Zeitarbeitsfirma verweigert Urlaub trotz Zustimmung von Entleihbetrieb

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Hallo Leute

Ich hab momentan richtig Stress mit meiner Zeitarbeitsfirma und hoffe wirklich das mir jemand helfen kann.

Folgendes: Im Sommer wurde mir mitgeteilt das mein unbefristeter Vertrag höchstwahrscheinlich zum 30.09 gekündigt wird. Hintergrund ist das neue Gesetzt das man nicht länger als 18 Monate bei einem Verleibetrieb bleiben darf. Das die Kündigung nicht rechtens ist, habe ich schon festgestellt, da das unternehmerische Risiko für Folgeaufträge bei der Zeitarbeitsfirma liegt. Aber das soll erstmal nicht das Hauptthema sein.

Da ich davon ausgegangen bin das ich zum 30.09 gekündigt werde habe ich natürlich im August und jetzt im September meine 30 Tage Resturlaub genommen. Urlaub wurde beim Entleihbetrieb genehmigt und mehr hatte ich dann in der Vergangenheit nie damit zu tun.

Kündigungsfrist war 4 Wochen. Ich hätte also zum 31.08 meine Kündigung erhalten müssen. Da ich diese nicht bekommen habe, habe ich mal nachgefragt per email bei der Zeitarbeitsfirma. Dort wurde mir dann gesagt das ich erst zum 31.10 gekündigt werde und ich den Oktober unter Anrechnung von Resturlaub freigestellt werde. Als Antwort habe ich geschrieben, das ich keinen Resturlaub mehr habe da ich diesen ja im Glaube einer Kündigung zum 30.09 schon vollständig genommen habe.

Jetzt kommt der Hammer. Als Antwort kam zurück das mein Urlaub vom Zeitarbeitsunternehmen nicht genehmigt wurde und mein kompletter Urlaub als unbezahlt angesehen wird.

Also irgendwas passt hier doch nicht. Es ist ja klar das die Zeitarbeitsfirma den Urlaub nur verweigert um nach meinem Ausscheiden nicht noch Resturlaub auszahlen zu müssen bzw. damit eben meine Freistellung im Oktober damit abgegolten wird. Wie gesagt. Mein Entleihbetrieb hat dem Urlaub zugestimmt und es gab bis zum Antreten meines Urlaubs keinerlei Information das der Urlaub von der Zeitarbeitsfirma nicht genehmigt wurde. Woher hätte ich das auch wissen sollen?

Hat hier irgendjemand eine Idee dazu. Ich wäre euch super dankbar.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Autsch, da hast du aber ganz böse in die Tinte gegriffen. :doh:

Da ich davon ausgegangen bin das ich zum 30.09 gekündigt werde habe ich natürlich im August und jetzt im September meine 30 Tage Resturlaub genommen. Urlaub wurde beim Entleihbetrieb genehmigt und mehr hatte ich dann in der Vergangenheit nie damit zu tun.
Der Entleiher ist nicht dein AG, infolgedessen kann der dir keinen Urlaub genehmigen. Das kann nur die ZAF.

Jetzt kommt der Hammer. Als Antwort kam zurück das mein Urlaub vom Zeitarbeitsunternehmen nicht genehmigt wurde und mein kompletter Urlaub als unbezahlt angesehen wird.
Da sind die aber noch nett.
Manch andere ZAF hätte wegen Arbeitsverweigerung fristlos gekündigt. Und wäre damit auch im Recht gewesen.

Mein Entleihbetrieb hat dem Urlaub zugestimmt und es gab bis zum Antreten meines Urlaubs keinerlei Information das der Urlaub von der Zeitarbeitsfirma nicht genehmigt wurde. Woher hätte ich das auch wissen sollen?
Aus dem Arbeitsvertrag. Da steht der Entleiher mit Sicherheit nicht drin, folglich hat der in solchen Sachen absolut nix zu melden.
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Mir ist schon klar das die ZAF letztlich die finale Unterschrift abgibt.

Aber was soll ich machen wenn sich die ZAF 3 Jahre lang bei mir und bei allen anderen Leiharbeitern nicht für den Urlaub interessiert? Vor 2 Jahren hatte ich ein Telefonat mit der ZAF bezüglich Urlaubs. Dort wurde mir gesagt das sie zwar die finale Unterschrift unter den Antrag setzten, aber sich überhaupt nicht dafür interessieren weil die Personalplanung ja der Entleiher macht und nur der sagen kann ob Urlaub grade geht oder nicht. Also wenn Entleiher sagt das Urlaub geht dann war das für die ZAF auch ok.

Das ist auch der Grund warum es nie in all den jahren eine Rückmeldung bezüglich Urlaubsanträgen gab von der ZAF. Wenn der Entleiher ja gesagt hat wurden die Anträge auch stillschweigend von der ZAF genehmigt. Das sie genehmigt wurden hat man erst nach dem Urlaub in dem Zeitkonto gesehen.

Abseits davon. Ein Arbeitgeber darf ein Urlaub auch nur aus dringenden Gründen nicht genehmigen. Welcher Grund soll das bitte sein wenn der eigentliche Entleihbetrieb bei dem ich arbeite und der den kompletten Personalüberblick hat, wenn der sagt es ist ok.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Hallo @zeitarbeitsfriend und :welcome:,

kann dem Vorredner nur zustimmen.

Hab die Übung letztes Jahr im August durch. Hab 10 Tage Urlaub beantragt und genommen, wurde dann aber entgegen der betrieblichen Übung nicht vergütet, weil der Urlaubsantrag nicht von der ZAF unterschrieben war.

Die Klage verlief erfolglos, eben weil der Urlaubsantrag nicht unterschrieben war. Fristlose Kündigung konnte ich noch so eben abwenden, weil ich dann am Montag nach dem Urlaub den Einsatz angenommen habe. War dann letztendlich der Anfang vom Ende.


LG ave
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Das sie genehmigt wurden hat man erst nach dem Urlaub in dem Zeitkonto gesehen.
Wieso Zeitkonto?

Für Urlaub gibt es ein eigenes Urlaubskonto, was allerdings meist in den Lohnabrechnungen nicht mitgeführt wird.

LG ave
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Ja, nach §7 BUrlG schon. Aber wenn die ZAF den Antrag nicht unterschreibt, hast du keine rechtliche Handhabe dagegen. Das wußte meine ZAF und hat alles ausgesessen.


Meinen Urlaub für April musste ich dann per Feststellungsklage erwirken. Daraufhin kam dann die erste Kündigung.


LG ave
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Ja, nach §7 BUrlG schon. Aber wenn die ZAF den Antrag nicht unterschreibt, hast du keine rechtliche Handhabe dagegen. Das wußte meine ZAF und hat alles ausgesessen.


Meinen Urlaub für April musste ich dann per Feststellungsklage erwirken. Daraufhin kam dann die erste Kündigung.


LG ave

Also ich habe jetzt folgendes Urteil des Landesarbeitsgericht Düsseldorf gefunden. 08.05.1970 - 3 Sa 89/70

"Vom Arbeitgeber wird verlangt werden müssen, daß er entweder in angemessener Zeit den Urlaubswünschen seine Arbeitnehmers widerspricht, wenn er nicht beabsichtigt, dem Arbeitnehmer den Urlaub in der beantragten Zeit zu gewähren. Erfolgt dieser Widerspruch nicht innerhalb einer angemessenen Zeitspanne, so darf der Arbeitnehmer davon ausgehen, daß sein Urlaub entsprechend seinem Urlaubswunsche als gewährt gilt (so schon LAG Frankfurt in Betrieb 1956, 647). Als "angemessene Zeitspanne" wird ein Zeitraum von einem Monat nach Vorlage des Urlaubswunsches oder der Eintragung in die Urlaubsliste anzusehen sein. Ist der Urlaub einerseits durch die Eintragung in die Urlaubsliste und andererseits entweder durch ausdrückliche Genehmigung oder durch den genannten Zeitablauf einmal erteilt, so gelten für die Verlegung des Urlaubes die allgemeinen Grundsätze. Es bedarf dann in der Regel einer Vereinbarung der Arbeitsvertragsparteien, wenn der Urlaub verlegt werden soll. Nur bei ganz unvorhergesehenen betrieblichen Ereignissen wird dem Arbeitgeber das Recht zugestanden werden können, den einmal erteilten Urlaub einseitig zu widerrufen. Auch aus der Tatsache der Kündigung des Arbeitsverhältnisses wird nicht notwendigerweise das Recht folgen, den Urlaub zu verlegen oder überhaupt nicht in natura zu gewähren und abzugelten, etwa deswegen, weil das Ausscheiden des Arbeitnehmers im Laufe des Urlaubs Jahres bei dessen Beginn noch nicht bekannt war"

Würde ja eher dafür sprechen das ich davon ausgehen konnte das mein Urlaub genehmigt wurde.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Kannst du denn nachweisen, dass du den Urlaub bei der ZAF beantragt hast?
Der Antrag beim Entleiher ist rechtlich nchts wert.
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Kannst du denn nachweisen, dass du den Urlaub bei der ZAF beantragt hast?
Der Antrag beim Entleiher ist rechtlich nchts wert.

Also nochmal:
Ich verhandel den Urlaub mit meinem Entleiher. Gibt dieser sein OK, schickt der ENTLEIHER den Urlaubsantrag weiter zu der ZAF. Dies hat er auch gemacht wurde mir mitgeteilt.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Hallo @zeitarbeitsfriend,

1970 und 1956 sind schon etwas her, seither hat sich die Rechtsprechung auch gewandelt und Dreieck-Spielchen über Zeitarbeit gab es damals nicht in dem Ausmaß wie heute.

Dann würde ich sagen, versuch dein Glück. Wie oben schon gesagt, konnte ich meinen Anspruch auf Urlaubsvergütung letztes Jahr nicht durchsetzen, habe dann aber den Resturlaub dann für Dezember beantragt und das wurde dann in den Vergleich mit aufgenommen. Weiterhin erhielt die ZAF die Auflage, Urlaubsanträge künftig zeitnah schriftlich(auch per email) zu entscheiden, so dass sich die Klage wenigstens mittelbar gelohnt hat.


Kannst gerne weiter fragen, wenn du wirklich klagen möchtest.


Viel Erfolg, ave
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Gott ist das so schwer.

Also soll ich nach deiner Meinung den Entleiher der sowohl Personalplanung und Auftragsplanung und der (rechtliches mal beiseite) eigentlich der einzige ist der sinvoll abschätzen kann ob und wann ein Arbeiter in den Urlaub gehen kann, mit dem soll ich also nicht über meinen Urlaub reden? Interessant.........

Das am ende die ZAF die 300km weit weg ist und nichtmal wirklich weiß was für Arbeiten der AN da macht, das letzte Wort hat bezüglich des Urlaubs ist mir klar und habe ich schon mehrfach erwähnt.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Ob das Procedere hier nun schwer oder weniger schwer zu verstehen ist, mag hier mal dahin gestellt bleiben.


Wie willst du die Sache nun angehen?


LG ave
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
ok es gibt etwas neues.

Nachdem ich bei der ZAF nachgefragt habe warum mein Urlaub nicht genehmigt wurde kam die Antwort das der Resturlaub für die Überbrückung der 3monaten Zwangspause geplant war.

Vor ca. 8 Monaten kam eine Mail der ZAF in der erklärt wurde das es die Zwangspause gibt und das ich wahrscheinlich zum 30.09 gekündigt werde. Daraufhin habe ich gefragt ob es Möglich ist per Urlaub die 3 Monate zu überbrücken bzw. zu verkürzen. Darauf erhielt ich 8 Monate lang keine Antwort.

In dem Glauben das es keine Möglichkeit gibt per Urlaub die Zwangspause zu überbrücken und das die Kündigung zum 30.09 steht, habe ich natürlich völlig anders geplant und dementsprechend auch meinen restlichen Urlaub im September noch vor der erwarteten Kündigung genommen.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Urlaub gibt es maximal 30 Tage/Jahr. Selbst wenn auf dem Arbeitszeitkonto noch 150h wären, würden hier immer noch gut zwei Wochen fehlen, einmal ganz abgesehen davon dass deine ZAF dir einen neuen Einsatz zuweisen muss, wenn der alte beendet ist, was bei drei Monaten sicher der Fall ist.


Weist dir deine ZAF keinen neuen Einsatz zu, kannst du sie schriftlich ab dem 1. Tag in Annahmeverzug setzen gemäß §615 BGB in Verbindung mit §11 IV AÜG. Wenn du dann deine Arbeitskraft werktäglich telefonisch anbietest, wäre diese Wartezeit so zu vergüten, als wenn du stramm durch gearbeitet hättest.


Wenn du jetzt ohne Einsatz zu Hause bist, solltest du Annahmeverzug ernsthaft in Erwägung ziehen.


LG ave
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.928
Bewertungen
3.225
ich an deiner stelle würde auf jeden Fall klagen, schon deshalb weil die ganze Kündigung auf sehr wackeligen Füssen steht, so ne Klage kostet ja erstmal auch nix und je nachdem wie der Gütetermin abläuft kann man dann entscheiden wie es weitergeht, ausserdem ist das eine Super gelegenheit dem Richter mal näher zu bringen wie die Zafen gewöhnlich die 18 Monatsregel umgehn.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Gott ist das so schwer.

Also soll ich nach deiner Meinung den Entleiher der sowohl Personalplanung und Auftragsplanung und der (rechtliches mal beiseite) eigentlich der einzige ist der sinvoll abschätzen kann ob und wann ein Arbeiter in den Urlaub gehen kann, mit dem soll ich also nicht über meinen Urlaub reden? Interessant.........
Da ist nichts schwer dran und alle kennen die praktischen Probleme und Gepflogenheiten.

Natürlich ist eine Zaf froh, dass alles geräuschlos und von selbst läuft.
Die rechtliche Lage ist aber eindeutig und das ist auch gar nicht so schwer.

Einziger Ausweg aus meiner Sicht:

Gibt es eine Arbeitsordnung, vertraglich festgelegtes etc., also irgendwas schriftliches, woraus die von Dir beschriebene betriebliche Praxis hinterlegt ist?
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
so jetzt ist das erwartete eingetreten.

Der AG behauptet nun er hätte den Urlaubsantrag nie bekommen um ihn abzulehnen oder zu verschieben. Damit macht er es sich jetzt natürlich leicht. Was sind jetzt meine Optionen?
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
so jetzt ist das erwartete eingetreten.

Der AG behauptet nun er hätte den Urlaubsantrag nie bekommen um ihn abzulehnen oder zu verschieben. Damit macht er es sich jetzt natürlich leicht. Was sind jetzt meine Optionen?

Schlecht. Du kannst jetzt nicht belegen das du Urlaub beantragt hast.Urlaub immer schriftlich einreichen und einen Beleg geben lassen das der Urlaub genehmigt wurde damit du was in der Hand hast. Sonst droht fristlose Kündigung wegen Nichterbringung der Arbeitsleistung und Vertragsstrafe bei allen ZAFs Gang und Gäbe.:wink:
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.928
Bewertungen
3.225
so jetzt ist das erwartete eingetreten.

Der AG behauptet nun er hätte den Urlaubsantrag nie bekommen um ihn abzulehnen oder zu verschieben. Damit macht er es sich jetzt natürlich leicht. Was sind jetzt meine Optionen?

Da würde ich jetzt ohne rücksicht auf die Zaf den Entleihbetrieb mit ins Boot holen, die werden ja wissen wie du verplant warst und ob du den Urlaubsantrag bei denen eingereicht hast.

Da tut sich die Zaf keinen gefallen jetzt zu lügen wenn der Entleihbetrieb weiss wie es wirklich war.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
zeitarbeitsfriend meinte:
Was sind jetzt meine Optionen?
Es gibt hier nur zwei Optionen!
Wenn du nichts machst, nimmt dich die ZAF finanziell vollständig aus.
Alternativ dazu kannst du vor einem Arbeitsgericht klagen und das solltest du hier auch wirklich machen.


Dein Arbeitsverhältnis mit der ZAF ist unbefristet, geht seit ca. drei Jahren und du erwartest die (ordentliche, betriebsbedingte) Kündigung zum 30.09. mit Wirkung zum 31.10., ist das soweit richtig?


Verstehe ich dich richtig, dass du jetzt seit Tagen zu Hause sitzt und an deiner Lohnabrechnung festgestellt hast, dass diese Tage nicht bezahlt wurden?


LG ave
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
Es gibt hier nur zwei Optionen!
Wenn du nichts machst, nimmt dich die ZAF finanziell vollständig aus.
Alternativ dazu kannst du vor einem Arbeitsgericht klagen und das solltest du hier auch wirklich machen.


Dein Arbeitsverhältnis mit der ZAF ist unbefristet, geht seit ca. drei Jahren und du erwartest die (ordentliche, betriebsbedingte) Kündigung zum 30.09. mit Wirkung zum 31.10., ist das soweit richtig?


Verstehe ich dich richtig, dass du jetzt seit Tagen zu Hause sitzt und an deiner Lohnabrechnung festgestellt hast, dass diese Tage nicht bezahlt wurden?


LG ave

Der erste Teil ist richtig. Unbefristet seit 3 Jahren und Kündigung wird erwartet zum 31.10. Der gesamte Oktober freigestellt durch Urlaubanrechnung der aber eigentlich garnicht mehr da sein sollte.

Die Lohnabrechnung gibt es erst 1 Monat später. Das heißt hätte ich nicht nachgefragt hätte ich erst 1 Monat nach meinem angetretenen Urlaub festgestellt das dieser garnicht vom AG genehmigt wurde. Das der Urlaubsantrag wirklich nicht angekommen ist halte ich für unwahrscheinlich, da erstens der Entleiher sehr vernünftig Arbeit und da noch nie was vergessen wurde und zweitens die ZAF schon öfter behauptet hat das Urlaubsanträge nicht da waren, die dann aber urplötzlich doch gefunden wurden.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
574
Bewertungen
348
Der gesamte Oktober freigestellt durch Urlaubanrechnung der aber eigentlich garnicht mehr da sein sollte.
Bitte genau unterscheiden:

Freistellung (unbezahlt): Du sitzt zu Hause und bekommst kein Geld. Das würde sich dann auch auf dein Alg I auswirken, wenn da ein Monat fehlt.

Freistellung (bezahlt): Du bist zu Hause, die Zeit wird aus dem Arbeitszeitkonto gebucht, genügend Deckung vorausgesetzt. Dazu braucht die ZAF formell deine Unterschrift, bzw. diese Buchung wird rechtskräftig, wenn du ihr nicht widersprichst.

Urlaub (bezahlt): Du erwirbst von Januar bis September 2,166 Tage/Monat Urlaubsanspruch, beantragst diesen jetzt schriftlich und die Firma unterschreibt auf dem Antrag und gibt dir diesen unterschrieben zurück etwa per email.


Wenn du den ganzen Oktober Urlaub haben möchtest, solltest du zeitnah, am besten noch heute schriftlich Urlaub beantragen und diesen unbedingt schriftlich bestätigen lassen.


LG ave
 

zeitarbeitsfriend

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 September 2018
Beiträge
20
Bewertungen
2
So liebe Leute. Es gibt wieder Neuigkeiten.

Die ganze Urlaubsgeschichte ist noch in der Schwebe, da die zuständige Person vom Entleiher die die Urlaubsanträge weiterleitet noch im Urlaub ist. Das heißt momentan gibt es noch keinen Weg herauszufinden ob und wann der Urlaubsantrag abgeschickt wurde.

Allerdings habe ich nun die Kündigung bekommen. Gekündigt wurde betriebsbedingt mit der Begründung der 18monatigen Höchstüberlassungsdauer und der tatsache das kein anderer Entleihbetrieb gefunden wurde in der 3monatigen Karenzzeit. Gleichzeitig wurde mir direkt ein neuer Arbeitsvertrag angeboten ab Januar wenn ich von einer Kündigungsschutzklage absehe. Das nehme ich natürlich nicht an da ich ab Januar sowieso einen neuen Arbeitgeber habe.

Was ratet ihr mir jetzt? Ich habe vor kurzem noch ein aktuelles Gerichtsurteil gelesen das eine 3 monatige Auftragsflaute bzw. einfach kein anderer Entleihbetrieb nicht zu einer gültigen Kündigung führen kann. Unternehmerrisiko bei der ZAF usw.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten