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Zeitarbeiter streiten immer lauter

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wolliohne

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#1
Lohnkampagne

VON ESKE HICKEN

Die Kampagne gegen Niedriglöhne, die der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) Anfang der Woche gestartet hat, sorgt für Ärger. Der BZA vertritt vor allem die Großen der Branche - und vor allem Mittelständler weisen Slogans wie "Für 4,89 Euro gehe ich nicht arbeiten" zurück.

Ralf Russ, Inhaber der Leipziger Zeitarbeitsfirma Abacent spricht von einer "überzogenen" Aktion. 70 Prozent der Zeitarbeitsfirmen zahlten ohnehin über Tarif, um gute Mitarbeiter zu bekommen. Ähnlich sieht es Ulrich Hartmann, Geschäftsführer der Zeitarbeitsfirma HaRo mit 20 Beschäftigten. In der Kampagne gehe es darum, Konkurrenzfirmen auszugrenzen.


http://fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1243992
 
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#2
Die Lokführer streiken ja im Moment ziemlich engagiert..

Könnten nicht auch die Zeitarbeiter in den Ausstand treten?
 
E

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Gast
#3
Zeitarbeitsfirmen gehören entweder abgeschafft - oder aber die Menschen die für Zeitarbeitsfirmen wanderarbeitend umherziehen müssen, werden in Zukunft übertariflich bezahlt!
 

Debra

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#4
Bei BZA ZA's bin ich jedenfalls auf einen guten Std.-Lohn gekommen, also genauso als wäre ich fest angestellt. Sie haben die besseren Verbindungen und mehr Job-Möglichkeiten. Wenn die "Mittelständler" unter den ZAs nun wettern, wie soll man das verstehen? Weil wir alle so lieb und nett sind, helfen wir ihnen, indem wir 4,98 EUR Std-Lohn akzeptieren, ihre Firma zu etablieren und "Marktanteile" zu ergattern?

Je weniger Sklavenfirmen es gibt, desto besser. Diejenigen, die schon lange im Geschäft sind und anständig bezahlen, können meinetwegen weiter machen. Denn manchmal macht ZA durchaus Sinn für einige. Dann braucht aber auch nicht mehr über Kündigungsschutz gewettert werden.
 
E

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Gast
#5
Je weniger Sklavenfirmen es gibt, desto besser.Diejenigen, die schon lange im Geschäft sind und anständig bezahlen, können meinetwegen weiter machen.
Na ob das dann so bleibt is fraglich
 

Debra

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#6
Na ob das dann so bleibt is fraglich
Wenn sie an einen Tarif gebunden sind, und das sind BZA und IGZ, dann ja. Wie gesagt, ZA kann Sinn machen und früher gab es viele Anreize, für ZAs zu arbeiten (mehr Urlaub). Durch Fahrgeld usw. kam man auf denselben Netto-Lohn wie ich z.B. JETZT habe. Brutto hörte sich das immer schlimm an, das ist wahr.
Das würde aber die Lockerung des Kündigungsschutzes ad absurdum führen, wenn so weiter verfahren würde. Denn wenn die ne Urlaubsvertretung oder Schwangerschaftsvertretung brauchen, können sie eine über ZA ordern. Auch wurden aus den ZA-Firmen mehr und mehr Recruiter für größere Firmen. Da konnte man schnell irgendwo reinrutschen, wo gut bezahlt wird und es generell wirklich GUT ist. :icon_psst:

Auf meiner "Bewerbungs-Tour" fielen mir die vielen neuen, "kleinen" ZAs unangenehm auf, denn oftmals bestehen sie aus einem Ehepaar mit Kleinkind als "Chefs" und die wollen natürlich ein bißchen Geld von ihren paar Aufträgen abzwacken. Oder sinnlosen Mitarbeitern, die einen zu dem Bewerbungsgespräch begleiten und ne Riesensache aus ner dreiwöchigen Urlaubsvertretung machen. OK, abgesehen davon, geben neue ZA-Firmen natürlich vielen jungen Leuten Arbeit durch Empfangs- und "Arbeitsvermittler"-Jobs. :icon_hihi:
 

Heiko1961

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#8
70 Prozent der Zeitarbeitsfirmen zahlten ohnehin über Tarif, um gute Mitarbeiter zu bekommen.
Fragt sich nur an wen?:icon_hihi:
Wie schon erwähnt, diese Leihbuden gehören abgeschafft. Seit Einführung ging es Bergab.
 

Debra

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#9
:icon_kratz: Tarifverträge schützen vor Lohndumping?


:icon_frown:
Ja, solange Du für Tarif bezahlt wirst. (Und ich rede jetzt nicht von diesen "christlichen" und sonst was Gewerkschaften. Obwohl selbst der Tarif z.B. für Datentypistin horrend niedrig ist.) Abr es sind die "Kleinen" und das Argument der "Wettbewerbsfähigkeit", was Löhne ruiniert. Also, wenn es in dem Land keinen Mindestlohn gibt, meine ich.
Aber trotzdem, BZA angeschlossene ZA können/dürfen nicht unter Tarif bezahlen. Und in meinem Job waren das 10,50 EUR. Damit kann ich leben. Plus Fahrgeld plus x-tra Freizeit.
 

Debra

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#10
Fragt sich nur an wen?:icon_hihi:
Wie schon erwähnt, diese Leihbuden gehören abgeschafft. Seit Einführung ging es Bergab.
Wieso an wen? Normalerweise kriegen die ein Honorar von Firmen, wenn sie nach dem geeigneten Personal suchen. Das erspart den Firmen sogar die Kosten einer ganzen "Personalabteilung".
 

Heiko1961

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#11
Wie, es gibt Leihbuden die dir nach Tarif den vollen Lohn auszahlen? Das heißt, man bekommt genau so viel, wie ein Festangestellter? Also die Leihbuden verleihen dich für Lau. Ist mir noch nicht bekannt.:icon_hmm:
 
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#12
Wie, es gibt Leihbuden die dir nach Tarif den vollen Lohn auszahlen? Das heißt, man bekommt genau so viel, wie ein Festangestellter? Also die Leihbuden verleihen dich für Lau. Ist mir noch nicht bekannt.:icon_hmm:
Ich habe was gelesen von Zeitarbeitstarif, wie hoch der aber ist, weis ich nicht.
 

Debra

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#13
Wie, es gibt Leihbuden die dir nach Tarif den vollen Lohn auszahlen? Das heißt, man bekommt genau so viel, wie ein Festangestellter? Also die Leihbuden verleihen dich für Lau. Ist mir noch nicht bekannt.:icon_hmm:
Nein, natürlich nicht für lau. Es kostet die Firmen weit mehr pro Std. wenn sie Leiharbeiter einsetzen. Die kriegen dann 20,50/Std. oder mehr berechnet. Aber ja nur kurz, z.B. für Urlaubsvertretungen. Manchmal erfolgt auch eine Übernahme, im besten Fall ist das für sofortige Vermittlung. Das erspart dem Office Manager, die Bewerbungsunterlagen selbst durchzusehen. Dafür bezahlen sie den externen Recruitern Geld. Auf diese Weise kann man in eine Firma kommen, die über Tarif bezahlt. Und wenn man erstmal über ZA dort arbeitet und sich dort durchkämpft, bekommt man einen Vertrag mit denen. Die zahlen dann eine Ablösesumme an die ZA.

Hat manchmal Vorteile für einige, z.B., Leute die studiert haben, arbeiten als Sekretärin, sind aber eigentlich Kommunikationsgrafikdesigner. Dann suchen die von dort aus eine passende Stelle. Oder - eine Kollegin von mir war aus den USA - wahrscheinlich nur hier, um die Sprache zu lernen. Dann ging sie wieder zurück in die USA um "internationale Sicherheitspolitik" zu studieren.

Daher: solange Zeitarbeiter eingesetzt werden können, brauchen wir an unserem Kündigungsschutz nicht rütteln.

Der ZA-Tarif für Datentypisten z.B. ist sehr niedrig. Wie gesagt, es hört sich schrecklich an, 10,50 brutto, aber die ZA gleichen das durch anderes aus: mehr Urlaub, MAE und Fahrgeld z.B.
Dann hatte ich im Endeffekt genauso viel als wär ich festangestellt.

Was aber nicht sein sollte, ist dieses Lohn-Dumping und neue kleine ZA-Firmen, die wirklich nur noch ausbeuten.
 
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