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Zeitarbeitsfirmen - eure Erfahrungen

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Saviour1981

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#1
:icon_pause: Dies ist mein 100. Beitrag, den ich für
eine bestimmte Frage nutzen will
:icon_pause:

Es geht um das leidige Thema Zeitarbeit. Es gab schon verschiedene Threads (ich habe selber einen über die Firma VERMONT eröffnet), aber ich will das mal generell erfragen.

:icon_question: FRAGE: Bei welchen Zeitarbeitsfirmen in welcher Stadt habt ihr gute und/oder schlechte Erfahrungen gemacht?

:icon_exclaim: HINTERGRUND: Ich bin seit dieser Woche bei der TERTIA und mache diese GAZIL-Maßnahme. Mein Job-Coach reitet - bei aller Nettigkeit - immer auf die Themen "jede Arbeit zumutbar, um die Hilfebedürftigkeit zu beenden" und eben halt "Zeitarbeit" rum. Er selber kennt das aus eigener Erfahrung, dass manche ZA's ausgewachsene Pfennigfuchser und/oder Münchhausens sind. Dennoch erzählt er mir neben meinen Pflichten (die ich schon drölfzig mal gehört habe) auch, dass es sich im Lebenslauf gut mache, wenn man Erfahrungen in Sachen Zeitarbeit hat, weil man damit zeigt, dass man flexibel sei. Ich würde eher sagen, dass zeigt dem potenziellen Arbeitgeber, dass man Dreck fressen kann und zu Billiglöhnen arbeiten geht. Das kann zur Pflicht oder zur Kür werden, ich verlasse mich jetzt nicht so darauf. Da ich aber um Zeitarbeit nicht herumkomme, wollte ich mal so hören, was ihr so erlebt hat.
:icon_Info: ZWEI ERFAHRUNGEN: zwei ZA'S habe ich hinter mir und da habe ich exakt eine gute und eine schlechte Erfahrung gemacht.
2005, I.K. Hofmann, Düsseldorf: dort war ich für einige Monate, hatte eine längere Stelle bei einem guten Kunden. Aber der Chef dort, Holger Knetsch der alte Pfennigfuchser, geht nicht gerade fair mit seinen Mitarbeitern um. hat man mal keinen Einsatz, gibt es Gleitzeitzettel, die man unterschreiben muss. Sind die aufgebraucht, geht's an den Urlaub ran. Und bei "Scheidung" wird einem der Aufhebungsvertrag vorgelegt. Damals wußte ich nciht um die Bedeutung, bekam dafür als "Würdigung der Umstände" 30% Sanktion als Wiedereinstieg ins Hartz IV-Leben.
2008; Personal Team, Düsseldorf: da war ich besser dran, faire Behandlung, schnelle Begleichung von anfallenden Fahrtkosten (z.B. nach Köln zu einem kölschen Abzocker), dennoch wurde mir auch dort "nachträglich" Urlaub gewäht, als eine Woche mal Ruhe im Karton war. Über eine Sache ärgere ich mich aber: man schickte mich zu einem Kunden, bei dem ich den Stapler schubsen musste. Ich erklärte den Personaldisponenten, dass ich nicht besonders gut darin bin (fehlende Erfahrung), aber es hieß, das müsse der Kunde nicht unbedingt wissen. Am zweiten Tag merkte der Kunde das und sagte, dass ich morgen nicht mehr kommen brauche. Als erstes bekam ich vom Skirde vorwurfsvoll zu hören: "wie? Ich denke, sie können Stapler fahren!" Hallo? Habe ich nicht zuvor schon etwas mitgeteilt???
Dennoch: das Personal Team war okay, auch wenn die komische, knotterige Kunden haben.


Und ihr, ihr Lieben? Laßt es mich wissen, wie es war :) Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

Hier sind meine Erfahrungen (gut und schlecht) bei Ciao!

Ach ja, warum darf man nur maximal 6 Grafiken benutzen? 15 sind doch nicht sooo viel
 

franzi

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#2
Ich habe bisher bei ca. 10 ZA-Firmen vorgesprochen, war dort auch im Bewerber-Pool, bekam aber spätestens nach 6 Monaten meine Unterlagen zurück. Begründung: Leider haben wir derzeit keine Einsatzmöglichkeit für Sie (kein Auto, kein FS, kein Handy).

3 der besagten Firmen haben zwischenzeitlich ihre Filialen bei uns geschlossen.

No comment. :icon_twisted:
 
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#3
hi, war bisher bei 2 za firmen, habe bei der 2. letzte woche gekündigt, da ich andres vor habe mit meinem leben. bei der einen (weida) war ich 3 monate, die waren eigentlich okay, aber der lohn war relativ niedrig (9,91 euro) bza halt, aber mit dem geld das hat eigentlich auch alles gestimmt bis auf kleinigkeiten,

die zweite war zeitfuchs, und die waren wirklich gut. 10,80 euro die stunde, plus 200 euro steuerfreie auslöse, da ich mit nem firmenauto zur baustelle fahren musste (30 minuten pro fahrt) werkzeug und marken arbeitsschuhe sind von der firma gestellt worden und als bei der rückgabe n paar schraubenschlüssel fehlten meinte man. "ach das is egal, davon ham wir genug" und durch den recht hohen lohn (tarif wären für jungmonteuere 10,90 euro) und die hohe auslöse hatte ich oft 150 euro mehr als die festeingestellten jungmonteuere in meinem alter, undzusätzlich noch 5 überstunden die woche, die die festeingestellten nicht hatten. nach 2 monaten bot man mit die übernahme an, habe das aber abgelehnt, da ich eh nach 6 monaten eh aufhören wollte. war 6 monate bei dem selben kunden sogar auf der selben baustelle (sanitär und heizung) da ich nachher der war, der am längsten auf der baustelle war wurde mir auch zu nem gewissen grad verantwortung übertragen, hat echt spass gemacht, hatte den letzten monat sogar n firmenauto , obwohl ich eigentlich keine firmenautos führen durfte. und als ich letzte woche gekündigt habe hat man mir von seiten der kundenfirma angeboten da während der schulferien (mache ab 30.8. fachabi nach und dann studium) noch nebenbei zu kommen.

mit dem geld hat auch immer alles gestimmt, konnte mir am schluss aussuchen ob ich den urlaub abfeiern will oder auszahlen lasse, habe mich dann entschieden die überstunden (100) auszahlen zu lassen und den urlaub abzufeiern war auch kein thema, also wirklich super korrekt die leute von zeitfuchs.

denke man kann bei zafs, wenn man felxibel und vorallen dingen leistungsstark und kompetent ist gutes geld verdienen, muss natürlich aufpassen wohin man kommt. firmen die übermässig mit helfern arbeiten würde ich eh schon mal meiden das ist n schlechtes indiz. genauso wie so grosse firmen wie randstedt manpower etc.

gruß tobi
 
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#4
Zeitarbeit ist Ausbeutung der Menschen !
Das nur mal als Einleitung.

1. zu 99 % werden die Leute in Falsche Lohngruppen ein Gruppiert.Immer zu niedrig.Immer in Lohngruppe 1 zur zeit bei 7,60 €..auch Facharbeiter versucht man dort ein zu gruppieren (Alle die eine Berufsausbildung haben)

2. Zeitkonten werden von Zeitarbeitsfirmen Missbraucht. Es wird einfach ohne Zustimmung Zeit vom Konto des Arbeitnehmers genommen ohne Zustimmung seiner seits.

3. Fahrgeld wir nicht bezahlt. Die meisten ZAF zahlen erst ab dem 25 oder 30 km. Wie die Leute hin kommen schert die nicht.

4. Zeitarbeit bedeutet Heuern und Feuern. Auftrag zu ende ..dann kommt gleich die Kündigung.

5. Krankheit bedeutet schnellst möglicher raus wurf bei der ZAF.
Wenn man den "Gelben Schein " nicht persönlich abgibt sind die meist nie dort angekommen und man Fliegt.
Ist er angekommen kommt ein bis zwei tage später die Kündigung.

6. Flexibilität. Heute hier morgen dort. Das leben eines Wanderabeiters blüht.Man kommt abends nach Hause und in vielen Fällen heiist es morgen nicht da arbeiten ..sonder da und da. Wie man da nun wieder hin kommt ..was dort nun wieder zu tun ist man wird immer Überrascht.

7. Klebe Efekt. Es wird einem vorgegaukelt das der Betrieb einen übernehmen will.. man müsse nur ein Schlag rein hauen und Überstunden machen..dann ja dann wird man dort Übernommen !
Kommt aber in über 90 % der Fälle nicht vor.Dieses geschieht nur sehr selten lasst euch nichts vorgaukeln.

Ich höre hier mal auf aber ich könnte glaube ich noch weitere 30 Punkte aufführen.
 

arbeitslos in holland

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#5
ich kenne die zeitarbeits-branche seit 1990............
axo, erst mal Hallo liebe Landsleute in der BRD :icon_rolleyes:

nachdem ich meine ausbildung 1989 geschmissen hatte, habe ich erste erfahrungen mit der zeitarbeit gemacht. war für mich die einfachste möglichkeit, schnell arbeit zu finden. mich mit 19 Jahren dort vorgestellt, ein paar tage später grünes licht. zum damaligen zeitpunkt, war die zeitarbeit nur so eine art von "abladestelle" von alkoholikern und leute die andere "schwierigkeiten" hatten
damals haben die firmen sich um mich gerissen und ich konnte mir eine passende stelle aussuchen(kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen). ich habe damals als Helfer in Metall-Bereich angefangen(12 DM/h). Nach einem halben jahr wollte mich die Firma übernehmen, wofür ich aber umziehen sollte. Das war dann finanziell nicht umsetzbar.

es folgten noch eine reihe von unternehmen, bis ich für 3 jahre übernommen wurde. mit 20 jahren bin ich dann der ig-metall beigetreten und damals auch mit der roten weste für 35 stunden auf der strasse herummarschiert. als ich dann per abfindung meinen job verloren hatte, interessierte sich die ig-m absolut nicht mehr für mich. glücklicherweise hatte ich schon damals meinen "offenen" staplerschein sowie führerschein.

es folgte zwischen den jahren 1994 bis 2000 noch eine odysse duch verschiedene zeitarbeits-unternehmen, die aber weder zu einer festanstellung, noch zu einem anständigen lohn führten. letztendlich landete ich in der sozialhilfe, nach einigen jahren arbeitlosigkeit und zuletzt blieben mir wenige alternativen.

in den niederlanden interessierten meine fehlende ausbildungen nicht die bohne, es gab überall stellen. ich hatte von anfang an stundenlöhne die, zusamnen mit den niedrigeren abgaben, netto immer höher waren als in der alten heimat.

ich kenne also beide seiten. einerseits(die kaum noch vorhandenen)"klebe-effekte" und andererseits die teils menschenverachtende personalpolitik der zeitarbeits-haie. in den NL gibt es übrigens diesen blödsinn namens vermittlungs-gutscheine nicht. auch verdient man in den NL immer sein geld(minimalstundenlohn abhängig von alter und qualifikation), arbeitgeber riskieren gefängnisstrafen, sofern sie weniger bezahlen.

und die NL ist nicht kommunistisch regiert :icon_eek:

soviel zur meiner sicht der dinge
 

Saviour1981

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#6
dann scheint das wohl zu stimmen, dass es in den Niederlanden noch gute Arbeit für gutes Geld gibt. Dass denen sogar gefängnis blüht, ist hochinteresssant. Das sollten wir hier auch mal einführen. Hier ahben Arbeitgeber keinerlei Schamgefühl mehr, wenn es um die "Geiz ist geil"-Mentalität beim Lohn geht. Man bekommt eine Summe X, die man zahlt, den Rest müsse man sich "von Staat holen". :icon_surprised:
Finde ich eine ziemliche Frechheit zumal sowas nicht mal die Hartz IV-Bezieher selber denken. Kloppt der Staat solchen Arbeitgebern auf die Finger? NEIN! Ist ja jede Arbeit zumutbar! Und die ARGE läßt sich dann von solchen Firmen und Maßnahmeträgern ausnhemen. Komisch nur, dass der arbeitende Steuerzahler da sein Maul nicht auf kriegt. Und wenn ich das lese, dass die Niederlande in Sachen Lohn und Leistung doch einiges zu bieten haben (leider auch teures Bier)
, dann spiele ich schon wieder mit den Gedanken, in das Koningrijk zu ziehen.
Und zur Infos, lieber "arbeitslos in hiolland", kann ich nur eines sagen.

:icon_klatsch: BEDANKT EN TOT ZIENS :icon_klatsch:
 
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#7
leider auch teures Bier
Ich weiß ja nicht, in welchen Nobelschuppen Du einkehrst, um dort Bier zu trinken, aber ich zahle für mein Bier in NL nicht mehr oder weniger als in DE, zumindest dann nicht, wenn es vergleichbare Örtlichkeiten sind.
 

april

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#9
Meine Erfahrung:
In der ZA bist du kein Mensch mehr und wirst dementsprechend schnell bei Krankheit oder der des Kindes schnell abserviert. Völlig egal, wie zufrieden sie sonst mit dir waren. Gleiches gilt für den Kundenbetrieb, eigentlich ist der der Auslöser.
Wer da dauerhaft motiviert bleiben kann, der ist echt gut drauf. Ich jedenfalls bin gerade depressiv und zu nichts mehr fähig, weil ich eine solche schnelle Kündigung als ehemals Single nicht kenne. Wundert mich aber rückblickend nicht, denn dann ist man auch viel flexibler für die Leihbuden.
Ich hätte nie gedacht, dass mich das so treffen wird. Weiß gar nicht, was ich machen soll und wie ich aus diesem Tief wieder rauskomme. Hoffe, es geht einfach so vorbei.
 

arbeitslos in holland

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#10
ich will das hier nicht in einen "pro-holland"-fred abgleiten lassen. es wäre vielleicht interessant dafür eine eigene rubrik zu haben und sich mit anderen leuten auszutauschen, die ebenfalls in der eu oder ausserhalb der eu arbeiten und zu erfahren, welche erfahrungen sie gemacht haben.......

jedenfalls kenne ich den unterschied zwischen den zafs in Deutschland und denen in den NL. hier verdiene ich in einer zaf dasselbe wie kollegen beim entleiher, manchmal sogar mehr.
in Deutschland undenkbar

was für groteske auswirkungen das hat, erlebte ich im jahr 2004. ich wollte etwas hinzuverdienen und dachte über einen 400€-job nach(staplerfahrer). in sprach mit einer zaf in M'gladbach(in den NL gibt es keinerlei steuer/abgabenfreie nebenjobs) und bekam folgende antwort " wir können ihnen keine arbeit anbieten, weil die kunden was anderes nachfragen(.........)zz vermitteln wir nur studentische hilfskräfte mit staplerschen !"

dh als erfahrener staplerfahrer(schein seit 1993), bekam ich keine chance, weil (unerfahrene)studenten mir die arbeit wegschnappten, da die brutto=netto arbeiten durften. wenn ich damals schon dachte, das wäre schlimm(nicht für mich), so kann ich heute nur den kopf schütteln, weil man heute ohne gutschein gar nicht mehr vermittelt wird(zt mindestens)

das hat wenig damit zu tun, dass ein teil der leihfirmen in den NL entstanden ist(zb Randstad), sondern hat mit dem zu tun was führungskräfte in das hirn geprägt bekommen in Deutschland. wenn aber mittlerweile leute mit abitur, sich erzählen lassen, dass sie gefälligst ohne gehalt voll arbeiten sollen(generation praktikum), dann bekommt man ernsthafte zweifel, ob diese generation unsere zukunft sein kann.
 

arbeitslos in holland

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#11
Hier ahben Arbeitgeber keinerlei Schamgefühl mehr, wenn es um die "Geiz ist geil"-Mentalität beim Lohn geht. Man bekommt eine Summe X, die man zahlt, den Rest müsse man sich "von Staat holen". :icon_surprised:
in Deutschland philosophiert man, dass man arbeit fördern müsste, nicht arbeitlosigkeit. klingt vernünftigt, sorgt aber dafür, dass man von solchen mitteln missbrauch machen kann. man schafft erst einen markt und wundert sich dann über den missbrauch. :icon_kinn:

warum sollte man als arbeitgeber nicht gebrauch machen von den möglichkeiten? die konkurrenz zwingt einen dazu und die lohnspirale dreht sich nach unten. :frown:
in den NL gibt es auch fördermöglichkeiten, wenn ich zb 6 monate arbeitlos bin. dann kann ich zb sinnvolle kurse machen, die mir im job helfen......arbeitgeber können einen lohnzuschuss beantragen, wenn sie mich mindestens 1/2 jahr beschäftigen.

Komisch nur, dass der arbeitende Steuerzahler da sein Maul nicht auf kriegt.
der hat nur die sorge, nicht selbst seinen job zu verlieren..........

die hartz4 empfänger sind in der minderheit und die mehrheit(dh diejenigen die arbeiten) bestimmt, was mit ihnen passiert
die arbeitende bevölkerung interessiert sich solange nicht für hartz4, solange sie nicht selbst davon betroffen ist. in Deutschland gibt es auch keinen zusammenhalt zwischen rentern, arbeitnehmern, studenten und arbeitlosen, wie zb in Frankreich.

logerischweise trittt man immer nach unten, dh die arbeitnehmer meckern über die arbeitlosen, weil die ja nicht wollen. das die arbeitnehmervertreter den dicken reihbach machen mit obskuren massnahmen, interessiert die AN nicht. :icon_tonne:

Und wenn ich das lese, dass die Niederlande in Sachen Lohn und Leistung doch einiges zu bieten haben (leider auch teures Bier), dann spiele ich schon wieder mit den Gedanken, in das Koningrijk zu ziehen.

in den NL gab es im zuge von 9/11 extreme veränderungen, die speziell eu-ausländer betreffen. dies zu erörtern, würde den rahmen dieses faden sprengen
 
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#12
Wenn ich Vermittlungsvorschläge bekomme bei denen eine Zeitarbeitsfirma benannt wird, so bewerbe ich mich nur auf die im Vorschlag angegebene Stelle. Und zwar sehr genau!

Ebenso genau erfrage ich den Tarif und prüfe dies auch. Stimmt der Lohn nicht.... Tschüß.

Insgesamt sehe ich aber zu, mich bei den Sklaventreibern schon vorab unbeliebt zu machen.
Also habe ich weder Telefon noch Internet usw. :icon_pfeiff:! Das mögen die nicht, denn Sklaven muss man herbeitrommeln können.

Geht mir eine Zeitarbeitsfirma auf den Nerv, beantrage ich Auskunft zu meinen gespeicherten Daten und deren Löschung (BDSG). Auch das mögen die nicht.

Zeitarbeit ist Mist! So einfach ist das.
 

hemmi

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#13
Zeitarbeit gehört verboten,jeder Befürworter gesteinigt und jeder Zeitarbeiter in einen Mathematikkurs gesteckt.
Stell dir vor es ist Zeitarbeit und Keiner geht hin?:icon_biggrin:
 

Saviour1981

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Ich weiß ja nicht, in welchen Nobelschuppen Du einkehrst, um dort Bier zu trinken, aber ich zahle für mein Bier in NL nicht mehr oder weniger als in DE, zumindest dann nicht, wenn es vergleichbare Örtlichkeiten sind.
Also erstens verkehre ich nicht in Nobelschuppen, sondern gehe ganz normal in den Supermarkt. Selbst das "Pennerbier" ist kaum unter -,50 zu haben. Aber das ist hier auch nicht Bestandteil des Threades.
 
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#15
Zeitarbeit gehört verboten,jeder Befürworter gesteinigt und jeder Zeitarbeiter in einen Mathematikkurs gesteckt.
Stell dir vor es ist Zeitarbeit und Keiner geht hin?:icon_biggrin:
Für Steinigungen sind aber die Moslems zuständig! :eek:
Abgesehen davon: Eine Freundin sollte für 7,50 arbeiten.
Die Zeitarbeitsfirma erhielt 12.
Legalisierter Menschenhandel!
 

Saviour1981

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#16
Wer da dauerhaft motiviert bleiben kann, der ist echt gut drauf. Ich jedenfalls bin gerade depressiv und zu nichts mehr fähig, weil ich eine solche schnelle Kündigung als ehemals Single nicht kenne. (...)
Ich hätte nie gedacht, dass mich das so treffen wird. Weiß gar nicht, was ich machen soll und wie ich aus diesem Tief wieder rauskomme. Hoffe, es geht einfach so vorbei.
Das kenne ich, momentan geht es mir nicht anders, weil ich 2010 soviel Ärger mit der ARGE habe wie nie zuvor. dann noch ein Sachbearbeiter, der der größte Schweinepriester ist, der mir je untergekommen ist. Meine Freundin kann und will mich nicht verstehen. Die muss den Ärger auch nicht durchmachen. Sie kümmert sich dafür um unsere gemeinsame Tochter, weil ich bei der TERTIA momentan verhartze (blödes Wort). Normalerweise bin ich auch immer gut drauf, habe so manche Rückschläge in die Täsch weggesteckt, aber irgendwann ist das Barrel auch mal voll. Ich weiß nicht, ob ich mich denn als temporär depressiv bezeichen würde. Ich bin schon froh, dass ich meine Tochter habe, sonst würde ich mir überlegen, aus dem Leben zu treten.
Erstmal kriegt man unterwegs und in der ARGE Arschtritte, dass man bald gebückt nach Hause laufen kann. Dann sitzt zu Hause noch eine Freundin, die ebenfalls Arschtritte verteilt, immer nur patzig ist, meine Situation nicht verstehen will und zudem den halben tag an diesem verfickten METIN II hängt!

So einfach vorbeigehen wird es nicht, deshalb solltest du schauen, dass du Freunde, Bekannte, Verwandte etc. kontaktierst, "aktivierst". Einfach unter Leute sein und denen das Leid klagen. Es geht einem danach besser. Ich habe keinen, den ich irgendetwas erzählen könnte. Keine Freunde, die Familie ist nur Stress und meine ach so tolle Freundin empfinde ich nur noch als nervig. Ich habe auch von früh an gelernt zu "schlucken". Es tut mittlerweile nicht mehr so gut, aber da muss ich durch :frown:
 

Saviour1981

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#17
jedenfalls kenne ich den unterschied zwischen den zafs in Deutschland und denen in den NL. hier verdiene ich in einer zaf dasselbe wie kollegen beim entleiher, manchmal sogar mehr.
in Deutschland undenkbar
Aha, bei einem "Uitzendbureau" verdient man besser und fairer als bei einer "Zeitarbeitsfirma". Ich glaub langsam, in den Niederlanden weiß man konkreter um das Worrt "soziale Verantwortung". Hier ist das nur eine Randnotiz, besonders, wenn man nach zwei Wochen "Leeerlauf" gekündigt wird.
 

arbeitslos in holland

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#18
in den NL hat man auch keine sicherheit, für wie lange man arbeiten kann. gerade bei zwei "landsleuten" erlebt, die zurück nach deutschland mussten :frown:

durch den minimalstundenlohn(ca 8€) gibt es kein lohngefälle zwischen "festen" ma und zeitAN.

in deutschland ist man gleichzeitig zum geringeren lohn noch die "schmutzkonkurrenz" :icon_kotz:

in den NL glauben sie mir nicht, dass in deutschland leute für 5€, 6€ arbeiten müssen(!!)

oder für nen euro oder gar nix. ist hier alles nicht nachvollziehbar :icon_evil:
 
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#19
Lest das mal:

"Das Arbeitsentgelt wird nach der Leistung des Gefangenen und der Art der Arbeit entsprechend der Strafvollzugsvergütungsordnung in fünf Stufen gewährt. Der durchschnittliche Stundenverdienst eines Gefangenen lag 2005 bei ungefähr 1,35 €."

Quelle: Gefängnis

ZAF und Knast sind nicht unbedingt ein passender Vergleich, aber..

"in den NL glauben sie mir nicht, dass in deutschland leute für 5€, 6€ arbeiten müssen(!!)

oder für nen euro oder gar nix. ist hier alles nicht nachvollziehbar :icon_evil:"
 

Saviour1981

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#20
Lest das mal:

"Das Arbeitsentgelt wird nach der Leistung des Gefangenen und der Art der Arbeit entsprechend der Strafvollzugsvergütungsordnung in fünf Stufen gewährt. Der durchschnittliche Stundenverdienst eines Gefangenen lag 2005 bei ungefähr 1,35 €."

Quelle: Gefängnis
Dort haben die aber Kost und Logis frei. Die müssen sich nicht darum kümmern, dass die Stadtwerke bezahlt wird, dass die Miete pünktlich zum ersten raus geht, die monatlichen Gebühren für Kabel und Internet, einkaufen gehen etc.
Ansonsten war das ein bizarrer Vergleich
 
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#21
wenn ich diese ganzen zaf-hasstiraden hier schon wieder höre...

wenn ihr sagt zeitarbeit ist mist dann ist das so, als wenn ich sage arbeitslose sind faul.
zeitarbeit ist die zukunft, ist halt so. und wir müssen das beste daraus machen, mit mindestlöhnen und gleichstellung der zeitarbeitnehmer mit stammpersonal. aber letztendlich ist es halt die zukunft, auch wenn sie scheisse ist. was meint ihr denn wies in 20 jahren aussieht in d-land? dann gibts hier nur noch zaf´s. entweder mit mindestlöhnen und so weiter oder ohne.

obwohl man wenn man gut verhandelt auch heute schon gut verdient bei zaf´s.
 

arbeitslos in holland

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#22
wenn ich diese ganzen zaf-hasstiraden hier schon wieder höre...

wenn ihr sagt zeitarbeit ist mist dann ist das so, als wenn ich sage arbeitslose sind faul.
zeitarbeit ist die zukunft, ist halt so. und wir müssen das beste daraus machen, mit mindestlöhnen und gleichstellung der zeitarbeitnehmer mit stammpersonal. aber letztendlich ist es halt die zukunft, auch wenn sie Exkremente ist. was meint ihr denn wies in 20 jahren aussieht in d-land? dann gibts hier nur noch zaf´s. entweder mit mindestlöhnen und so weiter oder ohne.

obwohl man wenn man gut verhandelt auch heute schon gut verdient bei zaf´s.
ja, wenn man als personalreferent für so ne firma arbeitet.........

ich hatte 1991 mit 19 jahren einen stundenlohn von 12 DM als helfer lager, logistik/produktion.
wenn ich heute(mit 37) wieder als helfer in deutschland arbeiten "müsste", wäre mein lohn 6-6,50€

die firma bekommt aber wesentlich mehr für mich, als ich von der firma. und da reden wir mal locker über +100% und mehr (!!!)
(und nebenbei nochmal kohle per gutschein für's nixtun)

nein, die zaf sind nicht alle schei**e........nur die in DEUTSCHLAND !

die zukunft der zaf sieht man hier in holland:
in amsterdam arbeiten polizisten und gerichtsvollzieher als za, bzw. werden gesucht.
probier mal einen kredit zu bekommen als za oder eine hypotkek, dann siehst du wie die zukunft sein wird.

wenn wir wirklich den zusammenbruch des immobilienmarkts wollen, dann sind die zaf der erste baustein dafür...................
 
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#23
wenn ich diese ganzen zaf-hasstiraden hier schon wieder höre...

wenn ihr sagt zeitarbeit ist mist dann ist das so, als wenn ich sage arbeitslose sind faul.
zeitarbeit ist die zukunft, ist halt so. und wir müssen das beste daraus machen, mit mindestlöhnen und gleichstellung der zeitarbeitnehmer mit stammpersonal. aber letztendlich ist es halt die zukunft, auch wenn sie Exkremente ist. was meint ihr denn wies in 20 jahren aussieht in d-land? dann gibts hier nur noch zaf´s. entweder mit mindestlöhnen und so weiter oder ohne.

obwohl man wenn man gut verhandelt auch heute schon gut verdient bei zaf´s.
Sklaverei ist der Zustand, in dem Menschen als Eigentum anderer behandelt werden, um Zugriff auf ihre Arbeitskraft zu erlangen. In vielen Sklaven haltenden Gesellschaften bildeten Sklavenarbeit und Sklavenhandel einen wichtigen Wirtschaftsfaktor.


".....wenn man gut verhandelt....." :confused:

Die letzten Verhandlungen in Kurzform:
- 7,60 Euro, maximal!
- Bei Ablehnung erhalten Sie eine Sanktion!

Bei meiner Steuerklasse und bei der angegebenen Arbeitszeit verbleiben dann etwa 700 Euro Netto. Aber nur theoretisch!
Denn:
Es verbleibt ein Anspruch auf Aufstockung. Hierbei werden die Freibeträge nach §11 und §30 SGBII berechnet.
Der Freibetrag, also der mir verbleibende Lohn, läge bei ca. 220 Euro.

220 Euro monatlich, wofür auch an Wochenenden in einem 3-Schicht-Betrieb geknüppelt werden muß.
Und weiterhin muss man bei seinem SB in einer Schlange deprimierter "fauler Arbeitsloser" anstehen?

Wenn das die Zukunft (Exkremente) ist, dann möchte ich nicht daran teilnehmen. Als Suizidgefährdeter bin ich hier klar im Vorteil!

Besten Dank an unsere hohen Herren, die solch INHUMANE Kacke verzapfen und sich dann entweder aus diesem Land verpieseln oder mit käuflicher Liebe belohnen.
 
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#24
ja, wenn man als personalreferent für so ne firma arbeitet.........

ich hatte 1991 mit 19 jahren einen stundenlohn von 12 DM als helfer lager, logistik/produktion.
wenn ich heute(mit 37) wieder als helfer in deutschland arbeiten "müsste", wäre mein lohn 6-6,50€

die firma bekommt aber wesentlich mehr für mich, als ich von der firma. und da reden wir mal locker über +100% und mehr (!!!)
(und nebenbei nochmal kohle per gutschein für's nixtun)

nein, die zaf sind nicht alle schei**e........nur die in DEUTSCHLAND !

die zukunft der zaf sieht man hier in holland:
in amsterdam arbeiten polizisten und gerichtsvollzieher als za, bzw. werden gesucht.
probier mal einen kredit zu bekommen als za oder eine hypotkek, dann siehst du wie die zukunft sein wird.

dem stimmt ich grösstenteils zu.
 

hemmi

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#25
Von 1978 - 1983 habe ich bei einem grossen deutschen Automobilzulieferer gearbeitet für knapp 16 DM die Stunde, im Akkord, der war leicht zuschaffen.
Heute ist die gleiche Firma unter angloaustria Führung und hat zwei Dinge geschafft 1. die Qualität ist auf angloaustria Stand gesunken was 50% und mehr Ausschuß bedeutet. Heute arbeiten dort fast nur noch ZA für sagenhafte 7,53€. Die Lohnentwicklung der letzten 30 Jahre find ich sensationell.
Opel entging diesem Schiksal nur knapp.:icon_neutral::icon_evil::icon_kotz2:
 

FrankyBoy

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#26
Bisher hatte ich nur Vorstellungsgespräche mit ZAF`s und jedes Mal, als es um das Gehalt ging, habe ich die sitzen lassen und bin gegangen - das was mir da angeboten wurde ist schlichtweg indiskutabel.
 

Xanthia

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#27
Meine Erfahrung:
In der ZA bist du kein Mensch mehr und wirst dementsprechend schnell bei Krankheit oder der des Kindes schnell abserviert. Völlig egal, wie zufrieden sie sonst mit dir waren. Gleiches gilt für den Kundenbetrieb, eigentlich ist der der Auslöser.
Wer da dauerhaft motiviert bleiben kann, der ist echt gut drauf. Ich jedenfalls bin gerade depressiv und zu nichts mehr fähig, weil ich eine solche schnelle Kündigung als ehemals Single nicht kenne. Wundert mich aber rückblickend nicht, denn dann ist man auch viel flexibler für die Leihbuden.
Ich hätte nie gedacht, dass mich das so treffen wird. Weiß gar nicht, was ich machen soll und wie ich aus diesem Tief wieder rauskomme. Hoffe, es geht einfach so vorbei.
Hallo,
habe eine Frage (bin neu hier, sorry!):
Also, eine private Arbeitsvermittlung aus Berlin (workconnection) hat mich an adecco vermittelt.
Bin nicht aus Deutschland, mein Abschluss wurde aber anerkannt - hatte einen 2-jahres-Vertrag im öffentlichen Dienst als Palliativ-Schwester.
Nun hat mich Adecco an einen Blutspendedienst ausgeliehen.
Habe einen Vertrag als Fachkraft, aber erhalte einen Lohn von 10,50€, die Kollegen kriegen 14,80€.
Darf Adecco mir so wenig zahlen? Habe einen Fristvertrag und soll nun die Vermittlung selber bezahlen, da das Amt erst nach 6 Monaten die Vermittlung bezahlt.
Bin dringend auf Geld angewiesen, nach Aussage der ARGE werde ich abgeschoben, wenn ich nicht arbeiten gehe.

Habe vorher in Bulgarien und anschließend in Luxemburg gearbeitet. Aber so komplizirt ist es nur in Deutschland.
Hoffe, ich bekomme Antwort?
 

arbeitslos in holland

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#28
du hast die bulgarische staatsbürgerschaft, wenn nein welche andere ?
deine kolleginnen arbeiten auch für adecco, oder für den kunden ?
es ist richtig, dass der vermittler erst dann bezahlt wird, wenn du 6 monate in arbeit bist.
hast du unterschrieben, dass du für die kosten der vermittlung aufkommen sollst, oder wurde dir das "aufgeschwatzt"?

nicht nur in deutschland, werden arbeitslose eu-bürger abgeschoben. ich kenne das spiel auch in den niederlanden. wenn mein anspruch auf arbeitslosengeld abläuft und ich keine arbeit bekommen, wird man alles daransetzen, damit die NL nicht für mich aufkommen muss. bin dann aber schon mehr als 10 jahre im land :icon_razz:
 

hemmi

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#30
Ade....., geile Firma.
Wollten mich auch mal haben, aber ich sie nicht!
Frag nach bei Clemen.!
Ausbeuter und Abzocker!:icon_evil::icon_neutral::icon_party:
 
E

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#31
Ich rate dringend von Zeitarbeitsfirmen ab, besonders von Fiege Uniserv und Arwato.

Erstere hat meinen Freund ausgebeutet, ihm sogar Kirchensteuer abgezogen, obwohl er angegeben hatte, dass er nicht gläubig ist. Außerdem haben sie ihn bei den Nachtstunden be****** und behauptet, er hätte diese am Tage geleistet.

Ich selber bin gelernte Bürokauffrau, 2 Jahre Berufserfahrung, 2 Bachelor Titel und letztere Zeitarbeitsfirma wollte mir tatsächlich einen Bruttolohn von 8,50 EUR anbieten, da ich zwar Berufserfahrung habe, aber im Bereich Export keinerlei Referenzen aufweisen kann. Bitte was? :icon_eek: In meiner letzten Firma habe ich 16,00 EUR bekommen.

Gut, so viel verlange ich garnicht, aber arm trotz Arbeit? Da müsste ich ja trotzdem noch aufstocken, nicht mit mir! Immer, wenn jemand von einer Zeitarbeit sich bei mir meldet, frage ich die Damen und Herren, wie sie es rechtfertigen, mich mit diesem Lohn abspeisen zu wollen und sich selber aber 18,00 - 24,00 EUR pro Stunde einzustecken. Dann sind die Gespräche in der Regel beendet. Man sollte sich das gründlich überlegen. Für die ist man nur sowas wie eine "Ware", die man einkauft und wenn sie beschädigt ist, gibt man sie zurück und wenn sie einmal nicht richtig funktioniert, dann wird sie weggeworfen.
 

Xanthia

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#32
du hast die bulgarische staatsbürgerschaft, wenn nein welche andere ?
deine kolleginnen arbeiten auch für adecco, oder für den kunden ?
es ist richtig, dass der vermittler erst dann bezahlt wird, wenn du 6 monate in arbeit bist.
hast du unterschrieben, dass du für die kosten der vermittlung aufkommen sollst, oder wurde dir das "aufgeschwatzt"?

nicht nur in deutschland, werden arbeitslose eu-bürger abgeschoben. ich kenne das spiel auch in den niederlanden. wenn mein anspruch auf arbeitslosengeld abläuft und ich keine arbeit bekommen, wird man alles daransetzen, damit die NL nicht für mich aufkommen muss. bin dann aber schon mehr als 10 jahre im land :icon_razz:
Hallo "arbeitslos in holland", ist ein wenig kompliziert.
ich habe rumänische staatsbürgerschaft, habe politisch gefangen gesessen - bin über die damalige ddr áusgetauscht worden, war bis zu meiner hochzeit staatenlos. war mit schweizer verheiratet und hatte deshalb ein arbeitsrecht. er ist dann nach bulgarien und danach nach luxembourg versetzt worden, anschließend nach deutschland.
hier haben wir uns geschieden, ich hatte einen job an einer klinik.
während der arbeitslosigekeit beim arbeitsamt hatte ich keine schwierigkeiten. nun ist kein arbeitslosengeld und kein unterhalt mehr. das jobcenter behauptet, dass ich in die schweiz zurückgehen muss oder aber nach rümänien (die haben mir meinen pass zurückgegeben, also bin ich nicht mehr staatenlos.
die vom arbeitsamt haben mir einen gutschein für private vermittlung gegeben. habe den ersten jon angenommen, denn ich bin über 20 jahre weg aus rumänien und 5 jahre weg aus der schweiz, habe noch aufenthaltstatus für schweiz.
auch sei ich politisch nicht mehr in rumänien in gefahr.
ich kenne niemanden mehr in meiner alten staat, in der schweiz lebt nur mein exmann.
so mußte ich arbeit um jeden preis haben.
und der preis war das schlechte gehalt.
fühle mich aber betrogen.
habe unbefristet arbeitsvertrag bei adecco.
habe vermittlungsvorschlag unterschrieben und an workconnection gegeben.
jetzt arbeite ich für vil weniger geld als kollegen und soll 1000€ sofort selber zahlen, da arbeitsamt sich an gutschein nicht mehr gebunden fühlt, da ich job erst nach arbeitsamtbezug angetreten habe.
sorry, ist alles sehr kompliziert - hoffe aber auf hilfe.
lg xanthia
 

arbeitslos in holland

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#34
Hallo "arbeitslos in holland", ist ein wenig kompliziert.
ich habe rumänische staatsbürgerschaft, habe politisch gefangen gesessen - bin über die damalige ddr áusgetauscht worden, war bis zu meiner hochzeit staatenlos. war mit schweizer verheiratet und hatte deshalb ein arbeitsrecht. er ist dann nach bulgarien und danach nach luxembourg versetzt worden, anschließend nach deutschland.
hier haben wir uns geschieden, ich hatte einen job an einer klinik.
während der arbeitslosigekeit beim arbeitsamt hatte ich keine schwierigkeiten. nun ist kein arbeitslosengeld und kein unterhalt mehr. das jobcenter behauptet, dass ich in die schweiz zurückgehen muss oder aber nach rümänien (die haben mir meinen pass zurückgegeben, also bin ich nicht mehr staatenlos.
also droht die ausweisung nach rumänien, bzw. in die schweiz. tatsächlich gibt es regelungen(zumindest hier in den NL), dass man die ersten fünf jahre durchgehend arbeiten muss, mit einer gültigen arbeitserlaubnis. insofern ist die BRD nicht mehr für dich zuständig, so weit ich das jedenfalls beurteilen kann



.

die vom arbeitsamt haben mir einen gutschein für private vermittlung gegeben (....)
habe vermittlungsvorschlag unterschrieben und an workconnection gegeben (....)arbeitsamt sich an gutschein nicht mehr gebunden fühlt, da ich job erst nach arbeitsamtbezug angetreten habe.
wenn ich das richtig verstehe, behauptet das arbeitsamt, dass du den job noch in der bezugszeit hättest annehmen müssen ??
oder warum wurde das verweigert ? hast du etwas schriftliches darüber. wie lange war der gutschein gültig ?



.
so mußte ich arbeit um jeden preis haben.
und der preis war das schlechte gehalt.
fühle mich aber betrogen.
habe unbefristet arbeitsvertrag bei adecco.
jetzt arbeite ich für vil weniger geld als kollegen
nochmal die frage:

erhältst du weniger wie andere mitarbeiter von adecco oder weniger wie kollegen die bei der firma, für die du für adecco eingesetzt bist.

außerdem wäre es, in dem komplizierten fall, sinnvoll einen eigenen beitrag zu eröffnen. es gibt dann sicher noch andere, die dir sinnvolle tips geben können
 
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#35
obwohl man wenn man gut verhandelt auch heute schon gut verdient bei zaf´s.


Du wirst nicht verhandeln können mein guter !
Friss oder Stirb !
Die ZAF verdient an dir das Geld..warum sollen die mehr Zahlen ?
Das geht ab von deren Gewinn.


@ xanthia.... ich kann dir nur anraten ..suche mal einen Anwalt auf..falls du in einer Gewerkschaft bist ..rede mal dort mit denen.
Oder trete in die Gewerkschaft ein.. dann hast du nach 3 Monaten Rechtschutz.
Sprich die stellen dir einen Anwalt und das kostet nichts.
Deine Angelegenheit ist recht Kompliziert und bedarf rechtlicher Hilfe.
 

Xanthia

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#37
Lieben Dank für Eure Hilfe.
War heute bei einem Ausländeranwalt.
Das Arbeitsamt hat nicht recht.

Habe workconnection geschrieben, dass Arbeitsamt für Bezahlung der Vermittlung zuständig (?) ist.

Weil ich unbefristete Arbeitserlaubnis für Schweiz habe und mein Sohnemann nicht rumänisch ist (hat schweizer pass) und Deutschland meine Ausbildung anerkannt hat, habe ich Freizügigkeit wegen Schengen-Abkommen.

Anwalt hat Personalliterin vom DRK angerufen und hat Ihr von meinem Problem erzählt.
Ab 01.09. habe ich Teilzeit fest im Blutspendedienst West.
Habe zwar jetzt erstmal weniger Geld im Monat, kann aber bezahlte Stunden mehr machen.
Danke an alle, die sich mit meiner Not befasst haben - DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!

LG
Xanthia
 

Comenius

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#38
Hey zusammen,

habe vor kurzem mal eine nette Sache im Netz gefunden.
Durch meine "Vorschädigung" als Zeitarbeiter, fand ich das recht interessant:

(Macht mir bitte nicht die Hölle heiß, wenn das nicht erlaubt ist. Möchte es euch nur nicht vorenthalten)

Zum einen eine Karte mit allen Zeitarbeitsfirmen:
Zeitarbeitsfirmen - Karte

Un zweitens ein Portal, wo man alle Zeitarbeitsfirmen bewerten kann:
Arbeitgeber - Bewerten

Habe natürlich erstmal richtig Dampf abgelassen! :)
Meines wissens werden die Zeitarbeitsfirmen mit den Ergebnissen konfrontiert und die Resultate / Rechtfertigungen angeprangert.
(War zumindest bei meiner Bewertung so)

In diesem Sinne! :)
Comenius
 
E

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#40
Wer sucht schon freiwillig im Netz nach Leihbuden :icon_eek:
Leute,die -durch eine EGV gezwungen- noch ein paar Eigenbemühungen nachweisen müssen,bevor sie zum nächsten "Gespräch über die berufliche Situation" gebeten werden. Im Grunde genommen sind das dann Sinnlosbewerbungen,nur um das Amt glücklich zu machen.
 

Inkasso

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#41
Faustregel speziell bei Leihfirmen :
Abrechnung immer kontrolieren
Nichts vorschnell unterschreiben ( Stichwort : Auflösungsvertrag)
 

melissa1919

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#43
Ich habe mehrere Jahre Zeitarbeit hinter mir und sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht.

ZAF 1: Das erste Jahr war sehr angenehm. Geld immer pünktlich angekommen, die Vorgesetzte sehr nett, tolle Aufträge gehabt. Dann kündigte die Vorgesetzte. Mit ihrem Nachfolger kam ich nicht so gut aus. Weil damals auch Krise war, gab es weniger Jobs. Er steckte mich (eigentlich für den kaufmännischen Bereich eingesetzt) ins Lager, musste Akkord- und Schichtarbeit machen usw. Gut okay, dass er das machen wollte um eine Kündigung zu verhindern, konnte ich noch verstehen. Aber ich fand das gar nicht so toll, als er 2x freitags am späten Nachmittag meinte mich für Samstag als Flyerverteilerin einzuplanen. Ich habe nichts dagegen, ab und zu am WE zu arbeiten. Allerdings erwarte ich, dass man mir das frühzeitig sagt und mich nicht erst am späten Nachmittag davor spontan damit überfällt. Könnte ja sein, dass ich mein WE schon anderweitig verplant habe. Außerdem hat er mir grundsätzlich keinen Urlaub genehmigt, wenn ich welchen beantragt habe und mir welchen reingedrückt, wenn ich gar nicht frei nehmen wollte.
Das Geld kam nach einiger Zeit nur noch teilweise pünktlich aufs Konto. Auf meine Nachfrage hieß es, sie hätten nicht alle Stundennachweise per Fax bekommen (obwohl ich eine Fax-Bestätigung mit "OK" hatte). Wenn das Faxgerät der Firma nicht funktioniert, könnten sie mich doch kurz anrufen und mir das mitteilen.

ZAF 2: Lief alles bestens. Hatte in der Zeit 3 verschiedene Vorgesetzte und keinem von ihnen Probleme. Haben uns klasse verstanden, manchmal kam ich einfach so nach meinem Arbeitstag auf einen kurzen Plausch vorbei. Mit dem Geld stimmte ebenfalls alles, auch wegen Urlaub gab es nie Probleme. Ich bin flexibel und würde z. B. nie Urlaub in den Schulferien nehmen, wenn ich mich mit einer Mutter von schulpflichten Kindern gegenseitig vertreten muss. Aber mir den Urlaub völlig grundlos zu verweigern finde ich unter aller Kanone.

Heute habe ich wieder bei einer ZAF unterschrieben und bin nicht so ganz glücklich. Grund: Ich muss 35 Überstunden auf meinem Konto ansammeln, damit ich einen Tag abgleiten kann. Keine Ahnung, ob das heutzutage normal ist.
 
E

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#44
Zur Zeit läuft meine Bewerbung Zeitarbeit Epos Berlin: Stundenlohn 8 Euro für Inbound Inkasso Call Center.

Habe reichlich Erfahrung mit Bewerbungen bei Zeitarbeitsfirmen.
(Gibt ja praktisch nur noch Zeitarbeit !!!!)
Randstad Frankfurt, Bindam usw usw... Manpower - waren am freundlichsten(Angebot kostenloses SAP F3Training). Sonst ätzend unfreundlich:Machen sie erst einmal einen Ein Euro Job:icon_kotz:, dann sehen wir weiter: so die übelste (Alpha Leasing) Anmache . Aber kein Stellenangebot - wohl zu alt :confused:.
 

hemmi

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#45
Es gibt auch noch seriöse Firmen, in den Profitmaximierung nicht alles ist.
Bei Zafs gelten nur Stunden, der Mensch dahinter ist egal.
Stell dir mal vor , es ist Zeitarbeit und keiner geht hin.
Ein Beispiel Frankreich, dort gibt es zwar auch Zeitarbeit aber zu ganz anderen Bedingungen, für 8€ die Stunde steht da keiner auf und geht zur Arbeit.
Und da wird auch mal gestreikt und das richtig.
Und Deutschland bleibt ewig Jammerland, weil de keine 2 unter einen Hut bringst.:icon_neutral::icon_kinn::biggrin:
 
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#46
Und Deutschland bleibt ewig Jammerland, weil de keine 2 unter einen Hut bringst.:icon_neutral::icon_kinn::biggrin:
Das Problem könnte man mit dem Klischee der typisch deutschen Disziplin erklären. Der "gemeine Deutsche" ist es gewohnt,daß er Aussagen höhergestellter Personen gehorcht..ob die nun von Politikern kommen oder aus der Flimmerkiste,ist leider ziemlich egal. Und das wird von Politikern und Medien gnadenlos ausgenutzt,indem sie von den eigentlichen Übeltätern ablenken und die Schuld auf die schieben,denen es jetzt schon noch schlechter geht als dem Durchschnittsbürger. Erzähl dem Deutschen,daß Volksgruppe XY Schuld an seinem Elend ist,dann glaub er's dir ungeprüft und beginnt instinktiv,den "Übeltäter" zu bekämpfen. Das hat seit Jahrhunderten immer funktioniert und funktioniert heute leider immer noch. Und solange er selbst nicht zu der gehassten Volksgruppe zählt,wird der Durchschnittsdeutsche keinen Gedanken daran verschwenden,über die Richtigkeit der getätigten Aussagen nachzudenken. Denn die Oberen habens gesagt,daß das so ist und dann muss das ja auch stimmen. Der Deutsche ist halt von Natur aus obrigkeitshörig.
 

Berlin50

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#47
Stimmt, Werniman!

Die Frage besteht auch, warum Streiks keine Auswirkungen mehr auf Politiker haben?

Weil sie ganz einfach nicht gut organisiert sind. Ehrlich gesagt, habe ich auch keine Lust zu einer Demo zu gehen, meine Zeit zu verschwenden, wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln ganz bequem dahin komme. Das ist in Frankreich ganz anders. Erleben ja gerade Proteste Rente von 60 auf 62. Die gesamte Infrastruktur (öffentl. Verkehrsmittel) blockiert werden, ja sogar Flughäfen sich beteiligen, Geschäfte geschlossen sind. Das sind Auswirkungen, die sich lohnen zur Demo zu gehen. Würde mich auch nicht wundern, wenn wieder Autos angezündet werden. Politiker spüren am eigenen Leibe die Unruhen sowie auch ihre Familien, Freunde, Nachbarn.

Bei uns dagegen gehen sogar noch Politiker mit auf die Demo, beschützt von Bodygardes und Polizei. Jeder weiß, warum sie das tun, keiner hindert sie, eine Demo für ihre Zwecke zu nutzen. Im Grunde wird somit die Demo abgemildert. Niemals kann dadurch Druck aufgebaut werden, wenn keine massiven Nachteile der öffentlichen Ordnung resultieren. Für mich ist in D. jede Demo verlorene Zeit. Auch Stuttgart 21 wird keine Auswirkungen haben. Denn es geht zu friedlich ab. Es besteht kein Druck, keine Schmerzgrenze, keine Ängste der Posten. Lg.
 
E

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#48
AW: Zeitarbeitsfirmen - eure Erfahrungen/ fortsetzung

...8 Euro habe ich schon vor 25 Jahren, als Aushilfe zur Finanzierung 2 . Bildungsweg verdient (Tusma Berlin). Ist schon finster. Zeitarbeit halte ich für Schmarotzertum .
 

Balkonia

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#49
Es gibt auch noch seriöse Firmen, in den Profitmaximierung nicht alles ist.
Bei Zafs gelten nur Stunden, der Mensch dahinter ist egal.
Das ist richtig.....:icon_eek:
Stell dir mal vor , es ist Zeitarbeit und keiner geht hin.
Ein Beispiel Frankreich, dort gibt es zwar auch Zeitarbeit aber zu ganz anderen Bedingungen, für 8€ die Stunde steht da keiner auf und geht zur Arbeit.
...auch richtig, die Politik hat bei uns geschlafen..., macht Politik gegen das Volk!
Und da wird auch mal gestreikt und das richtig.
Und Deutschland bleibt ewig Jammerland, weil de keine 2 unter einen Hut bringst.:icon_neutral::icon_kinn::biggrin:
Es wird gemutmaßt, Deutschland sei eine Demokratie, stimmt!
Doch diese Demokratie ist in der Hauptsache auf die Bedürfnisse von Großunternehmen, und deren Interessen ausgerichtet!
WIR SIND DAS VOLK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:biggrin:
VG Balkonia
 
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#50
WIR SIND DAS VOLK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!
ihr (elos) seid ein kleiner teil des volkes, vergesst das nicht. dem grössten teil des volkes geht es gut. ist halt so. ich bin im grunde zufrieden so wies läuft.
is halt so
 

Christi

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#51
Ich habe mich letzte Woche über die Zeitarbeitsfirma Runtime/Offenburg in einem
Callcenterbetrieb vorgestellt. 8€ Stundenlohn brutto.
 
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#52
Jaja, wörkingclass - die Mehrheit findet auch Mario Barth ok. und jubelt Sarrazin zu. Hitler fand die Mehrheit auch mal ok. - usw....
 
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#53
ihr (elos) seid ein kleiner teil des volkes, vergesst das nicht. dem grössten teil des volkes geht es gut. ist halt so. ich bin im grunde zufrieden so wies läuft.
is halt so
Und genau das ist das Problem...die wenigsten deines Standes denken daran,daß sie selbst innerhalb nur eines einzigen Jahres in die Situation kommen können, Hartz4 zu beziehen. Mal abgesehen von Beamten auf Lebenszeit o.ä.,kann dieses Schicksal jedem blühen,der selbst auf einer Gehaltsliste steht...von Tellerwäscher bis zum Abteilungsleiter.
 

FerAlNo

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#54
Die Zeitarbeit war der Anfang vom Untergang der Arbeit, denn da wurde das was es immer weniger gab aufgeteilt. Diese Banden wollten schon vor 30 Jahren 5 DM von meinem Stundenlohn und wofür, was eigentlich das Arbeitsamt leisten sollte. Haben sie von mir auch nicht bekommen. Eine Handgranate hätte auch 5 DM gekostet...
2. eigene Erfahrung
Wurde dann mal von der ArGe mit Schein hingeschickt und habe sofort Alarm geschlagen weil die meinen Ausweis kopieren wollten, außerdem war die Tante hinter dem Pult so krank (erkältet) das ich Anzeige wegen Körperverletzung angekündigt habe.
Mußte von der ArGe aus nie wieder zur ZAF, gab auch keine Probleme und der Stellenleiter der ArGe sagte er würde seinen Ausweis auch nicht kopieren lassen, was meines Erachtens auch rechtswidrig ist...
mfg
 
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#55
Und genau das ist das Problem...die wenigsten deines Standes denken daran,daß sie selbst innerhalb nur eines einzigen Jahres in die Situation kommen können, Hartz4 zu beziehen. Mal abgesehen von Beamten auf Lebenszeit o.ä.,kann dieses Schicksal jedem blühen,der selbst auf einer Gehaltsliste steht...von Tellerwäscher bis zum Abteilungsleiter.
meines standes? ich will nur dran erinnern dass ich selbst bis vor 1 monat zeitarbeiter war. allerdings war ich sehr zufrieden mit meiner firma.
klar KÖNNTE jeder selbs in die situation kommen. allerdings gibts da ne ziemlich einfache sowie wirksame präventionsmassnahme namens weiterbildung, welche bis zu einer gewissen altersgrenze durchaus sinn macht.


hmmm kleiner teil der bevölkerung? soviel ich weiss gibt es 5 millionen arbeitslose^^gruß
dann macht doch von eurem demokratischen recht gebrauch und wählt... keine ahnung links oder so. gibt bestimmt irgendne partei die euch "1200 euro grundeinkommen" oder "abschaffung von hartz 4" oder "verbot von zafs" oder sons was anbieten was in eurem intresse ist. wenn ihr dann nach der wahl feststellt dass die von euch gewählte partei nur einen geringen prozentsatz der stimmen erhalten hat dann wisst ihr, dem grossteil der deutschen geht es gut. noch zumindest.

und auf totschlagargumente wie "hitler fanden auch mal ne mehrzahl gut" lass ich mich schon mal gar nicht ein.

gruss
 
E

ExitUser

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#56
meines standes? ich will nur dran erinnern dass ich selbst bis vor 1 monat zeitarbeiter war. allerdings war ich sehr zufrieden mit meiner firma.
klar KÖNNTE jeder selbs in die situation kommen. allerdings gibts da ne ziemlich einfache sowie wirksame präventionsmassnahme namens weiterbildung, welche bis zu einer gewissen altersgrenze durchaus sinn macht.
Sorry,wenn mein Satz so klang,als wollte ich dich persönlich angreifen. Aber dein Posting von gestern,15:09 klangt halt nach dem typischen Gerede eines Arbeitnehmers,der zwar gesellschaftlich nur noch geringfügig über den Elos steht,aber trotzdem noch abschätzig auf sie runterkuckt.

Das mit den Weiterbildungen ist zwar gut und schön,nur kosten solche Sachen Zeit und Geld. Dabei zeigt aber die Erfahrung,daß es in der Praxis meist an 2 Sachen scheitert: Der Arbeitnehmer hat meist kein Interesse an einer Weiterbildung,wenn er zu diesem Zeitpunkt keinen Vorteil darin sieht. D.h. er macht nur dann eine Weiterbildung neben dem Beruf,wenn er sich zumindest mittelfristig einen Erfolg davon verspricht (=anderer oder besserer Job). Diese Bereitschaft ändert sich meist erst dann,wenn Stellenabbau zur Diskussion steht. Und wenn er dann mal arbeitslos ist,dann hat er meist nicht das Geld für so eine Weiterbildung. Bildungsgutscheine vom Amt rieseln ja in den letzten Jahren bekanntlicherweise auch meist nur noch für deren eingekaufte Sinnlos-Maßnahmen.
 

raim792

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#57
Welche Zeitarbeitsfirma würde man wens gar nicht mehr anders geht für den Hamburger Raum empfehlen?
Habe zwar 2 angemeldete Jobs, aber ich will endlich was in Vollzeit haben. Bin 46, gelernt Schlosser, zu letzt bis 202 in einer Spedition
gearbeitet. Führerschein Gabelstapler vorhanden.
Ich vermute mal das alles unter 8 Euro Stunde hinaus läuft.
 
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#58
Das mit den Weiterbildungen ist zwar gut und schön,nur kosten solche Sachen Zeit und Geld. Dabei zeigt aber die Erfahrung,daß es in der Praxis meist an 2 Sachen scheitert: Der Arbeitnehmer hat meist kein Interesse an einer Weiterbildung,wenn er zu diesem Zeitpunkt keinen Vorteil darin sieht. D.h. er macht nur dann eine Weiterbildung neben dem Beruf,wenn er sich zumindest mittelfristig einen Erfolg davon verspricht (=anderer oder besserer Job). Diese Bereitschaft ändert sich meist erst dann,wenn Stellenabbau zur Diskussion steht. Und wenn er dann mal arbeitslos ist,dann hat er meist nicht das Geld für so eine Weiterbildung. Bildungsgutscheine vom Amt rieseln ja in den letzten Jahren bekanntlicherweise auch meist nur noch für deren eingekaufte Sinnlos-Maßnahmen.
und genau da liegt das problem. heut zutage ist es halt so, dass man nicht mehr wie früher sagen konnte: "ich mache 3 jahre lehre und habe dann nen sichren job bis ich in rente gehe" sondern man muss sich nach möglich keit ständig weiterbilden, auch wenn das zeit kostet. sonst wird man mit 50 gekündigt und dann isses zu spät.
 
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#59
Welche Zeitarbeitsfirma würde man wens gar nicht mehr anders geht für den Hamburger Raum empfehlen?
Habe zwar 2 angemeldete Jobs, aber ich will endlich was in Vollzeit haben. Bin 46, gelernt Schlosser, zu letzt bis 202 in einer Spedition
gearbeitet. Führerschein Gabelstapler vorhanden.
Ich vermute mal das alles unter 8 Euro Stunde hinaus läuft.



Ich will dir ja nicht die Hoffnung nehmen..aber es wird immer da drauf hinaus laufen 7,60€ die Stunde.
Und dann lebst du wie ein Wanderarbeiter, heute hier morgen dort.
Gabelstaplerschein schön und gut, aber die zahlen nicht mehr wen du den hast.
Komme selbst aus der nähe von HH bzw aus SH..Zeitarbeitsfirmen kann ich keine Empfehlen.
Alle beuten dich mehr oder weniger aus.
 
E

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#60
und genau da liegt das problem. heut zutage ist es halt so, dass man nicht mehr wie früher sagen konnte: "ich mache 3 jahre lehre und habe dann nen sichren job bis ich in rente gehe" sondern man muss sich nach möglich keit ständig weiterbilden, auch wenn das zeit kostet. sonst wird man mit 50 gekündigt und dann isses zu spät.
Wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen darf: Zu allererst ist es wichtig,einen Job zu elernen,der einem wirklich Spaß macht,der den eigenen Neigungen entspricht. Früher gabs einen Spruch,den man einem unentschlossenen Schulabgänger gerne vor den Kopf knallte und auf den leider viele Leute reingefallen sind: "Lern erstmal einen Beruf,später kannst du immernoch was anderes machen,wenn er dir nicht gefällt!". Auch ich bin auf diesen Spruch reingefallen und habe einen Job erlernt,der mir nicht im Geringsten Spaß machte und macht. Ich habe ihn seit Ende meiner Lehre vor nunmehr 15 Jahren auch nur noch in 2x in je 3wöchigen Praktika ausgeübt..sehr widerswillig.
Leider funktioniert die Umsetzung dieses Spruches in Deutschland so gar nicht,denn hierzulande wird man gerade in beruflicher Hinsicht in den allermeisten Fällen nur über das definiert,was man erlernt hat und nachweisen kann. Es interessiert leider keinen,wofür man noch geeignet wäre,wenn man diese Fähigkeiten nicht irgendwie schriftlich nachweisen kann. Quereinsteiger haben zumindest in den klassischen Ausbildungsberufen kaum eine Chance auf einen Berufseinstieg. Da könnte man mit verbundenen Augen einen Hausflur durch den Briefschlitz tapezieren und bekäme trotzdem keine Anstellung als Maler,weil man eben ursprünglich nicht Maler,sondern Elektriker gelernt hat.
Aber auch gesellschaftlich ist dies nicht viel besser,auch hier wird man weitestgehend über seinen beruflichen Stand definiert. Oder hat schonmal jemand erlebt,daß der Stationsarzt eines Krankenhauses den Hausmeister um Rat in medizinischen Fragen gebeten hat ? Und warum tut er's nicht ? Doch wohl in erster Linie deswegen,weil die Gesellschaft nicht erwartet,daß ein Hausmeister mehr Ahnung von irgendwas anderem außer dem Wechseln von Neonröhren und Türschlössern haben kann.
 

peer

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#61
In Anlehnung an einen meiner Vorposter würde mich interessieren, "Welche Zeitarbeitsfirma würde man wens gar nicht mehr anders geht für den Raum Ruhrgebiet empfehlen?"
 

melissa1919

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#62
Ich habe mehrere Jahre Zeitarbeit hinter mir und sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht.

ZAF 1: Das erste Jahr war sehr angenehm. Geld immer pünktlich angekommen, die Vorgesetzte sehr nett, tolle Aufträge gehabt. Dann kündigte die Vorgesetzte. Mit ihrem Nachfolger kam ich nicht so gut aus. Weil damals auch Krise war, gab es weniger Jobs. Er steckte mich (eigentlich für den kaufmännischen Bereich eingesetzt) ins Lager, musste Akkord- und Schichtarbeit machen usw. Gut okay, dass er das machen wollte um eine Kündigung zu verhindern, konnte ich noch verstehen. Aber ich fand das gar nicht so toll, als er 2x freitags am späten Nachmittag meinte mich für Samstag als Flyerverteilerin einzuplanen. Ich habe nichts dagegen, ab und zu am WE zu arbeiten. Allerdings erwarte ich, dass man mir das frühzeitig sagt und mich nicht erst am späten Nachmittag davor spontan damit überfällt. Könnte ja sein, dass ich mein WE schon anderweitig verplant habe. Außerdem hat er mir grundsätzlich keinen Urlaub genehmigt, wenn ich welchen beantragt habe und mir welchen reingedrückt, wenn ich gar nicht frei nehmen wollte.
Das Geld kam nach einiger Zeit nur noch teilweise pünktlich aufs Konto. Auf meine Nachfrage hieß es, sie hätten nicht alle Stundennachweise per Fax bekommen (obwohl ich eine Fax-Bestätigung mit "OK" hatte). Wenn das Faxgerät der Firma nicht funktioniert, könnten sie mich doch kurz anrufen und mir das mitteilen.

ZAF 2: Lief alles bestens. Hatte in der Zeit 3 verschiedene Vorgesetzte und keinem von ihnen Probleme. Haben uns klasse verstanden, manchmal kam ich einfach so nach meinem Arbeitstag auf einen kurzen Plausch vorbei. Mit dem Geld stimmte ebenfalls alles, auch wegen Urlaub gab es nie Probleme. Ich bin flexibel und würde z. B. nie Urlaub in den Schulferien nehmen, wenn ich mich mit einer Mutter von schulpflichten Kindern gegenseitig vertreten muss. Aber mir den Urlaub völlig grundlos zu verweigern finde ich unter aller Kanone.

Heute habe ich wieder bei einer ZAF unterschrieben und bin nicht so ganz glücklich. Grund: Ich muss 35 Überstunden auf meinem Konto ansammeln, damit ich einen Tag abgleiten kann. Keine Ahnung, ob das heutzutage normal ist.
Update: Jetzt arbeite ich seit über einem Monat für diese ZAF und musste mich schon mehrmals ärgern. Dabei habe ich mich in meinem Einsatz sehr wohl gefühlt, interessante Aufgaben und supernette Kollegen gehabt. Nächste Woche fängt der neue Einsatz an, der geht 3-4 Monate lang. Ist in derselben Firma (Großunternehmen), hab´ ja schon jahrelange Berufserfahrung dort und fand bisher alle Niederlassungen und Abteilungen wirklich spitze.

Die Vorgesetzte aus meiner ZAF geht mir allerdings mächtig auf den Keks. Sie macht einen auf arrogant, autoritär und ignorant, wo es nur geht. Bei der Vertragsunterzeichnung sagte sie zu mir, dass die Löhne immer Mitte des Monats ausgezahlt werden, aber ich 2/3 des letzten Lohnes schon am Ende des vorigen Monats erhalten könne, wenn es mal nötig ist. Da ich einige Monate arbeitslos war, bat ich die Frau mir schon Ende September etwas Geld zu überweisen.

Tja, und am 1. Oktober kamen die ersten Anrufe und Briefe wegen Zahlungen, die nicht von meinem Konto abgebucht werden konnten. Das Geld wurde mir nicht wie versprochen überwiesen, und ich musste hinterher telefonieren. Zuerst meinte die Frau, sie hätte es vergessen. Und dann meinte sie ganz zickig: "Sie sind doch erst seit Mitte September bei uns, da können sie doch noch nicht solche Ansprüche stellen!" Dabei hat sie mir damals selbst den Vorschlag gemacht.

Wegen Klausuren (ich mache eine Weiterbildung) musste ich Anfang des Monats 3 Tage frei nehmen. Mit der Frau war abgesprochen, dass ich 1 Tag Urlaub und 2 Tage Gleitzeit nehme. Inzwischen hat sie es sich anders überlegt und mir 2 Tage Urlaub und 1 Tag Gleitzeit eingetragen. Auf meine Nachfrage nach dem Grund ist sie wieder ausgetickt.

Wenn ich irgendwelche Informationen von ihr benötige und deshalb Fragen stelle, werde ich grundsätzlich pampig abgefertigt und muss mir dumme Sprüche anhören. Nächsten Dienstag geht mein neuer Einsatz los. Beim Vorstellungstermin sagte mir der Abteilungsleiter die Uhrzeit. Die Frau von der ZAF meinte vorgestern am Telefon, dass die Personalabteilung ihr etwas anderes erzählt hätte. Sie wollte sich erkundigen und mich wenige Minuten später zurückrufen. Als ich dann 1 1/2 Tage nichts von ihr gehört hatte, rief ich am gestrigen Nachmittag wieder an. Dann war sie auch wieder eingeschnappt und meinte, sie hätte noch keine Info blabla... so nach dem Motto: Ich solle mich gefälligst gedulden statt immer so nervige Fragen zu stellen. Gut, okay. Heute kam wieder kein Anruf. Was ist, wenn sie sich auch Montag nicht bei mir meldet? Soll ich am Dienstag um die Uhrzeit erscheinen, die mir der Abteilungsleiter genannt hat? Soll ich beim Kunden selbst anrufen? Wenn ich das mache und der Kunde das der ZAF meldet, rastet sie wieder aus. Mache ich gar nichts, kann es sein dass die Frau mir Vorwürfe macht, warum ich nicht nachgefragt habe.

Das hier ist der Knaller: Vor meinem ersten Einsatz erzählte mir die Frau, dass der Kunde momentan nicht besonders gut bezahlt. Ich solle mich nicht abschrecken lassen, denn die ZAF hätte alles Mögliche getan um mehr für mich rauszuholen. Dafür bekäme ich auch einen Verpflegungsaufwand von 6 € pro Tag. In meiner letzten ZAF bekam ich sogar 12 €, und im Gegensatz zu dieser war die letzte ZAF sehr klein und weniger bekannt. Nun ja, mein Einsatzort liegt ca. 50 km von meinem Wohnort entfernt (ich arbeite in der Landeshauptstadt). Beim nächsten Einsatzort ist es dasselbe, nur in einer anderen Richtung. Darum kostet mich die Monatskarte fast 50 € mehr (das sind über 200 €!). Als ich die Frau gestern gefragt habe, ob ich für den nächsten Einsatz höheren Verpflegungsaufwand bekomme, war sie total außer sich.

Sie meinte zu mir, dass es mir klar sein müsse, dass sie gar nicht verpflichtet sei mir überhaupt Verpflegungsaufwand zu bezahlen und ich froh sein müsse, dass ich wenigstens die 6 € kriege. Sie könne mir auch dieses Geld jederzeit wieder streichen, wenn sie wolle. Außerdem hätte sie mir ganz freiwillig erzählt, dass der Kunde so schlecht bezahlt - so nach dem Motto, ich müsse ihr auf ewig dafür dankbar sein und deshalb Forderungen gefälligst unterlassen. Unglaublich.

Oh Mann, gerade mal einen Monat in der Firma und schon solche Probleme... ich will versuchen, das Ganze so locker wie möglich anzugehen und mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Wie sieht es eigentlich mit dem Thema Urlaub aus? Ich brauche ja ab und zu wegen Klausuren und Vorbereitung Urlaub, außerdem will ich meinen "normalen" Urlaub frühzeitig planen (ist finanziell besser, vor allem da wir Zeitarbeiter eh nicht die Welt verdienen). Haben die ZAF das Recht, uns den Urlaub so reinzudrücken wie es ihnen gerade passt? Ich arbeite jetzt schon viel, damit ich genügend Überstunden auf dem Konto habe, die ich in einsatzlosen Zeiten abbauen kann.
 

physicus

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#63
verrätst du uns auch was das für ein saustall von ZAF ist?, wäre ja gut wenn andere vorgewarnt sind und sich diesen murks nicht antun müssen.
 
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#64
Ich versteh das manchmal wirklich nicht. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Beispiele Pro und Contra ZAF. Meine Schwester arbeitet als PKH in einem in den Niederlanden sitzenden Unternehmen, sie ist aber bei einer deutschen ZAF angestellt. Sie ist Grenzpendlerin. Sie verdient hier 11 Euro pro Stunde, ihre in den Niederlanden arbeitenden Kolleginnen verdienen cirka 1 bis 1,70 weniger. Und sie ist eine Berufsanfängerin. So viel Geld könnte sie hier in einer öffentlichen Apotheke nicht verdienen.

Ich verstehe auch die Kleinrechnungen wie in dem Posting unter mir nicht wirklich.

Du findest für 220 monatlich mehr lohnt es sich nicht arbeiten zu gehen? Das ist doch ein Witz. Wenn ich beispielsweise in einem Call-Center arbeiten würde, verdiene ich 8 Euro die Stunde, das ist wenig, aber die Arbeit, die ich machen muss, verlangt auch keine besondere Ausbildung und kein besonderes Talent (und ich habe das schon mal gemacht, ich weiss wovon ich rede). Deswegen fand ich damals die Bezahlung auch okay, das war mir immer noch lieber als den ganzen Tag zuhause zu sitzen und nichts zu machen und über die untätigen Sozialbehörden zu schimpfen, wo ich auch nicht gerade ein Ausbund an Tätigkeit war.
Nun könnte man ja sagen, wenn ich nicht gelernt habe, habe ich eben auch keine andere Wahl.
So ist das aber nicht. Ich bin eine promovierte Akademikerin. Ich habe vor meiner Erkrankung und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit viel Geld verdient, ich hatte eine große Wohnung, fuhr ein dickes Auto, im Sommer hatte ich ein Motorrad -just for fun-, und ich fuhr 2 mal im Jahr in den Urlaub, von ein paar kleinen Kurztrips am Wochenende mal abgesehen. Dann wurde ich krank. Ich war noch jung, ich habe mich nicht um Altersvorsorge gekümmert, also eben ein paar typische Fehler gemacht, die unter jugendlichem Leichtsinn zu verbuchen sind. So ist das im Leben nun mal.
Ich habe trotzdem jeden Job angenommen, den man mir angeboten hat, ich habe Nachhilfe gegeben in einer Ganztagsschule für 2 Euro die Stunde Mehraufwandsentschädigung, ich habe in besagtem Call-Center gearbeitet, und ich habe auch mal Patientenbetreuung für die grünen Engel gemacht, auch für 2 Euro die Stunde. Na und. Wenigstens habe ich es versucht.
Mit der Einstellung, das ZA generell Exkremente ist, und mit Tipps wie man sich da rausmogeln kann kommt man nicht weiter. Wir alle hier wissen, das JC vermittelt nur in seltenen Fällen, das ist dann eben das Korn für das blinde Huhn. Aber jeder Arbeitgeber sieht doch lieber dass man sich bemüht hat, dass man im Arbeitsprozess geblieben ist, wenn es auch nur in einer Arbeitsgelegenheit war, aber man war sich eben nicht zu fein für so was.

Natürlich machen ZAF Gewinn. Das ist so vorgesehen. Sie bekommen 12 Euro und der Arbeitnehmer kriegt 7,5 (ich nehme mal das Beispiel hier aus dem Thread, auch wenn ich denke, dass die ZAF noch viel mehr als 12 Euro bekommt).

Von den 12 Euro kriegt der AN also 7,50, dann werden davon noch die Lohnnebenkosten bezahlt, ebenso muss davon der Urlaubsanspruch finanziert werden. Denn den Urlaub bezahlt die ZAF nicht der Kunde. Gleiches gilt für das Ausfallrisiko. Dann kommen die administrativen Kosten, und schließlich muss auch noch ein Gewinn drin sein. Würden wir auf der anderen Seite sitzen, würden wir das doch genau so machen, oder würde jemand das unternehmerische Risiko tragen wollen, ohne entsprechenden Gewinn? Wohl kaum.

Natürlich gibt es viele schwarze Schafe unter den ZAF. Das betrifft besonders die vielen kleinen Firmen. Die großen sind da noch ein bisschen humaner, wobei die großen Firmen das Geschäft mit den Hilfsarbeitern heute oft dankend den kleinen überlassen. Hier geht man eben davon aus, je höher der Bildungsstand umso zuverlässiger sind die Mitarbeiter. Ist vielleicht ein Vorurteil, aber wohl eines dass den Erfahrungswerten der Firmen entspricht.
Aber probieren kann man es dann doch. Warum denn nicht. Die großen Firmen werden immer mehr Personal von solchen Firmen anfordern, sie geben damit Risiko ab, sie vernichten natürlich damit auch in den eigenen Firmen Arbeitsplätze. Aber tatsächlich denke ich auch, dass solche Human Ressources Agenturen wohl die Zukunft im Arbeitsmarkt sind. Da befinden wir uns imho in einem gewaltigen Umbauprozess.
Und Leute die sich standhaft weigern, für solche Firmen zu arbeiten, weil sie sich von negativen Meldungen beeinflussen lassen, oder weil sie eben meinen dass sie für 220 Euro (wie in dem kleingerechneten Beispiel in dem Posting unter mir) nicht arbeiten wollen. Die werden es für den Rest ihres Lebens auf dem Arbeitsmarkt schwer haben, die werden im schlimmsten Fall auch in 20 Jahren noch vorm Rehcner sitzen und sich über die bösen SB auskotzen, die ihrem Job nicht nachkommen wollen oder können. Tun sie auch nicht, aber wenn mich das so extrem stört, dann muss ich eben jede Chance nutzen, das ich von denen nicht mehr so arg abhängig bin. Zeitarbeit wird hier immer stärker das Mittel der Wahl sein.

Die letzten Verhandlungen in Kurzform:
- 7,60 Euro, maximal!
- Bei Ablehnung erhalten Sie eine Sanktion!

Bei meiner Steuerklasse und bei der angegebenen Arbeitszeit verbleiben dann etwa 700 Euro Netto. Aber nur theoretisch!
Denn:
Es verbleibt ein Anspruch auf Aufstockung. Hierbei werden die Freibeträge nach §11 und §30 SGBII berechnet.
Der Freibetrag, also der mir verbleibende Lohn, läge bei ca. 220 Euro.

220 Euro monatlich, wofür auch an Wochenenden in einem 3-Schicht-Betrieb geknüppelt werden muß.
Und weiterhin muss man bei seinem SB in einer Schlange deprimierter "fauler Arbeitsloser" anstehen?

Wenn das die Zukunft (Exkremente) ist, dann möchte ich nicht daran teilnehmen. Als Suizidgefährdeter bin ich hier klar im Vorteil!

Besten Dank an unsere hohen Herren, die solch INHUMANE Kacke verzapfen und sich dann entweder aus diesem Land verpieseln oder mit käuflicher Liebe belohnen.
 

melissa1919

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#65
Natürlich gibt es viele schwarze Schafe unter den ZAF. Das betrifft besonders die vielen kleinen Firmen. Die großen sind da noch ein bisschen humaner, wobei die großen Firmen das Geschäft mit den Hilfsarbeitern heute oft dankend den kleinen überlassen.
Genau deshalb war ich froh, dass ich vor einigen Wochen bei dieser großen ZAF untergekommen bin. Die erste ZAF, mit der ich auch Probleme hatte, war ebenfalls groß. Die zweite ZAF, wo ich jahrelang ohne Schwierigkeiten mit den Leuten zusammengearbeitet hatte, war klein und eher unbekannt. Trotzdem haben die mich weitaus besser bezahlt. Ich hatte in den Jahren drei verschiedene Vorgesetzte und bin mit keinem von ihnen auch nur ein einziges Mal aneinandergeraten. Mein Lohn war immer pünktlich und vollständig auf dem Konto, der Verpflegungsaufwand weitaus höher als bei meiner jetzigen ZAF, Vereinbarungen wurden eingehalten, und ich konnte meinen Urlaub problemlos nehmen, wenn ich ihn beantragt hatte und er vom Kunden genehmigt worden war.

Ich würde auch lieber bei einer ZAF arbeiten als zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Schließlich macht sich ein Job immer besser im Lebenslauf als Arbeitslosigkeit, ganz egal welche Art von Job das ist. Wie man mit den ZAF zurechtkommt, hängt sehr stark von den Leuten ab, mit denen man es dort zu tun hat. Das weiß man vorher leider so gut wie gar nicht. Wenn man das Pech hat, einen Disponenten oder eine Disponentin zu erwischen, die einem das Leben zur Hölle machen, dann ist das ganz übel. Es hat aber nichts damit zu tun, ob man bei einer großen oder kleinen ZAF angestellt ist.
 
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#66
Ich würde auch lieber bei einer ZAF arbeiten als zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Schließlich macht sich ein Job immer besser im Lebenslauf als Arbeitslosigkeit, ganz egal welche Art von Job das ist. Wie man mit den ZAF zurechtkommt, hängt sehr stark von den Leuten ab, mit denen man es dort zu tun hat. Das weiß man vorher leider so gut wie gar nicht. Wenn man das Pech hat, einen Disponenten oder eine Disponentin zu erwischen, die einem das Leben zur Hölle machen, dann ist das ganz übel. Es hat aber nichts damit zu tun, ob man bei einer großen oder kleinen ZAF angestellt ist.


Nochmal die beuten dich /euch aus !!
Und Ob sich im Lebens lauf befindet von dann und dann bei ZAF so und so
von dann und dann bei ZAF so und so.
Von dann und dann bei ZAF so und so...... usw. ist einem Arbeitgeber wurscht. Das macht dein Lebenslauf nicht besser eher im Gegenteil.
Auch wenn du der Meinung bist du kommst mit deinem Disponenten gut aus..täusche dich da nicht...wenn es hart kommt ballert er dir einen vor den Latz.
Leiharbeitsfirmen sind Schmarotzer !
 

Jürgen3

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#67
Wenn ich beispielsweise in einem Call-Center arbeiten würde, verdiene ich 8 Euro die Stunde, das ist wenig, aber die Arbeit, die ich machen muss, verlangt auch keine besondere Ausbildung und kein besonderes Talent (und ich habe das schon mal gemacht, ich weiss wovon ich rede). Deswegen fand ich damals die Bezahlung auch okay, das war mir immer noch lieber als den ganzen Tag zuhause zu sitzen und nichts zu machen
Telefonist/Call-Center Agent war mal eine Aus- bzw. Weiterbildung. Hat man anscheinend abgeschafft, um Gehälter zu sparen.
Für Inbound benötigt man starke Nerven, für Outbound auf jeden Fall Talent, nämlich völlig skrupellos zu sein.

8 Euro Brutto sind kein existenzsichernder Lohn, erst Recht nicht mit Familie. Die zu erwartende Rente wäre sogar noch unter dem Existenzminimum.

Mit der Einstellung, das ZA generell Exkremente ist, und mit Tipps wie man sich da rausmogeln kann kommt man nicht weiter. Aber jeder Arbeitgeber sieht doch lieber dass man sich bemüht hat, dass man im Arbeitsprozess geblieben ist, wenn es auch nur in einer Arbeitsgelegenheit war, aber man war sich eben nicht zu fein für so was.
Bei welchen ZAFs warst du denn?

Natürlich machen ZAF Gewinn. Das ist so vorgesehen. Sie bekommen 12 Euro und der Arbeitnehmer kriegt 7,5 (ich nehme mal das Beispiel hier aus dem Thread, auch wenn ich denke, dass die ZAF noch viel mehr als 12 Euro bekommt).
Von den 12 Euro kriegt der AN also 7,50, dann werden davon noch die Lohnnebenkosten bezahlt, ebenso muss davon der Urlaubsanspruch finanziert werden. Denn den Urlaub bezahlt die ZAF nicht der Kunde. Gleiches gilt für das Ausfallrisiko. Dann kommen die administrativen Kosten, und schließlich muss auch noch ein Gewinn drin sein.
Ein Disponent sagte mal, dass man allgemein mit einer 2,x Ratio kalkuliert. Erhält also jemand 7,50, bekommt die ZAF 15+ Euro.
7,50+1,50 (AG-SV)+<1 Euro (Urlaub). Von den übrigen 5+ Euro PRO LEIHARBEITNEHMER und PRO STUNDE bei dutzenden Leiharbeitern werden dann also Dispos und Verwaltung bezahlt, bei Fachpersonal ist der Betrag noch entsprechend höher.
Das Ausfallrisiko bei Nichtbeschäftigung wird auch gerne (illegalerweise) auf den Leiharbeiter abgewälzt - Stichwort Arbeitszeitkonto mit bis zu 150 Arbeitsstunden.
Und natürlich alles zu Lasten der eigentlichen Sozialsicherungssysteme - gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung.
Beliebt ist in letzter Zeit auch, Personalkosten von der Arge bezahlen zu lassen - man gliedert bei der ZAF einfach einen Dispo aus, lässt diesen zu einem "Privaten Arbeitsvermittler" mutieren und mit dem Vermittlungsgutschein Arbeitskräfte an die ZAFs "vermitteln".

Natürlich gibt es viele schwarze Schafe unter den ZAF. Das betrifft besonders die vielen kleinen Firmen. Die großen sind da noch ein bisschen humaner, wobei die großen Firmen das Geschäft mit den Hilfsarbeitern heute oft dankend den kleinen überlassen. Hier geht man eben davon aus, je höher der Bildungsstand umso zuverlässiger sind die Mitarbeiter. Ist vielleicht ein Vorurteil, aber wohl eines dass den Erfahrungswerten der Firmen entspricht.
Liegt wohl eher daran, dass Schichtarbeit, Mehrarbeit, Wechselschicht und körperlich schwere Arbeit in Kombination mit niedrigen Löhnen und Monotonie wenig motivierend sind und mittelfristig fast immer zu gesundheitlichen Problemen physischer und psychischer Art führen.
In meiner Region werde die immer gleichen Hilfsjobs sowohl von kleinen als auch großen (ZAG, adecco) ZAFs angeboten, weil die Fluktuation sehr hoch ist.

Aber tatsächlich denke ich auch, dass solche Human Ressources Agenturen wohl die Zukunft im Arbeitsmarkt sind. Da befinden wir uns imho in einem gewaltigen Umbauprozess.
Zeitarbeit hat zu Recht einen schlechten Ruf, gerade in Deutschland.
Denn hier gilt nicht "Equal pay for equal work".
Frauen mussten jahrzehntelange gegen die Ungleichbehandlung bei der Bezahlung kämpfen, inwischen weitgehend erfolgreich.
Mit der Leiharbeit wird sie ungeniert wieder eingeführt - der eine Kollege am Band hat 7 Euro, sein Kollege 2 Meter daneben verdient 12 Euro mit der gleichen Arbeit.
In Staaten wie Frankreich, Österreich oder Finnland ist gleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit selbstverständlich, mehr noch: in Frankreich gibt es aufgrund der erhöhten Anforderungen an den Leiharbeiter - Ungewissheit, Mobilität, Flexibilität - sogar einen Aufschlag.

Und das größte Problem bei den Löhnen, welche die ZAFs zahlen, werden später die Renten sein.
Jemand, der 7, 8 oder 10 Euro Brutto verdient, wird später bei vielleicht 60% dieses Lohns niemals eine existenzsichernde Rente erhalten (Zeiten von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Wehrdienst drücken diese nochmals), Vermögen ansparen oder Vorsorge treffen können.
Da wird es in 30 Jahren einen gwaltigen Knall geben.
 
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#69
Aber Jürgen worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass es doch besser ist es zu versuchen als gar nichts zu machen, oder?

Ich verstehe diese Mentalität nicht. Wenn ich weiss was ich als Arbeitnehmer wert bin, mag das schön und gut sein, aber wenn ich das auf dem Markt nicht erzielen kann, scheine ich da wohl auf dem Holzweg zu sein. Ich meine, freie Marktwirtschaft bedeutet doch dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Wenn meine Ware (die Arbeitskraft, Ausbildung und Erfahrung) nicht den Preis bringen kann, den ich haben will, muss ich verhandeln. Gelingt mir das nicht adäquat, habe ich zwei Möglichkeiten, ich behalte meine Ware (und bleibe zuhause) oder ich überdenke den Preis. Bei dem Überangebot von Waren (der hohen Arbeitslosigkeit) habe ich aber schlechte Karten was Verhandlungen betrifft.
Die Ware wird -genau wie im Supermarkt- nicht besser oder beliebter je länger sie rumliegt.

Und die Alternative zu Zeitarbeitsfirmen ist doch oft, besonders für Langzeitarbeitslose und schlecht bis gar nicht ausgebildete Hilfskräfte eben Hartz IV. Da weiss ich nicht was besser ist, ZAF und die damit verbundene Erfahrungssammlung und das Gefühl zumindest zu versuchen mein Geld selber zu verdienen, was ja auch mit einem höheren Selbstwertgefühl verbunden ist, oder aber zuhause zu bleiben und sich vorm Amt für alles nackt machen zu müssen. Es gibt eben kaum Arbeitsplätze im vorderen ersten Arbeitsmarkt für Helferstellen und mittlerweile wird es eben auch für Facharbeiter da oft eng.
Ich weiss, dass man mit Einfachtätigkeiten für eine ZAF nicht ganz aus Hartz IV kommt, man bleibt vermutlich erstmal Aufstocker, aber ich bin nicht dann wenigstens nicht mehr ganz und gar von der Gnade eines Sachbearbeiters abhängig. Das wäre mir das aber wert.

Der schlechte Ruf. Ja das weiss ich. Aber in der Zukunft wird es deutlich mehr Zeitarbeit geben, und deswegen wird es da auch einen Umbau geben. Equal pay for equal work wird irgendwann auch in diesem Bereich ankommen. Aber es müssen konkurrenzfähige Löhne sein. Und ja, wir müssen uns da eben mit osteuropäischer Konkurrenz messen, auch wenn die teilweise noch sehr viel schlechter bezahlt werden (was im übrigen für Facharbeiter schon lange nicht mehr stimmt).
Die Zeiten in der wir in einer bequemen Hochlohnhängematte (verglichen mit europäischem Nivau) liegen konnten sind seit vielen Jahren vorbei. Das sollte mittlerweile überall angekommen sein.
 

hartz5

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#70
Aber Jürgen worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass es doch besser ist es zu versuchen als gar nichts zu machen, oder?
Stell Dir vor, es ist unterbezahlte Zeitarbeit und keiner geht hin........

DANN muss Arbeit wieder nach ihrem Wert und nicht nach dem reinen Sparwillen und der Sklavenhaltermentalität der Arbeitgeber vergütet werden.

Es ist in diesen Zeiten, so merkwürdig es auch klingen mag, besser, nichts zu tun, als die Lohnspirale für alle und auch für die nächsten Generationen nach unten zu drehen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, das ist, verdammt nochmal, eine Frage der Menschenwürde. Und die sollte auch Dir einiges wert sein.
 

Jürgen3

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#71
Ich meine, freie Marktwirtschaft bedeutet doch dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Wenn meine Ware (die Arbeitskraft, Ausbildung und Erfahrung) nicht den Preis bringen kann, den ich haben will, muss ich verhandeln. Gelingt mir das nicht adäquat, habe ich zwei Möglichkeiten, ich behalte meine Ware (und bleibe zuhause) oder ich überdenke den Preis. Bei dem Überangebot von Waren (der hohen Arbeitslosigkeit) habe ich aber schlechte Karten was Verhandlungen betrifft.
Wir haben aber eine SOZIALE Marktwirtschaft.
Deshalb gibt Arbeitsschutzgesetze, Kartellämter, Verbraucherschutz etc.

Es kann nicht angehen, dass der Staat respektive der Steuer-/Beitragszahler durch Kombilöhne und HartzIV-Aufstockung letztendlich die Gewinne von Unternehmen finanziert.

Firmen, die keine existenzsichernden Löhne zahlen wollen, aber dies eigentlich können, sind Schmarotzer und haben in Deutschland dann eben nichts zu suchen.
Es gibt inzwischen in den meisten europäischen Staaten Mindestlöhne, selbst in den USA, es gibt teilweise Equal Pay, also ist das alles auch hier in Deutschland möglich.


Da weiss ich nicht was besser ist, ZAF und die damit verbundene Erfahrungssammlung und das Gefühl zumindest zu versuchen mein Geld selber zu verdienen, was ja auch mit einem höheren Selbstwertgefühl verbunden ist, oder aber zuhause zu bleiben und sich vorm Amt für alles nackt machen zu müssen.
Ich weiß nicht, ob es sonderlich positiv für das Selbstwertgefühl ist, wenn ich aufgrund meines Niedriglohns trotz Vollzeit-Arbeitsplatz nicht in der Lage bin, mich und meine Familie zu ernähren und deshalb bei der Arge um Hilfe betteln muss.


Es gibt eben kaum Arbeitsplätze im vorderen ersten Arbeitsmarkt für Helferstellen und mittlerweile wird es eben auch für Facharbeiter da oft eng.
Für Facharbeiter wird es laut Wirtschaft eben nicht eng, im Gegenteil, angeblich gibt es sogar einen Fachkräftemangel.
Und gerade bei ZAfs werden auch gerne Facharbeiter zu Hilfsarbeiterlöhnen eingestellt, die dann qualifizierte Arbeiten ausführen sollen.


Ich weiss, dass man mit Einfachtätigkeiten für eine ZAF nicht ganz aus Hartz IV kommt, man bleibt vermutlich erstmal Aufstocker, aber ich bin nicht dann wenigstens nicht mehr ganz und gar von der Gnade eines Sachbearbeiters abhängig. Das wäre mir das aber wert.
Du bist dann nicht nur von der Gnade eines Sachbearbeiters abhängig, sondern ZUSÄTZLICH vom Disponenten deiner ZAF und gleichzeitig vom Entleiher, der dich ohne jede Frage, Widerspruch oder Frist mit einem kurzen Anruf rauswerfen kann, weil ihm vielleicht deine Nase nicht passt.

Nochmal meine Frage, bei welchen Zeitarbeitsfirmen warst du?
 

Westzipfler

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#72
Aber ... worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass es doch besser ist es zu versuchen als gar nichts zu machen, oder?

Ich verstehe diese Mentalität nicht. Wenn ich weiss was ich als Arbeitnehmer wert bin, mag das schön und gut sein, aber wenn ich das auf dem Markt nicht erzielen kann, scheine ich da wohl auf dem Holzweg zu sein. Ich meine, freie Marktwirtschaft bedeutet doch dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln ...

Die Zeiten in der wir in einer bequemen Hochlohnhängematte (verglichen mit europäischem Nivau) liegen konnten sind seit vielen Jahren vorbei. Das sollte mittlerweile überall angekommen sein.
Wenn ich Deine Beiträge hier im Thread so lese, so finde ich in Deiner Argumentation permanent die "üblichen Vorurteile gegen ELO´s", wie sie die Hetzpresse und die Medien via Auftrag Politik auch dauerhaft penetrieren! Als ELO also immer schön brav unterwürfig und demütig sein ... :icon_kotz:

Wenn ich Deine Beiträge in diesem Thread so lese, dann gelingt es mir trotz grösster Mühe nicht (ich hab´wohl zu wenig in der Birne ... :biggrin:), mich des Eindruck´s zu erwehren, daß die PROPAGANDA (= Gehirnwäsche) bei Dir bereits bestens funktioniert. Bist Du Teil derselben oder erst dazu geworden? :icon_kinn:

Wenn durch die Arbeitgeber (unter Mithilfe der Politik und des Steuerzahlers) nicht einmal seit Jahrzehnten mit Hilfe von KREDITBLASEN gigantischen Ausmaßes (= u. a. Klientel- und Wahlgeschenke) existenzsichernde Einkommen generiert werden können (ausser natürlich bei den hochleistungskriminellen Parasiten aus Politik und Finanzwirtschaft), wird dieses auch nicht durch "dauerhafte Penetration von Hetzargumenten und Vorurteilen gegen ELO´s" und schon gar nicht durch HART(Z) xy geschehen ... und von wegen FREIE Marktwirtschaft?! Lachhaft!

Nein, es ist mittleweile so, daß auch den dümmsten und dreistesten parasitären Dummbeuteln, die noch besser als ALG2-bezahlte Arbeit haben (oder noch besser, unkündbare im Beamtentum) auffällt, daß die "ganze Chose voll gegen die Wand fahren wird!" Fracksausen ...

Last but not least fand ich bei TACITUS *** ein passendes Zitat (sinngemäß) für Deine Argumentation:

Nichts gewinnt man durch geduldiges Nachgeben, ausser daß denen, die sich alles gefallen lassen, noch Schlimmeres auferlegt werde!!!

*** Tacitus

1. Tacitus
2. Tacitus @ Gratis-Spruch.de - Sprüche Zitate Weisheiten Trauersprüche - Kostenlos

Trotz alledem ein schönes WE :icon_party:
 
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#73
Aber Jürgen worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass es doch besser ist es zu versuchen als gar nichts zu machen, oder?

Ich verstehe diese Mentalität nicht.Wenn ich weiss was ich als Arbeitnehmer wert bin, mag das schön und gut sein, aber wenn ich das auf dem Markt nicht erzielen kann, scheine ich da wohl auf dem Holzweg zu sein. Ich meine, freie Marktwirtschaft bedeutet doch dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Wenn meine Ware (die Arbeitskraft, Ausbildung und Erfahrung) nicht den Preis bringen kann, den ich haben will, muss ich verhandeln. Gelingt mir das nicht adäquat, habe ich zwei Möglichkeiten, ich behalte meine Ware (und bleibe zuhause) oder ich überdenke den Preis. Bei dem Überangebot von Waren (der hohen Arbeitslosigkeit) habe ich aber schlechte Karten was Verhandlungen betrifft.
Die Ware wird -genau wie im Supermarkt- nicht besser oder beliebter je länger sie rumliegt.

Und die Alternative zu Zeitarbeitsfirmen ist doch oft, besonders für Langzeitarbeitslose und schlecht bis gar nicht ausgebildete Hilfskräfte eben Hartz IV. Da weiss ich nicht was besser ist, ZAF und die damit verbundene Erfahrungssammlung und das Gefühl zumindest zu versuchen mein Geld selber zu verdienen, was ja auch mit einem höheren Selbstwertgefühl verbunden ist, oder aber zuhause zu bleiben und sich vorm Amt für alles nackt machen zu müssen. Es gibt eben kaum Arbeitsplätze im vorderen ersten Arbeitsmarkt für Helferstellen und mittlerweile wird es eben auch für Facharbeiter da oft eng.
Ich weiss, dass man mit Einfachtätigkeiten für eine ZAF nicht ganz aus Hartz IV kommt, man bleibt vermutlich erstmal Aufstocker, aber ich bin nicht dann wenigstens nicht mehr ganz und gar von der Gnade eines Sachbearbeiters abhängig. Das wäre mir das aber wert.

Der schlechte Ruf. Ja das weiss ich. Aber in der Zukunft wird es deutlich mehr Zeitarbeit geben, und deswegen wird es da auch einen Umbau geben. Equal pay for equal work wird irgendwann auch in diesem Bereich ankommen. Aber es müssen konkurrenzfähige Löhne sein. Und ja, wir müssen uns da eben mit osteuropäischer Konkurrenz messen, auch wenn die teilweise noch sehr viel schlechter bezahlt werden (was im übrigen für Facharbeiter schon lange nicht mehr stimmt).
Die Zeiten in der wir in einer bequemen Hochlohnhängematte (verglichen mit europäischem Nivau) liegen konnten sind seit vielen Jahren vorbei. Das sollte mittlerweile überall angekommen sein.

Leider genau die Denk u-Handlungsweise die selbiges mieses System aufrecht erhält und nur die Leih und Zeitarbeiterfirmen verdienen läßt nicht aber deren Bedienstete. Mal ab gesehen von der Schweinerei das dann der Steuerzahler der auch unsereines ist wieder deren Unverschämtes Gebaren großzügig mitfinanzietrt!!! Also was für eine Einstellung soll das bitte sein wenn du hier solche Statements abgibst.Willst du die "Arbeiterin des Volkes "werden seit anbeginn von diesem Harzt4 Schwachsinn der maßgeblicher Katalysator für diesen Grausektor Zeitarbeit etc.ist?
Für mich unterlaufen derartige "Meinungen " den eigentlichen Sinn solcher Foren und der damit Verbundenen Menschen die GEGEN Sozialabau vorgehen,(der im übrigen möglich ist,wenn darüber nachgedacht wird wem man in die Tasche langen kann ohne jemandem wirklich zu schaden),und nicht unsereines) und auch für kommende Generationen Wege aufzeigen um unseren Kindern ein Leben als "Galeerensträflinge "zu ersparen!
 
E

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#74
ihr (elos) seid ein kleiner teil des volkes, vergesst das nicht. dem grössten teil des volkes geht es gut. ist halt so. ich bin im grunde zufrieden so wies läuft.
is halt so
:icon_evil:

Is ja niedlich und schön für dich....dann pass mal auf das dich das Hinterad nich irgendwann einholt auf deinem Boniertem Vehikel!!!!
 

melissa1919

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#75
Nochmal die beuten dich /euch aus !!
Und Ob sich im Lebens lauf befindet von dann und dann bei ZAF so und so
von dann und dann bei ZAF so und so.
Von dann und dann bei ZAF so und so...... usw. ist einem Arbeitgeber wurscht. Das macht dein Lebenslauf nicht besser eher im Gegenteil.
Auch wenn du der Meinung bist du kommst mit deinem Disponenten gut aus..täusche dich da nicht...wenn es hart kommt ballert er dir einen vor den Latz.
Leiharbeitsfirmen sind Schmarotzer !
Natürlich weiß ich, dass die ZAF uns ausbeuten und an uns verdienen. Wer weiß das nicht? Aber was soll ich machen... zu Hause bleiben und rumsitzen?? Ich war ein halbes Jahr arbeitslos. In dieser Zeit habe ich 3 Monate lang einen Minijob als Telefonistin ausgeübt und ein unbezahltes Praktikum gemacht.

Bewerbungen habe ich eine Menge geschrieben, bekam aber nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungstermin von einer Nicht-ZAF. Wirklich kein einziges Mal. Und ich beschäftige mich wirklich ausgiebig mit dem Thema, habe schon mehrere Bewerbungstrainings hinter mir, unterhalte mich privat mit Leuten, die im Personalbereich arbeiten usw.

Ich kann es mir nicht leisten, ewig arbeitslos zu Hause zu sitzen. Bin nämlich nicht die Partnerin eines gut verdienenden Mannes, sondern Single und muss für alles selbst aufkommen.

Wer ist schon gerne und freiwillig bei einer ZAF? Mein Ziel ist eine Festanstellung in dem Unternehmen, in welchem ich jetzt über die ZAF beschäftigt bin. Momentan arbeite ich nur als Vertretung, bewerbe mich aber zwischendrin auf interne Stelle, wenn ich Anzeigen auf der firmeninternen Seite finde. Ich habe in diesem Großunternehmen insgesamt schon fast 4 Jahre gearbeitet, war in verschiedenen Niederlassungen und in mehreren Abteilungen. Habe dort so viele Erfahrungen gesammelt, so dass ich bei einem Abteilungswechsel nicht mehr großartig eingelernt werden muss. Leider ist es nicht einfach, als Externe dort reinzukommen - aber ich gebe nicht auf. Ich habe dort Leute kennengelernt, die 5-8 Jahre als Leasingkräfte in dieser Firma tätig waren, bevor sie übernommen wurden.

Zwar hatte ich in der Zwischenzeit zwei Festanstellungen bei kleineren Firmen, aber das war der Horror schlechthin. Ganz ehrlich, da war ich als Leasingkraft beim Großunternehmen glücklicher. Festanstellung bedeutet nämlich nicht unbedingt, dass man mehr Geld bekommt, die Arbeit Spaß macht und man ein gutes menschliches Umfeld hat.
 

arbeitslos in holland

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#76
In dieser Zeit habe ich 3 Monate lang einen Minijob als Telefonistin ausgeübt und ein unbezahltes Praktikum gemacht.
da kannst du aber stolz sein, auf dich ! :cool:

wieso sollte ein unternehmen DICH einstellen, wenn du UMSONST kommst ? ich komme ursprünglich aus ba-wü, die sich wg. der angeblichen vollbeschäftigung rühmen.......
dort bekommst du ohne "probearbeit"(1 monat) gar keine stelle. der unternehmer holt sich jeden monat neue deppen, die einen monat für gotteslohn schuften. meine mutter(bj 1942) sagte immer
"mit den dummen dreht man die welt um"

Bewerbungen habe ich eine Menge geschrieben, bekam aber nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungstermin von einer Nicht-ZAF. Wirklich kein einziges Mal. Und ich beschäftige mich wirklich ausgiebig mit dem Thema, habe schon mehrere Bewerbungstrainings hinter mir, unterhalte mich privat mit Leuten, die im Personalbereich arbeiten usw.
dann wechsle mal dringend deinen freudes- u. bekanntenkreis. die scheinen alle relativ uninformiert bis total ahnungslos zu sein, wie DU!

Ich kann es mir nicht leisten, ewig arbeitslos zu Hause zu sitzen. Bin nämlich nicht die Partnerin eines gut verdienenden Mannes, sondern Single und muss für alles selbst aufkommen.
single ? beste voraussetzungen, um über den tellerrand hinaus zu denken. ich in deutschland arbeiten ? im LEBEN nicht mehr :cool:

Wer ist schon gerne und freiwillig bei einer ZAF? Mein Ziel ist eine Festanstellung in dem Unternehmen, in welchem ich jetzt über die ZAF beschäftigt bin. Momentan arbeite ich nur als Vertretung, bewerbe mich aber zwischendrin auf interne Stelle, wenn ich Anzeigen auf der firmeninternen Seite finde. Ich habe in diesem Großunternehmen insgesamt schon fast 4 Jahre gearbeitet, war in verschiedenen Niederlassungen und in mehreren Abteilungen. Habe dort so viele Erfahrungen gesammelt, so dass ich bei einem Abteilungswechsel nicht mehr großartig eingelernt werden muss. Leider ist es nicht einfach, als Externe dort reinzukommen - aber ich gebe nicht auf. Ich habe dort Leute kennengelernt, die 5-8 Jahre als Leasingkräfte in dieser Firma tätig waren, bevor sie übernommen wurden.
du bist halt VOLLKOMMEN merkbefreit und lernresistent. die brauchen dich nicht, die wollen dich nicht, die haben genug an dir, weil du wie ein hündchen dem stöckchen hinterherläufst.

Zwar hatte ich in der Zwischenzeit zwei Festanstellungen bei kleineren Firmen, aber das war der Horror schlechthin. Ganz ehrlich, da war ich als Leasingkraft beim Großunternehmen glücklicher. Festanstellung bedeutet nämlich nicht unbedingt, dass man mehr Geld bekommt, die Arbeit Spaß macht und man ein gutes menschliches Umfeld hat.
bei deiner bewerbung liest der ag schon heraus, dass man mit dir alles veranstalten kann.........

die rechnung für deine NAIVE bzw. (hirn)BLINDE haltung ggü. den dt. realitäten, bekommst du dann in form deines rentenbescheides. DANN spätestens wirst auch DU merken:

MAN HAT DICH VERARSCHT ! :biggrin:
 

arbeitslos in holland

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#78
Daß wir alle geschlossen nach Skandinavien, NL oder sonstwohin auswandern wird wohl schlecht möglich sein. :confused:
es wandern jedes jahr genug "schleichend" aus. meist junge und gut ausgebildete(da gehöre ich AUSDRÜCKLICH nicht dazu :cool:)

solange politiker wie seehofer noch frei herumlaufen dürfen, geht es germanien noch viel zu gut. nur um die NPD mache ich mir ernste sorgen :icon_twisted:

blanker hass gegen ausländer und sozialrassismus gibt es alles schon bei CDU/CSU/FDP/SPD und GRÜNEN
 

hartz5

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#79
Daß wir alle geschlossen nach Skandinavien, NL oder sonstwohin auswandern wird wohl schlecht möglich sein. :confused:
Naja, zwischen Auswandern und Zeitarbeitssklave liegt schon noch etwas....aber man muss sich nicht versklaven und das auch noch verteidigen.....ohne auch nur ansatzweise über die Auswirkungen solcher minderbezahlter Jobs zu nachzudenken......

Wenn jeder so denkt.....dann werden wir alle nur noch Niedrig-ZAF-Tagelöhner.

Und sich ne zeitlang einschränken (ja, ich weiß, daß H4 verdammt wenig ist und der Weg raus schwer) ist mir immer noch lieber als mich weit unter Wert zu verkaufen....Denn sonst bleibt mir als Aufstocker noch weniger Menschenwürde als jetzt. Arbeiten gehen UND mich von der Arge schikanieren zu lassen.....NEE!!!!!!!!!!

Und das Märchen vom "Sprungbrett" Zeitarbeit ist doch nun wirklich :icon_kotz:
 
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#80
Im Prinzip bin ich ja seit ein paar Tagen mit 7,50 Euronen/h auch noch im Billiglohnbereich, obwohl es wenigstens Tarif ist.

Und Zeitarbeit, nur um Mißverständnisse auszuräumen, kommt für mich überhaupt nicht mehr in Frage.

:icon_evil:
 

hartz5

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#81
Im Prinzip bin ich ja seit ein paar Tagen mit 7,50 Euronen/h auch noch im Billiglohnbereich, obwohl es wenigstens Tarif ist.

Und Zeitarbeit, nur um Mißverständnisse auszuräumen, kommt für mich überhaupt nicht mehr in Frage.

:icon_evil:

Es macht für mich einen Unterschied, ob mir mein Arbeitgeber direkt 7,50 Euro pro Stunde zahlt, nachdem er mich in einem VG kennengelernt hat und mich persönlich einstellt (mag blöde klingen, ist aber so) oder ob eine dubiose ZAF mehr für mich kassiert und der AG (sprich die Firma, wo man dann eingesetzt wird) sich nicht mal die Mühe macht, mich vor Arbeitsbeginn kennenzulernen.......

Ich bin kein Mietwagen ...
 

Donauwelle

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#82
Und die Alternative zu Zeitarbeitsfirmen ist doch oft, besonders für Langzeitarbeitslose und schlecht bis gar nicht ausgebildete Hilfskräfte eben Hartz IV.
Nun - die Alternative - und das nicht nur für schlecht bis gar nicht ausgebildete Hilfskräfte, denn die meisten haben IHK-Ausbildungen - ist es, entweder ganz Hartz IV und Maßnahmeindustrie oder Zeitarbeit und HartzIV als Aufstockung. Also ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera, insbesondere da Zeitarbeit nebst Aufstockung häufig meint, dass man manche Kosten nicht minimieren kann, da man noch einen PKW nutzen muss. PKW-Nutzung meint aber, dass man entweder alte Autos mit dem Risiko nutzen muss, alle paar Monate erhebliches Geld in die Kiste hineinzustecken - oder Finanzierungskosten für ein "relativ neues" Fahrzeug zu finanzieren. Und das sind eben keine 50 EUR im Monat sondern Kosten, die das Mehr zwischen HartzIV und Aufstockung fast auffressen... - zum Risiko, dass man an den Kosten hängen bleibt, wenn der Job weg ist (was ja recht einfach ist - man braucht einfach nur mal eine richtige Grippe!)

Gegen das Modell Zeitarbeit ist an sich gar nichts zu sagen, sofern es eben für den Unternehmen eine teure Alternative für Übergangszeiten ist, um Produktionsspitzen abzufangen und eben nicht, wie heute, eine fast gleich teure Alternative zum Festangestellten - ohne Risiko und Bindung. So wie es jetzt läuft, spart sich der Unternehmer eine Person im Personalbüro, da er die Auswahl einem Zeitarbeitsunternehmen überlässt, hat kein Risiko bei Auftragseinbussen und zahlt eben in etwa das, was er zuvor für einen Festangestellten gezahlt hat. Das Risiko trägt der Zeitarbeiter selbst, seltener die Zeitarbeitsfirma, da sie ihn bei Nichtbedarf recht einfach los werden kann - zu einem Dumpinglohn. Solange Zeitarbeit das ist, was es sein soll, ist es sicherlich eine Alternative zu einer Festanstellung im Betrieb - nicht jedoch wenn der Vorteil nur bei einer Partei liegt.
 

melissa1919

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#83
da kannst du aber stolz sein, auf dich ! :cool:

wieso sollte ein unternehmen DICH einstellen, wenn du UMSONST kommst ? ich komme ursprünglich aus ba-wü, die sich wg. der angeblichen vollbeschäftigung rühmen.......
dort bekommst du ohne "probearbeit"(1 monat) gar keine stelle. der unternehmer holt sich jeden monat neue deppen, die einen monat für gotteslohn schuften. meine mutter(bj 1942) sagte immer
"mit den dummen dreht man die welt um"

dann wechsle mal dringend deinen freudes- u. bekanntenkreis. die scheinen alle relativ uninformiert bis total ahnungslos zu sein, wie DU!

single ? beste voraussetzungen, um über den tellerrand hinaus zu denken. ich in deutschland arbeiten ? im LEBEN nicht mehr :cool:

du bist halt VOLLKOMMEN merkbefreit und lernresistent. die brauchen dich nicht, die wollen dich nicht, die haben genug an dir, weil du wie ein hündchen dem stöckchen hinterherläufst.

bei deiner bewerbung liest der ag schon heraus, dass man mit dir alles veranstalten kann.........

die rechnung für deine NAIVE bzw. (hirn)BLINDE haltung ggü. den dt. realitäten, bekommst du dann in form deines rentenbescheides. DANN spätestens wirst auch DU merken:

MAN HAT DICH VERARSCHT ! :biggrin:
@arbeitslos in holland: Ich würde sicherlich nicht ´nen ganzen Monat Probearbeit machen. 1-2 Tage müssen reichen, that´s it. Wer meint ich würde einen ganzen Monat ohne Bezahlung schuften, der muss ohne mich klar kommen. Dieses Praktikum habe ich für mein Studium gemacht, welches ich aus reinem Interesse durchziehe. Das hat mit meinem eigentlichen Beruf nichts zu tun. Und so kurze Praktika sind nun mal unbezahlt. D. h. ich hätte es sogar wirklich gut bezahlt bekommen, nur leider hat das Arbeitsamt gestresst (ich hab´ zu der Zeit ALG1 bezogen).

Ich lasse sicherlich nicht alles mit mir machen und setze Grenzen. Deshalb habe ich meine erste Festanstellung nach nur 11 Monaten gekündigt. Auswandern geht nicht so einfach, denn ich bin keine EU-Staatsbürgerin und habe erst vor wenigen Monaten meinen Antrag auf deutsche Staatsangehörigkeit gestellt. Da kann ich schlecht wegen Arbeit in ein anderes Land ziehen.

Und von irgendwas muss ich schließlich über die Runden kommen... mit ALG1 kann ich auf die Dauer gerade mal Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Lebensmittel bezahlen. Und der Mensch hat nun mal auch andere Wünsche im Leben und möchte nicht nur den ganzen Tag zu Hause sitzen, Haushalt machen und Löcher in die Luft starren.
 
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#84
Natürlich weiß ich, dass die ZAF uns ausbeuten und an uns verdienen. Wer weiß das nicht? Aber was soll ich machen... zu Hause bleiben und rumsitzen?? Ich war ein halbes Jahr arbeitslos. In dieser Zeit habe ich 3 Monate lang einen Minijob als Telefonistin ausgeübt und ein unbezahltes Praktikum gemacht.

Bewerbungen habe ich eine Menge geschrieben, bekam aber nicht eine einzige Einladung zu einem Vorstellungstermin von einer Nicht-ZAF. Wirklich kein einziges Mal. Und ich beschäftige mich wirklich ausgiebig mit dem Thema, habe schon mehrere Bewerbungstrainings hinter mir, unterhalte mich privat mit Leuten, die im Personalbereich arbeiten usw.

Ich kann es mir nicht leisten, ewig arbeitslos zu Hause zu sitzen. Bin nämlich nicht die Partnerin eines gut verdienenden Mannes, sondern Single und muss für alles selbst aufkommen.

Wer ist schon gerne und freiwillig bei einer ZAF? Mein Ziel ist eine Festanstellung in dem Unternehmen, in welchem ich jetzt über die ZAF beschäftigt bin. Momentan arbeite ich nur als Vertretung, bewerbe mich aber zwischendrin auf interne Stelle, wenn ich Anzeigen auf der firmeninternen Seite finde. Ich habe in diesem Großunternehmen insgesamt schon fast 4 Jahre gearbeitet, war in verschiedenen Niederlassungen und in mehreren Abteilungen. Habe dort so viele Erfahrungen gesammelt, so dass ich bei einem Abteilungswechsel nicht mehr großartig eingelernt werden muss. Leider ist es nicht einfach, als Externe dort reinzukommen - aber ich gebe nicht auf. Ich habe dort Leute kennengelernt, die 5-8 Jahre als Leasingkräfte in dieser Firma tätig waren, bevor sie übernommen wurden.

Zwar hatte ich in der Zwischenzeit zwei Festanstellungen bei kleineren Firmen, aber das war der Horror schlechthin. Ganz ehrlich, da war ich als Leasingkraft beim Großunternehmen glücklicher. Festanstellung bedeutet nämlich nicht unbedingt, dass man mehr Geld bekommt, die Arbeit Spaß macht und man ein gutes menschliches Umfeld hat.

Du wirst dich im Kreis drehen..und das immer schneller..ein halbwegs bezahlter Job wird dabei aber nicht raus springen.
So lange es Zeitarbeit gibt wird jeder Firmenboss ein Teufel tun und jemanden einstellen.
Schön du Sammelst Erfahrungen..für deinen nächste Einsatz bei einer ZAF ist das immer besser..die kann alles die weiss alles...und die verleihen wir für gutes Geld an eine Firma..da Verdienen wir richtig mit ihr..weil wir sie ja billig entlohnen.
Übrigens ich bin auch Singel und habe keine gut Verdienende Frau an meiner Seite.
Gleiches Geld für gleiche Arbeit..und wie es in Frankreich üblich ist noch einen15 % Zuschlag oben drauf..weil man jeder zeit seinen Job verlieren kann.
Dann ist Zeitarbeit eine alternative sonst nicht.
 

Donauwelle

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#85
@Melissa

Nun, aber wer will denn Leute festanstellen - mal abgesehen solche, die nur sehr schwer austauschbar oder schwer zu bekommen sind - wenn sie für dasselbe Geld Menschen einstellen können, die die Arbeit auch ohne Festanstellung tun und dabei noch froh sind, überhaupt Arbeit zu haben. Das ist doch wie bei den 1-EUR-Jobs.

Das passt dort, wo Spezialwissen gebraucht wird und eine Einarbeitung mehrere Monate dauert. Aber in sehr vielen Bereichen gibt es das nicht mehr.

Zeitarbeit war mal ein Sprungbrett - damals wurde die Zeitarbeit zwar auch nicht mit equal pay vergolten, aber die Unterschiede waren bei weitem nicht so, wie sie heute sind. Schuld sind da nicht nur die Zeitarbeitslöhne, sondern auch die massive Zunahme an Zeitarbeitsfirmen und deren Wettbewerb untereinander, so dass auch deren Margen kleiner geworden sind.

Wenn ich als Unternehmer nun die Wahl habe, für 15 EUR insgesamt einen Arbeiter fest einzustellen, bei dem ich alle Krankheitsrisiken selbst tragen muss und den ich bei Unterproduktion weiterbeschäftigen muss - oder zum selben oder nur geringfügig übersteigenden Preis eine Leiharbeitsfirma zu beschäftigen, ist meine Handlung eigentlich schon vorgegeben. Da kann man dann lange darauf warten, eine Anstellung zu bekommen - und das ist für viele ja noch der Grund, durchzuhalten. Mein Nachbar, 57, arbeitet schon seit 12 Jahren bei Manpower. Der Mann ist fleißig, überpünktlich und trotz "altersbedingter" Wehwehchen jemand, der noch mit dem Krückstock zur Arbeit geht. Vor zwei Jahren hatte er von der Firma (Conti-Scheffler-Gruppe), bei der er seit 3 Jahren eingesetzt wurde, ein Einstellungsangebot - das kam aber wegen der Einstellunguntersuchung nicht zustande. Darüber muss er mittlerweile glücklich sein, weil wenige Monate später alle Zeitarbeitsverträge mit dieser Firma aufgelöst wurden und die Mitarbeiter mit den kürzesten Verträgen oder in Probezeit entlassen wurden.

Aber - die Konditionen der Zeitarbeit zu ändern ist Aufgabe des Gesetzgebers.
 

n0b0dy

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#86
ja diese zaf´s spriessen wie unkraut aus der erde, mittlerweile macht doch jeder etwas grössere betrieb seine eigene zaf auf, kündigt den grossteil der mitarbeiter und stellt sie als zeitarbeiter wieder ein

naja ich bin immernoch ganz zufrieden bei meiner zaf, hab jetz auch zum ersten mal nen vollen lohn gekriegt, es waren tatsächlich 1,3k,
um genau zu sein 1322,02 € ( bei st-kl 1 )...wers nicht glaubt dem kann ich gern die abrechnung hier reinstellen

dafür dass das da wirklich nicht mit "arbeit" zu vergleichen ist, ist das gutes geld...

das wird aber wohl nur bis zum ende des weihnachtsgeschäftes so bleiben...danach wird warscheinlich eh der großteil wieder gekündigt

mal abwarten bis das jahr zu ende ist...
 
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#87
nobody, endlich mALjemand der wenigstens etwas zufrieden is mit za. aber wenn man überlegt dass du dafür nachtschichten klopps isses eigentlich immer noch zuwenig. freut mich aber dass du zufrieden bis . habe selbs 9 monate bei ner zaf gearbeitet und auch fast nur positive erfahrungen gemacht.
 
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#88
ja diese zaf´s spriessen wie unkraut aus der erde, mittlerweile macht doch jeder etwas grössere betrieb seine eigene zaf auf, kündigt den grossteil der mitarbeiter und stellt sie als zeitarbeiter wieder ein

naja ich bin immernoch ganz zufrieden bei meiner zaf, hab jetz auch zum ersten mal nen vollen lohn gekriegt, es waren tatsächlich 1,3k,
um genau zu sein 1322,02 € ( bei st-kl 1 )...wers nicht glaubt dem kann ich gern die abrechnung hier reinstellen

dafür dass das da wirklich nicht mit "arbeit" zu vergleichen ist, ist das gutes geld...

das wird aber wohl nur bis zum ende des weihnachtsgeschäftes so bleiben...danach wird warscheinlich eh der großteil wieder gekündigt

mal abwarten bis das jahr zu ende ist...


Wieviel Stunden hast du für die 1300 € gearbeitet..wieviel Spät und Nachtschichten hast du gemacht dafür ?
Würde mich mal Interessieren.
 

n0b0dy

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#89
also ich "arbeite" von 22 bis 6 uhr...jetz beim weihnachtsgeschäft hab ich ne 7 tage woche, und dann jeweils 1 tag frei...aber nächsten monat hab ich z bsp au mal 2 tage am stück frei, manchmal sogar 3

ich schreib mal die pausen auf...die sind zwar egtl nicht regulär, aber so wirds halt seit ich da bin gemacht

22 uhr: beginn
23 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
00 uhr: ca. 15 min pause
01 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
02 uhr: 30 min pause ( diese ist egtl die reguläre pause )
03 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
04 uhr: ca. 15 min pause
05 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
06 uhr: feierabend


das sind 1 std 20 min pause...von 8 std...dadurch das da jede volle std irgend ne pause ist, kriegt man garnich mit wie schnell die zeit da vergeht

und die arbeit ist sowas von locker, es ist zwar immernoch akkord aber absolut keine schwere oder anstrengende arbeit...man kann mit kollegen quatschen, mukke nebenbei hören...alles voll locker
 
E

ExitUser

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#90
22 uhr: beginn
23 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
00 uhr: ca. 15 min pause
01 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
02 uhr: 30 min pause ( diese ist egtl die reguläre pause )
03 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
04 uhr: ca. 15 min pause
05 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
06 uhr: feierabend
Is ja ein Leben wie im Jobcenter.

:icon_twisted:

.
 
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#91
also ich "arbeite" von 22 bis 6 uhr...jetz beim weihnachtsgeschäft hab ich ne 7 tage woche, und dann jeweils 1 tag frei...aber nächsten monat hab ich z bsp au mal 2 tage am stück frei, manchmal sogar 3

ich schreib mal die pausen auf...die sind zwar egtl nicht regulär, aber so wirds halt seit ich da bin gemacht

22 uhr: beginn
23 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
00 uhr: ca. 15 min pause
01 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
02 uhr: 30 min pause ( diese ist egtl die reguläre pause )
03 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
04 uhr: ca. 15 min pause
05 uhr: ca. 5 min zigarettenpause
06 uhr: feierabend


das sind 1 std 20 min pause...von 8 std...dadurch das da jede volle std irgend ne pause ist, kriegt man garnich mit wie schnell die zeit da vergeht

und die arbeit ist sowas von locker, es ist zwar immernoch akkord aber absolut keine schwere oder anstrengende arbeit...man kann mit kollegen quatschen, mukke nebenbei hören...alles voll locker
Und was ein Festangestellter verdient haut dich dann aber aus den Socken mein lieber.
Bei Nachtschichten gibt es für Festangestellte mit einem Tarifvertrag Zuschläge zwischen 25% und mehr für die Nacht.
Ich denke eine normal bezahlte Arbeit kennst du gar nicht.
Ist kein Vorwurf da ich denke das du sehr jung bist und niemals kennen gelernt hast das man für Spät und Nachtschichten auch vernüftiges Geld verdient hat.
 

FerAlNo

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#92
Na hoffentlich war das mit den Pausenzeiten nicht voreillig,
in Sehnsucht an die Zeiten als für diese Arbeit nie wer unter dem Doppelten nach Hause gegangen wäre...
 
G

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Gast
#93
@n0b0dy: ca. 1300 Euro bekommst Du, das ist dann doch Brutto, nicht wahr? Würde ich niemals machen wollen, vor allem nicht, wenn da Nachtschichten bei sind.

Du wirst ausgebeutet.
 

Westzipfler

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#94
@n0b0dy: ca. 1300 Euro bekommst Du, das ist dann doch Brutto, nicht wahr? Würde ich niemals machen wollen, vor allem nicht, wenn da Nachtschichten bei sind.

Du wirst ausgebeutet.
@n0b0dy:

Der Dank der asozialen Verantwortlichen aus der Melange von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern ist Dir sicher. Sie werden Dir bei nächster Gelegenheit erklären, daß DU selbstverständlich auch für erheblich weniger wirst arbeiten müssen. Hauptsache DU hast Arbeit und die Vorgenannten die Vorteile aus Deiner Versklavung!!!

Hat Dir Dein Sklaventreiber, Politiker vor Ort oder der Gewerkschafter heute schon "Danke schön = Fcuk U" gesagt??? :icon_neutral:
 
E

ExitUser

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#95
@n0b0dy: ca. 1300 Euro bekommst Du, das ist dann doch Brutto, nicht wahr? Würde ich niemals machen wollen, vor allem nicht, wenn da Nachtschichten bei sind.

Du wirst ausgebeutet.
Naja...ich kann mir schon vorstellen,wie Nobody sich jetzt fühlt. Kommt halt drauf an,welche finanziellen Sprünge man gewöhnt ist. Und wenn man noch im Hotel Mama lebt und bislang nur ein mickriges Azubigehalt kassiert hat,dann fühlt man sich mit JEDEM Lohn im 1. richtigen Job wie ein König. Ich kann mich noch an meinen ersten Job nach der Ausbildung erinnern...da hab ich im 2-Schicht-System im Akkord Fahrräder für Quelle und Neckermann zusammengeschraubt, 170-180h/Monat. Und hab im Durchschnitt Netto zwischen 1700 DM (!) heimgetragen. Als Festangestellter. Da dacht ich mir auch manchmal "Was kostet die Welt?",weil ich mir plötzlich Wünsche erfüllen konnte,von denen ich vorher nie zu träumen gewagt hätte. In dem Alter hat man halt selbst meist noch keinen Plan,welche Kosten auf einen zukommen,wenn man wirklich selbstständig lebt. Heute würden mich für diesen Lohn keine 10 Pferde mehr zu so einem Job bringen...
 

Westzipfler

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Naja...ich kann mir schon vorstellen,wie Nobody sich jetzt fühlt. Kommt halt drauf an,welche finanziellen Sprünge man gewöhnt ist. Und wenn man noch im Hotel Mama lebt und bislang nur ein mickriges Azubigehalt kassiert hat,dann fühlt man sich mit JEDEM Lohn im 1. richtigen Job wie ein König. Ich kann mich noch an meinen ersten Job nach der Ausbildung erinnern...da hab ich im 2-Schicht-System im Akkord Fahrräder für Quelle und Neckermann zusammengeschraubt, 170-180h/Monat. Und hab im Durchschnitt Netto zwischen 1700 DM (!) heimgetragen. Als Festangestellter. Da dacht ich mir auch manchmal "Was kostet die Welt?",weil ich mir plötzlich Wünsche erfüllen konnte,von denen ich vorher nie zu träumen gewagt hätte. In dem Alter hat man halt selbst meist noch keinen Plan,welche Kosten auf einen zukommen,wenn man wirklich selbstständig lebt. Heute würden mich für diesen Lohn keine 10 Pferde mehr zu so einem Job bringen...
Ja, ja ... mit "ein wenig Speck" fängt man Mäuse, aber so wenig für die Arbeit eines Menschen ... :icon_kinn:
 
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@n0b0dy:

Der Dank der asozialen Verantwortlichen aus der Melange von Politik, Gewerkschaften und Arbeitgebern ist Dir sicher. Sie werden Dir bei nächster Gelegenheit erklären, daß DU selbstverständlich auch für erheblich weniger wirst arbeiten müssen. Hauptsache DU hast Arbeit und die Vorgenannten die Vorteile aus Deiner Versklavung!!!

Hat Dir Dein Sklaventreiber, Politiker vor Ort oder der Gewerkschafter heute schon "Danke schön = Fcuk U" gesagt??? :icon_neutral:

also ich würde die schei..e auch für 1700€ netto nicht machen.
 

n0b0dy

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hm, ich weiß nich was mit euch allen abgeht, aber vllt sind da ja einige etwas neidisch?

ich rede von netto...1,3...und auch ich bekomme sämtliche zuschläge für nacht-, sonntags- und feiertagsschicht...aber immer nur einen, also wenn mal ein sonntag ein feiertag is dann bekomm ich trotzdem nur den feiertags-zuschlag

zu meinem alter...ich bin 28...jung würd ich das nicht mehr nennen

aso und ich wohn allein, in ner 20 m² bude...aber nächsten monat zieh ich um, jetz kann ich mir ja was größeres leisten und muss keine rücksicht drauf nehmen ob das behinderte amt das bezahlt

nur ums mal klarzustellen...ich bin strikt gegen zeitarbeit, hab da genug erfahrungen gemacht

aber da wo ich jetz bin kann man sehr gutes geld machen für arbeit wo man nebenbei schlafen könnte^^

denkt doch was ihr wollt, ich hab lange genug zu hause rumgesessen und von hartz 4 "gelebt"...jetz geh ich halt nachts ein bißchen "arbeiten", laber die ganze zeit mit sehr korrekten leuten die ich mittlerweile da kennengelernt hab, und krieg da sogar noch 1,3 NETTO raus

€:

so hab mal die abrechnung reingestellt, damit mir auch der letzte zweifler glaubt

wie man sieht hab ich durch die nachtschicht allein 327 € mehr verdient, und durch die sonntage bzw egtl samstage weil nachtschicht hab ich 114 € verdient...macht also gute 440 € mehr als bei der normalen schicht

und wie in meinem thread gesagt, ich arbeite gerne nachts...also passt wunderbar so wie es ist

ach und bevor ich es vergesse...ich hab damals auch mal ne ausbildung gemacht, aber leider nach 2 jahren abgebrochen

den betrieb dürfte jeder kennen...ist auch aktuell in den nachrichten...ich rede von HOCHTIEF

ich war zwar nur in der ausbildung, aber selbst da hab ich schon relativ gut verdient...nur maurer und gerüstbauer hatten damals etwas mehr gekriegt

aber was bleibt einem heute denn anderes übrig? wo selbst facharbeiter per zeitarbeit eingestellt werden

entweder rumjammern und sich vom amt schickanieren lassen oder versuchen eine gute stelle bei ner zaf zu finden

ich hab mich für letzteres entschieden und sogar ne sehr gute stelle gefunden...naja zumindest bis ende des jahres, was danach passiert steht noch in den sternen
 

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wenn ich länger ALG2 hätte, würde ich auch zu so einer ZAF gehen, wo ich ca 1300 netto hätte. Wäre ein guter Anfang, kann man vielleicht was draus machen, sich woanders bewerben.
 

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bewerben bringt doch mittlerweile so ziemlich garnix...erst recht nich wenn der lebenslauf eine riesen lücke von ca. 10 jahren aufweist

naja ich hoffe erstmal das ich da noch ne weile bleiben kann...und das die ig metall mit ihrem anliegen die löhne zu erhöhen durchkommt, dann kriegen wir nämlich auch mehr geld so wie ich das mitgekriegt hab
 
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