Zur ALG 2 Genehmigung wünscht das Jobcenter eine Bestätigung vom Finanzamt! Ist das rechtens?

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maradonna

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Hallo zusammen,
Das Jobcenter hat ALG 2 genehmigt, übernimmt aber lt. Bescheid die Miete nur dann, wenn eine Bescheinigung vom Finanzamt vorgelegt wird, dass die Mieteinnahmen dort bekannt sind. Wie soll das funktionieren, da der Mietvertrag erst seit März 2021 besteht bzw. Ist das überhaupt rechtens? Die Mietnebenkosten sind genehmigt.
Unter anderem wird in dem Bescheid nach wie vor von einer Bedarfsgemeinschaft gesprochen, wobei von Anfang an klar gestellt wurde, dass es sich hierbei nicht um eine solche handelt.
Wie wäre hier zu reagieren?
 

abcabc

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Hallo und willkommen im Forum.

Ist der Vermieter ein naher Verwandter von dir?
Der Vermieter muss die Miete beim Finanzamt zwar melden, aber darauf hast du keinerlei Einfluss und es geht dich auch nichts an, ob der Vermieter gegenüber dem Finanzamt korrekte Angaben macht. Da du keinen Rechtsanspruch auf Auskünfte darüber hast, kannst du dem JC "leider" keinerlei Auskünfte geben - damit sollte das Problem gelöst sein.

Falls der Vermieter ein Verwandter ist kann es nicht schaden, den darüber in Kenntnis zu setzen, dass das JC vielleicht dem Finanzamt eine Meldung macht und er daher die Miete besser angibt. Ist wohl schon vorgekommen, dass übereifrige SBs das Finanzamt kontaktiert haben wegen Mieten bei Verwandten...
 

Fabiola

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Unter anderem wird in dem Bescheid nach wie vor von einer Bedarfsgemeinschaft gesprochen, wobei von Anfang an klar gestellt wurde, dass es sich hierbei nicht um eine solche handelt.
Hört sich so an, als seist Du Untermieter (oder Mitmieter?). Wenn Untermiete, dann wäre keine Meldung an das FA von seiten des Hauptmieters notwendig - wenn - durch die Untervermietung kein 'Gewinn' erzielt wird.
Gib also bitte mal genauere Angaben darüber, wie die Mietkonstellation aussieht, damit Dir in Deiner Frage adäquat geantwortet werden kann.
 

ela1953

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Ja, ja. Jobcenter drohen immer mit dem Finanzamt und Meldung bei der Konstellation ALGII Empfänger wohnhaft bei Eigentümer-Eltern ohne Bezug.
Es stimmt zwar, dass der Vermieter die Mieteinnahmen dem Finanzamt angeben muss.
Das bedeutet aber nicht, dass auch Steuern anfallen.
Die durchlaufende Miete, wie Nebenkosten, Heizung usw. fallen erst mal weg. Von der reinen Kaltmiete gibt es auch noch Freibeträge.
Es gibt sogar Möglichkeiten, durch diese Miete Steuern zu sparen.
Ich hatte diesbezüglich mal recherchiert. Brauchte es aber dann nicht anwenden.

Ich hätte damals keinen Mietvertrag mit meinem Sohn abschließen dürfen, bzw. Wär nicht anerkannt worden, weil er unter 25 war.
Bei ü 25 wär die Wohngemeinschaft auch mit weniger Stress und Arbeit verbunden gewesen, wenn die Pro Kopf Verteilung beibehalten worden wäre.
Dafür müsste der Vermieter nur seine Belastung nachweisen.
Hätte ich kein Problem mit gehabt.

Im Internet gab es damals reichlich zu lesen über die verschiedenen Möglichkeiten.
 
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