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Zu viel Geld bekommen - Melden oder nicht?

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MM1408

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#1
Hallo!

Ich brauche mal eure Hilfe.

Ich habe gerade meinen Folgeantrag bewilligt bekommen.
Nun kam das Geld, (übrigens mal wieder zu spät weil mal wieder irgendwelche Mitarbeiteränderungen vorgenommen wurden) und es sind fast 150€ mehr, als es sein sollten.
Verändert hat sich an meiner beruflichen Situation seit Mitte März nichts mehr und ich bekam von da an jeden Monat die richtige Summe X. Nun kam diesen Monat halt mehr, wie gesagt knapp 150€.

Soll ich das melden oder lieber meine Klappe halten?
Was meint ihr?

Liebe Grüsse Melanie
 
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#2
Soll ich das melden oder lieber meine Klappe halten?
Was meint ihr?
Ich persönlich würde von der sachlichen Richtigkeit des Bescheids ausgehen, schließlich sitzen da ja "Experten" auf ihren Bürostühlen.

Verändert hat sich an meiner beruflichen Situation seit Mitte März nichts mehr und ich bekam von da an jeden Monat die richtige Summe X. Nun kam diesen Monat halt mehr, wie gesagt knapp 150€.
Vielleicht hat man einfach vorher 150 € zuwenig überwiesen und erst jetzt beim Folgeantrag ist es aufgefallen.


SCHRIFTLICH melden und den Erhalt bestätigen lassen oder per Einschreiben mit Rückschein.
Die drehen dir ganz schnell einen Strick daraus.
Wieso muss man auf eigene Kosten auch noch mögliche Fehler der SB ausbügeln? Mitwirkungspflicht ? MM1408 hat die Überzahlung doch nicht durch falsche Angaben erschlichen, wenn ich das richtig verstanden habe.
 

Borgi

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#3
Wenn du vorher keinen Änderungsbescheid bekommen hast, dann solltest du das SCHRIFTLICH melden und den Erhalt bestätigen lassen oder per Einschreiben mit Rückschein.
Die drehen dir ganz schnell einen Strick daraus.
Was sagt den der bewilligte Bescheid?
 

gerda52

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#4
Kannst Du den Fehler in der Berechnung (Bescheid) ausmachen?

Einfach mal mit den Daten vom letzten Bescheid vergleichen.
 

MM1408

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#5
Danke, für eure schnellen Antworten.

Nein, die Bescheide sind alle richtig, nur die tatsächlich überwiesene Summe stimmt nicht damit überein, sondern ist eben etwa 150€ höher, als es im Bescheid steht und als es auch bisher überwiesen wurde.

LG Melanie
 

Borgi

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#6
Dann musst du das melden. So traurig das auch ist.
Die ArGe hat immer wieder Überprüfungen durch eigene Mitarbeiter. Wenn sie dann in 2-3 Monaten feststellen, dass dir zu viel ausgezahlt wurde, (Zahlendreher, BG. Nr. vertauscht) bist du der Meldepflicht nicht nachgekommen, hast arglistische Täuschung begangen, hast dir Gelder erschlichen und dir wird eine Ordnungswidrigkeit angelastet.
Glaub mir, du ersparst dir ne Menge Ärger, wenn du es sofort schriftlich meldest!
 

a f a

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#7
@Melanie

Es ist dem gemeinen Untertanen verboten, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Entscheidungen der Obrigkeit anlegen zu wollen." (Kaiser Wilhelm I)
:icon_psst:Ich persönlich, würde mich an Vadder Flodder und Kaiser Wilhelm I halten.


Gruss
Norbert

Her mit dem schönen Leben
 

Borgi

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#8
So, habe mir soeben noch einmal den Bericht "Schlange stehen für altes Brot - ARD exclusiv angetan.
Da war eine Frau/Mutter die sagte:
"Mein Mann hat einmal zu viel an Leistungen erhalten. Da bin ich hin und habe gesagt, "Sie haben uns zu viel gezahlt". Und da haben die sich bedankt und gesagt "schönen Dank, und wir gucken mal ob das Stimmt" Dann kriegten wir zwei Tage später ein Schreiben, wir hätten uns arglistisch Leistungen erschlichen!"
 

Arania

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#9
wenn die das selber gemeldet haben, fällt arglistige Täuschung schon mal weg
 
E

ExitUser

Gast
#10
Also ich würde das auch nicht melden. Im schlimmsten Fall hast du das auch nicht gemerkt. Schließlich hast du auch das Recht dich zu irren und etwas nicht sehen. Und mit den Zahlen hattest du das noch nie drauf. Und mit dem Umgang mit Geld schon gar nicht. Und die Kontoauszüge, die holst du nur wenn es sein muss. Du willst gar nicht wissen was da drauf ist. Und der Bescheid war ja schließlich richtig.

Da kann dir keiner einen Strick draus drehen. Die verscheißern dich auch wo sie nur können.
 

Arania

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#11
Es ist zu melden, und es glaubt kein Mensch das ein ALG II-Bezieher nicht merkt das er 150 Euro mehr auf dem Konto hat, er muss eh alles zurückzahlen wenn es aufkommt
 

Arwen

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#12
Hallo Melanie,

unter Umständen könnt' ich mir noch Folgendes vorstellen... so war es jedenfalls bei mir einmal der Fall:

Du hast den Fortzahlungsantrag bewilligt bekommen. Deine berufl. Situation war im März noch eine andere als heute. Wenn es die erste Zahlung im neuen Bewilligungszeitraum ist, könnte es sein, dass sich herausgestellt hat, dass Du im vergangenen Zeitraum (6 Monate) zu wenig bekommen hast - aus welchen Gründen auch immer... Hinzuverdienst falsch berechnet... Heizkostennachzahlung nicht berücksichtigt... keine Ahnung... oft wird das rückliegende halbe Jahr noch mal überprüft und dann fällt vor Bewilligung des neuen Abschnitts auf, dass es zu einer "Unterzahlung" (oder Überzahlung) gekommen ist. Warte doch einmal ab, wie es am 30. Juni mit der nächsten Zahlung aussieht; ich wette, die Summe entspricht dann genau der Deines Bescheides.

Ich kann Dir keinen Tipp geben, was Du tun sollst - Du musst es selber wissen. Ich selber habe so gehandelt wie Vater F. und afa es äußern; habe darauf "vertraut" (Vertrauensschutz-Paragraph im SGB X (?)), dass "die" wissen, was sie tun...


Gruß, Arwen
 

MM1408

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#13
@Arwen
Nein, meine berufliche Situation war seit März genau so, wie heute.
Der neue Folgeantrag läuft seit 01.06. und es war ALLES mit "NEIN" angekreuzt. Also: Keinerlei Änderungen.
Seit März bekomme ich die richtige Summe X, so wie sie im Bescheid auch steht. Doch diesen Monat sind knapp 150€ mehr auf meinem Konto gelandet, als sonst.

@alle anderen

Schätze, ich werde dann erstmal nichts zur KoBa (wie die ARGE bei uns heisst) sagen.
Dankeschön für eure Hilfe.
Ich sehe das auch so, dass ich es ja einfach nicht gemerkt haben kann und es ist ja auch nicht mein Verschulden. Ich habe ALLE Angaben wahrheitsgemäss getätigt.

LG Melanie
 

judith11

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#14
Wenn ich das richtig gelesen habe dann sind der alte und der neue Bescheid gleich

nur die Summe der ersten Überweisung nach dem neuen Bescheid war falsch

ergo wird dies ein Zahlendreher oder eine Falscheingabe gewesen sein !!

.................................

Um sich Ärger so oder so zu ersparen würde ich das schriflich und nachvollziehbar melden.

Aber jeder ist seines Glückes Schmied :)
 

peter_S

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#15
in diesem Fall handelt es sich wohl um einen offensichtlichen Fehler und da bist du verpflichtet dieses der ARGE mitzuteilen.

Solltest du auch wirklich machen weil du das dann auf alle Fälle zurückzahlen musst (bzw. die ziehen dir das einfach beim nächsten mal ab).

Du solltest aber nicht hingehen und sagen das du zuviel bekommen hast sondern darum bitten deinen Bescheid noch einmal zu prüfen da du nun einen anderen Betrag bekommen hast (mal nicht sagen das du glaubst du hast zu viel bekommen). Es kann ja auch sein das du die ganze Zeit viel zu wenig bekommen hast.
 

MM1408

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#16
Wenn ich das richtig gelesen habe dann sind der alte und der neue Bescheid gleich

nur die Summe der ersten Überweisung nach dem neuen Bescheid war falsch

ergo wird dies ein Zahlendreher oder eine Falscheingabe gewesen sein !!

.................................

Um sich Ärger so oder so zu ersparen würde ich das schriflich und nachvollziehbar melden.

Aber jeder ist seines Glückes Schmied :)
Dann wohl einfach eine Falscheingabe, denn die Zahlen haben nichts gemeinsam. Der eigentliche Betrag hat keine einzige Zahl, die auch der überwiesene Betrag enthält.

Macht das einen Unterschied, ob Falscheingabe oder Zahlendreher?

Mein Verschulden ist es nicht und deswegen muss ich doch auch normalerweise nicht zurück zahlen, oder?

LG Melanie
 
E

ExitUser

Gast
#18
...
@alle anderen

Schätze, ich werde dann erstmal nichts zur KoBa (wie die ARGE bei uns heisst) sagen.
Dankeschön für eure Hilfe.
Ich sehe das auch so, dass ich es ja einfach nicht gemerkt haben kann und es ist ja auch nicht mein Verschulden. Ich habe ALLE Angaben wahrheitsgemäss getätigt.

LG Melanie
Hallo Melanie,

und irgendwann, gleich einer tickende Zeitbombe, stehst Du dann -- eventuell strafrechtlich relevant -- als Betrüger da :icon_confused: Ich will Dich nicht Bange machen, kann Dich aber auch nicht ins offene Messer laufen lassen.

Ich habe einen ähnlichen Fall erlebt und mich dann mit der zugehörigen Rechtssprechung beschäftigt.

Diese sagt aus, Du musst grobe Unterschiede, also z. B. wenn Betrag auf dem Bescheid und überwiesener Betrag nicht übereinstimmen erkennen und melden, da sonst aus dem Fehler der ArGe ein Betrugsfall für Dich gemacht wird.

Reagiert (wie in meinem Fall bei Überzahlung bei Arbeit) die Arge auf Deinen Hinweis nicht, bist Du aus dem Schneider und musst nicht zurückzahlen.

Urteil hierzu.
http://www.my-sozialberatung.de/cgi...d=list&range=0,10&Freigabe==1&cmd=all&Id=1394

Schlaf eine Nacht drüber und entscheide dann ;)

Gruß, Anselm
 

1hoss43

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#19
Hallo!

Ich brauche mal eure Hilfe.

Ich habe gerade meinen Folgeantrag bewilligt bekommen.
Nun kam das Geld, (übrigens mal wieder zu spät weil mal wieder irgendwelche Mitarbeiteränderungen vorgenommen wurden) und es sind fast 150€ mehr, als es sein sollten.

Was mir beim durchlesen dieses Threads aufgefallen ist, keiner hat sich hier wegen der Textstelle geäussert.

Ich hatte einen ähnlichen Fall, wo der überzählige Betrag auf den ersten Blick auf dem Bewilligungsbescheid nicht zu sehen war. Ich freute mich über das Geschenk und hoffte, daß die ARGE es nicht bemerken würde.....
Tage später nahm ich den Bewilligungsbescheid nochmals zur Hand und entdeckte ganz zufällig, daß der überzählige Betrag nur ganz simpel eine Nachzahlung wegen der langen Bearbeitungszeit war.

@MM1408

Dreh doch den Bewilligungsbescheid mal um und schau auf Seite 2 mal nach, unter "Zahlungsempfänger" und "Zahlungsmodus".
 
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