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martman

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#1
hi leit:icon_daumen:

was bedeutet eigentlich, ein Job ist "zusätzlich" oder "nicht zusätzlich":confused:
 

physicus

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#2
zusätzlich sind immer arbeiten die nicht auch von fachkräften ausgeführt werden könnten.

bsp. du arbeitest als 1 euro jobber in einer tischlerei, dann solltest du aufpassen das du keine fenster und türen anfertigst, denn dafür gibt es facharbeiter welche dann auch fest eingestellt werden sollten.
viele nutzen diese 1 euro jobs aus, um dem lohndumping tür und tor zu öffnen.
facharbeiter werden nicht mehr eingestellt, weil diese arbeiten ja nun vom 1 euro jobber übernommen werden.

gesetzeswidrig, aber die meisten kratzt das mittlerweilen einen scheissdreck...
soweit hat uns hartzIV gebracht!

gruß physicus
 

martman

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#4
danke physicus! danke Mario Nette!

und wie dagegen vorgehen?

denn,wenn ich als 1-euro Jobbsklave am "Einsatzort" bin und sage "nee,dass mus`en Facharbeiter machen"
das kann ja ARGE als Weigerung deklarieren und somit sanktion?:confused:
wenn,dann müsste ich schon von vorne rein was Unternehmen-bevor ich 1-EuroJob antretten soll,oder?:confused:

aber wie dagegen wehren?
 

physicus

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#5
das ablehnen des 1 euro jobs ist so ne sache, vor allem solltest du darauf achten das in dem vertrag genau die tätigkeit beschrieben wird, zu der du eingesetzt werden sollst.
das heist detailiert, dann machst du nur das was dort steht, andere arbeiten werden dann wohl nicht "zusätzlich" sein und dann musst du schaun ob du es ablehnen kannst weil es eben nicht zusätzlich ist.
ist das der fall kannst du diese arbeiten auch ablehnen und verweist auf den vertrag.
bei dieser art sind zeugen wichtig, um später eventuell vor dem sg klagen zu können.
sanktionen wegen vertragsbruch wird sich die arge mehrmals überlegen, sie könnten nur verlieren.

mfg physicus
 

martman

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#6
welche "Tättigkeiten" ?
also,ein 1-Euro Jobsklave darf nur (und muss) nur eine Helfertätigkeit verrichten?
im prinzip: Besen in der Hand -Ja,in einer Firma XY am Fliesband -Nein?
 

physicus

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#7
so in der art ist das zu verstehen...

wie ich schon sagte, wenn du als 1 euro jobber in einer tischlerei angestellt bist solltest du dort KEINE arbeiten machen welche in das berufsbild tischler fallen, denn das ist NICHT zusätzlich, sondern nimmt einem tischler die möglichkeit dort eingestellt zu werden.
das trifft auf ALLE berufszweige/sparten zu, tischler ist hier nur als bsp. zu verstehen.

gruß physicus
 
E

ExitUser

Gast
#8
Kannst du hier bitte reinsetzen, was du erhalten hast? Eine Zuweisung zum EEJ? Eine Eingliederugnsvereinbarung? Beides? hast du etwas unterschrieben?
 

martman

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#9
habe jetzt NOCH ALG-1
aber ich informiere mich schon jetzt umALG-2 und wie es darum steht:meine rechte,meine pflichten.
um damit "wenn was ist" gewappnet zu sein.:icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
#10
"Zusatzjobs" sind Ein-Euro-Jobs. Die gibt es nur bei ALG II, und zwar erst wenn man lange arbeitslos ist und "keine Arbeit finden kann".

Die ARGE nennt ihn "Zusatzjob", weil er "zusätzlich" sein sollte. Ist er aber meinstens nicht. Ein zusätlicher Job ist eine Arbeit, die davor sonst nicht, nicht in dem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt (von mind. 2 Jahren) gemacht worden wäre.

So wäre ein EEJ z.B. zusätzlich, wenn du alten Leuten, oder Behinderten, etwas vorlesen sollst und mit ihnen spazieren gehen sollst. Das wäre sonst ohne dem Ein-Euro-Job nicht gemacht worden.

Es ist aber nicht zusätzlich, wenn du diese Leute auch auf die Toilette begleiten musst oder die Betten machen musst.

Auch bestimmte Gartenarbeiten sind zusätzlich. So z.B. Laub kehren (früher wäre es liegengeblieben). Aber Rasen mähen und Wege reinigen ist nicht zusätzlich.
 

martman

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#11
"So wäre ein Ein-Euro-Job z.B. zusätzlich, wenn du alten Leuten, oder Behinderten, etwas vorlesen sollst und mit ihnen spazieren gehen sollst. Das wäre sonst ohne dem Ein-Euro-Job nicht gemacht worden.

Es ist aber nicht zusätzlich, wenn du diese Leute auch auf die Toilette begleiten musst oder die Betten machen musst.

Auch bestimmte Gartenarbeiten sind zusätzlich. So z.B. Laub kehren (früher wäre es liegengeblieben). Aber Rasen mähen und Wege reinigen ist nicht zusätzlich"
ist dies per Gesetz verankert? (bestimmte par.?):icon_evil:
oder wie immer "ein ermessen der ARGE mitarbeiter":confused:vorerst
was ich meine. "
So z.B. Laub kehren (früher wäre es liegengeblieben). Aber Rasen mähen und Wege reinigen ist nicht zusätzlich"
also muss ich im prinzip auf eine "GENAUE bis ins DEATAIL" Tätigkeitsbeschreibung bestehen und verlangen?

Welche ARGE macht das mit:confused::icon_neutral:
wenn nicht,wieder Widerspruch ?
"bitte/verlange um detailierte tätigkeitbeschreibung"

 
E

ExitUser

Gast
#12
Durch die fehlenden Bestimmtheit bzw. die fehlenden Zusätzlichkeit können die meisten EEJobs abgelehnt werden. Das muss aber schriftlich gemacht werden. Wenn man dir so eine Zuweisung in die Hand drückt, dann solltest du so klug sein, und nichts bemängeln, denn sonst korrigieren die das und du darfst antanzen.

Die meisten Zuweisungen zu EEJobs werden nicht richtig beschrieben. Da gibt es viele Urteile darüber und man kann sich bei einer Ablehnung darauf beziehen.

Wenn der Job richtig beschrieben wird, stellt sich meist heraus, dass er nicht zusätzlich ist. Dann packst du die Ablehnung bei der "fehlenden Zusätzlichkeit" an.

Die "Zusätlichkeit" eines EEJ ist in § 16 SGB II verankert.Bei fehelnder Bestimmtheit einer Zuweisung, sowie auch bei fehlender Integrationsstrategie, (die der EEJ haben sollte; schließlich soll er dich ja weiterbringen), kann man sich auf mehrere hohe Urteile beziehen.
 

Rounddancer

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#13
hi leit:icon_daumen:

was bedeutet eigentlich, ein Job ist "zusätzlich" oder "nicht zusätzlich":confused:
Zusätzlich ist es z.B., wenn Du Dienst machst als Fahrstuhlführer eines Selbstbedienungsaufzugs,- d.h. der Aufzug liefe auch, wenn Du krank, aufm Klo, oder sonstwie nicht da bist.

Nicht zusätzlich wäre es, wenn Du Dienst machtest auf einem manuellen Aufzug, der ohne Deinen Schlüssel nicht fährt,- und stehenbleibt, wenn Du krank, auf Nullnull, oder sonstwie nicht da bist (und keine Ablösung hast).
 
E

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Gast
#14
Zusätzlich ist es z.B., wenn Du Dienst machst als Fahrstuhlführer eines Selbstbedienungsaufzugs,- d.h. der Aufzug liefe auch, wenn Du krank, aufm Klo, oder sonstwie nicht da bist.

Nicht zusätzlich wäre es, wenn Du Dienst machtest auf einem manuellen Aufzug, der ohne Deinen Schlüssel nicht fährt,- und stehenbleibt, wenn Du krank, auf Nullnull, oder sonstwie nicht da bist (und keine Ablösung hast).
Perfekt erklärt. :icon_daumen:
 

martman

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#15
so diesbezüglich ein Fall aus der Realität.

Ein Mann ca.50 Jahre
alt, macht einen 1-Euro SklavenJob bei einer Kirche.(er kennt sich nicht aus und nimmt alles von ARGE hin als sebstverständlich)
zu seinen Aufgaben gehören:

Auf- und Absperren der Kirche
Glockenläutanlage bedienen(kein Witz)
Kerzen anzünden
Heizung ein- und ausschalten (Überwachung)
Kehren in der Kirche(und Wischen)
dem Pfarrer aushelfen,also dienen:icon_klatsch::icon_neutral:
im "Kirchen-Garten" Pflanzen giessen und behüten.Pfarrer lebt in der Kirche und frisst aus dem Garten.
Hühner füttern.
für mich hört sich das ehr nach einem Hausmeisterjob.

was soll ich diesem Mann raten?:confused:

 
E

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#18
Für die Ablehnung dieses Jobs müssten man mehr wissen:

1) Wie ist er zu diesem Job gekommen? Per Eeingliederungsvereinbarung (die er unterschrieben hat), per "Angebot", per "Bescheid" oder mit EGV + "Angebot" (oder "Bescheid")? Man müsste die Unterlagen alle sehen. Hat er denn die EGV unterschrieben?

2) Was stand über diesen Job in der EGV und in der Zuweisung? Stand in beiden schon diese Beschreibung: "Auf- und Absperren der Kirche
Glockenläutanlage bedienen,Kerzen anzünden, Heizung ein- und ausschalten (Überwachung), Kehren in der Kirche(und Wischen), dem Pfarrer aushelfen,also dienen, im "Kirchen-Garten" Pflanzen giessen und behüten.Pfarrer lebt in der Kirche und frisst aus dem Garten. Hühner füttern.", die Arbeitszeit, die Stundenzahl? D.h. war in allen Schriftstücken der Job richtig bestimmt?

3) Passt denn der Job in seine Integration? Oder hat er irgend einen anderen Beruf, der dazu nicht passt?

4) Ist der denn den Job schon angetreten? Wenn ja, dann kann er ihn nämlich nicht sanktionsfrei abbrechen. Dazu müsste erst beim Richter eine Feststellungsklage einreichen. D.h. ein Richter müsste erst prüfen, ob seine EGV und die Zuweisung rechtskonform sind und der Job darin richtig beschrieben wurden, ob der Job zusätzlich ist und - falls der Job nicht in die Integrationsstrategie passt - ob der Job auch halbwegs "passt". Erst wenn der Richter das festgestellt hat, kann er den Job sanktionsfrei abbrechen. Tut er das davor, bekommt er eine Sanktion und muss diese einklagen (damit wird er aber Erfolg haben, weil der Job nicht zusätzlich ist; er wird nur mind. 1 Monat mit einer Kürzung leben müssen, die er im Anschluss zurückbekommt).

5) Wenn er den Job noch nicht angetreten ist, ist es einfacher, denn dann kann man noch alles ablehen bzw. widersprechen (wenn kein "Angebot" sondern ein "Bescheid" für die Zuweisung zum Ein-Euro-Job vorliegt). D.h., man kann sich die Klage sparen.

Man müsste sehen, was er da so alles erhalten hat.
 

martman

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#19
"Wenn er den Job noch nicht angetreten ist, ist es einfacher, denn dann kann man noch alles ablehen bzw. widersprechen (wenn kein "Angebot" sondern ein "Bescheid" für die Zuweisung zum Ein-Euro-Job vorliegt). D.h., man kann sich die Klage sparen."

ein Angebot meins du im Sinne "Vermittlungsvorschlag"?-aber das hat mit dem 1-EotoJob nichts zutun.In diesm Falle kann man "Angebot" nicht widersprechen,?oder?

wahrscheinlich,schon gleich nach erhalt der EGV zum "überprüfen",gleich Widerspruch einlegen?

mit dem Bescheid meinst du ein VA?

 
E

ExitUser

Gast
#20
ein Angebot meins du im Sinne "Vermittlungsvorschlag"?-aber das hat mit dem 1-EotoJob nichts zutun.In diesm Falle kann man "Angebot" nicht widersprechen,?oder?
Die "Zuweisung zum einem EEJ" kommt schriftlich entweder als "Angebot", "Vermittlungsvorschlag" oder "Bescheid" und ist unabhängig von der EGV.
 

Sissi54

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#21
Zu Beitrag # 15 !

Wenn es der Betroffene nicht hinnehmen will, für so einen "Scheinheiligen" Sklave zu spielen, dann hätte eine Anzeige wegen Veruntreuung o.ä., oder eine Veöffentlichung in der Presse bestimmt durchschlagenden Erfolg !
 

martman

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#22
Die "Zuweisung zum einem Ein-Euro-Job" kommt schriftlich entweder als "Angebot", "Vermittlungsvorschlag" oder "Bescheid" und ist unabhängig von der EGV.
F@..k,sch..e,m...ßt,so machen die das? 1-EuroFob darf also in einer EVG garnicht vereinbart werden?
 
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#24
Zusätzlich bedeutet daß diese Arbeit nicht vorher von einer bezahlten Kraft erledigt wurde.

Also wenn eine Pförtnerstelle oder die Grünanlagenpflege früher eine bezahlte Arbeitskraft gemacht hat, die dann gestrichen wurde und nun soll ein EEJler die Arbeit machen ist das nicht zusätzlich.
 
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#25
welche "Tättigkeiten" ?
also,ein 1-Euro Jobsklave darf nur (und muss) nur eine Helfertätigkeit verrichten?
im prinzip: Besen in der Hand -Ja,in einer Firma XY am Fliesband -Nein?


Nein, das hat mit qualifiziert oder nicht qualifiziert absolut nix zu tun. Es geht darum ob eine früher bezahlte Tätigkeit nun von einem Ein-Euro-Jobler ausgeführt werden soll. Und ob es eine für den Arbeitsablauf unabdingbare Tätigkeit ist.


Das Kehren in einer Firma oder in einem Altenheim gehört zu den nötigen Tätigkeiten dort , die zu Zeiten vor der Einführung eines Ein-Euro-Job eine bezahlte Kraft erledigt hat, von daher ist es keine zusätzliche Arbeit.
Winterdienst in der Gemeinde zB kann auch nicht zusätzlich sein, da er ja aus Sicherheitsgründen gemacht werden MUSS.
Zusätzlich wären zB irgendwelche zusätzlichen Verschönerungsarbeiten, gemeinnützige Arbeiten die sonst ehrenamtliche Leute machen, solche Sachen.
 

bulde

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#26
@münchnerkindl

Wie gut kennst du eigentlich die Verhältnisse in deiner Stadt?
Unter Regie des hochwohlgeborenen Herrn Oberbürgermeister Ude und mit Einverständnis des Gesamtpersonalrats arbeiten 1-Euro-Jobber auch als Pseudo-Beamte auf Planstellen (!), sehr zum Verdruss "kleiner", regulärer Dienstnehmer der LH München. Auch die Bestimmungen des AÜG werden bei Betreten des Rathauses abgegeben.
Und: München war lange Jahre lang hindurch Großabnehmerin illegaler Leiharbeitskräfte, die von Siemens aus Ungarn angekarrt wurden und bei der LH München als Programmierer ungarische Hardware-Schulden abarbeiten durften. Der damals Hauptverantwortliche hockt heute noch immer im Bundestag und lässt seinen Ruf als Kämpfer für Law and Order pflegen...
 
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#27
Zusätzlich wären zB irgendwelche zusätzlichen Verschönerungsarbeiten, gemeinnützige Arbeiten die sonst ehrenamtliche Leute machen, solche Sachen.
In der gGmbH, in der ich zur Zeit als 1€-Jobber tätig bin, werden die Werkstätten im Zuge einer kompletten Renovierung von den 1€-Jobbern durch Malerarbeiten "verschönert"
Das ist doch komplett staatl. geförderte Schwarzarbeit ? Man bedient sich hier also der 1€-Sklaven im Betrieb, statt die Renovierungsarbeiten von Malerfirmen ausführen zu lassen.

In der Tischlerabteilung in dieser besagten gGmbH wurde jetzt ein Team von 20 1€-Jobbern gebildet/rekrutiert, das ab Montag damit beschäftig wird, Werkzeugschränke und Werkbänke zur weiteren Ausstattung der Tischlerei herzustellen.

Wenn die Firma Werkzeugschränke braucht, soll sie diese kaufen oder in einem Fachbetrieb in Auftrag geben. Die Heranziehung der 1€-Jobber zum Anfertigen der Betriebsausstattung ist doch ebenfalls staatl. geförderte Schwarzarbeit?

Wie bitte gegen so etwas vorgehen?
Wo anprangern?
 

theota

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#29
aber das wäre Rechtwirdrig,wenn das in einer EVG drin stehen würde
nein, das hast du, glaube ich, falsch verstanden :icon_smile:

es sei denn, das wäre seit 1.1. auch geändert worden :confused:

ich habe bisher nur EGV unterschrieben wegen EEJ (damals habe ich mir dummerweise noch jeden Mist ungefragt auf's Auge drücken lassen :icon_neutral: )
 

theota

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#30
was Mobydick meinte, ist:

angenommen, es besteht bereits eine allgemeine EGV, ohne speziellen Hinweis auf einen EEJ o.Ä.

dann kann es sein, daß du schriftl. eine Zuweisung zu einem EEJ erhältst und zwar in der Form wie von Mobydick beschrieben

eine EGV kann also, muß aber keinen EEJ beinhalten (beides ok und nicht rechtswidrig, es sei denn, an der EGV ist inhaltlich was auszusetzen)

die 2 Sachen haben im Grunde nur bedingt (sagen wir mal: das ist von Fall zu Fall unterschiedlich; ich hatte bisher nur EGV's weil die mich in einen EEJ stecken wollten; bei Anderen sieht das vielleicht anders aus) miteinander was zu tun
 

M.aus.B

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#31
was bedeutet eigentlich, ein Job ist "zusätzlich" oder "nicht zusätzlich":confused:
Vor allem aber ist das ziemlicher schwachsinn, der nur von leuten erfunden werden kann, die noch nie ehrlich gearbeitet haben (Münte & konsorten).
Eigentlich gibt es keine zusätzliche Arbeit. Entweder es ist Arbeit da - dann muss sie gemacht werden, oder eben nicht. Das ist nur die "Begründung" unserer staatlichen Lumpenbande für Lohndumping, Sozialabbau und entrechtete Beschäftigung..
Arbeit gibt es in diesem Land genug - das Problem ist, das man nicht mehr bereit ist, diese auch anständig zu bezahlen. Das bedeutet für (noch) arbeitende Lohnkürzungen, und für uns eben Zwangsarbeit !:mad:
 

martman

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#32
"eine EGV kann also, muß aber keinen Ein-Euro-Job beinhalten (beides ok und nicht rechtswidrig, es sei denn, an der EGV ist inhaltlich was auszusetzen)"
also das bedeutet,dass ich nur noch festetellen muss,ob dieser 1-EuroJob "Zusätzlich" ist oder nich,und in meine "Integrationstrategie"passt?
so wie ich hier mitgekriegt habe,passen meistens zu 90% keine und müssen "Widersprochen werden":icon_twisted::icon_neutral:

mal dazu,wer hat schon ein 1-EuroJob gemacht,der "Zusätzlich"war?

das wird bestimmt verhältnismäßig ein "Lockerer"Jobchen:icon_daumen: gewesen sein...andere sklaven müssen ja richtig rackern (siehe #15):icon_neutral:
 

Mario Nette

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#33
Bezüglich EGV und Ein-Euro-Job lese man doch bitte mal die Arbeitshilfe AGH der BA (PDF). Auszugsweise:

PDF-Seite 12
Die Teilnahme an einem Zusatzjob erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer individuell mit dem Teilnehmer vor Maßnahmeeintritt abgestimmten Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II. Hiervon kann bei Sofortangeboten gemäß § 15a SGB II abgewichen werden.
Begründung dafür wird wohl sein: Bei Sofortangeboten soll es nicht darum gehen, jemanden einzugliedern o. ä., sondern lediglich darum, zu prüfen, ob jemand prinzipiell arbeitswillig ist. Ob dies Instrument dafür geeignet ist, will ich dabei gar nicht diskutieren.

PDF-Seite 18-19
  • Unter Beachtung der Nachrangigkeit sollten Zusatzjobs als sinnvolles Modul einer ganzheitlichen Betreuungs-/Integrationsstrategie gezielt eingesetzt werden. Zusatzjobs können einen Teilschritt in einer Integrationskette darstellen und sollten ggf. mit anderen zweckmäßigen Leistungen verbunden werden, die in der Eingliederungsvereinbarung festgehalten werden sollten.
  • In der gemeinsam mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zu erarbeitenden Eingliederungsvereinbarung sollte auf die Bedeutung und geplante Ausgestaltung des Zusatzjobs (z.B. Einsatzbereich, ggf. Qualifizierung, Zuweisungsdauer) innerhalb der individuellen und auf die Bedarfsgemeinschaft abgestimmten Strategie zur Reduzierung der Hilfebedürftigkeit sowie zur Unterstützung der beruflichen und sozialen Integration hinreichend konkret eingegangen werden. Gegebenenfalls können andere Zusatzjobs alternativ unterbreitet werden, um die Motivation zu erhöhen.
PDF-Seite 21
Arbeitsgelegenheiten bei jungen Menschen dürfen nur ein Teilschritt auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit sein und sind, soweit es möglich ist, mit weiterführenden und ergänzenden Angeboten sinnvoll zu verbinden und in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen.
PDF-Seite 23
(6) Eingliederungsvereinbarung Jugendliche
Vor der Zuweisung in einen Zusatzjob ist in jedem Einzelfall von der ARGE ein individuelles Beratungsgespräch zu führen, als Profiling eine individuelle Eignungsfeststellung durchzuführen und eine gemeinsame Eingliederungsvereinbarung zu erarbeiten. Dem Jugendlichen sollten alternative Zusatzjob-Angebote unterbreitet werden, weil dies in der Regel auch seine Motivation erhöht. In der Eingliederungsvereinbarung wird u. a. der Beitrag des Zusatzjobs zur beruflichen Qualifizierung dargestellt. Die Zuweisungsdauer soll individuell und im Hinblick auf die jeweiligen Eingliederungsziele festgelegt werden.
Mario Nette
 

martman

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#34
"Begründung dafür wird wohl sein: Bei Sofortangeboten soll es nicht darum gehen, jemanden einzugliedern o. ä., sondern lediglich darum, zu prüfen, ob jemand prinzipiell arbeitswillig ist.":icon_twisted:

"arbeitswillig hin oder her":icon_twisted: -aber wenns rechtwidrig ist,kann man auch Sofortangebote Widersprechen,falls nich in die "IntegrationsStrategie"passt.
 
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