• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Zeitarbeitsfirmen - eure Erfahrungen

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
Aber 1700 netto ist doch was!
Das verdient man, in einer ZA wenn überhaupt, nur via equal pay (z.B. bei Airbus;gleicher Lohn für gleiche Arbeit). Lt. BZA Tarifvertrag bekommt auch ein Facharbeiter nur um die ca. 9€ Stundenlohn, wenn überhaupt. Und solch Lohn ist ja wohl der totale Witz. Da braucht man ja keine 3-3 1/2 jährige Ausbildung mehr machen. Da könnt ihr euch aber mal selber schlau machen. Wozu gibt es Internet? Ich persönlich habe bei zwei ZA's für 1.200 Brutto malochen dürfen. Ein Gehalt, dass ich schon vor 30 Jahren verdient hatte...In DM 2.400.- Brutto.
 
Mitglied seit
12 Jan 2010
Beiträge
132
Gefällt mir
14
lupe, dann has du ne beschissene zeitarbeitsfirma erwischt. also facharbeiter kann man problemlos 11 euro rausholen (war bei mir auch so und zwar mit 20 als berufsanfänger) plus netto-auslöse und fahrkosten etc kommt man da schnell auf 1400-1500 und nix mit equal pay.... bei mir wars zeitweise so dass ich wesentlich mehr verdient habe als die andren festeingestellten jungmonteure.
 
E

ExitUser

Gast
lupe, dann has du ne beschissene zeitarbeitsfirma erwischt. also facharbeiter kann man problemlos 11 euro rausholen (war bei mir auch so und zwar mit 20 als berufsanfänger) plus netto-auslöse und fahrkosten etc kommt man da schnell auf 1400-1500 und nix mit equal pay.... bei mir wars zeitweise so dass ich wesentlich mehr verdient habe als die andren festeingestellten jungmonteure.
öhm, die Abrechnungen würd ich gern mal sehen. Wieviel Stunden hast Du denn dafür geschuftet? Nach welchem Tarif wurde bezahlt? Und vor allem.... WANN war das? Wo war das? Im Westen oder im Osten?
 

Donauwelle

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2008
Beiträge
1.406
Gefällt mir
125
lupe, dann has du ne beschissene zeitarbeitsfirma erwischt. also facharbeiter kann man problemlos 11 euro rausholen (war bei mir auch so und zwar mit 20 als berufsanfänger) plus netto-auslöse und fahrkosten etc kommt man da schnell auf 1400-1500 und nix mit equal pay.... bei mir wars zeitweise so dass ich wesentlich mehr verdient habe als die andren festeingestellten jungmonteure.
Nun - hatten wir ja schon. Das kommt immer auf die Branche und die Ausbildung an. Du hattest Glück - weil normal ist das leider nicht.
 

ShankyTMW

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jun 2009
Beiträge
1.698
Gefällt mir
288
Ich glaub ich muß mal wieder meinen Senf dazu werfen ... :biggrin:

Naja...ich kann mir schon vorstellen,wie Nobody sich jetzt fühlt. Kommt halt drauf an,welche finanziellen Sprünge man gewöhnt ist. Und wenn man noch im Hotel Mama lebt und bislang nur ein mickriges Azubigehalt kassiert hat,dann fühlt man sich mit JEDEM Lohn im 1. richtigen Job wie ein König. Ich kann mich noch an meinen ersten Job nach der Ausbildung erinnern...da hab ich im 2-Schicht-System im Akkord Fahrräder für Quelle und Neckermann zusammengeschraubt, 170-180h/Monat. Und hab im Durchschnitt Netto zwischen 1700 DM (!) heimgetragen. Als Festangestellter....
Ja, solche Zeiten kenn ich auch ncoh - und den entscheidenden Punkt, das mitlerweile alles um einiges verteuert wurde, sollte auch nciht unerwähnt bleiben. Stichwort klassisches Beispiel Einkaufswagen - damals mit 50 DM Proppeübervoll eingekauft inkl. unterem Fach voller Getränkekisten - heute mit 50 EUR bekommst gerade mal eine Einkaufstüte voll (nur um das mal grob Bildlich zu zeichnen). Spritt war auch um einiges billiger usw. usf.

hm, ich weiß nich was mit euch allen abgeht, aber vllt sind da ja einige etwas neidisch?
Glaub mal - ich bin Dienstleister, nicht Königlich bezahlt, aber auf Deinen Lohn neidisch, eher nicht.

ich rede von netto...1,3...und auch ich bekomme sämtliche zuschläge für nacht-, sonntags- und feiertagsschicht...aber immer nur einen...
Und du erwähntest Akkord, wo ist nochmal Deine Akkordzulage? Achja richtig, die steht dir als Fremdarbeiter eh nicht zu und vergleichbares bekämst du nur wenn da auch eien vereinbarung zwischen Ent- und Verleiher bestehen würde - und die schaut dann meist auch niedriger aus als das, was die Festangestellten bekommen (udn viele ZAF Angestellten bekommen solche Zulagen halt nicht).

aso und ich wohn allein, in ner 20 m² bude...aber nächsten monat zieh ich um, jetz kann ich mir ja was größeres leisten und muss keine rücksicht drauf nehmen ob das behinderte amt das bezahlt
VORSICHT: Du arbeitest für eien ZAF. Du bist nicht nur jederzeit austauschbar, sondern unterliegst all deren schlechtigkeiten. Wenn du erstmal einen unbefristeten Vertrag bei denen hast udn die Probezeit rum ist, dann solltest Du (um es mal hochdeutsch sehr direkt zu sagen): den Mund erst aufreißen. solange rechne mal damit das in spätestens 6 Monaten wieder Schluß sein könnte (sowas ist Gang und Gäbe bei ZAF - nur solang der Auftrag geht udn dann raus auf die Straße mit dem unnötigem Personal wenn kein andere Auftrag ansteht).

nur ums mal klarzustellen...ich bin strikt gegen zeitarbeit, hab da genug erfahrungen gemacht
Das haben wir alle, aber bei einem Stundenlohn von 7,60 = EG1 würd ich nicht den Mund so aufreißen. Du bist auf der untersten Schiene und bekommst die 1300 gerade mal raus weil bei Dir die Zulagen für Nachtschichten etc. mit drauf sind. Rein Netto würdest Du sonst eher bei 850 EUR liegen - Netto.

aber da wo ich jetz bin kann man sehr gutes geld machen für arbeit wo man nebenbei schlafen könnte^^
Noch

so hab mal die abrechnung reingestellt, damit mir auch der letzte zweifler glaubt
Interessiert eigentlich nicht, aber die Abrechnung schaut genauso aus wie ich sie mir vorgestellt habe - zu den Bedingungen würd ich bei der ZAF nciht arbeiten.

wie man sieht hab ich durch die nachtschicht allein 327 € mehr verdient, und durch die sonntage bzw egtl samstage weil nachtschicht hab ich 114 € verdient...macht also gute 440 € mehr als bei der normalen schicht
Vieleicht kommen ja auch mal Aufträge für Dich ohne Schichten, dann reden wir weiter über Deine ZAF Werbung (Nimms nicht Persönlich, klingt alles nur ziemlich naiv was du da schreibst) :)

aber was bleibt einem heute denn anderes übrig? wo selbst facharbeiter per zeitarbeit eingestellt werden

entweder rumjammern und sich vom amt schickanieren lassen oder versuchen eine gute stelle bei ner zaf zu finden
Seine Selbstachtung niemals zu verlieren und den ZAFs und Amt die Stirn bieten. Ganz ehrlich, Du bist eingeknickt.

Ich hab mich für letzteres entschieden und sogar ne sehr gute stelle gefunden...naja zumindest bis ende des jahres, was danach passiert steht noch in den sternen
Aha - ok, dann bin ich auf das gespannt was du nächstes Jahr schreiben wirst :icon_pause:

wenn ich länger ALG2 hätte, würde ich auch zu so einer ZAF gehen, wo ich ca 1300 netto hätte. Wäre ein guter Anfang, kann man vielleicht was draus machen, sich woanders bewerben.
Ohje Ohje ..

bewerben bringt doch mittlerweile so ziemlich garnix...erst recht nich wenn der lebenslauf eine riesen lücke von ca. 10 jahren aufweist
@nobody & citroniXX

Die meisten Stellen werden ohnehin kaum öffentlich ausgeschrieben. Da muß man schon tief buddeln udn versuchen Kontakte spielen zu lassen - ich weiß, ist als Hartz4 Empfänger nahezu unmöglich. Aber über eine ZAF zu eienr Festanstellung zu kommen ist auch eher ein Wunschtraum.

...und das die ig metall mit ihrem anliegen die löhne zu erhöhen durchkommt, dann kriegen wir nämlich auch mehr geld so wie ich das mitgekriegt hab
Equal Pay und Equal Threatment steht schon seit 2002 im Gesetz, juederzeit mit dem Freibrief des Ausbeutens (offiziell Tarifvertrag genannt) aushebelbar. Man bräuchte nur den Gesetzespassus streicehn und wir haben ZAF verhältnisse wie im rest vom Europa mit gleichen Löhnen wie festangestellte .. nun rate ob das gewollt ist, ich denek eher nicht. Denn man belügt die ZAF Arbeiter ja schon damit das man mit Tarifverträgen nen guten Schnitt macht. Das war vor 2002 so, jetzt hat sich das alles ins gegenteil verquert.

...Ich persönlich habe bei zwei ZA's für 1.200 Brutto malochen dürfen. Ein Gehalt, dass ich schon vor 30 Jahren verdient hatte...In DM 2.400.- Brutto.
Bestätigt, wenn ich da auch nur von 20 Jahren zurück blicke: Und das Netto als nur ungelernter Helfer ... so in etwa.
 

Donauwelle

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2008
Beiträge
1.406
Gefällt mir
125
Nun - es muss doch jeder selbst wissen, wie er sich bettet und was er möchte.

Für 7,60 EUR arbeiten ist Mist - aber man kann gut darüber diskutieren, ob es nicht noch schlimmer ist, ohne Arbeit nur HartzIV zu haben. Von einer fairen Bezahlung kann man nur träumen - also bleibt einem doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Mal ehrlich, wenn ich mit 359 EUR einigermaßen zum Leben auskomme, dann sind 280 EUR mehr schon eine ganze Menge. Es kommt dann immer noch darauf an, was ich für die 280 EUR mehr tun muss, wie das Arbeitsverhältnis ist und welche Kosten man durch die Arbeit hat. (bei nobodys Fall ist der Unterschied durch die Zuschläge ja dann noch größer).

Ich habe ja 9 Monate einen 1-EUR-Job gemacht - eine Arbeit, die mir Spass machte, die niemanden einen Job wegnahm, bei der ich einen 3-minütigen Arbeitsweg hatte und dafür dann 150 EUR jeden Monat zusätzlich hatte. Die 150 EUR waren schon eine erhebliche Spritze für meinen Haushalt - ich konnte mir endlich mal ein Puffer anlegen, wir mussten nicht ganz so akribisch auf die Ausgaben achten, ich konnte meine Büchersammlung erweitern - und wirklich viel verpasst habe ich zuhause dabei auch nichts... Ich gehöre schon zu den Leuten, die selten Langeweile verspüren und sich zu beschäftigen wissen - aber trotzdem fällt einem irgendwann mal die Decke auf den Kopf...

Von Idealismus kann man sich leider nichts kaufen.
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
@ donauwelle

du bringst es auf den punkt...danke!

ich hab bei dieser zaf sowieso nur angefangen weil ein guter kumpel von mir da schon 2 weihnachtsgeschäfte mitgemacht hat...er is aber immer freiwillig danach gegangen...seine mutter arbeitet schon über 20 jahre für den betrieb, aber natürlich nicht über ner zaf sondern die is da richtig eingestellt

ich hatte mich ende 2009 da beworben und erst ende august 2010 haben die sich gemeldet...naja und ich wollte mir das dann wenigstens mal ansehn

und die umstände sind wirklich perfekt...es sind keine 10 km von mir bis zur arbeit, ich hab voll coole leute kennengelernt, und ich hab mehr als doppelt soviel auf meinem konto als bei hartz 4
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
Dann werde ich mal auch meinen Senf hier aus gut 30 Jahren Berufspraxis reinschmeissen...
und die umstände sind wirklich perfekt...es sind keine 10 km von mir bis zur arbeit, ich hab voll coole leute kennengelernt, und ich hab mehr als doppelt soviel auf meinem konto als bei hartz 4
Wenn es für Dich passt, dann gut! Von coolen Leuten kann ich mir nichts kaufen. Ich arbeite für Geld. Das doppelte wie in Hartz 4 wirst Du in keiner ZA haben, jedenfalls nicht Netto!!! Du kannst das ja mal im Internet mit einem einfachen Brutto/Netto Rechner berechnen lassen. Was meinst Du, was von 1.200-1.300 EUR Brutto noch an Steuern und Sozialabgaben abgehen? Danach liegst Du wieder, trotz 8 Std. Arbeit auf Hartz 4 Niveau. Zudem bezahlen die ZA nur für 35 Std., egal ob Du 40 Stunden geknüppelt hast...Und das schimpft sich dann das sogenannte Lohnabstandsgebot zwischen Hartz 4 und der arbeitenden Bevölkerung. Das ist der Witz des Jahres!

@ Donauwelle
Für 7,60 EUR arbeiten ist Mist - aber man kann gut darüber diskutieren, ob es nicht noch schlimmer ist, ohne Arbeit nur HartzIV zu haben. Von einer fairen Bezahlung kann man nur träumen - also bleibt einem doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Das hat in meinen Augen nichts mehr mit Mist zu tun, sondern mit Zahlung von Dumpinglöhnen. Und sowas unterstütze ich nicht! EUR 7,40 ist für einen Facharbeiter, der Jahre gelernt hat (evtl. noch jahrelange Berufserfahung hat), ja wohl ne Ausbeutung (Lohnwucher wäre eigentlich die bessere Bezeichnung). Zumal ja gerade aktuell in Deutschland darum gerungen wird, ausländische Facharbeiter in's Land zu lassen. In meinen Augen die nächste Generation von Langzeitarbeitslosen. Das wird genau so ein Rohrkrepierer wie weiland mit der GreenCard!
Mit anderen Worten...Ihr macht die ZF's fett. Ihr arbeitet dann nämlich für zwei Arbeitgeber...

Das gleiche Dilemma sind doch die 1€ Jobs. Bislang haben die keinen in Arbeit gebracht, aber das Dumpinglohn Segment gefüllt. Mit anderen Worten: Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer Reicher und die Mittelschicht schrumpft beständig, dank der deutschen Politik!!!

Hier mal ein lesenswerter Bericht dazu...

Grüße, Lupe
 

ShankyTMW

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jun 2009
Beiträge
1.698
Gefällt mir
288
und die umstände sind wirklich perfekt...es sind keine 10 km von mir bis zur arbeit, ich hab voll coole leute kennengelernt, und ich hab mehr als doppelt soviel auf meinem konto als bei hartz 4
Nein, das mit dem doppelt soviel auf dem Konto als Hartz4 glaub ich so auch nicht wirklich.

Nun - es muss doch jeder selbst wissen, wie er sich bettet und was er möchte.

Für 7,60 EUR arbeiten ist Mist - aber man kann gut darüber diskutieren, ob es nicht noch schlimmer ist, ohne Arbeit nur HartzIV zu haben. Von einer fairen Bezahlung kann man nur träumen - also bleibt einem doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Kann man sicher drüber Diskutieren - aber bei 7,60 die Stunde nicht mehr. Aber spinnen wir den Faden weiter, den auch Lupe schon angeschnitten hat. 12 Monate ZAF bei dem Lohn und dann arbeitslos. Gut, anrecht auf ALG1 hat man, nur 60% von den 7,60 EUR stehen dir dann zu und du kannst gleich weiter zur ARGE gehen um Hartz4 aufstockend zu beantragen. Bei der geringen ALG1 Leistung fällt auch der Anspruch für Wohngeld ins Wasser udn man macht sich von Anfang an abhängig auf staatliche Leistungen über gleich 2 Ämter, und vor allem eines davon ist die ARGE mit all seinen schlechtigkeiten. Das sind die realen Zukunftsaussichten dann, und die bleiben unbestechlich im Raum. Das ist auf Dauer keine verbesserung.

Von Idealismus kann man sich leider nichts kaufen.
Und auch wegen dem was ich eben geschrieben habe liegt der Kern des "Idealismus", denn ZAF sind in meinen Augen keine Dauerlösung - auch wenn es die Wirtschaft gern so sehen will um sich aus fast sämtlichen sozialen Verantwortungen zu stehlen.

...Mit anderen Worten...Ihr macht die ZF's fett. Ihr arbeitet dann nämlich für zwei Arbeitgeber...

Das gleiche Dilemma sind doch die 1€ Jobs. Bislang haben die keinen in Arbeit gebracht, aber das Dumpinglohn Segment gefüllt. Mit anderen Worten: Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer Reicher und die Mittelschicht schrumpft beständig, dank der deutschen Politik!!!

Hier mal ein lesenswerter Bericht dazu...
Genau das
 
Mitglied seit
12 Jan 2010
Beiträge
132
Gefällt mir
14
will die diskussion nicht stören, nur kurz tanfi antworten:

tanfi:
öhm, die Abrechnungen würd ich gern mal sehen. Wieviel Stunden hast Du denn dafür geschuftet? Nach welchem Tarif wurde bezahlt? Und vor allem.... WANN war das? Wo war das? Im Westen oder im Osten?
35 stunden woche (habe immer so 37-38 gemacht der rest aufs zeitkonto) zeitkonto wurde nach meiner kündigung ordnungsgemäß ausgezahlt
bezahlt wurde nach igz (ich glaube stufe 5 facharbeiter mit zusatzquali oder so was) 10,80
das war anfang diesen jahres im großraum köln (also west)
auf das "hohe" netto (schwankte immer zwischen 1,3k und 1,45k) kamm ich durch ca 200 euro (mal mehr mal weniger) netto auslöse
 

Donauwelle

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2008
Beiträge
1.406
Gefällt mir
125
Nun - ich kann an die Sache von zwei Seiten herangehen.

Ich stimme ja allen vorhergehenden zu - 7,60 EUR sind ein Hohn, insbesondere, da man damit i.R. noch Aufstocker bleibt, insbesondere dann, wenn man bereits eine Ausbildung hat und diese so nicht verwerten kann. Die Bedingungen für die Zeitarbeit, so wie sie heute aufgebaut ist, gehören dringend geändert - insbesondere im Bezug auf Equal Pay.

Ich verstehe daher jeden, der sich dieser Arbeit generell verweigert.

Ich kann aber auch jeden verstehen, der pragmatisch denkt und einen derartigen Job doch annimmt, insbesondere wenn die Konditionen eben besser sind, als die "normalen" 7,60 EUR ohne Zulagen, weil man sich damit doch i.R. insgesamt finanziell besser stellt - und Zeit hat man sowieso genug. Es ist ja nicht so, dass die anderen Stellen, die momentan angeboten werden, viel besser sind - häufig ist deren Stundenlohn noch niedriger...

Ich denke mal, jeder von uns sollte zuerst mal an sich und seine eigene Lage denken - und wenn er diese für sich positiv verändern kann und einen Mehrwert dadurch erlangt, muss er das dann auch machen - da passen dann die Angriffe anderer nicht, die ggf. anders handeln würden.

Ich finde es toll, dass einem hier in diesem Forum geholfen wird, wenn man zu etwas verdonnert wird, was man nicht machen möchte... - nicht so toll ist es aber, dass Leute, die sich anders entschieden haben, hier generell beschossen werden. (...solange keiner herkommt und Zeitarbeit verherrlicht etc.)
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
also ich habe jeden monat ca 570 € h4 gekriegt...220 € für miete und 350 € zum (über)leben

jetz hab ich über 1,300 € ( netto! ) gekriegt, die lohnabrechnung hab ich doch reingestellt...für mich ist das mehr als das doppelte, aber vllt hab ich ja das kopfrechnen verlernt

mein zeitkonto is au schon gut gefüllt, ich glaub so 70 - 80 überstunden sind da mittlerweile drauf...und ich kann mir da meine genauen stunden ausdrucken lassen, also nicht das was auf der abrechnung von der zaf steht sondern die stempelzeiten von dem betrieb wo ich arbeite
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
Um auf die sagenhaften 1.300€ Netto zu kommen, müßtest Du einen Stundenlohn zwischen 12-13€ bei einer i.d.R. monatlichen Arbeiststundenzahl von 163 Std. haben. Deine Nettoangabe entspricht etwa 2.000€ Brutto. Die Tarifverträge der drei ZA Tarifverträge (AMP, der schlechteste, BZA und IGZ (sind in etwa gleich), weisen solch Gehalt selbst für einen Facharbeiter nicht aus. Die ZA's zahlen aber nur für eine 35 Std.-Woche. Der Rest geht auf das Zeitarbeitkonto, woraus die sich bedienen, wenn mal keine Aufträge vorhanden sind, um den Mitarbeiter, äh Sklaven, ne Zeit zu halten.

Ein Facharbeiter erhält normal E3. Das entspricht etwa 9€ Brutto die Std. Hat er Zusatzqualis, kann das sicher 1-2 Stufen höher sein. Nach meiner Erfahrung drücken die ZA's aber, wo es nur geht. Gibt ja genügend Facharbeiter in Hartz 4. Nur sind halt viele älter und lassen sich auf solch Lohnneviau nicht ein, weil sie ihren "Wert" kennen und schon bedeutend besser verdient haben.

Ein Ungelernter erhält die niedrigste Stufe (E1). Selbst wenn man sich als Helfer mit einer abgeschlossenen Ausbildung auf die "Sklavenbuden" einläßst, zahlen die nur das niedrigste (E1). Die interessiert dann die Ausbildung überhaupt nicht.

Ich glaube nicht an eure astronomischen Gehälter bei den Verleihbuden...

Hier noch mal, wie es der BZA Tarif mit EqualPay hält
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38
Klar, mit Hartz4 kann man ja sehr gut leben :icon_neutral:
bin seit August 08 aus dem ALG2 entzug draussen.
arbeite bei einem sehr großen Automobilzulieferer.:icon_evil:

Bin gelernter Zerspaner 31Jahre alt und mit 14 Jahren berufserfahrung
und bei meiner Qualifikation habe ich es echt nicht nötig
mich mit Stellen die unter 2000€ liegen abzugeben.

Deshalb weis ich was ich verdiene und ein Leiharbeiter der genau die gleiche Arbeit macht.

Ich arbeite viel und hart und um Uhrzeiten jenseits von Gut und Böse auch am Wochenende und kann deshalb viel Geld erwarten

Un das Einkommen das ich momentan habe wirst du bestimmt nie rankommen.
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
@ lupe

ich frag jetz einfach nochmal ganz blöd:

glaubst du mir etwa nicht dass ich 1,300 € netto bekommen hab?

die schichtzulagen sind alle steuerfrei...deswegen sinds dann au nur 1,600 € brutto

oben is die lohnabrechnung...aber warscheinlich hab ich die mit paint oder so gefaked

wenn du willst mach ich dir noch nen screenshot von meinem kontoauszug, dann siehst du was die mir überwiesen haben :icon_smile:
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
oben is die lohnabrechnung...aber warscheinlich hab ich die mit paint oder so gefaked

wenn du willst mach ich dir noch nen screenshot von meinem kontoauszug, dann siehst du was die mir überwiesen haben :icon_smile:
Ne..sagte ich ja auch nicht :biggrin:

Ich bezog solch Nettolohn auf einen "normalen" Arbeitstag ohne Schichten, da ich diesen in meinem letzten Festjob so erziehlt habe. Ohne Schichten! Ich frag aber mal blöd zurück...Wie willst denn Du später mal von solch geringem Brutto eine einigermaßen vernünftige Rente erhalten?

Mal abgesehen davon, dass Du in der Verleihbude nicht wirklich eine gewisse Lebensplanung bestreiten kannst. Das ist wie von der Hand in den Mund...
 

Opataker

Elo-User/in

Mitglied seit
15 Okt 2010
Beiträge
135
Gefällt mir
36
sry das ich es so drastisch sage
Aber
Ihr denkt alle zu kurz

1300 € Netto ist ja wahnsinnig viel :icon_neutral:

Nach Berechnungen braucht man bei einer Vollbeschäftigung von 43 Jahren einen Mindeststundenlohn von 10,37€ um danach einen Rentenanspruch zu haben der höher ist als Hartz4 !!

Dazu sollte man dazu noch wissen, daß über 70 % aller Riesterrenten nicht ausgezahlt werden bzw. mit Hartz4 verrechnet werden weil der Rentenanspruch niedriger als Hartz4
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ Opataker

ich glaube nicht, dass ich mit 50 zu kurz denke :icon_kinn:.

Mit 1.300€ Netto kommt man erstmal (Single) sehr gut über die Runden. Wenn denn die Ansprüche nicht in's Bodenlose gehen...Allerdings sollte auch das Brutto stimmen. Ich selber habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Verleihbuden damit locken, dass zwar deren Brutto sehr gering ist, aber: " Sie brauchen dann keine Steuern, etc, zahlen." Und darauf lassen sich dann viele ein, weil das kurzfriste Geld lockt. Das, was später mal ist, sehen die nicht!!!

Nach Berechnungen braucht man bei einer Vollbeschäftigung von 43 Jahren einen Mindeststundenlohn von 10,37€ um danach einen Rentenanspruch zu haben der höher ist als Hartz4 !!
Als ich noch in Lohn und Brot stand (vor 6 Jahren) hatte ich eine Rente, wenn ich so weiter verdient hätte, von 1.200€. Das mit 44. Ich müßte jetzt noch gut 16 Jahre arbeiten. Hätte ich meinen alten Job zu damligen Konditionen bis zur Rente, denke ich, wären gut 1.300-1.400€ Rente drin. Klar, Krankenkasse und Pflegevers. müssen Rentner selber löhnen. Trotzdem, es hätte mir persönlich gereicht. Mitllerweile ist meine Rente durch die Arbeitslosigkeit auf aktuell 850€ abgesunken. Kommen allerdings noch 50€ aus einer Betriebsrente hinzu.

Mit anderen Worten, ich darf später zur Rente Grundsicherung einreichen. Und das, nach jetzt schon 30 Jahren Arbeit.

Dazu sollte man dazu noch wissen, daß über 70 % aller Riesterrenten nicht ausgezahlt werden bzw. mit Hartz4 verrechnet werden weil der Rentenanspruch niedriger als Hartz4
Deshalb würde ich persönlich auch nie eine Riesterrente machen. Das war/ist ein Flop! Die wird später, wenn es mal so kommt, auf die Grundsicherung angerechnet. Man hat eingezahlt, bekommt aber nichts mehr heraus! Ist mir bekannt...
 

Opataker

Elo-User/in

Mitglied seit
15 Okt 2010
Beiträge
135
Gefällt mir
36
wollte dich nicht persönlich angreifen :icon_evil:,
nur Lohn ist eben nicht alles.
1300 € kann man als Alleinerziehender mit auskommen.
Aber es reicht nicht aus, um sich soviel an die Seite zu legen, daß man in der Rente genug zum leben hat
Leider denken an diesen Punkt die wenigestens.

Ich lebe nicht um zu arbeiten
ich arebite um zu leben
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
an rente denke ich schon lange nicht mehr...bei meinem lebensstil werd ich eh nich alt^^

und falls doch bin ich immernoch der meinung dass später jeder die selbe rente kriegt, egal wieviel oder wenig er eingezahlt hat

ich arbeite um zu leben - und ich lebe jetzt

2012 geht doch sowieso die welt unter, oder nicht? :biggrin:
 

arbeitslos in holland

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Aug 2010
Beiträge
9.576
Gefällt mir
1.945
und falls doch bin ich immernoch der meinung dass später jeder die selbe rente kriegt, egal wieviel oder wenig er eingezahlt hat
leider hat du dir über die konsequenzen keine gedanken gemacht. ich stelle es mir wenig "erfreulich" vor, wenn ich zeit meines lebens abhängig bin von ämtern. du bist zz nicht abhängig, wirst es aber spätestens im alter wieder sein........

dir wär es wahrscheinlich auch egal, wenn dein gehalt direkt an das fa überwiesen würde und die bestimmen, was du behalten darfst ? :icon_eek:

ich möchte in 30 jahren(dann bin ich 67)nicht mehr arbeiten oder betteln müssen. ich möchte, dass das was ich einbezahlt habe, auch mir zu gute kommt. ich möchte in einer gesellschaft leben, in der konsens darüber herrscht, dass jeder und jede in das sozialsystem einzahlt und ansprüche daraus hat. die asoziale und sozialrasssitische gesellschaft in der brd möchte ich mit meiner arbeit nicht weiter unterstützen
 

Berlin50

Elo-User/in
Mitglied seit
3 Aug 2010
Beiträge
461
Gefällt mir
149
Wir können alle nicht wissen, was zukünftig von den Politikern ausgehandelt wird. Deshalb glaube ich auch, daß die Menschen mit durchgehender Erwerbstätigkeit und dementspr. Renteneinzahlung in der Minderheit sein werden. Die zukünftigen Politiker müssen sich dann was einfallen lassen. Weil die Erkenntnis kommen wird, daß in den Jahren 2005 bis jetzt zu viele Fehler gemacht wurden.

Dazu gehört die Lüge der Demographie, Hartz IV und Wirtschaftskrise.

Bin fest davon überzeugt, daß in der Rentenfrage einiges getan wird, so daß Jeder davon leben kann. Entweder gibt es eine Grundsicherung oder Zuschüsse. Aber auf jeden Fall werden die Berechnungen so nicht bleiben. Denn die Hälfte der Deutschen werden später nicht mal auf heutigem Hartz-Niveau kommen. Sollen die etwa in Deutschland verhungern? Nein. Lg.
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ Opataker

wollte dich nicht persönlich angreifen :icon_evil:,
Habe ich auch nicht so aufgefasst!

@ n0b0dy
ich arbeite um zu leben - und ich lebe jetzt
Für etwas anderes habe ich auch nicht malocht. Das mit dem...ich lebe jetzt...so habe ich in Deinem Alter auch mal gedacht. Die Rente war weit weg.

und falls doch bin ich immernoch der meinung dass später jeder die selbe rente kriegt, egal wieviel oder wenig er eingezahlt hat
Ja, ein Gespenst, was in einigen Politikerköpfen herumspuckt. Ist aber ziemlich ungerecht. Ich denke eher, die Einheitsrente wird nicht kommen...

@ Berlin50

Bin fest davon überzeugt, daß in der Rentenfrage einiges getan wird, so daß Jeder davon leben kann.
Ja, da ist was getan worden...Die Streichung im Sparpaket zur Rentenzahlung für ALG II Empfänger.
Klick
 

arbeitslos in holland

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Aug 2010
Beiträge
9.576
Gefällt mir
1.945
Bin fest davon überzeugt, daß in der Rentenfrage einiges getan wird, so daß Jeder davon leben kann. Entweder gibt es eine Grundsicherung oder Zuschüsse. Aber auf jeden Fall werden die Berechnungen so nicht bleiben. Denn die Hälfte der Deutschen werden später nicht mal auf heutigem Hartz-Niveau kommen. Sollen die etwa in Deutschland verhungern? Nein. Lg.
dann schau mal wo die knallköpfe von der INSM und ihr oberguru hilmar schneider seine/ihre ideen herholt(kopiert)

dort gibt es keine "rente" und in germania mittelfristig auch nicht mehr :icon_neutral:
 

Berlin50

Elo-User/in
Mitglied seit
3 Aug 2010
Beiträge
461
Gefällt mir
149
Nun mal ruhig Blut. Die Knallköpfe von Politiker der heutigen Zeit sind zukünftig entweder gestorben oder berentet oder ausgeschieden. Also kann man nicht davon ausgehen, daß alles was geschrieben und gesagt wird, eintreffen oder praktiziert/durchgesetzt wird.

Ich habe noch 14 Jahre bis zu meiner Rente und gehe stark davon aus, daß so wie der Atom-Ausstiegsvertrag gekappt wurde, in Zukunft auch die Rentenregelung von einer wieder neuen Regierung geändert wird. Man sollte auch davon ausgehen, daß sich zukünftig Regierungen/Parteien nach den Bürgern richten werden. Denn so wie es in der Vergangenheit zuging, können Wähler nicht mehr zu den Urnen bewegt werden. Wir werden es schon nächstes Jahr sehen, daß es Parteien zum Umdenken zwingt. Die Wahl in Baden-Würtenberg wird tüchtig in die Hose gehen, denn der Bahnhof wird gebaut. Da bin ich mir sicher.

Stuttgart 21 und die Auswüchse in Frankreich sind Zeichen, daß ein Umbruch in den Regierungen stattfinden muß. Außerdem leben wir in Europa und Deutschland will immer ein Vorbild für andere europ. Staaten sein. Warum sollten sie als erstes anfangen, die Renten zu vernichten? bzw. ein Armutsland aufzubauen? Schwachsinn sowas zu glauben. Lg.
 

Donauwelle

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2008
Beiträge
1.406
Gefällt mir
125
Nun - solange man es sowieso nicht ändern kann, muss man eher ans Hier und Jetzt denken und noch nicht an später. Wenn das Hier und Jetzt stimmt, dann kann ich mir Gedanken um andere Zeiten machen...

Wenn man nebenbei - wie es ja eigentlich seit Riester und der Rentenreform vorgesehen ist - von Anfang an die notwendigen Beiträge für eine private Rentenvorsorge einzahlt, wird es auch dann noch reichen... Vorgesehen sind ja eine eigene Rentenzahlung in Höhe von 4 % des Bruttogehaltes.

Das Problem ist, dass man bei all dieser eigenverantwortlichen Rentenvorsorge, die ich von der Idee an sich sogar begrüsse, diejenigen vergessen hat, die mangels erforderlicher Masse gerade mal ihre Gegenwart abdecken können - und nichts für Vorsorge übrig haben...
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ donauwelle

Das Problem ist, dass man bei all dieser eigenverantwortlichen Rentenvorsorge, die ich von der Idee an sich sogar begrüsse, diejenigen vergessen hat, die mangels erforderlicher Masse gerade mal ihre Gegenwart abdecken können - und nichts für Vorsorge übrig haben...
Ich begrüße das auch. Das Problem ist aber, dass die Zahlungen in eine weitere "private" Rentensäule in zunehmenden Alter so hoch ist, dass sich dass fast keiner leisten kann. Mal dazu ne Kostprobe...
Ich kenne einen ehemaligen Arbeitskollegen (ist heute 60 und in Rente), der hat sich mit 39 mal ausrechnen lassen, wieviel er zur damaligen Zeit privat zur gesetzlichen Renternvers. einzahlen müßte, um den Verlust an Kaufkraft aufzufangen. Halt Dich mal fest. Waren 1989 DM 200,-- per Monat. Das muß man erstmal verdienen!

Das geht doch nur, wenn man noch jung ist. Für mich persönlich kamen diese Rentenknickwarungen viel zu spät. Man hat doch drauf vertraut. Warum z.B. werden denn die Bescheide der Rentenkasse, was man mal später als Rente zu erwarten hat, erst seit einigen Jahren verschickt? Vorher konnte man erst mit 42 sich seine Rente ausrechnen lassen...

@ Berlin50

Stuttgart 21 und die Auswüchse in Frankreich sind Zeichen, daß ein Umbruch in den Regierungen stattfinden muß.
Sehe ich im Fall Stuttgart 21 ebenso, zumal die Demonstranten ja nun nicht mehr gewaltätige Jugendliche sind, die Bock auf Krawall haben sondern Bürger und Bürgerinnen die mitten aus unserer Gesellschaft kommen...Rentner, die Mitte u.a.
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Ich bezog solch Nettolohn auf einen "normalen" Arbeitstag ohne Schichten, da ich diesen in meinem letzten Festjob so erziehlt habe. Ohne Schichten! Ich frag aber mal blöd zurück...Wie willst denn Du später mal von solch geringem Brutto eine einigermaßen vernünftige Rente erhalten?
Hallo lupe,
selbst wenn die Rente später klamm ausfällt, alles ist besser als nur auf Grundsicherung angewiesen zu sein. Von ca. 400 EUR (Horrorvorstellung, ich weiss, aber das wird viele treffen) kann man in manchen Ländern recht gut leben. Und ehrlich gesagt will ich im Alter weg hier, wenn ich es erlebe, und das geht mit Grundsicherung nicht. Du siehst, es kommt auf die Prioritäten an.

Die Leute die jahrzehntelang eingezahlt haben werden defintiv besser dran sein als die, die dann eine Lebenslaufbahn Hartz 4 hinter sich haben. Da sollte man sich nichts vormachen, auch wenn es "in" ist den totalen Crash des Systems zu prognostizieren.

V. G.
Soren
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
Hi,

nur mal so...
Die Grundsicherung entspricht Hartz 4! Wer weniger Rente bekommt, oder diese nicht zum Leben reicht, kann dann also Aufstocken. Zum Leben nochmal...Das entspricht der Miete und den Nahrungsmitteln. NICHT MEHR!!!

Wo, oder besser gefragt, in welchem Land willst Du denn von 400€ gut leben können??? Jamaika? Oder in Afrika im Gral (Lehmhütte) und dann mit Penisamputation rumlaufen?
Und die zweite Frage wäre, wie willst Du mit 400€ dahin kommen? Wahrscheinlich via Billigflugticket über Raynair für 19.90? Natürlich ohne Rückflugticket...

Danke @Soren sagt: Reiner Zufall..

Na, den kann man ja auch bedenkenlos in die Tonne kloppen..
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Hi,

nur mal so...
Die Grundsicherung entspricht Hartz 4! Wer weniger Rente bekommt, oder diese nicht zum Leben reicht, kann dann also Aufstocken. Zum Leben nochmal...Das entspricht der Miete und den Nahrungsmitteln. NICHT MEHR!!!
Du glaubst doch nicht dass die Grundsicherung in 20 Jahren noch aussehen wird wie heute?
Was uns sehr wahrscheinlich erwartet ist etwas in dieser Richtung.

YouTube - Solidarisches Bürgergeld (Info-Film)

Da ist dann nichts mit Aufstockung. Hat man nicht sozialversicherungspflichtig gearbeitet, kriegt man nichts zusätzlich.
Kam dir schon mal in den Sinn dass es mit ziemlicher Sicherheit zukünftig etwa so ablaufen wird?

Das mit dem Auswandern war nur ein Beispiel. Klar setzt das voraus dass man sich überwiegend selbst versorgt und nach Möglichkeit mietfrei wohnen kann.

Bitte in Zukunft sachlich, und ohne Beisatz von merkwürdigen Phantasien ("Penisamputation").
 

wolf77

Elo-User/in
Mitglied seit
26 Okt 2006
Beiträge
606
Gefällt mir
330
Die Leute die jahrzehntelang eingezahlt haben werden defintiv besser dran sein als die, die dann eine Lebenslaufbahn Hartz 4 hinter sich haben. Da sollte man sich nichts vormachen, auch wenn es "in" ist den totalen Crash des Systems zu prognostizieren.

V. G.
Soren
Die kleine Friseurin, Kassiererin, und einige andere Berufsgruppen kommen im Alter nicht einmal über die Grundsicherungsbeträge..
Das kann man sich ganz schnell ausrechnen, und ich kenne so einige, die bekommen das als Beispielrechnung jedes Jahr Schwarz auf Weiss vor den Kopf geknallt.....
 

Berlin50

Elo-User/in
Mitglied seit
3 Aug 2010
Beiträge
461
Gefällt mir
149
Nun, die Rentenfrage (Höhe) wird schon 2025+ ein viel stärkeres Thema sein, weil dann die Masse an heute 50igen (Alo´s, Teilzeit, Minijobs) in Rente gehen. Das sind Tausende, wenn nicht Millionen. Wie sollen die nach dem heutigem Punktsystem und dessen Einzahlungslücken eine auskommende Rente haben? Das ist faktisch unmöglich. Die Politiker müssen auf ein angepaßtes Niveau (Höhe) kommen, da sie sich kein Armuts-Deutschland leisten können.

Wir sahen es doch 2003/04, wie sie herumeierten, um das Problem der Arbeitslosigkeit möglichst in Zaum zu halten. Da hatten sie schon Angst, ein Lilemma anzurichten und Unruhen zu verursachen. Deshalb half der Sozialstaat und setzte minimal höher an als damals die Sozialhilfe.

Es kommt bei allen Änderungen immer auf Massenphänomene an. Solange sich nur wenige Leute mit wenigen Rentenhöhen zufrieden geben, kümmert sich die Regierung nicht darum. Aber wenn es Millionen betrifft, wird gehandelt.

Zum anderen wird bis dahin noch mindestens 3 Mal gewählt. Wir haben immer erlebt, daß Gesetze der jeweiligen Zeit angepaßt wurden. Deshalb wird die heutige Berechnung in jedem Fall abgeändert. Könnte ja auch sein, daß die Arbeitslosigkeit eingedämmt ist und die Gelder umverteilt werden. Ich meine, warum sollte es so unmöglich sein, die Höhe der Rente nicht auf Sozial-Niveau zu halten? Nach den Berechnungen von heute, würde ich zum Beispiel nur 350 Euro bekommen. Geht absolut nicht. Lg.
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ Soren

das Bürgergeld hat, glaube ich die FDP schon vor gut 2-3 Jahren angeschnitten. Ist nur bislang nichts passiert. Wie immer bei dieser "glorreichen" Partei. Das sind echte Schaumschläger!!! Wir hängen immer noch bei SGB II und seinen Sanktionsmöglichkeiten ab...Übrigens, bei dem tollen Beitrag der FDP fehlt es an Weitsicht. Lese mal hier nach Damit sollte alles klar sein. Es geht wie immer, nur um's Geld. Auch der Politik!!!

Die interessiert nur noch, was ein Mensch für den Staatssäckel einbringt...Was sie dann für die Reichen wieder ausgeben können...Wann begreift ihr das endlich mal??? Fragt sonst einfach mal "Pockenguido"!!!!

Bitte in Zukunft sachlich, und ohne Beisatz von merkwürdigen Phantasien ("Penisamputation").
Klar, wenn die Gegenbeiträge auch sachlich sind!

@ wolf77
Die kleine Friseurin
Und genau an diesem Minigehalt wurden auch die Hartz 4 Regelssätze berrechnet!

Leutz, verabschiedet euch mal so endlich von der sozialen Markwirtschaft. Die gibt es nicht mehr!! Ludwig Erhard hat endgültig ausgedient. Das Amerikanische System hat gesiegt, oder doch nicht...

Ein kleines Dorf in Gallien wiedersetzt sich...Dank eines Druiden!!!
 

Ein Hartzianer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
25 Jul 2009
Beiträge
1.685
Gefällt mir
660
Okay, an dieser Stelle möchte ich wieder
etwas zum Thema beitragen:

In Brandenburg gibt es eine ZAF die sich Südwind nennt.
Deren Chef hatte sich auf einem Bewerbungstraining (HAHA !)
blicken lassen und wollte für 6.20€ brutto(!) Leute für
Arbeit mit Akkord und 3-Schichtbetrieb haben.
Der Frechheit nicht genug, redete er davon, daß
die Leute "benutzbar und funktionsfähig" zu sein hätten.

Geht gar nicht ! :icon_evil:
 

michel73

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
12 Feb 2006
Beiträge
1.287
Gefällt mir
118
Ich fasse mich kurz

Ich war 1998 bei einer Zeitarbeitsfirma und wollte unbedingt von der Firma in der ich grad beschäftigt war übernommen werden, weil ich keine Lust mehr hatte von pontius nach pilatus zu springen.

Ich wurde auch übernommen, nur verdiente ich zirka 300 DM weniger als vorher.
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Dass Zeitarbeit nicht das Wahre ist - gelinde gesagt - und höchstens übergangsweise sein sollte (wenn überhaupt), würde ich als selbstverständlich bezeichnen.
Nicht dass jemand denkt ich würde das verteidigen.
 

michel73

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
12 Feb 2006
Beiträge
1.287
Gefällt mir
118
Naja Zeitarbeit

Nichts anderes als eine Dumpinglohn Sklavenvermittlung und reguläre Arbeitsplatz vernichter.
 
Gefällt mir: lupe

wolf77

Elo-User/in
Mitglied seit
26 Okt 2006
Beiträge
606
Gefällt mir
330
6.20€ brutto(!) Leute für
Arbeit mit Akkord und 3-Schichtbetrieb haben.
Der Frechheit nicht genug, redete er davon, daß
die Leute "benutzbar und funktionsfähig" zu sein hätten.

Geht gar nicht ! :icon_evil:

Beschreibe doch mal Bitte Wagenmodell, Farbe, präferierte Parkplätze.
Mir ist nämlich gerade fürchterlich kalt ;-)
 

Ein Hartzianer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
25 Jul 2009
Beiträge
1.685
Gefällt mir
660
Wolf77 schrob:
Beschreibe doch mal Bitte Wagenmodell, Farbe, präferierte Parkplätze.
Mir ist nämlich gerade fürchterlich kalt ;-)
Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen, Sorry.

Reiner Zufall fragte:
Südwind?

Ich kenne Gegenden im südl. Brandenburg gut.......... wo gibts da Arbeit?
Momentamal... :eek: Du willst dich wirklich in so einer Saubude
verheizen lassen ?
OK. Klemm dich an deren Büro in Nauen. Ein dort ansässiges Hausgerätewerk will laufend neues Menschenmaterial.

Viel Spaß dabei. :icon_hmm:
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Ist es bei ZAF eigentlich üblich dass man entlassen wird, wenn man über mehrere Wochen krankgeschrieben ist?
 
E

ExitUser

Gast
Ist es bei ZAF eigentlich üblich dass man entlassen wird, wenn man über mehrere Wochen krankgeschrieben ist?
Das ist eher der Normalfall als die Ausnahme. Denn die ZA-Firma muss dich ja in den ersten Wochen deiner Krankschreibung trotzdem weiterbezahlen. Spätestens wenn die Stunden auf deinem Zeitkonto (und damit dein "Lohnguthaben") aufgebraucht sind und du die ZA-Firma wirklich Geld kostest, liegt deine Personalakte schon beim Personaldisponenten auf dem Stapel für Abschußkandidaten....
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
also bei meiner letzten zaf da in hünxe, da hatte ich mir ja am 3ten arbeitstag nen ringfinger gebrochen

war dann 6 wochen arbeitsunfähig und die haben überhaupt nich dran gedacht mich zu kündigen...aber vllt weils ein arbeitsunfall war

nach den 6 wochen hab ich dann nen aufhebungsvertrag unterschrieben und bin dann mit sanktionen zurück zu h4^^

naja da wo ich jetz bin ist es wesentlich angenehmer...wir sind sogar alle zur weihnachtsfeier eingeladen, frei saufen und futtern

die wurden schon mehrfach ausgezeichnet als "firma des jahres"...wegen dem arbeitsklima usw...und ich kann das echt nur bestätigen
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
also bei meiner letzten zaf da in hünxe, da hatte ich mir ja am 3ten arbeitstag nen ringfinger gebrochen

war dann 6 wochen arbeitsunfähig und die haben überhaupt nich dran gedacht mich zu kündigen...aber vllt weils ein arbeitsunfall war

nach den 6 wochen hab ich dann nen aufhebungsvertrag unterschrieben und bin dann mit sanktionen zurück zu h4^^
Fies.
Wie hoch sind die Sanktionen in so einem Fall?
 
E

ExitUser

Gast
Fies.
Wie hoch sind die Sanktionen in so einem Fall?
Da das einer eigenverschuldeten Kündigung entspricht,dürften das eine Kürzung von 3 Monaten á 30% entsprechen. Um das zu umgehen,dürfte man keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben,sondern müsste sich regulär kündigen lassen. Das Ergebnis (man ist wieder arbeitslos) wäre zwar in beiden Fällen dasselbe,aber das eine ist nunmal leider ein Sanktionsgrund,das andere nicht.
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
jepp, 30 % weniger für 3 monate

ich wußte da natürlich zu der zeit nix von...bin nach den 6 wochen wo ich arbeitsunfähig war erstmal garnich mehr dahin gegangen...hab au nich angerufen, egtl hätten die mich da schon fristlos kündigen können

aber dann hat mich die von der zaf angerufen und gefragt ob ich diesen aufhebungsvertrag unterschreiben möchte...was ich dann tat
 

Nimschö

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Aug 2007
Beiträge
2.086
Gefällt mir
832
Nebenbei: Wenn einem ein Aufhebungsvertrag "angeboten" wird kann man das vielleicht nett mit dem AG besprechen, á la "Sie wollen mich nicht, ich will Sie nicht, kündigen Sie mich und wir haben beide keinen weiteren Ärger."

Wenn der AG Angst hat, dass man gegen die Kündigung klagt, kann man immer noch vorschlagen einen zusätzlichen "Vertrag" zu schließen, der den Klageweg gegen eine Kündigung ausschließt.

Ist ein bißchen Gekurmel( Gemauscel, wie auch immer ;) ) aber wahrscheinlich sinnvoller, als sich schonmal pauschal für die einvernehmliche Beendigung des AV sanktionieren zu lassen.
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
aber welchen "vorteil" hat denn die zaf wenn sie einen aufhebungsvertrag machen...im vergleich zur fristlosen kündigung?

egtl kann es denen doch egal sein ob auf die eine art oder auf die andere...der einzige der bei nem aufhebungsvertrag nachteile hat bin doch ich

ich hätte einfach ablehnen und auf die kündigung warten sollen...aber ich dachte son aufhebungsvertrag wär wie ne kündigung während der probezeit und wird nicht geahndet bzw sanktioniert
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ n0b0dy

wenn man einen Aufhebungsvertrag macht, dann muß dort auch drinstehen, dass man selbst wenn man den nicht unterschrieben hätte, einem gekündigt worden wäre. Alles soweit klar!?
Ein Aufhebungsvertrag in der Machart, wie ich ihn oben genannt habe, schützt auch davor, das eine Abfindung vom Arbeitsamt angerechnet wird (;-)

nach den 6 wochen hab ich dann nen aufhebungsvertrag unterschrieben und bin dann mit sanktionen zurück zu h4
Deshalb hast Du auch Sanktionen bekommen...Weil die davon ausginegen, Du hast dem mal ebenso zugestimmt!
 

arbeitslos in holland

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Aug 2010
Beiträge
9.576
Gefällt mir
1.945
es gibt immer noch leute, die ihre eigenen todesurteile unterschreiben würden :icon_eek:

deswegen auch die egv, die keine(r) liest, aber jede(r) unterschreibt(außer er/sie findet das elo-forum) :icon_wink:
 

Opataker

Elo-User/in

Mitglied seit
15 Okt 2010
Beiträge
135
Gefällt mir
36
ist das eigentlich normal das verschiedene ZAF gleichzeitig die gleiche Stelle vermitteln ?
Unterschied war nur die Wochenstunden
Beim einen 40 beim anderen 45
 

didihell

Elo-User/in
Mitglied seit
23 Nov 2009
Beiträge
90
Gefällt mir
16
Ohne auf das derzeitige Gespräch einzugehen, da ich jetzt eh nicht weiss worum es da geht, :biggrin: erzähle ich einfach meine ZAF Erfahrung:

Ich habe gar keine!

Nicht das ich es nicht versucht hätte. Tatsächlich war es während meiner 7 Monate langen Erwerbslosenzeit natürlich (wer hätte was anderes gedacht) mein größter Wunsch eine Arbeit zu bekommen und sei es nur ein 400 Euro Job. Hauptsache es kommt Geld rein. Bekam nämlich gerademal 127 Euro Arbeitslosengeld I im Monat da ich noch bei meinen Eltern wohnte und diese so noch mit Kindergeld abgesichert waren. Das Arbeitslosengeld berechnete sich aus meiner Vergütung im 3. Lehrjahr und die war bei 275 Euro schon krass unter der Armutsgrenze. Naja besser eine schlecht bezahlte Ausbildung als gar keine! Davon aber nur 60% ALG I und schon ist man bei gefühlskalten 127 Euro.

Wie auch immer, jedenfalls hatte ich mich online bei Randstad beworben und habe von denen nie etwas gehört. Keine Mail, kein Brief, kein Telefonat absolut rein gar nichts! Daher wundere ich mich auch, dass hier viele Leute berichten sie würden von den ZAFs regelrecht belagert. Auch wenn mich hier im Forum manche als verrückt erklären würden, hätte ich schon gerne für die gearbeitet. Hauptsache war damals es kommt mehr Geld in die Kasse egal wie.

September letzten Jahres war ich hier in Berlin bei "Together". Keine Ahnung ob das wirklich eine ZAF ist aber sie haben kein Geld etc. von mir verlangt. Sie meinten sie würden irgendwie über die Arbeitsagentur oder so bezahlt werden? Allerdings hatte ich mich wie bei Randstad komplett freiwillig online beworben. Ein oder zwei Tage später hatte ich auch einen Anruf bekommen, in Potsdam wäre was frei so Mobiltelefonverkauf oder so. Hatte erstmal ja gesagt und einen Termin zum Gespräch vereinbart. Als ich dann dort war, sollte ich nochmals meine Daten auf einem Formular angeben und es wurde eine Art Vertrag abgeschlossen. Hatte dann allerdings nochmal geklärt, dass der Arbeitsweg zu weit wäre (ich wäre vom äußersten Osten Berlins bis nach Potsdam jeden Tag gefahren). Die freundliche und junge Frau meinte das ist ok und sie würden sich dann melden wenn sie etwas neues haben. Naja, der typische Standardsatz eben. :biggrin: Seitdem habe ich nie wieder was von denen gehört. In dem Vertrag stand sogar drin, ich solle Änderungen wie z. B. eine Arbeitsaufnahme sofort denen mitteilen aber wenn die sich nie melden warum sollte ich dann mich melden? Naja habe nie wieder was gehört. Weiss nicht ob die das über die Arbeitsagentur erfahren haben, jedenfalls arbeiten die irgendwie zusammen. Habe das aber freiwillig gemacht und die wollten weder diesen 2.000 Euro Vermittlungsgutschein noch irgendwelche Zahlungen. Keine Ahnung wie das läuft. Aber Handyverkauf wäre eh nicht meine Sache gewesen.

Habe mich auch online bei irgendwas ähnlichem beworben aber auch da nie eine Rückmeldung bekommen. Kann also viele Aussagen hier nicht nachvollziehen, dass viele Leute von den ZAFs bedrängt werden etc.

Das sind so meine Erfahrungen. :icon_smile:
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Was ist wenn man ALG2 bezieht aber in die Zeitarbeit wechseln will? Kann der Sachbearbeiter da Probleme machen, weil man in dem Fall auf den Vermittlungsschein verzichtet?
Ich will auf jeden Fall schnellstmöglichst aus der EGV die ich unterschrieben habe raus. So schnell findet sich aber kein normaler Arbeitsplatz, von daher würde ich es über Zeitarbeit versuchen.
 

Opataker

Elo-User/in

Mitglied seit
15 Okt 2010
Beiträge
135
Gefällt mir
36
vielleicht liegt es einfach an der Qualifikation
die einen suchen ausgebildete Handwerker, die anderen nur Helfer
 

pulsiv

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Okt 2010
Beiträge
7
Gefällt mir
1
also meiner meinung nach kommt es in erster linie darauf an, wie lange man sowas machen möchte. falls es für kurzfristig angedacht ist, ist das sicherlich ne gute sache. ich habe das während meinen semesterferien für knapp 2 monate gemacht und konnte mir durch meinen gewerbeschein eine menge geld dazu verdienen...
 
E

ExitUser

Gast
:cool:ich habe gute und schlechte erfahrungen gamacht und dabei festgestellt das es meistens nicht anden zeitarbeitsfirmen lag sondern an derbranche es kommt darauf an in welcher branche du suchst die miesesten erfahrungen hatte ich in der call center branche über zeitarbeitsfirmen gemacht ie beste im altenpflegebereich bei der firma A/PLUS-DÜSSELDORF ich hatte dort übertariflich ohne ausbildung verdient und mr wurden die fahrtkosten und die spesen bezahlt aber vielleicht lag es auch ander damaligen chefin die ich dort hatte die neuen sind glaub ich nicht mehr sooo grosszügig--es kommt auf die branche an in der du arbeiten willst und nicht die zeitarbeitsfirmen sind schuld die müssen sich nämlich ansonsten auch an die tarifbezahlungen halten im gebiet--wenn jamnd mehr bekommt ist das die entscheidung in einem einzelfall des chefs oder der chefin
 

Westzipfler

Elo-User/in
Mitglied seit
13 Feb 2010
Beiträge
661
Gefällt mir
86
:cool:ich habe gute und schlechte erfahrungen gamacht und dabei festgestellt das ....


es kommt auf die branche an in der du arbeiten willst und nicht die zeitarbeitsfirmen sind schuld die müssen sich nämlich ansonsten auch

Das ist doch ein Märchen! Du kannst SUPER-qualifiziert sein und die ZAFs zocken Dich als ELO trotzdem ab, weil Sie Dir GRUNDSÄTZLICH mit der ARGE drohen können und das auch offen und versteckt machen. Wenn das bei Dir nicht geschehen ist, hast Du einfach nur Glück gehabt! Für die ELOs geht es eben nicht um die wenigen Ausnahmen.

an die tarifbezahlungen halten im gebiet

Was den für TARIFE??? Die der ZAF-Branche! Ach so, alles paletti :icon_neutral:

--wenn jamnd mehr bekommt ist das die entscheidung in einem einzelfall des chefs oder der chefin

Wessen Chefin/ CHEF? Der ZAF oder des Betriebes, in dem gearbeitet werden soll?
... nur mal so ...

Gruß
Westzipfler
 

lupe

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Feb 2008
Beiträge
1.399
Gefällt mir
41
@ soren

Was ist wenn man ALG2 bezieht aber in die Zeitarbeit wechseln will? Kann der Sachbearbeiter da Probleme machen, weil man in dem Fall auf den Vermittlungsschein verzichtet?
Einen Vermittlungsgutschein brauchst Du nur für private Arbeitsvermittler...Und es muß erstmal ein seriöses Angebot vorliegen, was man auch annehmen möchte. Es kann dich keiner dazu zwingen, einen Vermitlungsgutschein zu beantragen. Das ist meist ne Finte der Arbeitsagenturen.

Mal abgesehen davon, das mit dem Vermittlungsgutschein noch kein neuer Job in Sicht ist. Die privaten werben meist bei der Agentur für Arbeit, dass sie Job's hätten. Nur ist es so, die fangen erst damit an, wenn sie den Vermittlungsgutschein (Kopie; nie das Original aus der Hand geben!!!) in Händen halten. Meist vermitteln private Arbeitsvermittler an Zeitarbeitsfirmen aus einschlägigen Internet Jobbörsen...:biggrin:, weil die (private Arbeitsvermittler) auch keine Jobs haben!!!

Die machen also den selben Job, wie ein/eine SB von der Agentur für Arbeit/ARGE, mit dem Hintergrund, die 2.000€ aus dem Vermittlungsgutschein abzusahnen...
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38
Zeitarbeit ist der Allerletzte Dreck.

Habe letzens mit einem PAV geredet da ich ab dem 01.11.2010 mal wieder elo bin da mein AV ausläuft und nicht verlängert wird.

Und er meinte auch das momentan die ganzen Betriebe diesem Aufschwung nicht trauen und deshalb nur über ZAF einstellen.

Weis jetzt auch nicht wie es mit mir weitergehen soll,
aber es läuft darauf hinaus das ich für 12€ die Stunde
für ne ZAF anheuern muss um vielleicht um so irgendwo
meinen Fuß reinzubekommen.


echt schei..e und deprimierend alles wie es momentan läuft
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Weis jetzt auch nicht wie es mit mir weitergehen soll,
aber es läuft darauf hinaus das ich für 12€ die Stunde
für ne ZAF anheuern muss um vielleicht um so irgendwo
meinen Fuß reinzubekommen.
Wenn's dich tröstet: Fest angestellte Elektroinstallateure und Maler kriegen in der Regel auch nicht mehr.
 
Mitglied seit
12 Jan 2010
Beiträge
132
Gefällt mir
14
ac knezink, bist du nicht unser "ich würde zeitarbeit auch nicht für 1700 netto tun" "hab ich gar nicht nötig" "was ich verdien wirst du nie verdienen" spezialist? ...

tja, siehste mal, so schnell kanns gehn :biggrin::eek:
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38
ac knezink, bist du nicht unser "ich würde zeitarbeit auch nicht für 1700 netto tun" "hab ich gar nicht nötig" "was ich verdien wirst du nie verdienen" spezialist? ...

tja, siehste mal, so schnell kanns gehn :biggrin::eek:
ich könnte in ganz Deutschland traumjobs mit direkter festanstellung bekommen.

nur meine Frau will von hier nicht weg und meiner Frau zuliebe
werd ich hier bleiben.
Mir bringt es nichts wenn ich mit meiner Frau und Kindern wegziehe
ich aber beruflich glücklich bin aber meine Frau unglücklich ist.

aber ich gebe mir Zeit bis März um was anständiges zufinden ansonsten werd ich wohl in den sauren Apfel beißen und zum übegang mal die Zeitarbeit antesten.

aber 1700€ sind in dem Vergleich was ich in den letzten Jahren verdient habe sehr sehr wenig.

aber was solls man braucht sich fürs fallen nicht zu schämen,
aber fürs nicht wieder aufstehen muss man sich schämen.
 

Ausgenutzt

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Jan 2010
Beiträge
111
Gefällt mir
2
Meine Erfahrungen in der Zeitarbeit sind keine Guten das sind alles Verbrecher.

Z.B Bei uns kommt die Post gegen 13 Uhr.
Und Heute war eine Einladung zum Vorstellungsgespräch dabei.
Eigentlich ist das ne Feine sache.

Das Doofe ist nur der Brief wurde am 27.10 verschickt und am 28.10 sollte das Vorstellungsgespräch bei Sager sein.

Also Verarschen kann ich mich auch selber.
 

Soren1

Forumnutzer/in

Mitglied seit
13 Okt 2010
Beiträge
46
Gefällt mir
7
Man muss auch Mitglied der Gruppe werden, sonst sieht man den Thread nicht.

Grüße.
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
tja. es kommt wie es erwartet wurde...heute bekam ich nen anruf von meiner zaf, das weihnachtsgeschäft wäre zu ende und ich würde jetzt erstmal wieder gekündigt werden...etwas früher als gedacht, ich hab egtl damit gerechnet bis mitte nächsten monats noch da bleiben zu können

egtl hätte ich heute und morgen frei, aber hatte schon mit meinem einrichter abgeklärt das ich morgen arbeiten möchte wegen dem sonntagszuschlag

das wird dann wohl mein letzter tag...schade egtl

back to the "hartz 4" roots :icon_party:
 

arbeitslos in holland

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
16 Aug 2010
Beiträge
9.576
Gefällt mir
1.945
tja. es kommt wie es erwartet wurde...heute bekam ich nen anruf von meiner zaf, das weihnachtsgeschäft wäre zu ende und ich würde jetzt erstmal wieder gekündigt werden...etwas früher als gedacht, ich hab egtl damit gerechnet bis mitte nächsten monats noch da bleiben zu können

egtl hätte ich heute und morgen frei, aber hatte schon mit meinem einrichter abgeklärt das ich morgen arbeiten möchte wegen dem sonntagszuschlag

das wird dann wohl mein letzter tag...schade egtl

back to the "hartz 4" roots :icon_party:
der viel beschworene "klebeeffekt", nech ?

das funktionierte in den anfangs- bis endneunzigern noch.
heutzutage bedeutet "klebeeffekt", dass man in hartz4 bleibt.
bis man dann nach x-jahren in der grusi landet.

tolle aussichten :icon_party:
 

n0b0dy

Elo-User/in
Mitglied seit
24 Jul 2010
Beiträge
427
Gefällt mir
23
jo ich komm mir wirklich wie ne heisse kartoffel vor die fallengelassen wurde^^

es war ja klar das einige nachm weihnachtsgeschäft wieder gekündigt werden, aber das ich zu den ersten gehöre damit hab ich nich gerechnet, damit hat keiner gerechnet

ich will mich nich selber loben, aber ich hab mir wirklich mühe gegeben da gut zu arbeiten, ich war nie krank, immer pünktlich, bin nie negativ aufgefallen, ich hab sogar manchmal gearbeitet obwohl ich egtl frei gehabt hätte...und als dank bin ich einer der ersten der gehn darf

heute hab ich meine karte da abgegeben...die olle von der zaf wollte mich garnich ins büro kommen lassen, ich könne die karte auch anner pforte abgeben

als ich nach nem arbeitszeugnis fragte, meinte die sie wüßte nich ob ich da anspruch drauf hätte. die meinte da hätte man erst nach 3 monaten anspruch drauf. is das so richtig?


also irgendwie gehts grad wieder steil bergab bei mir...wieder arbeitslos, ab nächste woche keine bude mehr...yippie, da freut man sich doch aufs nächste jahr :icon_daumen:
 

Saturn

Elo-User/in

Mitglied seit
31 Jan 2010
Beiträge
66
Gefällt mir
2
es war ja klar das einige nachm weihnachtsgeschäft wieder gekündigt werden, aber das ich zu den ersten gehöre damit hab ich nich gerechnet, damit hat keiner gerechnet
*trööst

heute hab ich meine karte da abgegeben...die olle von der zaf wollte mich garnich ins büro kommen lassen, ich könne die karte auch anner pforte abgeben

Manche behaupten nach solchen Begegnungen tatsächlich, das sie dabei doch immer ein gutes Verhältnis zum Disponenten gehabt hätten.

als ich nach nem arbeitszeugnis fragte, meinte die sie wüßte nich ob ich da anspruch drauf hätte. die meinte da hätte man erst nach 3 monaten anspruch drauf. is das so richtig?
Wenn man nur ein paar Tage da gearbeitet hätte, dann hast du nicht wirklich viel gemacht. Aber nach 3 Monaten warst du meiner Meinung nach voll im Berufsleben tätig. Dann das Thema nur einfaches oder qualifiziertes Zeugnis. -> Bitte um Rat vom Profi.

PS: Du kannst aber auch nach einem Zeugnis von deinem Vorgesetzen am Einsatzort erfragen (er ist aber dazu nicht verpflichtet)
 

Sean

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Jun 2010
Beiträge
17
Gefällt mir
2
Meine Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen gehen bisher (sollte ich sagen: "glücklicherweise"?) nicht über Vorstellungsgespräche (bzw. das, was man dort darunter versteht) hinaus.

Das bisherige "Highlight" war eine ZA-Firma, bei der ich mich vor ein paar Tagen vorgestellt habe.

Zustande kam der Termin über eine private Arbeitsvermittlung, die einen Arbeitsplatz in einem Jobportal ausgeschrieben hatten.
Nach erstem Kontakt mit der Arbeitsvermittlung zunächst mal die diversen Forderungen des "Arbeitgebers" abgeglichen (Kentnisse, Führerschein, Pkw, Bereitschaft zur Wochenend- und Schichtarbeit etc. ...).

Gesucht wurde ein "Kaufmännischer Mitarbeiter" (Ausbildung und Berufserfahrung im kfm. Bereich zwingend erforderlich!), der Termin wurde dann auch (auffallend schnell) vereinbart.

Dann der "große" Tag.

Eine Hinterhof-Klitsche, irgendwo im gewerblichen Niemandsland. *Schreck hoch!*

Dann, nach ca. zwanzig Minuten Wartezeit meinerseits (die aber gar nicht so unvorteilhaft waren, da ich in der Zeit dank offener Bürotür gleich mal ein aufschlussreiches Telefongespräch der "Geschäftsleiterin" mitbekommen konnte), begab sich ihre Majestät herab, um sich mit mir zu unterhalten (allerdings auch nur deshalb, da ich einer Frau die Glas-Eingangstür öffnete, die bemerkenswerterweise von außen nicht zu öffnen war...) und sie deshalb aus ihrem Büro platzte. Überflüssig zu erwähnen, dass dem ungepflegten Trampel nicht einmal die gängigen Höflichkeitsfloskeln (Handschlag, Begrüßung) geläufig waren. Nach kurzer Zurechtweisung, dass die Eingangstür ausschließlich Sache der Mitarbeiter sei, ging es ans Eingemachte.

Zu arbeiten wäre bei einem großen Mobilfunkanbieter. Erfassen von Kundendaten. O-Ton: "Da läuft die Tagespost für ganz Deutschland zusammen- und bevor nicht alles abgearbeitet ist, geht da auch keiner nach Hause!" *schmunzel*

Monatsarbeitszeit: ca 200 Stunden.
Bezahlte Arbeitszeit: 151 Stunden.
Differenz: Zeitkonto.
Lohn: 6,65 Euro/ h

Ähmm...

6,65 Euro die Stunde??

"Ja genau, Entgeltgruppe 1, BZA-Tarifvertrag Ost, aber das sehn'se ja selber auf ihrer Tabelle, ham'se sich ja schon ausgedruckt."


Ähmm... Entgeltgruppe 1, aber eine Berufsausbildung voraussetzen? Wie passt das denn zusammen?

"Die Leute können da nicht ewig lange eingearbeitet werden, da ham' die nich die Zeit für. Die müssen quasi gleich klarkommen."


Ich bin dann gegangen (und habe meinerseits auch auf Höflichkeitsfloskeln verzichtet).
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38
also heute wieder eine schöne Erfahrung mit der lieben ZA gemacht:icon_mrgreen:

hatte heute Morgen einen Termin beim AA um 8.15Uhr.
Hab die ganze Nacht vielleicht 2 Stunden gepennt hab Filme geschaut.

um kurz vor 9 bin ich dann nach Hause und hab mich gefreut mich
mal ein paar Stündchen in die Falle zu legen.
Gemacht getan in der einschlafphase bimmelt mein Handy und ich Steh dann auf und geh ran.

An der anderen Seite der Leitung in einem Strengen Ton agierender
Niederlassungsleiter der mich zu sich Zitieren will da er eine Stelle
ca 40KM von entfernt zu besetzten hat.

Daraufhin habe ich halt gesagt das ich ja nicht weis wie die ZA jetzt
über die Feiertage besetzt ist und ich ja eh nen Fahrtkostenantrag
brauche um zu ihm zu kommen.

Auf einmal Tickt der Schwachkopf am anderen ende aus.
Wir haben keine Feiertage aber so wie ich sehe haben sie gar keine Lust zu Arbeiten.

Daraufhin habe ich ihn gefragt was er sich überhaupt erlaubt
in so einem Topn mit mir zu reden.

Daraufhin meinte er das ich jetzt sehen werde was ich davon habe
wenn ich mich weigere für ihn zu Arbeiten.

dann habe ich aufgelegt.

Was bilden sich die Schwachköpfe von der Zeitarbeit denn ein????
Also wenn ich in den nächsten Tagen vom AA ein schreiben bekomme und mir irgendwelche Probleme angedreht werden,
dann gehe ich direkt zu Polizei und stelle eine Strafanzeige wegen
Erpressung und verklage ihn vor Gericht.
Ich weis zwar noch nicht wieso ich ihn Verklage aber mein Rechtsanwalt wird da schon einen Grund finden.


Ich habe in dem ganzen Gespräch die Arbeit nicht angeleht und
somit ist der Tatbestand der Erpressung somit vollstens Vollzogen.:icon_klatsch:
 
E

ExitUser

Gast
"Ja genau, Entgeltgruppe 1, BZA-Tarifvertrag Ost, aber das sehn'se ja selber auf ihrer Tabelle, ham'se sich ja schon ausgedruckt."

Ähmm... Entgeltgruppe 1, aber eine Berufsausbildung voraussetzen? Wie passt das denn zusammen?

"Die Leute können da nicht ewig lange eingearbeitet werden, da ham' die nich die Zeit für. Die müssen quasi gleich klarkommen."
Allein mit dem letzten Satz hat sich die ZA-Firma schon als Abzocker disqualifiziert. Du hast das schon ganz gut erkannt: Berufsausbildung + zwingend nötige Berufserfahrung und Entgeltgruppe 1 schließen sich praktisch aus, denn darunter fallen genaugenommen nur einfachste Anlerntätigkeiten. Selbst wenn man den Beruf nicht gelernt hat,sondern nur irgendwann mal für geraume Zeit daring gearbeitet hat, dürfte die Entgeltgruppe 1 schon fast nicht mehr passend sein.


Meine praktischen Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen: Fast Null. Vor Jahren hab ich mal ein einziges Vorstellungsgespräch bei einer ZA-Firma gehabt, aber außer einem "Wir melden uns!" ist dabei nix rausgekommen.
Aktuell "darf" ich mich zwar im Rahmen meiner Eigenbemühungen auch noch bei ZA-Firmen bewerben. Da ich allerdings am Ende der Welt wohne und mangels KFZ auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, wollen die mich nicht mal als Produktionshelfer. Ganz selten wollen sie mich mal in meinem erlernten Beruf als Gasinstallateur vermitteln,den ich aber seit Ausbildungsende vor 15 Jahren nicht mehr ausgeübt habe. Klar,ich lasse mich 2x umschulen und bilde mich privat wie ein Verrückter weiter,um dann doch wieder in einem Beruf zu arbeiten, an dem mir damals schon nichts gelegen hat.
 

warpcorebreach

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Feb 2009
Beiträge
1.905
Gefällt mir
459
mein kontakt zu zaf sind zum glück auch nicht wirklich vorhanden.
vor längerer zeit hatte ich mal aufgrund einer zeitarbeitsbörse oder wie man das nennen soll kontakt zu einer aufgenommen (pflichttermin, wollte nicht gleich wieder gehen). als der typ nen tag später angerufen hatt war nur möbelpacker im angebot. hab zum glück nie wieder was von dem gehört.
später hatt ein bekannter aus einer umschulung bei nem zaf angefangen der das glück hatte das die sich drauf eingelassen haben den arbeitsvertrag so zu ändern das er nur an der einen stelle wo er immer war eingesetzt werden kann (sagt eigentlich auch schon alles aus). habs trotz selber vorraussetzungen nicht geschafft überhaupt irgendein stellenangebot von denen zu bekommen.
ansonsten bin ich denen mit dem wissen um die machenschaften immer schön aus dem weg gegangen. ansonsten gabs nur ein einziges zaf angebot vom amt und das war noch vor h4 zeiten.
glück gehabt :D
 

Sean

Elo-User/in

Mitglied seit
29 Jun 2010
Beiträge
17
Gefällt mir
2
Allein mit dem letzten Satz hat sich die ZA-Firma schon als Abzocker disqualifiziert. Du hast das schon ganz gut erkannt: Berufsausbildung + zwingend nötige Berufserfahrung und Entgeltgruppe 1 schließen sich praktisch aus, denn darunter fallen genaugenommen nur einfachste Anlerntätigkeiten. Selbst wenn man den Beruf nicht gelernt hat,sondern nur irgendwann mal für geraume Zeit daring gearbeitet hat, dürfte die Entgeltgruppe 1 schon fast nicht mehr passend sein.
Ich war schon darauf vorbereitet und hatte, wie gesagt, die Entgelttabellen (und die exakten Definitionen der einzelnen Entgeltgruppen) nach BZA- Tarifvertrag dabei. Spielte aber keine Rolle. Die biegen sich die Dinge so zurecht, wie sie für sie am günstigsten (im wahrsten Sinn des Wortes) sind und sind dabei um keine Ausrede verlegen. Dumm-dreiste Machenschaften, immer haarscharf an der Grenze zur Illegalität (wenn nicht sogar schon darüber hinaus).
Aber es finden sich ja offensichtlich immer noch genug Verwirrte, die dort unterschreiben. Hauptsache keine Lücke im Lebenslauf...
 

JederMann

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Dez 2010
Beiträge
119
Gefällt mir
11
Zeitarbeit ist Ausbeutung der Menschen !
Das nur mal als Einleitung.

1. zu 99 % werden die Leute in Falsche Lohngruppen ein Gruppiert.Immer zu niedrig.Immer in Lohngruppe 1 zur zeit bei 7,60 €..auch Facharbeiter versucht man dort ein zu gruppieren (Alle die eine Berufsausbildung haben)

2. Zeitkonten werden von Zeitarbeitsfirmen Missbraucht. Es wird einfach ohne Zustimmung Zeit vom Konto des Arbeitnehmers genommen ohne Zustimmung seiner seits.

3. Fahrgeld wir nicht bezahlt. Die meisten ZAF zahlen erst ab dem 25 oder 30 km. Wie die Leute hin kommen schert die nicht.

4. Zeitarbeit bedeutet Heuern und Feuern. Auftrag zu ende ..dann kommt gleich die Kündigung.

5. Krankheit bedeutet schnellst möglicher raus wurf bei der ZAF.
Wenn man den "Gelben Schein " nicht persönlich abgibt sind die meist nie dort angekommen und man Fliegt.
Ist er angekommen kommt ein bis zwei tage später die Kündigung.

6. Flexibilität. Heute hier morgen dort. Das leben eines Wanderabeiters blüht.Man kommt abends nach Hause und in vielen Fällen heiist es morgen nicht da arbeiten ..sonder da und da. Wie man da nun wieder hin kommt ..was dort nun wieder zu tun ist man wird immer Überrascht.

7. Klebe Efekt. Es wird einem vorgegaukelt das der Betrieb einen übernehmen will.. man müsse nur ein Schlag rein hauen und Überstunden machen..dann ja dann wird man dort Übernommen !
Kommt aber in über 90 % der Fälle nicht vor.Dieses geschieht nur sehr selten lasst euch nichts vorgaukeln.

Ich höre hier mal auf aber ich könnte glaube ich noch weitere 30 Punkte aufführen.
hallöle,
wäre dir dankbar, wenn du deine schlechten erfahrungen ausführlicher beschreibst.
vielleicht kannst du ja auch beweise einstellen?
behauptungen alleine sind leider keine beweise. und ohne nachprüfbare beweise bekommen wir auch keinen fuss gegen die zaf in die tür.
 
Mitglied seit
2 Dez 2007
Beiträge
226
Gefällt mir
38
hallöle,
wäre dir dankbar, wenn du deine schlechten erfahrungen ausführlicher beschreibst.
vielleicht kannst du ja auch beweise einstellen?
behauptungen alleine sind leider keine beweise. und ohne nachprüfbare beweise bekommen wir auch keinen fuss gegen die zaf in die tür.

lieber Jedermann.
lies dir doch bitte mal den Thread vom 1. Post an durch.
das ist die bittere Wahrheit.
 

JederMann

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Dez 2010
Beiträge
119
Gefällt mir
11
Aber leider keine Beweise.
Hatte gestern 5 Vorschläge für ZAF in der Post. Brauche dringend Rüstzeug - also Nachweise.
 
Mitglied seit
1 Apr 2008
Beiträge
240
Gefällt mir
85
hallöle,
wäre dir dankbar, wenn du deine schlechten erfahrungen ausführlicher beschreibst.
vielleicht kannst du ja auch beweise einstellen?
behauptungen alleine sind leider keine beweise. und ohne nachprüfbare beweise bekommen wir auch keinen fuss gegen die zaf in die tür.
Diese Punkte dich ich angeführt habe wird dir eine ZAF mit Sicherheit nicht schriftlich geben.
Beweise in die Hand zu bekommen ist sehr schwer.
Raten kann ich nur bei den Arbeitsvertrag mit zu nehmen (wenn man dich dann lässt )um ihn bei der Gewerkschaft zu Prüfen.
Hier noch mal ein Tip..ein Forum über Zeitarbeit und alles was damit zusammen hängt von der IG Metall.
ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos • Foren-Übersicht
Informiere dich über deine Rechte und auch über deine Pflichten. Denn eine ZAF wird dir deine Rechte so weit es geht immer vorenthalten.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist ja schon scheinheilig von den Gewerkschaften, so etwas anzubieten. Sie haben ja der Liberalisierung des Arbeitsmarktes zugestimmt und sind mitverantwortlich auch für die unseriöse ZA.

Hier wird aber auch einiges vermischt. Fast alle Arbeitgeber beauftragen heute ZA-Firmen mit der Rekrutierung von neuen Angestellten. Das hat aber nichts mit den Leihbuden zu tun, wo man dauernd und auf Abruf woanders eingesetzt wird.
 

xMichaelx

Elo-User/in

Mitglied seit
23 Dez 2010
Beiträge
25
Gefällt mir
5
Ich habe vor ca. einem Jahr das letzte Mal für eine ZAF gearbeitet. Ich habe ca. 1100 € netto verdient. Da ich und meine Frau 3 schulpflichtige Kinder haben, bin ich als Aufstocker bei der ARGE geblieben.

Ich musste mich für diese Arbeit den Allerwertesten aufreißen mit dem Ergebnis, dass ich nicht nur die Hälfte davon erhielt, was die Stammbelegschaft bekam, sondern dem Gehalt auch noch hinterher rennen musste. Die erste Gehaltszahlung sollte am 27. des Monats kommen, wurde aber natürlich nicht überwiesen. Die ZAF hat behauptet, dass ich meine Kontoverbindung nicht angegeben habe. Sowas vergißt man bei dem Traumjob und den Traumkonditionen schon mal gerne :icon_party:

Das Spielchen ging aber weiter. Als wenige Tage später das Geld immer noch nicht auf meinen Konto war, hieß es, die Sekretärin hat das Blatt auf dem ich zum wiederholten Male meine Bankverbindung niederschrieb verschlampt. Dann hieß es, ich hätte eine falsche Bankverbindung angegeben. Eine Barauszahlung war in keinster Weise möglich. So ging das Spielchen munter weiter. Immer wieder wurde mir fast schon geschworen, dass mein Gehalt überwiesen wurde (einen Nachweis konnte man mir aus organisatorischen Gründen nicht vorlegen). Nach zwei Wochen hatte ich die Schnauze voll und drohte mit Anwalt. Daraufhin kamen sie endlich in die Gänge. Das beschissene aber war, dass mein Oktober und Novembergehalt mir in einem Monat zufloß. Und was war? Ja, richtig. Ich habe nur einmal den Freibetrag für Erwerbseinkommen erhalten. Schließlich gilt ja streng das Zuflussprinzip. Ich habe also 310 € einfach mal so an die ARGE verschenkt. :icon_neutral:

Was habe ich daraus gelernt? Nie wieder werde ich bei Problemen mit einer ZAF geduldig sein und um erst gar keine Probleme auftretten zu lassen, tue ich alles um erst gar nicht in die Finger von einer ZAF zu kommen.
 
Mitglied seit
1 Apr 2008
Beiträge
240
Gefällt mir
85
Ich habe vor ca. einem Jahr das letzte Mal für eine ZAF gearbeitet. Ich habe ca. 1100 € netto verdient. Da ich und meine Frau 3 schulpflichtige Kinder haben, bin ich als Aufstocker bei der ARGE geblieben.

Ich musste mich für diese Arbeit den Allerwertesten aufreißen mit dem Ergebnis, dass ich nicht nur die Hälfte davon erhielt, was die Stammbelegschaft bekam, sondern dem Gehalt auch noch hinterher rennen musste. Die erste Gehaltszahlung sollte am 27. des Monats kommen, wurde aber natürlich nicht überwiesen. Die ZAF hat behauptet, dass ich meine Kontoverbindung nicht angegeben habe. Sowas vergißt man bei dem Traumjob und den Traumkonditionen schon mal gerne :icon_party:




Das Spielchen ging aber weiter. Als wenige Tage später das Geld immer noch nicht auf meinen Konto war, hieß es, die Sekretärin hat das Blatt auf dem ich zum wiederholten Male meine Bankverbindung niederschrieb verschlampt. Dann hieß es, ich hätte eine falsche Bankverbindung angegeben. Eine Barauszahlung war in keinster Weise möglich. So ging das Spielchen munter weiter. Immer wieder wurde mir fast schon geschworen, dass mein Gehalt überwiesen wurde (einen Nachweis konnte man mir aus organisatorischen Gründen nicht vorlegen). Nach zwei Wochen hatte ich die Schnauze voll und drohte mit Anwalt. Daraufhin kamen sie endlich in die Gänge. Das beschissene aber war, dass mein Oktober und Novembergehalt mir in einem Monat zufloß. Und was war? Ja, richtig. Ich habe nur einmal den Freibetrag für Erwerbseinkommen erhalten. Schließlich gilt ja streng das Zuflussprinzip. Ich habe also 310 € einfach mal so an die ARGE verschenkt. :icon_neutral:

Was habe ich daraus gelernt? Nie wieder werde ich bei Problemen mit einer ZAF geduldig sein und um erst gar keine Probleme auftretten zu lassen, tue ich alles um erst gar nicht in die Finger von einer ZAF zu kommen.

Richtig so !
Wenn dein Gehalt nicht rechtzeitig drauf ist bzw du warten mußt..gleich den Gang zur Gewerkschaft.
Sich gar nicht lange absabbeln mit denen. Nur eine Frist setzten von 4 oder 5 Tagen wenn das Geld dann nicht auf dem Konto ist ..verfahren wie geschrieben.
 
Mitglied seit
4 Mai 2010
Beiträge
542
Gefällt mir
68
Wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen darf: Zu allererst ist es wichtig,einen Job zu elernen,der einem wirklich Spaß macht,der den eigenen Neigungen entspricht. Früher gabs einen Spruch,den man einem unentschlossenen Schulabgänger gerne vor den Kopf knallte und auf den leider viele Leute reingefallen sind: "Lern erstmal einen Beruf,später kannst du immernoch was anderes machen,wenn er dir nicht gefällt!". Auch ich bin auf diesen Spruch reingefallen und habe einen Job erlernt,der mir nicht im Geringsten Spaß machte und macht. Ich habe ihn seit Ende meiner Lehre vor nunmehr 15 Jahren auch nur noch in 2x in je 3wöchigen Praktika ausgeübt..sehr widerswillig.
Leider funktioniert die Umsetzung dieses Spruches in Deutschland so gar nicht,denn hierzulande wird man gerade in beruflicher Hinsicht in den allermeisten Fällen nur über das definiert,was man erlernt hat und nachweisen kann. Es interessiert leider keinen,wofür man noch geeignet wäre,wenn man diese Fähigkeiten nicht irgendwie schriftlich nachweisen kann. Quereinsteiger haben zumindest in den klassischen Ausbildungsberufen kaum eine Chance auf einen Berufseinstieg. Da könnte man mit verbundenen Augen einen Hausflur durch den Briefschlitz tapezieren und bekäme trotzdem keine Anstellung als Maler,weil man eben ursprünglich nicht Maler,sondern Elektriker gelernt hat.
Absolute Zustimmung!

Mit der Einstellung, das ZA generell Exkremente ist, und mit Tipps wie man sich da rausmogeln kann kommt man nicht weiter
Dem muss ich entschieden widersprechen. Widerstand und Protest ist wichtig. Wenn die Obrigkeit erstmal merkt, was sie alles mit einem machen kann, zählt irgendwann der Mensch garnicht mehr, sondern nur noch das Geld und die Statistik - wenn es nicht sogar heute schon so ist.
Wenn es nicht so viele Menschen gäbe wie Sie, Claudia, die mit der Arbeitgeberfreundlichen Einstellung pro Zeitarbeit argumentieren (und zwar generell, nicht speziell), dann wären die Zeitarbeitsfirmen längst gezwungen, sich den Arbeitnehmern anzupassen, um überhaupt wieder Klientel zu bekommen. Das soll nicht als Anschuldigung gemeint sein, sondern als Feststellung.
Arbeit um jeden Preis? Auf gar keinen Fall! Der Mensch muss im Vordergrund stehen, um ihn geht es, ohne ihn geht nichts! (Vielleicht nicht mehr bei der automatisierten Produktion, aber weiterhin immernoch beim Konsum!)

Frauen mussten jahrzehntelange gegen die Ungleichbehandlung bei der Bezahlung kämpfen, inwischen weitgehend erfolgreich.
Mit der Leiharbeit wird sie ungeniert wieder eingeführt - der eine Kollege am Band hat 7 Euro, sein Kollege 2 Meter daneben verdient 12 Euro mit der gleichen Arbeit.
Hierzu ist zu sagen, dass es weniger darum geht, dass die Arbeitnehmer unterschiedlich verdienen (das Gehalt ist üblicherweise Verhandlungssache), sondern dass die Löhne massiv nach unten gedrückt werden, und man nicht durch Verhandlungsgeschick dagegen ankommt.

Es kann nicht angehen, dass der Staat respektive der Steuer-/Beitragszahler durch Kombilöhne und HartzIV-Aufstockung letztendlich die Gewinne von Unternehmen finanziert.

Firmen, die keine existenzsichernden Löhne zahlen wollen, aber dies eigentlich können, sind Schmarotzer und haben in Deutschland dann eben nichts zu suchen.
Auch dem kann ich nur zustimmen. Allerdings stammt das Schmarotzertum nicht von bestimmten Firmen, sondern vom Grundprinzip des Kapitalismus. Dieses kapitalistische System ist so aufgebaut, dass alles immer effizienter und schneller geschehen muss, und zwar zu immer besseren Konditionen. Dieses System arbeitet gegen den Menschen.
Gewinnmaximierung und Faire Löhne - das ist quasi ein moderner Widerspruch. Der Arbeitgeber, der tatsächlich faire Löhne zahlt, ist wirtschaftlich schlechter gestellt, weil es viele skrupellose Menschen da draußen gibt. Und das liegt am Kapitalismus. Hier ist großflächtiges Umdenken erforderlich.

Ich verfolge da eine konkrete Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. Zunächst einmal ist es definitiv finanzierbar, genauso wie der Mindestlohn, also lasse sich bitte niemand von vornherein durch politische Phrasen abspeisen!
Die Firmen müssten genau genommen sogar für das bedingungslose Grundeinkommen sein, denn es erlaubt ihnen, ihre Löhne diesem BGE anzupassen. Wenn jemand heute 1800 verdient, und mit BGE eine gewisse Summe bedingungslos erhält, kann der Lohn "on top" gezahlt werden und dann wäre es nicht schlimm, wenn er geringer ist, weil die Existenz auf jeden Fall gesichert ist - alles weitere hängt von der (Weiter-)Bildung der Arbeitnehmer ab.

Die Alternative dazu wäre ein komplett anderes System als den Kapitalismus, und entgegen vielschichtiger Behauptungen ist dieses System eben nicht die Krönung und das bestmögliche. Genauer möchte ich darauf aber nicht eingehen, weil es zu sehr vom Thema weg führen würde.

Jedenfalls: Wie kann man eine Änderung der Lage herbei führen?
Durch aktives Handeln! Geht wählen, und informiert euch akribisch über die Wahlprogramme der Parteien. Kleiner Tipp: Die SPD sowie die CDU/CSU wollen alles so behalten, wie es gerade ist. Aber auch die Linken sowie die Grünen sind mit Vorsicht zu genießen.
Eine Möglichkeit, die jederzeit besteht, ist das Volksbegehren - oder noch besser, der Volksentscheid (Infos bei Wikipedia). Die Politik ist komplett machtlos gegen solche, und daher ist es natürlich in ihrem Interesse, dem folgenden passenden Spruch von Reinhard Mey nachzukommen: "halt du sie dumm, ich halt sie arm".

p.s.: zu Reinhard Mey das passende Musikstück zum anklicken. (Geht ab 3:00 erst richtig los)
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten