Zeitung: Jobcenter sollen Ausländer intensiver zur Herkunft befragen (1 Betrachter)

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Hartzeola

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Arbeitsagenturen und Jobcenter in Deutschland sollen Arbeitslose künftig intensiver als bislang nach ihrem Migrationshintergrund befragen. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine interne Anweisung der Bundesagentur für Arbeit an die Mitarbeiter. Demnach soll beim Ausfüllen entsprechender Fragebögen "konsequenter als bisher auf ausländische Wurzeln oder Elternteile aus dem Ausland" geachtet werden, heißt es in dem BA-Papier.

Damit erhoffe sich die Behörde detailliertere Zahlen für Spezialstatistiken über die Herkunft der Arbeitssuchenden aus dem Ausland.

(dts Nachrichtenagentur)
Zeitung: Jobcenter sollen Ausländer intensiver zur Herkunft befragen
 
E

ExitUser

Gast
Und vielleicht gleich noch einen Stempel mit einem "M" für Migrationshintergrund auf die Akte. Ich bezweifle sehr, dass da etwas Gutes für die Betroffenen rauskommt.

:icon_kratz:
 
M

Minimina

Gast
Das heißt wohl, dass SB´s jetzt auch die 13 Sprachen lernen sollen um die Anträge die es jetzt in 13 Sprachen gibt auch auswerten zu können :icon_party:

LG MM
 

HartzVerdient

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Ich bezweifle sehr, dass da etwas Gutes für die Betroffenen rauskommt.
Ich bekomme regelmäßig so ein Fragebogen, wo man Angaben zum Kanack... err... Migrationshintergrund machen kann. Bin in der BRD geboren und Mehrstaater. Sollen sie halt machen und mch intensiver zu meiner Herkunft befragen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich von Papa und Mama abstamme und einen Ariernachweis besitze. Fehlt nur noch, dass sie mich zu den Ausländersprechtagen einladen, wo dann besondere Vorsicht beim Jobcenter herrscht (Alarmbereitschaft). An den anderen Tagen kommen halt die Deutschen zum Termin.
 

Pfirsich

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War gerade im Jobcenter und habe das selbst erlebt: ein widerliches Ausspähen privatester familiärer Details. Sogar ein etwaiger jetziger Aufenthalt meiner Eltern oder Geschwister im fernen oder grenznahen Ausland hätte die Dame interessiert. Tja, Versuch gescheitert.

Ich kann mich täuschen aber hatte das Gefühl, nach einem Ferienhaus im Ausland ausgehorcht zu werden oder nach Angehörigen, die mich finanziell unterstützen (beides habe ich nicht; bin aber beruflich und privat oft im Ausland gewesen, das wiederum geht niemanden etwas an).

Ich blockte das Gespräch ab mit den Worten: "Bitte stellen Sie mir die Frage nach der Herkunft meiner Familie bzw. meiner Eltern schriftlich, dann werde ich gegebenenfals etwas dazu schreiben." (unter uns: Natürlich würde ich dazu nie etwas schreiben, sondern den Ausspitzelungswunsch zur allgemeinen frohsinnigen Lektüre hier hochladen.)

An alle: Bitte auf solche Fragen die Auskunft totalverweigern. Jeder von uns kann so etwas gegen den gläsernen Menschen tun. Diese Angaben sind nicht erforderlich. Wer schon mal etwas preisgegeben hat sollte (Akteneinsicht) versuchen, es löschen zu lassen. Wer eine Fremdsprache beherrscht (das ist je nach Beruf sehr vermittlungsrelevant), sagen wir Ungarisch oder Portugiesisch, muss dort nicht "familiär herstammen".

Wir sind Bürgerrrechtler und jeder Mensch ist es hundertprozentig Wert, die gleich hohen Sozialleistungen zu erhalten und die gleichen Chancen auf beruflichen Einstieg.

Datenschutz ernst nehmen.

#HartzVerdient:
Ich bekomme regelmäßig so ein Fragebogen, wo man Angaben zum Kanack... err... Migrationshintergrund machen kann. Bin in der BRD geboren und Mehrstaater. Sollen sie halt machen und mch intensiver zu meiner Herkunft befragen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich von Papa und Mama abstamme
Vielleicht könntest du so einen Fragebogen / Schrieb mal hier einstellen bei Gelegenheit? Wie würden die ragieren, wenn du dort nichts ankreuzt, sondern etwa die Frage streichst?
 

HartzVerdient

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Jaja kann ich bestätigen.

Auch ich wurde nach Eigentum im Ausland befragt. Auch ganz beiläufig im Gespräch:

"Naja, Sie wohnen ja bei den Eltern, da sitzt man dann halt auch mit am Tisch und isst gemeinsam".

Natürlich tun wir das... So what F*ck off!
 
E

ExitUser

Gast
Das wird schon seit ein paar Jahren gemacht. Ein User hatte mal so einen Fragebogen dazu hochgeladen. Hier bei uns wirst Du sogar danach befragt, wenn Du Müller heißt.^^

https://www.google.de/search?q=fragebogen+migrationshintergrund+agentur+für+arbeit&ie=utf-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&channel=sb&gfe_rd=ctrl&ei=a4b7Us_6GoWFtQbtvYA4&gws_rd=cr


Rechtsgrundlage der Erhebung
Die Erhebung des Migrationshintergrundes ist in der MigrationshintergrundErhebungsverordnung
1
geregelt. Die Verordnung basiert auf § 281 Absatz 2 Satz 4 des
SGB III
2
, auch in Verbindung mit § 53 Absatz 7 Satz 1 des SGB II3. Die Beantwortung der Fragen ist freiwillig.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&ved=0CC4QFjAA&url=http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A20-Intern/Publikation/HEGA-07-2011-Migrationshintergrund-Anlage.pdf&ei=H4f7UpvXJ87EtAaWt4CYCQ&usg=AFQjCNFLUrJFgn1naYxVSQBm2HfQD-4yXg&bvm=bv.61190604,d.Yms
Ganz bestimmt wieder so eine von den Bild-Geschichtchen.
 
N

Nustel

Gast
Solange man sich dies von unseren abgewürfelten EX TelekomMitarbeitern etc. ,,,,, bieten llassen funktioniert unser SYSTEM.
Ausfragen der Bevölkerung.
Und hintenrum wenn wir nicht parieren......:)
 

Kleeblatt

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Dieser "Fragebogen" ist derartig einseitig / betriebsblind ...

Ich bin zwar nicht arbeitssuchend, aber aus welchem verdammten Grund befragt man gerade diejenigen Menschen welche Sozialleistungen erhalten ?

Bei den "Antwortmöglichkeiten" - wie man zur deutschen Staatsangehörigkeit gekommen sei - geht den Erstellern die Möglichkeit völlig ab das ein Kind mit einem ausländischen Elternteil trotzdem bereits in D als Deutscher geboren werden kann.

Dazu 3 Möglichkeiten:
1. Mutter Deutsche und Kind unehelich in D geboren
2. wie 1. , aber die Eltern haben erst Jahre nach der Geburt des Kindes geheiratet und dann das gemeinsame Kind für ehelich erklären lassen.
3. Deutsche Mutter / Vater heiratet einen Ausländer NACH der Geburt des Kindes und dieser neue Partner adoptiert das Kind des Anderen.

Im 1. Fall trägt der Betroffene einen wahrscheinlich deutschen Familiennamen, im 2. Fall trägt der Betroffene wahrscheinlich den ausländischen Familiennamen des Vaters, ist aber immer noch Deutscher. Ebenso in Fall 3.

ABER DIESE Möglichkeiten gibt es nicht bei den Antworten.
Da gibt es nur - als Nichtdeutscher geboren und irgendwann eingebürgert.

Jaja, die einfache Welt mancher Leute.

Na, wer solchen Dreck ausfüllt hat sie doch nicht alle am Sträußchen.
Bekommen die Berufspolitiker auch solche Fragebögen ? Sind ja wohl auch welche mit 2 Staatsbürgerschaften im Bundestag anwesend und sehr Viele sog. "Ausländer" von Geburt oder wie auch immer.
Solange diese Politiker nicht solche Fragebögen ausfüllen könnten die JC u.ä. mich mal am Abend begrüßen.
 
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