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Zu einem Bekannten ziehen, wegen Wohnungsverlust

Jason3112

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Guten morgen zusammen,

leider bin ich aus meiner Wohnung geflogen, da ich dort Mietschulden hatte, die sich aus den jährlichen Nebenkostenabrechnungen angesiedelt haben.

Nun bin ich im Moment wohnungslos. Ich habe das Angebot bekommen, bei einer guten Bekannten unterzukommen, das heißt sie erlaubt mir bei sich für unbestimmte Zeit zu wohnen, der Vermieter weiß Bescheid, aber sie möchte nicht das ich in den Mietvertrag mit eingeschrieben werde. Anmelden in die Wohnung darf ich mich aber, ich brauche ja auch eine Adresse wo ich derzeit wohne und meine Post hingeht.

Meine Frage ist nun wie muß ich das jetzt beim Amt angeben, ich muß einen neuen Antrag auf Weiterbewilligung ausfüllen, da meine abläuft. Muß ich da irgendwas vorlegen, den Mietvertrag von meiner Bekannten ( wo ich aber nicht drinne stehe ) das ich erstmal da wohne bis ich was neues eigenes gefunden habe? Sie verzichtet vorläufig auf eine Mietzahlung von mir, ich solle mich nur an Strom und Warmwasser beteiligen und natürlich für mein eigenes Essen aufkommen.Ich hoffe mir kann einer weiterhelfen.
 

Charlot

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Dann schreib denen, das Du dort nur vorübergehend wohnst und keine Miete anfällt.
Der Mietvertrag geht dem JC nichts an, ist alleine Sache Deiner Bekannten, es sei denn, sie erhält auch Alg2.
 

Jason3112

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Hallo, danke für deine Antwort. Sie geht 40 Stunden die Woche arbeiten. Das würde dann heißen das ich nur meine 391 Euro bekomme welche mir so zustehen, da ich ja im Prinzip kein Geld für die Miete brauche
 

EMRK

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@Jason3112

Einschränkungen gibt es bei der Dauer des Besuches: Ein Besuch ist in der Regel über mehrere Wochen hinweg auch ohne Einwilligung des Vermieters erlaubt. Hat sich der Besucher auch polizeilich umgemeldet und Namensschilder am Briefkasten oder/und der Klingel angebracht, so sind dies auch bei kürzerer Verweildauer Anhaltspunkte dafür, dass dem Besuch der Mitgebrauch an der Wohnung eingeräumt wurde. Das ist nach § 540 BGB ohne Erlaubnis des Vermieters nicht erlaubt. Der Vermieter kann den Mietvertrag unter Umständen kündigen. Voraussetzung für die Kündigung ist jedoch, dass der Mieter den vertragswidrigen Gebrauch trotz einer Abmahnung des Vermieters weiter fortsetzt (§ 543 Abs 3 BGB) .

Bei einem Zeitraum von 3 Monaten "Dauerbesuch" ist eine normale Besuchsdauer überschritten (AG FfmHöchst Urteil v. 12.01. 1995 (Az Hö 3 C 5179/94) .
Quelle: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/besuch.htm


Da aktuell nicht absehbar ist, wie lange der Aufenthalt bei deiner Bekannten dauern wird, würde ich von Beginn an einen Untermietvertrag machen.
 

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Jason3112

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Ich habe mir gerade mal meinen Weiterbewilligungsantrag angeschaut, ich weiß gar nicht was ich da ausfüllen soll, da ist die ganze Zeit von Bedarfsgemeinschaft die Rede.

Meine Bekannte wohnt dort doch nur selbst zur Miete, darf sie einfach so einen Untermietvertrag mit mir abschliessen? Ich meine sie möchte ja keine Miete haben, mir geht es halt darum das ich eine Bleibe habe, wo meine Post hingeht und ich wenigstens meine 391 Euro bekomme und krankenversichert bin über die Arge.
Kann ich der Arge nicht einfach mitteilen das ich dort wohne, aber keine Miete zahlen muß, sondern nur die 391 Euro beantragen möchte??
 

gelibeh

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Das Problem ist, wenn sie keine Miete nimmt, könnten die Euch eine Bedarfsgemeinschaft unterstellen, da das nach eheähnlichem Zusammenleben aussieht.
Das hätte zur Folge, dass sie mit ihrem Geld für Dich aufkommen muss.

Also sollte zumindest irgendetwas Schriftliches zu den Mietkosten her. Kann ja ein Pauschale genommen werden für Strom, Heizen, Miete etc.
 

Jason3112

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Reicht es dem Vermieter der Wohnung mitzuteilen das sie einen Untermieter aufnimmt, das muß ja passieren, sonst könnte ich mich ja nicht ummelden. Und die Nebenkosten steigen dadurch ja auch. Gibt es dazu ein Musterschreiben?

Und fürs Jobcenter, soll ich bzw. sie dann einfach schreiben das sie eine monatliche Miete von sagen wir mal 150 Euro möchte + 50 Euro Warmwasser.
Muß sie dem Amt/Arge mitteilen was sie verdient? Wir sind ja keine Bedarfsgemeinschaft, es läuft ja alles getrennt.
 

teddybear

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gelibeh hat das Problem mit dem Erlass der Miete richtig erkannt. Sobald der Hauptmieter der Wohnung seinem Mitbewohner nicht auch an den anfallenden Kosten der Wohnung verhältnismäßig mitbeteilt, wirtschaftet der Hauptmieter auch in finanzieller Hinsicht mit dem "Untermieter" zusammen. Dadurch ist eine Bedarfsgemeinschaft auch nach außen hin klar erkennbar.

Und fürs Jobcenter, soll ich bzw. sie dann einfach schreiben das sie eine monatliche Miete von sagen wir mal 150 Euro möchte + 50 Euro Warmwasser.
Wenn Dir ein hälftiger Teil der Wohnung zur Nutzung überlassen wird, dann sollte auch der Untermietvertrag von den Kosten her kopfteilig gestaltet werden.

Stehen Dir sagen wir 30% der Wohnung privat zu, so ist Dein Mietanteil auch auf 30% der Gesamtbruttomiete plus des hälftigen Kostenanteils, welcher für gemeinsam genutzte Räume (Küche und Klo) anfallen, zu bestimmen. Diese Verabredung wäre nicht angreifbar, solange die Kosten nach dem noch verfassungswidrigen Angemessenheitsdiktat der Kommune oder des Landes “angemessen“ sind.
 
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