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Zeitarbeitsboom endet mit Umsatzeinbruch

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edy

Redaktion

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#1
Lünendonk-Liste. Zeitarbeitsboom endet mit Umsatzeinbruch

„Die goldenen Zeiten sind auch in der Zeitarbeit vorbei: Ein wichtiger
Indikator prophezeit der Branche in diesem Jahr massiv sinkende Umsätze.
Einige Unternehmen werden das wohl nicht überleben - es droht ein
Kahlschlag…“ Artikel von Jörn Petring in der FDT vom 28.05.2009
FTD.de - Lünendonk-Liste: Zeitarbeitsboom endet mit Umsatzeinbruch - Handel + Dienstleister

b) Zeitarbeit kaum noch gefragt

„Der Zeitarbeitsbranche steht wegen der Wirtschaftskrise eine
Marktbereinigung ins Haus, in der nur die Stärksten überleben werden.
Experten erwarten einen Umsatzeinbruch in der Branche von 40 Prozent.
Bislang wurden die kleinen Anbieter von der Abbauwelle verschont - doch
diese müssen sich nun auf einen Verdrängungswettbewerb einstellen…“
Artikel von von Axel Granzow im Handelsblatt vom 02.06.2009
Zeitarbeit kaum noch gefragt - Unternehmen - Handel + Dienstleister - Handelsblatt.com
 

mercator

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#2
Weg mit dem Pack. Und ich hoffe auf zahlreiche Klagen, weil ja nun das Arbeitsgericht Berlin eine Tariffähigkeit der "christlichen Gewerkschaften" verneint hat und damit Lohn- und Sozialversicherungsnachforderungen in Milliardenhöhe drohen können. Allerdings muß das Urteil zunächst vom BAG bestätigt werden.
 

ShankyTMW

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#3
Ich hatte es vor 8 Monaten schon Prophezeit ohne ein Nostradamus oder Wirtschaftsexperte zu sein. Das Ende der Zeitarbeit?

Ich kann nur sagen: GUUUT SOOOOOO. Die Entwicklung war abzusehen. Die ZA's sind die ersten die rausfliegen und obwohl man die ZAF's so geföerdert hat kommen gerade Sie jetzt ins trudeln. :icon_klatsch:

Und dennoch wird einem von BA/ARGE trotzdem weiterempfohlen sich gerade da zu Bewerben. Na ich denke mal nicht.

Ich bin dafür das es so kommt, dieses Lohnsklavenschmieden gehörten schon lange abgeschafft und nicht noch gefördert.
 

Fortunatus

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#4
Keine Angst, falls ab Herbst schwarz-gelb rankommt, dann wird vermutlich bald die gesamte Vermittlungsarbeit nur noch über Zeitarbeitsfirmen abgewickelt, da ja die Bundesagentur für Arbeit dann aufgelöst wird. Dann wird es den Zeitarbeitsfirmen schnell wieder gut gehen, da sind wir dann alle beruhigt :icon_party:
 

mercator

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#5
Auf ein Ende der Leiharbeitsfirmen zu hoffen ist dann aber doch zu optimistisch. Einige werden den Bach runter gehen (die sind ja in den letzten Jahren auch wie Unkraut aus dem Boden geschossen), die großen werden aber überleben.
 
E

ExitUser

Gast
#6
wichtig wäre das die Menschen sich nicht wieder (dieses mal von anderen Firmen) einspannen lassen müssen. Die Angebote werden kommen! Doch wenn die Möglichkeit da wäre sanktionslos abzulehnen? Würde ich in jedem Fall sofort machen. Es gibt bessere (weil nicht diese) Arbeit. Zudem gehört vor jeder einzelnen Prostitution eine Eignungsprüfung, die in der Regel ausschließen muss, das man sich für so etwas hergeben "möchte".

Es war ja schon einmal "freiwillig", danach wurde es doch zum Zwang gemacht. Es wird immer nur abgewartet bis der Augenblick günstig ist. Wie Schlangen warten sie darauf um dann erneut in die Gesellschaft zu beissen und ihr Gift zu injizieren Sie müssen ausgeschaltet werden, so gut es geht. Aber permanent den Daumen drauf. Schätze das wird aber ein Wunschtraum bleiben.:icon_motz:
 

Mario Nette

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#7
[...] da ja die Bundesagentur für Arbeit dann aufgelöst wird. [...]
Das ist nicht korrekt, soweit ich weiß. Sie werden nicht aufgelöst, sondern es geht um das Konstrukt der ARGEn, dass verfassungsrechtlich nicht haltbar ist und daher ersetzt werden muss.

Mario Nette
 

Fortunatus

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#8
Das ist nicht korrekt, soweit ich weiß. Sie werden nicht aufgelöst, sondern es geht um das Konstrukt der ARGEn, dass verfassungsrechtlich nicht haltbar ist und daher ersetzt werden muss.

Mario Nette
Da muss ich widersprechen, schon vor der letzten Bundestagswahl wurde von verschiedenen FDP-Politikern (insbesondere Westerwelle und Niebel: z.B. "Zu platt": Kommunen kritisieren FDP-Pläne zur Arbeitsvermittlung | NGZ Online und hier: net-tribune: FDP fordert Auflösung der Bundesagentur für Arbeit ) immer wieder die Auflösung der Bundesagentur für Arbeit gefordert. Davor haben auch die Angestellten der Bundesagentur Angst, da kenne ich einige noch von früher, als ich selber für den Verein tätig war.
Die Verfassungsänderung, damit die ARGEn wieder haltbar sind, wurde in diesem Jahr von der CDU abgelehnt. Da denke ich mal steckt dahinter, dass sie den Herbst abwarten, mit wem sie dann regieren werden. Wenn man liest, dass die Union in ihrem Programm hat, dass es Alg II nur noch gegen Gegenleistung geben soll, sind die sicherlich auch daran interessiert ein ganz neues noch menschenfeindlicheres System zu schaffen. Meine ganz persönliche Meinung ist, wenn ich die Nachrichten und Politikerreden zusammenzähle, dass sie die Arbeitslosenversicherung privatisieren wollen und die Betreuung der Arbeitslosen an private Vermittler und Zeitarbeitsfirmen vergeben wollen. Laut Westerwelles Reden soll ja auch nur noch den Arbeitslosen geholfen werden, die wirklich Hilfe benötigen (Behinderte und Pflegebedürftige) und sonst soll sich jeder Arbeitslose selbst überlassen werden. Vielleicht täusche ich mich ja, aber wenn ich immer wieder im TV z. B. in Talkshows sehe, wie Unions- und FDP-Politiker über Arbeitslose sprechen, dann sehe ich für die Zukunft schwarz, wenn wirklich diese Kombination wieder regieren darf.
 

Mario Nette

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#9
Eine Forderung zur Auflösung der BA ist nicht gleichzusetzen mit der Auflösung der BA. Äquivalentes Beispiel: Eine Forderung nach 500 € Hartz IV hat ja (zumindest bis jetzt) nicht den Effekt, dass jetzt jeder auch 500 € bekommt. Wenn du dich mal umguckst im Pressedschungel, kannst du schnell eine wiederkehrende Schreibweise finden: "XY fordert, dass ..."

Mario Nette
 

Fortunatus

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#10
Gottseidank ist es noch kein Fakt, dass die Bundesagentur aufgelöst wird und alles was an Arbeitslosigkeit zu tun hat in private Hände gelegt wird. Es war ja auch nur eine Vermutung von mir, letztlich kann man aber auch noch nicht sagen, dass die Bundesagentur nicht aufgelöst wird, falls schwarz-gelb regieren sollte. Natürlich wird das auch nicht von heute auf morgen passieren, sondern in mehreren Schritten. Sehe ich mir die neoliberalen Wahlprogramme von FDP und Union an, dann bleibt zu befürchten, dass auf uns Arbeitslose Schlimmes zukommen wird. Eine Diskussion zu dem Thema hatte ich schon mit der Leiterin einer Zeitarbeitsfirma. Sie hofft, dass es ab Herbst unter schwarz-gelb mit ihrer Branche deutlich wieder aufwärts geht und Dinge wie Vermittlung an sie übertragen wird. So kam ich überhaupt erst auf meine Vermutung.
 

galadriel

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#11
Und wo wollen die mit den Angestellten und Beamten hin?:confused:
Falls es zur Auflösung kommt?
 

Mario Nette

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#12
Die kriegen als willfährige Erfüllungsgehilfen natürlich eine Sonderbehandlung. Dafür wird dann extra das Grundgesetz in einer Nacht-und-Nebelaktion geändert.

Mario Nette
 

mercator

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#14
Die können ja dann zu den Sklavenbuden gehen, gleiches Recht für ALLE :icon_twisted::icon_twisted::icon_twisted:
Das wäre gar nicht mal so abwegig. Vermutlich würden einige von denen dann tatsächlich als Vermittler bei den Leiharbeitsbuden sitzen. Aber nicht viele, denn die Sklavenhändler gehen ja mittlerweile auch den Bach runter. Hoffentlich trifft es nicht wenige von denen.
 
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#15
Die Forderung, die Arbeitsagentur und die ARGEN abzuschaffen, kam von Westerwelle.
Die CDU wird aber in der Regierung die Mehrheit haben. Somit nicht durchfürbar, wie natürlich auch Westerwelle weiß.
Die Zeitarbeitsbranche wird nach der Machtergreifung einen inflationären Aufschwung erleben und zur Gewinnoptimierung die Löhne und Leistungen weiter drücken.
Dieses wird möglich, weil die CDU und die FDP ihnen dabei nach allen Kräften helfen werden.
Was Arbeit schafft, ist sozial!
 
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