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zeitweise Bedarfsgemeinschaft und finanzieller Mehrbedarf

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biddy

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Auf die Plätze, fertig ...


:icon_daumen:
 

Yednea

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:biggrin:

bin noch am papier sammeln...:icon_rolleyes:
 

kaktuskoi

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hallo, ich gebe mal meinen senf dazu.

Wir haben das auch beantragt und als erstes mal eine dicke fette Ablehnung erhalten. Natürlich gabs meinerseits einen Widerspruch mit Gerichtsurteilen im Anhang (da hatten sie eine Menge zu lesen :biggrin:) und siehe da, jetzt bekomm ich geld für meine kinder und muss nicht jeden euro mehrmals umdrehen um ihnen einen wunsch zuerfüllen.

jetzt müssen wir monatlich am ende eines monats die tage bei der arge angeben an denen ich die kinder hatte.
ich nehm sie meist von freitags 17 uhr bis sonntags 18 uhr. hierbei zählen aber nur der samstag und der sonntag. da da die kinder mehr als 12 stunden in meinem haushalt sind.
der Regelsatz wird hierbei durch 30 tage geteilt. ich bekomm pro kind 8€. glaub mir das hilft ungemein weiter. du musst die aufnahme in eine zeitweise bedarfsgemeinschaft beantragen. wenn du keine partnerin hast die dich unterstützt kannst du sogar den zuschlag für alleinerziehende beantragen.

zu den fahrtkosten habe ich noch keinen bescheid, weil das amt noch am warten ist wie es damit weiter läuft. ich würde an deiner stelle aber auch dazu einen antrag stellen. und darin bitten ihn solange ruhen zulassen bis eine entscheidung getroffen wird.


Ich muss noch folgendes anmerken. Die Mutter meiner Kinder lebt im Alg2 Bezug. Ihr ziehen sie monatlich das Geld was ich bekomme dann von ihrem Alg2 Bezug ab.

Jetzt hetzt sie die Kinder gegen mich auf :icon_sad: ( , so das der Große nicht mehr kommen möchte und beim kleinen es sicher auch nur noch eine Frage der Zeit ist bis sie ihn weichgekocht hat.
 

biddy

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zu den fahrtkosten habe ich noch keinen bescheid, weil das amt noch am warten ist wie es damit weiter läuft.
Worauf warten die denn?? Dass hier die Leistungen für anfallende Fahrtkosten nach SGB XII nicht mehr möglich sind, sondern nun nach dem SGB II zu erbringen sind, ist doch geklärt! Und nach dem BVerfG-Urteil sind "ab dessen Verkündung unabweisbare, laufende, nicht nur einmalige Bedarfe im Einzelfall schon vor Schaffung einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage zu decken", also ab sofort (siehe Geschäftsanweisung der BA)!
 

Yednea

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@ kaktuskoi...

die dürfen dass der ex nicht abziehen(urteil BSG 7.11.2006) ...in der dienstanweisung ist derartige handhabe ebenfalls nicht vorgesehen...

mich hat die argetante gerade angerufen...umgangskosten werden nunmehr doch kommplett übernommen(incl.versorgungskosten):icon_party:

ob man eine nachzahlung genehmigt(antrag oktober bis heute) ,wisse man noch nicht, es sei bei der Rechtsstelle....:icon_mued:

LG @ all
 

biddy

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@ kaktuskoi...

die dürfen dass der ex nicht abziehen(urteil BSG 7.11.2006) ...in der dienstanweisung ist derartige handhabe ebenfalls nicht vorgesehen...
Wenn ich im Urteilstext nachlese, finde ich nichts dazu, dass die Regelleistung nicht anteilig gewährt werden kann (also wie beim Wechselmodell); kannst Du die Stelle, die Du meinst, mal raussuchen? Ich hab' nur die hier:
In der hier gegebenen Mangelsituation als Folge einer scheidungsbedingten Trennung einer Familie gilt es vor allem, eine Benachteiligung derjenigen Mitglieder der früheren Familie zu vermeiden, die von deren Nachwirkungen ebenfalls betroffen sind. Dies ist hier unter Umständen die frühere Ehefrau des Klägers und Mutter der beiden Töchter. Ihre Rechtsposition würde jedoch auch bei eigenem Alg-II-Bezug nicht nachteilig betroffen. Einem bedürftigen sorgeberechtigten Elternteil wird durch die Existenz einer zeitweiligen Bedarfsgemeinschaft der Kinder mit dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nichts genommen, weil dessen eigene Leistungsansprüche aus §§ 20 - 22 SGB II nicht zu kürzen sind (aber eben anteilig die der Kinder, vermute ich - Anmerkung biddy), sondern dessen individueller Anspruch aus § 23 SGB II während der Abwesenheit der Kinder ggf sogar erhöht werden kann, weil die Kosten insoweit nicht aufzuteilen sind (Erstausstattung, Klassenfahrten oder was genau?? - Anmerkung biddy). Zuständig für die Leistungen nach §§ 20 - 22 SGB II an die Kinder während deren Aufenthalts beim Vater ist dann die für diesen Aufenthalt nach § 36 SGB II zuständige Beklagte. Insoweit muss § 36 SGB II eine der zeitweisen Bedarfsgemeinschaft gerecht werdende Auslegung erfahren. Grundsätzlich gilt die Vertretungsvermutung des § 38 SGB II. Probleme bei Leistungen "an zwei Bedarfsgemeinschaften" sind jedenfalls lösbar.
Randziffer 28 hier: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2006-11-7&nr=9749&pos=3&anz=6
 

Yednea

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etwas geduld... bin nich so mit computer...Schäm...

mach noch nen anonymisiertes schreiben dazu,waqs nur umgeschrieben werden muss...
 

Yednea

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@ biddy

das ist aber genau das, was i auch hab

... was abzugsfähig wäre...ist max. die nahrungspauschale...die kosten für kleidung, körperpflege, teilhabe am gesellschaftl. leben... lassen sich nicht aufteilen,da das dennoch ja bezahlt werden muss, oder haste schon mal nen halben Kinderpulli gekauft... so die argumentation meiner anwältin... und der betreffende Absatz von dir, sagt genau das aus...

anteiliges kindergeld und alleinerziehendenzuschlag bekommste nur,wenn dein kind mind. 1/3 des Jahres bei dir ist...(ich glaub, gem. Sorgerecht muss auch sein...weiss i jetz nicht genau)


das schreiben:



ARGE Job-Center *******
Postfach ****

6***** *****

z. H. *****




18. Februar 2008
[FONT=&quot]


Widerspruch gegen Bescheid vom 22. Januar 2008
BG-Nummer: ******

Sehr geehrte Frau ******,

hiermit lege ich gegen den ablehnenden Bescheid über die Bewilligung „der Übernahme der Kosten zur Ausführung des Umgangsrechts“ sowie der „Aufnahme in eine zeitweilige Bedarfsgemeinschaft“ Widerspruch ein.

Zu meinen Gründen:
In ihrem Bescheid vom 22.01.2008 wird mir mitgeteilt dass die Annahme einer zeitweisen Bedarfsgemeinschaft gerechtfertigt ist jedoch in diesem Fall nicht für mich sondern für meinen Sohn ein Anspruch auf Leistungen besteht. Jedoch berufen sie sich auf den Auszug des Bundessozialgerichts das der Elternteil bei dem das Kind gewöhnlich lebt die Leistung für das tägliche Leben an mich weitergibt.

Auszug aus dem Urteil vom 07.11.2006 ( B 7b AS 14/06 R )

(…) Es ist zudem aber auch nicht Aufgabe des SGB II, bis in jede Einzelheit für eine Verteilung der für das Existenzminimum der einzelnen Personen notwendigen Gelder zwischen allen Beteiligten zu sorgen. Der Gesetzgeber darf vielmehr typisierend davon ausgehen, dass Zuordnungsprobleme innerhalb familienhafter Beziehungen von den betroffenen Personen im Rahmen bestehender Bedarfsgemeinschaften gemeistert werden. Dabei darf er auch einen gegenseitigen Willen, füreinander einzustehen, voraussetzen, der über bestehende Unterhaltspflichten hinausgeht. Dies gilt insbesondere bei fortbestehenden Sorgerechtsbeziehungen zwischen geschiedenen Ehegatten. Ggf müssen auch die Kinder mit Teilen des Alg-II-Anspruchs zur Versorgung in der Bedarfsgemeinschaft beitragen. Soweit sie nicht bedürftig sind, besteht keine existenzielle Notwendigkeit zur staatlichen Unterstützung.


Dies ist in dieser Weise jedoch nicht anwendbar da der Elternteil bei dem das Kind für gewöhnlich lebt (Kindsmutter) die Kosten für das Vorhalten von Wohnraum, Strom, Hygiene und Lebensmittel nicht Aufteilen kann (da hier nicht getrennt für die Kindsmutter und meinen Sohn gehaushaltet wird) um diese dann mir, dem Kindsvater, für die Tage an denen mein Sohn bei mir lebt anteilig weiterzugeben. Würden die Kosten für das tägliche Leben trotzdem an mich weitergegeben, wäre dies eine untragbare Doppelbelastung für den Haushalt in dem das Kind für gewöhnlich lebt.

Hierzu ein Auszug aus dem Urteil vom 07.11.2006 ( B 7b AS 14/06 R ).

(…) In der hier gegebenen Mangelsituation als Folge einer scheidungsbedingten Trennung einer Familie gilt es vor allem, eine Benachteiligung derjenigen Mitglieder der früheren Familie zu vermeiden, die von deren Nachwirkungen ebenfalls betroffen sind. Dies ist hier unter Umständen die frühere Ehefrau des Klägers und Mutter der beiden Töchter. Ihre Rechtsposition würde jedoch auch bei eigenem Alg-II-Bezug nicht nachteilig betroffen. Einem bedürftigen sorgeberechtigten Elternteil wird durch die Existenz einer zeitweiligen Bedarfsgemeinschaft der Kinder mit dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nichts genommen, weil dessen eigene Leistungsansprüche aus §§ 20 - 22 SGB II nicht zu kürzen sind, sondern dessen individueller Anspruch aus § 23 SGB II während der Abwesenheit der Kinder ggf. sogar erhöht werden kann, weil die Kosten insoweit nicht aufzuteilen sind. Zuständig für die Leistungen nach §§ 20 - 22 SGB II an die Kinder während deren Aufenthalts beim Vater ist dann die für diesen Aufenthalt nach § 36 SGB II zuständige Beklagte. Insoweit muss § 36 SGB II eine der zeitweisen Bedarfsgemeinschaft gerecht werdende Auslegung erfahren. Grundsätzlich gilt die Vertretungsvermutung des § 38 SGB II. Probleme bei Leistungen "an zwei Bedarfsgemeinschaften" sind jedenfalls lösbar.


Auch ist die Kindsmutter Uunterhaltsrechtlich nicht verpflichtet mir von Geldern, die ihr für unseren Sohn gezahlt werden etwas für meine Betreuungszeit abzugeben (was wie weiter oben beschrieben auch garnicht möglich wäre). Mit dem Urteil des Bundesgerichthofes vom
06.11.2006 XII ZR 24/04 wurde klargestellt, dass der umgangsberechtigte Elternteil den Umgang selbst zu finanzieren hat, somit stehen mir hierfür auch keinerlei Rechtsmittel zur Verfügung.

Auszug aus dem Urteil vom 06.11.2006 ( XII ZR 24/04 )

„21. Andererseits kann die Regelung des § 1612 b Abs. 5 BGB über die Anrechnung des Kindergeldes zur Folge haben, dass dem barunterhaltspflichtigen Elternteil das anteilige Kindergeld ganz oder teilweise nicht mehr zugute kommt, er hierdurch mithin auch keine finanzielle Entlastung hinsichtlich der durch die Ausübung des Umgangsrechts entstehenden Kosten zu erlangen vermag. Er muss deshalb die Umgangskosten aus seinem nach Abzug des Unterhalts verbleibenden Einkommen bestreiten. Wenn und soweit das über den notwendigen Selbstbehalt hinaus noch vorhandene Einkommen hierfür nicht ausreicht, kann dies einen Elternteil zu einer Einschränkung der Umgangskontakte veranlassen und damit auch den Interessen des Kindes zuwiderlaufen.“

Da mein Sohn weiterhin kontinuierlich wiederkehrend meinem Haushalt angehört, mir weiterhin unstrittig Bedarfe generiert, welche den Regelbedarf meiner Person übersteigen und durch ihren ablehnenden Bescheid sich an dieser Situation nichts ändert, bleibt mein Antrag auf „Übernahme der Kosten zur Ausführung des Umgangsrechts“ sowie der „Aufnahme in eine zeitweilige Bedarfsgemeinschaft“[ weiterhin bestehen.
Entweder werden die Umgangskosten als Sonderbedarfe , mir, dem Vater anerkannt, oder aber mein Sohn als kontinuierlich wiederkehrendes temporäres Mitglied der Bedarfsgemeinschaft anerkannt. Dies ist die Vorgehensweise, welche das Bundessozialgericht nach meiner Auffassung in solchen Fällen als angemessen erachtet.


Ich bitte Sie, mir Ihre Antwort auf diesen Widerspruch per Bescheid binnen 14 Tage nach Widerspruchseingang mitzuteilen.

Mit freundlichem Gruß[/FONT]



soll funktionieren.... grundlage eben betreffendes Urteil...

mehr weiss ich auch nicht.

LG yednea
 

kaktuskoi

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aber wo finde ich nun entwas das es der kindsmutter NICHT abgezogen werden darf.

ich bekomme ca 8 € pro tag und kind ... das heißt für ein kind 16€ an einem wochenende und für zwei zusammen 32€ und genau diese 32€ die ich für meien kinder bekomme, werden der KM von ihrem alg2 bezug abgezogen....bzw von den regelsätzen der kinder.

ihr könnt euch sicher vorstellen das hier die hölle los ist :icon_sad:
 

Yednea

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diese Hölle blüht mir warscheinlich noch... das schreiben müsstest du auf deine situation umschreiben....da steht eigentlich alles notwendige.

vielleicht kann biddy ja helfen...bin auch neu auf dem gebiet...

Sorry

biddy kennt sich viel besser aus.frag mal nach.
 

biddy

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@ biddy

das ist aber genau das, was i auch hab

... was abzugsfähig wäre...ist max. die nahrungspauschale...die kosten für kleidung, körperpflege, teilhabe am gesellschaftl. leben... lassen sich nicht aufteilen,da das dennoch ja bezahlt werden muss, oder haste schon mal nen halben Kinderpulli gekauft... so die argumentation meiner anwältin... und der betreffende Absatz von dir, sagt genau das aus...
Was wäre dann mit Eltern, die ihre Kind wechselseitig, z.B. eine Woche hier, eine Woche dort betreuen und die ebenfalls beide Alg II beziehen? Diese - bzw. ja eigentlich die Kinder, um die es geht - wären somit ja benachtteiligt gegenüber denjenigen, die Umgangsrecht z.B. alle 14 Tage für 2-3 Tage, Ferien etc. wahrnehmen (die einen Kinder erhalten die hälftige Regelleistung bei jeweils beiden Elternteilen und die anderen bei dem einen Elternteil die volle Regelleistung und beim Umgangsberechtigten den anteiligen pro Tag ...?)

Meiner Meinung nach sagt besagter Absatz, den Du erwähnst, das nicht aus, was Du meinst, da es darin um den Bedarf der Mutter und nicht des Kindes geht.

anteiliges kindergeld und alleinerziehendenzuschlag bekommste nur,wenn dein kind mind. 1/3 des Jahres bei dir ist...(ich glaub, gem. Sorgerecht muss auch sein...weiss i jetz nicht genau)
Anteiligen Alleinerziehendenmehrbedarf gibt es nicht, wenn "sich die Betreuung in kürzeren als wöchentlichen Intervallen vollzieht". (hier ging's um den hälftigen Mehrbedarf - Bundessozialgericht März 2009)
Kindergeld wird nicht an beide Elternteile anteilig ausgezahlt.
 

biddy

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vielleicht kann biddy ja helfen
Ich hatte es jetzt so verstanden, dass Du in derselben Situation bist wie kaktuskoi und dem anderen Elternteil in Deinem Fall nichts abgezogen wird.

Wenn ich wüsste, wie das geregelt wird, wenn beide Elternteile hilfebedürftig sind bzw. Anhaltspunkte in Urteilen oder anderen Stellen kennen würde, würde ich es sagen. Mir ist aber leider nichts bekannt dazu.
 

Yednea

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wie gesagt, ich bin neu auf dem terrain, lasse mich auch gern belehren...

[FONT=&quot]...06.11.2006 XII ZR 24/04 wurde klargestellt, dass der umgangsberechtigte Elternteil den Umgang selbst zu finanzieren hat...

im zusammenhang mit:[/FONT]
[FONT=&quot]..... Einem bedürftigen sorgeberechtigten Elternteil wird durch die Existenz einer zeitweiligen Bedarfsgemeinschaft der Kinder mit dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nichts genommen, weil dessen eigene Leistungsansprüche aus §§ 20 - 22 SGB II nicht zu kürzen sind, sondern dessen individueller Anspruch aus § 23 SGB II während der Abwesenheit der Kinder ggf. sogar erhöht werden kann, weil die Kosten insoweit nicht aufzuteilen sind. Zuständig für die Leistungen nach §§ 20 - 22 SGB II an die Kinder während deren Aufenthalts beim Vater ist dann die für diesen Aufenthalt nach § 36 SGB II zuständige Beklagte.[/FONT][FONT=&quot] ...

das bedeutet demzufolge auch, das dem anderen Elternteil vom eigenen regelsatz ebenfalls nichts abzuziehen ist,da das gegen das Gleichheitsprinzip verstossen würde.... Zitat meiner Anwältin: "wenn man dem einen Elternteil nichts abziehen kann, kann man es beim anderen ebenfalls nicht." siehe rot

sagt genau das von mir behauptete aus... meine Anwältin hat mir das so gegeben, weil ich versuchen will,die Hölle, die kaktuskoi jetzt hat, zu umgehen.


[/FONT]
Zitat:
Alleinerziehendenzuschlag wird nicht an beide Elternteile anteilig ausgezahlt.

da muss ich dir widersprechen...es wird so gehandhabt: liegt gemeinsames Sorgerecht vor und ist die Kinderbetreuung im Wechselmodell (mindestens 1/3 des Jahres beim anderen Elternteil)organisiert so ist das Kindergeld zu teilen für die betreffenden zeiträume...der,der es auf sein Konto ausbezahlt bekommt muss dem anderen Elternteil, dass hälftige Kindergeld aushändigen...selbiges gilt auch bei alleinerziehendenzuschlag,wenn beide Eltern ALG II sind

da gibts auch ein Urteil dazu...weiss aber nicht mehr wo i dass gelesen habe...pappa.com oder so...

wenn eines der Voraussetzungen nicht gegeben ist, fällt das natürlich aus.

wie gesagt... lass mich gern belehren:icon_wink:
und bin jetzt,offen gesagt,recht verwirrt

LG Yednea
 

biddy

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wie gesagt, ich bin neu auf dem terrain, lasse mich auch gern belehren...
"Belehren" hört sich immer so blöd an; ich kann nur das weitergeben, was ich weiß. Alles, was für uns "neu" bzw. "nicht bekannt" ist, sollte von uns allen gemeinsam "erarbeitet" und natürlich auch hinterfragt werden; das würd' ich mir wünschen. Deshalb schreiben wir hier ja auch. Jeder findet etwas, man trägt zusammen, klamüsert auseinander usw. usf. ;)

[FONT="]...06.11.2006 XII ZR 24/04 wurde klargestellt, dass der umgangsberechtigte Elternteil den Umgang selbst zu finanzieren hat...

[COLOR=Black]im zusammenhang mit:[/COLOR][/FONT][/COLOR][COLOR=Blue][FONT="]..... Einem bedürftigen sorgeberechtigten Elternteil wird durch die Existenz einer zeitweiligen Bedarfsgemeinschaft der Kinder mit dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nichts genommen, weil dessen eigene Leistungsansprüche aus §§ 20 - 22 SGB II nicht zu kürzen sind, sondern dessen individueller Anspruch aus § 23 SGB II während der Abwesenheit der Kinder ggf. sogar erhöht werden kann, weil die Kosten insoweit nicht aufzuteilen sind. Zuständig für die Leistungen nach §§ 20 - 22 SGB II an die Kinder während deren Aufenthalts beim Vater ist dann die für diesen Aufenthalt nach § 36 SGB II zuständige Beklagte.[/FONT]
[FONT="] ...

[COLOR=Black]das bedeutet demzufolge auch, das dem anderen Elternteil vom eigenen regelsatz ebenfalls nichts abzuziehen ist,da das gegen das Gleichheitsprinzip verstossen würde.... Zitat meiner Anwältin: "wenn man dem einen Elternteil nichts abziehen kann, kann man es beim anderen ebenfalls nicht." siehe rot[/COLOR]
[/FONT][/COLOR][/QUOTE] "[I]eigene [/I]Leistungsansprüche" ... genau darum geht es doch. Die Regelleistung des [I]erwachsenen [/I]Hilfebedüftigen soll ja auch nicht gekürzt werden, sondern die Regelleistung der [I]Kinder[/I], die im Haushalt mit dem Hilfebedüftigen leben ... genau um den Teil, den sie beim Umgangsberechtigten als Regelleistung erhalten, während sie Zeit bei ihm verbringen, also temporär in seiner BG sind ... und während dieser Zeit eben nicht mehr beim anderen Elternteil. Die Regelleistung der Eltern bleibt davon vollkommen unberührt.
Oder verstehe ich Dich hier falsch?



[QUOTE]da muss ich dir widersprechen...es wird so gehandhabt: liegt gemeinsames Sorgerecht vor und ist die Kinderbetreuung im Wechselmodell (mindestens 1/3 des Jahres beim anderen Elternteil)organisiert so ist das Kindergeld zu teilen für die betreffenden zeiträume...der,der es auf sein Konto ausbezahlt bekommt muss dem anderen Elternteil, dass hälftige Kindergeld aushändigen...selbiges gilt auch bei alleinerziehendenzuschlag,wenn beide Eltern ALG II sind

da gibts auch ein Urteil dazu...weiss aber nicht mehr wo i dass gelesen habe...pappa.com oder so...[/QUOTE]In der Regel können nur Familiengerichte darüber entscheiden, wer das Kindergeld erhält bzw. wie es mit Unterhalt verrechnet wird bei wechselseitiger Betreuung (oder auch das Jugendamt?). Das mag von Bundesland zu Bundesland (OLG) verschieden sein und auch von Einzelfall zu Einzelfall.
Ich kenne eine andere Handhabung, als Du sie beschreibst.


Mir ist auch nur das vorhin erwähnte Bundessozialgerichts-, also höchstrichterliches Urteil, das dann für die ARGEn bindend ist zum Alleinerziehendenmehrbedarf bei Wechselmodell mit genau hälftiger Betreuung (also nicht 1/3 etc.), bekannt: [URL="http://lexetius.com/2009,1268"]BSG, Urteil vom 3. 3. 2009 - B 4 AS 50/ 07 R[/URL]

... und das BSG-Urteil zum Kindergeld bei temporärer Bedarfsgemeinschaft (Kindergeld darf nicht anteilig als Einkommen auf den temporären Regelleistungsanspruch des Kindes angerechnet werden, weil es dem Kind während des zeitweisen Aufenthalt beim Umgangsberechtigten nicht zur Verfügung steht) - Juli 2009: B 14 AS 75/08 R - BSG, Urteil vom 2. 7. 2009 - B 14 AS 75/ 08 R

Ich wüsste jetzt nicht, dass noch einmal bzw. früher schon mal vom BSG dazu Entscheidungen getroffen wurden. Kann aber natürlich auf Landesebene passiert sein, das weiß ich nicht. BSG-Entscheidungen "toppen" die aber sozusagen.


und bin jetzt,offen gesagt,recht verwirrt
Warum? :confused:


Nachtrag: Ach so, weil das Thema so umfangreich ist, meinst Du?
 

Yednea

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ja auch...problem ist die vermischung von FamRecht und Sozialrecht denk i mal...

Hauptaugenmerk liegt wohl (seitens meiner Anwältin -denk ich) bei[FONT="] ...06.11.2006 XII ZR 24/04 wurde klargestellt, dass der umgangsberechtigte Elternteil den Umgang selbst zu finanzieren hat...[/FONT]

ist es nicht so, dass das "einkommen" des Kindes welches über dem H4 satz liegt, der Mutter abgezogen wird? auf gut deutsch...das was der Kleine bei mir aus umgangsrechtlicher Seite (siehe Urteil 09.02. BVerfG) mehr an "Einkommen" hat, wird der Mutter abgezogen?
so wie du das sagst, heisst das also, dass das Kind sozusagen sein Umgangsrecht/Urlaub bei mir selbst finanziert.
das wiederspricht aber blau gefärbter Worte...m.M.n.

desw. die verwirrung. und aus Angst vor meiner EX... die dreht völlig frei...na Gute Nacht.da kann i mich frisch machen...SCHxxxxx

:eek:
 

Yednea

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@kaktuskoi

Sorry, wollte nen Ausweg aufzeigen...war wohl aufm Holzweg...
 
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