Zu späte Meldung einer Schenkung

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redsoft

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Hallo liebes Forum,

ich habe am 09.07. ALG II beantragt. Der Antrag ist noch nicht bewilligt, weil ich noch zwei Mal Unterlagen
nachgereicht habe. Das letzte Mal heute.

Meine Mutter weiß natürlich von meiner wirtschaftlichen Situation und hat mir um mich zu unterstützen am 22.07. unaufgefordert
100 Euro überwiesen. So weit so lieb. Mir kommt leider jetzt erst die Idee, dass dadurch eine Änderungsmitteilung meinerseits an mein Jobcenter nötig werden könnte.

Ich würde also gerne wissen, ob und wie ich so-etwas mitzuteilen habe. Weiterhin würde ich gerne wissen, wie ich damit umgehe,
dass ich dies jetzt zu spät mitteilen würde.

Gerade habe ich nicht mehr viel Geld und bin wahrscheinlich in einer Woche mittellos. Wenn ich dann deswegen beim Jobcenter vorspreche, muss ich ja nochmal meine Kontoauszüge vorlegen.

Danke.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo redsoft,

Gerade habe ich nicht mehr viel Geld und bin wahrscheinlich in einer Woche mittellos. Wenn ich dann deswegen beim Jobcenter vorspreche, muss ich ja nochmal meine Kontoauszüge vorlegen.

Nun mal langsam, deine Mutter hat dir bis zum Erhalt von deiner ALG II - Leistung
ein Vorschuss/Darlehn gegeben, das du nach Bewilligung, deiner Mutter zurückzahlen
mußt, das habt ihr natürlich schriftlich gemacht, mit einem Darlehnvertrag, du
hast nicht gewußt das es die Möglichkeit gibt beim Jobcenter ein Vorschuss zu bekommen!

Das ist der § 42 SGB I nur für dich zur Info.

Gerade habe ich nicht mehr viel Geld und bin wahrscheinlich in einer Woche mittellos.

Soll heißen du willst beim Jobcenter noch einen Antrag stellen auf einen Vorschuss, das nennt sich jetzt Darlehn und wird mit 10% aus dem Regelsatz
monatlich abgezogen.
 

redsoft

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Verstehe ich das richtig, dass das Darlehen erst durch die Rückzahlung nach der Bewilligung nicht als Einkommen gewertet wird?
 

Seepferdchen 2010

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Verstehe ich das richtig, dass das Darlehen erst durch die Rückzahlung nach der Bewilligung nicht als Einkommen gewertet wird?

Du schreibst jetzt von dem Darlehn von deiner Mutter?
Das hast du zum Beispiel bekommen um deine laufeden Kosten zu zahlen wie Strom/Gasrechnung monatliche Pauschale usw.
darum "zweckgebunden".

Wenn ja dann ist das kein Einkommen.
 

redsoft

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Du schreibst jetzt von dem Darlehn von deiner Mutter?
Das hast du zum Beispiel bekommen um deine laufeden Kosten zu zahlen wie Strom/Gasrechnung monatliche Pauschale usw.
darum "zweckgebunden".

Wenn ja dann ist das kein Einkommen.

Ja. Meine das Darlehen meiner Mutter an mich.
Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich bei meinem Vermieter die Zahlung der laufenden Kosten Stunden konnte. Laufende Kosten hatte ich durch zwei Versicherungen und meinen Handy Vertrag. Zusammen komme ich da auf eine Summe über den 100 Eur. Lässt sich der Vertrag dann trotzdem an diesen "Zweck" binden oder sollte es immer dem Exakten Betrag entsprechen?

Danke
 

redsoft

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Ok, mache ich so.

Habe inzwischen recherchiert, dass so ein Darlehen nicht dem selben Zweck wie das ALG II dienen darf, um nicht als Einkommen gewertet zu werden.

Ich werde mal sehen wie ich der Darlehenszweck "Kosten für Versicherungen und Mobilfunkvertrag" ankommt. Mir fällt gerade kein besserer ein. Ich rechne aber damit, dass das Jobcenter dies wohl als Einkommen werten wird und sich das nicht verhindern lässt.
 

redsoft

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Habe einen Vertrag im Netz gefunden und angepasst. Was haltet Ihr davon? Gibt es Änderungsvorschläge?

"Darlehensvertrag

Zwischen
Herr XXXXXX, YYYYYStr. 56 in ZZZZZ, im weiteren Darlehensnehmer genannt,
und
Frau XXXXXX, YYYYYStr. 78 in ZZZZZ, im weiteren Darlehensgeber genannt,
wird folgender Darlehensvertrag geschlossen:

1.
Der Darlehensgeber zahlt dem Darlehensnehmer einmalig einen Betrag in Höhe von 100 € per Überweisung auf das Konto Nr. XXXXXXXX bei der YYYYYYY Bank eG, BLZ ZZZZZZZ.

2.
Der Zweck des Darlehns ist die Deckung der laufenden Kosten des Darlehensnehmers für Versicherungen und Mobilfunk, bis dieser die von Ihm beantragten ALG II – Leistungen erhält.

3.
Das Darlehen ist zinslos.
Die Überweisung nach 1. erfolgt ab dem YYYYY.

4.
Der Darlehensnehmer verpflichtet sich, das Darlehen ausschließlich zu dem in 2. vereinbarten Zweck zu verwenden.

5.
Die Rückzahlung der in 1. genannten Darlehenssumme erfolgt ab dem Erhalt der ALG II – Leistung in voller Summe. Die Rückzahlung leistet der Darlehensnehmer per Überweisung auf das Konto Nr. XXXXXXXX bei der XXXXBank eG, BLZ XXXXXXX.

XXXXXX, den 11.07.2015


Unterschrift Darlehensnehmer


Unterschrift Darlehensgeber
"
 

Seepferdchen 2010

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Und @redsoft


lass das bitte weg..............würde ich z.B. wie schon bereits geschrieben den Stromabschlag bzw. für die Gaspauschale nehmen.

Das du ein Handy hast ist deine privat Angelegenheit. (Für den ALG II Bezug nicht leistungsrelevant also keine Pflichtangabe
beim Antrag von ALG II, sondern freiwillig!)

Ansonsten ist das so okay. :icon_pause:
 

redsoft

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Auf meinem Kontoauszug für diesen Zeitraum taucht keine Mitzahlung oder
Zahlung der Nebenkosten auf. Habe ich mit meinem Vermieter stunden können (Glück).
Mit meinen Versicherungen komme ich auf ca. 70 EUR. Ich denke der Betrag des Zwecks sollte aber mindestens über den 100 EUR liegen, sonnst wären Sie ja nicht zweckgebunden. Das Jobcenter hat meine mobilnummer sowieso von der Agentur für Arbeit bekommen. Beim ALG I Antrag vor über einem Jahr war ich noch nicht so vorsichitg mit meinen Daten.
 

Seepferdchen 2010

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Gut @redsoft ich kann dir nur Hinweise geben.

Auf meinem Kontoauszug für diesen Zeitraum taucht keine Mitzahlung oder
Zahlung der Nebenkosten auf. Habe ich mit meinem Vermieter stunden können (Glück).

Auch hier aufpassen, wegen der Mietzahlung, da könnten Fragen auftreten.
Ich hoffe du hast das mit deinem Vermieter schriftlich gemacht, das die Zahlung
für X Monat nachgezahlt wird, bei Erhalt vom ALG II.
 

redsoft

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Ah, danke für die Anmerkung.

Weiß jemand, ob beim Antrag auf Vorschuss der aktuelle Kontoauszug reicht, oder ob der ganze letzte Monat offengelegt werden sollte?
 

Seepferdchen 2010

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Weiß jemand, ob beim Antrag auf Vorschuss der aktuelle Kontoauszug reicht, oder ob der ganze letzte Monat offengelegt werden sollte?

Du hast einen Erstantrag gestellt und somit mußt du die letzten 3 Monate vorlegen bzw.
hast du schon vorgelegt so wie du schreibst.

Wenn ich dann deswegen beim Jobcenter vorspreche, muss ich ja nochmal meine Kontoauszüge vorlegen.

Dann reicht der aktuelle Kontoauszug.
 

hellucifer

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Hallo redsoft,



Nun mal langsam, deine Mutter hat dir bis zum Erhalt von deiner ALG II - Leistung
ein Vorschuss/Darlehn gegeben, das du nach Bewilligung, deiner Mutter zurückzahlen
mußt, das habt ihr natürlich schriftlich gemacht, mit einem Darlehnvertrag, du
hast nicht gewußt das es die Möglichkeit gibt beim Jobcenter ein Vorschuss zu bekommen!

Das ist der § 42 SGB I nur für dich zur Info.



Soll heißen du willst beim Jobcenter noch einen Antrag stellen auf einen Vorschuss, das nennt sich jetzt Darlehn und wird mit 10% aus dem Regelsatz
monatlich abgezogen.

Das kann man natürlich so machen, einen Darlehensvertrag mit seiner Mutter, über geliehene 100,00 Euro.

Aber mal ehrlich, das ist doch albern. Ich würde das anders handhaben. Ich würde meiner Mutter versprechen, die 100 Euro sofort bei Erhalt der ersten Alg-2-Zahlung zurückzuzahlen, und das natürlich dann auch tun. Noch eher würde ich aber beim Jobcenter nach einem Vorschuss fragen, und mich auch keinesfalls abwimmeln lassen.
 

DiViD

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Auch von mir nochmal der dringende Hinweis an deine Verwandten und dein Umfeld, daß solche: "Schenkungen" grundsätzlich nurnoch bar erfolgen sollten, weil das JC dann nichts davon mitbekommt. Und auch das Bare dann bloß nicht aufs Konto einzahlen, weil's dann sofort dem JC auffällt. Wenn's bei dir in der Tasche oder in der Wohnung liegt, könnten die spontan höchstens noch bei einem Wohnungsbesuch drauf stoßen, was recht unwahrscheinlich ist.
 

hellucifer

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Hallo liebes Forum,

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100 Euro überwiesen. So weit so lieb. Mir kommt leider jetzt erst die Idee, dass dadurch eine Änderungsmitteilung meinerseits an mein Jobcenter nötig werden könnte.

Danke.

Du wirst das Geld wahrscheinlich schon ausgegeben oder irgendwie verwendet haben. Falls nicht, wäre es wohl das einfachste, du würdest die 100 Euro unverzüglich zurücküberweisen, das heißt die Schenkung ablehnen. (Vielleicht leiht dir ja jemand dazu 100 Euro, bescheuerterweise kann das auch deine Mutter sein, die dir das Geld per Post senden kann).
 
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