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Zu clever für überbetriebliche Ausbildung ???

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Jesaja

Elo-User/in

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#1
Ich habe nun endlich den Ablehnungsbescheid erhalten zu meinem Gesuch um Förderung einer überbetrieblichen Ausbildung.
Mündlich war mir mitgeteilt worden, dass nach den neuen Gesetzen vom 01.01.2009 eine Förderung meiner Person nicht mehr möglich wäre.
Im Jahr zuvor war mir mündlich eine Förderung zugesagt , dann im neuen Jahr vorgetrickst worden, dass sich die Bedingungen durch den Gesetzgeber geändert hätte.
Im Schreiben, dass ich aber jetzt erhalten habe, bezieht sich SB auf einen Paragraphen, den es so schon seit 2004 gibt, und also auch nicht gerade neu ist, und legt ihn nach seiner eigenen Willkür aus.
Ich jedenfalls sehe in dem Paragraphen nichts von den Voraussetzungen, die er von diesem ableiten will.

Was haltet Ihr von diesem Schreiben ?

Wäre es klüger einen Widerspruch einzulegen, oder sollte ich mich gleich von einem Anwalt beraten lassen und Klage erheben ?

Über Eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

§ 242 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung
 

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Jesaja

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#2
Hat hier noch irgendjemand was dazu zu sagen, oder kann ich es gleich vergessen ?
 

Rounddancer

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#3
Ehrlich: In diese Art überbetrieblicher Ausbildung willst Du garantiert nicht, denn da kämst Du mit lauten, undiziplinierten, lernbehinderten und sonstwie vom Leben vergessenen Mitschülern zusammen, die nur Feierabend haben und raus wollen. Was durchaus verständlich ist, denn in der Regel stopft man zuviele davon in zu enge und schlecht ausgestattete Räume, nicht selten in heruntergekommenen Hintergebäuden oder im Keller. Räume, die oft noch nicht mal eine Tafel haben, - unterrichtet von Lehrern, die, obwohl sie fachlich gut sind, das nicht rüberbringen, und weder den Stoff, noch sich selbst gut verkaufen können (denn sonst würden sie diesen Knochen- und Nervenkostenden Job nicht für 13 oder 18 Euro/Stunde für den knausrigen Träger machen).

Das überbetriebliche Ausbildungswesen ist bei uns in D leider völlig unterentwickelt. Dies, weil seit Jahrzehnten die schwarzdominierten Landesregierungen (und Schule=Kultur=Ländersache) von ihrem "dualen System" bei der Ausbildung nicht herunterwollen, damit ihre Klientel, die Händler, Handwerker und Industriebetriebe weiter in den Lehrlingen billige Arbeitskräfte haben können.
Und so läßt man überbetriebliche Ausbildungen dann nur in Sonderfällen zu, vorwiegend dort, wo junge Menschen, die kein Lehrbetrieb will, bis zum Ende ihrer Berufsschulpflicht geparkt werden müssen.
 

Jesaja

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#4
Dass das schulische Umfeld während einer überbetrieblichen Ausbildung kein Zuckerschlecken ist, ist mir durchaus bewusst.
Da der Betrieb, in dem mein Freund arbeitet auch Überbetriebliche ausbildet, ist mir schon bekannt, um welches Klientel es sich zum grössten Teil handelt.
Erst letztens hat mein Lebensgefährten den Azubi inflagranti beim Klauen erwischt, nachdem schon längere Zeit der Verdacht bestand, dass er teure Waren mitgehen lässt.
In solchen Momenten finde ich es aber auch ungerecht, dass man selbst nicht eine Chance bekommt zu einem Abschluss zu gelangen.
Ich habe wirklich sehr viele Bewerbungen losgeschickt und Praktika in dem Feld gemacht, in dem ich mich gerne ausbilden lassen möchte...alles für die Katz.
Momentan will mich nicht mal jemand für ein Ehrenamt...selbst Kik, MacDonalds und Zeitarbeitsfirmen wollen mich nicht :icon_sad:
 

Jesaja

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#6
In meiner Stadt gibt es keine. Ich habe bereits bei der Diakonie, der Caritas und der AWO angefragt..die brauchen alle keinen. Ausserdem war ich bei Informationsabenden der Telefonseelsorge, aber die wollten mich auch nicht.
Den Maltesern und Johannitern hatte ich Anfragen geschickt, sogar bei den Klöstern, die es hier gibt, habe ich mich informiert.
 

Rounddancer

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#7
Oh weh, Du mußt Dir ja vorkommen, als hättest Du Aussatz, Pest, oder die Schweinegrippe.

Nicht gut.

Was möchtest Du denn gerne lernen, und wie alt bist Du?
 

Jesaja

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#8
Danke für deine Teilnahme.

Ich bin 28 Jahre. Ich suche seit meinem Studienabbruch nach einer Ausbildung im Bereich Büro, Verwaltung oder Archiv.
Auch im Hotelgewerbe und in anderen kaufmännischen Berufen habe ich mich beworben.
 

Rounddancer

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#9
Autsch. Die bilden immer weniger aus. Büroberufe, Verwaltung, wurden leider alle ausgedünnt. Hotel, Ausbildung ist da auch schwer zu kriegen.
Aber: Wenn Du mal nen Servierkurs gemacht hast und nicht wie die weibliche Ausgabe des Klöckners von Notre Dame aussiehst, dann könntest Dich in Österreich als Servierkraft bewerben.

Hast Dir schon mal überlegt, weiterzustudieren?
Da gibts ja die Fern-Uni Hagen, und da kann man als Alg II, o.ä.-Empfänger in jedem Semester eine bestimmte Anzahl Kurse belegen, zu minimalsten Kosten (verglichen mit denen, die da Studiengebühren und volle Einschreibgebühren, etc. zahlen müssen). Alle Infos dazu sind im Internet.
 

Jesaja

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#10
Ich glaube zum Servieren bin ich dann doch zu tollpatschig.
Auch als Call Center Agentin (in seriösen Unternehmen) habe ich mich mal im Ausland beworben gehabt. Naja, wenigstens konnte ich dafür mal nach London reisen, und habe das Gros der Kosten vom Amt zurückerstattet bekommen.
Die Seite der Fernuni hatte ich mir bereits mal unter die Lupe genommen. Allerdings erschienen mir die Kosten noch zu hoch. Wenn ich es mir nochmal so recht anschaue, scheine ich wohl übersehen zu haben, dass man eine erhebliche Ermässigung beantragen kann.
Zwar ist nicht ganz meine Fachrichtung dabei (mittelalterliche und neue Geschichte/Religionswissenschaft), aber es gibt den Studiengang Bachelor für Kulturwissenschaften, der auch den Fachbereich Geschichte beinhaltet.

Trotzdem werde ich schauen, dass ich erstmal einen Widerspruch schreibe.
Muss mir aber noch eine schlüssige Argumentation einfallen lassen.
Vielleicht wäre ja auch der Antrag einer Umschulung über den Rententräger zur beruflichen Eingliederung möglich ?!

Zumindest danke erst Mal für deine Aufmerksamkeit und deine Tipps.
 
E

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#11
Ehrlich: In diese Art überbetrieblicher Ausbildung willst Du garantiert nicht, denn da kämst Du mit lauten, undiziplinierten, lernbehinderten und sonstwie vom Leben vergessenen Mitschülern zusammen, die nur Feierabend haben und raus wollen.
Aber Vorurteile gegen Lernbehinderte hast du nicht.......?
Was durchaus verständlich ist, denn in der Regel stopft man zuviele davon in zu enge und schlecht ausgestattete Räume, nicht selten in heruntergekommenen Hintergebäuden oder im Keller. Räume, die oft noch nicht mal eine Tafel haben, - unterrichtet von Lehrern, die, obwohl sie fachlich gut sind, das nicht rüberbringen, und weder den Stoff, noch sich selbst gut verkaufen können (denn sonst würden sie diesen Knochen- und Nervenkostenden Job nicht für 13 oder 18 Euro/Stunde für den knausrigen Träger machen).
Das kann so stehen bleiben.

Auch wenn das jetzt OT ist, ich bin sehr empfindlich, wenn ich Sätze wie im ersten Absatz lese. Diese Einstellung Menschen mit Lerndefiziten gegenüber, macht es den Förderschülern selbst schwer ein positives Menschenbild von sich zu erhalten.
Und sowenig wie wir Elos ständig als faul, überflüssig und demotiviert dargestellt werden wollen, sowenig möchten lerneingeschränke Menschen mit Vorurteilen belegt werden.

LG :icon_smile:
Mutter einer lernbehinderten Tochter und erfolgreiche Einserschülerin an einer Förderschule
 

Jesaja

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#12
Ich glaube nicht, das Rounddancer Lernbehinderung mit Disziplinlosigkeit und intelektuellem Desinteresse gleichsetzen wollte.
Er hat ja nur hintereinander aufgezählt, welche Menschen überbetrieblich gefördert werden.
Nach dem Wisch, den ich erhalten habe, muss man entweder in irgendeiner Form lernbehindert sein oder sozial benachteiligt, wozu dann auch eine kriminelle Vergangenheit, Drogenkarrieren und ähnliches gehören können.
Ich finde auch, dass Lernbehinderte sowie auch Menschen, die früher Fehler gemacht haben, eine (erneute) Chance erhalten sollten.
Mich nervt es nur, wenn andere Leute, die es auch schwer haben, nicht unterstützt werden, weil sie anscheinend nicht in dieses Förderungsraster reinpassen.
 
E

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Gast
#13
Ich finde auch, dass Lernbehinderte sowie auch Menschen, die früher Fehler gemacht haben, eine (erneute) Chance erhalten sollten.
Mich nervt es nur, wenn andere Leute, die es auch schwer haben, nicht unterstützt werden, weil sie anscheinend nicht in dieses Förderungsraster reinpassen.
Ich verstehe dich voll und ganz.
Ich vertrete die Ansicht, dass jeder Mensch angemessen und seinen Bedürfnissen entsprechend unterrichtet werden sollte.
Menschen mit Lerndefiziten brauchen eine andere Unterstützung als Menschen wie du.
Und sowenig wie es fair ist die eine Gruppe "Looser" als Bündel zusammenzufassen und sie irgendwie mit "Bildung" zu versorgen, so unfair ist es gleichermaßen diejenigen auszugrenzen, die ebenfalls nach einer Chance suchen.
Doch wir schweifen vom Thema ab. Leider kann ich dir in deinem speziellen Fall nicht weiterhelfen - sorry.

LG :icon_smile:
 

Rounddancer

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#14
Ich glaube zum Servieren bin ich dann doch zu tollpatschig.
Servieren, jedenfalls das, was man in nem von Touristen besuchten Lokal, o.ä. so braucht, ist gar nicht so schwierig. Ich hab in unserer praktischen Ausbildereignungsprüfung, in der jeder von uns ein bis zwei echten Auszubildenden innerhalb von zwanzig Minuten irgendwas beibringen mußte, selbst erlebt, wie eine Kurskollegin aus der Gastronomie der Azubi vermittelte, wie man vier Teller mit Speisen korrekt auf einmal trägt,- und eine aus dem Hotel brachte den beiden Azubis eine oder zwei Arten bei, wie man Servietten schlägt. Und beides klappte gut.
Auch als Call Center Agentin (in seriösen Unternehmen) habe ich mich mal im Ausland beworben gehabt. Naja, wenigstens konnte ich dafür mal nach London reisen, und habe das Gros der Kosten vom Amt zurückerstattet bekommen.
In dem Bereich gibts leider so viele unseriöse Unternehmen, daß die auch vorhandenen seriösen leider oft untergehen.

Die Seite der Fernuni hatte ich mir bereits mal unter die Lupe genommen. Allerdings erschienen mir die Kosten noch zu hoch. Wenn ich es mir nochmal so recht anschaue, scheine ich wohl übersehen zu haben, dass man eine erhebliche Ermässigung beantragen kann.
Da ist von "Ermäßigung oder Erlaß" die Rede,- wie das dann praktisch aussieht, wäre sicher mit der Studienberatung zu klären. Auch gibt ja Menschen, die Alg II o.ä. beziehen, und an der Fern-Uni so studieren.

Zwar ist nicht ganz meine Fachrichtung dabei (mittelalterliche und neue Geschichte/Religionswissenschaft), aber es gibt den Studiengang Bachelor für Kulturwissenschaften, der auch den Fachbereich Geschichte beinhaltet.
Hm, ich dachte da, weil Du ja nach ner kaufm Ausbildung suchst, eher an irgendeine Studienrichtung, die im kaufm. oder Verwaltungsbereich gebraucht werden könnte, - wenn man nen Abschluß vorlegen kann. Und gerade bei Stellenangeboten für kaufm. und Verwaltungs-Jobs steht mittlerweile fast überall als Voraussetzung ein BWL-, bzw. Verwaltungsstudium drin.

Trotzdem werde ich schauen, dass ich erstmal einen Widerspruch schreibe.
Muss mir aber noch eine schlüssige Argumentation einfallen lassen.
Vielleicht wäre ja auch der Antrag einer Umschulung über den Rententräger zur beruflichen Eingliederung möglich ?!
Der Versuch kostet nur ein bißchen Zeit zum Schreiben, zwei Blatt Papier, einige Tropfen Druckertinte,- ein Kouvert, eine Briefmarke und ein bißchen Geduld, bis eine Antwort kommt.

Was ich an Deiner Stelle machen würde: Ich würde zum Bildungsberater der lokalen Industrie- und Handelskammer gehen (vorher bitte Termin vereinbaren, damit der auch Zeit für Dich hat), dem Deinen Wunsch nennen und fragen, was er Dir Gutes tun oder raten kann.
 

Rounddancer

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#15
Aber Vorurteile gegen Lernbehinderte hast du nicht.......?
nein, ich kam selbst, wie mein Sohn, als "Blue Baby", wegen Sauerstoffmangels bei der Geburt, mit sicherem Hirnschaden auf die Welt, und ich hatte das Glück, daß es in meinen ersten zwei Schuljahren, in den sich oft überforderte Lehrerinnen und zu große Klassen von Schülern, die erst den Schulalltag und das Stillsitzen lernen müssen, gegenüberstehen und, wenn möglich, alle, die irgendwie nicht ins Normschema passen, in die Sonderschule für Lernbehinderte gesteckt werden (wenn sich die Eltern nicht wehren (können)),- in unserem Schulsprengel noch keine solche Sonderschule gab. Ein Jahr später kam mein damaliger Freund Roland in die Schule,- daheim waren die fünf Kinder, der Vater Straßenbahnputzer, die Mutter Putzfrau, mehr als essen kochen und die Kinder verhauen war nicht drin, Familiensprache, wenn überhaupt gesprochen wurde, war Bayrisch. Mein Freund war der Zweitälteste. Und da ging die Sonderschule auf, mein Freund landete prompt da, in den Folgejahren auch seine drei weiteren Geschwister. Die Eltern konnten sich verbal nicht dagegen wehren. Alle wurden da geparkt bis zum Ende der Vollzeitschulpflicht, keine Chance, eine Lehrstelle zu bekommen. Mein Freund landete als Hilfsarbeiter in nem Großhandelsbetrieb. Später erfuhr ich, er hat mit einem Kollegen in größerem Stil Ware aus dem Lager seines Arbeitgebers gestohlen ...

Mutter einer lernbehinderten Tochter und erfolgreiche Einserschülerin an einer Förderschule
Hm, kürzlich tauchte meine Exfreundin wieder hier auf. Sie wollte damals ein Baby von mir, ich fühlte mich zu alt und war seit meinem dritten Kind sterilisiert. Sie nervte, ich trennte mich von ihr. Sie bekam das Kind von jemandem, der nach kurzer Ehe mit ihr krank wurde und letztes Jahr starb. Nun, das Kind ist jetzt zehn. Und in der jetzt Förderschule genannten Sonderschule. Sie ist sehr groß für ihr Alter, lebendig, aufgeschlossen,- und in der Schule ist es ihr zu langweilig. Sie verlangt von ihren Lehrern laufend Zusatzaufgaben. Ich fühle, sie ist an der Schule einfach unterfordert. Aber die Schule läßt sie nicht an eine reguläre Schule wechseln. Und meine Exfreundin, vor 53 Jahren in Tschechien geboren, kann sich leider noch immer nicht so sicher in Deutsch ausdrücken, um bei Schule und Behörden verbal auf den Tisch hauen zu können ...

Aber das nur als kurze Entgegnung auf Deine rhetorische Frage, wir wollen nicht Jesajas Thread unterbügeln.
 
E

ExitUser

Gast
#16
Auch gibt ja Menschen, die Alg II o.ä. beziehen, und an der Fern-Uni so studieren.
Meiner Freundin wurden die Leistungen gestrichen, auf Grund dass sie ein Fernstudium begann. Sie wurde aufgefordert Bafög zu beantragen. Dieser wurde abgelehnt. Sie hatte jetzt die Wahl entweder Studium aufhören und Leistung bekommen, oder weiter studieren und keine Leistung bekommen.

Jetzt schreibst du, wenn ich das richtig verstehe, dass man doch Leistung bekommen und an der Fern- Uni studieren kann?
 

Rounddancer

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#17
Nun, Fernakademie ist Fernstudium, Fernstudium macht man doch in der Freizeit. Und was geht es das Jobcenter an, was man in der Freizeit tut?
 
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#18
Meiner Freundin wurden die Leistungen gestrichen, auf Grund dass sie ein Fernstudium begann. Sie wurde aufgefordert Bafög zu beantragen. Dieser wurde abgelehnt. Sie hatte jetzt die Wahl entweder Studium aufhören und Leistung bekommen, oder weiter studieren und keine Leistung bekommen.

Jetzt schreibst du, wenn ich das richtig verstehe, dass man doch Leistung bekommen und an der Fern- Uni studieren kann?
Wurde Deiner Bekannten kein Bafög erteilt, weil sie grundsätzlich keins bekommen kann, oder weil sie die Voraussetzungen (theoretisch mögliche Unterstützung von anderen Seiten: Eltern etc., Ü30?) nicht erfüllt?
Am besten sollte man bei einem Fernstudium folgendermaßen vorgehen:

Wichtig ist hierbei, dass man nicht als Vollzeit- sondern als Teilzeit-Student bei der Fernuni Hagen eingetragen ist.
Denn als Teilzeit-Student hat man keinen Anspruch auf Bafög, was wiederum im Umkehrschluß bedeutet man hat kann Leistungen nach dem SGB bekommen (soweit die anderen Voraussetzungen erfüllt sind, aber am Bafög-Argument soll es nicht scheitern).

Ich habe zu diesem Thema auch ein offizielles Schreiben des Geschäftsstellenleiters Leistungsmanagement meiner bearbeitenden ARGE.

PS.
Sich als Teilzeit-Student einzutragen ist eine reine Formsache. Inoffiziell kann man natürlich auch mehr Kurse pro Semester belegen. Der ARGE teilt man (wenn überhaupt, denn schließlich ist ein Fernstudium eine reine Freizeitsache) man den Teilzeitstatus mit.
 

Muzel

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#19
Wenn der Einstieg in eine Berufsausbildung schon mit Kampf verbunden ist, sehe ich den Erfolg der Ausbildung für von vornherein als problematisch an. Man ist doch auf das Wohlwollen der Ausbilder angewiesen.
 
E

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Gast
#20
@soundbreaker,
meine Freundin bekam kein Bafög, weil schon über 30.

Aber dein Hinweis mit Teilzeitstudium ist gut zu wissen... für mich.
Wieder eine Möglichkeit seinen Horizent zu erweitern:icon_daumen:.
 
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#21
Nun, Fernakademie ist Fernstudium, Fernstudium macht man doch in der Freizeit. Und was geht es das Jobcenter an, was man in der Freizeit tut?
Dann mach mal den Versuch Dich bei einem Fernstudium anzumelden.
Habe ich schon hinter mir. Ich wollte Architektur im Fernstudium beginnen.
Abitur hab ich. In den Unterlagen steht dann drinn, das Du EIDESSTATTLICH versichern musst, keine Hartz-IV Leistungen zu beziehen.
 

Rounddancer

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#22
Nun, aber die Fern-Uni in Hagen bietet gerade Hartz IV-Empfängern Gebührenermäßigungen und Gebührenerlasse an. Ganz offiziell.
 

Jesaja

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#23
Danke für Eure Antworten und Eure Tipps.
Habe zu dem Frage, ob ALG II-Empfänger bei der Fernuni Hagen studieren dürfen, dies hier auf der Homepage der Universität selbst gefunden :

2. Wann ist Bedürftigkeit gegeben? Bedürftig sind Studierende mit Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, die zum Zeitpunkt der Antragstellung:
- Arbeitslosengeld II (ALG II) oder Arbeitslosengeld I (ALG I), höchstens jedoch im Umfang der Regelsätze nach ALG II, beziehen oder
- Strafgefangene sind und für die Begleichung der Gebührenforderung über keine ausreichenden geldlichen Mittel oder unzureichendes Eigengeld nach § 52 Strafvollzugsgesetz verfügen oder
- Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) für das Semester erhalten, für das Gebührenermäßigung beantragt wird.
Erlass/Ermäßigung für Bedürftige - Ermäßigung - Studium - FernUniversität in Hagen

Grundsätzlich bin ich auch davon ausgegangen, dass ein Teilzeitfernstudium beim ALG II - Bezug kein Problem sein dürfte, da man dann auch noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Studiert habe ich an der Universität Leipzig Geschichte, Anglistik und Religionswissenschaft. Vor dem Abbruch hatte ich mich mehrere Male beraten lassen, und war zu dem Schluß gekommen, dass eine Lehre im kaufmännischen Bereich meinen Neigungen am Besten entgegenkommen würde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch beschlossen, nie wieder zu studieren, da ich das Studium eher als belastend empfunden habe, und mich an der Universität von den anderen Studenten ausgegrenzt fühlte.
Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mir ein Studium eventuell doch wieder vorstellen könnte. Ich denke auch ein Studium für mich allein ohne andere Leute um mich herum, liegt mir besser.
Aber wenn ich studiere, dann möchte ich auch meine geisteswissenschaftlichen Interessen dabei verfolgen.

Beim Berufsausbildungsberater der IHK hatte ich letztes Jahr einen Termin, der sogar 4 Stunden in Anspruch nahm.
Der Berater hat mir zwar ein paar ganz gute Tipps geben können, war aber der Meinung, dass ich in meinem Alter keine gute Chancen hätte.
Zudem stellte sich heraus, dass er früher ein SB bei der Arge war, der auch einige typischen Verhaltensweisen der dortigen Mitarbeiter eher in Schutz nahm.
Auch habe ich mich umgehört, was es für Weiterbildungsangebote in der Region gibt.
Hier kann man sogar BWL kostenlos an einer Schule studieren, aber nur wenn man bereits eine Ausbildung hat. Ähnliches gilt auch für andere Weiterbildungen.
Sogar bei den Fernschulen habe ich mich informiert, bei denen mir ein Fernkurs zur Fremdsprachenkorrespondentin mit IHK-Prüfung gefallen hätte, der wiederum war auch nur für Leute, die schon einen Abschluss im kaufmännischen Bereich haben.
 

Linkswaehler

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#24
Nun, aber die Fern-Uni in Hagen bietet gerade Hartz IV-Empfängern Gebührenermäßigungen und Gebührenerlasse an. Ganz offiziell.
Quelle??
Zu den Prüfungen wird man übrigens von der Fern-Uni dann auch vorgeladen, da man die Prüfungsarbeit aus naheliegenden Gründen nicht alleine daheim anfertigen kann. (Für ganz bescheuerte: Keine Kontrollr wer das Teil anfertigt!)
Und jetzt stellen wir uns mal vor so ein Prüfungstermin ist am soundsovielten um 10.00 Uhr, und am GLEICHEN TAG UM 10.00 UHr hat "rein zufälli" die ARGE einen enorm wichtigen Antritt zum 1€ Job vorgesehen. Peinlich wenn SB bis dahin dann nichts von Fernstudium weiß.
Noch peinlicher wenn Sb ein Fernstudium nicht genehmigt hat, nicht anerkennt.
Für gelben Schein wird die Zeit dann auch knapp, weil man ja wegen der Prüfung schlecht beim Arzt sitzen kann. Und man kann auch nicht EINE Au an 2 Leute ausgeben, um für Prüfung und SB entschuldigt zu sein....

Dies nur als kleiner Exkurs zum Thema: Heimliches Fernstudium mit Hartz-IV:rolleyes:
 

Jesaja

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#25
Die hab ich doch schon gepostet---bin ich bei dir auf ignore ??? :icon_twisted:
 

soundbreaker

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#27
Ist mir doch egal was ihr macht. Siehe oben. Ist nicht MEIN Sanktionsproblem...

Es gibt keinen Grund ein Teilzeitstudium der ARGE zu verschweigen, dieser zusätzlichen eigenfinanzierten Ausbildung werden keine Steine von der ARGE in den Weg gelegt!
 

Rounddancer

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#28
Nun, die Fern-Uni Hagen hat auch daran gedacht,- und viele Präsenzteile, und, wenn ich mich recht erinnere, auch Prüfungen, können an einigen Außenstellen auch samstags gemacht werden.

Wie gesagt: Normal macht man ein Fernstudium neben der Arbeit her, bzw. gar neben der Arbeit während eines Auslandsaufenthaltes.
 
E

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#29
Peinlich wenn SB bis dahin dann nichts von Fernstudium weiß.
Noch peinlicher wenn Sb ein Fernstudium nicht genehmigt hat, nicht anerkennt.
Man muss es ja nicht verheimlichen.
Wieso kann die Arge die Genehmigung zum Studium verweigern? Als Teilzeit- Student steht man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Findet sich eine Vollzeitstelle... hoffen ist noch nicht verboten..., dann wird es zwar eng vom Zeitrahmen, und auch stressig, aber machbar.
Wie Rounddancer schon sagt, ein Fernstudium machen viele auch neben der regulären Arbeitszeit.
Mit welchem Argument will Arge das verweigern?
Die Elo- Zeit nicht sinnlos absitzen, sondern nutzen, um sich zu bilden, ist doch ein gutes Argument für ein Studium.
 

Linkswaehler

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#30
Ein reguläres Studium an einer Uni darf ein Alg2-Empfänger jedenfalls nicht beginnen. diese Regelung macht keinen Sinn, wenn man sie durch Fernstudium umgehen kann. Außerdem soll ja genug Zeit für Bewerbungspflichten verbleiben. Und als Single hat man auch einen Haushalt zu führen. Da kann ganz schnell ein 12 Stunden Tag zusammenkommen. Die wenigsten Menschen halten das länger als 2-3 Monate aus. Wer mit beiden Beinen ins Unglück springen will, mag so ein Irrsinns-Unternehmen beginnen, wiewohl ein verständiger Mensch dessen Undurchführbarkeit sogleich erahnt.
 

Rounddancer

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#31
12-Stunden-Tag? Na und, der Tag hat doch 24 Stunden,- und wenn das net reicht, nehmen wir die Mittagspause dazu, dann sind es 25.
Die Franzosen schlafen neun, und essen zwei bis drei Stunden, wir Deutschen schlafen 6-7 Stunden, essen eine,- da ist massig Zeit für ein Fernstudium. Erst recht als Frau, Frauen beißen ein Fernstudium viel konsequenter, konzentrierter und zügiger durch, als wir Männer.
Und, wie gesagt: Wenn es rechtlich nicht möglich wäre, gäbe es die Angebote der Gebührenermäßigung, bzw. des Gebührenerlasses für Alg II-Bezieher nicht. Die Begrenzung, daß auch ein Vollzeitstudium nicht alle Zeit des Alg II-Empfängers auffrißt, ist schon darin zu sehen, daß die Förderung begrenzt ist auf 1. bis zum Abschluß des ERststudiums; 2. auf eine gewisse Studien-Wochenstundenzahl (ich glaube 10 bei Vollzeit, 7 bei Teilzeit, und 4 bei Akademie); 3. auf max. 10 Semester; 4. auf die regelmäßige Ablegung der nötigen Prüfungen.

Wie gesagt: Fernstudium=Freizeitstudium

@Jesaja:
Ich hab gegrübelt, meine Gehirnwindungen zum Rotieren gebracht, und mich erinnert.
Ich fühle, Du mit Deinem christlich-aktiven Hintergrund kämst m.E. auch mit Behinderten (hier: Gehörlose) klar.
Wie wäre es mit einer Ausbildung zur Gehörlosen-Schriftdolmetscherin?
Kann auch von der Arge bezahlt werden.

Eine, die das gerade begonnen hat:
https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=18384127;articleid=18384127

Eine Firma, die die Ausbildung dazu anbietet (und auch Infos gibt und mithilft, mit der Arge diesbezüglich zu verhandeln),- und dann auch schaut, daß die frischgebackenen Schriftdolmetscher auch bezahlte Einsätze bekommen:

Kombia: Startseite
 
E

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#32
Ein reguläres Studium an einer Uni darf ein Alg2-Empfänger jedenfalls nicht beginnen.

Ist plausibel, da man in diesem Fall für den Arbeitsmarkt wohl nicht mehr zur Verfügung steht.

diese Regelung macht keinen Sinn, wenn man sie durch Fernstudium umgehen kann.

Ist auch ein Argument.
Aber was ich in der Freizeit mache geht die Arge nix an.


Außerdem soll ja genug Zeit für Bewerbungspflichten verbleiben.

Jeden Tag 2- 3 Arbeits- Suchmaschinen durchackern sollte reichen.

Und als Single hat man auch einen Haushalt zu führen.

Als alleinerziehende Mutter hat man das auch, und noch viel mehr. Wieviel Unordnung... um nicht zu sagen Dreck... kann ein Singel schon machen, dass er täglich 3h putzen muss? Ich bekomme es auch hin. Wenn einmal Grund drin ist hat man nur noch Unterhaltsreinigung täglich. So viel ist das nicht.

Da kann ganz schnell ein 12 Stunden Tag zusammenkommen.

Kann durchaus sein, wobei ich das bei einem Single arg viel finde.

Die wenigsten Menschen halten das länger als 2-3 Monate aus.

Wer sind die wenigsten Menschen?
Es soll auch viele Menschen geben, die das doch aushalten und schaffen.
Wieso sollte das bei ELOs anders sein, als bei denen, die 8h arbeiten gehen?
Und ich frage erst mal nicht, ob ich das schaffe, sondern ich fange an. Allemal besser, als sinnlos rumzusitzen. Ob man es schafft wird sich zeigen.

Wer mit beiden Beinen ins Unglück springen will, mag so ein Irrsinns-Unternehmen beginnen, wiewohl ein verständiger Mensch dessen Undurchführbarkeit sogleich erahnt.
Okay, dann bin ich gern irrsinnig, und auch ein unverständiger Mensch.

Als alleinerziehende Mutter frage ich mich eh sehr oft, wie ich so manche Situation gemeistert habe. Aber glaub mir, wo ein Wille da ein Weg. Von dem Wunsch eine bezahlte Arbeit zu haben mal abgesehen.
Was hat man zu verlieren?
 

Jesaja

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#33
Danke für deine Überlegungen Rounddancer. Ich werde morgen bzw nach der Nachtruhe auf deine Überlegungen und die Debatte über Fernstudien zurückkommen. Jetzt bin ich aber doch zu müde, um was Sinnvolles zu schreiben- Schöne Nacht ! :icon_sleep:
 

Jesaja

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#36
Vielen Dank für deinen Hinweis Soundbreaker.

Ich habe mir jetzt nochmal die genauen Studienbedingungen angeschaut. In dem Studiengang meines Fachs müsste ich im Verlauf der Zeit 3 Präsenz- oder Online - Seminare absolvieren. Ich hoffe, dass sich das bewerkstelligen lässt. Laut der Liste gibt es Seminare in meiner Umgebung, allerdings eher selten.
Wonach ich noch fragen müsste wäre, ob auch eine Ermässigung gewährt wird, wenn man als ALG II - Empfänger einen sogenannten Aufstocker darstellt, bzw. eine Aufstockerbedarfsgemeinschaft.
Im Antrag für die Ermässigung steht, dass man die Verdienstnachweise seiner Eltern angeben muss, wenn man noch keine abgeschlossene Erstausbildung hat. Ich hoffe doch mal, dass dies nicht für Personen gilt, die bereits über 25 sind. Ich sehe keinen Grund, warum ich für diese Sache meine Eltern bemühen sollte.
Auch ob mein vorangegangenes Studium als Studienzeit mit verrechnet werden kann, muss ich noch abklären. Es sind also noch einige Hürden zu überwinden.

@Rounddancer Über eine Ausbildung zur Gehörlosen-Schriftdolmetscherin habe ich mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht.
Ich habe die Seite von Kombia angeschaut, allerdings keine Ausbildungsstätte in meiner Umgebung gefunden.
Wenn ich die Inhalte richtig verstehe, ist eine Ausbildung in dem Bereich auch möglich, wenn man noch keine Berufserfahrung mit Gehörlosen, bzw. noch keinen Abschluss in sozialen Berufen hat ??!!
Der Link zu Xing funktioniert leider nicht für mich, da man da registriert sein muss, um mitlesen zu können.
In einer Suchtberatungsstelle der Diakonie habe ich bereits Erfahrungen mit gehörlosen Kunden und einer gehörlosen Mitarbeiterin gemacht. Es war interessant mitzuerleben und zu beobachten, wie Gehörlose und Angestellte, die keine Gebärdensprache konnten, versucht haben, sich mit Händen und Füßen miteinander zu verständigen.
Allerdings hat es sich im Allgemeinen eher so verhalten, dass wir hörende Mitarbeiter ohne Gebärdenkenntnisse dazu tendierten, unsere taube Arbeitskollegin zum grössten Teil einfach zu ignorieren.
Nachdem ich meinen Praktiukumsplatz dort aufgegeben habe, wurden dann aber Gebärdensprachkurse mit allen Mitarbeitern (die noch keine Kenntnisse hatten) durchgeführt.
Als Christin wurde ich mich übrigens eher nicht bezeichnen, ich ordne mich keiner speziellen Religion zu, interessiere mich aber besonders für den historischen Jesus, und allem was damit im Weitesten zu tun hat.
 

Rounddancer

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#37
@Rounddancer
Wenn ich die Inhalte richtig verstehe, ist eine Ausbildung in dem Bereich auch möglich, wenn man noch keine Berufserfahrung mit Gehörlosen, bzw. noch keinen Abschluss in sozialen Berufen hat ??!!
Ja.
Und man braucht auch keine Gebärdensprache zu können, oder das Gehörlosenalphabet.
Denn man tippt nur schnell und konzentriert das ein, was gesagt wird,- und die Gehörlosen lesen das dann auf einem Monitor ab,-
so wie bei den Untertiteln im Videotext. Daß die Gehörlosen-Schriftdolmetscher aber auch mit einem sehr guten Spracherkennungsprogramm arbeiten, kommt mir auch noch etwas ungewöhnlich vor.

In einer Suchtberatungsstelle der Diakonie habe ich bereits Erfahrungen mit gehörlosen Kunden und einer gehörlosen Mitarbeiterin gemacht. Es war interessant mitzuerleben und zu beobachten, wie Gehörlose und Angestellte, die keine Gebärdensprache konnten, versucht haben, sich mit Händen und Füßen miteinander zu verständigen.
Ich hab selbst einmal erlebt, wie eine junge Dame aus Berchtesgaden eine Stunde vor dem BTX-Treffen bei einem gehörlosen und mehrfach behinderten von dessen Eltern das Gehörlosenalphabet lernte, und dann das ganze Wochenende zwischen dem Freund und uns übersetzte.

Allerdings hat es sich im Allgemeinen eher so verhalten, dass wir hörende Mitarbeiter ohne Gebärdenkenntnisse dazu tendierten, unsere taube Arbeitskollegin zum grössten Teil einfach zu ignorieren.
das ergibt sich oft aus Hilflosigkeit. Gehörlose Menschen sind auch darum auch sehr oft nur mit anderen Gehörlosen unterwegs,- und da geht es dann sehr munter zu, die die Gebärden ausdrückenden Finger und Grimassen fliegen dann nur so,- schließlich bedeutet, nichts hören zu können, keineswegs mangelnde Intelligenz.
 

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#38
Wenn Du über 25 bist, sind Deine Eltern nichtmehr unterhaltspflichtig. Deren Einkommen dürfte daher dann keine Rolle mehr spielen.
 
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