Zeitarbeitsfirma hat mich "fristgerecht" gekündigt. Ist das in dieser Form überhaupt rechtens?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

dimadi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 März 2016
Beiträge
9
Bewertungen
0
Guten Tag,

Ich bin relativ neu hier und würde gerne meine aktuelle Situation mit euch teilen! Eventuell hat jemand nen guten Tipp oder Ratschlag :peace:

Also,
Seit Juni 2016 bin bei einer ZA-Firma angestellt. Von Anfang an bin ich nur an ein Unternehmen ausgeliehen. Angefangen hab ich als Empfangsmitarbeiterin und seit Januar 2018 wurde ich als Projektassistenz eingesetzt. Da das Projekt leider nicht mehr gut läuft und Stellen abgebaut werden (auch intern) benötigt das Unternehmen mich nicht mehr und hat meine ZA-Firma zum 14.12.2018 abbestellt. Seit Anfang November weiß ich und meine ZA-Firma über diese Situation Bescheid. Die ist ja nun Verpflichtet eine Stelle für mich zu finden. Ich hab mich natürlich auch unabhängig von meiner Firma umgesehen.

Am 20.11. hatte ich dann ein Vorstellungsgespräch bei einem großen Unternehmen, vereinbart über die ZA-Firma. Das hat nicht stattgefunden, weil die einfach unfähig sind! Ich Stand 45 Minuten wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Firmengelände. Der Begleitende „Betreuer“ wusste nicht mal den Ansprechpartner :icon_pfeiff: ich fand es sehr peinlich und lächerlich zugleich! Für die Aktion habe ich auch noch einen freien Tag genommen…
Naja, statt einer Entschuldigung habe ich dann am 29.11. (also gestern) die Kündigung im Briefkasten liegen! „Fristgerecht“ zum 31.12.18. ohne Grund beinhaltet.
Ist das überhaupt gerechtfertigt/rechtens? Gibt es da keine Frist wie lange es für die ZA-Firma zumutbar ist eine neue Stelle zu suchen? Im Vertrag steht nichts.
Arbeitssuchend habe ich mich auf jedenfalls schonmal gemeldet.

Heute ist die Situation dann noch kurioser geworden. Ruft mich der Typ von der ZA-Firma an (der, der den Vorstellungsgespräch-Termin verkackt hat). Total überschwänglich und labert was von einer Stelle die er für mich hat bla bla bla :icon_laber: übrigens auch wieder bei der gleichen Firma :icon_lol: ich habe verpasst ihm zu sagen, dass ich gekündigt wurde, da ich noch in der Arbeit war. Jedenfalls stellt er denen mein Profil vor.
Wie soll ich im Falle eines Vorstellungstermins vorgehen? Bin ich überhaupt verpflichtet dieses dann wahrzunehmen? Könnte ich vor dem Termin auf den Rückzug der Kündigung pochen?

Für eure Ratschläge bedank ich mich schonmal :cheer2:

Noch ein guter Tipp von mir: Vermeidet Leihklitschen! Was ich in den 2 1\2 Jahren erlebt habe...das ist nur die Sahnehaube auf der Torte :wink:

Schönen Abend und Wochenende!
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 63050

Gast
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Du wurdest gekündigt und nun bietet dir die gleiche ZA eine neue Chance auf Arbeit an. Dafür könnten sie natürlich auch einen neuen Vertrag machen.
Selbst wenn da eine Hand nicht weiss, was die andere macht, dürfte es von deiner Seite aus immer problematisch sein, wenn du eine Chance auf einen Job ohne gute Gründe nicht wahr nimmst.
 

Algensammler

Elo-User*in
Mitglied seit
16 November 2018
Beiträge
40
Bewertungen
30
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Völlig unabhängig davon, ob die Kündigung rechtens ist oder nicht, solltest du zuallererst mal Kündigungsschutzklage einreichen. Die Frist dafür ist relativ kurz, also beeilen.
Der Grund dafür ist simpel. Eine Kündigung einfach hinnehmen wird von manchen Agenturen für Arbeit dahingehend interpretiert dass der Arbeitslose das auch wollte und dann sperren die erstmal für 12 Wochen das Arbeitslosengeld.
Daher aus Gründen des Selbstschutzes Kündigungsschutzklage einreichen.

Und dann würde ich an deiner Stelle hingehen und mit der Zeitarbeitsfirma anfangen über eine Weiterbeschäftigung zu verhandeln.
Wobei nach einer Kündigung das Vertrauensverhältnis für gewöhnlich so beschädigt ist, dass eine weitere Zusammenarbeit nur selten zumutbar ist.
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
1.067
Bewertungen
662
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Hallo.


Hast du dann den gleichen Lohn wie die Festangestellten bekommen im Kundenbetrieb? Weil nach 9 Monaten du Anspruch darauf hast. Und schon seit 2.5 jahre bei dieser Firma beschäftigt bist.
 

dimadi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 März 2016
Beiträge
9
Bewertungen
0
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Erstmal danke für eure Antworten!

Danke für den Tipp @Algensammler

Hast du dann den gleichen Lohn wie die Festangestellten bekommen im Kundenbetrieb? Weil nach 9 Monaten du Anspruch darauf hast.

Vermutlich nicht! Nachdem das Gesetz wirksam wurde, hat der Kundenbetrieb natürlich den Vertrag mit der ZA-Firma angepasst (Werkvertrag) um das Ganze zu umgehen. Darauf hatte ich natürlich keinen Einfluss (Außer kündigen) und habe das auch erst im Nachhinein mitbekommen durch Andeutungen!
Laut ANÜ-gesetz hätte ich schon längst übernommen werden müssen, wenn das bei solch einem Vertrag greifen würde!:doh:
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.043
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Naja, statt einer Entschuldigung habe ich dann am 29.11. (also gestern) die Kündigung im Briefkasten liegen! „Fristgerecht“ zum 31.12.18. ohne Grund beinhaltet.
Ist das überhaupt gerechtfertigt/rechtens? Gibt es da keine Frist wie lange es für die ZA-Firma zumutbar ist eine neue Stelle zu suchen?

Was steht zu den Themen Kündigungsfristen und Suche neuer Einsatzbetriebe im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag?
 

dimadi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 März 2016
Beiträge
9
Bewertungen
0
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Keine gesonderte Kündigungsfrist. Das bedeutet laut Gesetz 1 Monat zum Ende des Folgemonats. Die Diskussion bzgl. Stelle hatte ich mit Bekannten. Ich ging davon aus dass sie dazu verpflichtet sind. Im Vertrag steht aber:
„für den Fall, dass der MA keinen Einsatz hat, wird das Gehalt weitergezahlt. Der MA ist verpflichtet, sich bei Nichteinsatz zur unverzüglichen Arbeitsaufnahme bereit zu halten. Bei Nichtbeachtung befindet sich der MA mit seiner Pflicht im Verzug, sodass Vergütung entfällt.“
Die Frage ist nur, wenn die Kündigung betriebsbedingt ausgestellt worden wäre z.B. Auftragslage, warum wird mir 1 Tag danach eine neue Stelle Angeboten? Demnach hat doch die Kündigung keinen wirklichen Grund, außer Schikane.:icon_frown:
 

Onkel Tom

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2006
Beiträge
3.619
Bewertungen
8.784
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Ich vermute, das der geltende A-Vertrag Macken hat und diese eventuell durch Gesetze zu deinem
Vorteil nutzbar sind. Es könnte sein, das es der Leihbuzze nur um Neuvertrag geht, um eventuell Dich
an Ecken zu prellen, die dir villeicht noch nicht mal bewusst sind ?

Ich würde den A-Vertrag mal von einem Fachmann (z.B. RA-Abteilung bei der Gewerkschaft) checken lassen.
Villeicht stehen da noch Gelder für dich offen.. (Branchenzuschläge etc.)

:icon_pause:
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.550
Bewertungen
9.769
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Völlig unabhängig davon, ob die Kündigung rechtens ist oder nicht, solltest du zuallererst mal Kündigungsschutzklage einreichen.
Das ist schonmal völliger Blödsinn, denn man reicht keine Klagen ein, wenn etwas rechtens ist.

Klagen soll man nur, wenn man einen Grund in einer Rechtswidrigkeit dafür hat und nicht aus Jux und Dollerei (= "unabhängig davon, ob die Kündigung rechtens ist"), um damit Gerichte zu blockieren.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.132
Bewertungen
28.583
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Ich würde die Kündigung trotzdem von einem Arbeitsrechtler pruefen lassen. Die ganze Angelegenheit stinkt, auch dieser Werkvertrag.
[>Posted via Mobile Device<]
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
1.067
Bewertungen
662
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Dann hättest du aber eine änderungskündigung bekommen müsssen weil beim Werkvertrag glaube ich andere Regelungen sind als bei einem Leiharbeitsvertrag.:icon_kinn:


Du solltest dir den Lohnanspruch für einem im Kundenbetrieb direkt beschäftigten einklagen eventuell auch noch auf Einstellung in dieser Firma ne klage einreichen.

Was die da gemacht geht ja garnicht.:icon_dampf:
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
8.013
Bewertungen
10.713
Moinsen dimadi ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]ZA-Firma hat geküdigt[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.928
Bewertungen
3.225
Wenn die Kündigung bestehn bleibt musst du sehr aufpassen, dass die Zaf dich nicht noch mit Resturlaub und Stundenkonto über den Tisch zieht, darin sind die sehr geübt, ansonsten kannste froh sein von dem Sauladen weg zu kommen.
 

dimadi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 März 2016
Beiträge
9
Bewertungen
0
AW: ZA-Firma hat geküdigt

Es könnte sein, das es der Leihbuzze nur um Neuvertrag geht, um eventuell Dich
an Ecken zu prellen, die dir villeicht noch nicht mal bewusst sind

Das hatte ich auch schon vermutet! Vielleicht zahlt der Auftraggeber nicht gut und sie wollen durch "Neuanstellung" das Gehalt drücken...
Wenn ich die Stelle nicht annehme können sie mich wahrscheinlich auch noch bei der AfA drankriegen, in der Art "Sie hätten ja nicht arbeitslos werden müssen...":icon_evil: Deutschland dein System :biggrin:


Ich werd das ganze mal einem Anwalt übergeben...Kündigung sowie A-Vertrag. Die Story mit dem Werkvertrag ist sicher auch ganz interessant für ihn :wink:

Danke für eure Meinungen! Werde Updates geben:peace:
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
1.067
Bewertungen
662
Guten Abend.

Da du gekündigt wurdest ist das Vertrauensverhältnis zu deinem Arbeitgeber sowieso nach meiner Meinung nicht mehr gegeben.

Ich tue mich grundsätzlich nicht bei ehmaligen Arbeitgebern bewerben wo ich mit Ärger hatte, und meinen Lohn vor Gericht einklagen musste. Weiteres gilt für Firmen wo ich ein Vorstellungsgespräch hatte und die dann beim Amt versucht haben ein anzuschwärzen weil man es gewagt hat über Konditionen zu verhandeln und und nicht alles abgenickt hat wie die es wollten. Hauptsächlich bei Zaf war das der Fall.
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
573
Bewertungen
346
Hallo @dimadi,

Seit Juni 2016 bin bei einer ZA-Firma angestellt.
Unbefristet, nehme ich an, dann greift hier das KSchG, so dass du allenfalls betriebsbedingt mit ordentlicher Kündigungsfrist nach §622 BGB kündbar bist.

Alle anderen Kündigungen können nur rechtswirksam werden, wenn du keine Kündigungsschutzklage (= Rechtsmittel gegen Kündigung) vor dem Arbeitsgericht erhebst.

Wenn du nun aber KSchKl gegen die Kündigung erhebst, wird ein sogenannter Gütetermin beim zuständigen Arbeitsgericht angesetzt und dir wird vermutlich eine sogenannte Regelabfindung (hier ein volles Bruttogehalt) angeboten, ordentliche Kündigungsfrist bis zum 31.12. sowie vollständige Urlaubs- und Arbeitszeitkonto-Abgeltung. Das kannst du dann annehmen und das Arbeitsverhältnis ist dann für dich erledigt, die AfA macht dann auch keinen Stress mehr und du kannst dir eine andere Arbeit suchen.


So, wie ich deine bisherigen Ausführungen verstanden habe, wurdest du einfach (also ohne weitere Angabe von Gründen) gekündigt und vermutlich wird erst aus der Arbeitsbescheinigung nach §312 SGB III ersichtlich, wie die Kündigung gemeint ist, falls die Bescheinigung überhaupt vollständig ausgefüllt ist.


Ich werd das ganze mal einem Anwalt übergeben...Kündigung sowie A-Vertrag.
Gute Idee. Nimm auch eine hochdotierte Lohnabrechnung mit, denn danach wird eine mögliche Abfindung berechnet. Sprich deinen Anwalt auch auf die Möglichkeit einer PKH (= Prozesskostenhilfe) an.


Eventuell belastet dich der drohende Verlust deines sozialen Besitzstandes so stark, dass du aus ärztlicher Sicht arbeitsunfähig bist. Durch die daraus resultierende Lohnfortzahlung ist dann auch der Dezember übersichtlich abzurechnen, dein Anspruch auf Alg I verschiebt sich dadurch aber nach hinten.


Weitere Fragen immer gern. Ich wünsche dir viel Erfolg, ave.


Beitrag #1 meinte:
Noch ein guter Tipp von mir: Vermeidet Leihklitschen! Was ich in den 2 1\2 Jahren erlebt habe...das ist nur die Sahnehaube auf der Torte.
Warte mal ab, wenn die ZAF erst die KSchKl bekommt, dann wird es richtig spaßig, zumindest für dich.
 

dimadi

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 März 2016
Beiträge
9
Bewertungen
0
Danke @avalance für den umfassenden Beitrag!

Habe das ganze nun an einen Anwalt gegeben, da meine Firma zum Abschluss auch noch mit einem Lohneinbehalt "der natürlich nach der Jahresabrechnung ausgezahlt wird" um die Ecke kam!
Frohe Weihnachten sag ich nur:censored:
 

avalanche

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 September 2015
Beiträge
573
Bewertungen
346
Hallo @dimadi,

als nächstes wäre jetzt die vollständig ausgefüllte Arbeitsbescheinigung gemäß §312 SGB III dran. Die solltest du eingehend prüfen und für deine Unterlagen kopieren, bevor du sie bei der AfA abgibst.


Wenn in dieser Bescheinigung als Arbeitsende dann auch der 31.12. eingetragen ist, wird das Arbeitsverhältnis bis dahin vollständig abgerechnet, insbesondere Urlaub und Arbeitszeitkonto vollständig abgegolten, und als Schlussrechnung im Januar ausgezahlt.


Frohes Fest, ave
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
benötigt das Unternehmen mich nicht mehr und hat meine ZA-Firma zum 14.12.2018 abbestellt.
Erstmal ist das ein Problem der ZAF, nicht deins.
Naja, statt einer Entschuldigung habe ich dann am 29.11. (also gestern) die Kündigung im Briefkasten liegen! „Fristgerecht“ zum 31.12.18. ohne Grund beinhaltet.
Ist das überhaupt gerechtfertigt/rechtens?
Sehr wahrscheinlich nicht.
---> Bundesarbeitsgericht, 20.06.2013, 2 AZR 271/12 (Sozialauswahl auch bei ZAF)

Achtung: Kündigungsschutzklage geht nur binnen drei Wochen ab Zugang der Kündigung!

Vermutlich nicht! Nachdem das Gesetz wirksam wurde, hat der Kundenbetrieb natürlich den Vertrag mit der ZA-Firma angepasst (Werkvertrag) um das Ganze zu umgehen.
Was ich für rechtswidrig halte, da hierdurch die Höchstüberlassungsdauer umgangen wird.
habe das auch erst im Nachhinein mitbekommen durch Andeutungen!
Das kann eigentlich nicht sein.
Werkverträge sind von der praktischen Durchführung her was ganz anderes als ANÜ, das hätte durch die entsprechende Änderung der Arbeitsorganisation sofort auffallen müssen.

Im Vertrag steht aber:
„für den Fall, dass der MA keinen Einsatz hat, wird das Gehalt weitergezahlt. Der MA ist verpflichtet, sich bei Nichteinsatz zur unverzüglichen Arbeitsaufnahme bereit zu halten. Bei Nichtbeachtung befindet sich der MA mit seiner Pflicht im Verzug, sodass Vergütung entfällt.“
Rund um die Uhr? Das ist praktisch gar nicht möglich, die Klausel dürfte nach § 307 BGB unwirksam sein.
Dann hättest du aber eine änderungskündigung bekommen müsssen weil beim Werkvertrag glaube ich andere Regelungen sind als bei einem Leiharbeitsvertrag.:icon_kinn:
Nicht unbedingt.
Kommt drauf an, was im Arbeitsvertrag drin steht.

Habe das ganze nun an einen Anwalt gegeben,
Das dürfte nicht die schlechteste Entscheidung sein.
da meine Firma zum Abschluss auch noch mit einem Lohneinbehalt "der natürlich nach der Jahresabrechnung ausgezahlt wird" um die Ecke kam!
Zumindest in den mir bekannten ZA-Tarifverträgen steht sowas nicht ... :icon_evil:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten