Zum nächsten Termin, Unsicherheiten zwecks Angaben meinerseits (1 Betrachter)

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Ich1

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Guten Morgen,:icon_smile:

ich ( verheiratet )habe (med. Fachangestellte ) einen Aufhebungsvertrag ( mein persönlicher Wunsch ) unterschrieben.. zum Einen wegen Burn out.. zum Anderen ( u. das ist der Hauptgrund ) da mein pubertierender Junior an therapieresistenter Epilepsie leidet.
Die Anfälle kommen unkontrolliert, mehrmals in der Woche tagsüber u. auch nachts, mit Atemstillständen... Im Krampf selbst müssen wir beatmen.
Er benötigt ständig Aufsicht; wenn etwas in der Schule ist.. rufen diese mich an ( neben dem Rettungswagen).. u. ich muss sofort kommen.
Leider hat sich die Lage sehr zugespitzt.. meine Arbeitsstelle war 43 km entfernt..

Was sollte ich diesbezüglich an meinem nächsten Termin ( da wird mein ALG1 berechnet ) angeben.. oder lieber nicht angeben.

Ich weiss , dass meine Unterschrift unter dem Aufhebungsvertrag nicht die beste Lösung war.. ( zu diesem Zeitpunkt war ich wegen Erschöpfung schon einige Wochen krank geschrieben )

Ich fühle ich nun wieder arbeitstauglich, aber nicht für die ehemalige Arbeitsstelle.. da dies mit meinem Kind.. so nicht vereinbar ist.
Auch wenn mich mein alter Arbeitgeber mit Kußhand wieder nehmen würde.
Jedoch eine Stelle in seiner Schulnähe zu seinen Schulzeiten wäre absolut in Ordnung.. von daher stehe ich dem Arbeitsmarkt mit gewissen Einschränkungen wieder zur Verfügung.
Schwerbehindertenausweis von ihm ist vorhanden; sollte ich diesen fotokopieren u. der SB geben:confused::confused:Sollte ich Ihr unser "Zuhause" erklären ? Oder doch nach einem Termin beim ÄD

Allerdings steht unserem besonderen Kind eine riskante Gehirnop an..( ab Mitte August ); sollte ich über dies Pläne der SB informieren.. oder einfach die Kind-Krank-Meldung vom Krankenhaus schicken?

Was meine Sperrfrist betrifft, so gehe ich davon aus, dass ich die 3 bekannten Monats-Frist " bekomme ":confused:



Ich freue mich über jeden Rat von Euch:icon_smile:

Irgendwie habe ich mir das einfach vorgestellt.. und je mehr ich lese.. desto mehr Angst kommt vor dem nächsten Termin mit dem Arbeitsamt..Das ist aber auch verflixt

Spannende Grüsse Ich1
 
E

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Gast
ich ( verheiratet )habe (med. Fachangestellte ) einen Aufhebungsvertrag ( mein persönlicher Wunsch ) unterschrieben..

[...]

Was sollte ich diesbezüglich an meinem nächsten Termin ( da wird mein ALG1 berechnet ) angeben.. oder lieber nicht angeben.
Ich weiss , dass meine Unterschrift unter dem Aufhebungsvertrag nicht die beste Lösung war.. ( zu diesem Zeitpunkt war ich wegen Erschöpfung schon einige Wochen krank geschrieben )
Das war nicht nur "nicht die beste Lösung", sondern das denkbar Schlechteste, was du machen konntest. Ein Aufhebungsvertrag bereitet immer massive Probleme beim ALG. Es wäre weit besser gewesen, wenn du dich weiter hättest krankschreiben lassen oder dem Arbeitgeber eine eventuelle Kündigung überlassen hättest.

Die Tatsache, daß ein Aufhebungsvertrag geschlossen wurde, wird die Arbeitsagentur ohnedies aus der vom Arbeitgeber auszufüllenden Arbeitsbescheinigung erfahren.

zum Einen wegen Burn out.. zum Anderen ( u. das ist der Hauptgrund ) da mein pubertierender Junior an therapieresistenter Epilepsie leidet.
Die Anfälle kommen unkontrolliert, mehrmals in der Woche tagsüber u. auch nachts, mit Atemstillständen... Im Krampf selbst müssen wir beatmen.
Er benötigt ständig Aufsicht; wenn etwas in der Schule ist.. rufen diese mich an ( neben dem Rettungswagen).. u. ich muss sofort kommen.
Leider hat sich die Lage sehr zugespitzt.. meine Arbeitsstelle war 43 km entfernt..
So hart das klingt, aber das interessiert hier nicht. Du kannst dir sogar weitere Probleme einhandeln. Du mußt, damit dir überhaupt ALG zusteht, für die Arbeitsvermittlung verfügbar sein. Das bist du aber nicht, wenn du wegen der Krankheit deines Sohnes gar nicht arbeiten könntest oder wolltest.

Ich fühle ich nun wieder arbeitstauglich, aber nicht für die ehemalige Arbeitsstelle.. da dies mit meinem Kind.. so nicht vereinbar ist.
Auch wenn mich mein alter Arbeitgeber mit Kußhand wieder nehmen würde.
Jedoch eine Stelle in seiner Schulnähe zu seinen Schulzeiten wäre absolut in Ordnung.. von daher stehe ich dem Arbeitsmarkt mit gewissen Einschränkungen wieder zur Verfügung.
Du mußt dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, also zu den branchen- und ortsüblichen Konditionen auch bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten können. Einschränkungen bezüglich der persönlichen Zumutbarkeit darfst du (abgesehen von allgemeinen Aspekten der Bezahlung und der Pendelzeit) nur machen, soweit auch noch dann eine nennenswerte Zahl von Stellenangeboten verfügbar bleibt, also deine Vermittelbarkeit praktisch nicht ausgeschlossen wird. Sofern du zuvor nur Teilzeit gearbeitet hast, reicht es aber, wenn du im bisherigen zeitlichen Umfang (nicht mehr) verfügbar bist.

Schwerbehindertenausweis von ihm ist vorhanden; sollte ich diesen fotokopieren u. der SB geben:confused::confused:Sollte ich Ihr unser "Zuhause" erklären ? Oder doch nach einem Termin beim ÄD
Das interessiert beim ALG (anders als beim ALG II) leider nicht weiter. Es geht hier ausschließlich um dich und nicht um deine Angehörigen.

Allerdings steht unserem besonderen Kind eine riskante Gehirnop an..( ab Mitte August ); sollte ich über dies Pläne der SB informieren.. oder einfach die Kind-Krank-Meldung vom Krankenhaus schicken?
Vorab auf keinen Fall. Hinterher ist es die Arbeitsagentur nur zu informieren, falls du selbst krankgeschreiben bist (Leistungsfortzahlung von ALG steht dir bis zu sechs Wochen zu), und zwar über deine eigene Krankschreibung, nicht die deines Sohnes.

Was meine Sperrfrist betrifft, so gehe ich davon aus, dass ich die 3 bekannten Monats-Frist " bekomme
Davon ist leider auszugehen, und das alles hätte sich vermutlich vermeiden lassen, wenn du dir vorher eine sinnvolle Strategie überlegt hättest. Du kannst hier allenfalls damit argumentieren, daß dir wegen des angesprochenen Erschöpfungssyndroms (was freilich nachzuweisen wäre) die Weiterarbeit unzumutbar gewesen wäre. Oder daß dir der Arbeitgeber ansonsten ohnedies zum selben Termin gekündigt hätte, wenn du es nicht getan hättest. Auch das müßtest du freilich nachweisen.

Ansonsten kannst du aus meiner Sicht höchstens hilfsweise versuchen, eine Reduktion der Sperrzeit von zwölf auf sechs Wochen wegen eines besonderen Härtefalls zu beantragen.Bei diesen Härtefallerwägungen könnte man den Gesundheitszustand deines Sohnes sinnvollerweise einbringen.

Warum hast du denn auch nicht vorher nachgefragt?!
 
E

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Hallo,

es wäre gut, wenn Du Dich mit Deinem Arzt besprichst, dass dieser Dir eine Bestätigung schreibt, dass Du aus gesundheitlichen Gründen deine Arbeitsstelle aufgeben musstest. Ggf. kommst Du mit einem ärztlichen Attest um eine Sperrzeit herum.
Vermutlich wird Dich die AfA (= Agentur für Arbeit) aber dann auch zum ärztlichen Dienst schicken.

Hat Dein Kind eine Pflegestufe?
Wenn nicht, wäre es möglich, eine zu bekommen?
Dann wärst Du nur noch eingeschränkt auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar, weil Du Dein Kind pflegen musst.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Ich1

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Ich danke Dir für Deine Ehrlichkeit!:cool:

Tja.. warum man nicht vorher fragt.. Weil die eigene Not so groß ist, dass man völlig den Überblick verloren hat.. und in einem so heftigem Tief liegt.. Noch nie arbeitslos war.. und immer alles für die Arbeit gegeben hat.. Und plötzlich kippt die Situation..

In meinem Fall, akute Lebensgefahr für meinen Junior....


Ansonsten bestehen meine Unsicherheiten ... was darf die SB interessieren, worüber sollte ich schweigen.. u.s.w.

Nochmals vielen Dank für Deine Zeilen!

Herzliche Grüße Ich!
 

Ich1

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Hallo,:icon_smile:

die Pflege-Einstufung bezieht sich auf die grundlegenden Elemente wie Mobilität, Ernährung, Bewegung und Ausscheidung.
Diese sind generell nicht eingeschränkt... Aufsicht allein ist als Faktor der Einteilung ..nicht einrechenbar.Ansonsten ist es nämlich ein ganz normaler Junge.. der auch schon mitten auf der Hauptstrasse zur "besten" Verkehrszeit beatmet wurde..

Herzliche Grüsse Ich1
 
E

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Ansonsten bestehen meine Unsicherheiten ... was darf die SB interessieren, worüber sollte ich schweigen.. u.s.w.
Generell: Dem SB so wenig wie möglich erzählen.

Wenn SB etwas sagt oder von Dir fordert, immer fragen:
Wo steht das? Auf welcher Rechtsgrundlage basiert das?
und das dann auch fleißig mitschreiben und aufschreiben.

Vor Ort auf gar keinen Fall irgend etwas zusagen oder unterschreiben.
Immer sagen: Ich brauche noch etwas Zeit.
Ich muss mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Das ist mir im Moment ein bisschen zu viel.
Das geht mir jetzt alles zu schnell ...


Und dann informiere Dich hier im Forum.

Wenn SB Dir etwas Schriftliches mitgibt, stell es hier ins Forum (Namen vorher schwärzen).

Bist Du noch AU geschrieben?

Grüße
Arbeitssuchend
 

Ich1

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Hallöchen,

nein.. mittlerweile bin ich nicht mehr arbeitsunfähig.

Ich danke Dir sehr für Deine Ratschläge:icon_knutsch:


Spannende Grüsse von Ich1
 
E

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Das ist alles verständlich und menschlich nachvollziehbar. Aber hier geht es halt um gesetzliche Vorschriften, mit denen man klarkommen muß und die auch ein (eventuell verständnisvoller) SB nicht einfach aus dem Weg räumen kann - wenn auch manches so oder so gesehen werden kann.

Ansonsten bestehen meine Unsicherheiten ... was darf die SB interessieren, worüber sollte ich schweigen.. u.s.w.
Der SB darf nur Dinge erfragen, die für die Arbeitsvermittlung oder die Leistungsgewährung von Bedeutung sind, nicht aber in deinen privaten Lebensverhältnissen oder denen deines Sohnes herumstöbern. Das gilt insbesondere für medizinische Einzelheiten zu dessen Gesundheitsproblemen. Solche Dinge (sowohl dein eigener Gesundheitszustand, Stichwort Erschöpfungssyndrom, wie auch die Krankheit deines Sohnes) besprichst du mit dem SB höchstens in ganz allgemeiner Form. Alle medizinischen Einzelheiten gehen nur den Ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur etwas an.

Aus meiner Sicht mußt du vor allem aufpassen, daß man dir wegen der Notwendigkeit einer künftigen Betreuung deines Sohnes nicht eine Nichtverfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung - und in der Folge eine Verweigerung des ALG - anhängt. Äußerungen wie "ich kann künftig nur zeitlich und räumlich sehr eingeschränkt arbeiten, weil ich mich um mein Kind kümmern muß" können hier also problematisch werden. Sei da sehr vorsichtig. Um es nochmal klar zu sagen: es geht beim ALG nur darum, daß du selbst verfügbar bist. Deine Verfügbarkeit kannst du nur einschränken, soweit das gesetzlich vorgesehen ist oder eine Beschäftigung finanziell oder von der Pendelzeit her (§ 140 SGB III) nicht zumutbar ist. Betreuung/Pflege von Angehörigen ist hier, anders als beim ALG II, leider kein Rechtfertigungsgrund. Daran würde auch eine Pflegestufe für deinen Sohn nichts ändern.

Nimm dir, wenn du dich unsicher fühlst, zu allen Besprechungsterminen vielleicht eine Person deines Vertrauens als Beistand mit (muß zugelassen werden), damit du psychologische Unterstützung hast und notfalls jemand später als Zeuge für mündlich Vereinbartes zur Verfügung steht.

Unterschreibe nichts, insbesondere keine EGV, gleich vor Ort, sondern nimm dir alles "zur Prüfung" mit und frage dann erforderlichenfalls nochmal nach.

Alles Gute!
 

Ich1

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Danke schön!:icon_smile:

Menschlich gesehen, war meine Antwort auf "Warum hast Du denn nicht vorher gefragt.. "...:icon_pause:


Ich habe bei meiner Erstvorstellung auch einen Fragebogen bei eigener Kündigung / oder Aufhebungsvertrag bekommen.
Mit folgenden Fragen:
1. Aus welchen Gründen haben Sie das Beschäftigungsverhältnis beendet?

2. Haben Sie versucht diese Gründe zu beseitigen?
-Was haben Sie unternommen?

3.War es möglich, das Beschäftigungsverhältnis zu einem späteren Zeitpunkt zu beenden u. haben Sie einen Versuch dazu unternommen?

4.Haben Sie das Arbeitsverhältnis beendet, um eine Arbeitgeberkündigung zu vermeiden?


Was empfiehlt Ihr mir?


Als Frischling auf diesem Gebiet, möchte ich mich nochmals für Eure Geduld mit mir bedanken.. :icon_knutsch:

Herzliche Grüsse Ich!
 
E

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Gast
Wenn ich hierzu nochmal was schreiben darf: das ist der standardmäßige Fragebogen bei Eigenkündigung beziehungsweise Abschluß eines Aufhebungsvertrages, mit dem nach rechtfertigenden Gründen geforscht werden soll.

Überlege dir sehr genau, was du dort angibst, denn einmal gemachte schriftliche Äußerungen lassen sich später nur schwer wieder zurücknehmen. Vielleicht wäre ein vorheriges Gespräch mit deinem letzten Chef ganz sinnvoll, denn der muß die Arbeitsbescheinigung ausfüllen (oder hat es schon) und wird eventuell noch von der Arbeitsagentur zu den näheren Umständen des Aufhebungsvertrages befragt. Kennst du den genauen Inhalt der Arbeitsbescheinigung?

Man von hinten nach vorne abgearbeitet:

Punkt 4: eine Eigenkündigung oder ein Aufhebungsvertrag führen zu keiner Sperrzeit, wenn ansonsten zum selben Termin (oder sogar noch früher) eine Kündigung des Arbeitgebers mit Sicherheit erfolgt wäre. Falls dir dein Arbeitgeber aus Gründen, die du nicht zu verantworten hast (beispielsweise betriebsbedingte Gründe oder deine Krankheitszeiten) sonst gekündigt hätte, solltest du darauf hinweisen. Wenn dein letzter Chef das bestätigen könnte, wäre das noch besser.

Punkt 3: wie erwähnt, die drohende Kündigung des Arbeitgebers muß zum selben Termin oder sogar noch früher mit Sicherheit angestanden haben. Der Aufhebungsvertrag darf also den sonst eingetretenen Ablauf des Arbeitsverhältnisses zeitlich nicht vorwegnehmen (Kündigungsfrist beachten).

Punkt 2: für dich eher uninteressant, bezieht sich meiner Ansicht nach auf Dinge wie betriebliches "Mobbing" oder sonstige Unzumutbarkeiten, die man sinnvollerweise erst einmal per Gespräch zu beseitigen versuchen muß, ehe man kündigt.

Punkt 1: hier könnte für dich in Frage kommen, wie schon erwähnt, (a) die eventuell drohende Arbeitgeberkündigung und (b) gesundheitliche Unzumutbarkeit. Beides müßte irgendwie glaubhaft gemacht werden. Wobei bei dir vermutlich (a), falls dein früherer Chef das bestätigen würde, eher passend sein dürfte.
 

Ich1

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Huhu..

Selbstverständlich darfst Du schreiben:icon_smile: Ich danke Dir dafür!!

Na dann werde ich nochmals ganz intensiv in mich gehen..und überlegen.

Eigentlich kann man ja sagen, dass mein Arbeitgeber mir glücklicherweise nicht selbst gekündigt hätte.. allerdings war ich aufgrund Erschöpfungssyndrom mehrmals bei meiner Leitung u. bat um Versetzung.. da ich dem massiven Stress der Station ( der dortige deutlich erhöhte Arbeitsaufwand ist auch der Leitung bekannt )... eine andere Position zu diesen Zeiten konnten sie mir leider nicht anbieten.


Die Arbeitsbescheinigung bekam ich bereits, da steht wurde die Frage : Kündigung durch den Arbeitgeber mit einem Nein , beantwortet..

Lieber gurkenaugust, ich danke Dir sehr für Deine Unterstützung.:icon_knutsch:

Herzliche Grüße Ich1
 
E

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allerdings war ich aufgrund Erschöpfungssyndrom mehrmals bei meiner Leitung u. bat um Versetzung.. da ich dem massiven Stress der Station ( der dortige deutlich erhöhte Arbeitsaufwand ist auch der Leitung bekannt )... eine andere Position zu diesen Zeiten konnten sie mir leider nicht anbieten.
Dann könntest du, wenn ich das noch nachtragen darf, damit argumentieren, daß dir die weitere Ausübung dieser Arbeit dort aufgrund der massiven Streßbelastung und der bereits eingetretenen gesundheitlichen Probleme (eigene Krankschreibung) nicht länger zumutbar war. Ebenso hättest du (--> Punkt 2 des Fragebogens) versucht, eine weniger belastende Position dort zu bekommen, was deinem Arbeitgeber aber nicht möglich gewesen wäre, so daß als letzte Konsequenz nur der Aufhebungsvertrag übriggeblieben sei.

Dabei wird es aber erforderlich sein, daß du diese Situation auch glaubhaft machen kannst, beispielsweise durch eine Bescheinigung deines behandelnden Arztes, der dir möglicherweise sogar zu einer Aufgabe dieser belastenden Arbeit geraten haben wird.

Nochmals alles Gute für dich.
 
G

gast_

Gast
Hallo,

es wäre gut, wenn Du Dich mit Deinem Arzt besprichst, dass dieser Dir eine Bestätigung schreibt, dass Du aus gesundheitlichen Gründen deine Arbeitsstelle aufgeben musstest. Ggf. kommst Du mit einem ärztlichen Attest um eine Sperrzeit herum.

So würde ich das auch machen.
Auf keinen Fall bei der AFA nicht das Kind als Grund für den Aufhebungsvertrag nennen!


Vermutlich wird Dich die AfA (= Agentur für Arbeit) aber dann auch zum ärztlichen Dienst schicken.

Ist doch kein Problem, wennsie schon wochenlang krankgeschrieben war...

Hat Dein Kind eine Pflegestufe?
Wenn nicht, wäre es möglich, eine zu bekommen?
Dann wärst Du nur noch eingeschränkt auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar, weil Du Dein Kind pflegen musst.
Du denkst dran, daß es um ALG I geht?
Siehe die Beiträge von Gurkenaugust.


Aus meiner Sicht mußt du vor allem aufpassen, daß man dir wegen der Notwendigkeit einer künftigen Betreuung deines Sohnes nicht eine Nichtverfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung - und in der Folge eine Verweigerung des ALG - anhängt.
Hab es vor kurzem erst erlebt, wie man eine Schwangere reingelegt hat. Ne harmlose Frage gestellt, die unüberlegt beantwortet wurde...schon gabs nur noch 1/3 des ALG I.

Hab das wieder hinbiegen können - aber das ist dann oft unmöglich.
 

Ich1

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Ein fröhliches Hallo,

Ihr seid klasse!:icon_knutsch::icon_klatsch:
Die Ratschläge werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen!

Dann werde ich mal sehen, ob ich diese Woche noch einen Termin bei meinem HA bekomme.. bzgl. Attest. Er hatte mich auch krank geschrieben.

Eine kleine Frage bzgl. verstehe ich das richtig?
Die Op von unserem Junior wird nochmals richtig heftig werden.. Intensivstation bei geöffneter Schädeldecke... danach geplante große Resiktion betroffener Hirnareale.. Zu welchem Preis ist noch nicht bekannt... Seheinschränkung, Rollstuhl.. u.s.w. das wird mir nochmals so richtig an die Substanz gehen..
Sehe ich es richtig, dass es besser wäre, wenn mein Hausarzt MICH krank schreibt.. anstatt Kind-Krank:confused:

Ich bin echt platt, ihr seid top!


Spannende Grüsse Ich1
 
E

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Sehe ich es richtig, dass es besser wäre, wenn mein Hausarzt MICH krank schreibt.. anstatt Kind-Krank:confused:
Das siehst du völlig richtig. Es kommt beim ALG immer nur darauf an, ob du selbst als Leistungsempfänger arbeitsunfähig krank bist, nicht auf die Krankheit von Angehörigen. Dir stehen bis zu sechs Wochen ALG-Leistungsfortzahlung zu, danach erforderlichenfalls Krankengeld. Denke daran, die AU der Arbeitsagentur umgehend anzuzeigen (nur die allgemeine Bescheinigung, die sonst der Arbeitgeber bekommen würde, nicht die Einzelheiten).
 

Ich1

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.. Endlich mal etwas richtig verstanden.:biggrin:

Danke für Dein Feedback.

Ich werde auf jeden Fall auf alles achten:icon_smile:


Die nächsten Tage werde ich dazu nutzen, mich mental auf den nächsten Termin vorzubereiten..
"Ich brauche noch etwas Zeit.
Ich muss mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Das ist mir im Moment ein bisschen zu viel.
Das geht mir jetzt alles zu schnell ...:icon_kinn:"

Spannende Grüsse von Ich1
 

Ich1

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Sorry.. das ein oder andere Fragezeichen wurde mit Eurer Unterstützung nun beseitigt..:icon_klatsch:

Wie sollte am besten der Wortlaut ( ärztlich gesehen ) auf dem Attest vom Doc lauten.

Wie sind da diesbezüglich Eure Erfahrung?

Ich gebe zu, ein wenig Hemmung habe ich schon.. ich komme mir vor, als ob ich zum Betteln gehe:icon_mued:

Falls ich eine AU bekomme.. natürlich schicke ich die zum Amt.. Ist hierfür ein Einschreiben nötig ?? Oder reicht eine normale Briefmarke ?
Aber wie gehe ich da am besten vor.. Reicht ein Anruf?:confused:
Sollte dies bei der eigenen SB sein.. oder gibt es hierfür eine Art Zentrale?

Und schon kommen die nächsten Fragezeichen:icon_kinn:

Herzlichst Ich1
 
E

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Keine Erfahrung, aber ich verweise mal auf die einschlägige Geschäftsanweisung der BA zum Thema Sperrzeit (§ 159 SGB III):
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/GA-Alg-159.pdf

Dort findest du auch in der Anlage schon vorab die Fragen, die typischerweise geprüft werden, siehe beispielsweise Anlagen 4/4a.

Es sollte eigentlich ausreichen, wenn dein Hausarzt dir bestätigt, daß er dir aus gesundheitlichen Gründen zu einer Aufgabe der Tätigkeit geraten hat.

Du erwähnst natürlich gegenüber der Arbeitsagentur, daß du im Gespräch mit dem Arbeitgeber zuvor versucht hast, eine weniger belastende Stelle zu bekommen, daß deinem Arbeitgeber aber eine solche Versetzung nicht möglich war.

Auch hier Vorsicht: es geht hier nur um die Belastungen, denen du auf der alten Stelle bei dem betreffenden Arbeitgeber konkret ausgesetzt warst. Es sollte klar werden, daß du jetzt im Moment wieder voll leistungsfähig bist, also zumindest ähnliche Tätigkeiten im normalen zeitlichen Umfang ausüben kannst (sofern das stimmt). Wenn du nämlich grundsätzlich, auch für die Zukunft, nur noch zeitlich eingeschränkt leistungsfähig bist, würde dir ALG auch nur anteilig zustehen.

Nachtrag zur AU: ich würde die Bescheinigung vorab an die Arbeitsagentur faxen (da hast du gleich einen Sendenachweis) und dann das Formular selbst mit der Post schicken. Bitte bei solchen Sachen nicht telefonieren, das ist nicht nachweisbar, wenn es Probleme geben sollte. Einschreiben kannst du sicherheitshalber verwenden, wenn du willst. Wichtig ist nur, daß du die Benachrichtigung unverzüglich erledigst.
 

Ich1

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Hmm.. ich hatte gerade etwas geschrieben.. ist wohl untergegangen..

Ein fröhliches Grüss Gott,


Wenn man jetzt ein AU-Bescheinigung hat.. (leider hat mein Faxgerät keine Sendenachweis ) schicke ich diese an meine eigene SB.. Also : Zu händigen an.. ?? Oder reicht die allgemeine Anschrift vom Arbeitsamt?
Wenn genau in diesem Zeitrahmen ein Termin fällt ( also beim AA) sollte ich diesen nochmals persönlich absagen.. oder wird dann automatisch die AU als Information : "Kunde" kann nicht kommen, da dieser krank ist , an den Experten weitergegeben?

Sorry, diese vielen kleine Fragen.. von einer "Praktikantin" die von warten u. schreiben noch keine Ahnung hat:icon_kinn:


Herzliche Grüsse Ich1
 
E

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Fast jedes Faxgerät kann zumindest einen einfachen Sendenachweis mit angewählter Nummer und OK-Vermerk ausdrucken oder in einem (später ausdruckbaren) Journal speichern. Schau nochmal in die Bedienungsanleitung.

Du sendest das Fax an die allgemeine Faxnummer der zuständigen Arbeitsagentur, beziehungsweise einen Brief an die entsprechende Postanschrift. Zusätzlich angeben mußt du eigentlich nur deine Kundennummer. Alles andere (interne Weiterleitung an die zuständige Stelle) ist nicht mehr dein Problem.

Per Post schickst du später nur die allgemeine AU-Bescheinigung, die sonst der Arbeitgeber bekommen würde, ohne Diagnosen und sonstige medizinische Angaben, die nur die Krankenkasse erhält.

Oftmals wird bei Einladungen zu Meldeterminen darauf hingewiesen, daß diese bei Erkrankung automatisch für den ersten Tag nach Wiedergenesung wirksam sind. Darauf solltest du also achten. Manchmal wird den Leuten auch dieser Unsinn von einer angeblich notwendigen "Bettlägerigkeits- oder Wegeunfähigkeitsbescheinigung" erzählt. Laß dich nicht darauf ein - krank ist krank (siehe entsprechende Forumsbeiträge dazu). Einen Meldetermin bei Erkrankung besonders absagen mußt du eigentlich nicht unbedingt; es kann aber nicht schaden, wenn du es zusätzlich tust.

Weiterhin beantragst du die Erstattung deiner Fahrtkosten zu solchen Meldeterminen (ist Ermessensleistung).

Ebenso solltest du, falls noch nicht geschehen, schon jetzt dem Grunde nach die Erstattung deiner Bewerbungskosten sowie von Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen schriftlich beantragen (Leistung aus dem Vermittlungsbudget, auch das Ermessensleistung). Schon jetzt, weil rückwirkend im Regelfall nichts gezahlt werden kann.
 
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