Zu Eckpunktepapier zur Neuorganisation der ARGEN, Jobcenter

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wolliohne

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Nach dem Prinzip,weiter so mit den untauglichen Menschenverachtenden Mitteln.
Widerstand jetzt um so mehr !

Auszüge aus PDF:
Das kooperative Jobcenter gewährleistet allen Kunden einen schnellen und guten Zugang zu
allen Leistungen, insbesondere zur Eingliederung in Arbeit. Die persönlichen Ansprechpartner
oder Fallmanager organisieren, vereinbaren und steuern im Rahmen einer ganzheitlichen
Integrationsstrategie alle Teilbeiträge der Beratung, Förderung und sozialintegrativen
Leistungen, schließen die Eingliederungsvereinbarungen und sind Ansprechpartner für alle
Integrationsleistungen in Absprache mit den Kommunen.

Dabei bringen die Agentur ihre arbeitsmarktlichen
Leistungen sowie ihre Kompetenz in Vermittlung und Beratung ein und die
Kommune ihre Erfahrungen und Planungen in den Feldern der Sozial-, Jugend-, Familien-,
Bildungs- und Wirtschaftspolitik. So werden soziale Ausgrenzung, familiärer Zerfall, Überschuldung
und Suchtprobleme durch flankierende Leistungen reduziert.
Mit dem Kooperationsvertrag etablieren beide Partner einen Kooperationsausschuss als
ständiges Gremium der lokalen Grundsicherungsträger, der die Rolle der bisherigen Trägerversammlung
übernimmt. Im Kooperationsausschuss wird das lokale Arbeitsmarkt- und
Integrationsprogramm abgestimmt.

Daneben wird die bewährte Einrichtung örtlicher Beiräte für die Zusammenarbeit mit den
Partnern am Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiterentwickelt. Zu diesen Partnern gehören
Arbeitgeber und ihre Organisationen, Gewerkschaften, Träger der freien Wohlfahrtspflege
und weitere Partner aus örtlichen Initiativen zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung.
Beide Leistungsträger treffen Vereinbarungen zu ihren Aufgabenbereichen, zu Geschäftsabläufen
und zu Schnittstellen der Leistungserbringung. Dazu gehören u.a. die Beratung, Vermittlung
und das Fallmanagement sowie der Nutzen für lokale Arbeitsmärkte und die Reduzierung
der passiven Leistungen einschließlich der Leistungen für Unterkunft und Heizung,
besondere Aktivitäten für lokale Zielgruppen, die Schnittstellen zu anderen Rechtskreisen,
z.B. SGB III, SGB VIII und SGB XII und der Leistungsgewährungsprozess

Der Geschäftsführer des kooperativen Jobcenters analysiert die Struktur der erwerbsfähigen
Hilfebedürftigen und deren Unterstützungs- und Förderungsbedarf.

Die Weiterbeschäftigung kommunalen Personals hat den Vorteil, dass für die Kunden gut
eingearbeitete Kräfte weiter zur Verfügung stehen.

Die BA stellt sicher, dass für die Arbeitslosenversicherung
einerseits und die Grundsicherung für Arbeitsuchende andererseits jeweils adäquate
arbeitsmarktpolitische Handlungsstrategien entwickelt und wirkungsorientiert umgesetzt
werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Struktur der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
Seite 8
sich deutlich von der Struktur der Arbeitslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung
unterscheidet. Beim Übergang von Kunden vom Rechtskreis SGB III in die Grundsicherung
führt der persönliche Ansprechpartner mit dem Vermittler im SGB III ein Übergabegespräch,
um Kontinuität in der Betreuung der Kunden zu gewährleisten
 
E

ExitUser

Gast
Habe ich da jetzt was überlesen oder steht etwas über eine "kooperative Zusammenarbeit mit den Kunden der Arbeitsagentur" nichts mehr?

So wie sich das liest, haben wir dann kein "Mitspracherecht" mehr, besonders wenn und weil die größten Ausbeuter in den "örtlichen Beiräten" sitzen.
 

Mario Nette

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Hab es noch nicht gefunden, daher: Gibt es das Eckpunktepapier (als PDF?) bereits für die Öffentlichkeit? Wenn ja, wo?

Mario Nette
 

Mario Nette

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Meine ersten Gedanken zu diesem Papier, einem Enwurf des Ersten Vorschlags vom 09.02.2008:

Personen (Sachbearbeiter etc.), die kurz mal ins Amt reingerutscht sind und keine vernünftige Ausbildung in diesem Bereich genossen haben (ein zweiwöchiger Kurs ist KEINE vernünftige Ausbildung), werden jetzt auch noch fest übernommen. Das zementiert doch das Unwissen in den Amtsstuben. Bleibt also zu hoffen, dass eine "Qualitätsoffensive" seitens Scholz' auch noch folgt.

Wer Armut bekämpfen will, muss Hilfebedürftigkeit abbauen. Ihre Ursachen sind vielfältig. Daher bedarf es einen breiten Ansatzes der Hilfe und Förderung. Überwunden wird sie im Regelfall durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.
Tatsächlich? Dann ist also die momentane BILD-Kampagne Schall und Rauch und niemand muss für so wenig Lohn arbeiten, dass er sogar unter dem Hartz-IV-Satz landet? Aber OK, wollen wir mal nicht so sein: Herr Scholz ist sich durchaus der Problematik bewusst, daher auch der Einschub "im Regelfall"

Kurz erwähnt soll auch sein, dass diese 8 Seiten durchaus inhaltliche Redundanz aufweisen, also recht aufgebläht wirken. Möglicherweise steigert das den Eindruck der Wichtigkeit - denn wer glaubt schon, dass man mit zwei Seiten Papier die Jobcenter/ARGEN umkrempeln kann?

Daneben wird die bewährte Einrichtung örtlicher Beiräte für die Zusammenarbeit mit den Partnern am Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiterentwickelt. Zu diesen Partnern gehören Arbeitgeber und ihre Organisationen, Gewerkschaften, Träger der freien Wohlfahrtspflege und weitere Partner aus örtlichen Initiativen zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung.
Hierzu eine Frage: Sind die Gewerkschaften momentan noch nicht mit im Boot?

Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm sollte gemeinsam der Öffentlichkeit kommuniziert werden.
Das halte ich für sehr wichtig, damit man sich darauf einstellen kann, wohin das Jobcenter / die ARGE mit ihrem Zug fährt und was man von ihr zu erwarten hat. Das soll nicht dazu dienen, die Erwartungshaltungen der Hilfebedürftigen hoch- oder runterzuschrauben, sondern die Möglichkeit geben, ganz klar die eigene Lage mit der vom Jobcenter / von der ARGE analysierten Lage zu vergleichen. Denn wenn das Jobcenter / die ARGE beschließt, dass man vor allem in der Kommune nur mit 1-Euro-Jobs weitermachen will, kann man sich zweimal überlegen, ob man dort bleiben möchte oder nicht vielleicht doch den etwas weniger gewünschten Job in 350 km Entfernung annehmen möchte.

Insgesamt wird so eine bestmögliche inhaltliche und programmatische Planung und Verbindung von Bundesleistungen und kommunalen Leistungen für die Verbesserung der Integration angestrebt. Die Agenturen für Arbeit, die Kommunen und der Bund bleiben gemeinsam in der Verantwortung für die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit.
Hier möchte man doch gerne anmerken, dass vor allem auch jene beachtet werden wollen, die zeitnah arbeitslos geworden sind und denen diverse staatliche Einrichtungen beilegen, dass sie noch über genug Elan verfügen würden, um mit ein wenig kompetenter Hilfe wieder draußen zu sein. Einen Halbsatz dazu hätte sich Herr Scholz durchaus abringen können.

Beim Übergang von Kunden vom Rechtskreis SGB III in die Grundsicherung führt der persönliche Ansprechpartner mit dem Vermittler im SGB III ein Übergabegespräch, um Kontinuität in der Betreuung der Kunden zu gewährleisten.
So hofft man doch. Denn die Praxis "... und raus bist du. Wir sind nicht mehr verantwortlich." kann man nicht weiterführen, ohne nicht an dem Gemeinwillen der Wiedereingliederung der Arbeits- und/oder Erwerbslosen durch die Gemeinschaft auf der einen und Vater Staat auf der anderen Seite zu zweifeln.

Mario Nette
 

Mario Nette

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Die eingestellte Version ist die vom 09.02.2008, die Version vom 12.02.2008 (kein Entwurf mehr) gibt es hier.

Mario Nette
 

ladydi12

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Hallo @all,

bin ja mal gespannt, wie das mit den ARGEn weitergeht. Ach übrigends:
Ich bin erwerbsfähige Hilfebedürftige (kann mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten) und beziehe ALG2. Falle ich dann unter SGB2 oder SGB3, oder anders gefragt: Kann ich mich demnächst mit der GRUSI "anfreunden"?:icon_kinn:
Die frage ist kein Scherz, daher bitte nur ernstgemeinte Antworten und bitte blondinenfreundlich..

meint ladydi12
 

Mario Nette

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Wir sind alle gespannt. Oder auch nicht. Wie ist denn sonst deine Meinung zu dem Papier? Hast du Dinge gefunden, bei denen du Probleme siehst?

Bist SGB II.

Mario Nette
 

ladydi12

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hallo mario,

hab das Papier grade zweien meiner Bekannten zugeschickt (beide im ELO- Ausschuß von verdi Gelsenkirchen, eine "Chefin" die andere die "rechte Hand" von ihr) mit der Bitte, das sowohl bei der nächsten verdi- sitzung als auch beim nächsten ELO- Treff im ISPA Gelsenkirchen mal aufs Tapet zu bringen.

Am Papier stört mich vor allem der Übergang vom SGB3 (daher auch meine Frage) in die Grusi. Man kann ja dadurch weiter so schön die Statistik fälschen ;)

meint ladydi12
 

ethos07

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Entwurf und Endfassung sind übrigens deckungsgleich (bis auf das Wörtchen "Entwurf" in der von Martin eingestellten Fassung )

(... nur für den Fall, dass sich jemand ebenso wie ich unverzüglich die zuerst eingestellte Fassung schon ausgedruckt hat, bevor er den nächsten link mit der Endfassung sah ;-) )

lesen werde ich das dann demnächst zum Frühstück ;-).
 
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