zumutbare Wegezeit zur Arbeit

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berlie1957

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Grüße und eine Frage

Wie viel Zeit von Haustür bis Arbeitsplatz ( hier sind es einfache Fahrt von Haltestelle bis AG im Schnitt 02:15 also pro Arbeitstag um die 04.30 Std und Kosten von 18.00 Euro.
Es muß da zu gesagt werden ,das ich einen 50% Behinderten Gleichgestellt bin.
Kann doch das Jobcenter / Arbeitsamt eventuell ein Auto finanzieren ?
Ich beziehe seit 2 Tagen Arbeitslosengeld.
DANKE für Hinweise
 

Fritz Fleißig

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Siehe § 140 SGB III.

Bei Vollzeitarbeit maximal 2 1/2 Stunden täglich, insgesamt für Hin- und Rückweg. Wie von dir auch erwähnt, benötigte Zeit von Haustür bis zum Arbeitsplatz (und zurück).

Das von dir aufgeführte Beispiel liegt weit jenseits des Zumutbaren.

Sicher kann die AfA unter Umständen ein benötigtes Auto finanzieren. Nur ist das alles eine Kann-Leistung ohne Rechtsanspruch. Wenn du so etwas beantragen willst, dann laß dir kein Darlehen aufschwatzen. Schulden kann man sich in der heutigen Zeit kaum noch leisten. Denk bitte auch an die notwendigen Folgekosten für ein Auto - wer trägt die?
 

Dom1

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Nur mal so aus Interesse, da ich mir dies gerade nicht vorstellen kann:

Wie würde so etwas aussehen?
Altes Fahrzeug aus dem Behördenpool? :D
Wird einem das Geld zur Verfügung gestellt?
Wen ja, was würde das Amt als realistisch ansehen? Stichwort Effizienz, Folgekosten, Garantie...
 

Fritz Fleißig

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Geldzuschuß mit der Auflage, dafür ein geeignetes Kfz zu kaufen. Auf etwas anderes würde ich mich gar nicht erst einlassen.

Das wird aber auch von den örtlichen Verhältnissen und den verfügbaren Geldmitteln abhängen.

Und wie du auch schreibst: die Folgekosten (Steuer, Versicherung, Reparaturen, Wartung, Betriebskosten) sind dann noch ein Kapitel für sich.
 

berlie1957

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Ok,also liege ich doch Richtig,das ein Wohnortwechsel mit Übernahme der Umzugskosten durch das Amt eher als Optimal gelten soll.
Da die Mitarbeiterin da von ausgeht,das ich keinen Umzug bezahlt bekomme,da Sie nach Entfernung geht,das sind 57 Km,aber das einzige ist eine Busverbindung mit Umsteigen welche eben die oben angebrachten Fahrzeiten hat.
 

biker57

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Zu mir sagte der SB.
Solange der Lohn über dem Ex. Minimum liegt,
(nach allen Nebenkosten, Benzin, usw) sei es
zumutbar längere Wege zu fahren.

Soll heißen, wer täglich 2x 50 km fährt und am
Ende des Monats 450.- übrig hat, dem kann der
Weg zur Arbeit zugemutet werden (???)
 

Fritz Fleißig

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@biker57

Du solltest nicht alles unkritisch glauben, was ein SB so erzählt. Laß dir das schriftlich geben. Geredet wird viel, wenn der Tag lang ist.

Hier geht es auch ausschließlich um die zumutbare Pendelzeit. Die Entfernung ist dafür nicht maßgebend, weil der Zeitaufwand je nach Verkehrsverhältnissen und benutztem Verkehrsmittel bei gleicher Entfernung sehr unterschiedlich sein kann.

Auch die Kosten der Pendelfahrten sind nur indirekt über den zumutbaren Arbeitslohn (wenn Nettoberechnung, dann Fahrtkosten zur Arbeit berücksichtigen) wichtig.

Sobald es nicht um ALG, sondern um ALG II geht, sieht die Sache im übrigen anders aus.
 

SchneeFrauchen

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Hallo,
ich klinke mich auch mal kurz in das Thema ein, denn ich habe auch so einen ähnlichen Fall.
Ich soll mich in einem Betrieb bewerben, dieser ist zwar nur ca. 30km vom meinem Wohnort weg, allerdings übersteigt die Fahrtzeit die 2,5h ( bin auf Bus, Bahn, etc. angewiesen ). Hin - und Rückfahrt betragen jeweils ( bei reibungslosem Ablauf ) ca. 1,5h.

Die Arbeitszeiten gehen teilweise bis mind. 19Uhr und die letzte "vernünftige" Rückfahrt beginnt kurz nach 19Uhr ( demnach nicht zu erreichen ). Die nächste Rückfahrmöglichkeit würde um 20.33Uhr beginnen und ich wäre gegen 04.57Uhr ( + Weg vom Busplatz bis nach Hause ) daheim. Gute 8,5h ( ohne Hinfahrt ) wären das dann...

Ist das ernsthaft noch zumutbar oder kann ich ( mit Ausdruck der Verbindung ) die Bewerbung auf diese Stelle "ablehnen"?
 

nowork

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...Die Arbeitszeiten gehen teilweise bis mind. 19Uhr und die letzte "vernünftige" Rückfahrt beginnt kurz nach 19Uhr ( demnach nicht zu erreichen ). Die nächste Rückfahrmöglichkeit würde um 20.33Uhr beginnen und ich wäre gegen 04.57Uhr ( + Weg vom Busplatz bis nach Hause ) daheim. Gute 8,5h ( ohne Hinfahrt ) wären das dann...

Ist das ernsthaft noch zumutbar oder kann ich ( mit Ausdruck der Verbindung ) die Bewerbung auf diese Stelle "ablehnen"?

Ich würde sie definitiv ablehnen! Was machst Du denn in den Umsteigezeiten?
In der Nacht irgendwo auf 'ner Bank im Wartehäuschen sitzen?
 

Fritz Fleißig

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Unzumutbare VV kannst du jederzeit ohne Rechtsnachteil ablehnen, selbst wenn sie dir als VV mit RFB vorgeschlagen wurden. Was zumutbar ist und was nicht, entscheidet sich nach § 140 SGB III und nicht nach den Ansichten eines Vermittlers. Hier gibt es genau festgelegte Grenzen.

Nur nebenbei gefragt: hast du dieses Stellenangebot überhaupt von der AfA als offiziellen VV mit RFB bekommen oder war das nur eine Stelleninformation, ein VV ohne RFB beziehungsweise ein Kontaktversuch eines Arbeitgebers? Dann wäre das sowieso unverbindlich.

Versuche, eine Sperrzeit zu verhängen, kann man aber niemals im voraus ausschließen. Das wird aber keinen Erfolg haben, wenn die Fakten so liegen wie von dir beschrieben.
 

SchneeFrauchen

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Ich habe es als als VV mit RFB gestern in der Post gehabt.

Gut, dann werde ich diesen VV ablehnen mit Berufung auf §140 SGB III und die unzumutbare Fahrtzeit werde ich mit Ausdruck der Bus - und Bahnverbindung ( Deutsche Bahn ) belegen.

Da wird ja meine SBin wieder im Dreieck springen :icon_hihi:
Ich glaub die kriegt langsam schon graue Haare weil sie mich noch nirgends reingedrückt hat.
 
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