Zumutbarkeit, behinderte Familienmitglieder (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Together

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Januar 2013
Beiträge
59
Bewertungen
2
Ich bekomme Alg2 für mich und für meine Kinder, sowie meine Stieftochter. Mein Mann bekommt EU-Rente ( vollerwerbsunfähig auf Dauer ).
Meine beiden bei mir lebenden Kinder sind beide behindert und in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt. Meine Stieftochter hat eine schwere emotionale Störung und ihre Alltagskompetenz ist ebenfalls eingeschränkt, die Kinder sind 7-13 Jahre alt. Mein Mann hat u.a. eine Gehirnschädigung und Epilepsie, er schafft es gerade noch, sich zwischendurch um seine Tochter zu kümmern, mit allen 3 Kindern wäre er aufgrund eigener Behinderung völlig überlastet ( z.B. mein ältester Sohn hat eine starke Weglauftendenz aufgrund autistischer Störung ), mein Mann vergißt sehr viel phasenweise, sogar die Namen und Termine und was er gerade machen wollte, er geht dann einfach spazieren und denkt nicht dran, dass er eben auf die Kinder achten soll, während ich z.B. eben den Müll rausbringe :-(

Nun habe ich in 2 Wochen einen Termin beim JC bei der Jobvermittlung. Ich weiß nicht, wie ich dem entgegen treten soll. Ich kann nicht zu alledem, was ich zu Hause mache ( es sind 4 auf ihre Art und Weise behinderte Menschen, die ich 24 Stunden am Tag versorge, pflege und betreue - auch nachts).

Zudem sind die Kinder zwar in der Schule, aber nach der Schule gibt es keine Betreuung ( wir wohnen in einem kleinen Ort, hier wird es in den nächsten Jahren auch keine weitergehende Betreuung geben) und in den Ferien ebenfalls nicht. Mein Jüngster ist zudem die Hälfte des Monats krank ( er hat eine kaputte Lunge) und wir müssen in der Zeit fast täglich zum Arzt ( 15Km entfernt).

Bitte sagt mir, ob das alles unter den Begriff Zumutbarkeit läuft, bzw. in dem Fall eine Vermittlung nicht zumutbar ist für mich. Ich bin doch nur eine Person und kann mich nicht teilen - Familie vers. Job oder Maßnahme ( letztes wurde mir vor einigen wochen schon angekündigt). Es wurde mir durch die Blume auch schon gesagt, mein Mann soll dann eben die Kinder übernehmen, aber wie oben geschrieben geht das nicht, er wäre ja schon mit 3 nichtbehinderten Kindern überlastet.

Eine weitere sache ist, dass ich selber auch gesundheitlich eingeschränkt bin, ich habe verschiedene Gelenke mit Arthrose, eine kaputte Schulter mit chronischen starken Schmerzen, Lumbago, eine Bandscheibe ist verrutscht, ich habe Asthma, eine Schilddrüsenerkrankung ( mit Gelenkschmerzen) etc. - ich bin froh, dass ich hier zu Hause alles noch hinbekomme, aber zu dem ganzen jetzt noch ne Maßnahme oder nen Job, das schaff ich nicht.


LG ToGether
 

Fritz Fleißig

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 März 2013
Beiträge
3.322
Bewertungen
3.759
Die Kriterien findest du in § 10 SGB II und der dazu erlassenen Geschäftsanweisung - https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf

Generell wäre zu fragen: hat dein Mann und haben deine Kinder eine Pflegestufe? Im übrigen kommt es halt auf die Umstände des Einzelfalls und die Begründung an.

Grundsätzlicher Rat: diese Argumente schriftlich mitteilen, damit es nachweislich bekannt ist, und eventuell zusätzlich mündlich erläutern. Auch nicht mit irgendwelchen Sprüchen abspeisen lassen, erst recht nicht "durch die Blume", sondern alles klar und eindeutig schriftlich verlangen.

Sind genauso deine eigenen gesundheitlichen Einschränkungen nachweislich dem JC bekannt?
 

Together

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Januar 2013
Beiträge
59
Bewertungen
2
1 Kind hat Pflegestufe 1 mit erhöhter Einschränkung der Alltagskompetenz ( hat u.a. eine Weglauftendenz, klettert auch aus dem 2. Stock aus dem Fenster und knackt dafür Fensterschlösser, Kind ist autistisch), ein weiteres Kind hat Pflegestufe null mit erhöhter Einschränkung der Alltagskompetenz ( das heißt, es hat einen erhöhten Betreuungsbedarf und auch Pflegebedarf, der aber nur knapp an der Pflegestufe 1 vorbei gegangen ist, weil bei Kindern einiges an Zeiten abgezogen wird, dieses Kind ist ca. den halben Monat krank zu Hause und dnan nicht in der Schule), für das dritte Kind ( mein Stiefkind) soll nun noch Pflegestufe 0 beantragt werden, weil es auch einen sehr hohen Betreuungsbedarf hat ( droht u.a. sich selbst zu töten und steht quasie immer mit einem Bein in der Kinderpsychiatrie zur Krisenintervention, dieses Kind ist ein Kind mit frühkindlichem Trauma).

Mein Mann hat keine Pflegestufe, ist aber auch nicht in der Lage, sich um die Kinder so zu kümmern, wie sie es benötigen. Er hat durch einen Unfall eine Gehirnschädigung, Depression und Epilepsie und noch einige andere Erkrankungen, die aber nichts mit dem Unfall zu tun haben. Verbessern wird sich da nix, nur weiter verschlechtern, deshalb ist er auch voll erwerbsgemindert auf Dauer.

Meine überwiegenden Diagnosen habe ich dem JC schonmal kopiert vor nem Jahr, einiges ist hinzu gekommen. Vor Jahren habe ich bei meinem ehem. JC eine Untersuchung gehabt vom med. Dienst und eine psych. Untersuchung, die haben einiges an Einschränkungen festgestellt, es blieb nicht viel, was ich noch machen kann. Damals war ich noch alleinerziehend und aufgrund der damals auch schon nicht vorhandenen weitergehenden Kinderbetreuung war ich bis dieses Jahr von der Vermittlung freigestellt.

Der Jobvermittler ist nun aber der Meinung, ich solle nun mal was tun dafür dass ich vom Steuerzahler Geld erhalte und der Steuerzahler arbeite ja nunmal auch hart. Erstmal solle ich ne Aktivierungsmaßnahme mitmachen, um dann in Arbeit zu kommen. Meine erste Aufgabe wäre nun, ich solle für eine adäquate Kinderbetreuung sorgen, wenn ich der Meinung wäre, mein Mann wäre damit überfordert. Auf meine Antwort, dass mein Mann behindert sei und alle 3 Kinder einen stark erhöhten Betreuungsbedarf hätten, und 2 Kinder erhöhten Pflegebedarf und ich bei den beiden Kindern im Bewilligungsbescheid als Pflegende drin stünde, bekam ich nur zu hören, dann müsse ich das eben ändern und bei Pflegestufe 1 könne man vollzeitig berufstätig sein ( meine Kinder haben aber nen Pflegebedarf, der über den ganzen Tag verteilt ist - auch nachts, alle 3 Kinder haben Therapien und eins der Kinder mehrmals wöchentlich Arzttermine).

Ist das denn nichts was ich tue, außer dem Steuerzahler auf der Tasche liegen? Ich hab jetzt schon Angst davor, irgendwann nicht mehr zu können, was dann sein wird :-(
Vormittags wenn die Kids außer Haus sind ( was auch nicht oft vorkommt, dass alle 3 aus dem Haus sind) hole ich meinen Nachtschlaf nach, da ich nachts mindestens einmal die Stunde raus muß wegen einem der Kids.

LG ToGether
 

Ollunddoll

Elo-User*in
Mitglied seit
21 September 2012
Beiträge
400
Bewertungen
335
Zu allererst möchte ich Dir meine uneingeschränkte Hochachtung für Dein Tun aussprechen. Wer sich, wie Du, um 4 behinderte Mitmenschen kümmert, hat absoluten Respekt verdient.

So.... zu Deinem Termin beim JC nimm Dir möglichst einen Beistand mit.
Hier kannst Du mal schauen und auch eine eigene "Suchanzeige" aufgeben:

Information - Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter im Erwerbslosen Forum Deutschland

Rede nur das, was nötig ist, verlange alles, was der SB sagt in schriftlicher Form.
Wenn er Dich dumm anmacht, von wegen Steuerzahler usw., sage ruhig und bestimmt: "Ich sehe den Termin hiermit für beendet an, beschimpfen lassen muss ich mich nicht". Dann sofort zum Teamleiter gehen und den Vorfall schildern.
Da ist es natürlich gut, wenn Du jemanden dabei hast.

Diesen SB möcht ich mir zu gerne "vorknöpfen" nach dem Motto: leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen.

Nur leider wird das bei dem Typen auch nix bringen.


*Ironie an*
Du kannst ihm ja mal den Vorschlag machen, er übernimmt die Betreuung Deiner Familie, dann gehst Du liebend gerne arbeiten
*Ironie aus*

Lass Dich nicht unterkriegen, nicht von so einem

Gaby
 

Fritz Fleißig

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 März 2013
Beiträge
3.322
Bewertungen
3.759
Die Geschäftsanweisung der Arbeitsagentur zu diesem Thema kennst du nun ja. Der SB hat sich daran zu halten, und was er als medizinischer Laie dazu "meint", ist erst einmal nebensächlich.

Dort werden aber nur typische Situationen behandelt. Es kommt immer auf die individuelle Situation an. Daß man mit Angehörigen der Pflegestufe I voll erwerbstätig sein könne, stimmt ja auch nicht unbedingt, wenn der Pflege- oder Betreuungsbedarf verteilt über den Tag hinweg anfällt. Wenn du eine Betreuungskraft besorgen sollst, wer soll die bitte bezahlen?

Ein wesentlicher Punkt ist hierbei die Feststellung einer Pflegestufe für deine Familienangehörigen oder eines erhöhten Betreuungsbedarfs. Das solltest du also weiterverfolgen.

Wenn deine eigenen medizinischen Unterlagen beim JC nicht mehr aktuell sind und inzwischen weitere Einschränkungen hinzugekommen sind, dann laß diese umgehend aktualisieren. Auf das Kopieren von Arztunterlagen allein würde ich mich nicht verlassen. Die medizinischen Einschränkungen müssen vom ärztlichen Dienst des JC festgestellt oder bestätigt werden.

Wichtig ist aus meiner Sicht, daß es nicht nur beim Reden bleibt, sondern alles dem JC klar nachweisbar vorliegt und die entsprechenden Sachverhalte nachweislich bekannt sind. Ich würde also deine hier geschilderte Situation sachlich schriftlich zusammenfassen und alles, eventuell mit neuem ärztlichen Attest, per Einschreiben an das JC senden oder dort gegen Empfangsbestätigung abgeben.

Falls du dich bei Terminen unter Druck gesetzt fühlst, solltest du dir künftig dafür eine Person deines Vertrauens als Beistand mitnehmen.

Noch zum Schluß: "Steuerzahler" bist du selbst auch - oder zahlst du beim Einkauf keine Umsatzsteuer, keine Stromsteuer und nicht die vielen anderen im Endpreis versteckten kleinen Steuern?
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.053
Als erstes solltest Du in Zukunft nie wieder alleine zum Amt gehen. Du hast ein Anrecht auf einen Beistand nach §13 SGBX. Das kann jeder machen, der braucht nur Protokoll schreiben. Bin gespannt, ob der Vermittler dann auch den ganzen Mist absondert.

An Dein Gutachten hat er sich schon mal zu halten. Unterschreibe nichts sofort beim Amt. Eine Eingliederungsvereinbarung muss man nicht sofort unterschreiben. Kann gut sein, dass er Dir eine geben will.
Zum Rest sagt hoffentlich noch jemand was.

Edit: Mal was ganz anderes. Wer soll denn die Betreuung bezahlen, wenn Du arbeiten/in eine Maßnahme gehst? Da Du das nicht kannst, müsste es auch der Steuerzahler leisten, denke ich. Der SB scheint nicht über den Tellerrand gucken zu können.
 
E

ExitUser

Gast
Ziel sollte sein Pflegestufen zu bekommen. Da dies oft schwierig ist, sollte man versuchen, den Betreuungsbedarf vorerst über Atteste (Kinderarzt) nachzuweisen.

Man könnte schon beim Gespräch anklingen lassen, dass man häufig das Recht auf AU in Anspruch nehmen muss, wenn die Kinder krank sind.

Das dämpft erst einmal die Lust des SB in eine Maßnahme zu zwingen. Familienberatungsstellen hattest Du schon aufgesucht?
 

Together

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
4 Januar 2013
Beiträge
59
Bewertungen
2
Ein Kind hat ne Pflegestufe seit Jahren und dazu die zusätzlichen Betreuungsleistungen ( diese Betreuungsleistungen werden nur bewilligt z.B. bei Demenz, geistiger Behinderung, Entwicklungsverzögerun, psych. Störungen u.a. und auch nur wenn eindeutig ein besonderer Betreuungsbedarf vorliegt), ein weiteres hat ebenfalls die zusätzlichen Betreuungsleistungen seitens der Pflegekasse bewilligt bekommen ( gibt nur niemanden hier, der das bei Kindern durchführt hier - ich hab es aber zumindest von der Pflegekasse schriftlich, dass diese beiden Kinder eine stark eingeschränkte Alltagskompetenz haben und zusätzlicher Betreuung bedürfen) - aber für Pflegestufe 1 reichts noch nicht, bei Kindern wird zuviel abgezogen an Zeiten.
Bei Kind 3 ist kein zusätzlicher Pflegeaufwand nötig, aber ein sehr erhöhter Betreuungsaufwand, ich habe ein Attest seitens der Kinderpsychiatrie, dass eine schwere Emotionale und soziale Störung vorliegt und dass eine Langzeittherapie notwendig ist.

Wir arbeiten mit ner Erziehungsberatungsstelle und der Kinderpsychiatrie, sowie versch. Fachärzten ( Pulmologe, Endokrinologie, Orthopäde etc.) zusammen. 2 der Kinder gehen in eine Körperbehindertenschule mit festen Öffnungszeiten, darüber hinaus gibt es keine Betreuung, in den Ferien auch nicht, da ist die Schule geschlossen, das dritte Kind geht in die Grundschule, hat aber einen Förderbedarf in emotionaler und sozialer Entwicklung, das ganze geht aber per Inklusion.

Die Fehlzeiten aufgrund Krankheit stehen auch in den Zeugnissen der Kinder, bei den ersten beiden sind diese Zeiten weit über das hinaus, was bei gesunden Kindern noch im Rahmen ist, Kind 3 fehlt nicht oft in der Schule.

Zu alledem habe ich ja auch noch eigene Therapien ( Psychotherapie und Krankengymnastik), Rehasport und Arzttermine ( Orthopäde, Pulmologe, Endokrinologie ( hab was mit der Schilddrüse, ne Autoimmunerkrankung und Diabetes 2 ) etc. ) . Davon muß ich schon sehr oft was verschieben wegen der Kinder.

In einer EGV, die ich nicht unterschrieben habe, steht drin, dass das JC monatlich 130 Euro je Kind an Betreuungskosten trägt, wenn eine Betreuung notwendig ist. Aber alleine bei der Lebenshilfe würde mich eine Stunde je Kind 24 Euro kosten, die haben aber eh keine Kapazitäten frei und weit würde ich da auch nicht mitkommen.

Meine sämtlichen Unterlagen über die eigene Gesundheit nehme ich dann mal alle mit und die Bescheide seitens der Pflegekasse Kind 1 und 2 betreffend, sowie das Attest der Kinderpsychiatrie was Kind 3 betrifft, über meinen Mann ist bekannt, dass er Rentner ist, ein Gutachten habe ich nicht über ihn, ich könnte allenfalls ältere Unterlagen vom Neurologen mitbringen, aber einverstanden ist mein Mann damit bis jetzt nicht, weil er nicht möchte, dass jeder x-beliebige Jobvermittler diese ärztlichen Unterlagen sieht.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.053
Den Jobvermittler gehen auch keine Diagnosen etwas an. Hol Dir ein Attest für die Kinder ohne Diagnosen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde keine Gutachten mit Diagnosen mitnehmen, sondern Gutachten, oder Atteste, aus denen hervorgeht, wie hoch der tägliche Betreuungsbedarf ist.

Das Zeugnis, aus denen die Fehlzeiten hervorgehen ist sicherlich aussagekräftig.

Auf pauschale Aussagen Deines SB würde ich antworten, dass in Deinem Fall eine Einzelfallprüfung zum Ergebnis führen würde, dass Du unabkömmlich bist.

Und dann würde ich mir die Frage gestatten, welche konkreten Maßnahmen dich denn wozu befähigen sollen, auch wieder auf Einzelfall ausgerichtet.

Am Besten suchst du Hilfe und Unterstützung eines Sozialarbeiters, oder Behindertenbeauftragen. Damit habe ich hier gute Erfahrungen gemacht.

Beim Termin immer in Begleitung erscheinen.
 

Fritz Fleißig

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 März 2013
Beiträge
3.322
Bewertungen
3.759
Selbstverständlich darf kein x-beliebiger Arbeitsvermittler in ärztlichen Unterlagen mit genauen Diagnosen oder Krankengeschichten herumstöbern. Solche Details gehen ihn zum ersten nichts an, zum zweiten kann er es mangels medizinischer Detailkenntnis sowieso nicht fachkundig beurteilen.

Die Unterlagen, die du beim Arbeitsvermittler vorlegst oder abgibst (gegen Empfangsbestätigung, damit ganz klar dokumentiert ist, daß sie dort vorgelegen haben), sollten sich daher auf allgemeine Angaben beschränken. Beispielsweise, daß deine Kinder öfters krank sind, ein ständiger/stark erhöhter Betreuungsbedarf besteht oder daß dein Mann diese Betreuung aufgrund eigener Erkrankung nicht leisten kann. Dasselbe gilt für deine eigenen gesundheitlichen Probleme.

Hier müßte der Arbeitsvermittler, wenn ihm diese allgemeinen Unterlagen, Atteste oder Bescheinigungen nicht ausreichen, den ärztlichen Dienst mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragen. Nur dort, also gegenüber einem Arzt, sollten detailliertere Unterlagen vorgelegt werden. Und zwar nach Möglichkeit nicht per Akteneinsicht, damit gar nicht erst die Versuchung besteht, nur ein Aktenlagegutachten zu fertigen.

Alles Gute!
 
Oben Unten