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Zu wenig ALG II - Wer weiß Rat...?

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yoody

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#1
Hallo,

ich hoffe man kann mir hier irgendwie weiterhelfen, da ich momentan nicht wirklich weiter weiß.

Zu meiner Situation: ich wohne mit meinem Freund zusammen (NRW) und habe bislang 557EUR Bafög und 150EUR Kindergeld bekommen. Mein Freund arbeitet und verdient um die 1100EUR netto. Bislang hat das mit der Wohnung und weiteren Kosten gut geklappt, doch nun bin ich ab Mai mit dem Abi fertig (am Berufskolleg, deshalb Baföggefördert) und erhalte demnach auch kein Bafög mehr. Zudem werde ich im Juli 25, was heißt, dass auch das Kindergeld wegfällt und eigenständige Krankenversicherung ansteht. Kurz gesagt, ich habe keinerlei Einkommen oder Geld. Bewerbungen waren bisher erfolglos. Sollte das so bleiben, haben wir spätestens ab Juli nicht genügend Geld, um die Wohnungt zu bezahlen. Kosten sind wie folgt:

365EUR Kaltmiete
75 EUR Nebenkosten inkl. Heizkosten und Warmwasser
Was weitere Kosten angeht, da bin ich nicht sicher, ob die eine Rolle spielen:

35 EUR Telefon+Inet
90 EUR Strom (wurde so festgelegt, kann man "angeblich" nicht ändern)
ca. 300 EUR Nahrungsmittel, wobei ich da nicht sparen kann, da ich nur bestimmte (und meist teure) Lebenmittel kaufen kann, bedingt durch Diabetes Mellitus Typ II

So, meine Frage ist nun, wie soll mein Fehlendes Einkommen (Bafög+KG) ab Juli durch ALG II kompensiert werden, wenn mir ein Rechner sagt, dass mir angeblich nur knapp 200 EUR zustehen? Mit 200 EUR bekommen wir die Wohnung nicht bezahlt. Es fehlen, wie gesagt, bei mir schließlich 700 EUR. Es war bisher auch richtig knapp am Ende des Monats und nun befürchte ich, dass wir praktisch auf die Straße gesetzt werden. Kann das sein, dass mir OHNE jedliches Einkommen nur 200EUR zustehen, nur weil mein Freund arbeitet? Er selber kann die ganzen Kosten auch nicht allein tragen.

ALG II wäre für mich eine Übergangslösung falls sich kein Job ergibt, da ich ab Nov/Dez studieren möchte. In diesem Fall bekäme ich wieder Bafög und würde zusätzlich eine Studentendarlehen in Anspruch nehmen, um die Kosten decken zu können. Kann es sein, dass man so im Stich gelassen wird, auch wenn es nur ein halbes Jahr Unterstützung sein soll? Will mich ja keinesfalls drauf ausruhen, nur halt die Monate bis zum Studium überbrücken.

Hoffe, dass mir jemand einige Informationen geben kann, da ich mich stundenlang mit dem Thema befasst habe, jedoch keine Antwort finden kann, die zu meiner Situation passt.

Grüße
yoody
 

redfly

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#2
AW: Wir schlittern in die Katastrophe

Wenn Bafög und Kindergeld wegfallen, wird das Erwerbseinkommen von deinem Freund voraussichtlich den Bedarf nicht mehr decken. Ihr müßt daher umgehend einen ALG II-Antrag stellen und ihn am besten persönlich gegen eine Empfangsbestätigung bei der ARGE einreichen. Die Kaltmiete könnte für 2 Personen etwas hoch sein, kommt aber ganz darauf an in welcher Stadt ihr wohnt. Die ARGE legt nämlich Obergrenzen bei der Grundmiete (Nettokaltmiete) fest. Ob ihr aufstockendes ALG II bekommt, müsste man erst durchrechnen. Dann gilt folgendes: Das um die Freibeträge bereinigte Erwerbseinkommen von deinem Freund wird dem Gesamtbedarf eurer BG gegenübergestellt. Es könnte auch sein, daß die ARGE von euch verlangt einen Wohngeldantrag zu stellen. Aber auch dann könnte immer noch ein Rest fehlen.
 

Hotti

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#3
Kann es nicht sein, dass Du gar nicht mit Deinen Freund, sondern mit einen Bekannten in einer Wohngemeinschaft lebst?:wink: In diesen Fall spreche mal mit euren Vermieter, ob ihr nicht jeder z.B. ein Zimmer einzeln anmietet. Dann bekommst Du das Hartz IV Geld, ohne das die Kohle Deines Wohngemeinschaftsbekannten angerechnet wird. Oder such Dir ein billiges Zimmer, wo Du eingeständig wohnst und lebst. Dann bekommst Du auch die Miete und das Armutsgeld.
 

redfly

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#4
Was für ein Rat. Sie hat doch von Freund geschrieben, also geht es hier um eine eheähnliche Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Man sollte doch froh sein, wenn man aus eigenen Mitteln seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
 

Esreicht

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#5
Was für ein Rat. Sie hat doch von Freund geschrieben, also geht es hier um eine eheähnliche Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Man sollte doch froh sein, wenn man aus eigenen Mitteln seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
ein freund ist immer gut! und der sollte in solche konstellatinon auch nicht in einer lebensähnlichen gemeinschaft mit jemanden leben - jeder hat per mietvertrag ein eigenes zimmer oder er ist nur zu besuch . oder ?? :icon_neutral:
 

Mario Nette

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#6
Was für ein Rat. Sie hat doch von Freund geschrieben, also geht es hier um eine eheähnliche Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft. Man sollte doch froh sein, wenn man aus eigenen Mitteln seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Genau. Das versucht der Freund ja. Und jetzt soll er für die vermurkste Gesetzgebung bluten? Überhaupt: Was is'n so'n Freund überhaupt? Ich schrob das schon mal woanders: Die Freundinnen meiner Freundin sind auch meine Freundinnen. Dennoch habe ich mit denen nix, OBWOHL ich sie als Freundinnen bezeichne. Und nun?

Mario Nette
 
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