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zu wenig kinder?

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zebulon

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Ungeliebt/ungewollt zu sein, nein, dass denn doch nicht.
In der Tat ist unsere Gesellschaft nicht gerade für ihre Kinderfreundlichkeit bekannt. Vielleicht sollte man DA auch ansetzen und die Kinder die schon da sind, ein biß'chen mehr liebhaben, als unbedingt MEHR Kinder in die Welt zu setzen. Daraus werden dann ja auch wieder nettere Erwachsene, die sich dann ihrerseits wieder mehr um IHRE Kinder kümmern.
 

Debra

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Ja, deswegen mein Vorschlag, ALLEN Kindern Anlaufpunkte in Form von Ganztagsbetreuungen zu bieten/finanzieren. Trotzdem gehöre ich zu den Opfern der kinder- und familienfeindlichen Politik in D, so sehe ich das jedenfalls. Wenn ich höre, dass kein Arzt in D einer Frau über 40 zu einem Kind verhelfen wird usw. Ich hab mich jedenfalls damit abgefunden, dass es nicht erwünscht ist/war in diesem Land, dass Kinder deutscher Herkunft geboren werden. Darum ist die Hetze von INSM&Konsorten heuchlerisch.
 
E

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Gast
Da würde ich den Ehrgeiz der Jugendämter aber nicht überschätzen;
bis jetzt kenne ich nur solche Ämtler, die sich dann hinter den Müttern verschanzen.
Letztendlich ist es ja so, dass vor allem die Betroffenen ihre Ansprüche und Titel einklagen müssen & sollen: JA sitzt sowas meist aus, ist ja Steuergeld gewesen....

Als Unterhaltspreller muss mann sich schon saublöd anstellen, um voll in die Behördenschusslinie zu kommen.

M.
Jetzt hat Neuerdings (und Susann) schon wieder recht, na sowas. Weils nämlich einfach Fakt ist. Der Staat könnte leicht den Zustand ändern - will er aber offensichtlich nicht.

Rounddancer, tut mir echt leid, wenn das deine Einstellung zu Partnerschaft, Verantwortung und Kindern ist. Sowas kommt davon, wenn Gleichberechtigung ständig unterdrückt wird, Mütter zum Überleben der Kinder die tollen Männer brauchen, die das Geld nach Hause tragen müssen. Im übrigen meine ich immer gleiche Berechtigung, nicht Gleichsein. Deine Sichtweise spiegelt irgendwie eine Gesellschaft aus Melkkühen und Lasteseln wieder, un dirgendwo ist es ja leider oft genug auch so. Aber wo ist da der Mensch? Ich schätze, genau da schließt sich der Kreis dazu, dass der Staat es nämlich gar nicht will, dass sich gleichberechtigte Verantwortung für Kinder entwickelt. Dann müsste er nämlich auf seine Melkkühe (die das zwar nicht für Frauen, sondern in ganz anderer Hinsicht sind) und seine Lastenesel verzichten.

Mit Rollenverteilung, Konditionierung und dann dafür das Ego gestreichelt kriegen lassen sich die Menschen nämlich soooo schön lenken, und keiner von ihnen kommt drauf, dass sich sein Zorn stets gegen die falschen richtet. Das wissen die Kirchen und andere "Lenker" seit einigen Jahrtausenden - und immer funktionierts, weil die so geschaffenen Robots dann von selbst dafür sorgen dass der Zustand sich erhält.


LG
Emily
 
E

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Kann mich bitte jemand aufklären, warum man nur 125€ Unterhaltsvorschuss bekommt, dabei also das ganze Kindergeld verrechnet wird?

Mal ne ganz provokative Frage: Wäre Eltern geholfen, wenn es Umgang nur gegen Kindesunterhalt gäbe und auch umgekehrt, Kindesunterhalt nur gegen Umgang? Dabei wird natürlich berücksichtigt, wenn der Vater wirklich nicht leistungsfähig wäre.
 
E

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oder ob es der Hausarzt ist, der JEDES Mal, wenn man ihn Anspruch nimmt, mahnt, JAAA nicht schwanger zu werden, wenn er nur eine Medizin gegen Grippe verordnet (als ich dann irgendwann mein Entsetzen nicht mehr verbergen konnte, erklärte mir der Arzt, dass er von GESETZES wg. verpflichtet sei, mich darauf aufmerksam zu machen!) Jungen Frauen zu meiner Zeit wurde also von Gesetzes wegen eingeredet, JAAA nicht schwanger zu werden.
???

Um überhaupt schwanger werden zu können, müsste man dann als Frau Männer betrügen/bescheissen, aber das wollte ich meinen Kindern nicht antun. Ungeliebt/ungewollt zu sein, nein, dass denn doch nicht.
Ich frage mal, weil ich das gerade nicht verstehe. Meiner motzt bei jedem Besuch gegen das Rauchen und vergisst dabei die brüchigen Knie. Aber nicht schwanger zu werden, und jaaaa nicht? Das tut bei mir nur die Grossmutter. :icon_frown:

Lieben Gruss
Emily
 
E

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In der Tat ist unsere Gesellschaft nicht gerade für ihre Kinderfreundlichkeit bekannt. Vielleicht sollte man DA auch ansetzen und die Kinder die schon da sind, ein biß'chen mehr liebhaben,
Man(n) muss auch nicht immer eigene Kinder haben. Es gibt doch genug Alleinerziehende.:icon_hihi:
 

Debra

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@105 Ich kenn mich da leider nicht aus, Andine.

Nun ja, manche Leute, besonders Frauen, möchten schon ganz gern eigene.
 
E

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Kann mich bitte jemand aufklären, warum man nur 125€ Unterhaltsvorschuss bekommt, dabei also das ganze Kindergeld verrechnet wird?

Mal ne ganz provokative Frage: Wäre Eltern geholfen, wenn es Umgang nur gegen Kindesunterhalt gäbe und auch umgekehrt, Kindesunterhalt nur gegen Umgang? Dabei wird natürlich berücksichtigt, wenn der Vater wirklich nicht leistungsfähig wäre.
Ich würde diese zwei Dinge schön sauber trennen. Kinder sind kein Anspruch den man gegen Geld erwirbt. Andererseits brauchen Kinder schlichtweg Geld zum Leben.

Und deshalb muss der Staat im Zweifelsfall dafür sorgen dass sie leben können.

Unterhaltsvorschuß ist immer nur der Betrag, das hat aber wiederum gar nichts mit angerechnetem Kindergeld zu tun. Kindergeld sowie Unterhaltvorschuß werden dir aber beide beim ALG2 weggerechnet. Unterhaltsvorschuß ist also in solchen Situationen wie deiner und meiner nur eine Umverteilung der Staatsgelder, von denen das Kind oder die Mutter nie etwas zu Gesicht bekommen wird. Blabla und viel Wind um nichts. Denn WANN wirst du am ehesten wieder in den Beruf zurückkehren können - wenn deine Kinder älter, am abnabeln und stabiler sind, oder wenn sie in den ersten Lebensjahren erst einmal die ganzen Kinderkrankheiten einfangen um das Immunsystem von allen Seiten her eingefahren zu haben? Und wann BRAUCHST du dann den Unterhaltsvorschuß - wenn du noch nicht arbeitest und dank unguter Situationen in ALG2 steckst - oder wenn du in den Beruf zurückkehrst und dich wieder auf eigene Beine stellen willst?

Klar ausgespielt, das Ganze.

LG
Emily
 
E

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Das Geld ist doch aber nicht für die Frau, sondern für das eigene Kind! Ich versteh solche Einstellung wirklich nicht. Ist es denn auf einmal nicht mehr das eigene Kind, nur weil man sich von der Frau getrennt hat oder umgekehrt? :mad:
Das ist ja immer das Komische. Offensichtlich geht es manchen Männern nach der Trennung um das liebe Geld, dass sie dann nicht mehr bereit sind, in das eigene Kind zu stecken. Aus dem Auge-aus der Geldbörse. :icon_kratz:
 

zebulon

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Neuerdings schrieb:
Das beste vom Schluss zum Anfang:
Zitat:
Zitat von zebulon

...und freue mich still, dass ich mich gegen Kinder entschieden habe.

Da gehören zwei zu. Das ist der eigentlich schwierige Teil. Ohne überhaupt 'ne Kandidatin in Aussicht, braucht sich keiner Gedanken über die Kinderei zu machen.
Oder wirst Du öfter auf der Straße von wildfremden Frauen nach 'ner Samenspende angehauen ??
In Deiner Diktion: erst die Henne, dann (k)ein Ei....
Nochmal hierzu was. Wenn du es genau wissen willst Neuerdings, JA, bzw. wurde angehauen. Mittlerweile nicht mehr so, weil ich ich jetzt auch schon älter bin und nicht mehr SO attraktiv. Ehrlich gesagt, habe ich mich gerade gefragt, warum ich eigentlich hier in dem Thread schreibe, wo draußen das Wetter so schön ist. Das hat seinen Grund.

Ich verstehe ja, wenn Patchworkpappas die vermutlich mit der Aufzucht ihrer Kinder alle Hände voll zu tun haben, wenig Verständnis für meine - in ihren Augen vermutlich abgehobene Einstellung - haben, oder glauben dass mit Spott kommentieren zu müssen, aber ganz so abgehoben ist meine Einstellung nicht, denn meine eigene Mutter war alleinerziehend und hat drei Kinder von zwei verschiedenen Vätern großgezogen von denen ich eins bin. Ich bin also völlig ohne Vater aufgewachsen. Einer der Väter hat nie Alimente bezahlt, trotz entsprechender Gerichtsbeschlüsse. Fatalerweise verfing sich meine Mutter über lange Zeit ihres Lebens in einer Art Wut/Hass/Leid Spirale, was ihr eigenes Leben und auch das ihrer Kinder erheblich negativ beeinträchtigt hat.

Von daher resultiert meine eigene Einstellung darauf, dass ich dieses ganze Elend nicht nochmals von der anderen Warte aus erleben möchte. Ich bin also tatsächlich wie ich bereits gesagt habe, eine Art Experte. Das war keineswegs großspurig dahergesagt.

Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.

Ihr tut das Beste für euch und eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen. Damit behindert ihr unter Umständen die Entwicklung eurer Kinder zusätzlich nochmals erheblich. Die haben es wahrscheinlich sowieso schon schwer genug. :icon_smile:
 
E

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Unterhaltsvorschuß ist also in solchen Situationen wie deiner und meiner nur eine Umverteilung der Staatsgelder, von denen das Kind oder die Mutter nie etwas zu Gesicht bekommen wird. Blabla und viel Wind um nichts. Denn WANN wirst du am ehesten wieder in den Beruf zurückkehren können - wenn deine Kinder älter, am abnabeln und stabiler sind, oder wenn sie in den ersten Lebensjahren erst einmal die ganzen Kinderkrankheiten einfangen um das Immunsystem von allen Seiten her eingefahren zu haben? Und wann BRAUCHST du dann den Unterhaltsvorschuß - wenn du noch nicht arbeitest und dank unguter Situationen in ALG2 steckst - oder wenn du in den Beruf zurückkehrst und dich wieder auf eigene Beine stellen willst?

Klar ausgespielt, das Ganze.

LG
Emily
Ich habe dich verstanden Emily. Der Unterhaltsvorschuss nützt mir natürlich am meisten, wenn ich wieder arbeiten kann, ohne noch von ALG2 abhängig zu sein und das kann dauern. Letztendlich bin ich höchstwahrscheinlich immer Aufstocker oder aber Kinderzuschlag und Wohngeld reichen. Statt so viele einzelne Leistungen würde es eine Grundsicherung ohne Wenn und Aber eher bringen.
lg andine
 
E

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Von daher resultiert meine eigene Einstellung darauf, dass ich dieses ganze Elend nicht nochmals von der anderen Warte aus erleben möchte. Ich bin also tatsächlich wie ich bereits gesagt habe, eine Art Experte. Das ist keineswegs großspurig dahergesagt.
Ich bin in gewisser Art und Weise auch Experte. Warum es bei mir aber plötzlich Klick machte, kann ich selbst nicht ganz verstehen. Hätte man mir gesagt, dass ich 2007 ein Kind bekomme, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt.
Ich kann also gut nachvollziehen, wenn jemand keine Kinder will. Das kannst du mir glauben. Übrigens, kann es jeder mit seinem eigenen Kind besser machen. Oder glaubst du da eher den Fachleuten?

Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.
Wen meinst du?

Falls du mich meinst. Ich bin nicht wütend auf den Vater. Warum sollte ich? Weil er keinen Unterhalt zahlen kann? Mir ist einerseits egal, ob ich Unterhalt bekomme oder nicht, weil wir in Deutschland das Glück haben, dass der Staat einspringt. Wer ALG2 bekommt, der muss sich außerdem um den Kindesunterhalt kümmern, weil er da auch eine Mitwirkungspflicht hat. Um das Geld kann es mir also nicht gehen. Mir geht es aber darum, dass beide Eltern Rechte und Pflichten haben.
 

Debra

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???



Ich frage mal, weil ich das gerade nicht verstehe. Meiner motzt bei jedem Besuch gegen das Rauchen und vergisst dabei die brüchigen Knie. Aber nicht schwanger zu werden, und jaaaa nicht? Das tut bei mir nur die Grossmutter. :icon_frown:

Lieben Gruss
Emily
Nee, das war so ne richtig emanzipierte "moderne" Hausärztin.
Jetzt hab ich ne ganz liebe Hausärztin (kommt wohl aus dem Osten nach dem Akzent zu urteilen) und sie schüttelt lächelnd den Kopf, wenn ich ihr sage, ich möcht doch noch soooo gern ein Kind und kommentiert es mit "Wahnsinn". Auf ihr Anraten musste ich noch zu einer anderen Gyno und die - modern, aufgeschlossen, immer alles richtig gemacht im Leben :icon_rolleyes: - eröffnete mir, dass sie mir die Meds, die ich von Hausärztin kriege, niemals aufschreiben täte. Und dass es keinen einzigen Arzt in D gäbe, der Frauen über 40 zu einem Kind verhelfen würde. - Wie gemein! :mad:
Jedenfalls hat die Frau, die Peg in den Bundys spielt in USA, noch mit 52 ein kleines Mädchen bekommen! Es hat halt eine andere Frau ausgetragen!
Geht eben nur mit Geld. Und D will kein Geld für Kinder/Frauen ausgeben. :mad:
 
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Nee, das war so ne richtig emanzipierte "moderne" Hausärztin.
Jetzt hab ich ne ganz liebe Hausärztin (kommt wohl aus dem Osten nach dem Akzent zu urteilen) und sie schüttelt lächelnd den Kopf, wenn ich ihr sage, ich möcht doch noch soooo gern ein Kind und kommentiert es mit "Wahnsinn".
Die weiß genau, warum.

Liebe Grüße von einer aus dem Osten :icon_hihi:
 

Neuerdings

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Ohne nun ausgerechnet auf Debra eingehen zu wollen, gibt es hierzu
gegen Grippe verordnet (als ich dann irgendwann mein Entsetzen nicht mehr verbergen konnte, erklärte mir der Arzt, dass er von GESETZES wg. verpflichtet sei, mich darauf aufmerksam zu machen!
ein paar recht einfache !!!:
Die Lieblingsmittel gegen Grippe sind seit 30 Jahren stramme Antibiotika, bei denen eine beginnende Schwangerschaft bzw. vorhandener Fötus von schwersten Missbildungen bedroht ist.
Spätestens nach dem Contergan-Drama war jeder Arzt in punkto Mithaftung reichlich vorsichtig, und das kann buchstäblich nichts schaden.
Eine gesetzliche Geburtenverhinderung stellt das aber nicht dar....


Deshalb:
Das tut bei mir nur die Grossmutter.
Was jetzt ? Motzen oder schwanger werden ?
Interessante Familie, so doer so,
M.
 

Debra

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Von daher resultiert meine eigene Einstellung darauf, dass ich dieses ganze Elend nicht nochmals von der anderen Warte aus erleben möchte. Ich bin also tatsächlich wie ich bereits gesagt habe, eine Art Experte. Das war keineswegs großspurig dahergesagt.
Also ich hatte aus den Mängeln meiner Kindheit ganz andere Lehren gezogen. Z.B. alles "besser" machen zu wollen, obwohl mir natürlich auch bewusst ist, dass niemand perfekt sein kann. Aber jeder tut sein Bestes in meinen Augen und - Du sagst es schon - ein fataler Fehler ist von beiden Seiten, Kinder auf die eine oder andere "Seite" ziehen zu wollen. Für Kinder gibt es eigentlich keine "Seiten". Sie lieben eigentlich bedingungslos beide Elternteile und - gehören zu den wenigen Menschen - die einen auch dann lieben, selbst wenn man Fehler gemacht hat.
 

zebulon

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Das beste vom Schluss zum Anfang:
Zitat:
Zitat von zebulon

...und freue mich still, dass ich mich gegen Kinder entschieden habe.

Da gehören zwei zu. Das ist der eigentlich schwierige Teil. Ohne überhaupt 'ne Kandidatin in Aussicht, braucht sich keiner Gedanken über die Kinderei zu machen.
Oder wirst Du öfter auf der Straße von wildfremden Frauen nach 'ner Samenspende angehauen ??
In Deiner Diktion: erst die Henne, dann (k)ein Ei....
Nochmal hierzu was. Wenn du es genau wissen willst Neuerdings, JA, bzw. wurde angehauen. Mittlerweile nicht mehr so, weil ich ich jetzt auch schon älter bin und nicht mehr SO attraktiv. (obwohl sich auch heute noch oft jüngere Frauen nach mir umdrehen, was ich sehr genieße :biggrin:)

Ehrlich gesagt, habe ich mich gerade gefragt, warum ich eigentlich hier in dem Thread schreibe, wo draußen das Wetter so schön ist. Das hat seinen Grund.

Ich verstehe ja, wenn Patchworkpappas die vermutlich mit der Aufzucht ihrer Kinder alle Hände voll zu tun haben, wenig Verständnis für meine - in ihren Augen vermutlich abgehobene Einstellung - haben, oder glauben dass mit Spott kommentieren zu müssen, aber ganz so abgehoben ist meine Einstellung nicht, denn meine eigene Mutter war alleinerziehend und hat drei Kinder von zwei verschiedenen Vätern großgezogen von denen ich eins bin. Ich bin also völlig ohne Vater aufgewachsen. Fatalerweise verfing sich meine Mutter über lange Zeit ihres Lebens in einer Art Wut/Hass/Leid Spirale, was ihr eigenes Leben und auch das ihrer Kinder erheblich negativ beeinträchtigt hat.

Von daher resultiert meine eigene Einstellung darauf, dass ich dieses ganze Elend nicht nochmals von der anderen Warte aus erleben möchte. Ich bin also tatsächlich wie ich bereits gesagt habe, eine Art Experte. Das ist keineswegs großspurig dahergesagt.

Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.

Ihr tut das Beste für eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen. Damit behindert ihr unter Umständen die Entwicklung eurer Kinder zusätzlich nochmals erheblich. Die haben es wahrscheinlich sowiso schon schwer genug. :icon_smile:
 

Debra

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Die weiß genau, warum.

Liebe Grüße von einer aus dem Osten :icon_hihi:
Nun, sie weiß natürlich nichts darüber, dass im Westen jungen Frauen früher eingeredet wurde, nie nicht schwanger zu werden.
 
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Sie lieben eigentlich bedingungslos beide Elternteile und - gehören zu den wenigen Menschen - die einen auch dann lieben, selbst wenn man Fehler gemacht hat.
Das ist nicht zu verachten. Besser als die nächste Beziehung, die ja doch wieder nicht funktioniert. Immer dieselbe Leier. Da bleibe ich lieber alleine mit meinem Kind, genügt mir im Moment auch.
Mir ist es egal, ob ich Single mit Kind bin oder nur Single.
 

Debra

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Ohne nun ausgerechnet auf Debra eingehen zu wollen, gibt es hierzu

ein paar recht einfache !!!:
Die Lieblingsmittel gegen Grippe sind seit 30 Jahren stramme Antibiotika, bei denen eine beginnende Schwangerschaft bzw. vorhandener Fötus von schwersten Missbildungen bedroht ist.
Spätestens nach dem Contergan-Drama war jeder Arzt in punkto Mithaftung reichlich vorsichtig, und das kann buchstäblich nichts schaden.
Eine gesetzliche Geburtenverhinderung stellt das aber nicht
dar.
Nö, waren auch andere, sehr harmlose Medikamente. Fühlt sich jedenfalls nicht gut an als junge Frau, so behandelt zu werden als würde man es darauf anlegen, von jedem Heckenpenner schwanger zu werden, damit man den als "Melkkuh" "abzocken" kann. Dass es möglicherweise in der Natur von Frauen liegt, Kinder zu bekommen oder sich auch nur welche zu wünschen - kein Wort darüber.
 

Debra

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Das ist nicht zu verachten. Besser als die nächste Beziehung, die ja doch wieder nicht funktioniert. Immer dieselbe Leier. Da bleibe ich lieber alleine mit meinem Kind, genügt mir im Moment auch.
Mir ist es egal, ob ich Single mit Kind bin oder nur Single.
Ja, ist traurig für unsere Kinder, aber wir können es ja nicht ändern, Andine. Würde aber allen Kindern dieser Welt wünschen, dass sie Mutter und Vater haben, eine große Familie, Familienfeste mit Cousins/Cousinen etc.
 

Neuerdings

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Und gleich noch ein scharfer Hirsch hinterher:
Nochmal hierzu was. Wenn du es genau wissen willst Neuerdings, JA, bzw. wurde angehauen.
Ich will Namen und Adressen von allen Beteiligten....:icon_hihi:


Ich verstehe ja, wenn Patchworkpappas die vermutlich mit der Aufzucht ihrer Kinder alle Hände voll zu tun haben,
gut.
wenig Verständnis für meine - in ihren Augen vermutlich abgehobene Einstellung - haben, oder glauben dass mit Spott kommentieren zu müssen,
guuuuutt.... ?
Fatalerweise verfing sich meine Mutter über lange Zeit ihres Lebens in einer Art Wut/Hass/Leid Spirale, was ihr eigenes Leben und auch das ihrer Kinder erheblich negativ beeinträchtigt hat.
schlecht.
Von daher resultiert meine eigene Einstellung darauf, dass ich dieses ganze Elend nicht nochmals von der anderen Warte aus erleben möchte. Ich bin also tatsächlich wie ich bereits gesagt habe, eine Art Experte. Das war keineswegs großspurig dahergesagt.
Falsch. Du bist Betroffener. Wie gesagt, es ist Deine eigene Einstellung/Prägung. Aber dadurch kannst Du auch nur "Experte" für das vaterlose Sitzengelassensein werden, nicht jedoch für das Vatersein/-nichtsein.
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind....
Frauen sind eh' immer wütend, wenn sie nicht gerade zu müde sind....:icon_pfeiff:
...schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen. Damit behindert ihr unter Umständen die Entwicklung eurer Kinder zusätzlich nochmals erheblich. Die haben es wahrscheinlich sowieso schon schwer genug.
Zu weit rausgeschwommen. Wenn "Schwelen" leicht zu verarbeiten wäre, wäre es kein Schwelen.
Der Konflikt, einen erwiesenen Voll-Arsch dennoch als brauchbaren Vater wenigstens an Seite des Kindes habn zu wollen, beschäftigt Frauen reichlich mehr, als alles "auf ihrer Seite".

Geweihekreuzend,
M.
 

zebulon

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Na vielleicht doch ein ungünstiges Gesellschaftsystem für Kinder großzuziehen. Letztendlich ist es doch so, dass ihr versorgt sein wollt, wenn Kinder da sind. Ob Männer oder der Staat, ist doch egal. Vielleicht ist es über den Staat sogar günstiger. Man ist nicht so aneinandergekettet, wenn man später feststellt, dass man doch nicht so gut zueinander passt, wie man Anfangs (in Liebsdusselei) gedacht hat. :biggrin:

@Neuerdings:
Ich will Namen und Adressen von allen Beteiligten....
ZUuu..lange her.

Falsch. Du bist Betroffener. Wie gesagt, es ist Deine eigene Einstellung/Prägung. Aber dadurch kannst Du auch nur "Experte" für das vaterlose Sitzengelassensein werden, nicht jedoch für das Vatersein/-nichtsein.
Hier kann man jetzt viel Wortklauberei betreiben. Für das "nicht Vater sein" bin ich natürlich auch Experte (ahh....leg' entspannt die Füße hoch)
Zu weit rausgeschwommen. Wenn "Schwelen" leicht zu verarbeiten wäre, wäre es kein Schwelen.
Der Konflikt, einen erwiesenen Voll-Arsch dennoch als brauchbaren Vater wenigstens an Seite des Kindes habn zu wollen, beschäftigt Frauen reichlich mehr, als alles "auf ihrer Seite".
Stimmt. Das mit dem schwelenden Verarbeiten ist ein Widerspruch. Runterschlucken heißt die Devise. Das nächstemal sollte man sich den Pappi halt vorher besser angucken. ICh wollte es halt etwas weniger peinlich für die Damen ausdrücken.:biggrin:

Auf jeden Fall lehrt meine Erfahrung, dass sich die schlimmsten Probleme, die mit diesen Fällen zusammenhängen leider oft juristisch nicht wirklich lösen lassen.
 

Neuerdings

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Kann mich bitte jemand aufklären, warum man nur 125€ Unterhaltsvorschuss bekommt, dabei also das ganze Kindergeld verrechnet wird?
Weil das ganze Kindergeld bei Dir/Euch landet. 279-154=125. Schnöde.
Entsprechend der Mindestunterhaltsregelung BGB.

Mal ne ganz provokative Frage: Wäre Eltern geholfen, wenn es Umgang nur gegen Kindesunterhalt gäbe und auch umgekehrt, Kindesunterhalt nur gegen Umgang? Dabei wird natürlich berücksichtigt, wenn der Vater wirklich nicht leistungsfähig wäre.
Ja, dann kommen wir wieder da an, wo diese Dame neulich war: den Erzeuger per Gericht zum Umgang verdonnern zu wollen, den er ja trotz Unterhaltszahlungen nicht wahrnimmt.
In solcher Regelung MUSS dann Umgang sein, damit niemand sein Geld zurückfordern kann. Oder Schadenersatz wegen "entgangener Umgangsfreuden" haben will, so wie bei 'nem versemmelten Urlaub.

Och lass man lieber,
M.
 

Debra

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Man ist nicht so aneinandergekettet, wenn man später feststellt, dass man doch nicht so gut zueinander passt, wie man Anfangs (in Liebsdusselei) gedacht hat. :biggrin:
Ist doch aber schade. Kids sollten doch aus Liebe geboren werden. Der Staat könnte ja was für die Bürger tun... Spielplätze, Kindergärten, andere Freizeiteinrichtungen die jeder Bürger nutzen kann, egal ob mittels Formular soundso nachgewiesen, er einen "Anspruch" hat oder nicht. In USA ist das so, auch in anderen europäischen Ländern sind die Menschen wirklich viel kinderlieber als hier. Wird Zeit, dass D auch wieder kinderlieber wird.
 

Neuerdings

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Tja, so wurde ein Frauenchat umgewandelt in "Röhren auf der Waldlichtung";
als nächstes fangen wir hier noch von Fussball und Autorennen an....

Förster M.
 

Susann

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@Susan: Na, dann sind's ja doch die bösen Männer. Ich ziehe mich dann aus dieser Diskussion mit ihren jahrtausende währenden Schuldzuweisungen zurück und freue mich still, dass ich mich gegen Kinder entschieden habe.
Hallo zebulon,

es geht nicht um Schuld, sondern Fakten. Wenn ich als Frau selbstbestimmt leben möchte, bleibt nur die Entscheidung erst dann Kinder zu bekommen, wenn ich wirtschaftlich für sie alleine aufkommen kann.

Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.

Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging.

Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist - wenige Ausnahmen gibt es immer. Für die Frau und für die Kinder. Wobei die horizontale Feindseligkeit unter Frauen fast noch schlimmer ist als die von Männern, die sich belastet fühlen oder sind durch Unterhaltszahlungen und deshalb schimpfen.

p.s.
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.
Die ursprüngliche Wut kommt nicht von meiner Seite, sondern von seiner aus, weil er keinen Zugriff mehr auf mein/unser Leben hat. Daher benimmt er sich manchmal wie ein Vollidiot (z.B. den Unterhalt einzustellen, weil ich ihm meine Kontoauszüge nicht zeige *lol*), worunter unser Kind dann leidet.

Gruß
Susann
 
E

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Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.
Aber ist es nicht so, dass auch heute die Sippe (die Gemeinschaft Staat) für diese Kinder aufkommt, in Form von Unterhaltsvorschuss und ALG2 für das Kind?
Ist im Prinzip auch egal, woher das Kind ist.
 

Susann

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Hallo andine,

ja, das Resultat ist Armut für die Mutter und die Kinder. Wie ich im Posting davor schrieb.

Und diese Armut reicht bis in die Rente bei der Mutter, wenn sie nicht in der Lage ist weiter zu vernünftigem Einkommen arbeiten zu gehen. Und das schaffen die wenigsten alleinerziehenden Frauen.

Gruß
Susann
 

zebulon

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Susan schrieb:
Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.
Das war doch schön, oder ? :biggrin: Vielleicht sollte man da wieder hin zurück.

Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging. Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist
Deswegen ist es heute letzlich auch eine schlechte "Lösung" die sich von den Zeiten wo es für die Frau eine Schande war, und ihr die Schuld gegeben wurde, nicht mehr wesentlich unterscheidet.

Deswegen stimme ich dir auch zu. Viele Männer sind vielleicht innerhalb solcher Strukturen oft auch völlig überfordert, weil sie eben da auch Probleme haben, selbstbestimmt zu leben. Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, scheinbar genetisch eher durch.
 
E

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Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, genetisch eher durch.
Das ist naturgewollt. :icon_hihi:
Spaß beiseite. Das kann man nicht verallgemeinern. Ich sags mal so. Bei mir war immer die Devise. Für eine Beziehung ist gutes Aussehen nicht wichtiger als der Charakter, eher zweitrangig. Für einen ONS gilt das natürlich nicht. Und wie der Teufel es so will, stammt das Baby aus dem einzigen ONS. :redface: :icon_hihi:
 

zebulon

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Spaß ist immer gut, Andine. Was ist ein ONS ?

Für eine Beziehung ist gutes Aussehen nicht wichtiger als der Charakter, eher zweitrangig.
Jaja, das sagt einem der Verstand. ANDERE Körperteile sind aber da vielleicht anderer Meinung. :biggrin:
 

Susann

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Hallo zebulon,

Du sprichst von Hass, nicht ich. :icon_evil:

Für mich war das Thema damals vor 16 Jahren bereits durch. Es war mein Irrglaube die Beziehung könnte halten und ich hätte einen normalen und gesunden Menschen vor mir.

Was mich heute ärgert sind konkrete A-loch-Verhaltensweisen von ihm, so wie ich mich über jeden andern Menschen auch ärgern würde. Schwer zu glauben, ich weiß.

Gruß
Susann
 
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Spaß ist immer gut, Andine. Was ist ein ONS ?
One Night Stand :biggrin:

ANDERE Körperteile sind aber da vielleicht anderer Meinung.
Für einen ONS brauche ich sicher keinen Doktor, lach. Es sei denn, ich will im Bett nur philosophieren oder meine Gesundheit lässt angesichts der Aktivität zu zweit nach.
 

zebulon

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Susann schrieb:
Du sprichst von Hass, nicht ich.
schon klar, du bist nicht persönlich gemeint. Das bezog sich auf meine Mutter. Ich denke mal in der Praxis sind es sehr widersprüchliche Gefühle die man als Frau bestimmt da hat wenn sie, nennen wir es wie man es gemein bezeichnet. "sitzen gelassen" wurde.

Eine Freundin von mir hat mal mal offen mir gegenüber zugegeben, dass sie dieses Gefühl des Hasses gegen ihren Kindsvater sogar absichtlich nährt, weil sie daraus Energie bezieht (die dunkle Seite der Macht
). Das war bei meiner Mutter glaube ich auch so. Die war nach 16 Jahren nicht so abgeklärt, dass man sich mit ihr einigermaßen sachlich über ihren verflossenen Ehemann hätte unterhalten können. Sowas ist ganz schön zerstörerisch und dafür zahlen alle einen hohen Preis. (Das dumme Schwein natürlich auch, weil es gegen seinen Willen dann doch letztendlich noch als Energiequelle dient) Ich verstehe es auch irgendwo.
 
E

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Aber dadurch kannst Du auch nur "Experte" für das vaterlose Sitzengelassensein werden, nicht jedoch für das Vatersein/-nichtsein.
Frauen sind eh' immer wütend, wenn sie nicht gerade zu müde sind....:icon_pfeiff:
Das kommt subjektiv vielleicht nur so vor? :p

Zu weit rausgeschwommen. Wenn "Schwelen" leicht zu verarbeiten wäre, wäre es kein Schwelen.
Der Konflikt, einen erwiesenen Voll-Arsch dennoch als brauchbaren Vater wenigstens an Seite des Kindes habn zu wollen, beschäftigt Frauen reichlich mehr, als alles "auf ihrer Seite".
Oh, danke für das Verständnis :). Zum einen dies. Zum anderen wäre es auch um vieles leichter, die Kiddies ab und an für ein Wochenende oder einen Teil der Ferien fröhlich zu verabschieden, um auch mal ein paar (tausend) Füsse hochzulegen. Sooo lustig ist der 24-7-Job nun auch nicht durchgehend. Ich meine, mensch liebt seine Kinder auch immer wieder ganz "neu", wenn sie sich auch einmal erholen dürfte.

Zebulon sagte :
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.
Es ist immer wieder interessant dass frau so etwas aufs Butterbrot geschmiert bekommt wenn sie es einfach nur wagt, das Thema anzusprechen. Um die Unwirksamkeit dieser Methodik hiermit darzulegen: Gut, dann sind wir keine "lieben Mädchen", das ist nämlich ein Teil dieses verdammten Erziehungsschrottes, welcher Frauen zu hinterf*** Melkkuhsucherinnen erzieht. Insofern, und so lange solcherart Denke noch bei den "Boys" (wie meine Tochter zu sagen pflegt) vorhanden ist, werdet ihr ebensolange genau das kriegen was ihr verdient: Frauen, welche die Pappis ihrer Kinder nach dem Portemonnaie aussuchen. Dann brauchen wir auch gar nicht den Hartzis das Kinderhaben so schwer machen, denn IHR seid eh nicht gefragt. Und hättet ihr vorher Geld gehabt: Spätestens wenn es zur Neige ginge kommt ein weiterer Zwerg mit EUCH nicht mehr in Frage. Frag dich mal ganz im tiefsten Winkel deines Herzens, ob bei der Ansage nicht doch so ein klein wenig Konditionierung im Spiel ist? So rein theoretisch.
Ihr tut das Beste für eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen.
Tut ja keiner. Hier sprechen wir unter Erwachsenen. Angesehen davon ist es meinem Fall exakt so, dass ich diejenige bin, der exakt die ca. 500 Euro von der ARGE aufgestockt werden welche NICHT an Kindesunterhalt eingehen. Also werde ich stellvertretend für ein paar ganz grosse A+++ gepiesackt, und die Kinder mit. Ganz schön fies, diese Nummer, Frauen und Kinder zu quälen dafür dass andere ihren Job nicht machen wollen.

Damit behindert ihr unter Umständen die Entwicklung eurer Kinder zusätzlich nochmals erheblich. Die haben es wahrscheinlich sowiso schon schwer genug. :icon_smile:
Die Entwicklung wird wohl mehr behindert, wenn die zwischendurch, daneben dass sie zum täglich existenziellen Dasein nicht beitragen, dergestalt dazwischenfunken dass Mammi allein zuhaus die diversen Traumata wieder ausbügeln darf, zzgl. ihrer eigenen. Und da in D-Land über Traumata im eigenen Land nicht gesprochen werden darf, weil das nämlich ein Tabu ist und es sowas nur gibt wenn es in bösen anderen Ländern geschieht, die sowieso andauernd die Menschenrechte verletzen, und von Vätern ausgelöste schwere Traumata auch nicht gesprochen werden darf denn das ist "bäh", und die Mütter sollen da lieber ihre Wut herunterschlucken, weil die Papis sind ja so existenziell wichtig für die Kinder :icon_tonne: und den Kindern so lange weiter Traumata antun lassen bis diese in der Klapse landen. Oh ja, ich kenne solche Fälle. In einem Fall hat die Frau mittlerweile Krebs und der Sohn ist exakt in der Psychiatrie gelandet. Beide haben also stellvertretende dessen miesen Character ausgebadet - und die Helferszene oder Gerichte haben noch dazugeholfen.

Ich denke, wenn du jeden Tag auf die Strasse gehen musst mit dem Wissen, dass deine existenziell grössten Feinde der Vater und Vater Staat sind, dann ist das schon ein besonders erhebendes Leben. Also kommst du letztlich gar nicht drumherum, die Dinge offen auszusprechen und beim Namen zu nennen, nämlich allein schon aus Seelenhygienegründen. Kinder würden alles spüren, auch wenn du es nämlich nicht laut sagen würdest. Und dann beziehen sie eine "Schuld" möglicherweise sogar auf sich, weil sie nicht wissen was wirklich Sache ist. Das ist dann das Schlimmste was passieren kann, weil sie nämlich gar nichts davon verarbeiten können, da sie keinen Zugang zu den Fakten haben und alles ausschließlich im Unterbewusstsein schwelt. DAS ist nämlich dann schlimm und führt zu Entwicklungsstörungen.

Also, was ich anmahne sind strukturelle Lebensbedingungen, welche Kinder zu haben und das Leben von Kindern menschenwürdig möglich machen - und zwar gesund, seelisch wie körperlich - und nicht verunmöglichen. Und ja, da kriege ich gerne auch Wut auf alle die, die nicht im Traum daran denken solche Bedingungen zu schaffen, sondern es zur Hölle auf Erden machen, Kinder zu haben oder Kind zu sein. So war das Ganze nämlich nie vorgesehen - nur wird es so ge-MACHT.


LG :icon_wink:
Emily
 

Susann

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Hallo zebulon,

dann liegt es wohl daran, dass ich nicht haßerfüllt bin: ich warf ihn raus, ich wurde nicht verlassen. :icon_hihi: Böse Frau ich...

Gruß
Susann
 
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Fakten:

Wenn ich als Frau selbstbestimmt leben möchte, bleibt nur die Entscheidung erst dann Kinder zu bekommen, wenn ich wirtschaftlich für sie alleine aufkommen kann.

Ganz früher kam die Sippe, die Gemeinschaft mit auf für die Kinder, es spielte keine Rolle, wessen Hängematte eines Mannes sich in der Hütte der Frau befand. Man musste nicht zusammen bleiben wegen der Kinder.

Dann später war es für die Frau eine Schande, auch sehr lange Zeit, war sie alleinerziehend. Ihr wurde die Schuld gegeben, wenn sie eine Zwangsverbindung nicht ertrug oder der Mann ging.

Heute ist es so, dass theoretisch eine Frau sich trennen oder getrennt werden darf, aber das Schicksal ohne Absicherung Armut ist - wenige Ausnahmen gibt es immer. Für die Frau und für die Kinder. Wobei die horizontale Feindseligkeit unter Frauen fast noch schlimmer ist als die von Männern, die sich belastet fühlen oder sind durch Unterhaltszahlungen und deshalb schimpfen.

Das Resultat ist Armut für die Mutter und die Kinder.

Und diese Armut reicht bis in die Rente bei der Mutter, wenn sie nicht in der Lage ist weiter zu vernünftigem Einkommen arbeiten zu gehen. Und das schaffen die wenigsten alleinerziehenden Frauen.
Ich habe mir erlaubt, diesen Beitrag zusammenfassend nur oben leicht zu liften: Es ist auf den Punkt getroffen. Was früher physisch war ist heute nur "anders" geregelt - alles ist erlaubt, dir wird vorgetäuscht dass alles bestens wäre, und hintenherum wirst du bestraft. Das ist gerade das Perfide.

andine sagte :
Aber ist es nicht so, dass auch heute die Sippe (die Gemeinschaft Staat) für diese Kinder aufkommt, in Form von Unterhaltsvorschuss und ALG2 für das Kind?
Ist im Prinzip auch egal, woher das Kind ist.
So ist es eben nicht, nur vordergründig. Die Gemeinschaft lässt dich dafür bluten und büssen, dass du von ihr unterstützt wirst. Sogar wenn es so hinterhältig ist dass du zwar bereits Einkommensteuer bezahlen darfst, die dir weggenommen wird, und du gleichzeitig Hartz4 nehmen musst, mit allen damit verbundenen Schikanen, von denen wohl alle hier ein Lied singen können. Kinderzuschlag ist übrigens auch nicht fröhlicher. Ich hab gerade mal den Beantragungswust durch, weil ich auch mal wissen wollte wie das abläuft. Aus Hartz4 kommst du nämlich auch nicht in den Genuss von Kinderzuschlag, da du nämlich erst einmal aus dem ALG-Bezug draussen sein musst, bevor die überhaupt nur anfangen auszurechnen ob du ihn kriegen würdest. Auch wieder so eine Täuschung, dass doch alles für die Familien getan würde. Pustekuchen.

Lieben Gruss (an alle mit oder ohne Geweih)
Emily
 
E

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Das war doch schön, oder ? :biggrin: Vielleicht sollte man da wieder hin zurück.

Deswegen ist es heute letzlich auch eine schlechte "Lösung" die sich von den Zeiten wo es für die Frau eine Schande war, und ihr die Schuld gegeben wurde, nicht mehr wesentlich unterscheidet.

Deswegen stimme ich dir auch zu. Viele Männer sind vielleicht innerhalb solcher Strukturen oft auch völlig überfordert, weil sie eben da auch Probleme haben, selbstbestimmt zu leben. Leider setzen sich dann die gutaussehenden und skrupellosen Arschlöcher, die ihr später so hasst und von denen ihr euch aber doch Babys machen lasst, scheinbar genetisch eher durch.
Warst es nicht du, nach dem sich die Mädchen umdrehen :icon_razz:

Ja, machen wir es doch wieder so, wie Susann schrieb :icon_stern: Ich wär zum Experiment gerne bereit :icon_stern:

LG
Emily
 

zebulon

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:biggrin::biggrin:

Ich komme grad aus dem Garten und hier hat sich ja eineiges angesammelt. Oh Je. Emily, du scheinst auf jeden Fall auch deine entsprechenden Erfahrungen gemacht zu haben.
Warst es nicht du, nach dem sich die Mädchen umdrehen
Manchmal, hab' ich gesagt.

Zitat:
Zitat von Zebulon
Den beiden Frauen, die wie mir scheint jetzt sehr wütend auf die Väter ihrer Kinder sind, ob berechtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt, möchte ich einen Rat mit auf den Weg geben, wenn sie ihn annehmen.

Es ist immer wieder interessant dass frau so etwas aufs Butterbrot geschmiert bekommt wenn sie es einfach nur wagt, das Thema anzusprechen. Um die Unwirksamkeit dieser Methodik hiermit darzulegen: Gut, dann sind wir keine "lieben Mädchen", das ist nämlich ein Teil dieses verdammten Erziehungsschrottes, welcher Frauen zu hinterf*** Melkkuhsucherinnen erzieht. Insofern, und so lange solcherart Denke noch bei den "Boys" (wie meine Tochter zu sagen pflegt) vorhanden ist, werdet ihr ebensolange genau das kriegen was ihr verdient: Frauen, welche die Pappis ihrer Kinder nach dem Portemonnaie aussuchen. Dann brauchen wir auch gar nicht den Hartzis das Kinderhaben so schwer machen, denn IHR seid eh nicht gefragt. Und hättet ihr vorher Geld gehabt: Spätestens wenn es zur Neige ginge kommt ein weiterer Zwerg mit EUCH nicht mehr in Frage. Frag dich mal ganz im tiefsten Winkel deines Herzens, ob bei der Ansage nicht doch so ein klein wenig Konditionierung im Spiel ist? So rein theoretisch.
Das hab' ich jetzt nicht verstanden worauf sich das bezieht. Was aufs Brot geschmiert bekommen? Welches Thema anzusprechen? Welche Methodik? Welches Denken bei den "Boys"

Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
 

isabel

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Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt,
Wenn ein Vater bezahlt, wird das verrechnet. Erfahrung.
Regelsatz für ein Kind bis 16 beträgt 208,-€.
Egal, wie Du siehst: es kommt auf das gleiche.
Egal, ob der Vater zahlt oder nicht: mehr als mikrige Regelzahlung hat keiner.
Für Kinder spricht eigentlich die Liebe der Mütter, die auf sich alle Schwirigkeiten nehmen.
Leider, in diesen Land, ist Geldvermehren viel wichtiger, als Kinder.
MfG
Isabell
 
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Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
Diese Kinder in Gefriertruhen waren aber nicht immer von Alleinerziehenden. Ist fast genauso wie bei Abtreibungen, denn da wird auch immer gesagt, dass meist Alleinstehende abtreiben. Tatsache ist aber, dass es die verheirateten Frauen sind, aus finanziellen Gründen.
Hartz4 ist für Alleinerziehende nicht anders als für Mütter, deren Kinder Unterhalt bekommen, aber das hat isabel schon gesagt. Alleinerziehende bekommen aber noch einen Zuschlag.
Deshalb lohnt es sich auch nicht, Stress mit dem Vater wegen dem Unterhalt zu haben bzw. ihm vorzuwerfen, dass er vielleicht absichtlich weniger arbeitet. Darum kümmert sich das Jugendamt. Wir könnten das auch nicht bezahlen.
 
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:biggrin::biggrin:

Ich komme grad aus dem Garten und hier hat sich ja eineiges angesammelt. Oh Je. Emily, du scheinst auf jeden Fall auch deine entsprechenden Erfahrungen gemacht zu haben.
Manchmal, hab' ich gesagt.

Das hab' ich jetzt nicht verstanden worauf sich das bezieht. Was aufs Brot geschmiert bekommen? Welches Thema anzusprechen? Welche Methodik? Welches Denken bei den "Boys"
Moin Zebulon,

Garten ist gut - ich habe gestern meinen Balkon gemacht und festgestellt, ein paar Blattlauslöwen täten nicht schlecht. :icon_cry:

Weisst du, der Punkt den ich anspreche ist die permanente Ver-Emotionalisierung, wenn frau etwas offen ausspricht und eventuell auch Power dahintersteckt. Diese hast du damit ausgedrückt, dass du es "wütend" genannt hast. Fakt ist, dass hier Mütter Fakten benannt haben zum Thema, und diese aus eigener gelebter Erfahrung - wer sollte auch sonst so etwas benennen? Gleich hinterher, und ich verüble dir das nicht denn ich schätze sehr eine offene Auseinanderlegung der verschiedenen beteiligten Interessen und Emotionen, hast du angeraten, dieses nicht den Kindern aufzulasten. Der methodische Zirkelschluss ist also folgender:

Frau benennt Missstände -> die Tatsache des Misstandes wird verbal verkleinert dadurch dass Emotionalität der Frau ins Spiel gebracht wird
Gleichzeitig wird der Frau schon fast untersagt, bestimmte Schlüsse und Entscheidungen als Reaktion auf das Miss-Verhalten Anderer zu treffen, insbesondere mit den Auswirkungen auf sie UND die Kinder offen umzugehen. Immanent ist in der Ver-Emotionalisierung stets eine Mahnung, keine reaktiven Emotionen haben zu dürfen. Seelisch tödlich, übrigens, und deshalb stelle ich dieses so heraus.

Diesen Umgang mit tatsächlichen Misständen habe ich wie auch viele andere engagierte Frauen leider oft genug erfahren müssen, und es ist leider ein sehr abwertender Umgang, der immer wieder dazu führt dass Frauen, die Themen offen an- und aussprechen, das Thema, den Misstand, niemals sachlich auseinandersetzen dürfen und verbal durch die Ver-Emotionalisierung auf ein Kleinkindlevel reduziert werden. Ein sehr krasses Beispiel ist meines Erachtens, einer der wenigen in D aufdeckenden Soziologinnen zu unterstellen "Wer hat denn die im Sandkasten geschubst". Was dann erst zur Folge hat, wie du anhand eines sehr plastischen Beispieles beschrieben hast, dass Frauen / Mütter / Kinder, welche sich diesem unausgesprochenen "Diktat" unterwerfen, die Verletzungen auf ewiglich mit sich tragen und nicht verarbeiten - können, weil sozusagen untersagt, da sie sich dann nicht wie "Erwachsene" verhalten. Dies ist die gesellschaftliche Konditionerung der Frauen als "Rollenspielerinnen", während das gendertechnisch "männliche Pendant" dieses der Frau aufgedrückte Rollenmuster der Frau dadurch lebt, dass "er" exakt so reagiert wie es dir meines Erachtens geschehen ist. Unwissentlich, unwillkürlich, konditioniert eben. Unbewusst.

Alles was nicht verarbeitet wurde, auch wenn es vermeintlich noch so gut verdrängt wurde, kehrt aber stets zurück.

Und da schliesst sich der Kreis. Sofern nicht einmal aus dem Karussell ausgestiegen werden kann, die Missstände benannt werden dürfen ohne dass sie verniedlicht oder die Betroffenen verlächerlicht werden. Es ist immer das gleiche Muster. Und es ist im Interesse aller, eben auch der Männer, de betroffenen Jungs, die Tatsachen glasklar zu benennen und dass diese exakt so auch von Anderen anerkannt werden.

Berechtigte Wut wird so heruntergespielt, und ganz besonders bei Frauen. Dadurch kann sie sich auch niemals legen, und Zwänge resp. Tabuisierungen der Gesellschaft sorgen dafür. Und auch hier kann der Kreislauf nur unterbrochen werden, wenn die Gründe, die Ursachen und Verursacher offen als das benannt werden was sie sind, ohne dass den Aussprechenden eine Über-Emotionalisierung unterstellt wird, und zwar möglichst so, dass dieser nicht erst in die Total-Offensive gehen muss, sondern das ihm widerfahrene Unrecht bereits davor anerkannt wird.

Schwelende, unterdrückte Emotionen sind nämlich viel gefährlicher als offen ausgetragene. Wie das Beispiel mit der "dunklen Seite der Macht" auch sehr gut zeigt. Das sind dann "ewige Bindungen", die oft bis ins Grab getragen werden. Würden die einzelnen Kritikpunkte offen beigelegt werden, von der umgebenden Gesellschaft / Gemeinschaft anerkannt werden, jeder einzelne Beteiligte seinen Teil wiedergutmachen, wäre das Leben für alle Beteiligten weitaus freundlicher. Und insbesondere für die Kinder - was du und ich auch sind, nämlich Betroffene der Probleme unserer Eltern und anderer Vorfahren und Einflussnehmer, welche sie nicht gelöst und nicht offen auseinandergelegt haben. :icon_smile:

Eins ist mal klar, HartzIV ist die Hölle für Alleinerziehende, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt, oder Frau auf Gedeih und Verderb an einen unvermögenden Vater im Sinne von "nicht auf die Reihe kriegen", gekettet ist . Diese Kinder in den Gefriertruhen tauchen ja nicht umsonst verstärkt auf.
Richtig. Und der Staat / die Gemeinschaft hätte es durch ein Umdenken durchaus in der Hand, für bessere Bedingungen zu sorgen.

Solange aber, wie uns letzte Woche erst schon wieder widerfahren, die Fehler bei denen gesucht werden welche reaktiv sich gegen Gewalt zur Wehr setzen, anstatt Gewalt zu ächten (in diesem Fall massive psychische Gewalt der Klassenlehrerin) und konsequent damit umzugehen, und versucht wird an den Opfern herumzudoktern, solange wird sich da nichts ändern.

Das Muster ist übrigens auch hier wieder gleich:
Gegen tatsächliche Täter wird nichts unternommen, das reaktive Wehrverhalten der Opfer wird
erst ver-emotionalisiert um es nicht ernst nehmen zu müssen,
später psychiatrisiert um es vermeintlich abzuschütteln, und
irgendwann, da es nicht abzustellen ist (weil die Ursache / der Verursacher ja nicht angegangen wird!) dann kriminalisiert.

Letztlich steckt Feigheit dahinter - nämlich Feigheit, sich den tatsächlichen Tätern entgegenzustellen und ihr Verhalten gesellschaftlich zu sanktionieren. Es ist immer viel einfacher, sich an die Opfer heranzumachen, frei nach dem Motto: Wo schon drauf gehauen wurde ist nicht so viel Widerstand zu erwarten.

Schlimm, schlimm, denn so handelt die ganze Gesellschaft, und insbesondere ihre ausführenden Organe.

Das meine ich.

Einen sehr lieben Gruss,
Emily
 
E

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Weisst du, der Punkt den ich anspreche ist die permanente Ver-Emotionalisierung, wenn frau etwas offen ausspricht und eventuell auch Power dahintersteckt. Diese hast du damit ausgedrückt, dass du es "wütend" genannt hast. Fakt ist, dass hier Mütter Fakten benannt haben zum Thema, und diese aus eigener gelebter Erfahrung - wer sollte auch sonst so etwas benennen?
Früher ist mir das komischerweise nicht so aufgefallen. Aber als Mutter sieht man die Welt etwas anders und das, was ich jetzt sehe, gefällt mir sehr oft nicht und wir haben das Recht, Missstände beim Namen zu nennen. Wenn Männer das wütend nennen, haben sie noch nicht pappa.com besucht. Da können sie mal anhand ihrer Geschlechtsgenossen lesen, was wütend wirklich bedeutet. Nur gut, dass das dort nicht der Durschnitt der Männer ist, sonst wäre ich lesbisch.

Alles was nicht verarbeitet wurde, auch wenn es vermeintlich noch so gut verdrängt wurde, kehrt aber stets zurück.
Und dann kommt es gewaltig ...
 

zebulon

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Hallo Emily,

du hast mich glaube ich nicht ganz richtig verstanden. Ich hatte gesagt:

ihr tut das Beste für euch und eure Kinder, wenn ihr diese Situation so schnell wie möglich für euch verarbeitet und nicht in den Fehler verfallt, die Kinder in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen zu wollen.
Das war die Grundaussage. Das mit dem schnellen Verarbeiten des schwelenden Konflikts ist widersprüchlich, da hatte ja Neuerdings auch zu Recht schon darauf hingewiesen und du hattest dich darüber auch korrekterweise aufgeregt. Ich formuliere den Satzt um:

ihr tut das Beste für euch und eure Kinder, wenn ihr diese Situation auf andere Weise aufarbeitet, als dadurch das ihr die Kinder permanent in diesem schwelenden inneren Konflikt gegen den Vater, auf eure Seite ziehen wollt.

Da hat etwas damit zu tun, was ich sagte, das Frauen manchmal diesen Konflikt oder nennen wir es Haß gegen den Kindsvater, statt ihn zu aufzuarbeiten, als Energiequelle nutzen um ständig Kraft für die Weiterexistenz (auch im System, denn Frau muß ja schaffen gehen um die Kinder zu ernähren) daraus schöpfen zu können. Wie gesagt, das ist aber unstabil bzw. erfordert permanent blinde Flecke. Wenn Kinder dann dazu kritische Fragen stellen, dann spielen sie an den Hauptsicherungen (der Frau/Mutter), wissen es aber nicht.

Frau benennt Missstände -> die Tatsache des Misstandes wird verbal verkleinert dadurch dass Emotionalität der Frau ins Spiel gebracht wird.
Zu dem Komplex: Ich verstehe was du damit meinst. Das ist eine üble Manipulationstechnik, die aber nicht nur gegen Frauen angewendet wird.

Bei den Blattläusen musst du mal darauf achten, ob Ameisen in der Nähe sind. Manchmal schleppen die die Blattläuse wieder hin, wenn du schon schon weggemacht hast, weil das deren Milchkühe sind. :biggrin:
 
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Bei den Blattläusen musst du mal darauf achten, ob Ameisen in der Nähe sind. Manchmal schleppen die die Blattläuse wieder hin, wenn du schon schon weggemacht hast, weil das deren Milchkühe sind. :biggrin:
Das trifft den Inhalt, beiderseits. :icon_mrgreen:

Zu dem was du noch geschrieben hast würde ich mich gerne weiter "auseinandersetzen", den ich finde es gut und wichtig dass einmal auseinanderklamüsert wird was da alles mit hinein spielt dass Frauen / Mütter sich so verhalten und vielleicht gesellschaftlich gewollt gar nicht anders verhalten können / sollen.

Ich erkenne nämlich durchaus das System, dass dieses alles so geschaffen hat, DAMIT eben gerade Menschen auf einer gleichberechtigten Ebene nicht stark sein können. Was nicht mitzieht, soll wieder einmal ausgemerkelt werden - oder war es ausgemerzt? Da dieses Mal gewisse Konventionen niedergeschrieben sind, geschieht das alles eben durch die Hintertür. Wir können gerade nur dagegen an, indem wir Lügen erkennen, benennen und das nicht zulassen, nicht wahr.

Meinerseits allerdings nicht jetzt gerade - wie war doch gleich der Slogan: Geniesst mal wieder :icon_stern: !

Emily
 

zebulon

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Das trifft den Inhalt, beiderseits. :icon_mrgreen:
Manchmal findet man die Antwort auf seine Fragen ja schon in der Natur.:biggrin: :biggrin:

Ich finde die Diskussion auch interessant. Bei mir stecken ja auch in gewisser Weise traumatische Kindheitserlebnisse dahinter, und zwar speziell in dem Zusammenhang alleinerzeihende, um Unterhalt geprellte Mütter. Natürlich war es auch früher schon so, das das System (hier in den 50er und 60er Jahren) solche Schweinereien ebenso gestützt hat, vielleicht sogar noch schlimmer wie heute. Ich möchte halt nur nicht, dass die Energie der Frauen (und Mütter) sich darin erschöpft, auf den Ex einzudreschen, (so ein dummes Schwein der Einzelfall auch sein mag), sondern dass man gemeinsam versucht, auf ein Gesellschaft hinzuarbeiten die die Mütter absichert, und die die Väter entlastet (und diejenigen, die keine Kinder wollen, in Ruhe lässt, bzw. die Möglichkeit bietet, sich trotzdem vielleicht mit um Kinder zu kümmern, wenn sie das wollen).
 

Debra

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Ich möchte halt nur nicht, dass die Energie der Frauen (und Mütter) sich darin erschöpft, auf den Ex einzudreschen, (so ein dummes Schwein der Einzelfall auch sein mag),
Ja, das ist sehr schlimm für ein Kind, wenn ein Elternteil ständig den anderen schlecht macht. Das kann aber auch bei nicht alleinstehenden Eltern vorkommen. Z.B. die Mutter tritt stets als "gut" auf, der Vater muss immer die Rolle des "bösen" oder "bestrafenden" Elternteils spielen. Dass da wirklich hinterf****** Methoden zum Einsatz kommen - erwachsene Frau weiß eben, wie sie "Mann" manipulieren kann - ist gewollt, möglicherweise lernen und übernehmen "clevere" Mädchen dann genau dieses Rollenverhalten. Und Männer bevorzugen genau immer diesen Frauentyp, denn offen und ehrliche Frauen scheinen ihnen Angst zu machen. Dann werden sie doch lieber belogen und betrogen und hinterher jammern sie, Frau hätte sie "beschissen" und nur "melken" wollen.

sondern dass man gemeinsam versucht, auf ein Gesellschaft hinzuarbeiten die die Mütter absichert, und die die Väter entlastet (und diejenigen, die keine Kinder wollen, in Ruhe lässt, bzw. die Möglichkeit bietet, sich trotzdem vielleicht mit um Kinder zu kümmern, wenn sie das wollen).
Mir wäre eine Gesellschaft lieber, die einfach mal insgesamt nur an die Kinder denkt, nicht immerzu daran, wie man denn die Wünsche Erwachsener am besten bedienen kann. Gäbe es Ganztagsbetreuungen für jedes Alter ohne große Zuzahlung der Eltern, z.B. auch mit einem "Service" für Kinder wie Schulbusse etc., dann hätten Alleinerziehende jedenfalls kein Problem, einer VZ-Arbeit nachzugehen. Man könnte z.B. einen großen Teil des Kindergelds lieber in Ganztagsbetreuungen geben, wo die Kinder auch Essen bekommen, sich bilden können, lernen zu teilen oder pfleglich mit Gemeinschaftseigentum umzugehen etc. Evtl. Defizite aus dem Elternhaus könnten dort ausgeglichen werden, ohne dass Erziehungsberechtigte sich bevormundet oder gegängelt fühlen müssten. Aber was träume ich hier.
Ich lebe ja (noch) in D und da sind Kinder einfach nur ein Kosten- oder Störfaktor. :rolleyes:
 
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Mir wäre eine Gesellschaft lieber, die einfach mal insgesamt nur an die Kinder denkt, nicht immerzu daran, wie man denn die Wünsche Erwachsener am besten bedienen kann. Gäbe es Ganztagsbetreuungen für jedes Alter ohne große Zuzahlung der Eltern, z.B. auch mit einem "Service" für Kinder wie Schulbusse etc., dann hätten Alleinerziehende jedenfalls kein Problem, einer VZ-Arbeit nachzugehen.
Das kannst du gar nicht oft genug schreiben.
Aber irgendwie kapiert das keiner. Die haben scheinbar ein Problem damit, etwas zu machen, was für mich in der DDR ganz selbstverständlich war.
Da wäre es nicht so irre wie hier, dass die einen sagen, wir sind zu faul zum Arbeiten und schmarotzen und andererseits wird das Arbeiten fast unmöglich gemacht.
 

Susann

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Hallo zebulon,

also auf bescheidene Verhaltensweisen meines Exmannes dresche* ich nach wie vor ein. Und zwar genauso, wie mich Politiker aufregen oder das unmenschlich oder kranke Verhalten anderer Menschen. Oder wenn mich jemand betrügt, bestiehlt, denn warum sollte ich mich zurücknehmen und scheinbar "vernünftig" sein (= mich nicht wehren dürfen, Verständnis haben müssen)?

Da mache ich keinen Unterschied. Es ist mein gutes Recht als Mensch mich gegen Fiesheiten und Illegales, gegen Sauereien zu verwahren. Egal wer sie veranlasst.

Das finde ich so perfide, mir unter dem Scheinargument die "Beziehung zwischen Vater und Kind" angeblich zu "gefährden", weil ich ausspreche was er für ein egoistischer Mensch ist, was er tatsächlich tut an Schlechtigkeiten. Das Bild eines hilflosen Vaters aufrecht zu erhalten, der es nur gut, halte ich für weitaus gefährlicher für die Entwicklung meines Kindes als die Dinge beim Namen zu nennen.

Gruß
Susann



*sprich, ich werde Missstände benennen, so als überemotionales Weibchen mit histrionischen Ausbrüchen *lol*, Emily hat es gut beschrieben, woher diese Pathologisierung weiblich berechtigter Wut kommt.
 

Debra

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Da wäre es nicht so irre wie hier, dass die einen sagen, wir sind zu faul zum Arbeiten und schmarotzen und andererseits wird das Arbeiten fast unmöglich gemacht.
Das kommt daher, dass in der BRD Kinder als "Privatsache" angesehen wurden/werden, Andine. "Frau" hat eben nur dann Kinder zu kriegen, wenn sie einen "Sponsor", sprich gutverdienenden Mann hat. Natürlich haben aber schon seit jeher auch nicht so gut verdienende Menschen Kinder bekommen. Früher war es auch so, dass das Jugendamt sich immer eingeschaltet hat, wenn eine unverheiratete Frau ein Kind bekam. Keine Ahnung, ob das heute auch noch der Fall ist. D.h., sobald die Frau verheiratet war, hat niemand die finanziellen oder wohnlichen Verhältnisse überprüft, somit waren Kinder auf Gedeih und Verderb ihren Erzeugern ausgeliefert. Was die mit ihren Kindern machten/machen oder wofür sie das Kindergeld ausgaben/ausgeben, interessiert nicht. - Diese Gesellschaftsform ist aber überholt in meinen Augen und für Kinder an sich hat sich leider nichts zum Positiven geändert. Trotz Jugendamt usw. ist es möglich, dass Kinder in diesem Land gequält, zu Tode gefoltert werden von ihren "Erziehungsberechtigten" oder sogar verhungern müssen und das JA diese Eltern dabei noch tatkräftig unterstützt, da sie stets das Befinden der Eltern, nicht aber das der Kinder in den Vordergrund stellen. Da kann man vor Wut in den Tisch beißen oder eben nicht oft genug wiederholen: Denkt doch mal an die KINDER, nicht nur an EUCH, an EURE Brieftaschen, Befindlichkeiten wg. enttäuschter "Liebe" etc.

PS.: Als Kind wäre ich gern in eine Ganztagsschule gegangen. Ich war sehr kontaktfreudig und hatte sehr viele Freunde und sehr gute Noten - dies war aber leider auf Seiten eines Elternteils nicht erwünscht und somit hat dieser Elternteil mich immer wieder umschulen, meine Beziehungen unterbinden und mich isolieren wollen. Mir durfte es als Kind nicht gutgehen, weil dieser Elternteil neurotisch neidisch auf mich war. Und alle - anderer Elternteil, Jugendamt und Schule - sind auf den Psychopathen eingegangen, nie auf mich - das Kind.
 
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Früher war es auch so, dass das Jugendamt sich immer eingeschaltet hat, wenn eine unverheiratete Frau ein Kind bekam. Keine Ahnung, ob das heute auch noch der Fall ist.
Nein, ist es nicht. Es ist scheißegal, wie ich wohne. Und wenn es eine Hundehütte wäre, interessiert kein Jugendamt.
 

Debra

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Hmm... ist wohl seit HartzIV anders. Ich meinte aber eher, dass Frauen, die unehelich Kinder bekamen, automatisch Besuch vom JA bekamen, um ihre Privatsphäre auszuschnüffeln. Verheiratete waren davon verschont. Obwohl das Schnüffeln dort vielleicht viel mehr Dreck ans Licht gebracht hätte.
 

Susann

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Hallo Debra,

ja, vor 18 Jahren war das noch so. Bei mir kam auch eine Dame vom JA um zu überprüfen, ob ich geeignet bin alleine auf mein Kind zu achten. Mein Kind wurde unehelich geboren, wir heirateten damals ein paar Wochen später, was dem JA bekannt war. Es wurde automatisch ein Vormund für das Kind eingesetzt glaube ich zu erinnern.

Nach der Trennung hat es die Behörden wieder nicht interresiert, wie ich zurechtkomme.

Gruß
Susann
 

zebulon

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Hallo Susann,

du kannst dreschen auf wen du willst. Mir ging es darum, dass es für die Kinder Scheiße ist, wenn sie in diesen Krieg mit hineingezogen werden und die Mutter von ihnen (unausgesprochen) verlangt, dass sie eindeutig Stellung beziehen, und das unter dem erwähnten Aspekt der Energiegewinnung und die Mutter dann in diesem Verhaltensmuster stecken bleibt. Besser wäre es, die Mutter sähe sich nach einer anderen, positiveren Energiequelle um.
 

Debra

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Vormund? Wieso? - Meinst Du, Du durftest gar nicht über Dein Kind entscheiden? Und wie bist Du den losgeworden?
 

Susann

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Hallo zebulon,

klar ist es auch für die Kinder scheiße. Aber es ist nicht möglich die Verantwortung alleine der Mutter aufzunötigen. Es sind beide Elternteile verantwortlich. Ein Vater der aus Gekränktheit Unterhalt verweigert beteiligt sich ebenso an diesem Krieg, auch wenn Geld so gerne von Fürsorge getrennt gesehen wird. Zu einer gesicherten Existenz gehört persönliche Fürsorge, sich kümmern und Geld.

Ebenso haben die Eltern auch ein Recht auf Trauerarbeit und ihre Gefühle nach einer Trennung. Eltern sind auch Menschen und ich meine, dass sie genauso Hilfe brauchen wie die Kinder nach einer Trennung.


Hi Debra,

schaust Du hier Vormundschaft – Wikipedia

wenn ein Minderjähriger nicht unter elterlicher Sorge steht (weil z.B. die Mutter unverheiratet und minderjährig ist, § 1791c BGB)
Ich bekam nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht, damit endete die Vormundschaft.

Gruß
Susann
 

zebulon

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Susann schrieb:
klar ist es auch für die Kinder scheiße. Aber es ist nicht möglich die Verantwortung alleine der Mutter aufzunötigen. Es sind beide Elternteile verantwortlich.
Aber da dreht es sich doch jetzt im Kreis. Die Situation ist in unserer Überlegung irreversibel die, dass der Vater sich entzogen hat, körperlich und finanziell. Wie verarbeitet die Mutter das dann?
 

Susann

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Hallo Debra,

neiin... *lol* lesen bitte. Nochmal: erst Kind - dann geheiratet - dann Scheidung - dann ich alleiniges Sorgerecht.

Wann genau die Vormundschaft erlosch weiß ich nicht mehr. Es hat mich auch nicht interessiert, weil es keine Auswirkungen in der Praxis hatte.

@zebulon,

sie schlägt sich alleine durch. :icon_lol: *bei der Steilvorlage - unwiderstehlich*

Es gibt dann einen Lerneffekt, wenn es positiv verarbeitet wird. Und das bedeutet: sich auf einen Partner zu verlassen heisst verlassen zu sein.

Es gibt ja Frauen, die naives Vertrauen nicht aufgeben wollen, sowas wie Erlösung erwarten durch einen Traumprinzen... oder eben ihre Wut nähren. Das ist eine psychologische Frage von dir und jeder Mensch ist verschieden, daher gibt es keine pauschale oder allgemeingültige Antwort.

Gruß
Susann
 

Eka

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@Susann: Ich glaube du verwechselst Amtspflegschaft mit Vormundschaft. Amtspflegschaft in Sachen Unterhaltsleistungen etc. die das JA für dich (dem Kind) rechtlich durchsetzt. Wenn du allerdings Minderjährig bei Geburt eines Kindest bist/warst, ist das eine ganz andere Kiste, die Vormundschaft wird dann normalerweise wenn man 18 wird aufgehoben.






Gruß
Eka
 
E

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Hmm... ist wohl seit HartzIV anders. Ich meinte aber eher, dass Frauen, die unehelich Kinder bekamen, automatisch Besuch vom JA bekamen, um ihre Privatsphäre auszuschnüffeln. Verheiratete waren davon verschont. Obwohl das Schnüffeln dort vielleicht viel mehr Dreck ans Licht gebracht hätte.
Nein, auch das ist nicht mehr so.
 

Susann

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Hallo Eka,

kann sein ich verwechsel das, ich müsste meinen uralten Ordner im Keller suchen. Was ich genau weiß ist, dass damals eine Frau vom JA kam und halt "schnüffelte", ob ich alleine mit dem Kind zurecht komme.

Gruß
Susann
 
E

ExitUser

Gast
Manchmal findet man die Antwort auf seine Fragen ja schon in der Natur.:biggrin: :biggrin:

Ich finde die Diskussion auch interessant. Bei mir stecken ja auch in gewisser Weise traumatische Kindheitserlebnisse dahinter, und zwar speziell in dem Zusammenhang alleinerzeihende, um Unterhalt geprellte Mütter.
Finde ich schon einen prima Ansatz. Und dass du weiter in der Diskussion bist, kommt vielleicht auch nicht so sehr von ungefär, nicht wahr. Möglicherweise wachsen Kinder, auch Jungs, bei Alleinerziehenden tatsächlich gar nicht so übel auf. Vielleicht haben sie sogar ein paar mehr Kompetenzen als so manche Kiddies, denen das klassische "Rollenspiel" aufoktroyiert / -konditioniert wurde (dieses vermaledeite Wort, ich schaue jetzt aber nicht nach wie man es eigentlich richtig schrieben sollte). Allerdings erziehen Mütter keineswegs alleine - die Gesellschaft tut schon immer ihr Scherflein dazu, ihr System aufrechtzuerhalten und ebenso in die Jungs und Mädchen Alleinerziehender hineinzustopfen. Schwierig genug für heranwachsende Menschleins, da den Überblick zu behalten und sich nicht aus ihrem Gleichgewicht bringen zu lassen. Denn die bearbeiten die Kindleins echt nicht übel.

Natürlich war es auch früher schon so, das das System (hier in den 50er und 60er Jahren) solche Schweinereien ebenso gestützt hat, vielleicht sogar noch schlimmer wie heute.
Das ist sogar ganz bestimmt so. Nur wurde nicht so heuchlerisch und scheinheilig herumgetan wie heute. Deshalb glauben heute auch junge und mitteljunge Frauen durchaus, dass sie gewisse Rechte hätten und vom Staat aufgefangen würden- dass es de facto nicht so ist, und sie kein bisschen anders behandelt werden als anno dunnemal, sagt ihnen keiner vorher. Kürzlich erboste sich eine Mutter, mit der ich in ganz harmlosem Gespräch zu ganz einem anderen Thema war, wie ich mir als Alleinerziehende in diesem unseren Stadtviertel überhaupt eine Wohnung leisten könne! Fakt ist, ich kriege doch gar keine Sozialwohnung, habe es gerade wieder ausprobiert. Im Unterton klang durchaus mit, ich habe hier nichts verloren. Dazu muss man sagen, ich wohne seit dreizehn Jahren in diesem Stadtviertel, meines Kinder sind hier geboren und aufgewachsen, und seit 4-5 Jahren erlebt das Viertel einen krassen Boom mit allen Nebenwirkungen. Da kommen dann schon mal so neu Zugezogene, weil eben das Viertel seit Neuestem "schick" ist , und würden dich am Liebsten gleich aus diesem schmeissen - als Alleinerziehende. Bist ja nicht ihresgleichen. Dass es das Bunte, Lebendige ist das das Viertel zu dem gemacht hat was es ist, übersehen die Scherzkekse dabei mal schnell. Sie glauben, Lebendigkeit können sie sich nämlich erkaufen. Grosser Irrtum, so unter der Hand gesprochen.

Ich möchte halt nur nicht, dass die Energie der Frauen (und Mütter) sich darin erschöpft, auf den Ex einzudreschen, (so ein dummes Schwein der Einzelfall auch sein mag), sondern dass man gemeinsam versucht, auf ein Gesellschaft hinzuarbeiten die die Mütter absichert, und die die Väter entlastet (und diejenigen, die keine Kinder wollen, in Ruhe lässt, bzw. die Möglichkeit bietet, sich trotzdem vielleicht mit um Kinder zu kümmern, wenn sie das wollen).
Wie recht du hast. Mir liegt auch nicht am Dreschen, so lange sie mich wenigstens in Ruhe lassen täten. Das tun SIE aber nicht, selbst wenn das existenzielle Überleben der Kids sie einen feuchten Kehricht schert - Machtanspruch wiegt wohl stärker als Vernunft. Und immerhin ist es weitaus besser, den gröbsten Dampf unter Erwachsenen aussprechen zu dürfen, als eben an den Kindern abzulassen. Das entlastet nämlich die Kinder, und das ist gut so.

Weiterhin werde ICH an der Stelle gewisser Straftatsbegeher (die aber so gar nicht geahndet werden, wie sonderbar) per ARGE in den Hintern getreten, und wie Debra mal so treffend bemerkte, ich lebe ja vom Staat, oder auf Kosten der Allgemeinheit wie es das AG formulierte im Zusammenhang mit den Kontoauszügen. Und da kriegst du echt die Wut, ab und an, über diese alten Zöpfe die in den Köpfen der Menschen stecken. Ich versuche eher im Gegenteil, die Dinge schön säuberlich auseinanderzuhalten, was oft genug mein Fehler ist. Auch ich gehöre zu den Müttern, die länger als je zumutbar veruscht haben, den Kindern die Väter zu erhalten, auch wenns voll auf meine Kosten ging. Irgendwo ist dann der Punkt erreicht, wo du Grenzen setzen musst, denn die andere Seite überschreitet jede, wenn du ihr entgegenkommst.

Dennoch bleibt die Tatsache, dass strukturell und gesetzlich Verantwortung tragende Elternteile sogar finanziell massiv benachteiligt sind. Das beginnt bei den Selbstbehalten im Vergleich zu den ALG2-Sätzen, geht weiter bei den Selbstbehalten mit Kindern und ohne Kinder im Insolvenzrecht, und weiter im Steuerrecht. Überall werden dort Kinder diskriminiert - womit der, der sich um Kinder kümmert, die A*-Karte gezogen hat.

Grüssle,
Emily
 
E

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Hmm... ist wohl seit HartzIV anders. Ich meinte aber eher, dass Frauen, die unehelich Kinder bekamen, automatisch Besuch vom JA bekamen, um ihre Privatsphäre auszuschnüffeln. Verheiratete waren davon verschont. Obwohl das Schnüffeln dort vielleicht viel mehr Dreck ans Licht gebracht hätte.
Seltsam dass es bei Andine offenbar niemanden interessiert hat, zu meiner Zeit (-12 Jahre) habe ich durchaus noch die Amtspflegschaft mitbekommen (ist aber wieder etwas anderes als die Beistandschaft, welche sich um den Unterhaltskram kümmert). Bekannte von mir auch ein paar unwesentliche Jahre früher, die unverheiratet ein Kind bekommen haben. Hmm. Ich glaube das wurde aber irgendwann innerhalb des letzten Jahrzehnts tatsächlich abgeschafft. Offenbar ist nur die Ehe vor dem Verdacht gefeit, nicht für ihre Kinder sorgen zu können. Und wie man weiss, ist da so einiges im Argen hinter mittelhochdeutschen Gardinen.

Gäbe es Ganztagsbetreuungen für jedes Alter ohne große Zuzahlung der Eltern, z.B. auch mit einem "Service" für Kinder wie Schulbusse etc., dann hätten Alleinerziehende jedenfalls kein Problem, einer VZ-Arbeit nachzugehen. Man könnte z.B. einen großen Teil des Kindergelds lieber in Ganztagsbetreuungen geben, wo die Kinder auch Essen bekommen, sich bilden können, lernen zu teilen oder pfleglich mit Gemeinschaftseigentum umzugehen etc. Evtl. Defizite aus dem Elternhaus könnten dort ausgeglichen werden, ohne dass Erziehungsberechtigte sich bevormundet oder gegängelt fühlen müssten. Aber was träume ich hier.
Wenn du ein Maß am unteren Rand der qualitativen Erziehungsskala ansetzt: Gewiss. Mag sein, dass das besser ist als der unterst-untere Rand. Für jede halbwegs normal gebildete Alleinerziehende jedoch sind die Kinderbetreuungen, so wie sie derzeit existieren, ein ständiges Ausbügeln von Misserziehung und dauerhaftes Kopfschütteln darüber, dass bereits seit Jahrzehnten und heute umso mehr anerkannte Erkenntnisse der Psychologie und Pädagogik gerade bei den Pädagogen nicht angekommen sind.

Emily
 

zebulon

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Emily schrieb:
Vielleicht haben sie sogar ein paar mehr Kompetenzen als so manche Kiddies, denen das klassische "Rollenspiel" aufoktroyiert / -konditioniert wurde (dieses vermaledeite Wort, ich schaue jetzt aber nicht nach wie man es eigentlich richtig schrieben sollte).
Du hast das komische Wort richtig geschrieben. :biggrin:

Ja, es ist wahr, diese Kinder haben vielleicht gewisse Sonder-Kompetenzen, zahlen aber auch einen hohen Preis dafür. Sie passen nämlich unter Umständen nirgendwo 'rein und fallen überall auf (oder durch). Vermutlich ist das für heutige Kinder noch schlimmer, weil da unter Umständen in der Schule nochmal eine stärkere Gleichschaltung vorausgesetz wird und es herrscht stärkerer Leistungsdruck.

Bei mir kamen als Kind allerdings noch zusätzliche Probleme dazu, um das genau auseinanderzuhalten zu können, was wodurch verursacht wurde. So habe ich insgesamt etwa 4,5 Jahre in Heimen verbracht (Wo ich mir zusätzlich noch einige besondere Kompetenzen erwerben konnte :biggrin:) und ich hatte eine Art Einschulungs-Trauma. Stellt euch vor ihr könntet schon prima lesen bevor ihr in die Schule kommt (Grimms Märchen durch, Tageszeitung, Lexikon). Am ersten Schultag zeigt die Lehrerin mit dem Stock auf die Tafel aufs Alphabet und sagt:" So liebe Kinder...Das hier ist ein AAAaaaa.... :icon_eek:. Da wurde es lange dunkel und ich wurde sehr krank. Solche Sachen beeinträchtigen natürlich alles auch erheblich den weiteren Lebensweg.

Das ist sogar ganz bestimmt so. Nur wurde nicht so heuchlerisch und scheinheilig herumgetan wie heute. Deshalb glauben heute auch junge und mitteljunge Frauen durchaus, dass sie gewisse Rechte hätten und vom Staat aufgefangen würden- dass es de facto nicht so ist, und sie kein bisschen anders behandelt werden als anno dunnemal, sagt ihnen keiner vorher.
Ja, das passt auch gut in diese Vertuschungsgesellschaft. Alles muss nur so sein als ob.
 
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