Zeitarbeitsfirmen drohen Milliardenforderungen

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Arania

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
G

Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Sklavenhändler am Haken

Endlich. Ein Hauch von Gerechtigkeit weht durch Deutschland.
Hamburg (dts) - Viele Zeitarbeitsfirmen in Deutschland müssen offenbar mit Forderungen in Milliardenhöhe rechnen, weil sie zu niedrige Gehälter gezahlt haben. Nach Angaben des ARD-Magazins "Panorama" sei das die "wahrscheinliche Konsequenz" aus der Entscheidung des Berliner Arbeitsgerichts vom April zu den Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit. Das Gericht hatte festgestellt, dass die Gewerkschaft sich nicht für die Interessen der Arbeitnehmer einsetzen und nicht die Merkmale einer Gewerkschaft tragen würde. Somit seien die Tarifverträge ungültig. Auf den Gerichtsbeschluss hin haben bereits erste Leiharbeiter Klagen gegen ihre Zeitarbeitsfirmen eingereicht. Insgesamt könnten 200.000 Leiharbeiter klageberechtigt und 1.100 Zeitarbeitsfirmen betroffen sein. Der Beschluss des Arbeitsgerichts Berlin ist zwar noch nicht rechtskräftig, Experten gehen aber davon aus, dass der Beschluss vom Bundesarbeitsgericht bestätigt wird.

Quelle
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.320
Hi,

super! Dem Herr sei's gepriesen!!! Endlich bekommt auch diese Bande ihr Fett weg! Diese haben sich nämlich, dank rot/grün sowie W. Clements Deregulierungsmaßnahmen, wie die Made im Speck fühlen dürfen und haben sich parasitär am Leid der dort versklavten dumm und dämlich verdient.

Wenn es so kommt wie erhofft können so manche Leihbuden zu machen, in die Insolvenz gehen und sich selber in das Heer der Erwerbslosen einreihen. Das sind doch mal tolle Nachrichten:icon_klatsch:

Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
Jaaaaaaaaaaa

Hoffentlich geht jetzt eine Sklavenbude nach der anderen pleite. Oder am besten alle gleichzeitig:icon_party:

Ein kleiner Rückschritt für die misarable Politik. Aber ein riesen schritt für Erwerbslose und Arbeitnehmer

Ausbeuter ade:icon_twisted:
 

jane doe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
626
Bewertungen
13
zu wenig!

was fehlt, wäre die durchgriffshaftung auf den eigentlichen arbeitgeber!
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
Endlich mal eine Meldung, an der wir gemeinschaftlich eine Freude haben. Ich finde, wir sollten gemeinsam einen
 

sleepy5580

Elo-User*in
Mitglied seit
31 Oktober 2008
Beiträge
171
Bewertungen
1
AW: zu wenig!

was fehlt, wäre die durchgriffshaftung auf den eigentlichen arbeitgeber!


Die gibt es aber leider nur bei den Sozialabgaben -.-, das Urteil wo sich da drauf bezogen wird ist ja leider noch nicht rechtskräftig, trotzdem wird geklagt ;), es muss erstmal eine der Klagen durchsein, mal schauen wo zuerst eine der Klagen durch ist die sich auf das Berliner Urteil stützt.
 

Kleeblatt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 März 2008
Beiträge
2.451
Bewertungen
845
Sollte das Urteil rechtskräftig und dann bestätigt werden, so kommt es entweder zu einer emmensen Rechnerei und damit einhergehendem Aufwand.

Nicht vergessen, - nachzuzahlen und nachzuberechnen sind dann:
- Beiträge der KV
- Beiträge der RV
- Steuern
- bei Aufstockern noch die Rückzahlungen an die ARGEN
ect.

Es ist wohl leider kaum damit zu rechnen das der Betroffene etwas davon haben wird, aber die o.G. werden sich durch diese Sanierung sehr wohl die Hände reiben können.
Warten wir mal ab und hoffen das Beste.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Wie sähe das denn z. B. in soch einem Fall aus:
Ein Betroffener, der während seines Jobs bei einem Sklavenhändler noch Aufstockung erhalten hat, klagt erfolgreich seinen zu wenig gezahlten Lohn ein, und bekommt diesen zugesprochen.

Muß der das dann nicht, in der Höhe der Aufstockung die er erhalten hat, an die Arge zurückzahlen?.

Ungeachtet dessen ist das Urteil wohl wegweisend für alle, die künftig zu Sklavenhändlern zwangsverpflichtet werden.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.837
Bewertungen
6.320
Muß der das dann nicht, in der Höhe der Aufstockung die er erhalten hat, an die Arge zurückzahlen?.

Hi,

naja. Das wird sich dann aber auch wieder alles relativieren wenn das BVerfG evtl. zu dem Schluß kommt, dass die Regelsätze verfassungswidrig sind. Dann geht die grosse Rechnerei erst richtig los. Ob die Herrschaften das dann noch bei der ARGE gebacken bekommen möchte ich doch sehr bezweifeln.

Gruss

Paolo
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
Wie sähe das denn z. B. in soch einem Fall aus:
Ein Betroffener, der während seines Jobs bei einem Sklavenhändler noch Aufstockung erhalten hat, klagt erfolgreich seinen zu wenig gezahlten Lohn ein, und bekommt diesen zugesprochen.

Muß der das dann nicht, in der Höhe der Aufstockung die er erhalten hat, an die Arge zurückzahlen?.

Ungeachtet dessen ist das Urteil wohl wegweisend für alle, die künftig zu Sklavenhändlern zwangsverpflichtet werden.
Na was glaubst Du wohl? Die Arge wird zuerst abkassieren, das ist so sicher wie das amen in der Kirche. Die Kohle sieht der Sklave erst gar nicht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14840

Gast
Ob die Herrschaften das dann noch bei der ARGE gebacken bekommen möchte ich doch sehr bezweifeln.
In dem Fall werde ich meiner Schadenfreude freien Lauf lassen, und Herrn Müntefering u. Herrn Clement einen entsprechenden Brief schreiben.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Hi,

naja. Das wird sich dann aber auch wieder alles relativieren wenn das BVerfG evtl. zu dem Schluß kommt, dass die Regelsätze verfassungswidrig sind. Dann geht die grosse Rechnerei erst richtig los. Ob die Herrschaften das dann noch bei der ARGE gebacken bekommen möchte ich doch sehr bezweifeln.

Gruss

Paolo

das Verfassungsgericht wird sicher nicht so urteilen das auf Jahre alles zurückzuzahlen ist, das wird stark begrenzt sein, wenn es überhaupt dagegen urteilt
 

Kleeblatt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 März 2008
Beiträge
2.451
Bewertungen
845
das Verfassungsgericht wird sicher nicht so urteilen das auf Jahre alles zurückzuzahlen ist, das wird stark begrenzt sein, wenn es überhaupt dagegen urteilt
Ich sage es mal so, - bei der !!! Staatsverschuldung gibt es nur eine !!!! Ecke im Finanzhaushalt, an der der Staat einsparen kann ohne dabei große Probleme zu bekommen.
Das ist der Sozialetat.
Macht euch bitte nix vor, - BIS zur Wahl wird gar nichts passieren, aber danach wird man versuchen euch jeden Cent aus der Tasche zu ziehen / nicht auszahlen zu müssen. Von irgendwelchen wirklichen Anpassungen an die Lebenshaltungsgrundkosten in D keine Spur. Ihr könnt froh sein wenn man euch nach den Wahlen nicht noch die Gelder kürzt.
Sparen für weitere Mittel für Krisenpakete gehen NUR durch Einsparungen bei euch und ähnlich Betroffenen. Die anderen "Ecken" sind bereits am Ende, sehen wir mal von den Kriegseinsätzen u.ä. ab.
 

sleepy5580

Elo-User*in
Mitglied seit
31 Oktober 2008
Beiträge
171
Bewertungen
1
Gesetzliche Lage ist ein Nachzahlungsanspruch von der ZAF gegenüber der ZAF dem LAN über 3 Jahre + das angefangene Jahr, wenn dieser die Ansprüche geltend macht, wäre somit aktuell bis 1.1.2006.
 

ladydi12

Super-Moderation
Mitglied seit
22 Juli 2006
Beiträge
2.842
Bewertungen
612
Hallo @all,

dann wäre es auch für mich eine Überlegung und einen Versuch wert, gegen die ganzen Zeitarbeitsfirmen, bei denen ich war, Regreßansprüche geltend zu machen .Habt ihr zu dem Urteil ein Aktenzeichen und wie ist die weitere Vorgehensweise? Weiterhin ist es bei einigen Zeitarbeitsfirmen so gewesen, daß eine Niederlassung nach dem "Christen"- Tarif zahlte, eine andere dagegen nach dem BZA- Tarif beispielsweise (wohlgemerkt: verschiedene Niederlassungen der selben Zeitarbeitsfirma. Auch das sind Optionen, die bei evtl. Nachforderungen zu berücksichtigen sind.

meint ladydi12

Gesetzliche Lage ist ein Nachzahlungsanspruch von der ZAF gegenüber der ZAF dem LAN über 3 Jahre + das angefangene Jahr, wenn dieser die Ansprüche geltend macht, wäre somit aktuell bis 1.1.2006.
 

penelope

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 März 2008
Beiträge
1.758
Bewertungen
43
ich frage mich, wer war an den Endsendegesetz mit beteiligt, wer saß mit am runden Tisch:confused:

mir schwirrt das was von 30% unter den Tarif vor, die ganze Bande von Ausbeutern sollte man zur Rechenschaft ziehen.

ich hol schon mal das Holz, und nagel diese betrügerischen Buden zu, und in der Mitte kommt Clement, eine Durchreiche ( Klappe) fürs Essen von der Tafel
bau ich gleich mit ein:icon_party:
 

Drueckebergerin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 März 2008
Beiträge
2.218
Bewertungen
68
Ich hoffe unser allerseits beliebtes WC wird ordentlich zur Kasse gebeten.:icon_twisted:
Dieses ******* hat die nachverschlimmerte Version von Hartz IV mit auf den Weg gebracht, um sich persönlich daran zu bereichern. :icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
ich frage mich, wer war an den Endsendegesetz mit beteiligt, wer saß mit am runden Tisch:confused:

mir schwirrt das was von 30% unter den Tarif vor, die ganze Bande von Ausbeutern sollte man zur Rechenschaft ziehen.

ich hol schon mal das Holz, und nagel diese betrügerischen Buden zu, und in der Mitte kommt Clement, eine Durchreiche ( Klappe) fürs Essen von der Tafel
bau ich gleich mit ein:icon_party:

Das war hier Hartz I und die Kommission bestand aus

Dr. Peter Hartz, ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG
Norbert Bensel, Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler Services AG und der Deutschen Bahn AG
Dr. Jobst Fiedler, Roland Berger Strategy Consultants
Peter Gasse, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen
Dr. Peter Kraljic, Direktor der McKinsey & Company Düsseldorf
Klaus Luft, Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH
Wilhelm Schickler, Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen
Prof. Dr. Günther Schmid, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung
Wolfgang Tiefensee, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Eggert Voscherau, Mitglied des Vorstandes der BASF AG
Heinz Fischer, Abteilungsleiter Personal Deutsche Bank AG
Prof. Dr. Werner Jann, Universität Potsdam
Harald Schartau, Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
Isolde Kunkel-Weber, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes
Hartz Kommission
 

sleepy5580

Elo-User*in
Mitglied seit
31 Oktober 2008
Beiträge
171
Bewertungen
1
@ Ladydi12
Wenn in dem Arbeitsvertrag mit BZA-Tarif noch ein weiter Tarifvertrag steht (IGZ oder irgendein Christentarif) kannst du auch dagegen Klage auf Equal Pay erheben, wenn nötig suche ich dieses Urteil auch gern raus :icon_twisted:

und hier dann noch was ganz aktuelles zu dem Thema Klage nach Berliner Urteil
Gleiches Geld für gleiche Arbeit — diese gewerkschaftliche Forderung wollten gestern ehemalige Leiharbeiter der Zeitarbeitsfirma RLP vor dem Arbeitsgericht erstreiten.

Michael Mey vom DGB-Rechtsschutz, die die beiden Leiharbeiter vertrat, bezog sich dabei auf einen Passus aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.

Da sich die arbeitsvertraglichen Regelungen auf die Tarifverträge der christlichen Gewerkschaften stützen, muss hier jedoch erst das amtliche Urteil des Arbeitsgerichtes Berlin abgewartet werden, das dann bundesweit für alle Betroffenen bindend sein wird. Das stellte die 1. Kammer des Arbeitsgerichtes klar und kündigte daher eine Aussetzung der Verfahren an.

In dem Berliner Verfahren geht es um die Tariffähigkeit der Christlichen Gewerkschaften, die der DGB und die Klageführer in Berlin anzweifeln. „Ein entsprechendes Urteil vorausgesetzt, könnten wir für unsere Kollegen Differenzsummen”, so Mey. Er geht in seinen Fällen von etwa 800 Euro pro Monat und Arbeitnehmer aus.

...


https://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/staedte/hagen/2009/5/7/news-119170325/detail.htmlQuelle
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Ich hoffe unser allerseits beliebtes WC wird ordentlich zur Kasse gebeten.:icon_twisted:
Dieses ******* hat die nachverschlimmerte Version von Hartz IV mit auf den Weg gebracht, um sich persönlich daran zu bereichern. :icon_kotz:

der wird überhaupt nicht zur Kasse gebeten, warum auch?
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
schon möglich, moralisch gesehen, strafrechtlich gesehen ist ihm nichts vorzuwerfen, zumindest ist noch nichts bekannt
 

Hotti

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 April 2008
Beiträge
2.187
Bewertungen
16
schon möglich, moralisch gesehen, strafrechtlich gesehen ist ihm nichts vorzuwerfen, zumindest ist noch nichts bekannt
Und wenn, dann würde er sicherlich Zumwinkel fragen, ob der noch ein Plätzchen weiss, wo er seine Villa bauen kann. Also in dieser Hinsicht mache ich mir keine Hoffnung. Auch Kohl fährt noch frei herum, ich denke da mal an die Schmiergelder. Oder Scharping, oder........ die Liste könnte man sicher noch ausbauen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten