Zeitarbeit Urlaub + Sondervergütungen

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bandicot

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12 Dezember 2012
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Ich hab mal ne Frage bezüglich Auslegung im Tarifvertrag zur Gewährung von Urlaub und Urlaub- und Weinachtsgeld.


Im § 11.2 BAP Tarif steht: Der Urlaub beträgt
im ersten Jahr 24 Arbeitstage,
im zweiten Jahr 25 Arbeitstage,
im dritten Jahr 26 Arbeitstage,
im vierten Jahr 28 Arbeitstage,
ab dem fünften Jahr 30 Arbeitstage.

Ich habe am 01.02.2008 angefangen und bin seit dem ununterbrochen in der gleichen Firma beschäftigt. Ab dem 01.02.2012 bin ich nun "im" fünftem Jahr.
Meine Frage nun, hab ich dieses Jahr schon Anspruch auf 30 Tage Urlaub ??? Oder hab ich die erst wenn das 5. Jahr vollendet ist, also ab 01.02.2012 ???


Das gleiche Problem mit der Auslegung hab ich mit den Sonderzahlungen nach § 15.2


Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld
beträgt, abhängig von der
Dauer des ununterbrochenen Bestehens
des Arbeitsverhältnisses,
nach dem sechsten Monat jeweils
150 Euro brutto,
im dritten und vierten Jahr jeweils
200 Euro brutto,
ab dem fünften Jahr jeweils
300 Euro brutto.

Hier auch wieder meine Frage. Das 5. jahr hat ja am 01.02.2012 begonnen. Hätte ich im Juni und diesen Monat schon Anspruch auf 300 € urlaubs und Weihnachtsgeld gehabt ?


Ich denke man kann diese Formulierungen auslegen wie man will. Könnt ihr mich da mal aufklären

Danke
 
S

silka

Gast
Hallo, bandicot

zu1)
wenn dort steht: ---ab dem 5.Jahr
Dann bist du jetzt im 5. Jahr.
AB 1.2. 2012 beginnt dein 5. Jahr

02/2008-2009---1. Jahr
2009-2010---2. Jahr
2010-2011---3. Jahr
2011-01/2012---4. Jahr
ab 1.2. 2012---5. Jahr

Also 30 Tage

zu2)
AB dem 5. Jahr Weihnachtsgeld 300,-
Hast auch Anspruch.

Auslegen?
Das mit dem AB---bedeutet, daß es dann keine Steigerungen mehr gibt.
Vorher werden *Neulinge* noch gepäppelt und gelockt mit diesen tollen Aussichten.

AB 5. Jahr der Betriebszugehörigkeit ist Sense.
Mehr als das gibts dann nicht.
30 Tage
300,- brutto Gänsegeld

(Für das Weihnachtsgeld gibts sicher auch noch die Klausel, daß das rein freiwillig ist und auch gecancelt werden kann).
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Hallo, bandicot
(Für das Weihnachtsgeld gibts sicher auch noch die Klausel, daß das rein freiwillig ist und auch gecancelt werden kann).

Dürfte eigentlich nicht. Das Weinachtsgeld steht im Tarifvertrag ohne irgendwelche Freiwilligkeits-Vorbehalte, also nix mit canceln. Auch wenn die Leihbuden das wohl gerne hätten.
 
S

silka

Gast
@dagobert
Naja, hoffen wir das mal.
Ich kenne diesen Tarifvertrag jedenfalls nicht.

In meinem gabs früher so eine Klausel und das war keine ZAF.
Die AG wollen einfach das Gewohnheitsrecht aushebeln.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
@dagobert
Naja, hoffen wir das mal.
Ich kenne diesen Tarifvertrag jedenfalls nicht.

In meinem gabs früher so eine Klausel und das war keine ZAF.
Die AG wollen einfach das Gewohnheitsrecht aushebeln.

In nicht tarifgebundenen Unternehmen gibt's solche Klauseln, das stimmt. Aber in der Leiharbeit würde das Equal Pay bedeuten, das macht keine Leihbude. :icon_wink:
Hier ist der entsprechende Passus aus dem BZA/BAP-Tarif:
§ 15 Jahress onderzahlungen
§ 15.1 Nach dem sechsten Monat des ununterbrochenen Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses hat der Mitarbeiter Anspruch auf Jahressonderzahlungen in Form von zusätzlichem Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
Die Auszahlung des Urlaubsgeldes erfolgt mit der Abrechnung für den Monat Juni eines jeden Jahres, die Auszahlung des Weihnachtsgeldes erfolgt mit der Abrechnung für den Monat November eines jeden Jahres.
Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhöht sich mit zunehmender Dauer der Betriebszugehörigkeit, berechnet auf die Stichtage 30. Juni und 30. November.

§ 15.2 Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld beträgt, abhängig von der Dauer des ununterbrochenen Bestehens des Arbeitsverhältnisses,
- nach dem sechsten Monat jeweils 150 Euro brutto,
- im dritten und vierten Jahr jeweils 200 Euro brutto,
- ab dem fünften Jahr jeweils 300 Euro brutto.
Teilzeitbeschäftigte erhalten die Sonderzahlungen anteilig entsprechend der vereinbarten individuellen regelmäßigen monatlichen Arbeitszeit.

§ 15.3 Voraussetzung für den Anspruch auf Auszahlung der Sonderzahlungen ist das Bestehen eines ungekündigten Beschäftigungsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt.
Anspruchsberechtigte Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis im Kalenderjahr ruht, erhalten keine Leistungen. Ruht das Arbeitsverhältnis im Kalenderjahr teilweise, so erhalten sie eine anteilige Leistung.
Mitarbeiter, die bis zum 31. März des Folgejahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, haben das Weihnachtsgeld zurückzuzahlen. Dies gilt nicht im Fall einer betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber.

Freiwilligkeits-Vorbehalte gibt's da nicht.
 
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