Zum Thema "Flüchtlinge bekommen mehr als.." (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Archibald

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NTV hat hierzu einen guten Artikel erstellt.

Leben in Saus und Braus?: So viel bekommt ein Flüchtling wirklich - n-tv.de

Alleinstehende Flüchtlinge bekommen insgesamt 354 Euro. Ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger bekommt 404 Euro. Leben zwei Menschen zusammen, bekommt jeder Partner 318 Euro. Bei Hartz-IV-Empfängern sind es 364 Euro für jeden. Für ein Kind bis zu sechs Jahren gibt es 214 Euro (Hartz IV: 237 Euro). Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren gibt es insgesamt 242 Euro (Hartz IV: 270 Euro). Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren bekommen 276 Euro (Hartz IV: 306).
Ich hoffe das nimmt nun jenen den Wind aus den Segeln die immer wieder versuchen Missgunst zwischen Leistungsberechtigte ALGII Empfängern und Migranten zu säen!

LG, Archibald
 

SB Feind

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Das die Erwerbslosen gegen die Flüchtlinge ausgespielt werden sollen sieht man schon am Mindestlohn Erwerbsloser 6 Monate warten und der Flüchtling soll das sofort bekommen.

Oder ist das da jetzt anders?
 

ZynHH

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Das die Erwerbslosen gegen die Flüchtlinge ausgespielt werden sollen sieht man schon am Mindestlohn Erwerbsloser 6 Monate warten und der Flüchtling soll das sofort bekommen.

Oder ist das da jetzt anders?
Quelle?
 

TazD

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Für wen gilt der allgemeine Mindestlohn?
Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer über 18 Jahren. Um Langzeitarbeitslosen
den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, kann lediglich bei
ihnen in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung vom
Mindestlohn abgewichen werden.
https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a640-ml-broschuere-pdf.pdf?__blob=publicationFile
Mich würde trotzdem noch die gesetzliche Grundlage interessieren, denn im Mindestlohngesetz habe ich nichts gefunden (oder es überlesen).
 
G

Gast1

Gast
@TazD, das steht in § 22 Abs. 4 Satz 1 MiLoG:

(4) Für Arbeitsverhältnisse von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die unmittelbar vor Beginn der Beschäftigung langzeitarbeitslos im Sinne des § 18 Absatz 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch waren, gilt der Mindestlohn in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung nicht.
 
G

Gast1

Gast
@goodwill: Flüchtlinge werden bisher noch nicht vom Mindestlohn ausgenommen. Das will aber die Wirtschaft, nur die hat sich mit ihrem Ansinnen noch nicht durchgesetzt.

Wenn aber ein Flüchlting als Asylbewerber anerkannt worden ist, wird er ins SGB II geschoben. Und dann beginnt bei ihm die Uhr wegen der Langzeitarbeitslosigkeit an zu ticken (langzeitalo ist man/frau nach 1 Jahr), wie bei jedem anderen (einheimischen) Arbeitslosen auch.
 

TazD

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Der Hinweis auf § 22 MiLoG war schon der Richtige. Danke nochmal dafür. :icon_daumen:
 

Maximilian32

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In Ordnung, ich möchte hier nicht jammern und ich habe auch nichts gegen Flüchtlinge:

Meine erste richtige Wohnung musste ich aufgeben, weil ich leider in H4 gerutscht bin. Diese Wohnung habe ich mir komplett selbstständig erarbeitet und gehalten. Das fing bei der Kaution an, ging mit einer Teilsanierung weiter und betraf auch die komplette Einrichtung, sowie die Umzugskosten und natürlich laufende Miete + Nebenkosten. Ja mich hat keiner gezwungen da einzuziehen.

Nun wohne ich seit längerem in einer anderen Wohnung, unter mir (nie da) und neben mir jetzt Flüchtlinge. Ich gehe da jetzt nicht weiter ins Detail, auch auf Nachfrage nicht. Ich kenne beide Wohnungen. Die wurden komplett saniert und mit einer doch recht ordentlichen Küche, sowie anderem Mobiliar ausgestattet.

Die Flüchtlinge sollen nicht in ein hinter-letztes Loch geschoben werden! Mit mir hat man das aber gemacht. Bei mir wurde nicht saniert und ich habe auch keine große Unterstützung bekommen, damals im H4-Bezug. (Gut ich hatte ja auch Möbel.)

Kein "Neid" (!) und keine negativen Gedanken! - Das ist nur mein Erfahrungswert und ganz i.O. finde ich das nicht.

Frage: Zahlen Flüchtlinge in einer eigenen Wohnung eigentlich laufende Stromkosten?
 

Archibald

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In Ordnung, ich möchte hier nicht jammern und ich habe auch nichts gegen Flüchtlinge:

[...]

Kein "Neid" (!) und keine negativen Gedanken! - Das ist nur mein Erfahrungswert und ganz i.O. finde ich das nicht.

Frage: Zahlen Flüchtlinge in einer eigenen Wohnung eigentlich laufende Stromkosten?
Sorry dass ich mich relativ selten melde, ich muss Prioritäten setzen. Aber zum Thema....

Du scheinst das Grundlegende nicht zu sehen. Es muss uns egal sein ob es jemand "auf unseren Niveau" besser geht, es muss uns viel eher darum gehen warum man uns auf teils ein teils unwürdiges Niveau degradiert und dort zementiert - und wie wir dagegen angehen.

Das allerdings völlig ohne dieses kindische "Maaaamaaaa, der hat aber..." du verstehst?
Alles mit anderen Gruppen Vergleichende, alles uns gegeneinander Ausspielende muss stringent vermieden werden denn das ist Zeitverschwendung und freut und bereichert nur jene die davon profitieren wenn wir unsere Kräfte gegeneinander aufbrauchen.

Nicht nach unten treten, sondern nach oben kräftig pieken!

LG, Archibald
 

Archibald

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Das die Erwerbslosen gegen die Flüchtlinge ausgespielt werden sollen sieht man schon am Mindestlohn Erwerbsloser 6 Monate warten und der Flüchtling soll das sofort bekommen.

Oder ist das da jetzt anders?
Immer diese Schnellschüsse :wink:
Wie jeder Erwerbslose ist auch ein Flüchtling als Erwerbsloser - fairerweise - erst mal kein Langzeiterwerbsloser, er darf/durfte ja erst mal gar nicht arbeiten.
Nach Anerkennung seines Flüchtlingsstatus und dem folgenden ersten Jahr Erfolglosigkeit im Hamsterrad der Anbiederung zur Ausbeutung ist auch er LZALO. Mit allen Konsequenzen die auch "uns" aufgebürdet werden - nur hat der Flüchtling dann zusätzlich noch immer die latenten Kleingeister auf Naziniveau im Nacken und muss sich vielerorts ständig ängstlich nach allen Seiten absichern, lebt also zusätzlich noch ständig in einer Angstglocke die sich kaum ein hier Geborener auch nur entfernt vorstellen kann!

Wenn ich erwarte das man Fair mit mir umgeht muss ich erstmal vollumfänglich Fair mit allen meinen Gegenübern umgehen sonst wird das nichts damit dass man Fair mit mir umgeht weil in einer Gesellschaft alles irgendwie "abfärbt", selbst der faire Umgang - so man immer und jeder - erstmal vor der eigenen Haustüre kehrt.

Lebe in einer Gesellschaft immer so wie du sie haben willst. Glaub mir sie wird dann auch so.

LG, Archibald
 

mark111

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ich finde es unglaublich, das dieser vergleich ständig gemacht wird was flüchtlinge vom Staat bekommt und was langzeitarbeitslose vom Staat bekommen. Warum wird den menschen in Not nichts gegönnt? Statt sich zu beschweren sollten wir uns glücklich schätzen überhaupt ein dach unterm kopf zu haben und ein Staat der uns unterstützt (ja es ist fraglich in welche maßnahmen sie es tut) aber eins ist klar : unsere Regierung spielt sich nicht gegen uns auf und bombardiert unsere Häuser nicht! also wenn leute zu uns kommen die unsere hilfe brauchen sollten wir nicht voll neid daneben stehen und urteilen, denn sie beneiden unsere sicherheit im eigenem land! wechselt einfach mal die perspektive !!!
 

Maximilian32

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Hallo und Stop! Es ging nicht darum, den Menschen nicht zu helfen! Sondern nur in welcher Form das passiert! Das ist ein mehr als gravierender und massiv entscheidender Unterschied! Das hatte also absolut nichts (!) mit "nach unten" treten zu tun, dass ist absoluter Quatsch! MfG

EDIT:

Es hätte eben auch eine einfachere Küche (Einrichtung) getan (Nicht? Was ist daran verwerflich?) und der Fußboden war eigentlich i.O. Also Küche ja aber nicht zwangsläufig eine solche, neuer Fußboden - nein, frisch Tapezieren gerne. Das hat nichts mit Neid, oder ihnen sollte es "schlechter" gehen (als mir) zu tun.
 

ZynHH

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Es geht ums Aufrechnen.

Egal wieviel die Flüchtlinge bekommen, du bekommst deswegen doch nicht weniger.
Es ist also völlig egal, wie denen geholfen wird, Hauptsache es wird ihnen geholfen.

Und das es Hausbesitzer gibt, die sich an den Flüchtlingen sanieren, kann man den Behörden wohl kaum anlasten....ausser das sie diese Hausbesitzer nicht längst enteignet haben.
 

Maximilian32

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1. Egal wieviel die Flüchtlinge bekommen, du bekommst deswegen doch nicht weniger.
2. Es ist also völlig egal, wie denen geholfen wird, Hauptsache es wird ihnen geholfen.
1. Darum geht es nicht.
2. Es ist eben nicht egal. Schlechte aber eben Hilfe, ist und bleibt unzureichend.

Gerechtigkeit! Manche Flüchtlinge haben vielleicht gar keine Küche bekommen? Von anderen weiß ich, dass sie ein hinter-letztes Sperrmüll-Model (im selben Bezirk) bekommen haben. Das ist ungerecht und nicht zielführend, schlechte aber eben Hilfe... es geht ums Prinzip und das (mein´s) kann da nicht anstößig sein.

Ich habe mich nur als Beispiel eingebracht, weil ich nur sagen wollte, dass nicht nur ich mir (eine höheren Standard!) erarbeiten musste, an H4 war damals noch nicht zu denken. Also bleibt es dabei, ein solches (!) Küchenmodell ist weder hilfreich noch zielführend. Und im Kontext (nur um es festzuhalten!) eine solche Küche bekommt ein H4-Bezieher definitiv nicht. Ob das ungerecht ist (ihr es gut oder schlecht findet) oder nicht, spielt keine Rolle, es bleibt ein Fakt.

Ich habe die Tage ein Bericht gesehen. Recht große Wohnung für zwei, Laminat-Fußboden, frische Tapete, sehr anständiges Mobiliar, ein wirklich recht großer TV (ein neues Modell) - Computer stand daneben. Das kann nicht die richtige Hilfe sein, weil dieser Standard jedem Flüchtling zugestanden werden müsste! Das ist gut bürgerliches Mittelschicht-Niveau und sicher nicht H4.

Ich kann momentan nicht abschätzen, wie groß die Differenzen da deutschlandweit sind. Sind sie groß oder werden groß, kann es dadurch auch zu Problemen unter den Flüchtlingen kommen, dass wäre sogar verständlich. (Werden hier in Deutschland etwas nicht alle Flüchtlinge gleich behandelt?) Weiterhin schürt das falsche Hoffnungen, Flüchtlinge die so etwas sehen, denken vielleicht das ist das was ich definitiv in Deutschland bekomme, erwarten kann.

Menschen die auf Sozialleistungen angewiesen sind, sollten komplett gleich behandelt werden. Eine stark abweichende Hilfe ist da einfach nicht verständlich, wenn andere (nicht ich!) mit nichts oder deutlich weniger auskommen müssen. Vollkommen irrelevant ob Hans oder Djadi!

EDIT: Auffällig ist wieder gleich, kritisiert man was (verständliches?) zum Thema Flüchtlinge, wird man kritisiert. Nein ich bin kein Nazi!
Und ich trete auch nicht nach "unter" (in Richtung Flüchtlinge!), ich verbitte mir das - mir dergleichen zu unterstellen.

PS: Und logischerweise standen eigentlich nie die Flüchtlinge im Fokus, sondern natürlich die - die Küche da vorher installiert haben, dass hat aber wohl keiner realisiert.
 

Buchfan

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Wer denkt, Flüchtlinge bekämen eine schickere Küche, edleren Bodenbelag oder goldenere Türklinken als Hartzer oder Grusi-Empfänger ist schlecht informiert.

Tatsächlich wird Interieur über Erstausstattung SGB II und XII finanziert. Es gibt für alle dasgleiche Geld für einen Schrank, einen Tisch oder einen Herd. Meist nicht so viel, dass man sich Neuware kaufen könnte.
Preise sind nicht rassistisch. :wink:
 

Texter50

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Nun, die Behandlung durch die JC scheint gleich zu sein. :icon_stop:
Die schicken die Leuts wech, einen Bescheid mitzubringen.
Extra dick angestrichen auf der Einladung.
Hätte man beim JC einfach nur die Seite mit dem Begleittext umgeblättert, hätte man auf der Folgeseite das dicke Wort BESCHEID lesen können - wenn man lesen könnte... :icon_mrgreen:

Tja, ganz ehrlich: ich kann keinen Grund für Neid sehen, man kann die Leuts nur bedauern... :icon_stop:
 
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