arbeit findet?

Wichtig: Sie hat sich auch vor Beendigung der Ausbildung 3 Monate vorher beim AA arbeitslos zu melden.
Wenn sie das getan hat, das weiß sie genau wielange ihr ALG I zusteht.

Und warum umziehen? Hat er eine Aufforderung seine Miete zu senken?
 

Konstabler

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#3
Eltern haben ALG2 beantragt.
Wenn die Tochter auszieht, steht die Frage im Raum, ob die elterliche Wohnung noch angemessen ist.

Sie: unter 25, noch bis Ende Februar in Ausbildung, danach wohl ca. ein Jahr lang ALG1 Empfänger,
Das ALG I wird für eine eigene Wohnung vermutlich nicht ausreichen, also Bedürftigkeit. Es entsteht das U25-Problem bei ALG II, ausserdem wäre zu beachten, dass U25 verschärft sanktioiert werden.

Er: über 25, derzeitig ALG2 Empfänger, ggf. ab März für 6-8 Monate auf Saisontätigkeit,
Das heisst dann wohl eher, die Tochter soll in der Zeit die Wohnung warmhalten? Oder wie könnte er sonst seine Wohnung finanzieren?
 

Ein_Suchender

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#4
Hallo Ihr,

vielen Dank für Eure Antworten.

Warum wollen sie nach Beendigung der Ausbildung zusammen ziehen?
Das hätten sie mal während der Ausbildung ganz unkompliziert getan, da hätte sie BAB beantragen können.
Das ALG I wird wohl nicht reichen für den Lebensunterhalt und Mietanteil, somit kommt sie in den Strudel von Hartz IV und muss Auszug genehmigen lassen.
Die 2 sind erst seit ca. 9 Monaten ein Paar. Nun wollen sie zusammenziehen. Sie lernt, als Zivilist, bei de Bundeswehr. Ihre Unterkunft dort ist kostenfrei. Daher erhält sie kein BAB, da sie ausser An-/ Abreise zur Unterkunft, keine Kosten hat. Kürzlich ist zwar ein Auto und die damit verbundenen Kosten entstanden. Jedoch sind diese zu Gering, als das sie BAB bekommt. Ihre Ausbildung endet Ende Februar.

Sie hat sich kürzlich Arbeitslos gemeldet, der Antrag auf ALG1 ist bereits in Bearbeitung. Was den Zusammenzug angeht, hat sie sich mal Infomaterial zusenden lassen. Ausgewertet habe ich das aber noch nicht.

Mal richtig erkundigen wielange ALG I nach Ausbildung gezahlt wird. Ich weiß da nur von 6Monaten, aber wie gesagt, kundig machen.
Und woher weiß sie im Vorfeld das sie 1Jahr keine Arbeit findet?

Wichtig: Sie hat sich auch vor Beendigung der Ausbildung 3 Monate vorher beim AA arbeitslos zu melden.
Wenn sie das getan hat, das weiß sie genau wielange ihr ALG I zusteht.

Und warum umziehen? Hat er eine Aufforderung seine Miete zu senken?
Soweit ich weis, bekommt sie 1Jahr lang ALG1, da sie 3 Jahre in Ausbildung war. Aber, was das angeht, werte ich noch die Unterlagen aus, die sie bekommen hat.

Ich weis natürlich nicht, ob sie ein Jahr lang zuhause sitzt. In der Region, in der Ihr Freund wohnt, sind Arbeitsplätze mangelware. Geschätzt sind es 1000 Bewerbungen auf eine Arbeitsstelle (Kleinstadt, 13000EW, 25% offizielle Arbeitslose).

Er hat keine Aufforderung die Kosten zu senken, er zahlt jedoch von seinem ALG2 Einkommen eine kleine Summe zur Miete dazu. Dies würde dann ggf. ganz entfallen. Allerdings erhält er, da sie dann zur Bedarfsgemeinschaft gehört, einen geringeren ALG2 Regelsatz.



Wenn die Tochter auszieht, steht die Frage im Raum, ob die elterliche Wohnung noch angemessen ist.
Die Eltern haben ein Haus, auf dem die Arge die Grundsteuern usw. zahlt. Das Haus, älteren Typs, ist Eigentum der Eltern. Es gilt als nicht verwertbaren Besitz.

Das ALG I wird für eine eigene Wohnung vermutlich nicht ausreichen, also Bedürftigkeit. Es entsteht das U25-Problem bei ALG II, ausserdem wäre zu beachten, dass U25 verschärft sanktioiert werden.
Das ist mir bekannt. Wenn sie dort ausziehen will, muss sie wohl die Unverhältnissmäßigkeit des weiteren Zusammenlebens nachweisen...


Das heisst dann wohl eher, die Tochter soll in der Zeit die Wohnung warmhalten? Oder wie könnte er sonst seine Wohnung finanzieren?
Die Wohnung wird, da er ALG2 Empfänger ist, von der Arge/Gemeinde getragen. Sollte er in Saisonarbeit gehen, was er bereits mehrmals getan hat, ist diese von seinem Einkommen zu tragen.
 
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